Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

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philipp
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von philipp »

Womit wir beim eigentlichen Knackpunkt der Geschichte wären. Du willst garnicht mit Gott reden. Du willst halt Zeichen und Wunder. Gott soll sich erstmal beweisen, dann redest Du vielleicht mit ihm. Wenn der Beweis überzeugend genug war...
ja und? ist doch sinnvoll so. Um auf deinen Vergleich mit den Augen einzugehen: meine Augen sind gnädiger zu mir, im grossen und ganzen offenbaren sie mir ziemlich gut, wann ich ihnen vertrauen kann und wann nicht... mit gott ist das nicht so leicht. um mit dir zu sprechen: meine augen haben sich mir schon recht gut bewiesen, ich musste nicht einmal etwas tun, so nett waren sie zu mir. gott tat dies nicht.

man kann nur begrenzt auf sein gewissen vertrauen. das schaltet sich zwar sehr eindeutig ein, wenn ich grobes Unrecht tue, oder wirklich gutes tue... aber in den komplizierteren Fragen, ist das Gewissen für mich zumindest recht unbrauchbar.

Einfachster Beweis: es gibt christen und muslime. Beide glauben komplett verschiedenes, aber beide können ihren jeweiligen glauben mit ihrem gewissen vereinbaren. das gewissen ist eben nur ein begrenzt einsetzbares werkzeug. täuschung ist von wahrheit durch das gewissen nicht zu unterscheiden, wenn es um die schwierigen fragen geht.
Ich habe weder Philosophie, noch Juristerei oder Medizin, und leider auch nicht Theologie studiert.

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Lycobates
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Lycobates »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 11:41
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 11:35
Den eigenen Willen, das eigene Empfinden, das autonome Selbst.
In der Bibel lese ich z.B., daß das Herz eines Menschen so oder so ausgerichtet sein kann. Aber wäre das was jeweils das Herz mag dann nicht immer "Ego", auch wenn es bei Gott sein mag?
"Autonom" sagte ich ja, das ist nicht "theonom".
Darum beten wir ja: fac cor nostrum secundum Cor tuum.
(Bilde unser Herz nach Deinem Herzen)
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

Trisagion
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Trisagion »

philipp hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 11:51
ja und? ist doch sinnvoll so.
Ich bin nur sehr begrenzt daran interessiert wie die Welt sein sollte. Ich bin daran interessiert wie die Welt ist, und was dementsprechend meine optimale Strategie ist. Meinen Beschwerdekatalog bzgl. Weltdesign reiche ich bei Gott ein, nachdem ich ein Haus im Himmel bezogen habe.
philipp hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 11:51
man kann nur begrenzt auf sein gewissen vertrauen. das schaltet sich zwar sehr eindeutig ein, wenn ich grobes Unrecht tue, oder wirklich gutes tue... aber in den komplizierteren Fragen, ist das Gewissen für mich zumindest recht unbrauchbar.
Merkwürdigerweise folgerst Du daraus Handlungsunfähigkeit. Ich folgere daraus Handlungsfreiheit. Wenn Gott Automaten gewollt hätte, hätte er die erschaffen.

Merkst Du eigentlich wie unglaublich mißtrauisch und ängstlich Du bist? Was hat Gott Dir eigentlich getan, daß Du glaubst, er zerfleischt Dich beim kleinsten Fehltritt? Die Mitte zwischen gnädig und gerecht scheint nicht vorstellbar zu sein, entweder alles ist erlaubt oder garnichts.

Lies Dir dir Kriterien im Katechismus für die Todsünde nochmal durch. Wenn Du wirkllich dermaßen verwirrt und unsicher bist was die Religion anfgeht, dann genießt Du derzeit Narrenfreiheit.
philipp hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 11:51
Einfachster Beweis: es gibt christen und muslime. Beide glauben komplett verschiedenes, aber beide können ihren jeweiligen glauben mit ihrem gewissen vereinbaren. das gewissen ist eben nur ein begrenzt einsetzbares werkzeug. täuschung ist von wahrheit durch das gewissen nicht zu unterscheiden, wenn es um die schwierigen fragen geht.
Erstens, nein, Islam ist sowohl in vielen Praktiken (tödlicher Jihad, brutale Gerichtsbarkeit, Religionszwang, ...) als auch in ihrem Propheten (Päderast, Sklavenhalter, Räuber, Kriegstreiber, ...) vom Gewissen als unzureichend zu identifizieren. Das viele Muslime weder ihrer Religion noch ihrem Propheten treu bleiben, sondern vielmehr eine mit dem Gewissen vereinbare Religion ausleben, ist eine andere Sache.

Zweitens, in Moral und Justiz gilt immer das Prinzip, daß Du nicht mußt was Du nicht kannst. Wenn Du Deine "schweren Fragen" nicht lösen kannst, stehst Du unter genau null Anforderung das zu tun. Deine Schockstarre ist schlicht selbstauferlegt. Du hast Gelegenheit unbeschwert mehr herauszufinden. Vielleicht kannst Du dann ja irgendwann die eine oder andere der "schweren Fragen" beantworten. Zu diesem Zeitpunkt, und erst dann, mußt Du das vielleicht auch.

Dr.Hackenbush
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

@ philipp
philipp hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 01:28
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Dienstag 23. Februar 2021, 13:33
was wäre für Dich entsprechend?
Wie hätte Gott sich offenbaren müssen, damit diese Offenbarung für Dich entsprechend wäre?
Ich habe keine Ahnung. Aber eine Möglichkeit die mir spontan einschiesst wäre dass er dem Menschen anstelle des vagen Gewissens eine geistige Telefonzelle direkt zu Gott hätte einbauen können. Diese Telefonzelle könnte sich dann ab und an läutend melden oder man könnte freiwillig in sie hinein gehen und mit dem lieben Gott reden.
Du kannst aber auch in einer anderen Zelle versuchen - im Beichtstuhl mit dem Beichtvater kann man auch über Gott reden.

philipp hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 01:22
Gott ist eben nicht auf Gott.org zu finden. Eher ist es so, dass ich ganz viele Gott-Websites finde, wo Leute behaupten man könne hier diesen Gott finden. Wo er ist, kann man, wenn man das kann, ausprobieren, aber es ist viel unklarer als es hier dargestellt wurde und es ist noch nicht mal sicher dass ich ihn irgendwo finde.
versuch doch mal mit der Lektüre der Bibel - schließlich ist das Wort Gottes (in der Heiligen Schrift) die verbale Offenbarung Gottes. Wenn man Gott nicht wo anders finden kann, dann nur durch/in seiner Offenbarung.


@ Trisagion
Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 12:20
Ich bin nur sehr begrenzt daran interessiert wie die Welt sein sollte. Ich bin daran interessiert wie die Welt ist
wenn Du den Sollwert nicht kennst, wie willst Du den Istwert als von Gott gewollt/ungewollt erkennen und dementsprechend leben/handeln?

Trisagion
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Trisagion »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 13:14
@ Trisagion
Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 12:20
Ich bin nur sehr begrenzt daran interessiert wie die Welt sein sollte. Ich bin daran interessiert wie die Welt ist
wenn Du den Sollwert nicht kennst, wie willst Du den Istwert als von Gott gewollt/ungewollt erkennen und dementsprechend leben/handeln?
Die Sollwerte der Welt die unter meiner Kontrolle stehen (oder stehen könnten) sind sicherlich von Interesse. Aber davon redeten wir überhaupt nicht! Es ging nicht darum was ich tun sollte, oder wie ich die Welt ändern sollte. Es ging darum, daß Gott seine Welt nicht so gemacht hat, wie Philipp das gerne hätte. Es gibt z.B. nicht wortwörtlich Telefonzellen in dieser Welt, wo man den Hörer abnehmen kann und am anderen Ende antwortet Gott. Es gibt auch kein wöchentliches Wunder - samstags, drei Uhr nachmittags, in Hannover - mit dem Gott seine Existenz objektiv beweist. Es gibt allerlei Dinge, die man sich als Mensch "besser" denken könnte, die aber nicht dem Menschen selber machbar sind. Ich finde es recht müßig mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Die eine oder andere Ansicht kann man auch daraus gewinnen, aber auf lange Sicht ist das schlicht fruchtlos.

Dr.Hackenbush
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 13:45
Es ging nicht darum was ich tun sollte, oder wie ich die Welt ändern sollte. Es ging darum, daß Gott seine Welt nicht so gemacht hat, wie Philipp das gerne hätte.
kennt Philipp die Schöpfungsabsichten Gottes?
Wenn ja, es wäre töricht von ihm, wenn er diese ablehnen würde.
Wenn nein, wieso nimmt er die Welt nicht so wie sie ist, als von Gott gegeben?

Wenn wir aus dem Blick verlieren, was Gott will (von Anfang an), dann sind wir nicht in der Lage die Realität zu formen/beeinflussen – was bereits in der gottlosen Welt geschieht. Die Welt richtet sich nach der Realität und handelt dementsprechend (ohne zu fragen, ob es im sinne der Heilsabsichten Gottes ist, oder nicht) – was daraus wurde und ist und wird, sehen wir bereits: Die Sünde ist mächtiger denn je und wer sie als solche enthüllt, oder geschweige denn, angreift, der macht sich strafbar oder wird zum Staatsfeind Nr. 1.

Petrus
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Petrus »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 14:09
Die Sünde ist mächtiger denn je
und alles ist so traurig, dass ich fast lachen müßte. aber nur fast.

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Bruder Donald
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Bruder Donald »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 14:09
Wenn nein, wieso nimmt er die Welt nicht so wie sie ist, als von Gott gegeben?
Das ist ja eben der Knackpunkt! Entweder akzeptiert man, dass die Welt so wie sie ist genauso von Gott gewollt ist, und dem dann Vertrauen (=Glauben) entgegen bringt, oder man zweifelt, hinterfragt oder misstraut dem ganzen.
Letzteres führt irgendwann zum Atheismus. Gott will offensichtlich unser Vertrauen, unseren Glauben. Wenn der Mensch aber meint, er können nur vertrauen/glauben, wenn er "Beweise" hat, dann muss er für sich die Konsequenzen ziehen.
"Selig sind, die nicht sehen und doch glauben." (Joh. 20,29)
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

Dr.Hackenbush
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 14:37
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 14:09
Die Sünde ist mächtiger denn je
und alles ist so traurig, dass ich fast lachen müßte. aber nur fast.
„Sei treu bis in den Tod; dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben.
...
Er (Gott) wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“


Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 15:22
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 14:09
Wenn nein, wieso nimmt er die Welt nicht so wie sie ist, als von Gott gegeben?
Das ist ja eben der Knackpunkt! Entweder akzeptiert man, dass die Welt so wie sie ist genauso von Gott gewollt ist…
ist sie so? Meiner Ansicht nach: Nein.

Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 15:22
und dem dann Vertrauen (=Glauben) entgegen bringt, oder man zweifelt, hinterfragt oder misstraut dem ganzen.
kann ich gut nachvollziehen.
Aber auch der Antichrist hat Macht über die Welt und er wird gestürzt (vgl. Offb 12,9). Wieso beeinflusst er aber die Welt, obwohl sein Schicksal ihm bekannt sein durfte? Was hat er davon?

Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 15:22
Letzteres führt irgendwann zum Atheismus.
wieso zum Atheismus?
Dass die Welt nicht so ist wie Gott sie haben will, bedeutet doch nicht, dass es Gott nicht geben kann.

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Bruder Donald
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Bruder Donald »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:23
Dass die Welt nicht so ist wie Gott sie haben will, bedeutet doch nicht, dass es Gott nicht geben kann.
Mag sein, aber dann hat man eben noch weniger Grund, so einem machtlosen Wesen irgendwelch nennenswertes Vertrauen auszusprechen.
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:23
wieso zum Atheismus?
Weil die Welt nicht so ist, wie der Mensch sie gerne hätte bzw. meint, dass Gott sie anders, auf Grundlage der eigenen, subjektiven, menschlichen Vorstellungen, gemacht hätte (wenn es denn einen geben sollte).
Man projiziert eigene Vorstellungen auf Gott. Feuerbach etc. lassen Grüßen.
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:23
Aber auch der Antichrist hat Macht über die Welt und er wird gestürzt (vgl. Offb 12,9). Wieso beeinflusst er aber die Welt, obwohl sein Schicksal ihm bekannt sein durfte? Was hat er davon?
Wenn Gott es zulässt, dann ist es so, dann will er es so. Man kann das beklagen und dadurch mit Gott brechen, oder man akzeptiert es einfach und vertraut auf Gott und seinen Willen und Plan.
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

Dr.Hackenbush
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:46
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:23
Dass die Welt nicht so ist wie Gott sie haben will, bedeutet doch nicht, dass es Gott nicht geben kann.
Mag sein, aber dann hat man eben noch weniger Grund, so einem machtlosen Wesen irgendwelch nennenswertes Vertrauen auszusprechen.
wenn man Seine Heilsabsichten nicht kennt.


Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:46
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:23
wieso zum Atheismus?
Man projiziert eigene Vorstellungen auf Gott...
tust Du es?



Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:46
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:23
Aber auch der Antichrist hat Macht über die Welt und er wird gestürzt (vgl. Offb 12,9). Wieso beeinflusst er aber die Welt, obwohl sein Schicksal ihm bekannt sein durfte? Was hat er davon?
Wenn Gott es zulässt, dann ist es so, dann will er es so. Man kann das beklagen und dadurch mit Gott brechen, oder man akzeptiert es einfach und vertraut auf Gott und seinen Willen und Plan.
ich fragte nicht danach, was Gott zulässt oder nicht. Ich fragte danach, was hat der Antichrist davon (dass er die Welt vom Weg zu Gott abbringen versucht), wenn sein Schicksal bereits bekannt ist?

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Bruder Donald
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Bruder Donald »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:57
wenn man Seine Heilsabsichten nicht kennt.
Dann erkläre mir doch, welche Macht quasi gottgleich ist /sein muss, dass diese Gottes Schöpfung schädigt / schädigen kann?
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:57
tust Du es?
Ich gebe mir allerbeste Mühe, es nicht zu tun. Ich finde, bisher gelingt es mir gut. Wenn ich Gott (er-)fassen kann, ist es nicht mehr Gott, sondern ein Götze.
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:57
ich fragte nicht danach, was Gott zulässt oder nicht.
Es ist vollkommen irrelevant, ob du danach fragst oder nicht, am Ende aller Fragerei kommst man an diesen Punkt.
Der Antichrist folgt seinem eigenen, autonomen Willen. Gott lässt es zu.
Der Satan darf Hiob schädigen. Gott lässt es zu.
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:57
Ich fragte danach, was hat der Antichrist davon (dass er die Welt vom Weg zu Gott abbringen versucht), wenn sein Schicksal bereits bekannt ist?
Warum sollte es ihn davon abhalten noch paar Seelen mit in die Verdammnis zu reißen?
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

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Jakobgutbewohner
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 11:53
"Autonom" sagte ich ja, das ist nicht "theonom".
Soweit ich das NT verstehe, will der Mensch nach seinem "Vater", also einem Geistwesen, das er liebt. Das kann Gott sein oder im anderen Extrem der Teufel. Beides Wollen ist aus dem Herzen des Menschen, ich würde sagen es ist auch gleichartig, aber aufgrund der Unterschiede der "Väter" geht das Herzensstreben in unterschiedliche Richtungen, was dessen "Frucht" anbetrifft.

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Bruder Donald
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Bruder Donald »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 20:23
Soweit ich das NT verstehe, will der Mensch nach seinem "Vater", also einem Geistwesen, das er liebt. Das kann Gott sein oder im anderen Extrem der Teufel. Beides Wollen ist aus dem Herzen des Menschen, ich würde sagen es ist auch gleichartig, aber aufgrund der Unterschiede der "Väter" geht das Herzensstreben in unterschiedliche Richtungen, was dessen "Frucht" anbetrifft.
Ich habe zwar nicht verstanden, worauf du hinaus willst aber mir ist aufgefallen:
Wenn du schon einen Vergleich bringen willst, dann sind Teufel/Dämonen auf einer Stufe mit den Engeln, Gott hat kein gleichartiges Gegenüber oder "Extrem".
Und wir Menschen können uns nur mit den Engeln für Gott entscheiden, oder mit den Dämonen gegen Gott.
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 20:42
Ich habe zwar nicht verstanden, worauf du hinaus willst
Möchtest du es verstehen?
aber mir ist aufgefallen:
Gott hat kein gleichartiges Gegenüber oder "Extrem".
JHWH ist allmächtig und wird darin auch nicht von anderen Wesen beschränkt. Allerdings ist Vergleichbarkeit auch eine Frage der Perspektive. Oben ging es mir um Geistwesen, deren Zustand sich jetzt stark unterscheidet. Kraftfülle auf der einen Seite, Kraftlosigkeit auf der anderen.
Und wir Menschen können uns nur mit den Engeln für Gott entscheiden, oder mit den Dämonen gegen Gott.
Spricht nach deinem Verständnis etwas dagegen dieses "nur" mehr offenzulassen?

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philipp
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von philipp »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 13:14
Du kannst aber auch in einer anderen Zelle versuchen - im Beichtstuhl mit dem Beichtvater kann man auch über Gott reden.
hab ich schon durchgespielt die letzten monate. beichte und eucharistie perlen bis auf seltene momente an mir ab, wie an einem lotusblatt.
Tris hat geschrieben:Merkwürdigerweise folgerst Du daraus Handlungsunfähigkeit
das habe ich weiland gesagt, aber ich habe schon akzeptiert, dass das dumm ist.
Tris hat geschrieben:Lies Dir dir Kriterien im Katechismus für die Todsünde nochmal durch. Wenn Du wirkllich dermaßen verwirrt und unsicher bist was die Religion anfgeht, dann genießt Du derzeit Narrenfreiheit.
praktisch ist das wohl nicht umsetzbar. es kann ja stets nur gott beurteilen, ob ich wirklich dermaßen verwirrt und unsicher bin. Ich selbst kann das vielleicht erahnen, aber das zu beurteilen ist ja selbst sünde.




kann man den teufel eigentlich irgendwie sehr lebendig erfahren? vielleicht find ich dann den gott. mit beten, sakramenten etc. komm i ned weiter.
Ich habe weder Philosophie, noch Juristerei oder Medizin, und leider auch nicht Theologie studiert.

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Protasius
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Protasius »

philipp hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 23:22
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 13:14
Du kannst aber auch in einer anderen Zelle versuchen - im Beichtstuhl mit dem Beichtvater kann man auch über Gott reden.
hab ich schon durchgespielt die letzten monate. beichte und eucharistie perlen bis auf seltene momente an mir ab, wie an einem lotusblatt.
Das verstehe ich nicht: du weißt nicht, ob du an Gott glaubst, gehst aber zur Beichte und zur Kommunion? Und was perlt da an dir ab?
philipp hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 23:22
kann man den teufel eigentlich irgendwie sehr lebendig erfahren? vielleicht find ich dann den gott. mit beten, sakramenten etc. komm i ned weiter.
Ja, man kann es: es gibt Menschen, die vom Teufel gequält werden, wie es bei Pater Pio der Fall war; es gibt Besessenheit, was noch schlimmer ist; und es gibt die Magier, die den Teufel und seine Dämonen mit Absicht herbeizurufen trachten, und sich den Satan und seine Dämonen dienstbar machen wollen oder gar ihm dienen wollen. Das ist eine abschüssige Straße, die du auf keinen Fall gehen solltest; das erfahren zu wollen ist äußerstem Maße töricht und ein hochgradig gefährliches Spiel mit dem Feuer.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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philipp
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von philipp »

Das verstehe ich nicht: du weißt nicht, ob du an Gott glaubst, gehst aber zur Beichte und zur Kommunion?
Ja. Bin ja getauft und alles. Und irgendwie muss man ja zu Gott finden also hab ichs mit den Sakramenten probiert.
Und was perlt da an dir ab?
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Petrus
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Petrus »

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 11. Februar 2021, 21:38
Was ist gut daran, dass der Mensch gezwungen ist zu glauben?
Weil uns die Kirche das befiehlt. Deshalb ist das gut.

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Jakobgutbewohner
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Jakobgutbewohner »

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 10:34
Und irgendwie muss man ja zu Gott finden also hab ichs mit den Sakramenten probiert.
Ich las gerade dies zum Thema (Unterstreichung durch mich):
Sein Herzensfreund und erster Biograph, der längst heimgegangene Pfarrer Schwarz von Boten-
heim, schreibt über einen in der Adventszeit des Jahres 1839 bei ihm gemachten Besuch Johannes
Gommels wörtlich: „Er bezeugte sich bei uns mit einer Demut, wie wir vor- und nachher keine mehr
sahen, der man aber anspürte, daß sie von Herzen kam. Gleich dieser erste Besuch ließ einen großen
Segen bei uns zurück, obgleich wir nachher uns kaum mehr sagen konnten, was wir gehört hatten,
denn es waren die einfachsten Worte der Schrift gewesen; aber wir hatten die Kraft des Wortes Got-
tes erfahren und hatten mit Augen und Herzen gesehen, wie es Geist und Leben werden kann, so
daß wir am andern Tag, dem Adventsfeste, wo wir auch zu Gottes Tisch gingen, einen so innigen
und seligen Genuß von dem Heil in Christo hatten, wie noch nie
, und dies dauerte auch die ganze
Woche fort.
http://www.gottliebtuns.com/doc/Johanne ... Wasser.pdf

Trisagion
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Trisagion »

philipp hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 23:22
praktisch ist das wohl nicht umsetzbar. es kann ja stets nur gott beurteilen, ob ich wirklich dermaßen verwirrt und unsicher bin. Ich selbst kann das vielleicht erahnen, aber das zu beurteilen ist ja selbst sünde.

Was ist denn das jetzt wieder für ein Quatsch? Es ist unter Umständen (keineswegs: immer) sündig andere zu beurteilen oder gar verurteilen ob ihrer Sündigkeit.

Aber nicht nur kannst Du Deinen eigenen Zustand beurteilen, Du mußt es sogar! In gewissem Sinne ist es das einzige was Du tun mußt. Moral ist nicht irgendein abstraktes Logikgebäude, daß irgendwelche Gelehrte in Bücher schreiben. Moral ist schlicht die Frage, was Dein Wille entscheidet wenn Dein Verstand ihm Optionen vorlegt. Die ganzen Bücher werden geschrieben, weil die Frage oft verdammt schwer ist, und auch weil Menschen einander ähnlich genug sind, so däß sie von den guten Antworten anderer etwas für die eigenen lernen können.

Aber am Ende ist das die eine Sache, wo immer nur Du am Hebel sitzt. Nicht andere Menschen, nicht die Kirche, nicht einmal Gott (der dies nur ermöglicht, aber genau an dieser Stelle Dir das Feld überlässt).

Also erzähl mir bitte nichts von doppelter Handlungsunfähigkeit und Sünde wohin Du Dich wendest. Das ist Quatsch in Deinem Kopf, das hat weder mit der Welt noch mit Gott zu tun. Du entscheidest hier. Und wenn Du sagst, daß Dein Verstand Dir keine wählbaren Optionen liefert, dann ist damit automatisch klar, daß Du derzeit keine moralisch relevanten Entscheidungen treffen kannst. Nicht, daß Du keine Entscheidungen treffen kannst, nur, daß sie nicht moralisch relevant sind. Du weißt eben nicht was Du tust.

Du brauchst hier nicht schlauer sein als Du bist, weil ... tatadadaaahh ... Du nicht schlauer sein kannst als Du bist. Wenn alles Nebel ist, dann ist eben alles Nebel. Es ist ein gut, daß Du das als Problem auffasst. Aber es ist schlecht jammernd vor einer Nebelwand zu stehen. Dreh Dich um, stapf ins Haus zurück, mach Dir einen Tee, warte auf besseres Wetter. Oder beiß die Zähne zusammen und maschiere in den Nebel hinein. Oder setzt Dich auf einen Baumstumpf und schreib ein Gedicht über den Nebel. Aber was soll das bitte bringen sich vor den Nebel hinzustellen, und immer wieder wimmernd auf den Nebel zu zeigen und "Nebel" zu sagen? Der Nebel wird davon nicht mehr oder weniger nebelig. Außer vielleicht das ist eine Performance - tut mit leid wenn ich das nicht raffe, ich bin ziemlich Banause was moderne Kunst angeht...
philipp hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 23:22
kann man den teufel eigentlich irgendwie sehr lebendig erfahren? vielleicht find ich dann den gott. mit beten, sakramenten etc. komm i ned weiter.
Der Teufel kann - wie alle Engel und Dämonen - Form annehmen die unseren Sinnen als "körperlich" erscheint, und er ist natürlich lebendig. Insofern: ja. Ob er sich nun eigens für Philpp herbemüht, kann ich nicht sagen. Ich frage mal den Erzengel Michael wenn er nächste Woche zum Tee vorbeikommt. :roll:

Wundert mich übrigens keinen Strich, daß Dir die Sakramente nichts gebracht haben. Weder glaubst Du bereits, noch hast Du einen emotional-aktiven Zugang zum Spirituellen. Du mußt erstmal lernen die endlos rotierende Maschine in Deinem Kopf anzuhalten. Sonst läuft bei Dir garnichts.

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philipp
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von philipp »

Danke für die ersten Absätze Tris.
Protasius hat geschrieben:Das ist eine abschüssige Straße, die du auf keinen Fall gehen solltest; das erfahren zu wollen ist äußerstem Maße töricht und ein hochgradig gefährliches Spiel mit dem Feuer.
naja. aber gott lässt doch manchmal das schlechte für etwas besseres zu.
Trisagion hat geschrieben: Der Teufel kann - wie alle Engel und Dämonen - Form annehmen die unseren Sinnen als "körperlich" erscheint, und er ist natürlich lebendig. Insofern: ja. Ob er sich nun eigens für Philpp herbemüht, kann ich nicht sagen. Ich frage mal den Erzengel Michael wenn er nächste Woche zum Tee vorbeikommt. :roll:
Die Frage war dumm und falsch, keine ahnung warum ich das schrieb. Durchaus ist es nämlich so, dass ich ab und an (ein wenig öfters als zu Gott) Kontakt zum Teuflischen verspüre. Das wimmel ich dann aber ab. Aber ich denk mir vielleicht ist das dumm, weil man vom bösen Transzendenten leichter ins gute Transzendente kommt.

Warum sollte das so töricht sein, Protasius? Intuitiv klingt das nicht so dumm für mich. Wo nichts ist, ist ganz sicher nicht Gott. Wo der Teufel ist, ist Gott (einfach das Gegenteil) vielleicht nicht fern ...
Ich habe weder Philosophie, noch Juristerei oder Medizin, und leider auch nicht Theologie studiert.

Dr.Hackenbush
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 19:46
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 16:57
wenn man Seine Heilsabsichten nicht kennt.
Dann erkläre mir doch, welche Macht quasi gottgleich ist /sein muss, dass diese Gottes Schöpfung schädigt / schädigen kann?
die Macht, die uns Menschen den Willen Gottes ignorieren und die Gebote Gottes missachten lässt. Diese Macht muss nicht mal ansatzweise gottgleich sein.

Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 24. Februar 2021, 19:46
Der Satan darf Hiob schädigen. Gott lässt es zu.
damit beantwortest Du auch Deine die erste Frage.

Dr.Hackenbush
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 10:41
philipp hat geschrieben:
Donnerstag 11. Februar 2021, 21:38
Was ist gut daran, dass der Mensch gezwungen ist zu glauben?
Weil uns die Kirche das befiehlt.
seit wann denn das?
Du solltest "Lumen Gentium" lesen

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philipp
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von philipp »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 13:05
Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 10:41
philipp hat geschrieben:
Donnerstag 11. Februar 2021, 21:38
Was ist gut daran, dass der Mensch gezwungen ist zu glauben?
Weil uns die Kirche das befiehlt.
seit wann denn das?
Du solltest "Lumen Gentium" lesen
wäre doch gut, wenn du aus LG zitierst, dann kann man vielleicht besser drüber diskurrieren.

und es wird eine einigung zwischen dir und petrus wohl auch davon abhängen, wie ihr beide meinen satz mit dem "gezwungen sein" interpretiert. sonst redet ihr über äpfel und birnen.
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Dr.Hackenbush
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
naja. aber gott lässt doch manchmal das schlechte für etwas besseres zu.
wie kommst Du darauf?

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
Durchaus ist es nämlich so, dass ich ab und an (ein wenig öfters als zu Gott) Kontakt zum Teuflischen verspüre. Das wimmel ich dann aber ab.
und ich glaube Du spinnst...

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
Aber ich denk mir vielleicht ist das dumm, weil man vom bösen Transzendenten leichter ins gute Transzendente kommt.
ach herrje… ist das so? :)

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
Wo nichts ist, ist ganz sicher nicht Gott.
ach was! im Gegenteil dazu, Atheisten glauben nicht an Gott, obwohl er doch da ist (sagt uns die nachkonziliare Kirche andauernd) :)

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
Wo der Teufel ist, ist Gott (einfach das Gegenteil) vielleicht nicht fern ...
warum sollte er nicht fern sein? Wenn man die Vergehen der deutschen Priester analysiert und die Kirchenaustritte, dann könnte man glauben, dass Er sich von Deutschland verabschiedet hat, oder? :)

Dr.Hackenbush
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 13:11
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 13:05
Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 10:41
Weil uns die Kirche das befiehlt.
seit wann denn das?
Du solltest "Lumen Gentium" lesen
wäre doch gut, wenn du aus LG zitierst, dann kann man vielleicht besser drüber diskurrieren.
Die Kirche befiehlt nicht, sie lehrt.
"Den katholischen Gläubigen wendet die Heilige Synode besonders ihre Aufmerksamkeit zu. Gestützt auf die Heilige Schrift und die Tradition, lehrt sie, daß diese pilgernde Kirche zum Heile notwendig sei. Christus allein ist Mittler und Weg zum Heil, der in seinem Leib, der Kirche, uns gegenwärtig wird; indem er aber selbst mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont hat (vgl. Mk 16,16; Joh 3,5), hat er zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Türe eintreten, bekräftigt. Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten. Jene werden der Gemeinschaft der Kirche voll eingegliedert, die, im Besitze des Geistes Christi, ihre ganze Ordnung und alle in ihr eingerichteten Heilsmittel annehmen und in ihrem sichtbaren Verband mit Christus, der sie durch den Papst und die Bischöfe leitet, verbunden sind, und dies durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und der kirchlichen Leitung und Gemeinschaft. Nicht gerettet wird aber, wer, obwohl der Kirche eingegliedert, in der Liebe nicht verharrt und im Schoße der Kirche zwar "dem Leibe", aber nicht "dem Herzen" nach verbleibt. Alle Söhne der Kirche sollen aber dessen eingedenk sein, daß ihre ausgezeichnete Stellung nicht den eigenen Verdiensten, sondern der besonderen Gnade Christi zuzuschreiben ist; wenn sie ihr im Denken, Reden und Handeln nicht entsprechen, wird ihnen statt Heil strengeres Gericht zuteil." Quelle: http://www.vatican.va/archive/hist_coun ... um_ge.html

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Trisagion
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Trisagion »

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
Durchaus ist es nämlich so, dass ich ab und an (ein wenig öfters als zu Gott) Kontakt zum Teuflischen verspüre.
Ja, echt? Ich habe eher öfter mal Kontakt mit meinem inneren Schweinehund. Kann schon sein, daß irgendein Unterdämon dem gelegentlich mal einen Knochen zuwirft. Aber sehen tue ich eigentlich nur meine eigene Armseligkeit und Ungenügen. Meine Sündigkeit ist ungefähr so transzendent wie ein Scheißhaufen und so originell wie Maschendraht...
philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
Das wimmel ich dann aber ab. Aber ich denk mir vielleicht ist das dumm, weil man vom bösen Transzendenten leichter ins gute Transzendente kommt.
Das ist hier keine Fantasy-Spiel mit schwarzer und weißer Magie, oder so. Lügen auf transzendentaler Ebene haben lange Beine.
philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
Wo nichts ist, ist ganz sicher nicht Gott. Wo der Teufel ist, ist Gott (einfach das Gegenteil) vielleicht nicht fern ...
Der Teufel ist nicht das Gegenteil von Gott. Nichts ist das Gegenteil von Gott.

Den Teufel zu rufen um Gott zu finden ist wie Wanzen ins Bett zu streuen um guten Schlaf zu finden. Es mag noch saudümmere Ideen geben, aber das hat schon Weltklasse-Niveau, Dr Faust.

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Bruder Donald
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Bruder Donald »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 13:03
die Macht, die uns Menschen den Willen Gottes ignorieren und die Gebote Gottes missachten lässt. Diese Macht muss nicht mal ansatzweise gottgleich sein.
Sehr wirkmächtig, wenn ein Geschöpf derart stark die Schöpfung beschädigen kann... :roll:
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Bruder Donald
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Bruder Donald »

philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
Warum sollte das so töricht sein, Protasius? Intuitiv klingt das nicht so dumm für mich. Wo nichts ist, ist ganz sicher nicht Gott. Wo der Teufel ist, ist Gott (einfach das Gegenteil) vielleicht nicht fern ...
Hier ein ganz interessantes Video:
"Der Teufel war mein Freund" | Ex-Satanist erzählt von Erfahrungen mit Satan und Jesus

Erwarte nicht, dass du genauso viel "Glück" hast wie der Typ. Wer mit dem Feuer spielt, kann sich schnell und schlimm die Finger verbrennen.

(Das TV-Format kann ich übrigens generell empfehlen. Zwar aus protestantischer Ecke, aber immer wieder sehenswert, wie einzelne Schicksale von Gott errettet werden)
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

Petrus
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Petrus »

Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 15:03
(Das TV-Format kann ich übrigens generell empfehlen. Zwar aus protestantischer Ecke, aber immer wieder sehenswert, wie einzelne Schicksale von Gott errettet werden)
brauchen wir hier nicht. für so etwas haben wir hier unseren "zuspruch", mit seinen evangelikalen G'schichterln. Und das täglich :ja:

Dr.Hackenbush
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Re: Warum ist es *gut* dass man in den großen Fragen Glauben muss?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 15:03
philipp hat geschrieben:
Donnerstag 25. Februar 2021, 12:52
Warum sollte das so töricht sein, Protasius? Intuitiv klingt das nicht so dumm für mich. Wo nichts ist, ist ganz sicher nicht Gott. Wo der Teufel ist, ist Gott (einfach das Gegenteil) vielleicht nicht fern ...
Hier ein ganz interessantes Video:
"Der Teufel war mein Freund" | Ex-Satanist erzählt von Erfahrungen mit Satan und Jesus
Hirngespinste für Kinder.
Glaubt denn jemand wirklich, dass der Antichrist mit offenen Karten spielt und von sich reden lässt, als ob es um ein Rezept für eine gelungene Zwibelsuppe ginge? Wenn dazu noch ein Pfingstler kämme, hätten wir ein Remake von der Muppet Show.
Die reden dort, als ob es um ein Date ginge, bei dem man ein Theaterstück zu einer Privatoffenbarung umkrempeln könnte.

Kein Wunder, dass das Christentum verblödet und sektiererische Züge annimmt.

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