Popmusik in der Kirche

Von Orgelpfeifen, Zimbelspielern und Kantoren.
Juergen
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Popmusik in der Kirche

Beitrag von Juergen » Montag 11. März 2019, 16:57

Popmusik in der Kirche‽



Fehlt tatsächlich die junge Musik in den sonntäglichen Gottesdiensten oder ist es nicht viel mehr so, daß vor allem die jungen Gläubigen in den sonntäglichen Gottesdiensten fehlen?

:hmm:
Gruß
Jürgen
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Amigo
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von Amigo » Montag 11. März 2019, 17:05

Danke für das Video, Jürgen!
Video hat geschrieben: Popmusik ist aus der Lebenswelt Jugendlicher nicht wegzudenken. Warum also sollte die Musik der Gottesdienstgestaltung eine ganz andere sein als die, die junge Menschen auch privat hören?
Vielleicht weil Gottesdienst etwas ganz anderes ist als das, was die jungen Menschen privat so tun?

Mensch, einige der Argumente für "volksnähere" Gestaltungselemente der heiligen Liturgie kann ich ja schon nachvollziehen, zumindest intellektuell (wenn auch seltener emotional). Aber DAS ist doch wirklich ein stupides Argument. "Das, was sie sonst auch immer haben, sollen sie auch in der Messe haben." So ein Unfug. :vogel:

Ich gestehe: Ich mach selbst regelmäßig Musik in der Kirche, von Gregorianikschola und Psalmengesang bis hin zu ... Albert Frey und Co. Je nachdem, was halt laut Liturgie vorgesehen ist. Aber "Popmusik für den liturgischen Gebrauch zu professionalisieren", womöglich mit Tanz (verboten!) - nein danke. Dafür bin ich eindeutig der Falsche.
Zuletzt geändert von Hubertus am Montag 11. März 2019, 18:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Juergen
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Popmusik in der Kirche – UNFUG!

Beitrag von Juergen » Montag 11. März 2019, 18:38

Amigo hat geschrieben:
Montag 11. März 2019, 17:05
…. "Das, was sie sonst auch immer haben, sollen sie auch in der Messe haben." So ein Unfug. :vogel:
Eben! Das ist Unfug.
  1. Gottesdienst und vor allem die Messe ist etwas ganz anderes wie das alltägliche Leben
  2. Die Musik, die junge Menschen (und alle anderen auch) im alltäglichen Leben haben, können die Musiker aus dem alltäglichen Leben 1000× besser als es jene können, die sich mit (pseudo)Popmusik anbiedern wollen

Noch größerer Unfug ist es, daß für so etwas extra Stellen im Bistum geschaffen werden. Daß so ein Musiker, wie im Video, es natürlich absolut notwendig erachtet, daß die Popmusik in den Gottesdienst kommt, ist verständlich, da er dafür bezahlt wird und sonst überflüssig wäre (und es de facto ja auch ist).
Gruß
Jürgen
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martin v. tours
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von martin v. tours » Dienstag 12. März 2019, 07:11

:daumen-rauf: :daumen-rauf:
Der ganze Denkansatz dieses "Beauftragten" ist falsch, wie auch bei sehr vielen Kirchenbesuchern.
Wir haben zu wenig "was ist Gott angemessen" in der Kirche,
und zu viel ICH ICH ICH !
was gefällt mir
was will das Publikum
welche Show müssen wir bieten um Publikum (Kirchenbesucher) zu generieren.

Man sollte nicht in die Kirche gehen um eine für sich selbst befriedigende Vorstellung zu erleben sondern um Gott zu ehren und anzubeten.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Torben Vers
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Torben Vers » Donnerstag 14. März 2019, 22:32

Die Kirche verliert nicht Besucher, weil sie dem Zeitgeist zu wenig frönt, sondern weil sie ihm (geradezu verzweifelt) hinterherrennt. Das heißt: Schlechtes Vorbild ohne Gottvertrauen; denn mit Gottvertrauen wäre "man" Fels in der Brandung, nach welchem sich die taumelnden Menschen sehnen.
1. Joh. 4, 16:

"Gott ist Liebe, und wer in d(ies)er Liebe bleibt,
der bleibt in Gott - und Gott bleibt in ihm."

PascalBlaise
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von PascalBlaise » Freitag 15. März 2019, 08:58

Psalm 150, EÜ hat geschrieben: Lobt ihn mit Trommel und Reigentanz, lobt ihn mit Saiten und Flöte! 5 Lobt ihn mit tönenden Zimbeln, lobt ihn mit schallenden Zimbeln!
Hört sich für mich nach typischer Pop- oder Rockbesetzung an, Gitarre und Bass (Saiten), Schlagzeug (Zimbeln und Trommel).
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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Amigo
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Amigo » Freitag 15. März 2019, 09:55

PascalBlaise hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 08:58
Hört sich für mich nach typischer Pop- oder Rockbesetzung an, Gitarre und Bass (Saiten), Schlagzeug (Zimbeln und Trommel).
Ja schon, aber doch nicht im Allerheiligsten des Tempels!? ;)

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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von PascalBlaise » Freitag 15. März 2019, 16:50

Amigo hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 09:55
PascalBlaise hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 08:58
Hört sich für mich nach typischer Pop- oder Rockbesetzung an, Gitarre und Bass (Saiten), Schlagzeug (Zimbeln und Trommel).
Ja schon, aber doch nicht im Allerheiligsten des Tempels!? ;)
Naja - es könnte ja die Ikonostase dazwischen sein. Dann könnte man im Kirchenschiff fröhlich drauflos zimbeln oder Popmusik machen und wäre doch nicht im Altarraum :blinker:
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Amigo » Freitag 15. März 2019, 17:01

PascalBlaise hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 16:50
Naja - es könnte ja die Ikonostase dazwischen sein. Dann könnte man im Kirchenschiff fröhlich drauflos zimbeln oder Popmusik machen und wäre doch nicht im Altarraum :blinker:
:hmm: Fair enough. Wäre ich verantwortlich für die Sache, könnte ich mir so einen Deal vorstellen: Wir machen vollwertige Altarräume samt (schalldichter) Ikonostase, Hochaltar, Kommunionbänken, und Raum für jene Gläubigen, die aufgrund ihrer allgemeinen Priesterschaft in den Raum hinter der Ikonostase kommen dürfen. Dann sollen alle, die mit Pauken und Zimbeln anbeten, vor der Ikonostase (aktuelle Bezeichnung: Kirchenvorplatz) feiern, während diejenigen, die bereit sind, das Opfer zu bringen und auf die Pauken und Zimbeln zu verzichten, sich im Altarraum hinter der Ikonostase (aktuelle Bezeichnung: Kircheninnenraum) einfinden :emil:

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Protasius
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Protasius » Freitag 15. März 2019, 23:04

PascalBlaise hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 08:58
Psalm 150, EÜ hat geschrieben: Lobt ihn mit Trommel und Reigentanz, lobt ihn mit Saiten und Flöte! 5 Lobt ihn mit tönenden Zimbeln, lobt ihn mit schallenden Zimbeln!
Hört sich für mich nach typischer Pop- oder Rockbesetzung an, Gitarre und Bass (Saiten), Schlagzeug (Zimbeln und Trommel).
Das ist ungefähr so anachronistisch wie meine übliche Assoziation an die venezianische Mehrchörigkeit. Bei Zimbeln denke ich allerdings üblicherweise nicht an Schlagzeug (Organistenkrankheit: entweder es sind Glöckchen an einem Zimbelstern, oder es ist eine sehr hohe Mixtur).
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von PascalBlaise » Freitag 15. März 2019, 23:10

Ja - so wäre allen gedient: Diejenigen, die einen Drang zu moderneren Formen des worship spüren, können Albert Frey huldigen, diejenigen, die dem Mysterium ganz nahe kommen wollen und zugangsberechtigt sind, können zum altare Dei introiren. Win-win. Ich wäre dabei.
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Juergen
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Juergen » Samstag 16. März 2019, 21:21

Gruß
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Juergen » Mittwoch 5. Juni 2019, 19:43

„Damit Glaube gut klingt“
Erzbistum Paderborn fördert mit Fonds "Sounds Good" die Christliche Popularmusik

Paderborn, 4. Juni 2019. „Damit Glaube gut klingt...“, war die Intention, weshalb das Erzbistum Paderborn „Christliche Popularmusik“ aus einem eigens dafür bereitgestellten Fonds fördert. Vorgesehen ist die Unterstützung für Konzerte, Bandcoaching, Proberaum und Noten. „Oder was man sonst noch so brauchst, damit Glaube gut klingt“, erklärt Ute Balkenohl, Abteilung Jugendpastoral und Leiterin der Projektstelle „Christliche Popularmusik“.


Welche Musikrichtungen wurden gefördert?

40 NGL/ modernes Liturgisches, 39 Worship, Lobpreis, christliche Rock- und Popmusik, 13 Gospel, 8 Geistliche Musik 8 Klassik, ferner: A capella, philippinisch, musical, Jazz, weltliche Popmusik mit spiritueller Deutung, Genremix: Roquiem, Technik, afrikanische Chormusik, Kinder, Songwriter, Blasmusik, weihnachtliche Musik, Flötenkreis.

Welches Genre steht vorn?

Insgesamt finden viele Projekte, gerade die Konzerte und die Gestaltung der Liturgien, in den Bereichen NGL und Worship/ Lobpreis statt, die oft gemischt werden. Selten gibt es Genre, die für sich stehen, hier ist v.a. Musical und Gospel zu nennen, ansonsten werden bei den Projekten Musik aus unterschiedlichen Bereichen Christlicher Popularmusik gemischt genutzt.
Gruß
Jürgen
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von fyndig » Sonntag 9. Juni 2019, 16:07

Pop kann auf jeden Fall Massen mobilisieren, derzeit in Salzburg.
https://m.youtube.com/watch?v=FV11STH9-6E

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Siard
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Siard » Montag 10. Juni 2019, 11:22

fyndig hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 16:07
Pop kann auf jeden Fall Massen mobilisieren, derzeit in Salzburg.
https://m.youtube.com/watch?v=FV11STH9-6E
Da ist nichts.

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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Juergen » Montag 10. Juni 2019, 14:53

Siard hat geschrieben:
Montag 10. Juni 2019, 11:22
fyndig hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 16:07
Pop kann auf jeden Fall Massen mobilisieren, derzeit in Salzburg.
https://m.youtube.com/watch?v=FV11STH9-6E
Da ist nichts.
Das Video stammte aus dem Kanal.
Seit Stunden läuft dort wieder ein Live-Stream: https://www.youtube.com/watch?v=Fkn-jfw7WBI
Der müßte aber gleich sein Ende finden.
Gruß
Jürgen
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Siard » Montag 10. Juni 2019, 21:28

Juergen hat geschrieben:
Montag 10. Juni 2019, 14:53
Siard hat geschrieben:
Montag 10. Juni 2019, 11:22
fyndig hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 16:07
Pop kann auf jeden Fall Massen mobilisieren, derzeit in Salzburg.
https://m.youtube.com/watch?v=FV11STH9-6E
Da ist nichts.
Das Video stammte aus dem Kanal.
Seit Stunden läuft dort wieder ein Live-Stream: https://www.youtube.com/watch?v=Fkn-jfw7WBI
Der müßte aber gleich sein Ende finden.
Danke!

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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Siard » Montag 10. Juni 2019, 21:36

Ich finde diese Musik gruselig, aber Geschmäcker sind ja verschieden.
Ansonsten ist die Veranstaltung m. E. unausgegoren, aber sicher der passende Ausdruck des "Neuen Pfingstens".

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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von PascalBlaise » Dienstag 11. Juni 2019, 09:33

Siard hat geschrieben:
Montag 10. Juni 2019, 21:36
Ich finde diese Musik gruselig, aber Geschmäcker sind ja verschieden.
Ansonsten ist die Veranstaltung m. E. unausgegoren, aber sicher der passende Ausdruck des "Neuen Pfingstens".
Ich war am Sonntag in Salzburg, bin über den Domplatz gelaufen und habe mir das angesehen.
Von der Aufmachung her sehr professionell, es hat etwas von einem Rockkonzert.
Was mir unangenehm aufgefallen ist, waren Dutzende Monitore im Dom, es sieht ein bisschen nach Abflughalle
eines Flughafens aus. Ich vermute, die Monitore sind für die Liedtexte gedacht - könnte man das nicht anders lösen, klassisch über Zettel oder was weiß ich?

Die Zielgruppe ist die der 16-30 Jährigen und ich denke, die Lorettos erreichen da mit Leichtigkeit so viele wie kaum jemand anderes im katholischen Sektor. Wenn es Ihnen gelingt, an einem "Abend der Barmherzigkeit" Hunderte Jugendlicher und junger Erwachsener zur Beichte zu bekommen, dann tue ich mich schwer, diese Veranstaltung schlecht zu machen:
"An den Früchten sollt ihr sie erkennen." ;)
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Juergen » Dienstag 11. Juni 2019, 21:46

PascalBlaise hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 09:33
…"An den Früchten sollt ihr sie erkennen." ;)
Es stellt sich vor allem die Frage nach der Nachhaltigkeit. Leute zu animieren, zu einem großen Event zu kommen, ist bedeutend einfacher, als die Leute zu animieren, danach regelmäßig bei normalen Veranstaltungen (Sonntagsmesse etc.) zu erscheinen.
Gruß
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von PascalBlaise » Dienstag 11. Juni 2019, 22:37

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 21:46
PascalBlaise hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 09:33
…"An den Früchten sollt ihr sie erkennen." ;)
Es stellt sich vor allem die Frage nach der Nachhaltigkeit. Leute zu animieren, zu einem großen Event zu kommen, ist bedeutend einfacher, als die Leute zu animieren, danach regelmäßig bei normalen Veranstaltungen (Sonntagsmesse etc.) zu erscheinen.
Natürlich hast Du damit recht und die Gefahr besteht, dass das bei vielen verpufft.
Aber wenn bei den Hunderten auch nur sehr wenige verstärkt auch in der Heimatgemeinde oder wo auch immer "hängen bleiben", hat es sich doch gelohnt. Ich denke, vieles was die Kirche heute unternimmt, erzeugt eine Bindung von exakt Null. Zero. In den 4-5 Gemeinden, wo ich regelmäßiger zur Messe gehe, bin ich i.d.R. der einzige zwischen 25-35. Das sieht bei den Lorettos besser aus - was immer man von der CE ansonsten halten mag.

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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von Juergen » Mittwoch 12. Juni 2019, 00:51

PascalBlaise hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 22:37
… In den 4-5 Gemeinden, wo ich regelmäßiger zur Messe gehe, bin ich i.d.R. der einzige zwischen 25-35. Das sieht bei den Lorettos besser aus - was immer man von der CE ansonsten halten mag.
Komisch,
In der „alten Messe“ in Paderborn sind ein bis zwei Handvoll kleine Kinder mit ihren Eltern…
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Re: Popmusik in der Kirche

Beitrag von PascalBlaise » Mittwoch 12. Juni 2019, 08:54

Juergen hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 00:51
PascalBlaise hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 22:37
… In den 4-5 Gemeinden, wo ich regelmäßiger zur Messe gehe, bin ich i.d.R. der einzige zwischen 25-35. Das sieht bei den Lorettos besser aus - was immer man von der CE ansonsten halten mag.
Komisch,
In der „alten Messe“ in Paderborn sind ein bis zwei Handvoll kleine Kinder mit ihren Eltern…
In der Tat, wenn ich gelegentlich zu einer Messe im außerordentlichen Ritus gehe, dann sind dort auch viele junge Erwachsene und entsprechend auch Kinder. Sehr gut, freut mich jedes mal.

Aber eine Rechristianisierung Deutschlands durch die Tradition (von der einige träumen) wird ohne ein größeres Wunder so schnell nicht geschehen. Das weißt du auch.
Ich sage nur: Wenn Hunderte (!) Jugendlicher das Bußsakrament empfangen, dann hat das in sich einen Wert, völlig unabhängig davon, was bei derartigen Großveranstaltungen kritisch gesehen werden muss oder wieviele danach später regelmäßig weiter zur Messe gehen.
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