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Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Freitag 8. November 2019, 16:59
von Benedikt
Juergen hat geschrieben:
Freitag 8. November 2019, 13:04
NZZ:
Von wegen nur Umweltschutz: In Wahrheit kämpfen die führenden deutschen Klimaaktivistinnen gegen Kapitalismus und Marktwirtschaft

Carola Rackete und Luisa Neubauer sind die bekanntesten Köpfe der deutschen Klimaschutzbewegung. Beide haben kürzlich Bücher zum Thema vorgelegt. Die Lektüre lohnt sich – vor allem für Eltern, deren Kinder demonstrieren. Wie radikal diese Autorinnen sind, dürfte den wenigsten bewusst sein.

Der deutsche Verfassungsschutz wird grundsätzlich aufmerksam, wenn eine Personengruppe die Existenz der Republik und deren Rechtssystem ablehnt, oder auch, wenn demokratisch gewählten Repräsentanten der Republik von einer solchen Gruppe die Legitimation abgesprochen wird. So weit, so rechtsstaatlich, nur: Die Anhänger einer spezifischen Gruppe sind von solch kritischer Aufmerksamkeit bis jetzt nicht betroffen. Denn im Namen des Klimaschutzes ist per se im Namen der Wahrheit ist im Namen des Guten – eine Mär, die gefährliche Züge annimmt.


Hierin liegt das Kern- und Totschlagargument, mit dem die Alternativlosigkeit der Forderungen gerechtfertigt werden soll: Dem moralisch Guten kann und darf man nicht widersprechen. Es gibt nur noch gut oder böse, Klimaschutz oder Kapitalismus, gerecht oder ungerecht. Dabei ignorieren die schreibenden Aktivistinnen, dass auf dieser Grundlage überhaupt keine Diskussion mehr möglich ist. Ihre mangelnde Bereitschaft, auch andere Lösungen als die ihren anzuerkennen, macht sie unfähig, mehr als das zu repräsentieren, was sie selbst sind: wohlstandsverwahrloste Neomarxisten.
1. Der Kapitalismus ist nicht in unserer Verfassung verankert, somit interessiert das den Verfassungsschutz die Bohne.
2. Der Kapitalismus ist im 21. Jahrhundert am Ende. Global operierende haftungsbefreite Großkonzerne, die morden, Raubbau betreiben, überwachen und ausbeuten, sind zu zerschlagen, das ungerechte Rechtssystem, welches diese Verbrechen ermöglicht, umzubauen.
3. Kapitalismus ist die Antithese zur freien Marktwirtschaft. Der Kapitalismus ist korrupt und korrumpiert, er zerstört den freien Markt.
4. Der Kapitalismus wurde ermöglicht durch die Einführung der Haftungsbeschränkung und der juristischen Rechtspersönlichkeit im 19. Jahrhundert. Die Kombination dieser beiden Rechtsinstrumente sorgte dafür, daß Unternehmen die Risiken ihren Verbrechen einpreisten.
5. Nötig ist ein Wirtschaftssystem, in dem Aufrichtigkeit und Fürsorge nicht bestraft werden. Statt Großkonzernen also Genossenschaften, Einzelunternehmen, inhabergeführte Fabriken, etc.

So wie es sich momentan entwickelt, ist es nicht gut. Der Kapitalismus hat sein Ende erreicht oder er wird sich sein Ende bereiten.

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 9. November 2019, 23:48
von ar26
Benedikt hat geschrieben:
Freitag 8. November 2019, 16:59
Juergen hat geschrieben:
Freitag 8. November 2019, 13:04
NZZ:
Von wegen nur Umweltschutz: In Wahrheit kämpfen die führenden deutschen Klimaaktivistinnen gegen Kapitalismus und Marktwirtschaft

Carola Rackete und Luisa Neubauer sind die bekanntesten Köpfe der deutschen Klimaschutzbewegung. Beide haben kürzlich Bücher zum Thema vorgelegt. Die Lektüre lohnt sich – vor allem für Eltern, deren Kinder demonstrieren. Wie radikal diese Autorinnen sind, dürfte den wenigsten bewusst sein.

Der deutsche Verfassungsschutz wird grundsätzlich aufmerksam, wenn eine Personengruppe die Existenz der Republik und deren Rechtssystem ablehnt, oder auch, wenn demokratisch gewählten Repräsentanten der Republik von einer solchen Gruppe die Legitimation abgesprochen wird. So weit, so rechtsstaatlich, nur: Die Anhänger einer spezifischen Gruppe sind von solch kritischer Aufmerksamkeit bis jetzt nicht betroffen. Denn im Namen des Klimaschutzes ist per se im Namen der Wahrheit ist im Namen des Guten – eine Mär, die gefährliche Züge annimmt.


Hierin liegt das Kern- und Totschlagargument, mit dem die Alternativlosigkeit der Forderungen gerechtfertigt werden soll: Dem moralisch Guten kann und darf man nicht widersprechen. Es gibt nur noch gut oder böse, Klimaschutz oder Kapitalismus, gerecht oder ungerecht. Dabei ignorieren die schreibenden Aktivistinnen, dass auf dieser Grundlage überhaupt keine Diskussion mehr möglich ist. Ihre mangelnde Bereitschaft, auch andere Lösungen als die ihren anzuerkennen, macht sie unfähig, mehr als das zu repräsentieren, was sie selbst sind: wohlstandsverwahrloste Neomarxisten.
1. Der Kapitalismus ist nicht in unserer Verfassung verankert, somit interessiert das den Verfassungsschutz die Bohne.
2. Der Kapitalismus ist im 21. Jahrhundert am Ende. Global operierende haftungsbefreite Großkonzerne, die morden, Raubbau betreiben, überwachen und ausbeuten, sind zu zerschlagen, das ungerechte Rechtssystem, welches diese Verbrechen ermöglicht, umzubauen.
3. Kapitalismus ist die Antithese zur freien Marktwirtschaft. Der Kapitalismus ist korrupt und korrumpiert, er zerstört den freien Markt.
4. Der Kapitalismus wurde ermöglicht durch die Einführung der Haftungsbeschränkung und der juristischen Rechtspersönlichkeit im 19. Jahrhundert. Die Kombination dieser beiden Rechtsinstrumente sorgte dafür, daß Unternehmen die Risiken ihren Verbrechen einpreisten.
5. Nötig ist ein Wirtschaftssystem, in dem Aufrichtigkeit und Fürsorge nicht bestraft werden. Statt Großkonzernen also Genossenschaften, Einzelunternehmen, inhabergeführte Fabriken, etc.

So wie es sich momentan entwickelt, ist es nicht gut. Der Kapitalismus hat sein Ende erreicht oder er wird sich sein Ende bereiten.
Ad 1. Das wird zwar gern so behauptet, stimmt aber eigentlich nicht. Denn es wird das Eigentum garantiert (Art. 14 GG) und zwar auch für die hier gescholtenen juristischen Personen (Art. 19 Abs. 3 GG). "Zerschlagt Daimler" wäre daher verfassungswidrig.

Ad 2. Selbst wenn man unterstellt, dass diese Einschätzung zutrifft, so sehe ich nicht, dass dieses Wirtschaftsmodell am Ende ist. Es scheint für viele attraktiver denn je.

Ad 3. Für eine bestimmte Form des Kapitalismus trifft das zweifellos zu. Warum? Siehe ad 4.

Ad 4. Nein. Die haftungslose juristische Person gibt es nicht. Jedenfalls nicht, wo es ein Insolvenzrecht gibt. Die Gesellschafter/Aktionäre verlieren in diesem Fall als Geldgeber ihre Ansprüche, die Geschäftsführer und Vorstande haften sehr wohl persönlich.

Die Wahrheit müsste doch lauten: It's the money, stupid! Das Großkapital in seiner heutigen Form existiert doch nur, weil Geld nix wert ist. Das wiederum ist eine Folge der Änderung des Weltfinanzsystems im 20. Jahrhunderts hin zum fiat money.

Ad 5. Schöne Idee. Bin persönlich ein großer Fan des Distributismus. Hoffe, Du hast Bellocs "The servile state" gelesen. Problematisch sehe ich aber zwei Dinge. Zum einen müsstest Du eine Rückkehr des Finanzssystems zum Goldstandard erzwingen, zum anderen aus piefiken Angestellten von Großkonzernen Unternehmer, die jeden Tag für ihr eigenes Schicksal alle Sorge tragen wollen.

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 14:06
von Robert Ketelhohn
In (vermeintlich?) konservativen Kreisen läuft derzeit eine Haßkampagne gegen die neue mecklenburgisch-vorpommersche Verfassungsrichterin Barbara Borchardt. Sie wird als „linksextrem“ charakterisiert und dämonisiert.

Man wirft ihr insbesondere vor:
  • Antikapitalismus,
  • Antimilitarismus,
  • Forderung nach Nato-Austritt,
  • Ablehnung von Bundeswehr-Auslandseinsätzen.
Weiter finde ich von ihr Positionen wie etwa die Ablehnung privatwirtschaftlicher (gewinnorientierter) Organisationsform von Krankenhäusern.

Was ich von Frau Borchardts seiten bislang nicht gefunden habe (wesbezügliche Hinweise ich aber dankbar annähme), sind Positionen, die sich einordnen lassen als:
  • ökofaschistisch,
  • genderideologisch oder kurz
  • naturwidrig und
  • menschenfeindlich.
Kurz, Frau Borchardt repräsentiert offenbar den „Flügel“ der „Linken“, die traditionelle Arbeiterbewegung, und nicht die aalglatte, systemkonforme Bundesrepublik-Pseudolinken-Korruptel à la Bärbeck, Habock, Spahnmerkel & Co.

Zufall, daß derselbe Jörg Meuthen, welcher, sekundiert von Haldenwang (oder umgekehrt), gerade „seinen“ „Flügel“ plattzumachen versucht, nun auch die Hatz auf Frau Borchardt befeuert?

In Wahrheit sind Frau Borchardts oben aufgeführte Positionen allesamt geradezu klassisch konservativ, während die jetzigen pseudokonservativen Schreihälse nichts tun, als den Interessen der supranationalen Großfinanz zu dienen, alles dem Diktat „des Marktes“ (in Wahrheit Mammons) zu unterwerfen und nebenbei auch noch diejenigen Konservativen und Marxisten gegeneinander aufzubringen und auszuspielen, denen es tatsächlich noch geht um:
  • die Interessen des normalen Volks,
  • das Gemeinwohl,
  • Familien,
  • Arbeiter, Bauern und Mittelstand und nicht zuletzt um
  • Frieden.
Natürlich sind Frau Borchardts Lösungsansätze nicht meine. Aber wird müssen erst einmal wieder dazu kommen, daß z. B. Marxisten, Sozialpatrioten und christliche Sozialethiker über den rechten Weg miteinander streiten können. Im Augenblick werden sie allesamt von den politmedialen Lakaien der fettesten Pfeffersäcke gejagt und zerfleischen sich dabei auch noch gegenseitig.


https://www.facebook.com/robert.ketelho ... 9497247826

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 14:33
von Vinzenz Ferrer
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 14:06
In (vermeintlich?) konservativen Kreisen läuft derzeit eine Haßkampagne gegen die neue mecklenburgisch-vorpommersche Verfassungsrichterin Barbara Borchardt. Sie wird als „linksextrem“ charakterisiert und dämonisiert.

Man wirft ihr insbesondere vor:
  • Antikapitalismus,
  • Antimilitarismus,
  • Forderung nach Nato-Austritt,
  • Ablehnung von Bundeswehr-Auslandseinsätzen.
Weiter finde ich von ihr Positionen wie etwa die Ablehnung privatwirtschaftlicher (gewinnorientierter) Organisationsform von Krankenhäusern.

Was ich von Frau Borchardts seiten bislang nicht gefunden habe (wesbezügliche Hinweise ich aber dankbar annähme), sind Positionen, die sich einordnen lassen als:
  • ökofaschistisch,
  • genderideologisch oder kurz
  • naturwidrig und
  • menschenfeindlich.
Kurz, Frau Borchardt repräsentiert offenbar den „Flügel“ der „Linken“, die traditionelle Arbeiterbewegung, und nicht die aalglatte, systemkonforme Bundesrepublik-Pseudolinken-Korruptel à la Bärbeck, Habock, Spahnmerkel & Co.

Zufall, daß derselbe Jörg Meuthen, welcher, sekundiert von Haldenwang (oder umgekehrt), gerade „seinen“ „Flügel“ plattzumachen versucht, nun auch die Hatz auf Frau Borchardt befeuert?

In Wahrheit sind Frau Borchardts oben aufgeführte Positionen allesamt geradezu klassisch konservativ, während die jetzigen pseudokonservativen Schreihälse nichts tun, als den Interessen der supranationalen Großfinanz zu dienen, alles dem Diktat „des Marktes“ (in Wahrheit Mammons) zu unterwerfen und nebenbei auch noch diejenigen Konservativen und Marxisten gegeneinander aufzubringen und auszuspielen, denen es tatsächlich noch geht um:
  • die Interessen des normalen Volks,
  • das Gemeinwohl,
  • Familien,
  • Arbeiter, Bauern und Mittelstand und nicht zuletzt um
  • Frieden.
Natürlich sind Frau Borchardts Lösungsansätze nicht meine. Aber wird müssen erst einmal wieder dazu kommen, daß z. B. Marxisten, Sozialpatrioten und christliche Sozialethiker über den rechten Weg miteinander streiten können. Im Augenblick werden sie allesamt von den politmedialen Lakaien der fettesten Pfeffersäcke gejagt und zerfleischen sich dabei auch noch gegenseitig.


https://www.facebook.com/robert.ketelho ... 9497247826
Borchardt marschiert bei der Antifa mit. Die DDR war für sie kein Unrechtsstaat.
https://www.bild.de/regional/mecklenbur ... .bild.html

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 14:43
von Vinzenz Ferrer
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 14:33
Borchardt marschiert bei der Antifa mit. Die DDR war für sie kein Unrechtsstaat.
https://www.bild.de/regional/mecklenbur ... .bild.html
Hier ein Auszug aus dem Interview mit dem Süddeutschen Beobachter:
War die DDR ein Unrechtsstaat?

Es gab Unrecht, keine Frage. Aber die DDR war kein Unrechtsstaat, Unrechtsstaat ist juristisch gar nicht definiert, somit wäre doch das ganze Leben in der DDR unrecht!
Sie schrieben auch, Menschen hätten an der Mauer "ihr Leben verloren". An der Mauer wurden aber Menschen erschossen.

Es gab Mauertote auf beiden Seiten, es sind auch Grenzsoldaten erschossen worden.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/bar ... -1.4919632

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 15:31
von Raphael
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 14:43
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 14:33
Borchardt marschiert bei der Antifa mit. Die DDR war für sie kein Unrechtsstaat.
https://www.bild.de/regional/mecklenbur ... .bild.html
Hier ein Auszug aus dem Interview mit dem Süddeutschen Beobachter:
War die DDR ein Unrechtsstaat?

Es gab Unrecht, keine Frage. Aber die DDR war kein Unrechtsstaat, Unrechtsstaat ist juristisch gar nicht definiert, somit wäre doch das ganze Leben in der DDR unrecht!
Sie schrieben auch, Menschen hätten an der Mauer "ihr Leben verloren". An der Mauer wurden aber Menschen erschossen.

Es gab Mauertote auf beiden Seiten, es sind auch Grenzsoldaten erschossen worden.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/bar ... -1.4919632
Ja, wenn ein Unrechtsstaat erst gar nicht definiert war, dann kann es natürlich auch gar kein Unrechtsstaat gewesen sein! :patsch:

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 16:18
von Vinzenz Ferrer
Raphael hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 15:31
Ja, wenn ein Unrechtsstaat erst gar nicht definiert war, dann kann es natürlich auch gar kein Unrechtsstaat gewesen sein! :patsch:
Jetzt stell dir mal vor, was los wäre, wenn solche Kaspereien / Wortglaubereien auf der rechten Seite des politischen Spektrums passieren würden.

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 16:28
von Raphael
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 14:06
Zufall, daß derselbe Jörg Meuthen, welcher, sekundiert von Haldenwang (oder umgekehrt), gerade „seinen“ „Flügel“ plattzumachen versucht, nun auch die Hatz auf Frau Borchardt befeuert?
Hier scheint offenbar die Motivation für die Philippika auf! :hmm:

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 16:53
von Robert Ketelhohn
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 16:18
Raphael hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 15:31
Ja, wenn ein Unrechtsstaat erst gar nicht definiert war, dann kann es natürlich auch gar kein Unrechtsstaat gewesen sein! :patsch:
Jetzt stell dir mal vor, was los wäre, wenn solche Kaspereien / Wortklaubereien auf der rechten Seite des politischen Spektrums passieren würden.
„Unrechtsstaat“ ist natürlich ein politischer Kampfbegriff. Juristisch ist er wertlos. Politisch bewerte ich die frühere „DDR“ ebenso wie die „Bundesrepublik“ als rechtlose Staatsgebilde. Das heutige Merkelstan ist zweifellos um Größenordnungen schlimmer, als es die „DDR“ je war.

Im übrigen läßt sich natürlich viel gegen die Dame ins Feld führen, und das zu Recht. Falls jemand verstanden haben sollte, sie sei meine Freundin, lese er oben bitte nochmals nach.

Mein Punkt ist ein anderer. Im Windschatten von Corona laufen gerade massive Kampagnen, alles endgültig ins Abseits zu stellen, was die Machtbasis der Herrschenden in Frage stellt, insbesondere global schrankenlose Freiheit des Kapitals und ebenso schrankenlose Freiheit zur Kriegführung überall.

Barbara Borchardt eignet sich natürlich gut als Ziel und Haßobjekt einer solchen Kampagne (im Gegensatz etwa zu Sarah Wagenknecht).

Konservative sollten aber begreifen, daß vieles, was Frau Borchardt vorgeworfen wird, im Kern (nach Problemstellung und Zweck, nicht in den Mitteln) ihre eigene Agenda sein müßte.

Fallt nicht auf die pseudokonservativen Kläffer der Herren des supranationalen großen Geldes herein.

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 16:55
von Vinzenz Ferrer
Klonovsky über Borchardt:
Ich kenne diesen Typus Megäre aus der Zone: linientreu, verkniffen, unfroh, gefühlskalt, stets tantenhaft belehrend, harthirnig und bar jeder Eleganz, am besten noch wasserstoffblondiert, Margot Honecker war das Paradexemplar. Dieser Typus Frau ist am besten beschrieben mit dem Geräusch eines Nagels, den man über eine Glasscheibe zieht.

Gegenüber der Welt beteuerte Genossin Borchardt, ihre Mitgliedschaft stehe nicht im Widerspruch zu ihrem Amt als Verfassungsrichterin. Im FDJ-Blatt Junge Welt setzte sie hinzu, dass das Grundgesetz nicht explizit eine kapitalistische Wirtschaftsordnung vorgebe.

Niemand hat die Absicht, die DDR zu reanimieren!
Quelle: https://michael-klonovsky.de/acta-diurn ... 1-mai-2020

Ist es eigentlich Zufall, dass Borchardt die Buchstabenkombination ARD im Namen trägt? :detektiv: :D

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 17:08
von Raphael
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 16:53
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 16:18
Raphael hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 15:31
Ja, wenn ein Unrechtsstaat erst gar nicht definiert war, dann kann es natürlich auch gar kein Unrechtsstaat gewesen sein! :patsch:
Jetzt stell dir mal vor, was los wäre, wenn solche Kaspereien / Wortklaubereien auf der rechten Seite des politischen Spektrums passieren würden.
„Unrechtsstaat“ ist natürlich ein politischer Kampfbegriff. Juristisch ist er wertlos. Politisch bewerte ich die frühere „DDR“ ebenso wie die „Bundesrepublik“ als rechtlose Staatsgebilde. Das heutige Merkelstan ist zweifellos um Größenordnungen schlimmer, als es die „DDR“ je war.

Im übrigen läßt sich natürlich viel gegen die Dame ins Feld führen, und das zu Recht. Falls jemand verstanden haben sollte, sie sei meine Freundin, lese er oben bitte nochmals nach.

Mein Punkt ist ein anderer. Im Windschatten von Corona laufen gerade massive Kampagnen, alles endgültig ins Abseits zu stellen, was die Machtbasis der Herrschenden in Frage stellt, insbesondere global schrankenlose Freiheit des Kapitals und ebenso schrankenlose Freiheit zur Kriegführung überall.

Barbara Borchardt eignet sich natürlich gut als Ziel und Haßobjekt einer solchen Kampagne (im Gegensatz etwa zu Sarah Wagenknecht).

Konservative sollten aber begreifen, daß vieles, was Frau Borchardt vorgeworfen wird, im Kern (nach Problemstellung und Zweck, nicht in den Mitteln) ihre eigene Agenda sein müßte.

Fallt nicht auf die pseudokonservativen Kläffer der Herren des supranationalen großen Geldes herein.
Die Linken sind doch mittlerweile genauso systemtreu wie die übrige "Nationale Front". Sie dienen dem Establishment, indem sie Meinungsbreite vorspiegeln. Opium fürs Volk, denn es kann sich mit den moralisch höherstehenden Zielen der Internationale identifizieren. Diese erkämpft schließlich das Menschenrecht! :nuckel:

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 17:25
von Robert Ketelhohn
Auch hier nochmals, was ich gerade anderswo auf ähnliche Einwände erwidern mußte:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Aus Sicht eines Konservativen vom Fundamente des Naturrechts aus sind bös und zu verwerfen:
  • Ökofaschismus,
  • Genderideologie,
  • volks- und identitätsvernichtender Multikulturalismus,
  • Kapitalismus (Primat des Geldes),
  • Militarismus,
  • Angriffskriege, auch die Drohung damit,
  • Besetzung fremder Länder, auch bei humanitärer Tarnung.
Dies Böse trägt hier Namen wie Merkel und Habeck.

Nicht böse, sondern prinzipiell gut sind von derselben Warte aus:
  • Antikapitalismus,
  • Antimilitarismus,
  • Schutz des Friedens,
  • Schutz des Rechts,
  • Schutz der Kleinen und Armen,
  • Bändigung und Niederwerfen der Großen und Hochmütigen,
  • Bestrafung der Übeltäter.
Mit der „DDR“ als Schreckbild wird hier versucht, Konservative auf die Seite des „Kapitalismus“ zu ziehen und sie für die Interessen des großen Geldes einzuspannen.
Ein weiteres Mal warne ich: Geht nicht in diese Falle.

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 17:29
von Siard
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 16:55
Ist es eigentlich Zufall, dass Borchardt die Buchstabenkombination ARD im Namen trägt? :detektiv: :D
Kritisieren ist ja ok, aber solche untergriffigen Beleidigungen sind unnötig. :pfeif: ;D

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Samstag 30. Mai 2020, 17:29
von Siard
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 17:25

Ein weiteres Mal warne ich: Geht nicht in diese Falle.
:daumen-rauf:

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2020, 04:41
von Raphael
Siard hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 17:29
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 17:25

Ein weiteres Mal warne ich: Geht nicht in diese Falle.
:daumen-rauf:
Wer nicht in die Falle gehen will, wird gegen eine Frau Borchardt als Verfassungsrichterin sein müssen! :roll:

Selten ist der Aphorismus mit dem Bock und dem Gärtner zutreffender gewesen, obwohl man hier noch präziser von Ziege und Gärtnerin sprechen sollte ..............

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2020, 12:24
von Vinzenz Ferrer
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 17:25
Auch hier nochmals, was ich gerade anderswo auf ähnliche Einwände erwidern mußte:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Aus Sicht eines Konservativen vom Fundamente des Naturrechts aus sind bös und zu verwerfen:
  • Ökofaschismus,
  • Genderideologie,
  • volks- und identitätsvernichtender Multikulturalismus,
  • Kapitalismus (Primat des Geldes),
  • Militarismus,
  • Angriffskriege, auch die Drohung damit,
  • Besetzung fremder Länder, auch bei humanitärer Tarnung.
In dieser Aufzählung (und in diesem besagten Zusammenhang) sollte hier aber auch bitte unbedingt der Kommunismus genannt werden!

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2020, 12:47
von Vinzenz Ferrer
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 16:53
„Unrechtsstaat“ ist natürlich ein politischer Kampfbegriff.
„Kapitalismus“ ist übrigens auch ein Kampfbegriff.

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2020, 13:19
von Raphael
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2020, 12:47
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 16:53
„Unrechtsstaat“ ist natürlich ein politischer Kampfbegriff.
„Kapitalismus“ ist übrigens auch ein Kampfbegriff.
Das Problem ist in aller Regel eine Vermischung der Ebenen. Robert nutzt "Kapitalismus" auf der Ebene der politischen Theorie, nicht jedoch auf einer moralischen Ebene.

So etwas wird in aller Regel nicht expliziert und ich wage das auch jetzt nur zu behaupten, weil ich Robert schon seit Längerem kenne. :maske:

Im Übrigen halte ich mittlerweile die Einordnung als Kampfbegriff für inhaltsleer, eine rhetorische Phrase. Sie soll den Eindruck vermitteln, der Einordnende kennt sich aus.

Inhaltlich jedoch steht dem Kapitalismus der Laborismus gegenüber. Diejenigen, die arbeiten, sollen bestimmen, was mit den Produktivmitteln geschieht.
Der Laborismus scheitert in der Praxis an den menschlichen, allzumenschlichen Unzulänglichkeiten. Räte können Unternehmen nicht organisieren.

Manager schon! Auch wenn auch dort nicht alles Gold ist, was glänzt. :unbeteiligttu:

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2020, 14:00
von Robert Ketelhohn
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2020, 12:47
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 16:53
„Unrechtsstaat“ ist natürlich ein politischer Kampfbegriff.
„Kapitalismus“ ist übrigens auch ein Kampfbegriff.
Natürlich. Ich benutze ihn mitunter zu Verständigungszwecken. Hier steht er schon im Thementitel und wird zudem ausführlich von beiden Seiten in der öffentlichen Debatte gebraucht.

Ich versuche stets deutlich zu machen, daß ich ihn primär auf das seit dem Ende von Bretton Woods herrschende, seit zwei Jahrzehnten mit Hilfe des (Tot-)Schlagworts der „Globalisierung“ brachial durchgesetzte supranationale Finanzsystem beziehe. Die marxistischen Vorstellungen vom Eigentum an den Produktionsmitteln sind nicht die meinen (wobei allerdings einzuräumen ist, das viele ebenso supranationale Industrieunternehmen inzwischen auch bloß noch Großbankfilialen mit angeschlossener Werkbank sind).

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Montag 1. Juni 2020, 08:33
von Raphael
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2020, 14:00
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2020, 12:47
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 16:53
„Unrechtsstaat“ ist natürlich ein politischer Kampfbegriff.
„Kapitalismus“ ist übrigens auch ein Kampfbegriff.
Natürlich. Ich benutze ihn mitunter zu Verständigungszwecken. Hier steht er schon im Thementitel und wird zudem ausführlich von beiden Seiten in der öffentlichen Debatte gebraucht.

Ich versuche stets deutlich zu machen, daß ich ihn primär auf das seit dem Ende von Bretton Woods herrschende, seit zwei Jahrzehnten mit Hilfe des (Tot-)Schlagworts der „Globalisierung“ brachial durchgesetzte supranationale Finanzsystem beziehe. Die marxistischen Vorstellungen vom Eigentum an den Produktionsmitteln sind nicht die meinen (wobei allerdings einzuräumen ist, das viele ebenso supranationale Industrieunternehmen inzwischen auch bloß noch Großbankfilialen mit angeschlossener Werkbank sind).
Ob diese Zustände so gegeben sind, wie hier geschildert, lasse ich 'mal offen. :roll:
Eines ist jedoch sicher: Eine Frau Borchardt als Verfassungrichterin wird daran auch nichts ändern! :pirat:

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Montag 1. Juni 2020, 13:36
von Siard
Raphael hat geschrieben:
Montag 1. Juni 2020, 08:33
Eines ist jedoch sicher: Eine Frau Borchardt als Verfassungrichterin wird daran auch nichts ändern! :pirat:
Wenn die Staatsratsvorsitzende es fordert, ist das natürlich zu ändern.

Re: Das Ende des Kapitalismus

Verfasst: Dienstag 2. Juni 2020, 06:22
von Raphael
Siard hat geschrieben:
Montag 1. Juni 2020, 13:36
Raphael hat geschrieben:
Montag 1. Juni 2020, 08:33
Eines ist jedoch sicher: Eine Frau Borchardt als Verfassungrichterin wird daran auch nichts ändern! :pirat:
Wenn die Staatsratsvorsitzende es fordert, ist das natürlich zu ändern.
Wo hat sie denn die Einsetzung von Frau Borchardt als Verfassungrichterin gefordert? :achselzuck: