Kommunion für evangelische Ehepartner

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Juergen
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Juergen » Sonntag 8. Juli 2018, 19:30

Antworten gibt das Bistum Würzburg bei Facebook nur sehr selektiv. Ich habe bisher kei­ne be­kom­men.
Ich habe gleichzeitig Torstens und Raphaels Anmerkung hier im Thread mit in mei­nen Kom­men­tar ge­schrieben

https://www.facebook.com/bistumwuerzbur ... 22R9%22%7D
Gruß
Jürgen

CIC_Fan
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von CIC_Fan » Montag 9. Juli 2018, 08:57

denkt ihr hier daß die ganze Diskussion an der geübten Praxis irgend etwas ändert

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Petrus
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Petrus » Montag 9. Juli 2018, 09:29

Raphael hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 12:27
Juergen hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 11:16
Das in dem Video sollen rund 4600 Leute gewesen sein? :hmm:
https://www.youtube.com/watch?v=jMWyCrprs8s

Mich würde die Begründung interessieren, warum die gleichen evangelischen Leute, die er in dem Pontifikalamt zur Eucharistie eingeladen hat, am darauffolgenden Sonntag nicht zur Kom­muni­on ge­hen dürfen.
Ich kann mich dunkel erinnern, daß wegen der Feier der Interkommunion auf dem Kirchentag in Berlin der Hasenhüttl vom Priesteramt suspendiert worden ist. Quod licet Iovi, non licet bovi? :detektiv:
ich meine, hier geht es nicht um Interkommunion (siehe z. B. "Leuenberger Konkordie"), sondern um Einladung.

Wer ist eingeladen, zum "Hochzeitsmahl des Lammes"?
non moriar sed vivam et narrabo opera Domini

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Raphael
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Raphael » Montag 9. Juli 2018, 09:59

Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 09:29
ich meine,
Kannst Du diese Meinung auch sachlich begründen? :hmm:
Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 09:29
hier geht es nicht um Interkommunion (siehe z. B. "Leuenberger Konkordie"), sondern um Einladung.
Was ist der substantielle Unterschied zwischen einer "flächendeckende Einladung" * und der von Hasenhüttl praktizierten Interkommunion?
Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 09:29
Wer ist eingeladen, zum "Hochzeitsmahl des Lammes"?
Was ist Deine Antwort? :detektiv:


* gemeint ist eine generelle Einladung, ohne jegliche Prüfung des Einzelfalles!
Mit Weisheit wird der Umgang mit der Klugheit bezeichnet!

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Juergen
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Juergen » Montag 9. Juli 2018, 10:14

Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 09:29
ich meine, hier geht es nicht um Interkommunion (siehe z. B. "Leuenberger Konkordie"), sondern um Einladung.
Wortspielereien und Euphemismen, um die Wahrheit zu vernebeln!
Gruß
Jürgen

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Siard » Montag 9. Juli 2018, 10:52

Juergen hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 10:14
Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 09:29
ich meine, hier geht es nicht um Interkommunion (siehe z. B. "Leuenberger Konkordie"), sondern um Einladung.
Wortspielereien und Euphemismen, um die Wahrheit zu vernebeln!
In der Tat. Das haben die haben die Unierten mit den Lutheranern letztlich genau so gemacht.
Plötzlich hatten die eine neue Lehre, ohne es zu merken.

Und es steht keinem Priester, auch keinem Bischof frei, Menschen zur Kommunion einzuladen, mit denen keine Communio besteht.
Eine stille Duldung wäre vielleicht gerade noch vertretbar, eine Einladung ist es nicht.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

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Lycobates
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Müll aus "Kommunion für evangelische Ehepartner"

Beitrag von Lycobates » Montag 9. Juli 2018, 11:08

Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 09:29
Wer ist eingeladen, zum "Hochzeitsmahl des Lammes"?
Nur jene, die das weiße Hochzeitskleid tragen.


[Kommentar im Hinblick auf die Unterforumsregeln entfernt. -HeGe]

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Siard » Montag 9. Juli 2018, 11:15

Lycobates hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 11:08
Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 09:29
Wer ist eingeladen, zum "Hochzeitsmahl des Lammes"?
Nur jene, die das weiße Hochzeitskleid tragen.
:klatsch: :klatsch: :klatsch:
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Petrus » Montag 9. Juli 2018, 11:45

Lycobates hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 11:08
Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 09:29
Wer ist eingeladen, zum "Hochzeitsmahl des Lammes"?
Nur jene, die das weiße Hochzeitskleid tragen.


[Kommentar im Hinblick auf die Unterforumsregeln entfernt. -HeGe]
danke, Lycobates.


weißes Hochzeitskleid,
das ist für mich,

was ich meinem jüngeren Bruder gegönnt hatte,
anläßlich seiner Beerdigung.
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Juergen » Montag 9. Juli 2018, 12:41

Peter Winnemöller bei kath.net: http://kath.net/news/64404

:daumen-rauf:
Gruß
Jürgen

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Lycobates » Montag 9. Juli 2018, 12:49

Peter Winnemöller bei kath.net: http://kath.net/news/64404


Und was soll denn das heißen:
das Kirchenrecht immer noch sehr klar regelt, dass katholische Spender die Sakramente gültig nur katholischen Empfängern spenden
Es wird wohl "erlaubt" gemeint sein?

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Torsten » Montag 9. Juli 2018, 12:54

Lycobates hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 12:49
Und was soll denn das heißen:
das Kirchenrecht immer noch sehr klar regelt, dass katholische Spender die Sakramente gültig nur katholischen Empfängern spenden
Es wird wohl "erlaubt" gemeint sein?
Das sind so Fallstricke.

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Juergen » Montag 9. Juli 2018, 13:07

Lycobates hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 12:49
Peter Winnemöller bei kath.net: http://kath.net/news/64404
Und was soll denn das heißen:
das Kirchenrecht immer noch sehr klar regelt, dass katholische Spender die Sakramente gültig nur katholischen Empfängern spenden
Es wird wohl "erlaubt" gemeint sein?
Vollkommen richtig: Wer ein Haar in der Suppe finden will, der findet es auch.
Gruß
Jürgen

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Torsten » Montag 9. Juli 2018, 13:59

Auf kath.net finden sich unter besagtem Artikel mit den Beiträgen von "Bernhard Joseph" und "Philipp Neri" mittlerweile zwei weitere gute Kommentare, die einerseits das Problem auf den Punkt zu bringen suchen, und andererseits mögliche Lösungen aufzeigen wollen. Gerade der Kommentar von "Philipp Neri" ist vom Willen(ja) nach einem Entgegenkommen geprägt, ohne Verleugnung der eigenen Glaubenswahrheiten, während das Verhalten des Würzburger Bischofs doch eher die Geste einer sentimentalen Anbiederung ist, bei der man sich fragt: Warum? Das versucht wiederum "Bernhard Joseph" zu beantworten.

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Torsten » Montag 9. Juli 2018, 14:09

Hätte die Reformation ihr Ziel erreicht, wie es Luther vielleicht vor seinem inneren Auge hatte, dann müssten wir uns heute nicht mehr um solche Fragen streiten, sondern wir würden alle in glücklichen Gemeinden leben, in glücklichen Familien, denen ein Vater vorsteht, der glücklich seine Rolle Gottes spielt für Frau und Kinder, und als Unterdrücker oder Unterdrückter seiner "Gottgenossen".

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von holzi » Montag 9. Juli 2018, 14:23

Am vergangenen Freitag war ich anwesend bei der Priesterweihe eines guten Bekannten in Regensburg. Da hat Bischof Rudolf der allgemeinen Einladung zur Kommunion eine recht deutliche Absage erteilt. Er meinte, die Kommuniongemeinschaft wäre nicht ein Schritt zur vollen Kirchengemeinschaft, sondern das Endziel und Zeichen der vollendeten Kirchengemeinschaft. :daumen-rauf:
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von CIC_Fan » Montag 9. Juli 2018, 14:36

holzi hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 14:23
Am vergangenen Freitag war ich anwesend bei der Priesterweihe eines guten Bekannten in Regensburg. Da hat Bischof Rudolf der allgemeinen Einladung zur Kommunion eine recht deutliche Absage erteilt. Er meinte, die Kommuniongemeinschaft wäre nicht ein Schritt zur vollen Kirchengemeinschaft, sondern das Endziel und Zeichen der vollendeten Kirchengemeinschaft. :daumen-rauf:
interessant wäre zu wissen wie weit sich die Praktiken zu dieser Frage in den Diözesen unterscheiden ob die Position des Bischof einen Einfluß hat

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holzi
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von holzi » Montag 9. Juli 2018, 14:41

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 14:36
holzi hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 14:23
Am vergangenen Freitag war ich anwesend bei der Priesterweihe eines guten Bekannten in Regensburg. Da hat Bischof Rudolf der allgemeinen Einladung zur Kommunion eine recht deutliche Absage erteilt. Er meinte, die Kommuniongemeinschaft wäre nicht ein Schritt zur vollen Kirchengemeinschaft, sondern das Endziel und Zeichen der vollendeten Kirchengemeinschaft. :daumen-rauf:
interessant wäre zu wissen wie weit sich die Praktiken zu dieser Frage in den Diözesen unterscheiden ob die Position des Bischof einen Einfluß hat
Damit wären wir wieder im Spannungsfeld von Oikonomia und Akribeia, wie es auch bei den Orthodoxen gehandhabt wird.
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Raphael » Montag 9. Juli 2018, 14:51

Mt 24, 32 ff.
Mit Weisheit wird der Umgang mit der Klugheit bezeichnet!

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Torsten » Montag 9. Juli 2018, 15:17

holzi hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 14:23
Er meinte, die Kommuniongemeinschaft wäre nicht ein Schritt zur vollen Kirchengemeinschaft, sondern das Endziel und Zeichen der vollendeten Kirchengemeinschaft. :daumen-rauf:
Und eines gelungenen Aufbruchs, in dem die Kommunion auf atemberaubende Art empfangen, und auf gütige Art gespendet wird. Meine Damen, meine Herren.

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Petrus » Montag 9. Juli 2018, 18:32

holzi hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 14:23
Am vergangenen Freitag war ich anwesend bei der Priesterweihe eines guten Bekannten in Regensburg. Da hat Bischof Rudolf der allgemeinen Einladung zur Kommunion eine recht deutliche Absage erteilt. Er meinte, die Kommuniongemeinschaft wäre nicht ein Schritt zur vollen Kirchengemeinschaft, sondern das Endziel und Zeichen der vollendeten Kirchengemeinschaft. :daumen-rauf:
danke DIr, holzi, für diese Information.

sollte ich in Regensburg im Dom zur Kommunion gehen wollen, reicht dafür mein Taufzeugnis (evang.-luth.) vom 10. Juni 1951) wohl nicht.
non moriar sed vivam et narrabo opera Domini

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Torsten » Montag 9. Juli 2018, 18:43

Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 18:32
sollte ich in Regensburg im Dom zur Kommunion gehen wollen, reicht dafür mein Taufzeugnis (evang.-luth.) vom 10. Juni 1951) wohl nicht.
https://fcg-regensburg.de/gottesdienst/

"Unsere Gottesdienste sind das Highlight jeder Woche. In zeitgemäßer Form feiern wir gemeinsam Gott, hören eine Predigt, die relevant und alltagstauglich ist und haben Zeit für Gemeinschaft."

Wäre das was für dich?

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von holzi » Montag 9. Juli 2018, 23:10

Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 18:32
holzi hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 14:23
Am vergangenen Freitag war ich anwesend bei der Priesterweihe eines guten Bekannten in Regensburg. Da hat Bischof Rudolf der allgemeinen Einladung zur Kommunion eine recht deutliche Absage erteilt. Er meinte, die Kommuniongemeinschaft wäre nicht ein Schritt zur vollen Kirchengemeinschaft, sondern das Endziel und Zeichen der vollendeten Kirchengemeinschaft. :daumen-rauf:
danke DIr, holzi, für diese Information.

sollte ich in Regensburg im Dom zur Kommunion gehen wollen, reicht dafür mein Taufzeugnis (evang.-luth.) vom 10. Juni 1951) wohl nicht.
Es läuft darauf hinaus, dass wer immer die katholische Kommunion empfangen will, auch die katholische Kommunion empfängt. Es hat also kaum Sinn, die katholische Kommunion zu empfangen, aber das lutherische Abendmahl zu glauben, oder gar das reformierte Gedächtnismahl. Die katholische Eucharistie ist kein lutherisches Abendmahl und kein reformiertes Gedächtnismahl - wer den Leib und das Blut Christi wirklich begehrt, der will auf Dauer keine "halben Sachen" mehr. Das war auch der Tenor der Predigt bei der Priesterweihe. Sehr treffend, weil der geweihte Priester ein ehemals lutherischer Pfarrer war, der mit seiner Familie katholisch geworden ist und nun den Weg zum katholischen Priestertum gefunden hat. Zum Zeitpunkt seiner Konversion hatte er keinerlei Garantien, wie es nun weiter gehen würde,aber die Sehnsucht nach der Vereinigung mit der von ihm und seiner Familie als wahre Kirche Jesu Christi erkannte katholische Kirche war ihm wichtiger als materielle Sicherheit als Pastor. Er hat selbst gesagt,dass er nicht katholisch im Augsburgischen Bekenntnis sein kann, sondern nur noch katholisch sein will.
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von holzi » Montag 9. Juli 2018, 23:19

Torsten hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 18:43
Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 18:32
sollte ich in Regensburg im Dom zur Kommunion gehen wollen, reicht dafür mein Taufzeugnis (evang.-luth.) vom 10. Juni 1951) wohl nicht.
https://fcg-regensburg.de/gottesdienst/

"Unsere Gottesdienste sind das Highlight jeder Woche. In zeitgemäßer Form feiern wir gemeinsam Gott, hören eine Predigt, die relevant und alltagstauglich ist und haben Zeit für Gemeinschaft."

Wäre das was für dich?
Kenn ich - ist aber eher nix, wenn du einen katholischen Gottesdienst erwartest. Der Pastor Ivan Masalyka predigt recht gut. Mit seinem Vorgänger war ich vor einigen Jahren in Rom.
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Petrus » Dienstag 10. Juli 2018, 07:13

Vorab, @Holzi: Den von Dir erwähnten früheren Lutherischen Pfarrer kenne ich vermutlich, da ich eigentlich alle konvertierten lutherischen Pfarrer, die dann Priester in der Diözese Regensburg wurden, kenne. Einer von ihnen, Gerhard Betzner, hat mir den Weg in die katholische Kirche gezeigt und mich in die katholische Kirche aufgenommen. Wenn wir ab und zu telefonieren, sage ich ihm jedesmal: "und, Du hast mich katholisch gemacht. Dafür bin ich Dir mein Leben lang dankbar."

Zur Sache: ist nicht ganz einfach.

1) Das Abendmahlsverständnis Martin Luthers ist nicaht das heutige lutherische Abendmahlsverständni (in Deutschland gibt es auch keine lutherischen Kirchen mehr, sondern nur noch lutherische Inseln). Bei Luther ging es im Grunde nur um die Frage, ob die philosophischen Begriffe consubstantiatio oder transsubstantiatio die bessere Annäherung an das Geheimnis der Eucharstie, das unser Verstand nicht ergründen kann, seien.

2) Interkommunion, innerprotestantisch. Mein Vater war gut befreundet mit dem evang.-reformierten Pfarrer. Ab und zu war ich auch dort zum Gotesdienst. Nicht im Traum wäre mir eingefallen, dort zum Abendmahl zu gehen. Auf die Idee wäre ich nie gekommen.

3) Leuenberger Konkordie. Unselig. Hier hat man sich auf dnen kleinsten gemeinsamen Nenner verständigt: Es handele sich hier irgendwie um irgendetwas mit Brot und Wein. Wobei es auch Pfarrer gab (gibt?, aus diesem Milieu bin ich längst heraus), die gemeint haben: Laß uns das doch auch mal probieren, ob das auach mit Hähnchen und Nudelsalat funktioniert. Abendmahl mit Weintrauben, die durch die Bänke gereicht wurden, und Baguette gab es auch. Wir hochkirchlichen Theologiestudenten nannten das zynisch-verzweifelt "Wienerwald-Eucharistie."

4) Max thurian, der frühere Cheftheologe von Taize (Roger Schutz war der charismatische Guru, Max Thurian der Theologe), hat in seinem Buch "Eucharistie" etwas anderes versucht - ein genialer Ansatz. Ich kann das schwer beschreiben. Er hat versucht, was das ist, mit der Eucharistie, und die Stärken des jeweiligen Verständnisses zu verstehen und weiterzudenken, damit man dann zu einem gemeinsamen zukünftigen Verständnis (sein Schlüsselbegriff "tepraesentatio" kommen könnte. Also: Analyse der Gegenwart, schauen in die Zukunft. Sein Anliegen verlief im Sande - jeder wollte doch gern sein eigenes Süppchen kochen. Max Thurian ist dann konvertiert.

so, ich mach mal erst einen Zwischenstop.,Die Sache, die mich in meinem Leben sehr beschäftigt hat und besxhäftigt, strengt mich an.

ich schicks mal ab, Tippfehler laß ich diesmal drin.

(und, jetzt ist mir noch was unpassend Lustiges eingefallen. Wäre ich die Gospa, würde ich jetzt schreiben: Danke, dass Ihr mir zugehört habt. :) )
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Raphael » Dienstag 10. Juli 2018, 07:42

Petrus hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 07:13
Wir hochkirchlichen Theologiestudenten nannten das zynisch-verzweifelt "Wienerwald-Eucharistie."
Unter lutheranisch-hochkirchlich ist eher so etwas zu verstehen:
Kommunität St. Michael

Der Unterschied zu Deinen hiesigen Einlassungen ist augenfällig ...................
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Petrus » Dienstag 10. Juli 2018, 08:52

Torsten hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 18:43
Petrus hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 18:32
sollte ich in Regensburg im Dom zur Kommunion gehen wollen, reicht dafür mein Taufzeugnis (evang.-luth.) vom 10. Juni 1951) wohl nicht.
https://fcg-regensburg.de/gottesdienst/

"Unsere Gottesdienste sind das Highlight jeder Woche. In zeitgemäßer Form feiern wir gemeinsam Gott, hören eine Predigt, die relevant und alltagstauglich ist und haben Zeit für Gemeinschaft."

Wäre das was für dich?
danke Dir, Torsten, für den link.

nö.

Pfingstler brauche ich nicht, wiedergeboren wurde ich am 02.06.1951 um 13:30 in meiner Taufe *), seitdem bin ich Christ, dieses schwärmerische Milieu kenne ich.

Trotzdem, dennoch und deswegen: das sind sicher sehr nette Menschen.

--
*)
und zwar genau hier :daumen-rauf:
https://www.ordenskirche.de/fuehrung/3.htm
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Petrus » Dienstag 10. Juli 2018, 09:55

und weiter geht's.

Die Orthodoxie hat für solche Sachen praktische Lösungen. Nämlich - das Antidoron.

ich, damals zuständiger Mesner, vom Dienst, für die Gottesackerkirche Bayreuth (evang.-luth.) Die griech.-orth. Pfarrei von Nürnberg und ganz Süddeutschland hatte angefragt, ob man nicht eine Kirche zur Verfügung stellen könnte, für die Feier der Osternacht.

nuja, wie üblich in meinem Leben - "Peter, Du machst das schon .."

Nach der Feier hat die Frau des Priesters mir das Antidoron in die Hand gegeben, zum Essen.

Gelebte Ökumene.
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Beitrag von Juergen » Dienstag 10. Juli 2018, 11:52

Petrus hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 09:55
Die Orthodoxie hat für solche Sachen praktische Lösungen. Nämlich - das Antidoron.
Das An­ti­do­ron hat aber nur in so­fern et­was mit der Eu­cha­ris­tie zu tun, als es „über­schüs­si­ge­s“ Brot ist, wel­ches nicht zu Kon­se­kra­ti­on be­nutzt wur­de.

Bö­se könn­te man sa­gen: Es sind die Brot­krus­ten, die vom Tisch des Herrn für die Hun­de run­ter­ge­wor­fen wur­den. — Ge­leb­te Öku­me­ne.
:pfeif:
Gruß
Jürgen

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Hanspeter » Dienstag 10. Juli 2018, 12:04

Das bringt mich auf eine Idee: Warum teilt nach der Messe der Küster nicht an alle, die es wollen, unkonsekrierte Hostien aus? Dann müssen sich die Protties nicht mehr beschweren, daß sie keine Oblate bekommen.

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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Siard » Dienstag 10. Juli 2018, 12:31

Hanspeter hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 12:04
Das bringt mich auf eine Idee: Warum teilt nach der Messe der Küster nicht an alle, die es wollen, unkonsekrierte Hostien aus? Dann müssen sich die Protties nicht mehr beschweren, daß sie keine Oblate bekommen.
Das widerspricht aber dem Sakrament der Mahlgemeinschaft aller, das Wesen und Sinn der Keksverteilung ausmacht.
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Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
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Re: Kommunion für evangelische Ehepartner

Beitrag von Juergen » Dienstag 10. Juli 2018, 12:33

Hanspeter hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 12:04
Das bringt mich auf eine Idee: Warum teilt nach der Messe der Küster nicht an alle, die es wollen, unkonsekrierte Hostien aus? Dann müssen sich die Protties nicht mehr beschweren, daß sie keine Oblate bekommen.
Das An­ti­do­ron ist we­nigs­tens noch ge­seg­net.

Wenn das Abend­mahl oder gar die Eu­cha­ris­tie wie die Äu­ße­rung von Dr. Hirsch­hau­sen na­he­legt, nur noch „ein Keks“ oder ei­ne Ob­la­te ist, dann wä­re selbst das An­ti­do­ron noch Ver­schwen­dung und Dein Vor­schlag in der Tat pas­sen.
Gruß
Jürgen

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