christian12 hat geschrieben:Sorry, aber das Pochen auf Erfahrungen und Erlebnisse mit Gott ist mir zu protestantisch. ...
Mit Verlaub - was ist die "Tradition" Anderes als in Sätze gegossene Erfahrung vieler Menschen über eine lange Zeit mit diesem Gott ?
Du kannst Dir alle Zeugnisse des Christlichen Glaubens angucken, die gehen sämtlich zuerst von der mit Gott gemachten Erfahrung aus, angefangen mit Paulus. (-> cf. z.B. 1. Kor. 2:4-5 )
christian12 hat geschrieben:Historiker nehmen Distanz zu ihren Quellen und befragen sie nach ihrer Herkunft, ihren Intentionen usw. Sie können, was die biblischen Texte angeht, nicht mit deren Inspiration durch den Heiligen Geist argumentieren. Ist doch nachvollziehbar, oder?
Die Inspiration ist erst im Nachhinein verifizierbar, das ist richtig. Aber dahinter steht der Erfahrungswert von sehr vielen Christen über 19 Jahrhunderte, der dann in Glaubenssätzen zusammengefasst worden ist.
Was die Quellen angeht: Kein Historiker wird eine Quelle a priori als fragwürdig ansehen, solange es dafür keinen Hinweis gibt. Und: die biblischen Texte sind von der Quellenlage her wesentlich besser belegt als die allermeisten historischen Zeugnisse, die wir besitzen. (aber das sagte ich oben bereits)
Darum noch einmal: Wo siehst Du Fragwürdigkeiten bei der Herkunft der biblischen Texte ?
- oder anders ausgedrückt: mit welcher Begründung gehst Du davon aus, dass die Texte etwas anderes seien, als sie vorgeben zu sein: nämlich gesammelte Zeugenaussagen und Briefe ?