Homosexualität und katholischer Glaube

Allgemein Katholisches.
Benutzeravatar
Zeno Kortin
Beiträge: 446
Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 06:48
Wohnort: Gießen

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von Zeno Kortin »

nomads hat geschrieben:
Mittwoch 13. Mai 2026, 11:46
Zeno Kortin hat geschrieben:
Mittwoch 13. Mai 2026, 11:01
Mich würde interessieren, was drinsteht, weil ich im Moment nicht lesen kann.
Du kannst hier lesen und schreiben, aber auf kath.net nicht ?
Hier geht es mit dem Lesen noch aber wenn es kleiner wird ist es vorbei.
Ach so, und noch etwas, ich lese auf dem Smartphone und nicht am Comp, und Zuhause muß ich mittlerweile direkt vor dem Fernseher sitzen.
Die Gutmeinenden sind unberechenbar, und von daher Allgemeingefährlich.
Karl-Herbert Scheer

nomads
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 5. November 2025, 00:23
Wohnort: Buxtehude

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von nomads »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Mittwoch 13. Mai 2026, 11:51
Hier geht es mit dem Lesen noch aber wenn es kleiner wird ist es vorbei.
hier der Artikel in vergrößerter Schrift:
Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht

Die Organisation sieht sich in dem Bericht falsch dargestellt und wirft den Verfassern Verleumdung und üble Nachrede vor. Courage unterstützt Menschen mit homosexuellen Neigungen bei einem Leben nach den Geboten Gottes.

Rom/Trumbull (kath.net/jg)
Das katholische Apostolat Courage International hat auf den kürzlich veröffentlichten Abschlussbericht der vatikanischen Arbeitsgruppe 9 des Synodalprozesses mit einer Pressemitteilung reagiert. Der Bericht, der am 5. Mai 2026 vom Generalsekretariat der Synode publiziert wurde, befasst sich mit theologischen Kriterien und synodalen Methoden zur gemeinsamen Unterscheidung bei aufkommenden doktrinären, pastoralen und ethischen Fragen. Er enthält eine kritische Erwähnung des Courage-Apostolats sowie ein negatives Zeugnis einer Einzelperson im Anhang.

In ihrer Stellungnahme bezeichnet Courage International diese Darstellung als Verleumdung und üble Nachrede. Die Organisation weist insbesondere den Vorwurf zurück, sie betreibe oder habe je „reparative Therapien“ angeboten. Eine einfache Kontaktaufnahme mit der Leitung von Courage hätte diesen Punkt klären können, so die Kritik. Stattdessen basiere der Bericht einseitig auf der subjektiven Erfahrung einer einzelnen Person.

Besonders problematisch findet Courage, dass die Treffen und die Mitglieder pauschal in einem negativen Licht dargestellt werden. Der kritische Zeuge beschreibt die Treffen als „geheim und versteckt“. Courage betont hingegen, dass es sich um vertrauliche und sichere Orte handelt, die es den Teilnehmern ermöglichen, offen über ihre Kämpfe zu sprechen – ohne Angst vor späterer öffentlicher Bloßstellung. Der Zeuge habe berichtet, dass viele Teilnehmer mit Gefühlen von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Depression kämen – doch genau deswegen biete Courage Unterstützung und Gemeinschaft.

Die Organisation bedauert, dass sie solche falschen Darstellungen nun aus einem offiziellen vatikanischen Dokument erleiden muss – etwas, das sie bisher vor allem von säkularen Medien kannte. Courage erklärt sich bereit, mit Synodenvertretern zusammenzutreffen, um das Apostolat und seine 45-jährige Arbeit ausführlich vorzustellen.

Hintergrund zu Courage International

Courage International ist ein anerkanntes Apostolat der Katholischen Kirche, das Menschen mit gleichgeschlechtlicher Anziehung begleitet, die ein keusches Leben nach der Lehre der Kirche anstreben. Es wurde 1980 auf Wunsch des verstorbenen Kardinals Terence Cooke durch Pater John F. Harvey OSFS in New York gegründet. Die fünf Ziele von Courage lauten: Keuschheit, Gebet und Hingabe, Gemeinschaft, Unterstützung und gutes Vorbild. Im Februar dieses Jahres empfing Papst Leo XIV. Vertreter von Courage International in Privataudienz. (Siehe Link)

Heute gibt es über 160 Ortsverbände in 15 Ländern. Zusammen mit EnCourage (für Familien und Freunde) erhielt das Werk 2016 kanonischen Status als diözesane klerikale Vereinigung. EnCourage unterstützt Angehörige dabei, mit Liebe und Treue zur katholischen Lehre auf ihre Liebsten zuzugehen.

Benutzeravatar
Zeno Kortin
Beiträge: 446
Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 06:48
Wohnort: Gießen

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von Zeno Kortin »

Danke Nomads. Den Artikel lese ich nachher.
Und ich bedanke mich auch für Dein Verständnis.
Die Gutmeinenden sind unberechenbar, und von daher Allgemeingefährlich.
Karl-Herbert Scheer

nomads
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 5. November 2025, 00:23
Wohnort: Buxtehude

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von nomads »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Mittwoch 13. Mai 2026, 12:52
Danke Nomads. Den Artikel lese ich nachher.
Und ich bedanke mich auch für Dein Verständnis.
nichts zu danken! :blinker:

hier noch mal meine Frage: wer beschuldigt in dem Artikel wen und weswegen?
ich hab's gelesen, aber nicht erkannt :breitgrins:

nomads
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 5. November 2025, 00:23
Wohnort: Buxtehude

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von nomads »

Mittlerweile haben dort unter dem Artikel mehrere Medjugorje-Katholiken eine Kampagne gegen den Kommentator „Armandus“ gestartet und das nur deshalb, weil er die Bibel zitiert hat. :breitgrins:
So ist das, wenn die Teenager-Moderatoren von kath.net nicht zulassen wollen, dass ein User katholischer sein könnte, als kath.net selbst. :blinker:

Benutzeravatar
Zeno Kortin
Beiträge: 446
Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 06:48
Wohnort: Gießen

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von Zeno Kortin »

nomads hat geschrieben:
Donnerstag 14. Mai 2026, 13:21
Mittlerweile haben dort unter dem Artikel mehrere Medjugorje-Katholiken eine Kampagne gegen den Kommentator „Armandus“ gestartet und das nur deshalb, weil er die Bibel zitiert hat. :breitgrins:
So ist das, wenn die Teenager-Moderatoren von kath.net nicht zulassen wollen, dass ein User katholischer sein könnte, als kath.net selbst. :blinker:
Jetzt habe ich eine Verständnisfrage.
Was sind Medjugorje-Katholiken?
Was Medjugorje ist weiß ich schon lange, aber was sind diese Katholiken speziell bzw. was unterscheidet sie von anderen?
Die Gutmeinenden sind unberechenbar, und von daher Allgemeingefährlich.
Karl-Herbert Scheer

nomads
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 5. November 2025, 00:23
Wohnort: Buxtehude

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von nomads »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Donnerstag 14. Mai 2026, 20:08
Jetzt habe ich eine Verständnisfrage.
Was sind Medjugorje-Katholiken?
Was Medjugorje ist weiß ich schon lange, aber was sind diese Katholiken speziell bzw. was unterscheidet sie von anderen?
Gute Frage! :breitgrins:
Katholiken, die sich als glaubenstreu (sich als solche selbst definieren) und konservativ positionieren, gleichzeitig aber flach und oberflächlich an jeden Quatsch, der in Medjugorje verzapft wurde glauben, nenne ich „Medjugorje-Katholiken“. Auch wenn Medjugorje als Marienerscheinungsort von der Kirche anerkannt worden wäre (was er aber nicht ist), sind wir nicht verpflichtet zu glauben, was dort gesagt oder verkündet wurde – das betrifft auch alle anderen s.g. „Privatoffenabrungen“ (Marienerscheinungen):
aus dem Katechismus der Katholischen Kirche:
Im Laufe der Jahrhunderte gab es sogenannte „Privatoffenbarungen“, von denen einige durch die kirchliche Autorität anerkannt wurden. Sie gehören jedoch nicht zum Glaubensgut. Sie sind nicht dazu da, die endgültige Offenbarung Christi zu „vervollkommnen“ oder zu „vervollständigen“, sondern sollen helfen, in einem bestimmten Zeitalter tiefer aus ihr zu leben.
Viele junge Katholiken im Westen Europa haben bereits in den 80-ern nach einer authentischer/intensiverer Glaubensorientierung gesucht, der sie sich anschließen konnten und da tauchten Anfangs der 80-er Jahre Medjugorje-Botschaften auf und später auch Taize (mich interessiert beides nicht – das nur zur Klarstellung).

Und jetzt noch der Zusammenhang der Medjugorje-Katholiken (Kommentatoren auf kath.net) zu dem Artikel dort und diesem Thema hier:
Viele Katholiken (und vor allem die von kath.net) glauben, dass homosexuelle Menschen nur dann sündigen, wenn sie körperliche Beziehungen (Homosex) mit anderen Homosexuellen haben - wenn sie aber enthaltsam (als Single) leben, sündigen sie nicht (unkörperliche Homosexualität). Im Umkehrschluss müsste das bedeuten, dass Jesus Christus nur heterosexuelle Männer und lesbische Frauen meinen konnte, als er sagte: „Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“.
Weil auch die Kirche (angeblich) sagt, dass nur homosexuelle Taten (Homosex) sündhaft sind, entsteht überall Verwirrung und Rechtfertigungsversuche der unkörperlichen Homosexualität.
Mit anderen Worten: Homosexuelle Männer, die als Single enthaltsam (ohne Sex) leben, müssen nicht mehr beichten und man könnte sie im Voraus für heilig erklären, da sie nicht sündigen – das ist die logische Konsequenz des Glaubens der Medjugorje-Katholiken und vieler Konzilskatholiken. Dämlicher geht’s wohl nicht! (<– meine Bemerkung dazu) – ich nenne es idiotischen Schwachsinn.

Sobald man auf kath.net den dortigen Kommentatoren das klar machen will, gehen gleich die eifrigsten Medjugorje-Katholiken verbal-schriftlich auf einen los – vermutlich, weil sie entweder nichts kapieren, oder erkannt haben, dass sie selber neben der Kapp sind. :breitgrins:

In dem Artikel auf kath.net geht es darum, dass die Organisation "Courage International" Homosexuellen hilft enthaltsam zu leben und alle auf kath.net sind happy, dass es solche Organisationen gibt und dass es Homosexuelle gibt, die enthaltsam leben wollen.
Ein Kommentator namens "Armandus" hat dort angedeutet, dass eine solche Hilfe sinnlos ist, solange man nur die Symptome behandelt, ohne die Wurzel des Übels zu beseitigen. Das hat den Flachland-kath.net-Katholiken nicht gefallen - vermutlich weil sie nicht kapieren wollen, worauf es im Thema (Homosexualität und Kirche) eigentlich ankommt.
In einem der Kommentare dort schreibt "Armandus":
wenn nur Gott die Ursache für Homosexualität kennt, warum hat er dann Homosexualität verboten (Lev 18,22) und Homosexuelle töten lassen (Lev 20,13)?
Weil die Ursache für Homosexualität, die Homosexualität nicht rechtfertigt!
genau das aber wollen die "Medjugorje-Katholiken" und Konzilskatholiken nicht wahrhaben, oder sie kapieren es nicht!

Benutzeravatar
Zeno Kortin
Beiträge: 446
Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 06:48
Wohnort: Gießen

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von Zeno Kortin »

Danke für die Erläuterung.
Die Gutmeinenden sind unberechenbar, und von daher Allgemeingefährlich.
Karl-Herbert Scheer

nomads
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 5. November 2025, 00:23
Wohnort: Buxtehude

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von nomads »

@ Zeno Kortin
Zeno Kortin hat geschrieben:
Donnerstag 14. Mai 2026, 22:54
Danke für die Erläuterung.
noch etwas zum Thema - weil das wichtig ist:
Die ganze Verwirrung um Homosexualität hätte es in der Kirche vermutlich nicht gegeben (oder nicht so gegeben), wenn die Kirche im Katechismus der Katholischen Kirche (aus dem Jahr 1992) die drei Abschnitte anders formuliert hätte - ich zitiere sie in vergrößerter Schrift - bitte lies diese genau:
2357 Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf. Ihre psychische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt. Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet [Vgl. Gen 19, 1—29; Röm 1,24—27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10.], hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, „daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind" (CDF, Erkl. „Persona humana" 8 ). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.

2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.

2359 Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich — vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.
Im Abschnitt 2357 schreibt die Kirche, dass: Ihre psychische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt… und dann im Abschnitt 2358: Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt… – hier widersprach sich die Kirche selbst, denn: Entweder ist die psychische Entstehung der Homosexualität noch weitgehend ungeklärt (wie im Abschnitt 2357 behauptet wird), oder man weiß es, wie sie entsteht, um (im Abschnitt 2358) behaupten zu können, dass sie nicht von Homosexuellen selbst gewählt wird.
5 Jahre später wurde die Kirche etwas schlauer :blinker: und hat den Abschnitt 2358 etwas geändert:
2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihres Verfaßtheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.
Quelle: KKK
- im Jahr 1997 hat die Kirche nicht mehr behauptet, dass die Homosexuellen diese Veranlagung nicht selbst gewählt haben, aber es war zu spät! Die Welt und auch die Katholiken fingen an zu versuchen, Homosexualität zu rechtfertigen!

Hätte die Kirche damals geahnt, das 30 Jahre später ein Papst Homosexuelle segnen erlaubt, hätte sie das im KKK nicht geschrieben oder anders formuliert.
Man kann nicht Homosexuelle segnen, wenn sie sündigen und nicht aufhören wollen zu sündigen. Und umgekehrt – man darf sehr wohl Homosexuelle segnen, wenn sie tatsächlich keusch leben und dann hat „Fiducia supplicans“ ihre Berechtigung und muss weder zurückgenommen noch korrigiert werden.
Leider ist es aber so, dass viele Medjugorie-Katholiken und Möchtegernexperten möchten, dass „Fiducia supplicans“ korrigiert oder zurückgenommen wird. Dem stimme ich auch zu, wenn beim Segnen von Homosexuellen um solche geht, die nicht enthaltsam leben und sich nicht bekehren wollen. Dem stimme ich nicht zu, wenn Homosexuelle, die gesegnet werden sollen, tatsächlich keusch und enthaltsam leben können und leben wollen - aber wer soll/kann das prüfen/beurteilen und wie soll das festgestellt werden? Weil das nicht geht, soll man auf solche Segnungen von Vornherein verzichten, „Fiducia supplicans“ für häretisch erklären und zurücknehmen.

Peduli
Beiträge: 3687
Registriert: Dienstag 26. Juli 2022, 04:07

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von Peduli »

Zur aktuellen Situation im Erzbistum München und Freising gibt es in der aktuellen Tagespost einen sehr informativen Artikel:
Stress im queren Safe Space

Aus Gründen des Urheberrechtes können nur Teile zitiert werden:
Wolfgang F. Rothe ist Deutschland bekanntest LGBTQ-Aktivist mit Kollar. Auch seine eigene Münchner Wohngemeinschaft machte der Priester zum Medienhappening. Doch das Experiment scheiterte.
Immer auf Tuchfühlung mit der Kamera: Nachdem sich Wolfgang F. Rothe zunächst als 'Whiskey-Vikar' öffentlich neu erfunden hatte, ist er mittlerweile so etwas wie der medienwirksamste innerkirchliche LGBTQ-Aktivist.
Als es auf der letzten Vollversammlung des Syndalen Weges Ende Januar wieder einmal resigniert heißt, angesichts ausbleibender weltkirchlicher Reformbestrebungen müsse in Deutschland nun eben ,,die Praxis der Lehre vorausgehen", war eine Art privates Pilotprojekt fortschrittlicher Praxis in München-Feldmaching schon wieder vorläufig gescheitert. ,,SCHWULE PFARRHAUS-WG SUCHT DRITTEN MITBEWOHNER", lautet die Facebook-Anzeige vom 27. Dezember 2025. „Der neue Mitbewohner sollte schwul sein und mit der katholischen Kirche etwas anfang können", so der Text der Anzeige. Schwul war allerdings auch der Mitbewohner, dessen Zimmer zu vergeben ist. Und mit der katholischen Kirche konnte er immerhin so viel anfangen, dass er dem Erzbistum München-Freising in der Hoffnung auf Genugtuung einen Beschwerdebrief über sein zurückliegendes Wohnverhältnis schrieb.
Dabei fungierte die Wohngemeinschaft lange als Vorzeigeprojekt. Als solches jedenfalls positionierte sie der WG- Gründer Wolfgang F. Rothe, der als Priester im Erzbistum arbeitet. Der medienaffine Kirchenrechtler, der nach einem Skandal in den frühen 2000er-Jahren in seinem Heimat im Bistum St. Pölten eine Art Asyl in München genießt und zuletzt durch seine Berufung in den Missbrauchs-Betroffenenbeirat der deutschen Bischofskonferenz für Unruhe im Episkopat sorgte, ist unter den Münchner Quer-Seelsorgern zweifellos der öffentlichkeitswirksamste. Wenn der Münchner Erzbischof, Reinhard Kardinal Marx, wie jüngst geschehen, Segensfeiern auch für homosexuelle Paare erlaubt, bietet schon mal die Deutsche Presse-Agentur Rothe um ein Statement - und der lobt die Aktion seiner Excellenz. Ein ,,wenn auch kleiner, so doch epochaler Fortschritt".
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

Der LOGOS bestimmt das Sein!
Das Sein definiert das Nicht-Sein!

nomads
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 5. November 2025, 00:23
Wohnort: Buxtehude

Re: Homosexualität und katholischer Glaube

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Samstag 16. Mai 2026, 11:02
Zur aktuellen Situation im Erzbistum München und Freising gibt es in der aktuellen Tagespost einen sehr informativen Artikel:
Stress im queren Safe Space

Aus Gründen des Urheberrechtes können nur Teile zitiert werden:
...
daraus:
Als es auf der letzten Vollversammlung des Syndalen Weges Ende Januar wieder einmal resigniert heißt, angesichts ausbleibender weltkirchlicher Reformbestrebungen müsse in Deutschland nun eben ,,die Praxis der Lehre vorausgehen"
tja, wie im Falle der Handkommunion, Mädchenministrantur, Kommunionhelfer/innen, Laienprediger/innen...

mir kommt die Galle hoch - man kann nur noch... :kotz:

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema