Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

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Peti
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Peti » Samstag 6. April 2019, 13:39

Bayerischer Komödiensstadel
Beim Maibock im Hofbräuhaus am Mittwoch:
"Mia hoitn zam - Gemeinsam für unsere Heimat!" schrieb die AfD-Fraktionschefin auf Facebook, legte den Arm um die Schulter ihres Co-Vorsitzenden Markus Plenk und schickte ein Foto davon in die Welt.
Ein paar Tage später:
Fraktionschef Markus Plenk will die Partei verlassen und zur CSU überlaufen.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... hseln.html
Stephan Protschka, Beisitzer im Bundesvorstand der AfD und Bundestagsabgeordneter aus dem niederbayerischen Dingolfing dazu:
„Möglich, dass Plenk von der CSU in die AfD eingeschleust wurde“
https://www.welt.de/politik/deutschland ... wurde.html
Plenk wies diese Theorie auf WELT-Anfrage zurück. Es handle sich dabei um „blanken Unsinn, den jeder sofort als solchen erkennen müsste“.
:ikb_bangin:
Zuletzt geändert von Peti am Samstag 6. April 2019, 14:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Juergen
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Juergen » Samstag 6. April 2019, 14:10

Protasius hat geschrieben:
Samstag 6. April 2019, 07:51
CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 6. April 2019, 07:36
russische Geschichten
https://www.sueddeutsche.de/politik/rus ... -1.4398972
Könnte das jemand zusammenfassen? Die Süddeutsche hält anscheinend alle Browser auf meinem Linux-System für Browser mit AdBlocker, selbst ohne Add-Ons.
Die SZ (u.a.) läßt sich problemlos lesen, wenn man die Links im Inkognito-Modus des Chromium-Browsers öffnet.
Protasius hat geschrieben:
Samstag 6. April 2019, 07:51
Könnte das jemand zusammenfassen? Die Süddeutsche hält anscheinend alle Browser auf meinem Linux-System für Browser mit AdBlocker, selbst ohne Add-Ons.
Zusammenfassung: Die AfD hat die gleichen Beziehungen zu Putin wie Trump.

:ikb_hammer:
Gruß Jürgen

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Torben Vers
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Torben Vers » Samstag 6. April 2019, 23:11

Peti hat geschrieben:
Samstag 6. April 2019, 13:39
[...]
„Möglich, dass Plenk von der CSU in die AfD eingeschleust wurde“
https://www.welt.de/politik/deutschland ... wurde.html
Plenk wies diese Theorie auf WELT-Anfrage zurück. Es handle sich dabei um „blanken Unsinn, den jeder sofort als solchen erkennen müsste“.
:ikb_bangin:
Genau die Art von Redewendung, wie sie für Kartellparteiengänger typisch ist.
Ein Vor(ver)urteil? :nuckel:
1. Joh. 4, 16:

"Gott ist Liebe, und wer in d(ies)er Liebe bleibt,
der bleibt in Gott - und Gott bleibt in ihm."

CIC_Fan
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Montag 29. April 2019, 13:57


Caviteño
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 29. Mai 2019, 20:30

Wie wenig die sog. "Experten" über das Phänomen AfD wissen, wird in diesem Artikel deutlich:

Nachgefragt: Warum viele Zuwanderer in Bielefeld AfD wählen

Es geht um den Raum Bielefeld und man stellte fest, daß Zuwanderer dort überproportional die AfD gewählt haben. Darüber kann sich allerdings nur jemand wundern, der wenig Kontakt mit Zuwanderern hat. Für sie ist es schlichtweg unverständlich, welche Leistungen vom deutschen Staat für die Personen bereitgestellt werden, die im Zuge von Merkels Grenzöffnung nach Deutschland kamen:
Murisa Adilovic aus dem Integrationsrat sagt, sie kenne viele Bielefelder, die ihr Kreuz bei der AfD gemacht haben. Dabei handele es sich oft um gebürtige Russen, Kroaten, Polen und Bosnier, die in den 90er Jahren nach Bielefeld gekommen sind.
„Sie haben noch immer soziale Ängste, keine Perspektive und das Gefühl, dass sich niemand um sie kümmert", sagt Adilovic. Von diese Menschen werde sie aktuell oft gefragt: „Was wollen die ganzen Flüchtlinge hier?" Die „Volksparteien" hinterließen auf diese Menschen den Eindruck, „nur noch mehr Flüchtlinge" ins Land zu lassen, berichtet Adilovic.
Natürlich müssen es dann -unbegründete- Ängste sein, die die Menschen zu dieser "Wahlfehlentscheidung" führen - aber das ist nicht so:
Katarzyna L. kam vor zehn Jahren aus Polen nach Baumheide. Damals habe sie der Staat kaum unterstützt, sagt sie. Und heute? „Ich arbeite von morgens bis abends wie eine Verrückte, zahle 400 Euro an die Krankenkasse und es bleibt kaum etwas übrig. Die aktuellen Flüchtlinge hingegen zahlen nichts und machen nichts – und bekommen alles. Ist das fair?"
Sie habe das Gefühl, dass sich viele Neuankömmlinge gar nicht integrieren wollten. „Die lernen kein Deutsch und suchen keinen Kontakt. Wir haben uns früher anders verhalten", sagt die Frau.
Auch die Bekannten meiner Frau aus den PH, die überwiegend als Krankenschwestern nach D. kamen, können nicht verstehen, was hier läuft. "Man soll sich doch zunächst um die eigenen Leute kümmern - da gibt es genug zu tun" - diese zweifelsfrei politisch nicht korrekte Äußerung hört man immer. Vermutlich wird es in den AfD-Hochburgen im Osten des Landes nicht viel anders lauten...

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Peti
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Peti » Samstag 22. Juni 2019, 16:33

Zuletzt geändert von Hubertus am Samstag 22. Juni 2019, 16:51, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Überlanges Zitat wg. urheberrechtlicher Bedenken gekürzt.
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Juergen
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Juergen » Samstag 22. Juni 2019, 19:14

Daraus:
Worte wie Lügenpresse… gehen… flüssig über die Lippen,
Wenn ich den Wetterbericht höre, kommt mir auch das Wort in den Sinn. :emil:

Aber ernsthaft: Ich empfehle den verlinkten Artikel im Nachbarstrang zu lesen:
https://www.kreuzgang.org/viewtopic.php ... 88#p881388
Gruß Jürgen

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Caviteño
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Samstag 22. Juni 2019, 19:36

Peti hat geschrieben:
Samstag 22. Juni 2019, 16:33
Die verlorene Unschuld der AfD:
https://www.merkur.de/politik/kommentar ... 67440.html
Wenn die Menschen inzwischen von "Lügenpresse" und "Systemparteien" reden, ist das doch nicht Schuld der AfD. Selbst wissenschaftliche Institute haben festgestellt, daß die Presse im September 2015 auf dem "Willkommenstrip" war, nur spiegelte die Berichterstattung nicht die Erfahrung eines großen Teils der Bevölkerung wider. Dementsprechend gingen die Auflagen runter - insbesondere die BILD hat darunter zu leiden.
Ähnliches gilt für den Ausdruck "Systemparteien". Wo war denn die offene Debatte im Bundestag nicht nur bei der Grenzöffnung auch bei der Euro"rettung" - als das D. von der Kanzlerin für Hunderte von Mrden haftbar gemacht wurde?

Es gab bei all diesen Themen keine Oppositionspartei - keine Partei, die lautstark gegen GR-"Rettung" oder Grenzöffnung protestiert hätte. Das man sich jetzt wundert, wenn es Widerspruch bei den Parlamentsdebatten in vielen Fragen gibt, zeigt doch eigentlich, daß den bisher im Bundestag vertretenen Parteien eine offene Diskussion in wichtigen Fragen fremd ist - weil sie alle die gleiche Vorstellung haben. Stell Dir nur einmal vor, Peti, wie farblos die Debatten im Parlament ohne z.B. Herrn Curio oder Frau Weidel wären. Natürlich schmerzt es, wenn der Kanzlerin ein Zitat des früheren tschechischen Präsidenten Zeman vorgehalten wird:
Ich zitiere: „Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden, jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass, dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert“.
oder:
Staatsaufgabe ist nämlich, das über Generationen aufgebaute Volksvermögen treuhänderisch zum Wohl des deutschen Volkes zu verwalten und es nicht mit vollen Händen zum Fenster raus zu schmeißen. Denn Eigentümer sind die deutschen Bürger und nicht Sie, nicht die Regierung!
http://www.pi-news.net/2018/05/alice-we ... n-regiert/

Damit macht man sich keine Freunde, weder bei der Regierung noch bei den Medien - aber es dürften nicht wenige Bürger sein, die einer solchen Äußerung zustimmen würden.
Man kann den Eindruck gewinnen, daß der Verfasser des von Dir verlinkten Artikels -natürlich- eine Diskussion nicht verbieten will - aber doch bitte so, daß "die Bevölkerung nicht verunsichert wird". Also in verschwurbeltem Soziologendeutsch und am besten nur im Hinterzimmer (Ausschüssen). Da frag ich mich allerdings, warum für den "Klimawandel" nicht das Gleiche gilt... :breitgrins:
Hier zieht man - mit Unterstützung von Parteien, Kirchen, Regierung - in allen Medien die Karte "Panik, Panik, Panik".
Im Osten des Landes - und da finden die nächsten Wahlen statt - dürfte das Thema "Klimawandel" nicht die Aufmerksamkeit des Themas "Migration" erreichen. Dann wird man wieder einer Partei die Schuld geben, daß sie mit "Angstmacherei" erfolgreich Wahlkampf geführt hätten. Unerhört! Da ist das Thema "Klimawandel" doch das genaue Gegenteil.... :D :kugel:

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Edi
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Samstag 22. Juni 2019, 19:58

Peti hat geschrieben:
Samstag 22. Juni 2019, 16:33
Die verlorene Unschuld der AfD:
https://www.merkur.de/politik/kommentar ... 67440.html
Es braucht doch gar keine AfD um zu erkennen, dass die genannten Attribute für die Medien stimmig sind. Das bestätigen auch Medienforscher schon länger, die uns sagen, dass viele Medien vielleicht nicht direkt lügen, aber doch sehr oft einseitig berichten. Den Begriff, dass jemand lügt wie gedruckt, den gibt es doch schon lange und nicht erst in jüngster Zeit. Die Medien lügen aber oft auch ganz bewusst und wer das nicht merkt, der hat keine Ahnung. Beispiele dafür haben wir doch genug aus einer Zeit vor etlichen Jahren, wo es noch keine AfD gab. Man denke nur mal an den Fall Hohmann und andere. Viele Medien leben doch vielfach auch von Schlagwortüberschriften. Liest man dann nicht nur die Überschriften, sondern den ganzen Text, bleibt oft wenig bis nichts übrig von dem, was die Überschriften aussagen. So dumm sind dann viele doch nicht, dass sie das nicht merken würden, was wiederum mit der AfD nichts zu tun hat.
Zu dem Thema Systemparteien haben andere hier auch schon einiges ausgeführt. Viele ganz wichtige Dinge, die in einer normalen Demokratie hätten zumindest im Parlament diskutiert werden müssen, sind dort unterschlagen worden.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
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die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Mittwoch 26. Juni 2019, 14:03

Wie ist dieses Geschreibsel der rechten Foristen zu sehen? Als Dauerlallen in einer rechten Dauerblase? Oder als permanentes Wiederholen rechter Parolen in der rechtsextremen Echokommer?

Siehe die Selbstradikalisierung der Frau Steinbach?

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Hanspeter
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Hanspeter » Mittwoch 26. Juni 2019, 15:27

Diesen Strang verfolge ich im Interesse meiner eigenen Seelenhygiene nur noch sporadisch.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Siard » Mittwoch 26. Juni 2019, 18:52

Tinius hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 14:03
Wie ist dieses Geschreibsel der rechten Foristen zu sehen? Als Dauerlallen in einer rechten Dauerblase? Oder als permanentes Wiederholen rechter Parolen in der rechtsextremen Echokommer?

Siehe die Selbstradikalisierung der Frau Steinbach?
Hoch die internationale Solidarität.


Welche Echokammer ist doch egal.

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Peti
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Peti » Donnerstag 27. Juni 2019, 15:50

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 22. Juni 2019, 19:36
. Stell Dir nur einmal vor, Peti, wie farblos die Debatten im Parlament ohne z.B. Herrn Curio oder Frau Weidel wären.
In Bayern muss man nach einem Kommentar im Merkur konstruktive Oppositionsarbeit mit der Lupe suchen.
Inzwischen ist der Fraktionschef schon aus der Partei geflohen und der verbliebene Rest heillos zerstritten. Auffallen kann die Partei nur noch, wenn z.B der AfD-Abgeordnete Ralph Müller für einen Eklat sorgt. Während einer Gedenkminute für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten am Mittwoch im Landtag blieb er ungerührt sitzen. Eine Entschuldigung für sein Verhalten lehnte er zunächst ab, ruderte dann aber zurück.

In meinem Heimatsort hatte die Partei bei der Landtagswahl knapp über 5 Prozent. Ob sie die nochmals erreichen würde, glaub ich eher nicht.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
Johannes Maria Vianney

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 27. Juni 2019, 17:29

Peti hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 15:50
In Bayern muss man nach einem Kommentar im Merkur konstruktive Oppositionsarbeit mit der Lupe suchen.
Was als "konstruktive Oppositionsarbeit" angesehen wird liegt natürlich immer im Auge des Berichterstatters. Wenn eine Partei grundsätzlich andere Positionen in wichtigen Fragen (EU, Euro, Migration, Energie) vertritt als die übrigen, heißt es natürlich "nicht konstruktiv", weil man die eigenen Entscheidungen nicht in Frage stellen bzw. als Berichterstatter die früher geschriebenen Lobeshymnen nicht korrigieren will. Einen Fehler zuzugeben gleicht einem politischen Selbstmord.
Peti hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 15:50
In meinem Heimatsort hatte die Partei bei der Landtagswahl knapp über 5 Prozent. Ob sie die nochmals erreichen würde, glaub ich eher nicht.
Da gibt es noch "bessere" Ergebnisse.
In Münster erreichte die AfD bei der Europawahl nur 4%, in meiner Heimatstadt, die nur 70 km entfernt liegt, waren es mit 16,4% eines der besten Ergebnisse im Land. Münster, eine Beamten und Universitätsstadt, hat kaum "Problemausländer" - ähnlich wie München. Im Ruhrgebiet sieht das nun mal ganz anders aus. Außerdem bricht bei Euch die CSU nicht so weg, wie man es hier bei der SPD beobachten kann, obwohl früher einmal beide Parteien Wahlergebnisse von 55% + x erzielt haben. Bei uns hat die SPD über 20 %-Punkte verloren; sie wurde fast halbiert. Bei uns gewannen - wie im Bundestrend - die Grünen und die AfD, während Union und SPD Stimmenverluste verbuchen mußten.

Warten wir einfach ab, ob es Neuwahlen gibt - glaube ich ehr nicht, weil beide GroKo-Parteien mit erheblichen Stimmverlusten rechnen müßten. Da will man doch noch Legislaturperiode vollmachen und evtl. die Anwartschaften auf sein Ruhegeld vermehren.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Peti » Donnerstag 27. Juni 2019, 20:09

Dass die bayerische AfD Landtagsfraktion höchst zerstritten und wenig überzeugend ist, läßt sich aber kaum leugnen.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ar26 » Donnerstag 27. Juni 2019, 23:27

Peti hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 20:09
Dass die bayerische AfD Landtagsfraktion höchst zerstritten und wenig überzeugend ist, läßt sich aber kaum leugnen.
Das waren die Grünen in den 80ern auch. In West-Berlin gab es sogar 2 grüne Parteien. Es ist ja nicht zu leugnen, dass die AfD es in Bayern schwerer hat. Nicht nur wegen der freilich guten Politik der CSU in früherer Zeit sondern auch wegen der Konkurrenz durch die FW. Als klar sehender Konservativer wäre die Frage wohl eher nicht, ob man die CSU oder AfD wählt, sondern eher ob FW oder AfD.

Wie sich das zukünftig entwickelt, wird man sehen. Als Bayer würde ich mir gegenwärtig eher Gedanken über die Zukunft der heimischen Autoindustrie machen (heute hieß es, Audi reduziert 10000 Stellen). Wer weiß, ob es der CSU nicht doch noch einmal auf die Füße fällt, dass sie sich der ökobolschwewistischen Revolution in Berlin nicht entschieden genug entgegen gestellt hat.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Juergen » Freitag 28. Juni 2019, 09:48

Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Freitag 28. Juni 2019, 10:15

ar26 hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 23:27
Peti hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 20:09
Dass die bayerische AfD Landtagsfraktion höchst zerstritten und wenig überzeugend ist, läßt sich aber kaum leugnen.
Das waren die Grünen in den 80ern auch. In West-Berlin gab es sogar 2 grüne Parteien.
Die Grünen, um bei dem Beispiel zu bleiben, haben schon immer zwei Vorsitzende gehabt. Dabei mußten nicht nur das männliche und weibliche Geschlecht vertreten sein, sondern auch der "Fundi-" und der "Realo-Flügel". Auch da ging Streit quer durch die Partei, wurde aber von den Medien wohlwollend als "Parteiendemokratie" bzw. "Diskussionfreude" dargestellt. Letzteres gilt im übrigen auch für die SPD, dem früheren Wunschkind der Medien.

Peti, ist es Dir denn lieber, wenn eine Partei nur als ein Block wahrgenommen wird? Das ist doch das Problem im Augenblick bei der Union. Die wichtigen, strittigen Fragen wurden überhaupt nicht breit diskutiert. Die ganz wenigen Abweichler, wie z.B. Bosbach, wurden gemobbt ("Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen") - die Partei"führung" hat immer Recht und so wurde aus der Fraktion eine Gruppe von "Nicknegern". Wie sollen sich denn in einer solchen Partei Wähler wiederfinden, deren Meinung z.B. zur Migration oder Euro"rettungs"politik noch nicht einmal von einer Parteiminderheit artikuliert werden darf? :achselzuck:

Im übrigen, Peti, halte ich es auch für ein wenig unfair, an eine Partei, die gerade einmal ein gutes halbes Jahr im Parlament sitzt, die gleichen Anforderungen zu stellen, wie an Parteien, die sich dort schon seit Jahrzehnten mehr oder weniger erfolgreich tummeln. In anderen Bundesländern, z.B. in Sachsen, wo die AfD schon länger in der Opposition ist, scheint die dortige Parlamentsarbeit jedenfalls so gut zu sein, daß der Wähler hier voraussichtlich ein neues und wesentlich stärkeres Mandat vergeben wird. Dort hat man Vertrauen erworben, was man von den bisherigen Volksparteien angesichts der letzten Wahlergebnisse nicht behaupten kann.

Caviteño
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Freitag 28. Juni 2019, 10:30

ar26 hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 23:27
ls Bayer würde ich mir gegenwärtig eher Gedanken über die Zukunft der heimischen Autoindustrie machen (heute hieß es, Audi reduziert 10000 Stellen). Wer weiß, ob es der CSU nicht doch noch einmal auf die Füße fällt, dass sie sich der ökobolschwewistischen Revolution in Berlin nicht entschieden genug entgegen gestellt hat.
und bei BMW wird darüber nachgedacht, den bisherigen Vorstandsvorsitzenden zu ersetzen, weil die Zahlen nicht stimmen.

Machtpoker bei BMW: Krüger muss um seinen Chefposten bangen

Zwei Gewinnwarnungen innerhalb von neun Monaten, bis 2022 sollen zwölf Mrden € eingespart werden, Neubau einer Fabrik in Ungarn auf unbestimmte Zeit verschoben und ein Einstellungsstop. Es ist schon heftig, mit welchen Herausforderungen die deutsche Automobilindustrie konfrontiert ist. Neben selbstverschuldeten Fehlern und außerhalb ihres Einflußbereiches liegenden Entwicklungen hat allerdings auch die Klimapolitik der EU einen wichtigen Anteil. Dem hat sich die Bundesregierung nicht deutlich genug entgegengestellt. Es ist eben ein Unterschied, ob Ausstoßgrenzen für Produzenten von Klein- und Mittelklassewagen (überwiegend in F.) oder für Luxusautos festgelegt werden. Man kann nur hoffen, daß Merkels Politik die deutsche Automobilindustrie nicht auf den gleichen Weg zwingt wie ihre Energiepolitik die Versorger - in die Bedeutungslosigkeit.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Irmgard » Freitag 28. Juni 2019, 16:40

Dieser Thread lässt mich doch ziemlich fassungslos zurück. Für mich hat die AFD die Schranke zum Rechtsradikalismus deutlich überschritten. Daher gibt es für mich da überhaupt keine Kompromisse. Solange sich die AFD nicht glaub- und dauerhaft von rechtsextremem Gedankengut distanziert und entsprechende Zündler aus Ämtern entfernt, ist sie nicht wählbar. Es ist mir auch egal, ob die justiziable Form des Rechtsextremismus erreicht ist oder so gerade eben nicht. Wer in Kauf nimmt, entsprechend falsch verstanden zu werden, trägt auch dafür Verantwortung. Wir haben doch nun wirklich gesehen, wohin das führen kann. Wehret den Anfängen.

Was jetzt nicht heißt, dass man die Sorgen und Nöte der AFD-Wähler nicht Ernst nehmen sollte. Ganz im Gegenteil, da ist viel Porzellan zerschlagen worden.

Aber nein, die derzeitige AFD ist nicht wählbar, egal, ob Christ oder nicht.

Gruß
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Freitag 28. Juni 2019, 17:08

Irmgard hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 16:40
Was jetzt nicht heißt, dass man die Sorgen und Nöte der AFD-Wähler nicht Ernst nehmen sollte. Ganz im Gegenteil, da ist viel Porzellan zerschlagen worden.
Würde man die Sorgen dieser Wähler nur einigermassen ernst nehmen, ging es mit der AfD wieder bergab. Die Menschen wollen doch Probleme gelöst sehen und wenn das nicht geschieht, wird die AfD weiter zunehmen. Ich habe heute zufällig eine Rede des AfD-Abgeordneten Baumann im Bundestag über das Thema hochkriminelle Araberclans in der Bundesrepublik gesehen und muss dazu sagen, dass der Mann recht hatte. Diese Clans haben viel zu viel Einfluss und korrumpieren unseren Rechtsstaat. Mir ist es auch egal, welche Partei auf diese Probleme aufmerksam macht, aber leider kommt da nur etwas von der AfD und wenig bis nichts von den anderen Parteien. Die Regierungen der letzten zehn Jahre haben doch gegen dieses Problem fast nichts getan. Das sind die Fakten und wenn leider nur die AfD das anprangert und kaum jemand anders ausser der Polizei, dann ist es auch klar, dass diese Partei vielfach auch von Polizisten gewählt wird, denn die sind von dem Problem unmittelbar auch betroffen und nicht nur die lokale Bevölkerung.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Freitag 28. Juni 2019, 18:14

Irmgard hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 16:40
Dieser Thread lässt mich doch ziemlich fassungslos zurück. Für mich hat die AFD die Schranke zum Rechtsradikalismus deutlich überschritten. Daher gibt es für mich da überhaupt keine Kompromisse. Solange sich die AFD nicht glaub- und dauerhaft von rechtsextremem Gedankengut distanziert und entsprechende Zündler aus Ämtern entfernt, ist sie nicht wählbar. Es ist mir auch egal, ob die justiziable Form des Rechtsextremismus erreicht ist oder so gerade eben nicht. Wer in Kauf nimmt, entsprechend falsch verstanden zu werden, trägt auch dafür Verantwortung. Wir haben doch nun wirklich gesehen, wohin das führen kann. Wehret den Anfängen.

Was jetzt nicht heißt, dass man die Sorgen und Nöte der AFD-Wähler nicht Ernst nehmen sollte. Ganz im Gegenteil, da ist viel Porzellan zerschlagen worden.

Aber nein, die derzeitige AFD ist nicht wählbar, egal, ob Christ oder nicht.

Gruß
Irmgard
Liebe Irmgard,
dein Wort in Gottes Ohr.
Leider wird hier in diesem Forum gerade der von dir erkannte schreckliche Zustand dieser Partei von einigen Dauerschreibern des rechten Randes permanent verteidigt und der Hass dieser Partei gegen den demokratischen Rechtsstaat negiert bzw. unterschwellig begrüßt.
So folgt auf deine Stellungnahme sofort reflexartig sie Reaktion aus der rechten Filterblase.

Nehmen wir mal einen typischen rechten Wähler der AfD in z.B. Sachsen: sieht kaum Ausländer, ist aber gegen jeden Ausländer, kennt keinen Christen, blöckt aber die antichristlichen Parolen der Rechten nach.
Hat eine ordentliche Rente, motzt aber dauernd gegen die "da Oben".
Aber immer in der rechten Blase gefangen.

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Siard
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Siard » Freitag 28. Juni 2019, 19:29

Tinius hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 18:14
Irmgard hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 16:40
Dieser Thread lässt mich doch ziemlich fassungslos zurück. Für mich hat die AFD die Schranke zum Rechtsradikalismus deutlich überschritten. Daher gibt es für mich da überhaupt keine Kompromisse. Solange sich die AFD nicht glaub- und dauerhaft von rechtsextremem Gedankengut distanziert und entsprechende Zündler aus Ämtern entfernt, ist sie nicht wählbar. Es ist mir auch egal, ob die justiziable Form des Rechtsextremismus erreicht ist oder so gerade eben nicht. Wer in Kauf nimmt, entsprechend falsch verstanden zu werden, trägt auch dafür Verantwortung. Wir haben doch nun wirklich gesehen, wohin das führen kann. Wehret den Anfängen.

Was jetzt nicht heißt, dass man die Sorgen und Nöte der AFD-Wähler nicht Ernst nehmen sollte. Ganz im Gegenteil, da ist viel Porzellan zerschlagen worden.

Aber nein, die derzeitige AFD ist nicht wählbar, egal, ob Christ oder nicht.

Gruß
Irmgard
Liebe Irmgard,
dein Wort in Gottes Ohr.
Leider wird hier in diesem Forum gerade der von dir erkannte schreckliche Zustand dieser Partei von einigen Dauerschreibern des rechten Randes permanent verteidigt und der Hass dieser Partei gegen den demokratischen Rechtsstaat negiert bzw. unterschwellig begrüßt.
So folgt auf deine Stellungnahme sofort reflexartig sie Reaktion aus der rechten Filterblase.

Nehmen wir mal einen typischen rechten Wähler der AfD in z.B. Sachsen: sieht kaum Ausländer, ist aber gegen jeden Ausländer, kennt keinen Christen, blöckt aber die antichristlichen Parolen der Rechten nach.
Hat eine ordentliche Rente, motzt aber dauernd gegen die "da Oben".
Aber immer in der rechten Blase gefangen.
Und aus welcher Blase sendest Du?

Caviteño
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Freitag 28. Juni 2019, 20:52

Irmgard hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 16:40
Was jetzt nicht heißt, dass man die Sorgen und Nöte der AFD-Wähler nicht Ernst nehmen sollte. Ganz im Gegenteil, da ist viel Porzellan zerschlagen worden.

Aber nein, die derzeitige AFD ist nicht wählbar, egal, ob Christ oder nicht.

Gruß
Irmgard
Welche Partei soll denn gewählt werden, wenn man

- die Energie"wende" sehr kritisch sieht, weil überhaupt kein Plan existiert, woher der Strom bei einer länger andauernden Dunkelflaute kommen soll;

- den Euro und die sog. Euro"rettungs"politik ablehnt, weil eine Währung, die dauernd "gerettet" werden muß, nichts taugen kann und er nicht einsieht, das - entgegen den vertraglichen Bestimmungen - D. für die Schulden anderer Länder haftet;

- zwar Asyl nach den Bestimmungen des GG und der Genfer Flüchtlingskonvention bejaht, aber ablehnt, daß die Asylvorschrift als Einwanderungsmöglichkeit für Millionen mißbraucht wird und gleichzeitig eine Ausschaffung nicht erfolgt? Weil keine "Ärzte und Ingenieure" kommen, sondern Personen, die für den Arbeitsmarkt hier nicht qualifiziert sind und die faktisch lebenslänglich (s. fehlende Ausschaffung) alimentiert werden müssen, ggfs. mit Zweit- bis Viertfrau.

Wer eine solche Einstellung hat, kann sicherlich noch Christ sein - oder siehst Du das anders?

Keine der Altparteien würde einer dieser "Sorgen und Nöte" beseitigen wollen - alle haben zugestimmt bei Energiewende, Eurorettung und Öffnung der Grenzen. Deswegen entfällt auch die Wahl einer Splitterpartei, denn aufgrund der 5%-Klausel würden 0,8+ der Stimme auf die Altparteien entfallen, deren Programm den eigenen Vorstellungen widerspricht.
Soll man dann von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch machen, obwohl die Bischöfe dazu aufrufen? ;D

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Irmgard
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Irmgard » Samstag 29. Juni 2019, 15:56

Edi hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 17:08
Irmgard hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 16:40
Was jetzt nicht heißt, dass man die Sorgen und Nöte der AFD-Wähler nicht Ernst nehmen sollte. Ganz im Gegenteil, da ist viel Porzellan zerschlagen worden.
Würde man die Sorgen dieser Wähler nur einigermassen ernst nehmen, ging es mit der AfD wieder bergab. Die Menschen wollen doch Probleme gelöst sehen und wenn das nicht geschieht, wird die AfD weiter zunehmen.
Da bin ich ganz bei dir.
Ich habe heute zufällig eine Rede des AfD-Abgeordneten Baumann im Bundestag über das Thema hochkriminelle Araberclans in der Bundesrepublik gesehen und muss dazu sagen, dass der Mann recht hatte. Diese Clans haben viel zu viel Einfluss und korrumpieren unseren Rechtsstaat. Mir ist es auch egal, welche Partei auf diese Probleme aufmerksam macht, aber leider kommt da nur etwas von der AfD und wenig bis nichts von den anderen Parteien. Die Regierungen der letzten zehn Jahre haben doch gegen dieses Problem fast nichts getan. Das sind die Fakten und wenn leider nur die AfD das anprangert und kaum jemand anders ausser der Polizei, dann ist es auch klar, dass diese Partei vielfach auch von Polizisten gewählt wird, denn die sind von dem Problem unmittelbar auch betroffen und nicht nur die lokale Bevölkerung.
Und hier bin ich so gar nicht bei dir. Ja, es gibt Missstände, die nicht richtig angegangen werden. Und das ist nicht gut. Aber das ist keine Entschuldigung dafür, eine derart rechtsaußen blinkende Partei zu wählen. Ich verstehe das einfach nicht, wie man das rechtfertigen kann.

Gruß
Irmgard

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Irmgard » Samstag 29. Juni 2019, 16:02

Tinius hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 18:14
Irmgard hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 16:40
Dieser Thread lässt mich doch ziemlich fassungslos zurück. Für mich hat die AFD die Schranke zum Rechtsradikalismus deutlich überschritten. Daher gibt es für mich da überhaupt keine Kompromisse. Solange sich die AFD nicht glaub- und dauerhaft von rechtsextremem Gedankengut distanziert und entsprechende Zündler aus Ämtern entfernt, ist sie nicht wählbar. Es ist mir auch egal, ob die justiziable Form des Rechtsextremismus erreicht ist oder so gerade eben nicht. Wer in Kauf nimmt, entsprechend falsch verstanden zu werden, trägt auch dafür Verantwortung. Wir haben doch nun wirklich gesehen, wohin das führen kann. Wehret den Anfängen.

Was jetzt nicht heißt, dass man die Sorgen und Nöte der AFD-Wähler nicht Ernst nehmen sollte. Ganz im Gegenteil, da ist viel Porzellan zerschlagen worden.

Aber nein, die derzeitige AFD ist nicht wählbar, egal, ob Christ oder nicht.

Gruß
Irmgard
Liebe Irmgard,
dein Wort in Gottes Ohr.
Leider wird hier in diesem Forum gerade der von dir erkannte schreckliche Zustand dieser Partei von einigen Dauerschreibern des rechten Randes permanent verteidigt und der Hass dieser Partei gegen den demokratischen Rechtsstaat negiert bzw. unterschwellig begrüßt.
So folgt auf deine Stellungnahme sofort reflexartig sie Reaktion aus der rechten Filterblase.
Ach, ich weiß nicht. Für einen Reflex halte ich das nicht. Ich würde das tatsächlich gerne besser verstehen, warum intelligente Menschen auf die Idee kommen, dass rechtes Gedankengut a) ungefährlich ist und b) zu gesellschaftlichen akzeptablen Lösungen führt. Ich wundere mich da sehr. Und ich wundere mich auch, warum es in diesem Forum so viele sind. Ich bin nämlich nicht der Meinung, dass Konservatismus grundsätzlich etwas Schlechtes ist. Aber diese mangelnde Abgrenzung nach rechtsaußen finde ich sehr unverständlich.
Nehmen wir mal einen typischen rechten Wähler der AfD in z.B. Sachsen: sieht kaum Ausländer, ist aber gegen jeden Ausländer, kennt keinen Christen, blöckt aber die antichristlichen Parolen der Rechten nach.
Hat eine ordentliche Rente, motzt aber dauernd gegen die "da Oben".
Aber immer in der rechten Blase gefangen.
Auch das ist mir zu simpel. Die Menschen im Osten haben mit der Wende einen ziemlichen Bruch hinter sich, auch wenn sie den selbst herbeigeführt haben. Das ist keine Entschuldigung für Wählen im rechtsextremen Bereich, aber das war in der Kommunikation auch keine Ruhmesblatt. Da ist noch viel zu tun.

Gruß
Irmgard

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Irmgard » Samstag 29. Juni 2019, 16:11

Caviteño hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 20:52
Irmgard hat geschrieben:
Freitag 28. Juni 2019, 16:40
Was jetzt nicht heißt, dass man die Sorgen und Nöte der AFD-Wähler nicht Ernst nehmen sollte. Ganz im Gegenteil, da ist viel Porzellan zerschlagen worden.

Aber nein, die derzeitige AFD ist nicht wählbar, egal, ob Christ oder nicht.

Gruß
Irmgard
Welche Partei soll denn gewählt werden, wenn man

- die Energie"wende" sehr kritisch sieht, weil überhaupt kein Plan existiert, woher der Strom bei einer länger andauernden Dunkelflaute kommen soll;

- den Euro und die sog. Euro"rettungs"politik ablehnt, weil eine Währung, die dauernd "gerettet" werden muß, nichts taugen kann und er nicht einsieht, das - entgegen den vertraglichen Bestimmungen - D. für die Schulden anderer Länder haftet;

- zwar Asyl nach den Bestimmungen des GG und der Genfer Flüchtlingskonvention bejaht, aber ablehnt, daß die Asylvorschrift als Einwanderungsmöglichkeit für Millionen mißbraucht wird und gleichzeitig eine Ausschaffung nicht erfolgt? Weil keine "Ärzte und Ingenieure" kommen, sondern Personen, die für den Arbeitsmarkt hier nicht qualifiziert sind und die faktisch lebenslänglich (s. fehlende Ausschaffung) alimentiert werden müssen, ggfs. mit Zweit- bis Viertfrau.

Wer eine solche Einstellung hat, kann sicherlich noch Christ sein - oder siehst Du das anders?
Auf jeden Fall wählt man da nicht AFD. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, mir Reden von Meuthen und Co. anzuhören. Und zwar längere Reden, nicht nur aus dem Zusammenhang gerissene Ausschnitte. Das hat mir gereicht. Von Menschen, die solche Ansichten äußern, will ich auf jeden Fall nicht regiert werden. Und ich finde es meine Aufgabe, mich da deutlich zu distanzieren, was ich hiermit tue.

Was kann man tun: selber eine Partei gründen, bei demokratischen Parteien immer wieder argumentativ vorstellig werden, sich passend informieren (was gar nicht immer so einfach ist). Aber eben nicht eine Partei wählen, die sich nicht glaubhaft von Rechtsextremismus distanziert. Das geht nicht. Und dafür gibt es auch kein Argument und keine Entschuldigung.
Keine der Altparteien würde einer dieser "Sorgen und Nöte" beseitigen wollen - alle haben zugestimmt bei Energiewende, Eurorettung und Öffnung der Grenzen. Deswegen entfällt auch die Wahl einer Splitterpartei, denn aufgrund der 5%-Klausel würden 0,8+ der Stimme auf die Altparteien entfallen, deren Programm den eigenen Vorstellungen widerspricht.
Soll man dann von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch machen, obwohl die Bischöfe dazu aufrufen? ;D
Habe ich ja oben geschrieben. Wenn du deine Stimme nicht verfallen lassen willst, dann musst du dir die Partei suchen, wo du am Ehesten denkst, Gehör zu finden. Und die nervst du dann. Geh hin, rede, engagier dich. Aber zündeln am rechten Rand geht für mich nicht. Und niemand kann sagen, man habe nicht gewusst, was aus solchen Reden entsteht. Ich bete, dass wir keine Wirtschaftskrise bekommen!

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Edi
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Samstag 29. Juni 2019, 16:26

Ich kenne keine einzige Partei, die mir zu 100 % passen würde, mag sein, es ist unter den Miniparteien, die keine Chance haben, etwas in der Richtung dabei. Ich weiss es nicht. Die Altparteien passen mir aber nicht, was nicht heisst, dass ich in Teilen deren Ansichten nicht auch teilen würde, könnte. Auch die AfD ist nicht in allem gut, weil sie leider unter sich fragwürdige Personen hat, die vielleicht auch nur dumm rausschwätzen oder aber tatsächlich zu weit rechts sind. Nur ist die AfD eine neue Partei, die sich noch nicht in allem gefunden hat, die aber auch gute Argumente für manche ihrer Ansichten hat. @Caviteño hat ja schon einiges in der Hinsicht erwähnt und in anderen Threads kommt das auch zum Ausdruck, was in Deutschland schief läuft und dringend zu ändern wäre.

Was ich aber finde, ist dies, dass es wie bisher nicht so weiter gehen kann in Deutschland und da bleibt einem derzeit nur eine Alternative, die aber auch ihre Fehler hat. Merkel führt unser Land langfristig in den Abgrund vor allem auch finanziell, AfD hin oder her. Die nachkommenden Generationen werden das noch spüren, sei es auf die Rente bezogen oder auch auf andere Dinge. Dazu haben Experten schon genug geschrieben, aber die meisten interessieren sich nicht dafür.
Im übrigen ist die AfD weit weg davon mitregieren zu können, und wenn das einmal so wäre, würde sie auch durch einen Koalitonspartner eingeschränkt werden.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Irmgard » Samstag 29. Juni 2019, 17:35

Edi hat geschrieben:
Samstag 29. Juni 2019, 16:26
Ich kenne keine einzige Partei, die mir zu 100 % passen würde, mag sein, es ist unter den Miniparteien, die keine Chance haben, etwas in der Richtung dabei. Ich weiss es nicht. Die Altparteien passen mir aber nicht, was nicht heisst, dass ich in Teilen deren Ansichten nicht auch teilen würde, könnte. Auch die AfD ist nicht in allem gut, weil sie leider unter sich fragwürdige Personen hat, die vielleicht auch nur dumm rausschwätzen oder aber tatsächlich zu weit rechts sind. Nur ist die AfD eine neue Partei, die sich noch nicht in allem gefunden hat, die aber auch gute Argumente für manche ihrer Ansichten hat. @Caviteño hat ja schon einiges in der Hinsicht erwähnt und in anderen Threads kommt das auch zum Ausdruck, was in Deutschland schief läuft und dringend zu ändern wäre.
(Unterstreichung von mir)
Und solange da dieses fragwürdige Personal ist, ist diese Partei nicht wählbar. Da gibt es für mich keinen Kompromiss. Wenn sie sich je so finden sollte, dass dieses Abdriften nach extrem rechts außen nicht mehr stattfindet und man sich entsprechend abgrenzt, dann kann man das gerne neu bewerten. Es gab auch Zeiten, da habe ich auch die Grünen für unwählbar gehalten. Jede Partei darf sich gerne entwickeln. Aber bitte nicht im extremen Bereich.
Was ich aber finde, ist dies, dass es wie bisher nicht so weiter gehen kann in Deutschland und da bleibt einem derzeit nur eine Alternative, die aber auch ihre Fehler hat. Merkel führt unser Land langfristig in den Abgrund vor allem auch finanziell, AfD hin oder her. Die nachkommenden Generationen werden das noch spüren, sei es auf die Rente bezogen oder auch auf andere Dinge. Dazu haben Experten schon genug geschrieben, aber die meisten interessieren sich nicht dafür.
Und da traust du ausgerechnet der AFD Kompetenzen zu? :auweia: Da steht doch nichts belastbar Seriöses im Programm.
Im übrigen ist die AfD weit weg davon mitregieren zu können, und wenn das einmal so wäre, würde sie auch durch einen Koalitonspartner eingeschränkt werden.
Das ist ein unhaltbares Argument für die Unterstützung extremer Parteien. Da sollte man schon klar Stellung beziehen.

Gruß
Birgit

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Samstag 29. Juni 2019, 17:58

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 29. Juni 2019, 17:35
Da steht doch nichts belastbar Seriöses im Programm.
Ich habe das Program der AfD nicht im Einzelnen gelesen, aber die Reden von etlichen Vertretern gehört. Danach wäre es schon mal ein guter Anfang, wenn endlich die Migration von sog. Flüchtlingen massiv eingeschränkt würde, was nach Art. 16 a Grundgesetz auch machbar und sogar geboten ist. (Seehofers Unrechtsstaat). Was sagte der deutsche Entwicklunshilfeminster Müller vor etlicher Zeit einmal: Mit einem Euro kann man mindestens 30 mal mehr in den Heimatländern der sog. oder wirklichen Flüchtlinge helfen als hier in Deutschland. Eine andere Aussenpolitik z.B. gegenüber Russland ist auch machbar usw. usw.
Wegen den par Hanseln in der AfD, die zu sehr am rechten Rand fischen oder vielleicht drüber hinausgehen, habe ich keine Angst. Rechtsradikale Parteien als solche haben derzeit in der Bundesrepublik ohnehin keine Chancen. Die AfD hat ihre vielen Stimmen nicht den Rechtsradikalen zu verdanken, (soviel Wählerpotential haben die ja gar nicht) sondern vielen ehemaligen Wählern der Altparteien. Auch ehemalige CDU-Mitglieder finden sich in der AfD als Abgeordnete und Funktionsträger.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Samstag 29. Juni 2019, 19:02

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 29. Juni 2019, 16:11
Auf jeden Fall wählt man da nicht AFD. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, mir Reden von Meuthen und Co. anzuhören. Und zwar längere Reden, nicht nur aus dem Zusammenhang gerissene Ausschnitte. Das hat mir gereicht. Von Menschen, die solche Ansichten äußern, will ich auf jeden Fall nicht regiert werden. Und ich finde es meine Aufgabe, mich da deutlich zu distanzieren, was ich hiermit tue.
Ob "man" dann nicht die AfD wählt ist wohl umstritten, wenn ich mir die Wahlergebnisse anschaue. Daß Du Dich distanzierst, ist ja ok - jeder soll das wählen, was er für richtig hält.

Aber sag mal: Was hat Meuthen denn so Schlimmes gesagt? Sollte das wirklich den Medien, die nun wirklich keine Freunde der Partei sind, nicht aufgefallen sein? Sonst wird doch jede Äußerung auf die Goldwaage gelegt und nach allen Seiten abgeklopft.
Irmgard hat geschrieben:
Samstag 29. Juni 2019, 16:11
Was kann man tun: selber eine Partei gründen, bei demokratischen Parteien immer wieder argumentativ vorstellig werden, sich passend informieren (was gar nicht immer so einfach ist). Aber eben nicht eine Partei wählen, die sich nicht glaubhaft von Rechtsextremismus distanziert. Das geht nicht. Und dafür gibt es auch kein Argument und keine Entschuldigung.
Ja, die Sprüche von Parteieintritt und -neugründung kenn ich. Aber man baut sich ja auch nicht ein eigenes Auto, nur weil keines der auf dem Markt befindlichen Modelle 100% den Vorstellungen entspricht. Man bedient sich auf dem Markt und geht dabei Kompromisse ein - wie bei der Wahl. Im übrigen muß jetzt etwas geschehen und nicht erst in einigen Jahren. Da kann man nicht eine Partei neu gründen oder den Instanzenweg einschlagen.

Ob die Partei sich nun glaubwürdig oder nicht vom Rechtsextremismus distanziert hat, wird sicherlich im Auge des Betrachters liegen.
Da die AfD wohl nie 50%+ oder gar eine Zweidrittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat bekommen wird, halte ich die viel beschworene Gefahr eines Rechtsrucks auch für pure Angstmacherei.

Viel wichtiger ist, daß die staatlichen Vollzugsorgane funktionieren und loyal sind. Da habe ich allerdings erhebliche Zweifel. Wer glaubt denn, daß die Polizei bei einem länger andauernden Stromausfall noch in der Lage wäre, die Sicherheit und Ordnung im Land durchzusetzen? Einem Land, in das in den letzten Jahren über eine Million junger Männer aus Bürgerkriegsgebieten eingewandert sind, die ein ganz anderes Verhältnis zur Gewalt haben.
Irmgard hat geschrieben:
Samstag 29. Juni 2019, 16:11
Ich bete, dass wir keine Wirtschaftskrise bekommen!
Die werden wir früher oder später bekommen, denn es gibt keinen ewigen Aufschwung. Die komfortable Situation im Augenblick verdanken wir nur dem billigen Geld der EZB. Der Bund muß keine Zinsen zahlen, er bekommt noch Geld fürs Verschulden, die Steuereinnahmen steigen in ungeahnte Höhen, aber Vorsorge oder zukunftsgerichtete Investionen? Fehlanzeige! Bezahlen muß der Sparer mit seiner Altersvorsorge.....

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Samstag 29. Juni 2019, 19:23

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 29. Juni 2019, 17:35
Edi hat geschrieben:
Samstag 29. Juni 2019, 16:26
Was ich aber finde, ist dies, dass es wie bisher nicht so weiter gehen kann in Deutschland und da bleibt einem derzeit nur eine Alternative, die aber auch ihre Fehler hat. Merkel führt unser Land langfristig in den Abgrund vor allem auch finanziell, AfD hin oder her. Die nachkommenden Generationen werden das noch spüren, sei es auf die Rente bezogen oder auch auf andere Dinge. Dazu haben Experten schon genug geschrieben, aber die meisten interessieren sich nicht dafür.
Und da traust du ausgerechnet der AFD Kompetenzen zu? :auweia: Da steht doch nichts belastbar Seriöses im Programm.
Da lehnst Du Dich aber weit aus dem Fenster - nichts "belastbar Seriöses" - heftig!

Die AfD beruft sich in ihren Programmen z.B. auf die Verträge von Maastricht, die ausdrücklich eine Mithaftung für die Schulden anderer Staaten nicht vorsehen. Die CDU hat damit auch in einem früheren Wahlkampf geworben.

Wörtlich heißt es im AfD-Programm:
Die AfD steht auch in der Währungspolitik für ein auf Marktwirtschaft und na-tionaler Eigenverantwortung basierendes, freundliches Miteinander der EU-Staa-ten. Die Geschäftsgrundlage des Euro war: keine Haftung für die Schulden anderer Länder, keine Staatsschulden über 60 % des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts und kein Jahresdefizit über 3 %. Diese Regeln sind zerstört worden.
Stattdessen wird der Euro heute jeden Tag mit Milliardensummen „gerettet“. Dies über Garantien, Bürgschaften, sogenannte Faszilitäten, Schlechtwetterfonds, Verrechnungskredite (TARGET2), zinsfreie Kredite an notleidende Staaten, permanente Aufkäufe von Staatsanleihen durch Zentralbanken und sogar über EU-Steuern. Alle diese Maßnahmen sind illegal, da sie gegen die Verbote der mo-netären Staatsfinanzierung und der gegenseitigen Haftungsübernahme verstoßen.
https://www.afd.de/wp-content/uploads/s ... och_RZ.pdf

Sie fordert dementsprechend, daß D. diese Transferunion aufkündigt - eine Forderung, die z.B. auch von Prof. Sinn vertreten wird. Er spricht von einer "Änderungskündigung", um neue Verträge zu erreichen oder letztlich aus dem Euro auszutreten.
Wenn also die AfD ähnliche Forderungen wie Prof. Sinn stellt, dürfte dieser Programmpunkt seriös und auch belastbar sein - oder siehst Du das anders?

Auch die Äußerungen bzgl. Feinstaub uä sind mE zumindest bedenkenswert:
Der Anteil des Fahrzeugverkehrs beim Feinstaub beträgt gerade einmal 20 %. Reifen und Bremsen sind hierbei die Hauptverursacher. Auf die Abgase entfallen nur 4 %. E-Fahrzeuge würden durch ihr höheres Gewicht mehr Feinstaub produ-zieren und die Ersparnis zunichtemachen.
Ich kann Deine pauschale Äußerung daher nicht nachvollziehen. Sorry.

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