Ostkirchliche Nachrichten

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HeGe
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HeGe »

Die katholisch-unierten Äthiopier in Europa werden visitiert: :hmm:

https://press.vatican.va/content/salast ... 00020.html
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HeGe
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HeGe »

Vatican News hat geschrieben: Österreich: Klosterneubau nimmt weitere Hürde

Er hat die Spende von Papst Franziskus verdoppelt: Ein burgenländischer Landwirt gab 100.000 Euro für den Bau des ersten orthodoxen Klosters in Österreich in St. Andrä/Zicksee. [...]
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Hanspeter
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Hanspeter »

HeGe hat geschrieben:
Dienstag 11. Februar 2020, 14:21
Vatican News hat geschrieben: Österreich: Klosterneubau nimmt weitere Hürde

Er hat die Spende von Papst Franziskus verdoppelt: Ein burgenländischer Landwirt gab 100.000 Euro für den Bau des ersten orthodoxen Klosters in Österreich in St. Andrä/Zicksee. [...]
Sind ja süß, die lieben Katholiken. Das möchte ich mal erleben, daß orthodoxe Hierarchen oder Privatleute für den Bau eines katholischen Klosters auf dem kanonischen Territorium der Orthodoxie spenden.

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Lycobates
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Hanspeter hat geschrieben:
Dienstag 11. Februar 2020, 16:23
HeGe hat geschrieben:
Dienstag 11. Februar 2020, 14:21
Vatican News hat geschrieben: Österreich: Klosterneubau nimmt weitere Hürde

Er hat die Spende von Papst Franziskus verdoppelt: Ein burgenländischer Landwirt gab 100.000 Euro für den Bau des ersten orthodoxen Klosters in Österreich in St. Andrä/Zicksee. [...]
Sind ja süß, die lieben Katholiken. Das möchte ich mal erleben, daß orthodoxe Hierarchen oder Privatleute für den Bau eines katholischen Klosters auf dem kanonischen Territorium der Orthodoxie spenden.
Katholiken?
Steht denn irgendwo, daß der burgenländische Landwirt katholisch ist?
:tuete:
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Benedikt
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Benedikt »

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 11. Februar 2020, 16:46
Katholiken?
Steht denn irgendwo, daß der burgenländische Landwirt katholisch ist?
:tuete:
Als Österreicher ist er doch automatisch katholisch, oder etwa nicht?

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Lycobates
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 11. Februar 2020, 16:53
Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 11. Februar 2020, 16:46
Katholiken?
Steht denn irgendwo, daß der burgenländische Landwirt katholisch ist?
:tuete:
Als Österreicher ist er doch automatisch katholisch, oder etwa nicht?
Keineswegs.
Übrigens könnte er auch Ungar sein.
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Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard »

Als Einwohner von Deutsch-Westungarn (Burgenland) ist er wohl Staatsbürger der Republik Österreich.
Er ist römisch-katholisch.

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berneuchen
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von berneuchen »

Zum Umgang der aktuellen Situation eine Zusammenfassung:

Angesicht der Corona-Pandemie hat die Russische Orthodoxe Kirche (ROK) zur Umsetzung geeigneter prophylaktischer und hygienischer Maßnahmen aufgerufen. Ihre Gotteshäuser will sie aber nicht schließen. Alle Gläubigen werden aufgerufen, für die Überwindung der Krankheit und um Kraft für die Ärzte zu beten.

Der Hl. Synod verabschiedete am 11. März eine Erklärung, die für die gesamte ROK gilt. Darin wird die Arbeit des medizinischen und freiwilligen Personals bei der Versorgung der Kranken sowie die Verhinderung einer weiteren Verbreitung des Virus als eine von Gott gesegnete gewürdigt. In Zeiten der Epidemie verweigere die ROK niemandem geistige Unterstützung und die Teilnahme an der Eucharistie. Die Kirche warnt aber vor der Leichtsinnigkeit, hygienische Maßnahmen zu missachten und damit sich und andere in Gefahr zu bringen. Insbesondere ruft sie bei der Verteilung der Kommunion zur Verwendung von Einwegbechern auf und zur häufigen Desinfektion der Ikonen.

Am 17. März folgte eine detailliertere Instruktion für Gemeindevorsteher sowie Klostervorsteher und -vorsteherinnen der Moskauer Eparchie mit 22 Regeln. Das Dokument hält bezüglich der Kommunion fest, dass der Löffel nach jeder Austeilung mit Alkohol desinfiziert wird, die „Zapivka“ (Wasser-Wein-Gemisch) individuell in einem Einweggefäss ausgeteilt wird, für das Abwischen des Löffels und der Münder Einwegtücher verwendet werden, die danach verbrannt werden sollen. Bei Taufen ist das Wasser in jedem Fall auszuwechseln und das Taufbecken mit Desinfektionsmitteln zu reinigen. Für die Myrrhensalbung sind Wattestäbchen zu verwenden und danach zu verbrennen. Zum Abschluss der Liturgie soll das Kreuz den Gottesdienstbesuchern nicht zum Kuss gereicht sondern über sie gehalten werden. Auch die Hände der Priester sollen nicht geküsst werden. Bei der Verteilung des Opferbrots (Prosphora) sind hygienische Handschuhe zu tragen.

Sonntagsschulen, Gemeindeversammlungen und -kreise werden vorübergehend ausgesetzt. Die Sozialdienste der Gemeinden und Klöster werden aufgefordert, ältere Menschen bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln zu unterstützen. Die Räumlichkeiten sollen häufig gelüftet, viel benutzte Oberflächen, Türgriffe und Ikonen regelmäßig desinfiziert werden. Alle Mitarbeiter werden zum mehrmaligen täglichen Händewaschen angehalten; diejenigen mit häufigem Kontakt zu Gemeindegliedern müssen zudem täglich Fieber messen und sich bei Bedarf in ärztliche Behandlung begeben. Den Gemeindegliedern ist zu erklären, dass diese Regeln als Befolgung der Worte der Hl. Schrift zu verstehen seien: „Du sollst den Herrn Deinen Gott nicht versuchen“ (Mt 4,7). Bei Krankheitssymptomen sollen die Gläubigen aus Nächstenliebe keine Kirchen aufsuchen.

Die Studenten der geistlichen Seminare wurden nach Hause zum Fernstudium geschickt, die Geistlichen Akademien in Moskau und St. Petersburg haben ihre „Tage der offenen Tür“ verschoben. In Moskau wurden alle orthodoxen Kinderbetreuungen für zwei Wochen geschlossen.

Nicht alle orthodoxen Hierarchen folgen jedoch den Anordnungen der Kirchenleitung. Metropolit Mitrofan (Badanin) von Murmansk beispielsweise hat nicht vor, in seiner Gemeinde Einschränkungen einzuführen und führte am 14. und 15. März zwei gut besuchte Veranstaltungen anlässlich des „Tages des orthodoxen Buchs“ durch. Laut Metropolit Mitrofan ist eine Krankheit ein Heilmittel und verschwindet dann, wenn die ihr von Gott verliehene Funktion erfüllt ist. Die Menschheitsgeschichte werde von den Gebeten der Orthodoxen getragen und nicht von denjenigen, die tatenlos vor dem Fernseher säßen.

Der Priester Sergij Filimonov aus St. Petersburg ist der Meinung, dass Gott das Coronavirus als Skalpell zur Behandlung der weltweiten Pandemie der Sünde geschickt habe, und dies nicht zufällig in der Osterzeit, in der man nicht nur über seine physischen, sondern auch die geistigen Schwächen nachdenken solle. Demgegenüber betonte Metropolit Ilarion (Alfejev), der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, dass sich die Kirche nicht nur um die geistige, sondern auch um die physische Gesundheit der Gläubigen kümmere. Priester würden weiterhin auf Wunsch Besuche in Krankenhäusern machen. Er könne nicht ausschließen, dass Menschen mit Erkältungssymptomen beim Kircheneingang in Zukunft künftig auch Fieber messen müssten.

Erzpriester Dmitrij Smirnov, Leiter der Patriarchalkommission für Fragen der Familie, wunderte sich demgegenüber, dass man sich vor dem Coronavirus fürchtet, während „bei uns Hunderttausende Menschen an Tuberkulose sterben“ und niemand über entsprechende Vorsichtsmaßnahmen Bescheid wisse. Über Leben und Tod entscheide nur Gott „und kein Virus, sei es mit einer Krone oder anderem Kopfschmuck“. Italienischen Gläubigen der ROK hatte er geraten, die Anweisungen der „gottlosen Regierung“ zu missachten und sich nachts zur Liturgie zu versammeln.

Der orthodoxe Theologe, Protodiakon Andrej Kuraev reagierte auf Facebook auf die Erklärung von der Hl. Synode der Griechischen Orthodoxen Kirche, dass die Kommunion nicht zu einer Ansteckung mit dem Coronavirus führen könne: „Erstens ist Gott frei und kann auch solches zulassen. Zweitens gab es Fälle vollkommen erfolgreicher Vergiftung durch den Kelch (also bewusster Mord). Drittens sagt Johannes Chrysostomos, dass der Satan mit der Kommunion in Judas gefahren ist. Viertens ist es hier angebracht, sich an die Worte ‚Du sollst den Herrn Deinen Gott nicht versuchen’ zu erinnern. Fünftens wird hier mit frommen Reden die schlichte Sorge um das eigene Business verborgen. Und vor allem: Man muss sich immer Rückzugs-Positionen in Reserve halten: In diesem Fall ist es eine fromme Beschuldigung der Erkrankten: jedem werde nach seinem Glauben (Kleinglauben) und nach seinen Sünden gegeben. Einen besonderen Beigeschmack erhalten solche kühnen Erklärungen dadurch, dass die Kühnen ihre Worte niemals und niemandem gegenüber verantworten müssen.“
Quelle: „Nachrichten aus der Orthodoxen Kirche“ vom 12.3.

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Jeremias
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Jeremias »

Es gibt natürlich auch Spinner in der Orthodoxie. Das kann niemand bestreiten.
Orthodoxer. Physikdidaktiker. Rollenspieler. Liberaler. Konservativer. Modernist. Ökumenist.
Alles Titel, mit denen man mich bedenken kann, die deswegen mich trotzdem nicht gänzlich beschreiben.

HolyJc
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HolyJc »

Spinner gibt es ueberall. Aber bei der Orthodoxen Kirche eher eine Ausnahme.

Beichtvater: "Du kommst nicht ins Himmelreich".

Ich, aber wieso denn. Weil die da oben zu sensibel sind fuer dich.

Knallhart oder? Schwarzes Schaf.
Richte nicht, damit du nicht gerichtet wirst.

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HeGe
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von HeGe »

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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

:D Die Nazis starten einen neuen Anlauf. O Mann. Die Einheit kommt durch Rückkehr der abgespaltenen Splitter leicht zustande, niemals aber, indem man weitere Splitter vom Stamm abschlägt und auf den Splitterhaufen wirft, der ohnedies modrig nach Totenköpfen (☠), Wolfsangeln (ꖦ), ᛋᛋ-Runen und Swastiken stinkt.
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Petrus
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Petrus »

berneuchen hat geschrieben:
Dienstag 24. März 2020, 08:21
Zum Umgang der aktuellen Situation eine Zusammenfassung: […]
hat jemand 'ne Ahnung, wie der Athos damit umgeht?

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Vinzenz Ferrer
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Patriarch Kyrill I. weiht „Kirche des Sieges"
Der orthodoxe Moskauer Patriarch Kyrill I. hat am Sonntag die neue russische Armeekathedrale geweiht. Das riesige Gotteshaus vor den Toren Moskaus ist dem Sieg der sowjetischen Armee über Nazi-Deutschland vor 75 Jahren im Zweiten Weltkrieg gewidmet und wird daher auch „Kirche des Sieges" genannt.
Das Ereignis ist sogar dem "heute journal" eine Nachricht wert. Zu sehen ab Minute 24:40:
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-jo ... 0-100.html
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 09:43
Patriarch Kyrill I. weiht „Kirche des Sieges"
Der orthodoxe Moskauer Patriarch Kyrill I. hat am Sonntag die neue russische Armeekathedrale geweiht. Das riesige Gotteshaus vor den Toren Moskaus ist dem Sieg der sowjetischen Armee über Nazi-Deutschland vor 75 Jahren im Zweiten Weltkrieg gewidmet und wird daher auch „Kirche des Sieges" genannt.
Diese neue Hauptkirche der russischen Streitkräfte trägt in Wahrheit den Namen „von der Auferstehung Christi“. Es handelt sich nicht um eine Kathedrale.



Leider wieder entfernt wurde dieses Mosaik:

755879180593916.jpg
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Raphael
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Raphael »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 09:43
.....

Das Ereignis ist sogar dem "heute journal" eine Nachricht wert. Zu sehen ab Minute 24:40:
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-jo ... 0-100.html
Ich dachte auch, ich seh' nicht richtig. :pfeif:

Was ebenfalls zu sehen war, war die leicht angewiderte Mimik des Herrn Dr. Kleber beim Verlesen dieser Nachricht. :maske:
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
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Vinzenz Ferrer
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 11:37
Diese neue Hauptkirche der russischen Streitkräfte trägt in Wahrheit den Namen „von der Auferstehung Christi“. Es handelt sich nicht um eine Kathedrale.
Gleich zwei (!) Fehler in einer Meldung. :aergerlich: :daumen-runter:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 11:37
Leider wieder entfernt wurde dieses Mosaik:
Bedauerst du auch, dass das Bildnis Stalins entfernt wurde?
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Raphael
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Raphael »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 11:37

Leider wieder entfernt wurde dieses Mosaik:


Bild
Dessen Heiligsprechung kommt noch; so sicher wie das Amen in der Kirche! :doktor:
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Vinzenz Ferrer
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Raphael hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:15
Was ebenfalls zu sehen war, war die leicht angewiderte Mimik des Herrn Dr. Kleber beim Verlesen dieser Nachricht.
Auf diese Weise zeigt Claus „Haltung“. ;)
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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:23
Bedauerst du auch, daß das Bildnis Stalins entfernt wurde?
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt, nicht um Heiligendarstellungen.
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Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:55
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:23
Bedauerst du auch, daß das Bildnis Stalins entfernt wurde?
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt, nicht um Heiligendarstellungen.
:daumen-rauf:
Die Bilderstürmer gibt es also nicht nur Links. Die Einstellung ist die gleiche, wie bei denen, die jetzt die Denkmäler stürzen (wollen).

Ralf
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:55
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:23
Bedauerst du auch, daß das Bildnis Stalins entfernt wurde?
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt, nicht um Heiligendarstellungen.
Mir ist bekannt, daß es in orthodoxen Kirchen nichts ungewöhnliches ist, historisch Relevantes darzustellen. Allerdings bekommt dieses aufrund des Ortes der Darstellung immer einen sakralen Anstrich - der, so meine Erfahrung, auch von Orthodoxen durchaus kritisiert wird (nicht zuletzt aufgrund des dadurch entstehenden Eindrucks des Phyletismus, der trotz kirchlicher Verurteilung nicht wirklich ausgerottet ist).
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Lycobates
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Siard hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 14:03
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:55
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:23
Bedauerst du auch, daß das Bildnis Stalins entfernt wurde?
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt, nicht um Heiligendarstellungen.
:daumen-rauf:
Die Bilderstürmer gibt es also nicht nur Links. Die Einstellung ist die gleiche, wie bei denen, die jetzt die Denkmäler stürzen (wollen).
Ja, aber.
Das erinnert mich an jene backsteingotische Kirche im Osten, in der nach der polnischen Übernahme samt Rekatholisierung ein Kreuzweg angebracht wurde, wo die römischen Soldaten mit Stahlhelm abgebildet wurden.
So etwas geht einfach nicht.
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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ralf hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 14:39
Allerdings bekommt dieses aufrund des Ortes der Darstellung immer einen sakralen Anstrich
Das sehe ich eigentlich nicht. Wir kennen aus katholischen Kirchen, gerade Kathedralen, die Darstellung von Stifterfiguren, wie etwa die berühmten Statuen aus dem Naumburger und dem Meißner Dom. Sicher ist das ist diesen Fälle eine Ehrung, aber ohne sakralen Charakter (nicht einmal bei der Meißner Adelheid, die zur Zeit der Entstehung der Skulptur jedenfalls schon heiliggesprochen war).

Auch ganz profane Motive kommen vor, wie etwa Alltagsszenen; hier Bauer und Bäuerin aus St.Wigbert in Schornsheim:
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Ralf
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Das Ganze ist eine Frage des Ortes (im Kirchenraum oder außerhalb bspw., also an der Kirche statt in der Kirche), der Dimension (Größe) und des dargestellten Ereignisses. Ist immer eine Einzelfallentscheidung.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:55
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:23
Bedauerst du auch, daß das Bildnis Stalins entfernt wurde?
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt, nicht um Heiligendarstellungen.
Du hast ja Recht: Es finden sich ja auch Darstellungen des Teufels in der Kirche.
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Petrus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:55
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt
blöde Frage, Robert: russische Streitkräfte oder sowjetische Streitkräfte?

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Robert Ketelhohn
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 18:22
Du hast ja Recht: Es finden sich ja auch Darstellungen des Teufels in der Kirche.
Oder von Häretikern. Hier in St. Jakobus, Feusisberg, Schwyz:
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Petrus hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 21:41
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:55
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt
blöde Frage, Robert: russische Streitkräfte oder sowjetische Streitkräfte?
Wo ist der Unterschied? – Der normale Russe wird da keinen sehen.
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Raphael »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:55
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:23
Bedauerst du auch, daß das Bildnis Stalins entfernt wurde?
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt, nicht um Heiligendarstellungen.
Das mag sein, jedoch ist es trotzdem nicht erforderlich, jegliche zur Verfügung stehende Möglichkeit bei einem Kirchenbau auch tatsächlich umzusetzen.
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Ralf »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 23:41
Petrus hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 21:41
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 12:55
Ich gebe zu bedenken, daß es sich um historische Szenen aus der Geschichte der russischen Streitkräfte handelt
blöde Frage, Robert: russische Streitkräfte oder sowjetische Streitkräfte?
Wo ist der Unterschied? – Der normale Russe wird da keinen sehen.
Dann kenne ich nur unnormale Russen...
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ralf hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 11:14
Dann kenne ich nur unnormale Russen...
Ja, solche gibt es auch. Vor allem in Deutschland.
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