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Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
1. Ja, wenn man jedoch eine wahre priesterliche Berufung (und vielleicht keine Berufung zum Zölibat) hat, ist es nicht schön, die Verwirklichung zu verhindern.Yeti hat geschrieben:
Das scheint mir ein etwas phrasenhafter Kampfbegriff zu sein, schliesslich wird ja kein Mensch zum Priestertum gezwungen.Petur hat geschrieben:Pflichtzölibat
Dann klär uns doch mal über deine tiefen Einblicke auf, damit wir aufrichtig anerkennen können. Wo wird denn der Zölibat zum Problem? Und vor allem zum Problem für wen? Steht dahinter nicht doch die Ansicht, dass die Ehe keine Berufung ist, sondern ein Menschenrecht?Petur hat geschrieben:Wer etwas tieferen Einblick hat und aufrichtig ist, soll das anerkennen.
2. Problem für wen? Vielleicht für mehrere Zehntausende von Priestern ohne Amt, die das Amt, aber nicht die Berufung verloren haben? Für sehr viele Männer, die die priesterliche Berufung bekommen haben, doch nicht die zum Zölibat und deshalb ihrer Berufung nicht folgen können?
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Und für die vielen Priester, die zwar als Priester dienen, jedoch am Pflichtzölibat leiden?
- cantus planus
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Da gibt es keine Unklarheiten. Sie haben vor Gott und der versammelten Gemeinde ein Gelübde abgelegt. Das müssen sie erfüllen. Können sie es nicht, müssen sie ihre Berufung aufgeben.Petur hat geschrieben:Und für die vielen Priester, die zwar als Priester dienen, jedoch am Pflichtzölibat leiden?
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
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- Yeti
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Petur hat geschrieben:1. Ja, wenn man jedoch eine wahre priesterliche Berufung (und vielleicht keine Berufung zum Zölibat) hat, ist es nicht schön, die Verwirklichung zu verhindern.Yeti hat geschrieben:
Das scheint mir ein etwas phrasenhafter Kampfbegriff zu sein, schliesslich wird ja kein Mensch zum Priestertum gezwungen.Petur hat geschrieben:Pflichtzölibat
Dann klär uns doch mal über deine tiefen Einblicke auf, damit wir aufrichtig anerkennen können. Wo wird denn der Zölibat zum Problem? Und vor allem zum Problem für wen? Steht dahinter nicht doch die Ansicht, dass die Ehe keine Berufung ist, sondern ein Menschenrecht?Petur hat geschrieben:Wer etwas tieferen Einblick hat und aufrichtig ist, soll das anerkennen.
2. Problem für wen? Vielleicht für mehrere Zehntausende von Priestern ohne Amt, die das Amt, aber nicht die Berufung verloren haben? Für sehr viele Männer, die die priesterliche Berufung bekommen haben, doch nicht die zum Zölibat und deshalb ihrer Berufung nicht folgen können?
Ich denke, dass sich eine wirkliche Berufung auch durchsetzen wird, es bedarf eben einer Entscheidung, das ist ja auch bei der Ehe der Fall. Wenn ich aber die Hürde des Zölibats nicht nehmen kann, ist das noch lange keine Begründung für eine Berufung zur Ehe. Diese Schlussfolgerung legen die Beispiele ja nahe. Ansonsten hätte ich gerne "harte" Zahlen in Form von überprüfbaren empirischen Untersuchungen, Befragungen etc. zu den angeblich Betroffenen. Wenn es die nicht gibt, gibt's da auch nichts zu deuteln.Petur hat geschrieben:Und für die vielen Priester, die zwar als Priester dienen, jedoch am Pflichtzölibat leiden?
Gruß, Yeti
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Ist es nicht auch so, daß der Umstand, daß jemand unüberwindbare Probleme mit dem Zölibat hat oder sich zur Ehe berufen fühlt, als Zeichen dafür zu werten ist, daß er keine Berufung zum Priestertum in der katholischen Kirche hat?cantus planus hat geschrieben:Da gibt es keine Unklarheiten. Sie haben vor Gott und der versammelten Gemeinde ein Gelübde abgelegt. Das müssen sie erfüllen. Können sie es nicht, müssen sie ihre Berufung aufgeben.Petur hat geschrieben:Und für die vielen Priester, die zwar als Priester dienen, jedoch am Pflichtzölibat leiden?
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Ja. Natürlich ist das Leben dieser Berufung nicht einfach. Es ist aber absurd, anzunehmen, dass das in der Ehe so wäre. Beides funktioniert nur in der Kraft des Heiligen Geistes.
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Nein, das ist nicht so.Bernado hat geschrieben:Ist es nicht auch so, daß der Umstand, daß jemand unüberwindbare Probleme mit dem Zölibat hat oder sich zur Ehe berufen fühlt, als Zeichen dafür zu werten ist, daß er keine Berufung zum Priestertum in der katholischen Kirche hat?cantus planus hat geschrieben:Da gibt es keine Unklarheiten. Sie haben vor Gott und der versammelten Gemeinde ein Gelübde abgelegt. Das müssen sie erfüllen. Können sie es nicht, müssen sie ihre Berufung aufgeben.Petur hat geschrieben:Und für die vielen Priester, die zwar als Priester dienen, jedoch am Pflichtzölibat leiden?
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Warum, glaubst du, sei die Ehe leichter zu leben als der Zölibat? Wir haben ja in den protestantischen Denominationen ein wunderbares Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte... 
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Nein, gar nicht leichter. Im Gegenteil. Es lohnt sich aber trotzdem, so zu leben.cantus planus hat geschrieben:Warum, glaubst du, sei die Ehe leichter zu leben als der Zölibat? Wir haben ja in den protestantischen Denominationen ein wunderbares Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte...
Es gibt nicht nur die EKD. Die ungarischen Protestanten und griech. Katholiken sind ein positives Beispiel. Unsere "Griechen" sind der Beweis, dass Prof. Mays Thesen nicht ganz richtig sind. Kein Priestermangel.
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Das gilt für den Zölibat nicht weniger, der die Kirche reich beschenkt hat und allen autoritären Machthabern stets ein Dorn im Auge war, da der Klerus kaum zu unterwandern war.Petur hat geschrieben:Nein, gar nicht leichter. Im Gegenteil. Es lohnt sich aber trotzdem, so zu leben.cantus planus hat geschrieben:Warum, glaubst du, sei die Ehe leichter zu leben als der Zölibat? Wir haben ja in den protestantischen Denominationen ein wunderbares Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte...![]()
Aber jetzt vergleichst du Äpfel mit Birnen. Bei den von dir genannten Kirchen ist die "Welt noch in Ordnung", weil das Glaubensgebäude steht. Bei uns sind die Prosteste gerade dort am lautesten, wo der Katholizismus nicht einmal mehr rudimentär vorhanden ist. Ich sage seit Jahren: der Zölibat ist kein Dogma. Aber heb' ihn jetzt auf, und du wirst garantiert feststellen, dass überhaupt nichts passiert. Die Seminaristenzahlen werden in einem kurzen Strohfeuer hochschnellen und in nicht einmal 10 Jahren auf dem gleichen Niveau wieder ankommen.Petur hat geschrieben:Es gibt nicht nur die EKD. Die ungarischen Protestanten und griech. Katholiken sind ein positives Beispiel. Unsere "Griechen" sind der Beweis, dass Prof. Mays Thesen nicht ganz richtig sind. Kein Priestermangel.
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Wenn Du, lieber Cantus, das andere Forum studierst, dann kannst Du bemerken, dass ich den frei gewählten, bewussten Zölibat, der eine großartige Berufung ist, sehr schätzen kann. Dort hat mich ein verheirateter Priester eben deswegen angegriffen, weil er gemeint hat, dass ich die verheir. Geistlichen verachten würde. Was natürlich Unsinn ist.
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Ich glaube nicht, dass unsere Daten auch mit dem Pflichtzölibat so gut wären. Wir "Lateiner" haben einen größeren Priestermangel als Ihr in Deutschland, obwohl unser Klerus konservativ und papsttreu ist.cantus planus hat geschrieben:Aber jetzt vergleichst du Äpfel mit Birnen. Bei den von dir genannten Kirchen ist die "Welt noch in Ordnung", weil das Glaubensgebäude steht. Bei uns sind die Prosteste gerade dort am lautesten, wo der Katholizismus nicht einmal mehr rudimentär vorhanden ist. Ich sage seit Jahren: der Zölibat ist kein Dogma. Aber heb' ihn jetzt auf, und du wirst garantiert feststellen, dass überhaupt nichts passiert. Die Seminaristenzahlen werden in einem kurzen Strohfeuer hochschnellen und in nicht einmal 10 Jahren auf dem gleichen Niveau wieder ankommen.Petur hat geschrieben:Es gibt nicht nur die EKD. Die ungarischen Protestanten und griech. Katholiken sind ein positives Beispiel. Unsere "Griechen" sind der Beweis, dass Prof. Mays Thesen nicht ganz richtig sind. Kein Priestermangel.
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Dann sind wir sogar einer Meinung. Im Augenblick gilt aber, was ich früher schon sagte: viewtopic.php?p=273401#p273401; viewtopic.php?p=194140#p194140. Nur zwei Beispiele.Petur hat geschrieben:Wenn Du, lieber Cantus, das andere Forum studierst, dann kannst Du bemerken, dass ich den frei gewählten, bewussten Zölibat, der eine großartige Berufung ist, sehr schätzen kann. Dort hat mich ein verheirateter Priester eben deswegen angegriffen, weil er gemeint hat, dass ich die verheir. Geistlichen verachten würde. Was natürlich Unsinn ist.
Was ist denn mit gescheiterten Priesterehen? Sollen die ihren Gemeinden eine Farce vorleben? Oder sich scheidenlassen? Da geht es ja gleich weiter. Wer sagt denn, dass diese Ehen immer funktionieren - zumal, wie ich nicht müde werde zu betonen - bei den jetzigen Strukturen, und bei dem, was die Bischöfe in den nächsten Jahren der Kirche antun?
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Aber konservativ und papsttreu zu sein bedeutet nicht unbedingt ein hohes spirituelles und intellektuelles Niveau...
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Nein. Ganz und gar nicht. Aber das gilt für Liberale nicht weniger. Die einen neigen dazu, das Gesetz über den Menschen zu erheben - die anderen kreisen um ihren beschränkten Horizont und halten ihre private Befindlichkeit für das Lehramt.Petur hat geschrieben:Aber konservativ und papsttreu zu sein bedeutet nicht unbedingt ein hohes spirituelles und intellektuelles Niveau...
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Der Zölibat hat mit dem Priestermangel nichts zu tun. Das ist schon logisch nicht möglich. In diesem Fall müsste der Priestermangel ja schon ein tausendjähriges Phänomen sein.Petur hat geschrieben:Nein, gar nicht leichter. Im Gegenteil. Es lohnt sich aber trotzdem, so zu leben.cantus planus hat geschrieben:Warum, glaubst du, sei die Ehe leichter zu leben als der Zölibat? Wir haben ja in den protestantischen Denominationen ein wunderbares Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte...![]()
Es gibt nicht nur die EKD. Die ungarischen Protestanten und griech. Katholiken sind ein positives Beispiel. Unsere "Griechen" sind der Beweis, dass Prof. Mays Thesen nicht ganz richtig sind. Kein Priestermangel.
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Na gut, dann könnte man sagen, dass jedermann ledig bleiben sollte. So würde keine Ehe scheitern...Nein, das ist kein gutes Argument gegen die Priesterehe. Sie könnten uns ein gutes Beispiel zeigen, wie die christliche Ehe ist.cantus planus hat geschrieben:Dann sind wir sogar einer Meinung. Im Augenblick gilt aber, was ich früher schon sagte: viewtopic.php?p=273401#p273401; viewtopic.php?p=194140#p194140. Nur zwei Beispiele.Petur hat geschrieben:Wenn Du, lieber Cantus, das andere Forum studierst, dann kannst Du bemerken, dass ich den frei gewählten, bewussten Zölibat, der eine großartige Berufung ist, sehr schätzen kann. Dort hat mich ein verheirateter Priester eben deswegen angegriffen, weil er gemeint hat, dass ich die verheir. Geistlichen verachten würde. Was natürlich Unsinn ist.
Was ist denn mit gescheiterten Priesterehen? Sollen die ihren Gemeinden eine Farce vorleben? Oder sich scheidenlassen? Da geht es ja gleich weiter. Wer sagt denn, dass diese Ehen immer funktionieren - zumal, wie ich nicht müde werde zu betonen - bei den jetzigen Strukturen, und bei dem, was die Bischöfe in den nächsten Jahren der Kirche antun?
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Gar nicht. Du vereinfachst die Sache sehr. Vergiss bitte nicht, was für eine hohe Position das priesterliche Amt war! Es war sehr anziehend. Und die damalige Gesellschaft sah ganz anders aus. Das hierarchische System wurde noch allgemein akzeptiert. Und die Rolle der Religion war noch viel wichtiger als heute (insofern hat Prof. May zum Teil Recht).Maurus hat geschrieben:Der Zölibat hat mit dem Priestermangel nichts zu tun. Das ist schon logisch nicht möglich. In diesem Fall müsste der Priestermangel ja schon ein tausendjähriges Phänomen sein.Petur hat geschrieben:Nein, gar nicht leichter. Im Gegenteil. Es lohnt sich aber trotzdem, so zu leben.cantus planus hat geschrieben:Warum, glaubst du, sei die Ehe leichter zu leben als der Zölibat? Wir haben ja in den protestantischen Denominationen ein wunderbares Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte...![]()
Es gibt nicht nur die EKD. Die ungarischen Protestanten und griech. Katholiken sind ein positives Beispiel. Unsere "Griechen" sind der Beweis, dass Prof. Mays Thesen nicht ganz richtig sind. Kein Priestermangel.
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Carlo Carretto schreibt irgendwo, dass der Pflichtzölibat abgeschafft werden solle, um den Zölibat (die wirkliche Berufung) zu retten.
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Diese Sätze bestätigen doch nur meine These, dass der Mangel nichts mit dem Zölibat zu tun hat. Allerdings würde ich diese Punkte nicht überbewerten. Der Hauptpunkt ist, dass es immer weniger Gläubige gibt, von denen auch noch immer weniger in die Kirche gehen. Wenn der Gottesdienstbesuch von 50% auf 12% sinkt, dann schlägt das auch auf den Priesternachwuchs durch. Weil aber natürlich die Gläubigen räumlich nicht enger zusammenrücken entsteht das Gefühl eines Mangels.Petur hat geschrieben:Gar nicht. Du vereinfachst die Sache sehr. Vergiss bitte nicht, was für eine hohe Position das priesterliche Amt war! Es war sehr anziehend. Und die damalige Gesellschaft sah ganz anders aus. Das hierarchische System wurde noch allgemein akzeptiert. Und die Rolle der Religion war noch viel wichtiger als heute (insofern hat Prof. May zum Teil Recht).Maurus hat geschrieben:Der Zölibat hat mit dem Priestermangel nichts zu tun. Das ist schon logisch nicht möglich. In diesem Fall müsste der Priestermangel ja schon ein tausendjähriges Phänomen sein.Petur hat geschrieben:Nein, gar nicht leichter. Im Gegenteil. Es lohnt sich aber trotzdem, so zu leben.cantus planus hat geschrieben:Warum, glaubst du, sei die Ehe leichter zu leben als der Zölibat? Wir haben ja in den protestantischen Denominationen ein wunderbares Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte...![]()
Es gibt nicht nur die EKD. Die ungarischen Protestanten und griech. Katholiken sind ein positives Beispiel. Unsere "Griechen" sind der Beweis, dass Prof. Mays Thesen nicht ganz richtig sind. Kein Priestermangel.
Die Zugangsbedingungen zu lockern würde dieses Problem lediglich um 20-30 Jahre verzögern.
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Lieber Maurus, auch bei uns in Ungarn besuchen nur wenig Leute die Gottesdienste, die griech. Katholiken und die Protestanten haben trotzdem keinen Priester(Geistlichen)mangel. (Na gut, die Protestanten haben auch Pastorinnen.)
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Doch, das ist so.Petur hat geschrieben:Nein, das ist nicht so.Bernado hat geschrieben:[
Ist es nicht auch so, daß der Umstand, daß jemand unüberwindbare Probleme mit dem Zölibat hat oder sich zur Ehe berufen fühlt, als Zeichen dafür zu werten ist, daß er keine Berufung zum Priestertum in der katholischen Kirche hat?
Nicht generell und ohne jede Ausnahme, aber als Richtschnur.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Verzeih mir bitte, doch das ist Unsinn! Wirst Du unsere unierten Geistlichen beleidigen? Sicher nicht.Bernado hat geschrieben:Doch, das ist so.Petur hat geschrieben:Nein, das ist nicht so.Bernado hat geschrieben:[
Ist es nicht auch so, daß der Umstand, daß jemand unüberwindbare Probleme mit dem Zölibat hat oder sich zur Ehe berufen fühlt, als Zeichen dafür zu werten ist, daß er keine Berufung zum Priestertum in der katholischen Kirche hat?
Nicht generell und ohne jede Ausnahme, aber als Richtschnur.
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Ich wünschte, alle Menschen wären (unverheiratet) wie ich. Doch jeder hat seine Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so. (1 Cor 7,7))Petur hat geschrieben:Na gut, dann könnte man sagen, dass jedermann ledig bleiben sollte.
Ich halte die Ehe für eine "Belastung"(eine schöne zwar, aber dennoch) den Zölibat auch. Man muß nicht unbedingt durch die Doppelbelastung der Priesterehe (immerhin hängt da die Frau des Priesters massiv mit drin, in der Priesterberufung ihres Mannes) künstlich "Märtyrer" (je nach Blickwinkel, die Frau oder der Mann) schaffen.So würde keine Ehe scheitern...Nein, das ist kein gutes Argument gegen die Priesterehe. Sie könnten uns ein gutes Beispiel zeigen, wie die christliche Ehe ist.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Nein, aber ich sehe durchaus einen Unterschied darin, ob jemand zum Dienst in dieser oder jener Teilkirche, unter dieser oder jener Disziplin berufen ist.Petur hat geschrieben: Verzeih mir bitte, doch das ist Unsinn! Wirst Du unsere unierten Geistlichen beleidigen? Sicher nicht.
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- Yeti
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Petur, mir ist noch nicht ganz klar, welcher Kirche du eigentlich angehörst. Deine Postings legen den Schluss nahe, dass du zur alt-katholischen Kirche gehörst, du verweist aber auch in deinen Posts auf die ungarische griechisch-katholische Kirche, die aber mit Rom uniert ist.
Gruß, Yeti
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Dann solltest Du so formulieren: "Diese Leute haben mMn keine Berufung zu jener Variante des priesterlichen Dienstes, die die offizielle Kirche im Falle des latein. Ritus erfordert."Bernado hat geschrieben:Nein, aber ich sehe durchaus einen Unterschied darin, ob jemand zum Dienst in dieser oder jener Teilkirche, unter dieser oder jener Disziplin berufen ist.Petur hat geschrieben: Verzeih mir bitte, doch das ist Unsinn! Wirst Du unsere unierten Geistlichen beleidigen? Sicher nicht.
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Hallo Yeti,Yeti hat geschrieben:Petur, mir ist noch nicht ganz klar, welcher Kirche du eigentlich angehörst. Deine Postings legen den Schluss nahe, dass du zur alt-katholischen Kirche gehörst, du verweist aber auch in deinen Posts auf die ungarische griechisch-katholische Kirche, die aber mit Rom uniert ist.
Gruß, Yeti
ich bin nicht altkatholisch. (Bei uns in Ungarn gibt es übrigens keine altkatholische Gemeinde.) Ich gehöre der römisch-katholischen Kirche Ungarns an.
Alles Gute!
Petur
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Diese Antwort wirft bei mir jetzt aber auch eine Frage auf:Petur hat geschrieben: Hallo Yeti,
ich bin nicht altkatholisch. (Bei uns in Ungarn gibt es übrigens keine altkatholische Gemeinde.) Ich gehöre der römisch-katholischen Kirche Ungarns an.
Alles Gute!
Petur
Soviel ich mitbekommen habe, bist du zwar röm.-kath., aber eben uniert. Ich habe noch nie etwas von der ungarisch-unierten Kirche gehört, wohl aber, dass es greichisch, bzw. russisch uniert gibt.
Gibt es eine ungarisch-unierte Kirche?
Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
Nein, ich bin nicht uniert, bin "Lateiner".Raphaela hat geschrieben:Diese Antwort wirft bei mir jetzt aber auch eine Frage auf:Petur hat geschrieben: Hallo Yeti,
ich bin nicht altkatholisch. (Bei uns in Ungarn gibt es übrigens keine altkatholische Gemeinde.) Ich gehöre der römisch-katholischen Kirche Ungarns an.
Alles Gute!
Petur
Soviel ich mitbekommen habe, bist du zwar röm.-kath., aber eben uniert. Ich habe noch nie etwas von der ungarisch-unierten Kirche gehört, wohl aber, dass es greichisch, bzw. russisch uniert gibt.
Gibt es eine ungarisch-unierte Kirche?
Es gibt die griechisch-kath. Kirche Ungarns, eine Diözese und ein Exarchat, mehr als 25. Leute. Die Kirche ist nicht selbständig, gehört zu einer latein. Metropolie. Und auch in anderen Ländern leben ungarische griech. Katholiken, sie haben jedoch keine eigene Hierarchie.
Die Webseite der ungarischen gr.-kath. Kirche:
http://www.gorogkatolikus.hu/
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Raphaela
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Re: Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?
@ Petur:
Danke für die Antwort. Ich hatte da einen "Denkfehler", denn ich weiß wohl, dass es die griechisch katholische Kirche gibt. (Ich glaube, Prof. Michael Kunzler gehört auch dazu), aber ich dachte immer, diese wäre grundsätzlich uniert. - Jetzt habe ich etwas dazu gelernt.
Danke für die Antwort. Ich hatte da einen "Denkfehler", denn ich weiß wohl, dass es die griechisch katholische Kirche gibt. (Ich glaube, Prof. Michael Kunzler gehört auch dazu), aber ich dachte immer, diese wäre grundsätzlich uniert. - Jetzt habe ich etwas dazu gelernt.