Zölibat und Co.

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Lauralarissa
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Lauralarissa »

Raphaela hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 19:43
Laura,
aber verlogene Ehen sind erlaubt? Sich scheiden lassen und zig- mal wieder heiraten, obwohl man von den Sakramenten ausgeschlossen ist, dann wieder zu den Sakramenten gehen.?

Bevor hier über den Zölibat abgelästert wird, bitte erst mal auch auf das andere sehen!
Hier bin ich völlig deiner Meinung. Ich finde es genauso problematisch, wenn der Pastoralreferent eine Beziehung neben seiner Ehe hat wie wenn der Pfarrer eine Freundin oder einen Freund hat. Das macht für mich keinen Unterschied.
Was das "zig mal wieder heiraten" betrifft: Für Menschen im kirchlichen Dienst ist das ja ein Kündigungsgrund. Entweder die erste Ehe wird annulliert und dem Pastoral- bzw. Gemeindereferent wird gekündigt.
"Die römisch-katholische Kirche ignoriert Begabungen, verachtet Wissen und verbietet sich Visionen. Sie hat sich an Frauen versündigt und versündigt sich weiter. Diskriminierung ist ihr harter, aber hohler Markenkern." (Christiane Florin)

Arkangel
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Arkangel »

Der evangelische Theologe und Journalist Dr. Wolfgang Thielmann (er schreibt u.a. für "Die Zeit") hat unlängst folgenden Artikel veröffentlicht:

https://www.zeit.de/gesellschaft/2020- ... verfahren

Ein evangel. Ex-Pastor (geschieden ?) Bernhard Felmberg hatte eigentlich sogar eine Amtsenthebung - so weit ich es verstanden habe - weil er 2 Geliebte nebeneinander hatte (Arbeitskolleginnen ?) .. und nun wird er trotzdem in ein sehr sensibles, sehr wichtiges Amt gehievt. Wie diese Ämterrochade zustande kommt, ist mir völlig unklar.

Untertitel zu "Fragwürdige Personalie": "Die Evangelische Kirche hat bereits einen starken Militärbischof. Jetzt will sie einen vorbelasteten Geistlichen in das wichtige Amt heben, ohne Erfahrung in dem Feld."
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Lauralarissa
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Lauralarissa »

Frage hierzu: Die Vorfälle stammen aus dem Jahr 2013.
Gibt es so etwas wie Vergebung und Neuanfang? Es war ja keine Straftat, sondern eine persönliche "Verfehlung", Sünde gegen das 6. Gebot oder wie man es auch immer nennen will...

Einigermaßen ratlos ...

Laura
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Siard
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Siard »

Arkangel hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 22:24
Der evangelische Theologe und Journalist Dr. Wolfgang Thielmann (er schreibt u.a. für "Die Zeit") hat unlängst folgenden Artikel veröffentlicht:

https://www.zeit.de/gesellschaft/2020- ... verfahren

Ein evangel. Ex-Pastor (geschieden ?) Bernhard Felmberg hatte eigentlich sogar eine Amtsenthebung - so weit ich es verstanden habe - weil er 2 Geliebte nebeneinander hatte (Arbeitskolleginnen ?) .. und nun wird er trotzdem in ein sehr sensibles, sehr wichtiges Amt gehievt. Wie diese Ämterrochade zustande kommt, ist mir völlig unklar.

Untertitel zu "Fragwürdige Personalie": "Die Evangelische Kirche hat bereits einen starken Militärbischof. Jetzt will sie einen vorbelasteten Geistlichen in das wichtige Amt heben, ohne Erfahrung in dem Feld."
Warum sollte es bei Evangelens anders sein, als bei Katholens?

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Siard
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Siard »

Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 22:33
Frage hierzu: Die Vorfälle stammen aus dem Jahr 2013.
Gibt es so etwas wie Vergebung und Neuanfang? Es war ja keine Straftat, sondern eine persönliche "Verfehlung", Sünde gegen das 6. Gebot oder wie man es auch immer nennen will...

Einigermaßen ratlos ...

Laura
Hat er bereut und Buße getan? Einfach so wäre es "billige" Gnade.

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Lauralarissa »

Siard hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 22:35
Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 22:33
Frage hierzu: Die Vorfälle stammen aus dem Jahr 2013.
Gibt es so etwas wie Vergebung und Neuanfang? Es war ja keine Straftat, sondern eine persönliche "Verfehlung", Sünde gegen das 6. Gebot oder wie man es auch immer nennen will...

Einigermaßen ratlos ...

Laura
Hat er bereut und Buße getan? Einfach so wäre es "billige" Gnade.
Wie willst du das überprüfen? Ist ein klassischer Fall von Forum internum.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Arkangel »

Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 22:33
Frage hierzu: Die Vorfälle stammen aus dem Jahr 2013.
Gibt es so etwas wie Vergebung und Neuanfang? Es war ja keine Straftat, sondern eine persönliche "Verfehlung", Sünde gegen das 6. Gebot oder wie man es auch immer nennen will...

Einigermaßen ratlos ...

Laura
Ich bin auch total ratlos. Dr. Thielmann hat auch über Frédéric Martel eine Rezension verfasst, deswegen bin auch auf den "Militärseelsorger-Artikel" gestoßen, und der ist von Ende März 2020 [Punkt]

Man müsste den Verfasser des Artikels direkt selber anschreiben, was das für eine viktorianische Moralkeule ist. Da müsste man nämlich unseren skandalumwitterten Bischof Dr. Alois Schwarz nämlich auch direkt in die Wüste schicken. Als der frisch nach Kärnten kam als Bischof, kam es zu einem handgreiflichen Streit zw. Freundin 1, die aus Wien mitgebracht worden war, und neuer Freundin Nr. 2, so dass sogar die Rettung kommen musste. --- Und da passierte dann 17 Jahre gar nichts, außer einer Versetzung - wiederum als Bischof - in eine kleinere, ärmere Diözese. Und immerhin hat dieser Herr ja auch ein Zölibatsversprechen abgelegt, also Heiratskandidatin war weder Freundin 1 noch Freundin 2. Was ja bei Bernhard Felmberg theoretisch anders ausgelegt werden könnte, Entscheidungsschwäche - neue Partnersuche nach gescheiterter Ehe. Soll es ja geben.
Zuletzt geändert von Arkangel am Sonntag 12. April 2020, 22:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Arkangel »

Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 22:40
Siard hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 22:35
Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 22:33
Frage hierzu: Die Vorfälle stammen aus dem Jahr 2013.
Gibt es so etwas wie Vergebung und Neuanfang? Es war ja keine Straftat, sondern eine persönliche "Verfehlung", Sünde gegen das 6. Gebot oder wie man es auch immer nennen will...

Einigermaßen ratlos ...

Laura
Hat er bereut und Buße getan? Einfach so wäre es "billige" Gnade.
Wie willst du das überprüfen? Ist ein klassischer Fall von Forum internum.
Wenn es als Verstoß gegen Paragraph 39 des Amtsausübungsgesetzes in der evangelischen Kirche von der Obrigkeit beurteilt wurde, dann bleibt es in seinem Personalakt. Aber vielleicht qualifiziert ihn ja gerade "diese Erfahrung" für seine neue Aufgabe.
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Lauralarissa
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Lauralarissa »

Und die neue Partnersuche wäre in der evangelischen Kirche noch nicht mal problematisch ... ginge durchaus.

Man sieht da irgendwie, wie schwierig das zu beurteilen ist ...
Noch kritischer ist, wenn das "Fehlverhalten" nicht sexueller Natur, sondern eine Person sonst einfach total schräge Verhaltensweisen an den Tag legt ... Gute Frage, wann dann jemand nicht mehr tragbar ist.

Ich meine übrigens das Eintragungen in die Personalakte auch nicht ewig drin bleiben dürfen und irgendwann verjähren. Sonst müsste ja z.B. ein Beamter, der sich mit 30 irgendeines Vergehens schuldig gemacht hat, das strafrechtlich irrelevant ist, auch 20 Jahre später bei einer Bewerbung um eine Führungsposition Nachteile haben.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Arkangel »

Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 21:47
Für Menschen im kirchlichen Dienst ist das ja ein Kündigungsgrund. Entweder die erste Ehe wird annulliert und dem Pastoral- bzw. Gemeindereferent wird gekündigt.
Nein, dem ist nicht so aufgrund von Personalmangel auch bei hauptamtl. Laien. Ich denke da an zwei geschiedene Religionslehrer, die miteinander in einer Beziehung gelebt haben. Sie wurden halt x-mal aufs Schulamt vorgeladen und "gebeten", doch ihre früheren Ehen annullieren zu lassen und zu heiraten. Irgendwann haben sie "nachgegeben", und sich dieses "Anliegens" angenommen, wie einer unliebsamen Schülerfrage aus der Streberbank.

Gibt auch den Fall eines sehr populären Ordenspriesters, der mit einer verheirateten Frau einen Sohn gezeugt hat, der dann wiederum Priester wurde. Allen in der Pfarrei ist die verdammte Ähnlichkeit aufgefallen, nur dem Sohn nicht, der dann aber bald nach der Priesterweihe Gefallen an seiner Pfarrhaushälterin gefunden hat. Oberfrechheit: Der leibl. Vater hat bei der Primiz seines Sohnes konzelebriert.
Wenn man so eine "nette" Anekdote lächelnd serviert bekommt, dann darf man heute um Gottes willen überhaupt nicht mehr geschockt reagieren, dann ist man bei begeistert progressiven Kirchgängern gleich eine verklemmte Spießerin.

Vielleicht wollen die arbeitslos gewordenen Ex-Bergbauern und Schiliftbetreiber aus Ischgl dabei helfen, in der Kath. Kirche den Augias-Stall ausmisten zu helfen. Manche aus unserem Bodenpersonal stecken kniehoch im Stallmist fest. Wie sollen die was bewegen können in der Kirche von heute. Denen muss doch selber da raus geholfen werden.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Arkangel »

Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 22:48
Noch kritischer ist, wenn das "Fehlverhalten" nicht sexueller Natur, sondern eine Person sonst einfach total schräge Verhaltensweisen an den Tag legt ... Gute Frage, wann dann jemand nicht mehr tragbar ist.
Ja, das könnte in unten genanntem mysteriösem Fall viell. zutreffen: "einfach total schräge Verhaltensweisen" … aber auch nur eine Spekulation von unendlich vielen. Arztgeheimnis bleibt Arztgeheimnis.

Ich finde diesen Text in der Gemeindezeitung einer Provinzgemeinde meiner Heimatdiözese total unverdaulich. Da geht es z.b. - wie du sagst - gar nicht um astreine Informationen, sondern um Animation zu Spekulationen, da wird was von einer Arztdiagnose gefaselt... und dass sich die Mitglieder des PGR nicht mehr anders zu helfen gewusst hätten, als ihr Problem dem zuständigen Abt zu melden. :hmm: :hmm:

Ist echt ein Aushängeschild für sein Kloster, wenn der Betreffende selber nicht checkt, dass er seine Aufgaben nicht mehr auf die Reihe kriegt. Kann man das nicht anders lösen ? Ich finde, dass das Bloßstellung ist. Andererseits habe ich irgendwo mal gelesen, dass Affären von Priestern immer nebulös bemäntelt werden: Der Hochwürden braucht eine Auszeit wegen eines Burn Outs etc. etc. etc.

www.buergermeisterzeitung.info/gemeinde ... 6f0d24.pdf Seite 14

Kann mir bitte jemand helfen, was das soll ? Heutzutage wird halt auch alles online gestellt. Normalerweise würde die reine Printversion ja nur von einigen aus dem Gemeindegebiet gelesen werden.
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Raphaela »

Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 21:44
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 19:47
Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 16. Februar 2020, 21:25
Sorry, aber einem so verlogenen Verein möchte ich nicht angehören.
Wenn Du die Kirche verlassen willst, bin ich der Letzte, der rufen würde, daß Du bleiben sollst. – Ab, mach dich vom Acker!

Diesen Beitrag habe ich den Moderatoren als persönliche Beleidigung gemeldet.
Ich finde es einfach gnadenlos unangemessen, am Hochfest Ostern einen knapp zwei Monate alten Beitrag zu zitieren, um einen anderen User zu beleidigen.

So nicht!

Laura
Warum soll das angeblich gnadenlos sein? Weißt du denn, wie oft die Leute hier in das Forum schauen? Weißt du denn, was sie als erstes sehen?
Und wieso ist es angeblich beldeidigend? Wer selbst ziemlich beleidigend von "Verein" schreibt, sollte sich erst mal selbst an die Nase fassen. Wer die Mutter Kirche verurteilt, nichts mehr mit der Kirche zu tun haben will, sollte sich nicht wundern, wenn dementsprechende Antworten kommen.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Raphaela »

Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 21:47
Raphaela hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2020, 19:43
Laura,
aber verlogene Ehen sind erlaubt? Sich scheiden lassen und zig- mal wieder heiraten, obwohl man von den Sakramenten ausgeschlossen ist, dann wieder zu den Sakramenten gehen.?

Bevor hier über den Zölibat abgelästert wird, bitte erst mal auch auf das andere sehen!
Hier bin ich völlig deiner Meinung. Ich finde es genauso problematisch, wenn der Pastoralreferent eine Beziehung neben seiner Ehe hat wie wenn der Pfarrer eine Freundin oder einen Freund hat. Das macht für mich keinen Unterschied.
Was das "zig mal wieder heiraten" betrifft: Für Menschen im kirchlichen Dienst ist das ja ein Kündigungsgrund. Entweder die erste Ehe wird annulliert und dem Pastoral- bzw. Gemeindereferent wird gekündigt.
Es geht da nicht um hauptamtliche Laienmitarbeiter. Es geht um jeden getauften Christen!
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen »

Geistliches Wort meines Dogmatikprofessors D. Hattrup, der in Bühren Ahden als Subsidiar tätig ist, in den Pfarrnachrichten:
Pfarrnachrichten Büren (16.–24. Mai 2020) hat geschrieben:Der Mai ist der Monat der Priesterweihen. Auch ich bin im Mai vor vierzig Jahren an Pfingsten in Münster zum Priester geweiht worden. Nun soll sich in diesem Jahr dort kein einziger Kandidat gemeldet haben, ich höre es mit Schrecken. Es hängt sicher mit dem Zölibat zusammen, den der Papst im Februar noch einmal bestätigt hat. Dazu kommen noch Gehorsam und einfaches Leben, was alles der Kandidat bei der Weihe verspricht.

Warum ist diese Lebensform so wenig gefragt? Die Askese wäre in unseren Zeiten der Krisen sehr aktuell, denn alle Krisen stammen aus dem Konsum, aus dem Gegenteil des Askese. Aber in der Kirche, die den Weltverzicht kennen sollte, will niemand die Askese leben. Wieso nicht? Ich habe mich an einen Aufsatz meines Lehrers von Weizsäcker aus dem Jahr 1978 erinnert: ‚Gehen wir einer demokratischen Askese entgegen?‘ Ohne Askese, sagt er, ist keine Gesellschaft stabil. Askese meint den freiwilligen Verzicht auf erreichbare Güter, wie Urlaub, größeres Haus, größeres Auto, bessere Kleidung. ‚Unserer konsumtiven Gesellschaft blieb es vorbehalten, diese Erfahrung zu vergessen.‘ Dazu kommt jetzt die Erde, die durch den Konsum ins Waken geraten ist. Aber der Prophet Weizsäcker war so erfolglos wie die Propheten des Alten Testamentes, sie haben nie die Spur eines Erfolges gesehen.

Die Krise des Priestertums ist die Krise der Askese, und diese ist die Krise des Paradieses auf Erden. In Amerika ist das irdische Glück sogar ein Grundrecht in der Verfassung. Und in Europa hat der Philosoph Feuerbach im 19. im Jahrhundert das Paradies bei Gott verworfen und eines auf der Erde gefordert. Er wollte die Christen, die als Kandidaten auf das Jenseits warten, zu Arbeitern des Diesseits machen, er sprach von ‚Studenten des Diesseits‘. Das war zuerst eine gute Idee, jetzt aber wohl nicht mehr. Nach 200 Jahren meldet sich die Erde zurück und sagt: Bis hierher und nicht weiter. Umwelt, Klima, Corana sind die Warnhinweise aus dem Jenseits für das Diesseits, für unsere konsumtive Kultur. Wer aus der Erde ein Paradies machen will, erschafft in kurzer Zeit die Hölle, weil die Erde unbewohnbar wird.

Und da der Priester ein Symbol des Jenseits ist, kommt seine Berufung in die Krise. Das Bild der Titelseite zeigt es. Ein wilde Blume wächst auf einem wüsten Stein. Die Erde ist diese wilde Blume, die in einem wüstenhaften Weltall blüht. Die Askese auf der Erde tut mehr für ihre Erhaltung als der Konsum auf der Erde. Aber ich gestehe, die Botschaft ist sehr schmerzhaft, was in einer Religion des Leidens aber doch verständlich sein könnte: ‚Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?‘

Prof. DDr. Dieter Hattrup
Gruß Jürgen

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen »

Gerade lese ich in einem Pfarrbrief, daß ein Studienkollege (gleiches Semester wir ich) mit dem Erzbischof gesprochen hat, um aus dem priesterlichen Dienst auszuscheiden. Er will heiraten.
Gleichzeit teilt er mit, daß er aus der kath. Kirche austritt um fürderhin bei der ev. Landeskirche Pastor zu werden.

:bedrippelt:
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Siard »

Juergen hat geschrieben:
Samstag 4. Juli 2020, 10:15

Gleichzeit teilt er mit, daß er aus der kath. Kirche austritt um fürderhin bei der ev. Landeskirche Pastor zu werden.
In welcher Landeskirche?
Früher jedenfalls durfte es keine Landeskirche sein, die gemeinsames Gebiet mit der Diözese hat. Umgekehrt natürlich auch.

Ob sich das lohnt? In ein paar Jahren haben sich beide erledigt. :unbeteiligttu:

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Juergen
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen »

Siard hat geschrieben:
Samstag 4. Juli 2020, 16:22
In welcher Landeskirche?
Steht im Text im verlinkten Pfarrbrief (Seite 2, Spalte 2). :roll:

Gruß Jürgen

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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Siard »

Juergen hat geschrieben:
Samstag 4. Juli 2020, 18:19
Siard hat geschrieben:
Samstag 4. Juli 2020, 16:22
In welcher Landeskirche?
Steht im Text im verlinkten Pfarrbrief (Seite 2, Spalte 2). :roll:

Ich lese nicht jeden verlinkten Pfarrbrief – man muß sich nicht jeden … antun.

Also scheint es die alte Regel nicht mehr zu geben.

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Re:

Beitrag von kirchenchor400 »

Godjonga hat geschrieben:
Samstag 3. Januar 2004, 02:53
Grüß Euch !

Ich meine das Thema Zölibat ist nicht einfach, ähnlich wie die Themen: Homosexualität und Euthanasie ... deswegen kann ich da nie eine "Kurzantwort" und Meinung dazu geben ...

Auch hier habe ich mich noch nicht endgültig zu einer Sichtweise entschlossen - tendiere aber zu einem "freiwilligen Zölibat" !

Ich meine einfach sehr wenige Menschen sind "wirklich" dazu berufen ... - bei denen ist das dann auch kein Problem , aber bei all den anderen ...

Ich glaube es gibt einige Priester, die etwas mehr "sinnenhafte" (diesseitige) Liebe benötigen (damit meine ich keine Sexualität !) und dann allein dem Willen zu gehorchen scheint mir mehr ein Krampf, als ein Kampf zu sein - dazu sollte es nicht kommen ... seine Triebe etc. kultivieren JA, aber in einem gesunden Gesamtverhältnis des Menschen ... - und das wiedeum ist natürlich bei jedem anders und individuell ...

Herzliche Grüße

Mathias
Da möchte ich dem Mathias zustimmen.
Ein freiwilliges Zölibat ist in der heutigen Zeit durchaus angemessen.
Was würde auch die Enthaltsamkeit eines Priesters bringen? Deshalb empfindet er ja nicht weniger Liebe für Gott. Ich halte das Zölibat eher für veraltetes Denken. Und wer meint nur durch Verzicht sich voll und ganz Gott verschreiben zu können, kann ja mit Verzicht leben, wenn er dies möchte.

Alleine der akute Priestermangel in der katholischen Kirche in Deutschland spräche schon dafür, den Zölibat abzuschaffen. Viele junge Männer, würden gerne Priester werden, möchten aber nicht auf Frau und Kinder verzichten. Würde man den Zölibat abschaffen, so die Schlussfolgerung, würden sich die Priesterseminare wieder viel mehr füllen.

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Re: Re:

Beitrag von Protasius »

kirchenchor400 hat geschrieben:
Montag 3. August 2020, 21:47
Alleine der akute Priestermangel in der katholischen Kirche in Deutschland spräche schon dafür, den Zölibat abzuschaffen. Viele junge Männer, würden gerne Priester werden, möchten aber nicht auf Frau und Kinder verzichten. Würde man den Zölibat abschaffen, so die Schlussfolgerung, würden sich die Priesterseminare wieder viel mehr füllen.
Dieses Argument hört man seit Jahrzehnten, aber es wird dadurch nicht wahrer. Wenn das Problem allein der Zölibat wäre, dürfte die EKD keine Probleme haben ihre Pfarrstellen zu besetzen; tatsächlich ist es aber so, daß der Pfarrermangel in der evangelischen Kirche deutlich schlimmer ist als der Priestermangel in der katholischen Kirche.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen verheiratete Priester; aber auch hier zeigt ein Blick auf die evangelischen kirchlichen Gemeinschaften, daß ein Einsatz in der Pfarrseelsorge eine ziemliche Belastung für die Ehe darstellt, denn die Scheidungsraten sind unter dem protestantischen Klerus deutlich höher als unter den protestantischen Laien.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Juergen
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Re: Re:

Beitrag von Juergen »

kirchenchor400 hat geschrieben:
Montag 3. August 2020, 21:47
Alleine der akute Priestermangel in der katholischen Kirche in Deutschland spräche schon dafür, den Zölibat abzuschaffen. Viele junge Männer, würden gerne Priester werden, möchten aber nicht auf Frau und Kinder verzichten. Würde man den Zölibat abschaffen, so die Schlussfolgerung, würden sich die Priesterseminare wieder viel mehr füllen.
Verheiratete Pfarrer gibt es in der ev. Kirche und die haben
1. auch kaum Nachwuchs
2. noch leerere Kirchen
3. gar kein kirchliches Leben


Gruß Jürgen

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Re: Re:

Beitrag von Siard »

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 4. August 2020, 20:01
kirchenchor400 hat geschrieben:
Montag 3. August 2020, 21:47
Alleine der akute Priestermangel in der katholischen Kirche in Deutschland spräche schon dafür, den Zölibat abzuschaffen. Viele junge Männer, würden gerne Priester werden, möchten aber nicht auf Frau und Kinder verzichten. Würde man den Zölibat abschaffen, so die Schlussfolgerung, würden sich die Priesterseminare wieder viel mehr füllen.
Verheiratete Pfarrer gibt es in der ev. Kirche und die haben
1. auch kaum Nachwuchs
2. noch leerere Kirchen
3. gar kein kirchliches Leben
Deshalb muß man ja auch Priesterinnen weihen! :pfeif:

Die interessierten Damen sind aber oft dem Pensionsalter ziemlich nahe, was keine wirkliche Besserung brächte.
Und bei Protestantens nutzt die Frauenordination auch nicht mehr zur Bedarfsdeckung.

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Re: Re:

Beitrag von Raphaela »

Siard hat geschrieben:
Mittwoch 5. August 2020, 00:18
Juergen hat geschrieben:
Dienstag 4. August 2020, 20:01
kirchenchor400 hat geschrieben:
Montag 3. August 2020, 21:47
Alleine der akute Priestermangel in der katholischen Kirche in Deutschland spräche schon dafür, den Zölibat abzuschaffen. Viele junge Männer, würden gerne Priester werden, möchten aber nicht auf Frau und Kinder verzichten. Würde man den Zölibat abschaffen, so die Schlussfolgerung, würden sich die Priesterseminare wieder viel mehr füllen.
Verheiratete Pfarrer gibt es in der ev. Kirche und die haben
1. auch kaum Nachwuchs
2. noch leerere Kirchen
3. gar kein kirchliches Leben
Deshalb muß man ja auch Priesterinnen weihen! :pfeif:

Die interessierten Damen sind aber oft dem Pensionsalter ziemlich nahe, was keine wirkliche Besserung brächte.
Und bei Protestantens nutzt die Frauenordination auch nicht mehr zur Bedarfsdeckung.
Da ich für die Tageszeitung schreibe, bekomme ich mit, dass bei der evangelischen Kirche der Pfarrerberuf immer mehr zu einem Frauenberuf wird. Und auch die werden weniger. - Ganz zu schweigen vom Mutterschutz. Inzwischen hat die evangelische Kirche Badens sogenannte "Springer", die immer dort für höchstens ein Jahr eingesetzt werden, wo Bedarf ist.
Ansonsten kommt noch die Vakanz der Pfarrgemeinden dazu. Ich weiß von zwei Gemeinden, die waren je sieben Jahre vakant. Und vor ein paar Tagen war ich bei einer Gemeinde, die inzwischen seit fünf Jahren vakant ist. Wohlgemerkt: Alles evangelische Gemeinden!

Also von wegen, es liegt alles nur am Zölibat. - Nein, es liegt daran, dass die Leute zum einen immer mehr zu den Freikirchen gehen und zum anderen es immer weniger Gläubige gibt.
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Re: Re:

Beitrag von Siard »

Raphaela hat geschrieben:
Samstag 15. August 2020, 15:29
Also von wegen, es liegt alles nur am Zölibat.
Da sind wir uns ja einig. :ja:

Vir Probatus
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Vir Probatus »

Die Hürden werden auch so gesenkt.
Heute war ich in der Zisterzienser-Abtei Marienstatt.
Dort hing ein Plakat "Priester werden ohne Abitur!"

In Anlehnung an Reinhard May: "Was soll beim Priester werden schwierig sein, ich hab kein Abitur!".
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Lamartine
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Lamartine »

Das ist nun wirklich nichts neues, im Studienhaus Lantershofen gibt es das seit 1972.

Und auch anderswo (Rudolfinum).

In vielen Bundesländern ist man übrigens auch ohne Abitur zum Hochschulstudium qualifiziert.

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Juergen
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen »

Lamartine hat geschrieben:
Samstag 15. August 2020, 19:26
Das ist nun wirklich nichts neues, im Studienhaus Lantershofen gibt es das seit 1972.

Und auch anderswo (Rudolfinum).

In vielen Bundesländern ist man übrigens auch ohne Abitur zum Hochschulstudium qualifiziert.
Willkommen im Forum - oder wieder im Forum‽ Egal.

Das Studienhaus Lantershofen wurde ja extra dafür geschaffen, ohne Abitur Priester werden zu können. Andere Einrichtungen wie das Marianum oder das Clementinum waren Einrichtungen zur Erlangung des Abiturs und richteten sich vor allem an solche Leute, die später Theologie studieren wollten.

Wer ansonsten ohne Abitur studieren will, muß meines Wissens meist vorher irgendeine passende Berufsausbildung und teilweise auch berufliche Erfahrung nachweisen und kann sich dann auf die sehr begrenzte Anzahl an Studienplätzen für Leute ohne Abitur bewerben.
So einfach von der Hauptschule direkt in die Uni geht nicht.

Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Siard
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Siard »

Lamartine hat geschrieben:
Samstag 15. August 2020, 19:26
Das ist nun wirklich nichts neues, im Studienhaus Lantershofen gibt es das seit 1972.

Und auch anderswo (Rudolfinum).

In vielen Bundesländern ist man übrigens auch ohne Abitur zum Hochschulstudium qualifiziert.
Zugelassen. Ob man qualifiziert ist, ist eine andere Frage.
Allerdings sagt ein Abgangszeugnis (Abitur) das auch nicht unbedingt aus.

Raphaela
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Raphaela »

Vir Probatus hat geschrieben:
Samstag 15. August 2020, 19:12
Die Hürden werden auch so gesenkt.
Heute war ich in der Zisterzienser-Abtei Marienstatt.
Dort hing ein Plakat "Priester werden ohne Abitur!"

In Anlehnung an Reinhard May: "Was soll beim Priester werden schwierig sein, ich hab kein Abitur!".
In Deutschland kann man schon sehr lange ohne Abitur Priester werden. Das ist auch gut so.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Juergen
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen »

Raphaela hat geschrieben:
Sonntag 6. September 2020, 15:58
…Das ist auch gut so.
Für diese Schlußfolgerung hätte ich mal stichhaltige Belege.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Raphaela
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Raphaela »

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 6. September 2020, 17:12
Raphaela hat geschrieben:
Sonntag 6. September 2020, 15:58
…Das ist auch gut so.
Für diese Schlußfolgerung hätte ich mal stichhaltige Belege.
Einfach mal an ein paar Heilige Priester denken, die das Abitur heutzutage vielleicht auch nicht schaffen würden.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Juergen
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Re: Zölibat und Co.

Beitrag von Juergen »

Raphaela hat geschrieben:
Sonntag 6. September 2020, 17:28
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 6. September 2020, 17:12
Raphaela hat geschrieben:
Sonntag 6. September 2020, 15:58
…Das ist auch gut so.
Für diese Schlußfolgerung hätte ich mal stichhaltige Belege.
Einfach mal an ein paar Heilige Priester denken, die das Abitur heutzutage vielleicht auch nicht schaffen würden.
Die sind aber alle Priester gewesen, bevor es das Abitur gab.
Gruß Jürgen

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