Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

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ad-fontes
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Sebastian hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Orthodox gewordene Westkirchler, wie J.J. Overbeck, standen solchen Plänen schon im 19. Jh. skeptisch oder ablehnend gegenüber. Und das bin ich auch: eine Eingliederung in die Orthodoxie - was es der Sache nach gewesen wäre - hätte den Altkatholizismus gespalten.
Findest Du nicht, dass der Altkatholizismus heute gespaltener ist, denn je?
Es fällt nicht so auf, weil der große Teich dazwischen ist.
Sebastian hat geschrieben: Was ist eine "begrenzte sakramentale Gemeinschaft" und auf welche Eurer Sakramente bezieht sich dies?
Das bezieht sich auf diesen Kirchenrechtsparagraphen:
CIC hat geschrieben:Can. 844 — § 3. Katholische Spender spenden erlaubt die Sakramente der Buße, der Eucharistie und der Krankensalbung Angehörigen orientalischer Kirchen, die nicht die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche haben, wenn diese von sich aus darum bitten und in rechter Weise disponiert sind; dasselbe gilt für Angehörige anderer Kirchen, die nach dem Urteil des Apostolischen Stuhles hinsichtlich der Sakramente in der gleichen Lage sind wie die genannten orientalischen Kirchen.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

ad-fontes hat geschrieben:
Sebastian hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Orthodox gewordene Westkirchler, wie J.J. Overbeck, standen solchen Plänen schon im 19. Jh. skeptisch oder ablehnend gegenüber. Und das bin ich auch: eine Eingliederung in die Orthodoxie - was es der Sache nach gewesen wäre - hätte den Altkatholizismus gespalten.
Findest Du nicht, dass der Altkatholizismus heute gespaltener ist, denn je?
Es fällt nicht so auf, weil der große Teich dazwischen ist.
Man darf halt alles kritisieren, nur die FO darf man nicht in Frage stellen; damit überschreiten man den Rubikon.

Lutheraner hat es - soweit ich mich erinnere - mal so gesagt: unweigerlich hat die FO den Rang eines Dogmas bekommen.
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Joseph
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben: Dazu passt aber das Verständnis, ein Provisorium zu sein ("Notkirche"), das seine Erfüllung findet in der wiedervereinigten Kirche und wie das Zitat im Posting weiter oben zeigt, sahen einige die altkatholische Kirche als die orthodoxe Kirche des Westens und die orthodoxe Kirche als die altkatholische Kirche des Ostens, deren Vereinigung, nicht als eine Union unter umgekehrtem Vorzeichen, sondern als volle Kirchengemeinschaft bei Wahrung ihrer Selbstständigkeit, erstrebt wurde, aber eben nicht von allen.

Orthodox gewordene Westkirchler, wie J.J. Overbeck, standen solchen Plänen schon im 19. Jh. skeptisch oder ablehnend gegenüber. Und das bin ich auch: eine Eingliederung in die Orthodoxie - was es der Sache nach gewesen wäre - hätte den Altkatholizismus gespalten.

Der reform-katholische und der bewahrend-katholische Ansatz stehen sich in der gleichen kleinen Kirche fremd gegenüber: auf der einen Seite die, die es schon immer stärker zu den Kirchen der Reformation hinzog (bes. zu den Anglikanern), auf der anderen Seite diejenigen, die zusätzlich auch noch in sich gespalten ist: die einen sind so fest im katholisch-volkskirchlichen Frömmigkeitsstil verankert, dass ihnen die römische Kirche trotz ihrer Exkommunikation näher steht (Polen bzw. Polonia), während die anderen sich nach der Gemeinschaft mit der Orthodoxie sehn(t)en.
Ad fontes, bitte verstehe mich nich falsch, aber ich kann nicht verstehen warum Dich diese, ja wohl gelaufene Sache, so immens interessiert. Für mich, der mit der AKK nur oberflächlich vertraut ist erscheint es, daß der Moment wo eine Gemeinschaft, oder besser Rückkehr in die Orthodoxie, möglich gewesen wäre ungenutzt verstrichen ist. Sich darüber heute Sorgen zu machen erscheint mir sinnlos. Oder glaubst, daß Du die AKK all die "Neuerungen" die seit den Jahren wo eine Annäherung noch möglich war eingeführt wurden rückgängig machen könnte oder gar wollte?
So wie sich die Sache heute darstellt ist eine Gemeinsamkeit mit der OK so unmöglich wie sie es mit den Anglikanern ist... zuviel Modernismus hat sich in diese Kirchen eingeschlichen.

Gruß
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ad-fontes
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Weil das "t" bei sehnen in Klammern steht..
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Joseph
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben:Weil das "t" bei sehnen in Klammern steht..
Would you care to explain, dear Πυθία...?

Joseph, begging the oracle
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ad-fontes
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Als Lateiner weiß man nicht, wie man sich in die Orthodoxie eingliedern soll bzw. seinen Platz finden könnte.

In Europa sind alle Versuche eine westliche Orthodoxie zu etablieren, Randphänomene geblieben, gescheitert oder gar nicht erst zustande gekommen.

Und in Amerika existiert auch keine wirkliche westlich-orthodoxe Kirche (von der Liturgie her); soweit ich weiß, unterstehen die Western Rite parishes byzantinischen Bischöfen (ebenfalls in Bezug auf den Ritus gemeint).

P.S. nicht Vergangenheits-, sondern Gegenwartsform von "to yearn for".
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Joseph
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben:Als Lateiner weiß man nicht, wie man sich in die Orthodoxie eingliedern soll bzw. seinen Platz finden könnte.

In Europa sind alle Versuche eine westliche Orthodoxie zu etablieren, Randphänomene geblieben, gescheitert oder gar nicht erst zustande gekommen.

Und in Amerika existiert auch keine wirkliche westlich-orthodoxe Kirche (von der Liturgie her); soweit ich weiß, unterstehen die Western Rite parishes byzantinischen Bischöfen (ebenfalls in Bezug auf den Ritus gemeint).

P.S. nicht Vergangenheits-, sondern Gegenwartsform von "to yearn for".
Ad fontes sieh Dir das mal an: http://www.christminster.org/
oder das hier: http://www.orthodoxresurgence.com/petroc/

http://www.westernorthodox.com/
Gruß
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Petur
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Petur »

ad-fontes hat geschrieben:
Sebastian hat geschrieben: Was ist eine "begrenzte sakramentale Gemeinschaft" und auf welche Eurer Sakramente bezieht sich dies?
Das bezieht sich auf diesen Kirchenrechtsparagraphen:
CIC hat geschrieben:Can. 844 — § 3. Katholische Spender spenden erlaubt die Sakramente der Buße, der Eucharistie und der Krankensalbung Angehörigen orientalischer Kirchen, die nicht die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche haben, wenn diese von sich aus darum bitten und in rechter Weise disponiert sind; dasselbe gilt für Angehörige anderer Kirchen, die nach dem Urteil des Apostolischen Stuhles hinsichtlich der Sakramente in der gleichen Lage sind wie die genannten orientalischen Kirchen.
Ja, und aus römischer Sicht ist das unter bestimmten Umständen auch umgekehrt möglich.

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Petur
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Petur »

ad-fontes hat geschrieben:
Der Fehler liegt aber m.E. nicht primär beim Bonn Agreement mit der AC, sondern schon früher, bei der Aufhebung des Zölibatzwanges:
Hätte die orthodoxe Praxis übernommen (Heirat vor der Weihe; unverheiratete oder verwitwete Bischöfe), wäre man besser gewappnet gewesen.

Denn dadurch dass unsere Bischöfe verheiratet waren, waren sie anfällig für die Einflüsterungen ihrer Frauen*, die ihrerseits durch ihre Mitarbeit in Frauenverbänden und sonstigen Kommissionen von der Forderung nach gleichen Rechten für Frauen in der Kirche angesteckt waren.

*Zumindest bei einem Bischof ist das zu vermuten.
Wiiiiiieeeee bitte? Denkst Du das im Ernst? Was Du in diesem Forum machst, scheint mir immer problematischer zu sein. Ich weiß, dass Deine Absichten nicht negativ sind, aber die Wirkung Deiner Beiträge über die deutsche AKK ist mMn trotzdem negativ.

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ad-fontes
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Petur hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Der Fehler liegt aber m.E. nicht primär beim Bonn Agreement mit der AC, sondern schon früher, bei der Aufhebung des Zölibatzwanges:
Hätte die orthodoxe Praxis übernommen (Heirat vor der Weihe; unverheiratete oder verwitwete Bischöfe), wäre man besser gewappnet gewesen.

Denn dadurch dass unsere Bischöfe verheiratet waren, waren sie anfällig für die Einflüsterungen ihrer Frauen*, die ihrerseits durch ihre Mitarbeit in Frauenverbänden und sonstigen Kommissionen von der Forderung nach gleichen Rechten für Frauen in der Kirche angesteckt waren.

*Zumindest bei einem Bischof ist das zu vermuten.
Wiiiiiieeeee bitte? Denkst Du das im Ernst? Was Du in diesem Forum machst, scheint mir immer problematischer zu sein. Ich weiß, dass Deine Absichten nicht negativ sind, aber die Wirkung Deiner Beiträge über die deutsche AKK ist mMn trotzdem negativ.
Ich dachte dabei aber nicht an die deutsche Kirche.
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Joseph hat geschrieben:Für mich, der mit der AKK nur oberflächlich vertraut ist erscheint es, daß der Moment wo eine Gemeinschaft, oder besser Rückkehr in die Orthodoxie, möglich gewesen wäre ungenutzt verstrichen ist. Sich darüber heute Sorgen zu machen erscheint mir sinnlos.
Nur aus der Kenntnis der Vergangenheit erschließt sich die Lage der Gegenwart.
Patriarch Anthimos von Konstantinopel, Brief an Eugene Michaud vom 15.2. 1896 hat geschrieben:Mein Herz ist mit innerer Freude erfüllt durch die von den Alt-Katholiken gezeigte Sehnsucht nach einer fest begründeten Wiedervereinigung auf der sicheren Grundlage der Orthodoxie, […] indem wir gerne sehen, daß ihr auf demselben untrüglichen Kriterium wie wir sicher zu stehen sucht; nämlich auf den ehrwürdigen Überlieferungen der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche und den heiligen Satzungen der 7 ökumenischen Konzilien mit Verwerfung der ungesetzlichen Neuerungen Roms.
So gab es neben dem theologischen Dialog z.B. die orthodox/alt-katholische St. Nikolausgemeinschaft.

Aus der Satzung: "Jedes Mitglied ist gehalten, regelmäßig für die volle kirchliche Einigung der alt-katholischen und orthodoxen Kirchen zu beten und an den beiden St. Nikolaustagen (Festtag am 6. Dezember und Translation am 9. Mai) oder in deren Oktav die heilige Kommunion zu empfangen."

Geschäftsführer waren Archimandrit Serafim, Russisch-Orthodoxe Kirche, Kinkelstr. 36, Zürich, und Pfr. Peter Amiet, Magden, AG.
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Sebastian
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Sebastian »

ad-fontes hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Für mich, der mit der AKK nur oberflächlich vertraut ist erscheint es, daß der Moment wo eine Gemeinschaft, oder besser Rückkehr in die Orthodoxie, möglich gewesen wäre ungenutzt verstrichen ist. Sich darüber heute Sorgen zu machen erscheint mir sinnlos.
Nur aus der Kenntnis der Vergangenheit erschließt sich die Lage der Gegenwart.
Patriarch Anthimos von Konstantinopel, Brief an Eugene Michaud vom 15.2. 1896 hat geschrieben:Mein Herz ist mit innerer Freude erfüllt durch die von den Alt-Katholiken gezeigte Sehnsucht nach einer fest begründeten Wiedervereinigung auf der sicheren Grundlage der Orthodoxie, […] indem wir gerne sehen, daß ihr auf demselben untrüglichen Kriterium wie wir sicher zu stehen sucht; nämlich auf den ehrwürdigen Überlieferungen der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche und den heiligen Satzungen der 7 ökumenischen Konzilien mit Verwerfung der ungesetzlichen Neuerungen Roms.
Aus dem Schreiben des Patriarchen Anthimos erschliest sich mir nicht die heutige, verworrene Lage des "Altkatholizismus".
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

ad-fontes hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Der Fehler liegt aber m.E. nicht primär beim Bonn Agreement mit der AC, sondern schon früher, bei der Aufhebung des Zölibatzwanges:
Hätte die orthodoxe Praxis übernommen (Heirat vor der Weihe; unverheiratete oder verwitwete Bischöfe), wäre man besser gewappnet gewesen.

Denn dadurch dass unsere Bischöfe verheiratet waren, waren sie anfällig für die Einflüsterungen ihrer Frauen*, die ihrerseits durch ihre Mitarbeit in Frauenverbänden und sonstigen Kommissionen von der Forderung nach gleichen Rechten für Frauen in der Kirche angesteckt waren.

*Zumindest bei einem Bischof ist das zu vermuten.
Wiiiiiieeeee bitte? Denkst Du das im Ernst? Was Du in diesem Forum machst, scheint mir immer problematischer zu sein. Ich weiß, dass Deine Absichten nicht negativ sind, aber die Wirkung Deiner Beiträge über die deutsche AKK ist mMn trotzdem negativ.
Ich dachte dabei aber nicht an die deutsche Kirche.
Die Mutmaßung hätte ich mir besser geschenkt und - ich stelle hiermit nochmal klar - sie ist rein spekulativ*. Dennoch kam mir aufgrund dieser Erwägungen der Gedanke, dass es besser gewesen wäre, die orthodoxe Regelung als Modell zu übernehmen, wie dies beispielsweise bei der Polish Catholic National Church (PKKN), nicht zu verwechseln mit der PNCC, der Fall war:
In August, 1926 the "Conditions of Union of the Polish Catholic National Church with the Polish Orthodox" were made public. Officially the united Church was to be called the "Polish Orthodox National Church" but domestically and privately it could be called the "Polish Catholic National Church." The PKKN (initials of the body in Polish) was to accept all the dogmas held by the "undivided" Church before the schism of 154; it accepted, the Nicean Creed and the whole body of Orthodox canon law; the Seven Sacraments; Communion under both kinds; it was to retain both public and private Confession; it retained the Western Liturgy in Polish with the necessary changes to make it conform with Orthodox doctrine; it kept the whole Western rite in Polish where it did not disagree with the Orthodox Faith; it retained clerical celibacy only for the episcopate; it was to receive Holy Chrism and the Antimins from the Metropolitan of Warsaw. It was agreed that Fr. Huszno would be consecrated head of the PKKN by the hierarchs of the Orthodox Church in Poland. Meanwhile he was appointed administrator of the Church. These "Conditions" were accepted for the Poles by the Priests Andrew Huszno and Jan Pietruszka who signed them with three lay delegates to a congress called for this purpose.
http://www.orthodoxchristianity.net/for ... 445.;wap2

*Dagegen sind andere Gerüchte, die über den altkatholischen Episkopat auf muk zu lesen waren, aber nichts!
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Petur »

ad-fontes hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Der Fehler liegt aber m.E. nicht primär beim Bonn Agreement mit der AC, sondern schon früher, bei der Aufhebung des Zölibatzwanges:
Hätte die orthodoxe Praxis übernommen (Heirat vor der Weihe; unverheiratete oder verwitwete Bischöfe), wäre man besser gewappnet gewesen.

Denn dadurch dass unsere Bischöfe verheiratet waren, waren sie anfällig für die Einflüsterungen ihrer Frauen*, die ihrerseits durch ihre Mitarbeit in Frauenverbänden und sonstigen Kommissionen von der Forderung nach gleichen Rechten für Frauen in der Kirche angesteckt waren.

*Zumindest bei einem Bischof ist das zu vermuten.
Wiiiiiieeeee bitte? Denkst Du das im Ernst? Was Du in diesem Forum machst, scheint mir immer problematischer zu sein. Ich weiß, dass Deine Absichten nicht negativ sind, aber die Wirkung Deiner Beiträge über die deutsche AKK ist mMn trotzdem negativ.
Ich dachte dabei aber nicht an die deutsche Kirche.
Es geht aber nicht nur um einen einzigen Beitrag.

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Petur
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Petur »

Sebastian hat geschrieben:In Hamburg z.B. allerdings löste sich die Gemeinde, die nach Übertritt weiterhin nach römischen Messritus feierte, nach dem Tod des Priesters (vor einigen Jahren) auf und schloss sich den "Byzantinern" des Moskauer Patriarchats an. Den Schutzpatron, oder das Fest welches die Gemeinde als Namen führte ist mir entfallen (ich kann aber meinen Priester dazu befragen, da er eine Zeit lang bei dem besagtem Priester diente).
Ich glaube nicht, dass es sich in diesem Fall um eine ganze altkath. Gemeinde handelt, eher um ehemalige Mitglieder der Gemeinde Hamburg.

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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Petur »

ad-fontes hat geschrieben:
Dennoch kam mir aufgrund dieser Erwägungen der Gedanke, dass es besser gewesen wäre, die orthodoxe Regelung als Modell zu übernehmen, wie dies beispielsweise bei der Polish Catholic National Church (PKKN), nicht zu verwechseln mit der PNCC, der Fall war:
In August, 1926 the "Conditions of Union of the Polish Catholic National Church with the Polish Orthodox" were made public. Officially the united Church was to be called the "Polish Orthodox National Church" but domestically and privately it could be called the "Polish Catholic National Church." The PKKN (initials of the body in Polish) was to accept all the dogmas held by the "undivided" Church before the schism of 154; it accepted, the Nicean Creed and the whole body of Orthodox canon law; the Seven Sacraments; Communion under both kinds; it was to retain both public and private Confession; it retained the Western Liturgy in Polish with the necessary changes to make it conform with Orthodox doctrine; it kept the whole Western rite in Polish where it did not disagree with the Orthodox Faith; it retained clerical celibacy only for the episcopate; it was to receive Holy Chrism and the Antimins from the Metropolitan of Warsaw. It was agreed that Fr. Huszno would be consecrated head of the PKKN by the hierarchs of the Orthodox Church in Poland. Meanwhile he was appointed administrator of the Church. These "Conditions" were accepted for the Poles by the Priests Andrew Huszno and Jan Pietruszka who signed them with three lay delegates to a congress called for this purpose.
http://www.orthodoxchristianity.net/for ... 445.;wap2
Gibt es noch derartige polnische Gemeinden?

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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Petur hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Der Fehler liegt aber m.E. nicht primär beim Bonn Agreement mit der AC, sondern schon früher, bei der Aufhebung des Zölibatzwanges:
Hätte die orthodoxe Praxis übernommen (Heirat vor der Weihe; unverheiratete oder verwitwete Bischöfe), wäre man besser gewappnet gewesen.

Denn dadurch dass unsere Bischöfe verheiratet waren, waren sie anfällig für die Einflüsterungen ihrer Frauen*, die ihrerseits durch ihre Mitarbeit in Frauenverbänden und sonstigen Kommissionen von der Forderung nach gleichen Rechten für Frauen in der Kirche angesteckt waren.

*Zumindest bei einem Bischof ist das zu vermuten.
Wiiiiiieeeee bitte? Denkst Du das im Ernst? Was Du in diesem Forum machst, scheint mir immer problematischer zu sein. Ich weiß, dass Deine Absichten nicht negativ sind, aber die Wirkung Deiner Beiträge über die deutsche AKK ist mMn trotzdem negativ.
Ich dachte dabei aber nicht an die deutsche Kirche.
Es geht aber nicht nur um einen einzigen Beitrag.
Mag sein, dass dies manche so sehen. Meinen Beiträgen wurden aber auch eine positive Wirkung attestiert.
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Joseph hat geschrieben: Hier besonders für Dich http://www.youtube.com/watch?v=BPcWGjZ6FA&NR=1

Gruß
Joseph
Peter Amiet, in: AK Jb 65, 1966, S. 4 hat geschrieben:Die Altkatholiken und Orthodoxen haben sich nicht deshalb zu suchen, weil sie voneinander dies oder jenes erhalten können, sondern einzig und allein aus Treue ihrem gemeinsamen Glauben gegenüber. Wo man eine andere Konfession wegen äußerlicher Ähnlichkeiten vorzieht, verfällt man der Verflachung und sucht bereits nicht mehr die Wahrheit. Daß wir Altkatholiken auch die herrlichen Schätze, die uns die Orthodoxie auf vielen Gebieten geben kann, dankbar annehmen werden, wird eine Dreingabe sein, aber nicht der Grund unseres Strebens nach Vereinigung. All diese Schätze sind, wo sie echt sind, selber der Liebe zur Wahrheit entflossen. Und aus ihr leben wir.
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Für mich, der mit der AKK nur oberflächlich vertraut ist erscheint es, daß der Moment wo eine Gemeinschaft, oder besser Rückkehr in die Orthodoxie, möglich gewesen wäre ungenutzt verstrichen ist. Sich darüber heute Sorgen zu machen erscheint mir sinnlos.
Nur aus der Kenntnis der Vergangenheit erschließt sich die Lage der Gegenwart.
Zu welchem Zweck????
Patriarch Anthimos von Konstantinopel, Brief an Eugene Michaud vom 15.2. 1896 hat geschrieben:Mein Herz ist mit innerer Freude erfüllt durch die von den Alt-Katholiken gezeigte Sehnsucht nach einer fest begründeten Wiedervereinigung auf der sicheren Grundlage der Orthodoxie, […] indem wir gerne sehen, daß ihr auf demselben untrüglichen Kriterium wie wir sicher zu stehen sucht; nämlich auf den ehrwürdigen Überlieferungen der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche und den heiligen Satzungen der 7 ökumenischen Konzilien mit Verwerfung der ungesetzlichen Neuerungen Roms.
So gab es neben dem theologischen Dialog z.B. die orthodox/alt-katholische St. Nikolausgemeinschaft.

Aus der Satzung: "Jedes Mitglied ist gehalten, regelmäßig für die volle kirchliche Einigung der alt-katholischen und orthodoxen Kirchen zu beten und an den beiden St. Nikolaustagen (Festtag am 6. Dezember und Translation am 9. Mai) oder in deren Oktav die heilige Kommunion zu empfangen."

Geschäftsführer waren Archimandrit Serafim, Russisch-Orthodoxe Kirche, Kinkelstr. 36, Zürich, und Pfr. Peter Amiet, Magden, AG.
Again, what IS the point of all this????? Da ist kein Dialog, keine Gemeinschaft, es wird sie auch nicht geben... nicht weil die OK sich geändert hat, sondern die AKK in den Protestantismus geschlittert ist. Warum weinst Du darüber? Es gibt heute nur noch eine Lösung welche sich Dir bietet, werde Orthodox... Die AKK ist, wie die Anglikaner, auf dem Weg der Selbstauflösung....

Gruß
Joseph
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Sebastian hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Für mich, der mit der AKK nur oberflächlich vertraut ist erscheint es, daß der Moment wo eine Gemeinschaft, oder besser Rückkehr in die Orthodoxie, möglich gewesen wäre ungenutzt verstrichen ist. Sich darüber heute Sorgen zu machen erscheint mir sinnlos.
Nur aus der Kenntnis der Vergangenheit erschließt sich die Lage der Gegenwart.
Patriarch Anthimos von Konstantinopel, Brief an Eugene Michaud vom 15.2. 1896 hat geschrieben:Mein Herz ist mit innerer Freude erfüllt durch die von den Alt-Katholiken gezeigte Sehnsucht nach einer fest begründeten Wiedervereinigung auf der sicheren Grundlage der Orthodoxie, […] indem wir gerne sehen, daß ihr auf demselben untrüglichen Kriterium wie wir sicher zu stehen sucht; nämlich auf den ehrwürdigen Überlieferungen der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche und den heiligen Satzungen der 7 ökumenischen Konzilien mit Verwerfung der ungesetzlichen Neuerungen Roms.
Aus dem Schreiben des Patriarchen Anthimos erschliest sich mir nicht die heutige, verworrene Lage des "Altkatholizismus".
Weil die Gründe aus dem Zitat ersichtlich werden:
Der Kardinalfehler der Altkatholiken bestand m.E. darin, dass sie zwar die Glaubensaussagen der Alten Kirche übernommen haben, bei den "Satzungen" hingegen höchst selektiv vorgingen. Somit wurde nicht gesamte Überlieferung rezipiert, sondern nur der dogmatische Teilbereich, während der Bereich der Disziplin - oftmals unter Berufung auf die Alte Kirche (Stichwort: "Wiederherstellung") - mit den unterschiedlichsten Vorstellungen gefüllt werden konnte.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben: Der Kardinalfehler der Altkatholiken bestand m.E. darin, dass sie zwar die Glaubensaussagen der Alten Kirche übernommen haben, bei den "Satzungen" hingegen höchst selektiv vorgingen. Somit wurde nicht gesamte Überlieferung rezipiert, sondern nur der dogmatische Teilbereich, während der Bereich der Disziplin - oftmals unter Berufung auf die Alte Kirche (Stichwort: "Wiederherstellung") - mit den unterschiedlichsten Vorstellungen gefüllt werden konnte.
Again ad fontes, WARUM quälst Du Dich mit diesen Dingen? Sie sind passiert und lassen sich sehr wahrscheinlich nicht mehr korrigieren. Warum ist es nötig die alten, verlorenen Schlachten wieder und wieder zu erleben? Ist es nicht besser vorwärts zu gehen und die Konsequenzen aus dieser verlorenen Geschichte zu ziehen...?

Gruß
Joseph
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Sebastian
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Sebastian »

Petur hat geschrieben:
Sebastian hat geschrieben:In Hamburg z.B. allerdings löste sich die Gemeinde, die nach Übertritt weiterhin nach römischen Messritus feierte, nach dem Tod des Priesters (vor einigen Jahren) auf und schloss sich den "Byzantinern" des Moskauer Patriarchats an. Den Schutzpatron, oder das Fest welches die Gemeinde als Namen führte ist mir entfallen (ich kann aber meinen Priester dazu befragen, da er eine Zeit lang bei dem besagtem Priester diente).
Ich glaube nicht, dass es sich in diesem Fall um eine ganze altkath. Gemeinde handelt, eher um ehemalige Mitglieder der Gemeinde Hamburg.
Soweit ich mich erinnere trat die Gemeinde zur Orthodoxie über (zum MP) und bat darum, den voherigen gebräuchlichen (westlichen) Ritus weiterführen zu dürfen. Ich meine dazu auch vernommen zu haben, dass der Bischof sich versichern ließ, dass dies ohne Filioque im Glaubensbekenntnis geschehe. Wenn Du näheres Interesse hast, ich wollte für at-fontes nochmal nachschlagen und fragen und ihm via PN Auskunft erteilen. Kann Dich gerne mit in Kopie nehmen!?
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Niels
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Niels »

Sebastian hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:
Sebastian hat geschrieben:In Hamburg z.B. allerdings löste sich die Gemeinde, die nach Übertritt weiterhin nach römischen Messritus feierte, nach dem Tod des Priesters (vor einigen Jahren) auf und schloss sich den "Byzantinern" des Moskauer Patriarchats an. Den Schutzpatron, oder das Fest welches die Gemeinde als Namen führte ist mir entfallen (ich kann aber meinen Priester dazu befragen, da er eine Zeit lang bei dem besagtem Priester diente).
Ich glaube nicht, dass es sich in diesem Fall um eine ganze altkath. Gemeinde handelt, eher um ehemalige Mitglieder der Gemeinde Hamburg.
Soweit ich mich erinnere trat die Gemeinde zur Orthodoxie über (zum MP) und bat darum, den voherigen gebräuchlichen (westlichen) Ritus weiterführen zu dürfen. Ich meine dazu auch vernommen zu haben, dass der Bischof sich versichern ließ, dass dies ohne Filioque im Glaubensbekenntnis geschehe. Wenn Du näheres Interesse hast, ich wollte für at-fontes nochmal nachschlagen und fragen und ihm via PN Auskunft erteilen. Kann Dich gerne mit in Kopie nehmen!?
Das würde mich auch interessieren. :)
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Petur
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Petur »

Sebastian hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:
Sebastian hat geschrieben:In Hamburg z.B. allerdings löste sich die Gemeinde, die nach Übertritt weiterhin nach römischen Messritus feierte, nach dem Tod des Priesters (vor einigen Jahren) auf und schloss sich den "Byzantinern" des Moskauer Patriarchats an. Den Schutzpatron, oder das Fest welches die Gemeinde als Namen führte ist mir entfallen (ich kann aber meinen Priester dazu befragen, da er eine Zeit lang bei dem besagtem Priester diente).
Ich glaube nicht, dass es sich in diesem Fall um eine ganze altkath. Gemeinde handelt, eher um ehemalige Mitglieder der Gemeinde Hamburg.
Soweit ich mich erinnere trat die Gemeinde zur Orthodoxie über (zum MP) und bat darum, den voherigen gebräuchlichen (westlichen) Ritus weiterführen zu dürfen. Ich meine dazu auch vernommen zu haben, dass der Bischof sich versichern ließ, dass dies ohne Filioque im Glaubensbekenntnis geschehe. Wenn Du näheres Interesse hast, ich wollte für at-fontes nochmal nachschlagen und fragen und ihm via PN Auskunft erteilen. Kann Dich gerne mit in Kopie nehmen!?
Ja, danke, das wäre sehr nett von Dir.

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Petur
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Petur »

ad-fontes hat geschrieben: Der Kardinalfehler der Altkatholiken bestand m.E. darin, dass sie zwar die Glaubensaussagen der Alten Kirche übernommen haben, bei den "Satzungen" hingegen höchst selektiv vorgingen. Somit wurde nicht gesamte Überlieferung rezipiert, sondern nur der dogmatische Teilbereich, während der Bereich der Disziplin - oftmals unter Berufung auf die Alte Kirche (Stichwort: "Wiederherstellung") - mit den unterschiedlichsten Vorstellungen gefüllt werden konnte.
Das war mMn kein Fehler. Der Altkatholizismus will nicht einfach nur konservieren. Er vertritt eine organische Entwicklung. Er hat ganz sicher auch Fehler begangen, aber nur wer nicht arbeitet, begeht keine Fehler.

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Nassos
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Nassos »

Joseph hat geschrieben:dear Πυθία...?
Joseph, jetzt hauts mich um. Haste nun doch noch griechisch installiert? Du darfst jetzt noch zweimal in den nächsten 699,75 Jahren.... :breitgrins:

sorry, konnte nicht widerstehen.

Tschökes,
Nassos
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Joseph
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

Nassos hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:dear Πυθία...?
Joseph, jetzt hauts mich um. Haste nun doch noch griechisch installiert? Du darfst jetzt noch zweimal in den nächsten 699,75 Jahren.... :breitgrins:

sorry, konnte nicht widerstehen.

Tschökes,
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Nassos
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Nassos »

ich weiss, ich weiss, aber ich fandss lustig und so richtig schön off-topic... :breitgrins:
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von cantus planus »

बधाई! :klatschhops:
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Nassos
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Nassos »

Namaste, ist das indisch?
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Joseph
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

cantus planus hat geschrieben:बधाई! :klatschhops:

聰明的驢子 ;D
Joseph
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cantus planus
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Re: Sind Altkatholiken aus orthodoxer Sicht Ketzer?

Beitrag von cantus planus »

Nassos hat geschrieben:Namaste, ist das indisch?
Hindi. Das war die Gratulation zu deinen neuerworbenen Sprachkenntnissen. ;D
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

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