Mißbrauchsanschuldigungen

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Juergen
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Juergen »

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 16:54
Juergen hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 15:19
kerzl_schlucker hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 15:16
https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... ulbinowicz
Daraus:
…Der Breslauer Dichter Karol Chum hatte den Kardinal im Mai 2019 öffentlich beschuldigt, ihn im Januar 1990 als Priesterseminarist kurz nach seinem 16. Geburtstag in Breslau sexuell missbraucht zu haben…
Mit 16 Jahren war der Priesterseminarist? :auweia:
Chum, der mit bürgerlichen Namen Przemyslaw Kowalczyk heißt, wurde von September 1989 bis Januar 1990 im Vorseminar im schlesischen Legnica (Liegnitz) unterrichtet.
:hmm:



Ein seminario minore ist ein Gymnasium für Jungen im Sekundarschulalter, die, falls sie Priester werden wollen, später, d.h. nach dem Abitur, ins eigentliche Priesterseminar (für die "Großen") umziehen.
Diese Jungen tragen traditionell auch Soutane, wie hier:

Bild

und hier, 4. Jahr (15-Jährige), bereits mit Reisehut in der Hand
(fünf der Abgebildeten wurden Priester):

Bild
Das ist mir alles bekannt. Es ging mir um den Begriff Priesterseminarist.

Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Lycobates
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 16:54
Protasius hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 16:45
Es gibt noch ein paar wenige Einrichtungen, die dem Knabenseminar entsprechen, daß der CIC 1917 zumindest für große Diözesen vorschrieb (can. 1354), bis auf eines in Kanada und sieben in den USA befinden die sich alle in Entwicklungs- oder Schwellenländern (Vietnam, Indonesien, Osttimor, Ghana, Uganda, …). Im wesentlichen handelt es sich um weiterführende Schulen, in denen die Alumnen die lateinische Sprache sowie die Landessprache lernen, ihrem Alter gemäß in der kirchlichen Disziplin unterwiesen sowie eine einem Kleriker an diesem Ort angemessene Allgemeinbildung erhalten (can. 1364). In Deutschland gab es bis in die 90er Jahre auch noch einige dieser Einrichtung, beispielsweise bis 1999 das Ottanium in Bamberg. Das Liborianum in Paderborn war bis 1979 ein bischöfliches Knabenseminar.
Die Knaben im Knabenseminar bezeichnet man aber nicht als Priesterseminaristen.
Aber doch als Seminaristen.

Ein Beispiel:
Rolando Rivi, 14 Jahre, am 10. April 1945 in Ligurien von kommunistischen Partisanen mißhandelt und erschossen, weil er die Soutane nicht ausziehen wollte. "Io sono di Gesù" sagte er noch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rolando_Rivi

Bild
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Schulevonathen
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Schulevonathen »

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 17:17
Rolando Rivi, 14 Jahre, am 10. April 1945 in Ligurien von kommunistischen Partisanen mißhandelt und erschossen, weil er die Soutane nicht ausziehen wollte.
Und weil sie ihm Spionage für die Wehrmacht vorwarfen.

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Lycobates
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Lycobates »

Schulevonathen hat geschrieben:
Samstag 7. November 2020, 16:34
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 17:17
Rolando Rivi, 14 Jahre, am 10. April 1945 in Ligurien von kommunistischen Partisanen mißhandelt und erschossen, weil er die Soutane nicht ausziehen wollte.
Und weil sie ihm Spionage für die Wehrmacht vorwarfen.
Ach so.
Haben sie des 14-Jährigen Chiffriermeldungen an Keitel abgefangen?
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Schulevonathen
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Schulevonathen »

14jährige können selbstverständlich ihre Beobachtungen machen und an die entsprechenden Stellen weitergeben, und genau das war der Vorwurf der Partisanen. Ob er stimmt, ob er nicht stimmt - wer will das nach 70 Jahren überprüfen? Dass die Exekution eines Kindes mindestens ein Kriegsverbrechen ist, steht natürlich in jedem Fall fest.

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Siard
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Siard »

Schulevonathen hat geschrieben:
Sonntag 8. November 2020, 23:18
Dass die Exekution eines Kindes mindestens ein Kriegsverbrechen ist, steht natürlich in jedem Fall fest.
Tut es das? Die völkerrechtlichen Regelungen von 1945 sind mir nicht alle geläufig, aber damals könnte es anders ausgesehen haben.

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Hubertus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Hubertus »

Siard hat geschrieben:
Sonntag 8. November 2020, 23:50
Schulevonathen hat geschrieben:
Sonntag 8. November 2020, 23:18
Dass die Exekution eines Kindes mindestens ein Kriegsverbrechen ist, steht natürlich in jedem Fall fest.
Tut es das? Die völkerrechtlichen Regelungen von 1945 sind mir nicht alle geläufig, aber damals könnte es anders ausgesehen haben.
Das spielt letztlich keine Rolle im Narrativ der "GEWINNER(a/b...z) der Geschichte"™... Vgl. das Albright-Interview, in dem sie auf eine halbe Million Kinder angesprochen wird, die durch die US-Sanktionen zu verzeichnen waren:
https://youtu.be/RM0uvgHKZe8
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Bruder Donald
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Bruder Donald »

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Bruder Donald
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Bruder Donald »

Die Tagespost zum McCarrick-Report:
Ein zweites Element berührt die Tatsache, dass bis zum Jahr 2017 keine detaillierten Anschuldigungen bezüglich von McCarrick begangenen Missbräuchen an Minderjährigen vorlagen. Es stimmt, dass in den neunziger Jahren einige Kardinäle und die Nuntiatur in Washington verschiedene anonyme Briefe erhalten hatten, die darauf anspielten, jedoch ohne Indizien, Namen, Umstände zu nennen, und eben deshalb – weil konkrete Elemente fehlten – leider für nicht glaubwürdig gehalten wurden. Erst vor drei Jahren wurde die erste detaillierte Anschuldigung bezüglich Missbrauch von Minderjährigen eingereicht, und sofort wurde ein kanonisches Verfahren eingeleitet, das mit den beiden späteren Urteilen von Papst Franziskus seinen Abschluss fand: Zuerst hat er den emeritierten Kardinal der Kardinalswürde enthoben und dann aus dem Klerikerstand entlassen. Es ist das Verdienst der Menschen, die sich während des ganzen kanonischen Verfahrens gemeldet haben, um McCarrick anzuzeigen, dass die Wahrheit ans Licht kommen konnte. Ihnen gebührt Dank dafür, dass sie den Schmerz der Erinnerung an das Erlittene überwunden haben, um ihr Zeugnis abzulegen.
Bis 2017 gab es "keine detaillierten Anschuldigungen bezüglich von McCarrick begangenen Missbräuchen an Minderjährigen" und danach auf einmal mehrere?
In den Monaten, in denen sich die Idee einer möglichen Versetzung von McCarrick an einen traditionellen Kardinalssitz in den Vereinigten Staaten den Weg bahnt, ist gegenüber verschiedenen maßgeblichen positiven Gutachten das negative von Kardinal O’Connor zu vermerken. Obwohl der Kardinal bekannte, keine direkten Informationen zu haben, erklärte er dennoch in einem Schreiben an den Apostolischen Nuntius vom 28. Oktober 1999, dass er die Ernennung von McCarrick in ein neues Amt für einen Fehler hielt: Es würde nämlich die Gefahr eines großen Skandals bestehen aufgrund der Gerüchte, denen zufolge der Erzbischof in der Vergangenheit mit jungen Erwachsenen im Pfarrhaus und mit Seminaristen in einem Haus am Meer das Bett geteilt haben soll.
Dazu gab es also Gerüchte, aber nichts "detailliertes"?
2006 gibt also McCarrick die Leitung der Erzdiözese Washington auf und wird somit emeritierter Bischof. Aus dem Bericht geht hervor, dass zu dieser Zeit Viganò, damals Delegierter für die Päpstlichen Vertretungen, den Vorgesetzten im Staatssekretariat die bei der Nuntiatur eingegangenen Informationen gemeldet und dabei deren Ernst unterstrichen hatte. Er schlug Alarm, war sich jedoch selber darüber im Klaren, keine erwiesenen Anschuldigungen zu haben.
[...]
2012 wird dem in der Zwischenzeit zum Nuntius in den Vereinigten Staaten ernannten Viganò eine neue Anschuldigung gegen McCarrick mitgeteilt. Angesichts dieser Tatsache erhält er vom Präfekten der Bischofskongregation Anweisungen zu einer Untersuchung. Wie aus dem Bericht hervorgeht, stellt der Nuntius aber nicht alle Ermittlungen an, die ihm aufgetragen worden waren. Ferner führt er den bisher verfolgten Ansatz weiter und unternimmt keine bedeutenden Schritte, um die Aktivitäten und die nationalen wie internationalen Reisen McCarricks einzuschränken.
Zuletzt geändert von Hubertus am Dienstag 10. November 2020, 18:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Obsolet gewordene Inhalte entfernt.
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kerzl_schlucker
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von kerzl_schlucker »


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Bruder Donald
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Bruder Donald »

Raymond Arroyo: „Der #McCarrickReport ist traurige Schönrednerei“
Arroyo schreibt anhand eines Links zu einem Artikel in „USA Today“ mit der Überschrift: „Der Vatikanbericht weist darauf hin, dass Papst Johannes Paul II. Vorwürfe sexuellen Missbrauchs durch Ex-Kardinal McCarrick hat fallen lassen, schont aber Papst Franziskus.“ Arroyo stellt dazu fest: „Entgegen der Überschrift, in der Johannes Paul II. beschuldigt wird, heißt es in dem Bericht, dass ‚3 von 4‘ New Jersey-Bischöfen Johannes Paul ‚ungenaue und unvollständige Informationen über McCarricks sexuelles Verhalten gegenüber jungen Erwachsenen‘ zur Verfügung gestellt hatten.“
Es wird jetzt der Vorwurf laut, der Report beschuldige JPII und BXVI, schone aber F. Kann ich jetzt nicht so nachvollziehen...
Und er Punkt ist doch: JPII hat eine Entscheidung aufgrund mehrerer Stimmen getätigt. Haben diese etwa falsche Angaben gemacht und den McC. gedeckt?
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kerzl_schlucker
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von kerzl_schlucker »


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Sascha B.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Sascha B. »

kerzl_schlucker hat geschrieben:
Mittwoch 11. November 2020, 13:04
https://religion.orf.at/stories/3202843/
Sind die denn alle anders rum? :auweia: :pfeif:

kerzl_schlucker
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von kerzl_schlucker »


kerzl_schlucker
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von kerzl_schlucker »


Petrus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Petrus »

hallo kerzl_schlucker,

irgendwie verfestigt sich in mir der Eindruck, du könntest dich auf dieses Thema "spezialisiert" haben.

Weißt du dazu Näheres?

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Lycobates
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 15:19
kerzl_schlucker hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 15:16
https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... ulbinowicz
Daraus:
…Der Breslauer Dichter Karol Chum hatte den Kardinal im Mai 2019 öffentlich beschuldigt, ihn im Januar 1990 als Priesterseminarist kurz nach seinem 16. Geburtstag in Breslau sexuell missbraucht zu haben…
Mit 16 Jahren war der Priesterseminarist? :auweia:
Chum, der mit bürgerlichen Namen Przemyslaw Kowalczyk heißt, wurde von September 1989 bis Januar 1990 im Vorseminar im schlesischen Legnica (Liegnitz) unterrichtet.
:hmm:

Hw. (Bf.) Gulbinowicz ist heute gestorben.
RIP
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Bruder Donald
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Bruder Donald »

Essener Bischof Overbeck zu Missbrauchsvertuschung: „Ja, ich habe Schuld auf mich geladen“
„Ich habe die Verantwortung am Anfang meiner Zeit als Bischof nicht richtig wahrgenommen. Ich hätte die Unterlagen lesen müssen, um dann Konsequenzen daraus zu ziehen. Deshalb ja: Ich habe Schuld auf mich geladen.“ Das räumt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck im ausführlichen Interview mit der „Zeit“ ein.
Und mit diesem Eingeständnis gegenüber einem christophoben Zeitungsblatt meint der Herr Bischof ungestraft durchzukommen?
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Sperling
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Sperling »

...und was soll deiner Meinung nach mit ihm - und wohl fast allen Bischöfen dieser Zeit - geschehen?
Alle einsperren?

Weißt du, wie du selber an seiner Stelle damals - und nicht mit dem Wissen, was heute Viele durch die offene Diskussion über dieses Tabuthema haben oder zu haben glauben - gehandelt hättest?

Ich dachte immer, wenn jemand seine Schuld bekennt und bereut, dann wird sie von Gott verziehen?
Aber der Mensch ist viel unbarmherziger als Gott...

Und nein, ich bin nicht naiv,ich weiß, wovon ich rede, ich kenne Missbrauch und seine psychischen Folgen nur allzu gut aus meinem eigenen Leben...

Petrus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Petrus »

Sperling hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 17:35
...und was soll deiner Meinung nach mit ihm - und wohl fast allen Bischöfen dieser Zeit - geschehen?
gute Frage, Sperling.

meine Meinung (nicht zu realisieren, weil, wer gibt schon seine Macht oder auch sein Geld freiwillig ab?).

Ein Drittel des jeweiligen Bruttoverdienstes abgeben an eine noch zu gründende Opfer-Organisation.

Dann hätten die Bischöfe immer noch satt zu essen.

Und damit würde ein sichtbares Zeichen gesetzt. Von den Bischöfen.

ja,

ich bin naiv.

btw: Die Betroffenheitslyrik der Bischöfe (anfangs habe ich mich noch darüber aufgeregt) geht mir inzwischen "am Oarsch vorbei", wie der Franke sagt.

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Sperling
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Sperling »

So eine tätige Reue fände auch ich sinnvoll, Petrus :daumen-rauf:

Sinnvoller als Reden oder Zerreden von Dingen, die ganz furchtbar, aber nicht mehr zu ändern sind...

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Bruder Donald
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Bruder Donald »

Sperling hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 17:35
...und was soll deiner Meinung nach mit ihm - und wohl fast allen Bischöfen dieser Zeit - geschehen?
Alle einsperren?
Da du offenbar mich ansprichst: setzen, sechs! Hast meinen Kommentar nicht verstanden. Lies nochmal in Ruhe und unaufgeregt, bevor du hier sinnlos herumpöbelst!
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Sperling
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Sperling »

Unter "Rumpöbeln" verstehe ich etwas anderes als meine Fragen...

Warum kannst du denn nicht, so wie Petrus, eine konstruktive Antwort wenigstens versuchen, wenn dir dieses Thema offenbar wichtig ist?

Dann könnte es zu einem fruchtbaren Dialog kommen, der vielleicht ein klein wenig von diesem Problem aufarbeitet und sei es nur ein Millimeter - jeder Millimeter ist wichtig, der vorwärtsführt ...

Denn es ist ja nicht ein Problem "der Kirche" und "der Menschen" als abstrakter Begriff, es ist das Problem vieler, vieler einzelner Menschen, die lernen müssen, damit umzugehen, dass sie - sei es als Opfer, sei es auch als Täter - darin verstrickt sind.

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Bruder Donald
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Bruder Donald »

Sperling hat geschrieben:
Sonntag 22. November 2020, 15:27
Unter "Rumpöbeln" verstehe ich etwas anderes als meine Fragen...
Du hast meinen Beitrag offenbar immer noch nicht verstanden...
Sperling hat geschrieben:
Sonntag 22. November 2020, 15:27
Warum kannst du denn nicht, so wie Petrus, eine konstruktive Antwort wenigstens versuchen, wenn dir dieses Thema offenbar wichtig ist?
Ist es mir wichtig? :hmm:
Sperling hat geschrieben:
Sonntag 22. November 2020, 15:27
Dann könnte es zu einem fruchtbaren Dialog kommen [...]
Ich brauche keinen, danke. Hättest du meinen Beitrag verstanden, bzw. nach meinem Einwurf endlich gelesen und verstanden, wüsstest du das.
Aber nein, du setzt dein Verständnis meines Beitrags als gegeben voraus, projizierst ihn auf mich und willst über etwas diskutieren, was du erst "ins Leben" gesetzt hast.
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Bruder Donald
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Bruder Donald »

Heße wendet sich an Vatikan wegen Vertuschungsvorwurf: "Will nicht eigener Richter sein"
"Aus Sorge um das Erzbistum Hamburg sehe ich es daher als meine Pflicht an, die römischen Stellen sowohl über die aktuelle Situation als auch über die im März vorliegenden Untersuchungsergebnisse aus Köln zu unterrichten. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich nicht Richter in eigener Sache sein kann, sondern die Instanz um Prüfung bitte, die mich in mein Amt als Erzbischof eingesetzt hat", erklärte Heße
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