Förderung des Synkretismus durch kirchliche Behörden

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Niels
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Niels » Mittwoch 9. Oktober 2019, 13:12

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 12:31
Prozession mit einem Götzenbild im Petersdom am 7. Oktober, dem Rosenkranzfest:

https://fratresinunum.com/

Abominatio desolationis in loco (quondam) sancto
Was soll man dazu sagen?
Narrenschiff Franzels, ahoi!
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Lycobates
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 9. Oktober 2019, 13:18

Niels hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 13:12
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 12:31
Prozession mit einem Götzenbild im Petersdom am 7. Oktober, dem Rosenkranzfest:

https://fratresinunum.com/

Abominatio desolationis in loco (quondam) sancto
Was soll man dazu sagen?
Nichts, was wir nicht schon wüßten, seit Nostra aetate, dem Proton Pseudos, vor 54 Jahren ...
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Siard
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Siard » Mittwoch 9. Oktober 2019, 21:24

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 12:44
Siard hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 12:36
Welche Sanktionen gibt es gegen die Teilnehmenden ... ?

:kugel:
Die von Rechts wegen eintretenden, oder u.U. für manche bereits seit Jahrzehnten eingetretenen.

Was die Basilika angeht, haben wir hier offensichtlich einen impius usus, der das Feiern der Messe und die Sakramentenspendung bis nach der Rekonzilierung des Bauwerks strikt untersagt. Aber das werden wir nicht mehr erleben, weder das eine, noch das andere.
Du dürftest Recht haben.
Niels hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 13:12
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 12:31
Prozession mit einem Götzenbild im Petersdom am 7. Oktober, dem Rosenkranzfest:

https://fratresinunum.com/

Abominatio desolationis in loco (quondam) sancto
Was soll man dazu sagen?
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Nein, das ist kein Narrenschiff. Leider!

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Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von mtoto » Donnerstag 10. Oktober 2019, 10:58

Hallo zusammen,

mir sind die verschiedenen theologischen Strömungen in der Kirche bekannt, die mittlerweile irgendwie alles in einen Topf schmeißen. Zen-Mediationen in Klöstern, "Alle haben irgendwie einen Gott" und so weiter...
Mich interessiert, wo ich mal was kirchlich Offizielles finde, was mir Klarheit verschafft.
Das 1. Gebot zählt, "Du sollst keine anderen Götter neben Gott haben." Aber zu den heutigen Strömungen finde ich keine wirklichen Landmarken kirchlicherseits. Für mein Verständnis zum Beispiel geht ZenMeister und christlicher Priester nicht in einer Person, aber es gibt sie, so weit ich weiß. Was bedeutet das aber in Bezug auf Sakramente durch eine solche Peson? Wenn ich das Netz durchforste, lande ich sehr schnell auf freikirchlichen Seiten, die offene Worte finden. Aber da komme ich als Katholik auch nicht weiter.
Also vielleicht könnt ihr mir mit ein paar guten Quellen helfen?

LG mtoto :)

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Bruder Donald
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Re: Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von Bruder Donald » Donnerstag 10. Oktober 2019, 11:25

mtoto hat geschrieben:
Donnerstag 10. Oktober 2019, 10:58
Hallo zusammen,

mir sind die verschiedenen theologischen Strömungen in der Kirche bekannt, die mittlerweile irgendwie alles in einen Topf schmeißen. Zen-Mediationen in Klöstern, "Alle haben irgendwie einen Gott" und so weiter...
Mich interessiert, wo ich mal was kirchlich Offizielles finde, was mir Klarheit verschafft.
Das 1. Gebot zählt, "Du sollst keine anderen Götter neben Gott haben." Aber zu den heutigen Strömungen finde ich keine wirklichen Landmarken kirchlicherseits. Für mein Verständnis zum Beispiel geht ZenMeister und christlicher Priester nicht in einer Person, aber es gibt sie, so weit ich weiß. Was bedeutet das aber in Bezug auf Sakramente durch eine solche Peson? Wenn ich das Netz durchforste, lande ich sehr schnell auf freikirchlichen Seiten, die offene Worte finden. Aber da komme ich als Katholik auch nicht weiter.
Also vielleicht könnt ihr mir mit ein paar guten Quellen helfen?

LG mtoto :)
Nochmal zum Verständnis: Du fragst nach offiziellen kirchlichen Stellungnahmen, welche klar sagen, dass christlicher/katholischer Glaube mit z.B. fernöstlichen Praktiken und Ansichten nicht vereinbar sind?
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

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Re: Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von mtoto » Donnerstag 10. Oktober 2019, 11:35

Jepp, genau, bzw. falls es befürwortet wird, interessiert mich die Begründung.
Ich frage mich seit längerer Zeit, was das innerkirchlich für ein Wirrwar ist.
Aus meinem Verständnis und Glauben heraus, kann das nicht zusammen gehen. Grundsätzlich gilt das 1. Gebot. Aber gerade auf Zen bezogen, wird häufig von Personen behauptet, es wäre ja nur eine "Technik", die man als Christ nutzen könne. Ich persönlich grenze das von christlicher Anbetung/ Kontemplation ab. Für mich sind das und Zen zwei paar völlig verschiedene Schuhe.

LG mtoto

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Lycobates
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 10. Oktober 2019, 11:58

Siard hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 21:24
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 12:44
Siard hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 12:36
Welche Sanktionen gibt es gegen die Teilnehmenden ... ?

:kugel:
Die von Rechts wegen eintretenden, oder u.U. für manche bereits seit Jahrzehnten eingetretenen.

Was die Basilika angeht, haben wir hier offensichtlich einen impius usus, der das Feiern der Messe und die Sakramentenspendung bis nach der Rekonzilierung des Bauwerks strikt untersagt. Aber das werden wir nicht mehr erleben, weder das eine, noch das andere.
Du dürftest Recht haben.
Niels hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 13:12
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 9. Oktober 2019, 12:31
Prozession mit einem Götzenbild im Petersdom am 7. Oktober, dem Rosenkranzfest:

https://fratresinunum.com/

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Nein, das ist kein Narrenschiff. Leider!
Geduld!
Die Zeit arbeitet für die Wahrheit.

Unser Zelebrant hat heute morgen, am heutigen Semiduplex-Fest des hl. Franz Borgia, als dritte Oration (die in der Zeit nach Pfingsten ad libitum ist) die Oration ad postulandam patientiam genommen, man kann schon sagen: aus aktuellem Anlaß!

Deus, qui Unigeniti tui patientia antiqui hostis contrivisti superbiam: da nobis, quaesumus, quae idem pie pro nobis pertulit, digne recolere; sicque, exemplo eius, nobis adversantia aequanimiter tolerare. Per eundem Dominum nostrum ...
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Amigo
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Re: Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von Amigo » Donnerstag 10. Oktober 2019, 12:56

Habe ein themenrelevantes Schreiben der Glaubenskongregation von 1989 gefunden, leider nur auf Englisch: http://www.vatican.va/roman_curia/congr ... na_en.html

Daraus zu deiner Frage:
Joseph Card. Ratzinger hat geschrieben:12. With the present diffusion of eastern methods of meditation in the Christian world and in ecclesial communities, we find ourselves faced with a pointed renewal of an attempt, which is not free from dangers and errors, to fuse Christian meditation with that which is non-Christian. Proposals in this direction are numerous and radical to a greater or lesser extent. Some use eastern methods solely as a psycho-physical preparation for a truly Christian contemplation; others go further and, using different techniques, try to generate spiritual experiences similar to those described in the writings of certain Catholic mystics.

Still others do not hesitate to place that absolute without image or concepts, which is proper to Buddhist theory, on the same level as the majesty of God revealed in Christ, which towers above finite reality. To this end, they make use of a "negative theology," which transcends every affirmation seeking to express what God is and denies that the things of this world can offer traces of the infinity of God. Thus they propose abandoning not only meditation on the salvific works accomplished in history by the God of the Old and New Covenant, but also the very idea of the One and Triune God, who is Love, in favor of an immersion "in the indeterminate abyss of the divinity." These and similar proposals to harmonize Christian meditation with eastern techniques need to have their contents and methods ever subjected to a thorough-going examination so as to avoid the danger of falling into syncretism.
Meine Conclusio daraus, die sich im Wesentlichen mit dem deckt, was ich von zuverlässigen Pastoraltheologen zu dem Thema gehört habe: Die nichtchristlichen Meditationstechniken werden zwar nicht kategorisch abgelehnt und für schlecht befunden, aber man muß sehr achtgeben, dass daraus nicht eine Abkehr von einem personalen liebenden Gott und Hinwendung zu einem anonymen Nirwana-"Gottes"bild wird.

Zwar wird fernöstliche Meditation in diesem Schreiben nicht summarisch und umfassend verdammt, aber es gibt deutliche Warnungen davor und es wird kaum Positives darüber ausgesagt.

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mtoto
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Re: Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von mtoto » Donnerstag 10. Oktober 2019, 14:54

Vielen Dank!
Das ist mal ein Anfang. Habe mir jetzt mal deinen Ausschnitt übersetzt und gucke heute Abend mal weiter in das gesamte Dokument. Vielleicht finde ich ja dann noch mehr. 1989 ist ja schon ein Weilchen her. Wundert mich, dass das Ganze heute gar nicht so im Blick ist. 🤔
Die Gefahr ist, denke ich, schon sehr gestiegen, irgendwie in so einen synkretischen Mischmasch abzurutschen und das innerhalb der Kirche.

LG mtoto

Marcus, der mit dem C
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Re: Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von Marcus, der mit dem C » Donnerstag 10. Oktober 2019, 14:57

mtoto hat geschrieben:
Donnerstag 10. Oktober 2019, 14:54
Vielen Dank!
Das ist mal ein Anfang. Habe mir jetzt mal deinen Ausschnitt übersetzt und gucke heute Abend mal weiter in das gesamte Dokument. Vielleicht finde ich ja dann noch mehr. 1989 ist ja schon ein Weilchen her. Wundert mich, dass das Ganze heute gar nicht so im Blick ist. 🤔
Die Gefahr ist, denke ich, schon sehr gestiegen, irgendwie in so einen synkretischen Mischmasch abzurutschen und das innerhalb der Kirche.

LG mtoto
Paradebeispiel für diese Gefahr:
https://de.wikipedia.org/wiki/Willigis_J%C3%A4ger
"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

CIC_Fan
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Re: Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 10. Oktober 2019, 15:38

haben wir für dieses Thema nicht schon einen Thread
viewtopic.php?f=3&t=12415&p=882462&hili ... en#p882462

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mtoto
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Re: Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von mtoto » Donnerstag 10. Oktober 2019, 17:19

Hallo zusammen,

Bei Willigis Jäger gab es Konsequenzen. Aber es betrifft hier ja eher eine einzelne Person und weniger diesen grundsätzlichen Umgang und entsprechende Bewertung mit solchen Einflüssen.
Und der Thread zum Indifferentismus bestätigt mir zwar meinen Eindruck einer zunehmenden Vermischung, aber echte Antworten finde ich da jetzt nicht.... 🤔
Zu so vielen anderen (umstrittenen) Themen gibt es offizielle Statements in Hülle und Fülle, aber hier ist irgendwie Schweigen.

LG mtoto

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Bruder Donald
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Re: Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von Bruder Donald » Donnerstag 10. Oktober 2019, 21:54

mtoto hat geschrieben:
Donnerstag 10. Oktober 2019, 17:19
Hallo zusammen,

Bei Willigis Jäger gab es Konsequenzen. Aber es betrifft hier ja eher eine einzelne Person und weniger diesen grundsätzlichen Umgang und entsprechende Bewertung mit solchen Einflüssen.
Und der Thread zum Indifferentismus bestätigt mir zwar meinen Eindruck einer zunehmenden Vermischung, aber echte Antworten finde ich da jetzt nicht.... 🤔
Zu so vielen anderen (umstrittenen) Themen gibt es offizielle Statements in Hülle und Fülle, aber hier ist irgendwie Schweigen.

LG mtoto
Vielleicht liegt es ja auch daran, dass es 1. immer irgendwie auch klar war/ist und 2. die Gefahr solch synkretischer Einflüsse tatsächlich (noch) sehr minimal und überschaubar ist?
Und man bedenke auch, dass der Kontakt mit ostasiatischen Praktiken und Ansichten erst Mitte des 20. Jhs. so richtig "in Fahrt" gekommen. In diesem Zeitraum hat man sich ja beim 2. Vat. Konzil auf einen offeneren und netteren Kurs gegenüber nicht-christlichen Religionen geeinigt. Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass in der Gegenwart voreilige, eindeutige und abgrenzende Urteile gegenüber nicht-christlichen Einflüssen fallen werden. Man ist ja im Dialog und man will ja diesen Dialog.
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Re: Fernöstlicher (und anderer) Synkretismus in der Kirche

Beitrag von mtoto » Samstag 12. Oktober 2019, 09:05

Hallo,

hm, ich denke die Einflüsse sind nicht mehr minimal. Das mag aber auch an meinem Wohnort liegen.
Klar, kann ich mit anderen Menschen anderer Religionen im Dialog sein, weil es mir und ihnen hilft, gut miteinander zu leben. Aber Praktiken/Ansichten übernehmen wird wohl schwierig. Das ist die eine Sache.
Die andere Sache ist, dass es kaum Diskussion/Entscheidungshilfe kirchlicherseits gibt.
Bin durch das englische Dokument noch nicht ganz durch. Mal sehen.

LG mtoto :)

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Lycobates
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lycobates » Montag 21. Oktober 2019, 12:58

Ein Jugendlicher hat heute früh die heidnischen Idole, die in der römischen Kirche ex-Maria in Traspontina zur "Verehrung" aufgestellt waren, in den Tiber entsorgt:

https://www.youtube.com/watch?v=xoB_gjuZgf8

Gott vergelt's!
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Vinzenz Ferrer
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Montag 21. Oktober 2019, 13:18

Lycobates hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 12:58
Ein Jugendlicher hat heute früh die heidnischen Idole, die in der römischen Kirche ex-Maria in Traspontina zur "Verehrung" aufgestellt waren, in den Tiber entsorgt:

https://www.youtube.com/watch?v=xoB_gjuZgf8

Gott vergelt's!
Katholizismus bleibt Handarbeit. :heiligschein:
Ego-Shooter auf katholisch :ikb_gunsmilie:
Zum Glück nicht mit Helmkamera aufgenommen. :blinker:
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Vinzenz Ferrer
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Montag 21. Oktober 2019, 13:41

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 13:18
Lycobates hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 12:58
Ein Jugendlicher hat heute früh die heidnischen Idole, die in der römischen Kirche ex-Maria in Traspontina zur "Verehrung" aufgestellt waren, in den Tiber entsorgt:

https://www.youtube.com/watch?v=xoB_gjuZgf8

Gott vergelt's!
Katholizismus bleibt Handarbeit. :heiligschein:
Ego-Shooter auf katholisch :ikb_gunsmilie:
Zum Glück nicht mit Helmkamera aufgenommen. :blinker:
Schöne Stimmung auf der Brücke.
Dachte erst, es wäre abends, aber es muss wohl eher früh morgens sein, denn es sind so wenig Menschen zu sehen.
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lycobates » Montag 21. Oktober 2019, 14:53

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 13:41
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 13:18
Lycobates hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 12:58
Ein Jugendlicher hat heute früh die heidnischen Idole, die in der römischen Kirche ex-Maria in Traspontina zur "Verehrung" aufgestellt waren, in den Tiber entsorgt:

https://www.youtube.com/watch?v=xoB_gjuZgf8

Gott vergelt's!
Katholizismus bleibt Handarbeit. :heiligschein:
Ego-Shooter auf katholisch :ikb_gunsmilie:
Zum Glück nicht mit Helmkamera aufgenommen. :blinker:
Schöne Stimmung auf der Brücke.
Dachte erst, es wäre abends, aber es muss wohl eher früh morgens sein, denn es sind so wenig Menschen zu sehen.
Es war heute früh.

Hoffentlich findet niemand die Götzen wieder.
Die Herren sind fähig, dieselben mit viel Larmoyanz in Prozession zurückzuführen und wieder in einer NOM-Pagode aufzustellen.
Das wäre dann wohl pertinacia.
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von martin v. tours » Montag 21. Oktober 2019, 18:08

Endlich mal eine gute Aktion. :daumen-rauf:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Montag 21. Oktober 2019, 18:25

Kommentar von Michael Charlier:

Und nun schwimmen sie, ganz ohne CO2 ;)

Heiliger Bonifatius, bitte für uns.

Die Götzentempel stürzten ein,
wo du dich hingekehret;
den Opfertisch, den dunklen Hain
hat deine Hand zerstöret;
bald hast du der Dreifaltigkeit
viel' neue Tempel eingeweiht.

Refrain
Für uns, die wir noch ringen,
nach unserm Heil im Erdental,
bitt' Gott, dem wir hier singen,
dort in dem großen Himmelssal,
o heil'ger Bonifatius!


Text und Musik: Bonifatiuslied aus dem Fuldaer Gesangbuch 1778 (hier Strophe 10)
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Siard » Montag 21. Oktober 2019, 18:31

martin v. tours hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 18:08
Endlich mal eine gute Aktion. :daumen-rauf:
:klatsch: :klatsch: :klatsch:

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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lycobates » Montag 21. Oktober 2019, 18:31

Ein zweites Video (https://www.youtube.com/watch?v=QfQYHbX38ig) gibt nun auch die Begründung der Aktion:
This was done for only one reason:
Our Lord and saviour Jesus Christ, his blessed Mother, and everybody who follows Christ, are being attacked by members of our own Church. We do not accept this! We do not longer stay silent! We start to act NOW!
Because we love humanity, we can not accept that people of a certain region should not get baptised and therefore are being denied entrance into heaven.
It is our duty to follow the words of God like our holy Mother did.
There is no second way of salvation.
Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat!
Dem ist nichts hinzuzufügen.
:klatsch:
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Juergen » Montag 21. Oktober 2019, 20:14

Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Amigo » Montag 21. Oktober 2019, 20:43

Juergen hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 20:14
Kommentar zu der Aktion: https://www.youtube.com/watch?v=CYT3sLv2WZY
Finde den Kommentar nachvollziehbar. Allerdings erwähnt der Priester mit keinem Wort (vermutlich weil er es nie gehört oder gelesen hat?) dass nicht nur jene Frau, die bei der Eröffnungszeremonie dem Papst eine solche Figur mit den Worten „Our Lady of the Amazon“ überreicht hat, sondern auch ein Missionspriester, der seit vielen Jahren im Amazonasgebiet bei diesen Menschen tätig ist und am 11. Oktober ein Interview zu genau diesem Thema gegeben hat, diese Figur klar und deutlich mit der Jungfrau Maria assoziieren.

Sprich: Für die indigenen Amazonas-Katholiken ist das eine Madonnenstatue (was man freilich nur mit etwas Recherche erfährt; ein Vatikansprecher, der dazu nur meinte, es sei weder Maria noch eine heidnische Gottheit, sondern ein Symbol von Leben und Fruchtbarkeit, war da mE noch nicht ausreichend informiert)

Und das sollte mE in dieser Debatte nicht gänzlich unerwähnt bleiben. Bei allem Unbehagen, dass eine nackte schwangere Holzfigur mit fremdländischer Anmutung bei manchem auslöst, kann dennoch nicht ganz irrelevant sein, was die eigentlich Betroffenen der Amazonas-Synode in dieser Figur sehen und verehren.

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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lycobates » Montag 21. Oktober 2019, 21:31

Amigo hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 20:43
jene Frau, die bei der Eröffnungszeremonie dem Papst eine solche Figur mit den Worten „Our Lady of the Amazon“ überreicht hat
Dann hätte die gute Frau aber doch besser den Katechismus, statt Englisch gelernt!
:tuete:

(allerdings nicht bei dem „seit vielen Jahren“ dort „tätigen“ (tätlichen?) „Missionspriester“, denn ein jeder solcher hätte sie sofort eines besseren belehrt;
schließlich war das erste, was unsere Stammeltern taten, sobald sie sich der Sünde bewußt waren, sich etwas Anständiges anzuziehen!)
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Ralf » Montag 21. Oktober 2019, 23:21

Amigo hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 20:43
Juergen hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 20:14
Kommentar zu der Aktion: https://www.youtube.com/watch?v=CYT3sLv2WZY
Finde den Kommentar nachvollziehbar. Allerdings erwähnt der Priester mit keinem Wort (vermutlich weil er es nie gehört oder gelesen hat?) dass nicht nur jene Frau, die bei der Eröffnungszeremonie dem Papst eine solche Figur mit den Worten „Our Lady of the Amazon“ überreicht hat, sondern auch ein Missionspriester, der seit vielen Jahren im Amazonasgebiet bei diesen Menschen tätig ist und am 11. Oktober ein Interview zu genau diesem Thema gegeben hat, diese Figur klar und deutlich mit der Jungfrau Maria assoziieren.

Sprich: Für die indigenen Amazonas-Katholiken ist das eine Madonnenstatue (was man freilich nur mit etwas Recherche erfährt; ein Vatikansprecher, der dazu nur meinte, es sei weder Maria noch eine heidnische Gottheit, sondern ein Symbol von Leben und Fruchtbarkeit, war da mE noch nicht ausreichend informiert)

Und das sollte mE in dieser Debatte nicht gänzlich unerwähnt bleiben. Bei allem Unbehagen, dass eine nackte schwangere Holzfigur mit fremdländischer Anmutung bei manchem auslöst, kann dennoch nicht ganz irrelevant sein, was die eigentlich Betroffenen der Amazonas-Synode in dieser Figur sehen und verehren.
Nun ja, wenn diese Frau, wie der Vatikansprecher sagte, nicht die hl. Jungfrau darstellen sollte (bzw. sollen, denn es waren ja mehrere), dann waren es Götzen. Denn in dem Ritus, der in den Vatkanischen Gärten vollzogen wurde, haben sich mehrere Menschen, u.a. ein Franziskaner (OFM) - was mich schockt! - vor diesen Figuren hingekniet und mit dem Kopf zu Boden Ehrerbietung gezeigt.

Das ist quasi die lexikalische Definition des Götzendienstes.

Übrigens hat sich auch kein Katholik vor der Allheiligen Gottesmutter niederzuwerfen, diese Ehrerbietung steht uns nur vor dem Herrn selbst zu.

Daher: ich kann der Aktion, diese Götzen aus einem Gotteshaus zu entfernen, nicht widersprechen.

Wenn die Hirten die Orientierung verloren haben (=Ostung, dem Auferstandenen entgegen), dann ist es die Zeit für die Laien.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

CIC_Fan
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 22. Oktober 2019, 08:11

Lycobates hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 14:53
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 13:41
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 13:18
Lycobates hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 12:58
Ein Jugendlicher hat heute früh die heidnischen Idole, die in der römischen Kirche ex-Maria in Traspontina zur "Verehrung" aufgestellt waren, in den Tiber entsorgt:

https://www.youtube.com/watch?v=xoB_gjuZgf8

Gott vergelt's!
Katholizismus bleibt Handarbeit. :heiligschein:
Ego-Shooter auf katholisch :ikb_gunsmilie:
Zum Glück nicht mit Helmkamera aufgenommen. :blinker:
Schöne Stimmung auf der Brücke.
Dachte erst, es wäre abends, aber es muss wohl eher früh morgens sein, denn es sind so wenig Menschen zu sehen.
Es war heute früh.

Hoffentlich findet niemand die Götzen wieder.
Die Herren sind fähig, dieselben mit viel Larmoyanz in Prozession zurückzuführen und wieder in einer NOM-Pagode aufzustellen.
Das wäre dann wohl pertinacia.
Wenn die Herrschaften die sich da betätigt haben auch bereit sind die Konsequenzen zu tragen die aus ihren illegalem Tun entstehen und dann nicht von Katholiken Verfolgung gejammert wird ist alles bestens

Lauralarissa
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lauralarissa » Dienstag 22. Oktober 2019, 09:24


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Hanspeter
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Hanspeter » Dienstag 22. Oktober 2019, 09:42

Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 22. Oktober 2019, 09:24
https://www.katholisch.de/artikel/23330 ... o4Z5bCRqok

In diesem Kontext interessant ...
Inwiefern?

Ralf
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Ralf » Dienstag 22. Oktober 2019, 10:06

Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 22. Oktober 2019, 09:24
https://www.katholisch.de/artikel/23330 ... o4Z5bCRqok

In diesem Kontext interessant ...
Es ist in der Tat interessant, wenn Journalisten anderen Kollegen unredliche Motive unterstellen. Soviel zur uneingeschränkt respektierten Pressefreiheit.
Es gibt eben böse und gute Fragen, das wußte ich noch nicht.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Amigo
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Amigo » Dienstag 22. Oktober 2019, 10:22

Ralf hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 23:21
Nun ja, wenn diese Frau, wie der Vatikansprecher sagte, nicht die hl. Jungfrau darstellen sollte (bzw. sollen, denn es waren ja mehrere), dann waren es Götzen. Denn in dem Ritus, der in den Vatkanischen Gärten vollzogen wurde, haben sich mehrere Menschen, u.a. ein Franziskaner (OFM) - was mich schockt! - vor diesen Figuren hingekniet und mit dem Kopf zu Boden Ehrerbietung gezeigt.
Wenn man in diesem Kontext dem Vatikansprecher eher vertrauen möchte als den indigenen Katholiken und ihrem Missionar - beides halte ich für legitim, denn die Figur kann je nach Kontext ja unterschiedliche Bedeutungen haben - dann waren es nicht Götzen, sondern Symbole für Leben und Fruchtbarkeit.

Von den drei Möglichkeiten - "Statue wird von den indigenen Katholiken als Jungfrau Maria betrachtet", "Statue wird von den indigenen Katholiken als Symbol für Leben und Fruchtbarkeit erachtet" und "Statue wird von den indigenen Katholiken als heidnische Gottheit (Pachamama) verehrt" - wurden die ersten zwei von Personen direkt auf der Synode genannt; woher die dritte kommt, kann ich nicht eruieren, aber sie entstammt soweit ich nachvollziehen kann nicht einer Aussage von Synodenteilnehmern.

Dabei ist übrigens irrelevant, wofür nichtchristliche Indigene diese Figur halten oder nützen. Ich kann keineswegs ausschließen, dass die gleiche Figur in anderem Kontext auch als heidnische Götzenfigur genutzt wird. Die relevante Frage ist, wofür sie bei den Veranstaltungen der Amazonas-Synode steht.

Ich finde in diesem Zusammenhang den Vergleich mit dem Weihnachtsbaum passend: Man kann ihn mit christlichen Symbolen schmücken und ihm Lieder singen; man kann ihn als Symbol für Leben (grün! im Winter!) betrachten; man kann ihn auch im Altarraum aufstellen; man könnte ihn aber auch als heidnischen Götzen verehren. Wenn ich nun weiß, dass jemand einen Baum "als Weihnachtsbaum inkulturiert" hat und ihn nicht als Götze verehrt, kann ich ihn nicht einfach als Götze entsorgen - selbst wenn ich wüßte, dass genau dieser Baum vom Baumzüchter eigentlich als Götzenbaum gedacht war und als solcher verkauft wurde.
Übrigens hat sich auch kein Katholik vor der Allheiligen Gottesmutter niederzuwerfen, diese Ehrerbietung steht uns nur vor dem Herrn selbst zu.
Als westeuropäisch geprägter Katholik kann ich dieser Aussage viel abgewinnen, aber welche Verehrungsformen und Körperhaltungen in unterschiedlichsten Kulturen passend und würdig erachtet werden, das müssen mE die jeweils Verantwortlichen (Bischofskonferenzen) festlegen.
Wenn die Hirten die Orientierung verloren haben (=Ostung, dem Auferstandenen entgegen), dann ist es die Zeit für die Laien.
Ich halte es für gefährlich und falsch, wenn einzelne Personen meinen, ihrem Gewissen folgend Dinge eigenmächtig aus Gotteshäusern zu entfernen; richtig wäre, mit dem für die jeweilige Kirche zuständigen Verantwortlichen zu klären, wie vorzugehen ist. Wenn derjenige nicht einsichtig ist, so ist es seine Verantwortung.

Davon abgesehen ist es IMHO schwer vorstellbar, dass ein gut geformtes Gewissen befiehlt, zu dritt zu so einer Aktion auszurücken, sie auf Video zu bannen und anonym ins Internet zu stellen. Da steckt doch keine Gewissensnot, sondern kirchenpolitischer Aktionismus dahinter.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Dienstag 22. Oktober 2019, 10:43

Amigo hat geschrieben:
Dienstag 22. Oktober 2019, 10:22
Wenn man in diesem Kontext dem Vatikansprecher eher vertrauen möchte als den indigenen Katholiken und ihrem Missionar - beides halte ich für legitim, denn die Figur kann je nach Kontext ja unterschiedliche Bedeutungen haben - dann waren es nicht Götzen, sondern Symbole für Leben und Fruchtbarkeit.
Dann können wir festhalten, dass diese Figuren aus einem kulturell-religiösen Feld der Ambiguität entstammen – ein Bäumchen wechsel dich; für den Einen dies, für den Anderen das…
Ob das dem katholischen Gedanken entspricht? :hmm: Wäre Eineindeutigkeit nicht besser?
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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