Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

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Petrus
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Petrus » Montag 19. November 2018, 19:47

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 12:52
Man beachte das Bild unten rechts und bedenke, daß in dem Fall der Rest Deutschland wohl auch rot angemalt werden muß.
Bild
danke, Juergen.

München ist mehr.

ich lade Dich hiermit ein, zu einer Stadt-Besichtigung, mit der Tram. Linie 19.

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ist der schon,
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von HeGe » Mittwoch 21. November 2018, 13:27

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 22. November 2018, 03:10

Die Deutschen nehmen die sich abzeichnenden Dieselfahrverbote klaglos hin, die Franzosen und Belgier gehen auf die Barrikaden, weil die Spritpreise zu hoch sind:

Von Franzosen lernen - Diesel: Fahrverbote in Essen, auch Berliner Stadtautobahn betroffen

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Siard » Donnerstag 22. November 2018, 20:11

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 03:10
Die Deutschen nehmen die sich abzeichnenden Dieselfahrverbote klaglos hin, die Franzosen und Belgier gehen auf die Barrikaden, weil die Spritpreise zu hoch sind:

Von Franzosen lernen - Diesel: Fahrverbote in Essen, auch Berliner Stadtautobahn betroffen
Die Bundesdeutschen verdienen wohl ihre Bananenrepublik.

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Raphael
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Raphael » Sonntag 25. November 2018, 10:31

Lungenfacharzt Prof. Dr. Dieter Köhler zu den Grenzwerten von Stickstoffdioxid,
die zu den aktuellen Dieselfahrverboten führen:
*** klick mich ***
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von HeGe » Mittwoch 5. Dezember 2018, 12:32

Süddeutsche hat geschrieben: Autos, passt euch dem Leben an!

Zwischen 1995 und 2016 stieg die Zahl der Zulassungen der deutlich breiteren und längeren SUV bundesweit von knapp 68000 auf mehr als 735000 Stück.

Der ADAC fordert eine Anpassung der städtischen Infrastruktur an jene neuen Autos, die nun mal etwas größer seien als ältere Autos.

Auf die Idee, wonach die Städte sich den bizarren Autowünschen anpassen müssten, kann man nur kommen, wenn man das seit Jahrtausenden kaum größer gewordene menschliche Hirn ständig andieselt. [...]
:daumen-rauf:
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 6. Dezember 2018, 09:02

Da kann die Süddeutsche noch so geifern, die SUVs sind eine Erfolgsgeschichte, wie sie in ihrem Artikel selbst zugeben muß. Darin führt sie aus, daß der Marktanteil dieser Autos inzwischen bei 22% liegt. Das ist eine deutliche Aussage über die Präferenz vieler Autokäufer. Der Hauptgrund wird in der Leserabstimmung deutlich. Da wird ein Verbot der SUVS abgelehnt,
strathmania hat geschrieben: weil, ich gerne hoch sitze und das bei keinem anderen Fahrzeug möglich ist. In allen anderen PKW´s liegt man eher auf der Strasse. Dafür bin ich zu alt.
So ist es. Mit 45 Jahren - wie der Verfasser des Artikels, Herr Matzig - hätte ich auf diesen Komfort auch weniger Wert gelegt. Mit zunehmenden Alter ändern sich die Prioritäten und in einer alternden Gesellschaft sind SUVs eben die Fahrzeuge, die auch weniger gelenkigen Menschen ermöglichen, sich nicht wie Ottfried Fischer, alias Benno Berghammer, aus einem BMW zu quälen. :breitgrins:

Es wäre einmal interessant zu wissen, welche PKW's die Redakteure der Süddeutschen denn fahren. Quetschen die sich in einen smart oder anderen Kleinwagen - und wie alt sind sie?

Was den Umbau der Städte betrifft: Natürlich wird man bei Neubauprojekten auf die zunehmende Zahl der SUVs planerisch Rücksicht nehmen (müssen). Oder will/soll man etwa Straßen künftig schmaler bauen, um die Bewohner zum Kauf eines Kleinwagens zu bewegen?

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holzi
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von holzi » Donnerstag 6. Dezember 2018, 10:21

Vom Verbot redet hier ja keiner, aber es ist schon abenteuerlich, wenn hier plötzlich mehr und mehr Platz gefordert wird. Wenn ich mir eine große Kiste kaufe, dann muss ich halt auch damit rechnen, dass die Parkplätze dann enger und weniger werden. Und: SUV und SUV ist nicht unbedingt das gleiche. Mein Vater hat einen Suzuki SX4. Läuft offiziell als SUV, man sitzt etwas höher, Allrad ist auch ganz praktisch mit Anhängern und am Berg im Winter. Aber von den Außenmaßen (L: 4,11m, B: 1,74m) ist das ein normaler Kompaktwagen. Ich bin strikt dagegen, den Autos mehr Platz auf den Straßen zu überlassen als bisher. Wer mit einem Quasi-Lkw mit 2,20 Breite, 6m Länge und guten 2t Leergewicht in die Innenstadt rein will, bitteschön, aber dann nicht motzen und heulen, dass der Karren in keine Parklücke passt. Umgekehrt heulen ja die Smartfahrer auch nicht, dass der Kleinwagen im Gelände so scheiße ist und keinen Anhänger ziehen kann.
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Juergen
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Juergen » Donnerstag 6. Dezember 2018, 10:56

Ich ha­be kei­ne Lust für mei­nen Nach­barn mit SUV höhe­re Park­ge­bühr­en zu zah­len. Die wer­den näm­lich un­wei­ger­lich kom­men, wenn Park­häu­ser die Park­plät­ze ver­brei­tern.
Brei­te Park­plät­ze → we­ni­ger Park­pläz­te → we­ni­ger Ein­nah­men
Um glei­che Ein­nah­men zu er­zie­len, muß die Park­ge­bühr stei­gen.

Ein wei­te­res: Vie­le SUV-Fah­rer wis­sen nicht wie breit ihr tol­les ist. Die Stra­ße hier vorm Haus ist nicht be­son­ders eng oder breit. Rechts und links darf man par­ken (so man ei­nen Park­platz fin­det). Trotz par­ken­den Au­tos pas­sen auch zwei brei­te Au­tos an­ein­an­der vor­bei – so­fern bei­de Fah­rer ver­nünf­tig fah­ren.
Vie­le SUV-Fah­rer las­sen aber an ih­rer rech­ten Sei­te min­des­tens ei­nen Me­ter Ab­stand zu den par­ken­den Au­to. Dann mer­ken sie, daß es eng wird statt et­was wei­ter rechts zu fah­ren, blei­ben sie ste­hen. Fol­ge: Rück­stau und bei viel Ver­kehr, heißem Wet­ter oder wenn die Ner­ven aus an­de­ren Grün­d­en blank lie­gen (und Grün­de gibt es da­für ja im­mer) gibt es dann auch sch­nell ein Hup­kon­zert.
Sol­chen SUV-Fah­rern, soll­te man ent­we­der ihr Au­to weg­neh­men und ih­nen ei­nen Microlino ge­ben, oder bes­ser gleich den Füh­rer­schein ab­neh­men.

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 6. Dezember 2018, 09:02
So ist es. Mit 45 Jahren - wie der Verfasser des Artikels, Herr Matzig - hätte ich auf diesen Komfort auch weniger Wert gelegt. Mit zunehmenden Alter ändern sich die Prioritäten und in einer alternden Gesellschaft sind SUVs eben die Fahrzeuge, die auch weniger gelenkigen Menschen ermöglichen, sich nicht wie Ottfried Fischer, alias Benno Berghammer, aus einem BMW zu quälen. :breitgrins:
Wie alt SUV-Fah­rer sind, se­he ich je­den Mor­gen an der Grund­schu­le 150 Me­ter von mei­nem Haus ent­fernt, zu der die He­li­ko­p­ter­el­tern ih­re Kin­der brin­gen und ab­ho­len.
Gruß
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Caviteño » Dienstag 11. Dezember 2018, 11:34

Die deutsche Regierung kümmert sich lieber um künstliche Intelligenz als um eine pünktliche Bahn
Im Güterverkehr, bei dem die DB Cargo in den roten Zahlen steckt, haben die privaten Wettbewerber mittlerweile einen Marktanteil von 50% ergattert, im Regionalverkehr decken Konkurrenten einen Drittel des Verkehrs ab. Die grossen Probleme gebe es in den Monopolbereichen, also in der Infrastruktur und im Fernverkehr, sagt der Bahnexperte Markus Hecht von der TU Berlin im Gespräch. Er kritisiert die Intransparenz bei der Infrastrukturgesellschaft. Dies sei ein grosser Unterschied zur Schweiz. Es gebe bei der DB Netz AG keinen «gläsernen Schreibtisch».
Ist Pofalla nicht für die Infrastruktur verantwortlich? Das würde so manches erklären....

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Juergen
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Juergen » Dienstag 11. Dezember 2018, 16:23

Das ist ja mal was Innovative: https://www.facebook.com/finance.busine ... 3894156188 :auweia:



Künstliche Intelligenz brauchen all jene, die keine natürliche haben. :tuete:
Gruß
Jürgen
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Niels » Donnerstag 13. Dezember 2018, 10:34

"Kein Ticket mehr: So fährt man künftig in NRW Bus- und Bahn": https://www.waz.de/region/kein-ticket-m ... 98511.html
Die Verkehrsverbände planen ein gemeinsames System, das per Mobilfunk Ein- und Ausstiege von Kunden automatisch erkennt und Fahrpreise berechnet. (...)
„Unser Ziel ist es, dass Fahrgäste sich nicht mit Tickets und Tarifen beschäftigen müssen. Ich bin mir sicher, dass mit der neuen Check-in/Be-out-Funktion viele Fahrgäste zusteigen, denen Bus- und Bahnfahren bislang zu kompliziert war“, sagte dazu Martin Husmann, Vorstandssprecher des Verkehrsverbandes Rhein Ruhr (VRR). (...)
:vogel:
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Protasius » Donnerstag 13. Dezember 2018, 12:32

Niels hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 10:34
"Kein Ticket mehr: So fährt man künftig in NRW Bus- und Bahn": https://www.waz.de/region/kein-ticket-m ... 98511.html
Die Verkehrsverbände planen ein gemeinsames System, das per Mobilfunk Ein- und Ausstiege von Kunden automatisch erkennt und Fahrpreise berechnet. (...)
„Unser Ziel ist es, dass Fahrgäste sich nicht mit Tickets und Tarifen beschäftigen müssen. Ich bin mir sicher, dass mit der neuen Check-in/Be-out-Funktion viele Fahrgäste zusteigen, denen Bus- und Bahnfahren bislang zu kompliziert war“, sagte dazu Martin Husmann, Vorstandssprecher des Verkehrsverbandes Rhein Ruhr (VRR). (...)
:vogel:
Es gibt etwas ähnliches in den Niederlanden im ÖPNV; allerdings läuft das nicht automatisch beim Einsteigen (was ich für etwas fragwürdig halte, schließlich darf ich Leute ja auch zum Bahnsteig begleiten ohne dafür eine Fahrkarte zu brauchen), sondern indem man bei dem entsprechenden Zuganbieter ein- und auscheckt („Vergessen Sie nicht beim Umstieg bei Blauwtrein aus- und bei NS einzuchecken“ habe ich diesen Herbst tatsächlich auf dem Weg in den Urlaub gehört.).

Dafür gibt es entsprechende QR-Codes, ähnlich wie das bereits jetzt bei der DB mit manchen Tickets geht. Alternativ kann man aber auch die klassischen Fahrkarten auf Papier verwenden.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Niels » Donnerstag 13. Dezember 2018, 12:43

Gruselig.
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 13. Dezember 2018, 13:00

Niels hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 10:34
"Kein Ticket mehr: So fährt man künftig in NRW Bus- und Bahn": https://www.waz.de/region/kein-ticket-m ... 98511.html
:vogel:
Ich verstehe nicht, wen man damit zusätzlich in den Bahn bzw. in den Bus locken will:

Pendler haben schon jetzt eine Zeitkarte (Ticket 2000 oä), die praktisch jeden Tag gilt und der Betrag wird bequem abgebucht. Wo soll hier eine Verbesserung liegen? Oder soll der Pauschaltarif dann aufgehoben und jede einzelne Fahrt abgerechnet werden? Das würde -von wenigen Ausnahmen abgesehen- eine erhebliche Verteuerung für Pendler bedeuten und freiwillige Fahrer (z.B. Bärenticket) werden die Anzahl ihrer Fahrten reduzieren.

Gelegenheitsreisende müßten sich zunächst registrieren lassen. Davor werden viele zurückschrecken, denn wer erinnert sich noch an log-in und Paßwort, das er vor Wochen, Monaten oder einem Jahr eingegeben hat und nur selten nutzt? Außerdem möchte ich den Fahrpreis schon kennen, bevor ich losfahre, um am Monatsende keine böse Überraschung zu erleben.

Gerade das Preissystem des VRR finde ich gut - da ist für "jeden was dabei". Da muß nichts anderes gemacht werden.
Das ganze könnte genauso enden wie die geplante Abschaffung der gedruckten Fahrpläne bei der Bogestra. Vor Jahren wurde die kleinen Helfer eingestellt, weil "ja jeder heute ein smartphone habe und schließlich habe man hohe Beträge in den Ausbau der Seiten investiert" - wurde mir auf Nachfrage mitgeteilt. Auf der jährlichen Hauptversammlung ging es dann zur Sache und der Vorstand wurde massiv angegangen. Ein Jahr später gab es die gedruckten Fahrpläne wieder....
Wahrscheinlich sitzen in den Verkehrsverbünden irgendwelche wildgewordenen IT-Experten, die ihrem Hobby, etwas "Neues" zu entwickeln, fröhnen wollen.

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von TeDeum » Donnerstag 13. Dezember 2018, 17:12

hey! Ich bin IT-Experte und Entwickler und weder ich noch Kollegen kommen auf so einen Schmarrn. Auf sowas kommen Kaufleute in Führungspositionen, die irgendwem gefallen wollen, aber keine Ahnung von dem haben, was sie da umsetzen wollen...

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Polykarp » Freitag 14. Dezember 2018, 20:10

Niels hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 10:34
"Kein Ticket mehr: So fährt man künftig in NRW Bus- und Bahn": https://www.waz.de/region/kein-ticket-m ... 98511.html
Die Verkehrsverbände planen ein gemeinsames System, das per Mobilfunk Ein- und Ausstiege von Kunden automatisch erkennt und Fahrpreise berechnet. (...)
„Unser Ziel ist es, dass Fahrgäste sich nicht mit Tickets und Tarifen beschäftigen müssen. Ich bin mir sicher, dass mit der neuen Check-in/Be-out-Funktion viele Fahrgäste zusteigen, denen Bus- und Bahnfahren bislang zu kompliziert war“, sagte dazu Martin Husmann, Vorstandssprecher des Verkehrsverbandes Rhein Ruhr (VRR). (...)
:vogel:
Im VRR wurde das getestet. Hatte nach einer Fehlberechnung über 20 Emails schreiben müssen. Dann wurde immer noch zu wenig zurückgebucht. Nach weiteren Kämpfen wurde schließlich absichtlich zu viel zurückgezahlt, weil man nicht wusste, wie man es auf den korrekten Betrag korrigieren sollte (!), obwohl wir uns über den Betrag ja immer einig waren. Ja, es ist gruselig. Eigentlich war es praktisch, aber wenn die Technik Herr über die Menschen ist, statt umgekehrt und man obendrein zu blöd ist eine Überweisung zu tätigen, dann ist das ein Armutszeugnis.

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von holzi » Freitag 14. Dezember 2018, 22:04

Soll das jetzt optional mit dem Handyticket sein oder soll das klassische Billet abgeschafft werden?
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Caviteño » Samstag 15. Dezember 2018, 00:23

holzi hat geschrieben:
Freitag 14. Dezember 2018, 22:04
Soll das jetzt optional mit dem Handyticket sein oder soll das klassische Billet abgeschafft werden?
Darüber ist nichts bekannt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß ein Handyticket obligatorisch eingeführt wird. Da müßte sich jeder Besucher, der nur ein- oder zweimal fährt, registrieren lassen, bevor er den ÖPNV nutzen will.
Neben den Zeitkarten sind die Kombitickets ein anderes Problem. Da ist im Eintrittspreis (zur Ausstellung, Fußballspiel usw.) die Hin- und Rückfahrt enthalten.
Ich kann mir daher nur ein optionales Angebot vorstellen, denn alles andere würde aufgrund der Preiserhöhungen bei Zeittickets zu einem Proteststurm führen.

@Polykarp:
Deine Schilderung ist der Beweis, daß solche Änderungen durchgezogen werden - koste es, was es wolle. Den Mut, eine falsche Entscheidung rückgängig zu machen (s. Bogestra und die Fahrpläne) hat kaum noch jemand. Es gilt die alte SED-Weisheit: "Vorwärts immer - rückwärts nimmer"

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 19. Dezember 2018, 01:43

Bahn schafft "Schönes-Wochenende-Ticket" ab

Bei der Preissteigerung darf man sich auch nicht wundern, wenn die Nachfrage sinkt:
Das SWT war im Februar 1995 eingeführt worden, kostete 15 D-Mark (rund 7,50 Euro) für bis zu fünf Personen und galt fürs ganze Wochenende.
Zuletzt kostete ein Ticket für einen Reisenden 44 Euro und war nur einen Tag gültig.

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Juergen » Samstag 22. Dezember 2018, 11:04

Gruß
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 17. Januar 2019, 15:00

Verspätete Züge, kaputte Technik, Personalmangel - Was bei der Deutschen Bahn alles schiefläuft

und eine Wende zum Besseren ist nicht in Sicht:
Die Konsequenzen des jahrzehntelangen Missmanagements werden jedoch so einfach und vor allem kurzfristig nicht zu beheben sein. Schon allein, weil die notwendigen qualifizierten Arbeitskräfte fehlen. Der Arbeitsmarkt ist derzeit praktisch leergefegt. Und selbst wenn sich jemand für die mäßig bezahlten Stressjobs bei der Bahn entscheiden sollte - so viele Leute, wie kurzfristig nötig wären, um spürbare Verbesserungen zu erzielen, kann der Konzern gar nicht auf einmal ausbilden.
Die Situation auf dem Arbeitsmarkt - insbesondere für Lokführer - wird hier dargestellt:

Warum (fast) niemand mehr Lokführer werden will

Jetzt will man auch auf Flüchtlinge zurückgreifen und die als Lokführer ausbilden...

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 78815.html

Vielleicht hätten statt der versprochenen "Ärzte und Ingenieure" Lokführer aus Syrien kommen sollen.. ;D

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 17. Januar 2019, 15:10

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:00
Vielleicht hätten statt der versprochenen "Ärzte und Ingenieure" Lokführer aus Syrien kommen sollen.. ;D
nun, die Eisenbahn in Syrien, das hielt sich schon in den 90ern aber sehr in Grenzen ...
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Raphael » Donnerstag 17. Januar 2019, 15:57

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:00
Vielleicht hätten statt der versprochenen "Ärzte und Ingenieure" Lokführer aus Syrien kommen sollen.. ;D
Grünlinge würden jetzt auf die Idee kommen, Ärzte zu Lokführern umzuschulen! :narr:
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von holzi » Donnerstag 17. Januar 2019, 22:39

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:10
Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:00
Vielleicht hätten statt der versprochenen "Ärzte und Ingenieure" Lokführer aus Syrien kommen sollen.. ;D
nun, die Eisenbahn in Syrien, das hielt sich schon in den 90ern aber sehr in Grenzen ...
Die syrischen Lokführer hätten aber noch die Improvisationsfähigkeit, um auch mit unserem Wagenmaterial noch auszukommen:
https://www.mediathek-hessen.de/medienv ... sbahn.html
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Lycobates » Freitag 18. Januar 2019, 17:37

holzi hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 22:39
Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:10
Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:00
Vielleicht hätten statt der versprochenen "Ärzte und Ingenieure" Lokführer aus Syrien kommen sollen.. ;D
nun, die Eisenbahn in Syrien, das hielt sich schon in den 90ern aber sehr in Grenzen ...
Die syrischen Lokführer hätten aber noch die Improvisationsfähigkeit, um auch mit unserem Wagenmaterial noch auszukommen:
https://www.mediathek-hessen.de/medienv ... sbahn.html
Amman kenne ich nicht so gut, das ist aber doch immer noch ein osmanisches Kaff.
Dagegen hat der Bahnhof von Damaskus doch mehr Statur, wenn auch seit langem kein Zug mehr dort fährt (als ich zuletzt dort war, habe ich ganz in der Nähe gewohnt):

Bild

Bild
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 31. Januar 2019, 16:04

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Petrus » Freitag 1. Februar 2019, 07:27

dazu fällt mir ein

ein kleines Gedichtlein
vom Herrn Eugen Roth.

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:ja:

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von HeGe » Mittwoch 6. Februar 2019, 10:56

Focus hat geschrieben: EuGH-Anwalt hält deutsche Pkw-Maut für rechtmäßig

Ein wichtiger Gutachter am Europäischen Gerichtshof (EuGH) hält die deutsche Pkw-Maut für rechtens. Ausländische Fahrzeughalter würden nicht diskriminiert, erklärte Generalanwalt Nils Wahl am Mittwoch in Luxemburg (Rechtssache C-591/17). [...]
Wie ich gestern gelesen habe, soll die PKW-Maut in Deutschland von einem Unternehmen aus Österreich (Kapsch TrafficCom) gemeinsam mit CTS Eventim erhoben werden. Vielleicht lassen die Österreicher die Klage ja jetzt noch fallen. :unbeteiligttu:
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Petrus » Mittwoch 6. Februar 2019, 14:09

Das ist gut möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich. In meiner früheren Firma (Reiseveranstalter) waren wir Mitglied (kostete einige hundert DM pro Jahr) in einem Abmahnverein. Hat sich gelohnt - von denen haben wir nie eine Abmahnung bekommen :)

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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von HeGe » Mittwoch 6. Februar 2019, 14:10

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 6. Februar 2019, 14:09
Das ist gut möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich. In meiner früheren Firma (Reiseveranstalter) waren wir Mitglied (kostete einige hundert DM pro Jahr) in einem Abmahnverein. Hat sich gelohnt - von denen haben wir nie eine Abmahnung bekommen :)
Manche Leute nennen so etwas Schutzgelderpressung... :pirat:
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Re: Alles zum Thema Straßen- und Schienenverkehr

Beitrag von Petrus » Mittwoch 6. Februar 2019, 14:13

Da hast Du recht - aber was willst Du machen? Wenn Du in Häfen (südlich von Deutschland) als Kreuzfahrtschiff die örtlichen Behörden nicht schmierst, geben die Dir halt das Schiff nicht frei. Das kannst Du dann den Passagieren erklären :D

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