Friedensgruß
- Florianklaus
- Beiträge: 3493
- Registriert: Donnerstag 20. November 2008, 12:28
- Wohnort: Bistum Münster
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Ich mag den Friedensgruß auch nicht. Für mich persönlich habe ich eine Abwägung getroffen und mich entschieden, ihn mit den Banknachbarn und jedem, der ihn mir anbietet zu tauschen, um niemanden zu kränken oder zu ärgern. Allerdings drehe ich mich nicht zur Reihe hinter mir um.
-
Vir Probatus
- Beiträge: 4050
- Registriert: Freitag 28. Januar 2011, 19:45
- Wohnort: EB PB
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Ich kenne den Friedensgruss aus Kirchenbesuchen im Ausland als sehr viel intensiver. Dort setzt ein minutenlanges Umarmen und (bei Eheleuten) Küssen ein, bis manchmal der Zelebrant zu erkennen gibt, daß er nun weiter machen möchte.
Auch versucht dort der Zelebrant jeden beim Auszug oder danach jeden persönlich zu begrüssen. Ich empfinde das immer als sehr wohltuend.
Auch versucht dort der Zelebrant jeden beim Auszug oder danach jeden persönlich zu begrüssen. Ich empfinde das immer als sehr wohltuend.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)
- Melody
- Beiträge: 4263
- Registriert: Mittwoch 22. März 2006, 16:05
- Wohnort: in der schönsten Stadt am Rhein... ;-)
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
NACH der Hl. Messe ist das ja auch was völlig anderes als zum Zeitpunkt des Friedensgrußes. Das fände ich auch schön, wenn das immer möglich wäre. Aus der evangelischen Kirche war ich das ja früher sehr wohl gewohnt.Vir Probatus hat geschrieben:Auch versucht dort der Zelebrant jeden beim Auszug oder danach jeden persönlich zu begrüssen. Ich empfinde das immer als sehr wohltuend.
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Sehe ich genauso.Melody hat geschrieben:NACH der Hl. Messe ist das ja auch was völlig anderes als zum Zeitpunkt des Friedensgrußes. Das fände ich auch schön, wenn das immer möglich wäre. Aus der evangelischen Kirche war ich das ja früher sehr wohl gewohnt.Vir Probatus hat geschrieben:Auch versucht dort der Zelebrant jeden beim Auszug oder danach jeden persönlich zu begrüssen. Ich empfinde das immer als sehr wohltuend.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Ganz genau so mache ich es auch.Florianklaus hat geschrieben:Ich mag den Friedensgruß auch nicht. Für mich persönlich habe ich eine Abwägung getroffen und mich entschieden, ihn mit den Banknachbarn und jedem, der ihn mir anbietet zu tauschen, um niemanden zu kränken oder zu ärgern. Allerdings drehe ich mich nicht zur Reihe hinter mir um.
- Berolinensis
- Beiträge: 4988
- Registriert: Mittwoch 9. September 2009, 16:40
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Wenn man bereits zum Agnus Dei niederkniet, sehe ich nicht, wie sich irgendjemand gekränkt fühlen könnte.
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Die Hand wird erfahrungsgemäß auch denen hingestreckt, die sich knien, ggf. wird man dann auch kurz angestoßen.
Bleibt man dann eisern und ignoriert die Person, dann kann sich diese schon gekränkt fühlen.
Bleibt man dann eisern und ignoriert die Person, dann kann sich diese schon gekränkt fühlen.
- Berolinensis
- Beiträge: 4988
- Registriert: Mittwoch 9. September 2009, 16:40
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Und die Leute in der Reihe hinter dir könnten sich nicht beleidigt fühlen? Wenn man nichts täte, wodurch sich nicht potentiell irgendein Überempfindlicher gekränkt fühlen könnte, bliebe ja wenig übrig.iustus hat geschrieben:Die Hand wird erfahrungsgemäß auch denen hingestreckt, die sich knien, ggf. wird man dann auch kurz angestoßen.
Bleibt man dann eisern und ignoriert die Person, dann kann sich diese schon gekränkt fühlen.
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Die fühlen sich nicht gekränkt, weil der Betreffende gar nicht sieht, wie sie die Hand hinstrecken - das werden sie auch kaum tun, wenn sie nicht erwarten können, dass ihre Hand gesehen wird. Stoßen sie einen aber dann an und dreht sich der Betreffende nicht um, dann können sie natürlich gekränkt sein. Wie bei dem Knieenden.Berolinensis hat geschrieben:Und die Leute in der Reihe hinter dir könnten sich nicht beleidigt fühlen?iustus hat geschrieben:Die Hand wird erfahrungsgemäß auch denen hingestreckt, die sich knien, ggf. wird man dann auch kurz angestoßen.
Bleibt man dann eisern und ignoriert die Person, dann kann sich diese schon gekränkt fühlen.
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Wenn in diesem Forum mehr Personen Manches nicht schrieben, wodurch sich irgendwelche "Überempfindlichen" gekränkt fühlen könnten, dann bliebe sehr Viel übrig: nämlich angenehme Diskussionspartner, die sich mittlerweile abgewandt haben.Berolinensis hat geschrieben: Wenn man nichts täte, wodurch sich nicht potentiell irgendein Überempfindlicher gekränkt fühlen könnte, bliebe ja wenig übrig.
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Für Metadiskussionen bitte einen einen neuen Strang im Gemüsegarten eröffnen.iustus hat geschrieben:Wenn in diesem Forum mehr Personen Manches nicht schrieben, wodurch sich irgendwelche "Überempfindlichen" gekränkt fühlen könnten, dann bliebe sehr Viel übrig: nämlich angenehme Diskussionspartner, die sich mittlerweile abgewandt haben.Berolinensis hat geschrieben: Wenn man nichts täte, wodurch sich nicht potentiell irgendein Überempfindlicher gekränkt fühlen könnte, bliebe ja wenig übrig.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Als Pfarrer bin ich ja sozusagen gewerbsmäßiger Händeschüttler (was mir manchmal auch auf den Keks geht).Melody hat geschrieben: Wobei ich mir zu Zeiten der ganzen Erkältungswellen nun durchaus schon meine Gedanken gemacht habe... ich huste ja selbst in meine Hand, wohin auch sonst, und möchte sie dann eigentlich gar niemandem geben und möchte eben auch umgekehrt keine verhustete Hand haben...
Grundregel - auch für Zivilisten hätte ich das gerne:
Husten, Popeln, usw. macht man mit der LINKEN Hand, Grüßen usw. mit der RECHTEN.
Das kann man sich angewöhnen (und Kindern beibringen) und es ist für alle angenehmer.
- Florianklaus
- Beiträge: 3493
- Registriert: Donnerstag 20. November 2008, 12:28
- Wohnort: Bistum Münster
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Das ist natürlich eine Möglichkeit. Ich persönlich möchte mich in meiner Gemeinde nicht auf diese Weise exponieren. Bei uns steht die ganze Gemeinde beim Agnus Dei. Ich wäre dann der Einzige, der kniet. Ich möchte an dieser Stelle der Messe nicht den Eindruck erwecken, ich sei besonders fromm oder ich kniete mich hin, um den Friedensgruß zu vermeiden. Es kostet mich schon Überwindung genug, als Einziger die Kommunion knieend in den Mund zu empfangen.Berolinensis hat geschrieben:Wenn man bereits zum Agnus Dei niederkniet, sehe ich nicht, wie sich irgendjemand gekränkt fühlen könnte.
Aber wie schon gesagt, das sind rein persönliche Erwägungen. Das muß jeder für sich entscheiden. In anderen Kirchen habe ich mich in Einzelfällen auch schon während des Agnus Dei hingekniet, z.B. wenn ich keinen direkten Sitznachbarn hatte.
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Die Präventionsmenschen empfehlen ja TASCHENTÜCHER zu benutzenMelody hat geschrieben: Wobei ich mir zu Zeiten der ganzen Erkältungswellen nun durchaus schon meine Gedanken gemacht habe... ich huste ja selbst in meine Hand, wohin auch sonst, und möchte sie dann eigentlich gar niemandem geben und möchte eben auch umgekehrt keine verhustete Hand haben...
Hmmm..., wenn ein Mitmensch in der Kirche sich so offensichtlich durch Husten oder Schneuzen für mich unantastbar zu machen versucht. Ich glaub, ich wär versucht, denjenigen zum Friedensgruss an der Schulter zu berühren und ihm herzlich gute Besserung und den Frieden Gottes zu wünschen
Lg Maria (russisch=berührungsfreundlich infiltriert)
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Ich habe letztens eine Frau gesehen, die sich für den Friedensgruß einfach einen weißen Handschuh angezogen hat. Danach hat sie ihn wieder ausgezogen
.
ad te suspiramus in hac lacrimarum valle
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Falls da keine konkrete körperliche Erkrankung der Grund für war, halte ich das allerdings schon für ziemlich übertrieben. Insgesamt, meine ich, kann man es mit seiner Abneigung auch ein wenig übertreiben. Ich brauche auch keine Leute, die ganze Bankreihen ablaufen, aber kurz meinem Nachbarn die Hand zu schütteln, sollte ja nun bei einem normal sozialisierten Menschen keine Panikreaktionen hervorrufen.azs hat geschrieben:Ich habe letztens eine Frau gesehen, die sich für den Friedensgruß einfach einen weißen Handschuh angezogen hat. Danach hat sie ihn wieder ausgezogen.
- Nutzer nicht regelmäßig aktiv. -
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Das zeugt von Augenmaß und Realitätssinn.Florianklaus hat geschrieben:Das ist natürlich eine Möglichkeit. Ich persönlich möchte mich in meiner Gemeinde nicht auf diese Weise exponieren. Bei uns steht die ganze Gemeinde beim Agnus Dei. Ich wäre dann der Einzige, der kniet. Ich möchte an dieser Stelle der Messe nicht den Eindruck erwecken, ich sei besonders fromm oder ich kniete mich hin, um den Friedensgruß zu vermeiden. Es kostet mich schon Überwindung genug, als Einziger die Kommunion knieend in den Mund zu empfangen.Berolinensis hat geschrieben:Wenn man bereits zum Agnus Dei niederkniet, sehe ich nicht, wie sich irgendjemand gekränkt fühlen könnte.
Aber wie schon gesagt, das sind rein persönliche Erwägungen. Das muß jeder für sich entscheiden. In anderen Kirchen habe ich mich in Einzelfällen auch schon während des Agnus Dei hingekniet, z.B. wenn ich keinen direkten Sitznachbarn hatte.
Was ich mir noch vorstellen könnte, wäre stehend mit gefalteten Händen und leichter Kopfverneigung die Nachbarn zu grüßen. Bin aber noch nicht in die Verlegenheit gekommen, es auszuprobieren.
P.S. Die Kopten küßen zum Friedenskuß die Fingerspitzen ihrer gefalteten Hände und legen sie dann in die Hände des Nachbarn. Darauf küßt dieser seine Hände und reicht den Frieden so weiter.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Zum Agnus Dei knien ist im NOM für mich ein No-No. Vielleicht auch deshalb, weil es in Privatoffenbarungen so oft angeordnet wird. 
Friedenskuß ist schön, aber das kann man nur in Messen mit einem kleinen, vertrauten Kreis machen.
Was ich aber bescheuert finde, ist wenn Leute prinzipiell bestimmten Leuten (manchmal nur einem konkreten Menschen) nicht die Hand geben wollen und sich dann in dem Moment immer just zu jemand anders umdrehen. Ich habe eine Freundin, die mir berichtet hat, daß eine alte Frau in ihrer Bank es immer macht. "Allen gibt sie die Hand, nur mir nicht." Sie fürchtet, daß es damit zusammenhängt, daß sie Afrikanerin ist.
Das wirklich Schlimme daran finde ich, daß solche Leuten einen offenbar für so blöd halten, daß man das nicht merkt.
Friedenskuß ist schön, aber das kann man nur in Messen mit einem kleinen, vertrauten Kreis machen.
Was ich aber bescheuert finde, ist wenn Leute prinzipiell bestimmten Leuten (manchmal nur einem konkreten Menschen) nicht die Hand geben wollen und sich dann in dem Moment immer just zu jemand anders umdrehen. Ich habe eine Freundin, die mir berichtet hat, daß eine alte Frau in ihrer Bank es immer macht. "Allen gibt sie die Hand, nur mir nicht." Sie fürchtet, daß es damit zusammenhängt, daß sie Afrikanerin ist.
Das wirklich Schlimme daran finde ich, daß solche Leuten einen offenbar für so blöd halten, daß man das nicht merkt.
???
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
anneke6 hat geschrieben:Zum Agnus Dei knien ist im NOM für mich ein No-No. Vielleicht auch deshalb, weil es in Privatoffenbarungen so oft angeordnet wird..
Was für eine Konterkarikatur!anneke6 hat geschrieben: Friedenskuß ist schön, aber das kann man nur in Messen mit einem kleinen, vertrauten Kreis machen.
Was ich aber bescheuert finde, ist wenn Leute prinzipiell bestimmten Leuten (manchmal nur einem konkreten Menschen) nicht die Hand geben wollen und sich dann in dem Moment immer just zu jemand anders umdrehen. Ich habe eine Freundin, die mir berichtet hat, daß eine alte Frau in ihrer Bank es immer macht. "Allen gibt sie die Hand, nur mir nicht." Sie fürchtet, daß es damit zusammenhängt, daß sie Afrikanerin ist.
Das wirklich Schlimme daran finde ich, daß solche Leuten einen offenbar für so blöd halten, daß man das nicht merkt.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
- Sursum Corda
- Beiträge: 383
- Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 22:31
- Wohnort: Hochstift Paderborn
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Hier habe ich irgendetwas beim einstellen total falsch gemacht, bitte um Entschuldigung, bin technisch leider ein wenig unbegabt. Unten geht's weiter...
Zuletzt geändert von Sursum Corda am Donnerstag 17. März 2011, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
Auf, eilen liebentzündet, auch wir zum heil'gen Streit! Der Herr, der's Haus gegründet, uns ew'gen Sieg verleiht.
- Sursum Corda
- Beiträge: 383
- Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 22:31
- Wohnort: Hochstift Paderborn
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Das "zieht nicht!." Im Dorfe kennt man sich und mich, und man weiß, daß ich gerade wegen meiner Ablehnung des novus ordo mich grundsätzlich an keiner Friedensgrüßerei beteilige. Da verweigere ich selbst meinem besten Freund die Hand, und der akzeptiert das problemlos. Aber umerziehen lasse ich mich nicht. Bis auf eine verschwindend kleine Minderheit lehnt die Mehrheit der Kirchgänger auf dem Dorf solche als Spielerei empfundenen Riten und Pseudoriten ab. Sie werden bestenfalls als Umerziehungsversuch empfunden.Mary hat geschrieben:Ich weiss nicht...Sursum Corda hat geschrieben:Ich kniete vorsichtshalber und hatte die Nase im Gesangbuch, als ich auch ihr Opfer werden sollte. Habe ihr ziemlich vernehmlichgesagt, sie solle auf der Stelle mit ihrem albernen Getue aufhören, ich könne das Kasperltheater nicht vertragen. Seitdem habe ich meinen Frieden vor ihr,
könnte es sein, dass gerade die Hand DIESER Frau dich hätte ins Himmelreich ziehen können?
Liebt einander...
nachdenklich
Mary
Auf, eilen liebentzündet, auch wir zum heil'gen Streit! Der Herr, der's Haus gegründet, uns ew'gen Sieg verleiht.
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Wenn Du den Novus Ordo ablehnst, warum besuchst Du ihn dann?

???
-
Vir Probatus
- Beiträge: 4050
- Registriert: Freitag 28. Januar 2011, 19:45
- Wohnort: EB PB
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Das scheint wohl eher das Problem zu sein.Sursum Corda hat geschrieben:Das "zieht nicht!." Im Dorfe kennt man sich und mich, und man weiß, daß ich gerade wegen meiner Ablehnung des novus ordo mich grundsätzlich an keiner Friedensgrüßerei beteilige.
Beim "Lamm Gottes" knien geht doch, der Friedensgruss ist doch vorher (bei uns zumindest)
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)
- Melody
- Beiträge: 4263
- Registriert: Mittwoch 22. März 2006, 16:05
- Wohnort: in der schönsten Stadt am Rhein... ;-)
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
@Sursum Corda
Wenn Du den Novus Ordo so vehement ablehnst, dass Du Dich nicht an die vorgesehenen Riten halten möchtest, warum besuchst Du ihn dann?!
Im Novus Ordo ist ein Friedensgruß vorgesehen, und wie er auszuführen ist, ist deutlich gesagt. Wenn also der Priester oder Diakon dazu auffordert, dann gibt man eben seinem direkten Nachbarn die Hand. Wenn man es in dieser Situation nicht tut, ist man auch nicht besser als diejenigen, die es in die andere Richtung übertreiben und über alle Bänke springen. Sorry, meine Meinung.
Wenn Du den Novus Ordo so vehement ablehnst, dass Du Dich nicht an die vorgesehenen Riten halten möchtest, warum besuchst Du ihn dann?!
Im Novus Ordo ist ein Friedensgruß vorgesehen, und wie er auszuführen ist, ist deutlich gesagt. Wenn also der Priester oder Diakon dazu auffordert, dann gibt man eben seinem direkten Nachbarn die Hand. Wenn man es in dieser Situation nicht tut, ist man auch nicht besser als diejenigen, die es in die andere Richtung übertreiben und über alle Bänke springen. Sorry, meine Meinung.
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
- Berolinensis
- Beiträge: 4988
- Registriert: Mittwoch 9. September 2009, 16:40
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
anneke6 hat geschrieben:Wenn Du den Novus Ordo ablehnst, warum besuchst Du ihn dann?
Ratet mal. Weil es vielleicht nicht überall täglich die alte Messe gibt?Melody hat geschrieben:@Sursum Corda
Wenn Du den Novus Ordo so vehement ablehnst, dass Du Dich nicht an die vorgesehenen Riten halten möchtest, warum besuchst Du ihn dann?!
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
________________________________________________________________________Melody hat geschrieben:@Sursum Corda
Wenn Du den Novus Ordo so vehement ablehnst, dass Du Dich nicht an die vorgesehenen Riten halten möchtest, warum besuchst Du ihn dann?!
Im Novus Ordo ist ein Friedensgruß vorgesehen, und wie er auszuführen ist, ist deutlich gesagt. Wenn also der Priester oder Diakon dazu auffordert, dann gibt man eben seinem direkten Nachbarn die Hand. Wenn man es in dieser Situation nicht tut, ist man auch nicht besser als diejenigen, die es in die andere Richtung übertreiben und über alle Bänke springen. Sorry, meine Meinung.
"Im Novus Ordo ist ein Friedensgruß vorgesehen"... vorgesehen ist er nicht, sondern es heißt an dieser Stelle im Messbuch: "Der Diakon oder der Priester kann dazu auffordern, in einer den örtlichen Gewohnheiten entsprechenden Weise einander die Bereitschaft zu Frieden und Versöhnung zu bekunden."
Er ist also als eine Möglichkeit vorgesehen, die aber nicht verpflichtend ist.
Wenn ich als Priester allen den Frieden wünsche: "Der Friede des Herrn sei allezeit mit Euch!", dann sind alle einbezogen, die eben mitfeiern. Ähnlich ist es auch bei der Entlassung: "Gehet hin in Frieden!" Auch da verabschiedet man sich nicht sofort per Handschlag.
So hab ich´s meinen Gemeinden erklärt und so wurde es angenommen und praktiziert.
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Dann paßt aber das Wort "ablehnen" nicht. Wenn ich etwas ablehne, dann will ich nichts damit zu tun haben. In diesem Fall kann man allenfalls sagen "Ich ziehe die alte Messe vor" oder "Ich wünschte, der NOM wäre niemals eingeführt worden". Aber ablehnen, das ist mehr.Berolinensis hat geschrieben:anneke6 hat geschrieben:Wenn Du den Novus Ordo ablehnst, warum besuchst Du ihn dann?
Ratet mal. Weil es vielleicht nicht überall täglich die alte Messe gibt?Melody hat geschrieben:@Sursum Corda
Wenn Du den Novus Ordo so vehement ablehnst, dass Du Dich nicht an die vorgesehenen Riten halten möchtest, warum besuchst Du ihn dann?!
Nachtrag: Wenn der Priester nach dem "Der Friede des Herrn" noch "Gebt euch ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung!" sagt, dann darf man dem, der jemand anders die Hand geben möchte, keinen Vorwurf machen. Das bedeutet natürlich nicht, daß man notwendigerweise allen die Hand ausstrecken muß, aber eine angebotene Hand abzulehnen ist nicht besonders höflich.
???
- Berolinensis
- Beiträge: 4988
- Registriert: Mittwoch 9. September 2009, 16:40
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Das ist dann aber deine Privatinterpretation des Wortes ablehnen. Daß sursum das nicht gemeint hatte, war ja ersichtlich.anneke6 hat geschrieben: Dann paßt aber das Wort "ablehnen" nicht. Wenn ich etwas ablehne, dann will ich nichts damit zu tun haben. In diesem Fall kann man allenfalls sagen "Ich ziehe die alte Messe vor" oder "Ich wünschte, der NOM wäre niemals eingeführt worden". Aber ablehnen, das ist mehr.
Hat ja auch niemand dafür. Aber wenn jemand sich dann jemandem, der offenkundig daran nicht teilnehmen möchte und dies durch vorheriges Hinknien und Senken des Blicks inoffensiv zu erkennen gibt, durch Anstoßen aufdrängt, dann ist das auch nicht besonders rücksichtsvoll.Nachtrag: Wenn der Priester nach dem "Der Friede des Herrn" noch "Gebt euch ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung!" sagt, dann darf man dem, der jemand anders die Hand geben möchte, keinen Vorwurf machen.
Wie gesagt, das kommt auf die Umstände an. Wenn ich schon vor dem "Angebot" zum ausdruck gebracht habe, daß ich keine Hände schütteln möchte, sehe ich das nicht so.Das bedeutet natürlich nicht, daß man notwendigerweise allen die Hand ausstrecken muß, aber eine angebotene Hand abzulehnen ist nicht besonders höflich.
(Sicherheitshalber - da hier ja alles immer als persönliches statement ausgelegt wird - sage ich mal dazu, daß ich meistens durchaus - wenn der Priester dazu auffordert, was ja gerade werktags keineswegs immer erfolgt - meinem rechten und linken Nachbarn die Hand gebe. Ich sehe nur nicht ein, daß man dazu "verpflichtet" sein soll.)
- lifestylekatholik
- Beiträge: 8702
- Registriert: Montag 6. Oktober 2008, 23:29
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Der Priester fordert einen ja auf, einander »ein Zeichen des Friedens« zu geben. Das kann ich doch auch durch Lächeln und Zunicken tun (oder eben auch durch Umarmen und Wangenkuss). Das Händeschütteln ist doch also sowieso nicht verpflichtend.Berolinensis hat geschrieben:Sicherheitshalber - da hier ja alles immer als persönliches statement ausgelegt wird - sage ich mal dazu, daß ich meistens durchaus - wenn der Priester dazu auffordert, was ja gerade werktags keineswegs immer erfolgt - meinem rechten und linken Nachbarn die Hand gebe. Ich sehe nur nicht ein, daß man dazu "verpflichtet" sein soll.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
In Nordamerika (zumindest in Toronto und Hamilton [Ontario] sowie New York City[St. Patricks]) scheint zuwinken und "Peace be with you"! die gängige Praxis sein (auch bei den Missionskirchen der Italiener und Portugiesen). Man nahm dort das Händeschütteln zwischen mir und meinen Schwägerinnen bzw den Friedenskuß (Wange) mit meiner Frau eher mit erstaunen wahr. Wiewohl die Norrdamerikaner generell was gegen körperkontakt zu haben scheinen. (offizielle Vorstell- & Begrüßungsrunden ohne Handshake)
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Händeschütteln ist vor allem eine deutsche Tradition. Die Erfahrung, die Linus in Nordamerika gemacht hat, kann man auch in Europa erleben. Kuß ist wahrscheinlich die traditionsreichste Form des Friedensgrußes, aber das funktioniert nur dort, wo die Leute wirklich miteinander vertraut sind.lifestylekatholik hat geschrieben:Der Priester fordert einen ja auf, einander »ein Zeichen des Friedens« zu geben. Das kann ich doch auch durch Lächeln und Zunicken tun (oder eben auch durch Umarmen und Wangenkuss). Das Händeschütteln ist doch also sowieso nicht verpflichtend.Berolinensis hat geschrieben:Sicherheitshalber - da hier ja alles immer als persönliches statement ausgelegt wird - sage ich mal dazu, daß ich meistens durchaus - wenn der Priester dazu auffordert, was ja gerade werktags keineswegs immer erfolgt - meinem rechten und linken Nachbarn die Hand gebe. Ich sehe nur nicht ein, daß man dazu "verpflichtet" sein soll.
???
Re: Der Friedensgruß - für viele eine Stresssituation!
Auf den Philippinen nickt man sich auch nur zu, dafür faßt man sich aber beim Vater-unser an die Hände, die man dann zum Gebet erhebt. Ähnliches habe ich auch in den USA erlebt.