Joseph hat geschrieben:Für mich, der mit der AKK nur oberflächlich vertraut ist erscheint es, daß der Moment wo eine Gemeinschaft, oder besser Rückkehr in die Orthodoxie, möglich gewesen wäre ungenutzt verstrichen ist. Sich darüber heute Sorgen zu machen erscheint mir sinnlos.
Nur aus der Kenntnis der Vergangenheit erschließt sich die Lage der Gegenwart.
Patriarch Anthimos von Konstantinopel, Brief an Eugene Michaud vom 15.2. 1896 hat geschrieben:Mein Herz ist mit innerer Freude erfüllt durch die von den Alt-Katholiken gezeigte Sehnsucht nach einer fest begründeten Wiedervereinigung auf der sicheren Grundlage der Orthodoxie, […] indem wir gerne sehen, daß ihr auf demselben untrüglichen Kriterium wie wir sicher zu stehen sucht; nämlich auf den ehrwürdigen Überlieferungen der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche und den heiligen Satzungen der 7 ökumenischen Konzilien mit Verwerfung der ungesetzlichen Neuerungen Roms.
So gab es neben dem theologischen Dialog z.B. die orthodox/alt-katholische St. Nikolausgemeinschaft.
Aus der Satzung: "Jedes Mitglied ist gehalten, regelmäßig für die volle kirchliche Einigung der alt-katholischen und orthodoxen Kirchen zu beten und an den beiden St. Nikolaustagen (Festtag am 6. Dezember und Translation am 9. Mai) oder in deren Oktav die heilige Kommunion zu empfangen."
Geschäftsführer waren Archimandrit Serafim, Russisch-Orthodoxe Kirche, Kinkelstr. 36, Zürich, und Pfr. Peter Amiet, Magden, AG.