Zeno Kortin hat geschrieben: ↑Donnerstag 14. Mai 2026, 20:08
Jetzt habe ich eine Verständnisfrage.
Was sind Medjugorje-Katholiken?
Was Medjugorje ist weiß ich schon lange, aber was sind diese Katholiken speziell bzw. was unterscheidet sie von anderen?
Gute Frage!
Katholiken, die sich als glaubenstreu (sich als solche selbst definieren) und konservativ positionieren, gleichzeitig aber flach und oberflächlich an jeden Quatsch, der in Medjugorje verzapft wurde glauben, nenne ich „Medjugorje-Katholiken“. Auch wenn Medjugorje als Marienerscheinungsort von der Kirche anerkannt worden wäre (was er aber nicht ist), sind wir nicht verpflichtet zu glauben, was dort gesagt oder verkündet wurde – das betrifft auch alle anderen s.g. „Privatoffenabrungen“ (Marienerscheinungen):
aus dem Katechismus der Katholischen Kirche:
Im Laufe der Jahrhunderte gab es sogenannte „Privatoffenbarungen“, von denen einige durch die kirchliche Autorität anerkannt wurden. Sie gehören jedoch nicht zum Glaubensgut. Sie sind nicht dazu da, die endgültige Offenbarung Christi zu „vervollkommnen“ oder zu „vervollständigen“, sondern sollen helfen, in einem bestimmten Zeitalter tiefer aus ihr zu leben.
Viele junge Katholiken im Westen Europa haben bereits in den 80-ern nach einer authentischer/intensiverer Glaubensorientierung gesucht, der sie sich anschließen konnten und da tauchten Anfangs der 80-er Jahre Medjugorje-Botschaften auf und später auch Taize (mich interessiert beides nicht – das nur zur Klarstellung).
Und jetzt noch der Zusammenhang der Medjugorje-Katholiken (Kommentatoren auf kath.net) zu dem Artikel dort und diesem Thema hier:
Viele Katholiken (und vor allem die von kath.net) glauben, dass homosexuelle Menschen nur dann sündigen, wenn sie körperliche Beziehungen (Homosex) mit anderen Homosexuellen haben - wenn sie aber enthaltsam (als Single) leben, sündigen sie nicht (unkörperliche Homosexualität). Im Umkehrschluss müsste das bedeuten, dass Jesus Christus nur heterosexuelle Männer und lesbische Frauen meinen konnte, als er sagte:
„Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“.
Weil auch die Kirche (angeblich) sagt, dass nur homosexuelle Taten (Homosex) sündhaft sind, entsteht überall Verwirrung und Rechtfertigungsversuche der unkörperlichen Homosexualität.
Mit anderen Worten: Homosexuelle Männer, die als Single enthaltsam (ohne Sex) leben, müssen nicht mehr beichten und man könnte sie im Voraus für heilig erklären, da sie nicht sündigen – das ist die logische Konsequenz des Glaubens der Medjugorje-Katholiken und vieler Konzilskatholiken. Dämlicher geht’s wohl nicht! (<– meine Bemerkung dazu) – ich nenne es idiotischen Schwachsinn.
Sobald man auf kath.net den dortigen Kommentatoren das klar machen will, gehen gleich die eifrigsten Medjugorje-Katholiken verbal-schriftlich auf einen los – vermutlich, weil sie entweder nichts kapieren, oder erkannt haben, dass sie selber neben der Kapp sind.
In dem Artikel auf kath.net geht es darum, dass die Organisation "Courage International" Homosexuellen hilft enthaltsam zu leben und alle auf kath.net sind happy, dass es solche Organisationen gibt und dass es Homosexuelle gibt, die enthaltsam leben wollen.
Ein Kommentator namens "Armandus" hat dort angedeutet, dass eine solche Hilfe sinnlos ist, solange man nur die Symptome behandelt, ohne die Wurzel des Übels zu beseitigen. Das hat den Flachland-kath.net-Katholiken nicht gefallen - vermutlich weil sie nicht kapieren wollen, worauf es im Thema (Homosexualität und Kirche) eigentlich ankommt.
In einem der Kommentare dort schreibt "Armandus":
wenn nur Gott die Ursache für Homosexualität kennt, warum hat er dann Homosexualität verboten (Lev 18,22) und Homosexuelle töten lassen (Lev 20,13)?
Weil die Ursache für Homosexualität, die Homosexualität nicht rechtfertigt!
genau das aber wollen die "Medjugorje-Katholiken" und Konzilskatholiken nicht wahrhaben, oder sie kapieren es nicht!