Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

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fragenzumberatungsschein
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Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von fragenzumberatungsschein » Donnerstag 30. November 2017, 12:27

A erfährt, dass er nicht mehr lange zu leben habe; und eventuell wirds dann zum Ende auch etwas ungemütlich; als guter Christ kommt Euthanasie aber natürlich nicht in Frage.

Stattdessen betet A viel, um zu erkennen, was er denn noch sinnvolles mit der verbleibenden Zeit anfangen solle.

Dabei kommt er nach Betrachtungen der Schrift wie z.b.:

https://www.bibleserver.com/text/EU/Mat ... 4us28%2C19
"19 Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt. "

https://www.bibleserver.com/text/EU/Markus16%2C15
"15 Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!"

zu dem Schluss, dass eigentlich jeder Christ die Pflicht hat, denen das Evangelium zu verkünden, die es noch nicht gehört haben; und das hieße vor allem auch, es überall, also an allen Orten zu verkünden.

Da er selber bisher bezüglich dieser Pflicht versagt zu haben meint, meint er seine verbliebene Zeit dafür nutzen zu müssen. Er bereitet sich also so gut es geht vor (z.b. liest er Anleitungen hinsichtlich Predigt, Mission, Verkündung).

Da er keinen Ort ausmachen kann, an dem das Evangelium noch nie verkündet wurde, will er es eben dort verkünden, wo es schon lange nicht mehr verkündet wurde.

Er macht folglich das Gebiet um die Koordinaten 21°25'21.0"N 39°49'34.4"E aus, da da anscheinend das letzte Mal im 13. Jahrhundert ein Christ Zeugnis ablegen durfte, weshalb A denkt, dass er versuchen sollte, dort das Evangelium zu verkünden und zu taufen, wer sich denn taufen lassen will.

Er macht sich hinsichtlich der lokalen Sitten und Gebräuche kundig, was ihn aber nicht weiter abschreckt wegen seiner Krankheit; das sieht er vielleicht sogar positiv, aber letztlich ist es ihm egal; lediglich hält er es für klug, sein Testament zu machen.

Und dann will er sich auf den Weg machen.

Wäre das unchristlich von ihm?
Sollten ihn Mitchristen davon abhalten? Können sie ihm da irgendwie Sünde vorwerfen ala dass er damit ja quasi auch eine Art Euthanasie anstreben könnte?

Könnten/dürften/müssten ihm das Priester oder Bischöfe eventuell untersagen?

Ach so, da der Ort dieser Koordinaten:
https://www.google.de/maps/place/21%C2% ... 39.8262266

Und auch wenn das eine ziemlich seltsame Frage scheint, ich bin wirklich an ernsthaften Bewertungen interessiert; denn ich kann mir schon vorstellen, dass ein solches Vorhaben viele Einwände finden würde; von der Schrift her, ist mir aber nicht klar, was daran prinzipiell falsch sein sollte; die Erfolgsaussichten sind nicht dolle, aber der A hat ja auch nicht viel zu verlieren.

edit: Natürlich macht A sich auch einen Plan, wie er den Ort erreichen kann, denn er will sich schon dahin stellen und vom Evangelium künden.

taddeo
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von taddeo » Donnerstag 30. November 2017, 12:52

fragenzumberatungsschein hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 12:27
Sollten ihn Mitchristen davon abhalten?
Dem guten Mann sollte man als allererstes einen fähigen Beichtvater bzw. geistlichen Begleiter vermitteln. Dieser könnte womöglich auf die Idee kommen, daß hier auch psychiatrische Betreuung sinnvoll sein dürfte.

Die Mission in politisch heiklen Weltgegenden war m. W. noch nie wirklich dem Belieben des Einzelnen freigestellt, sondern wurde von den kirchlichen Autoritäten strikt überwacht, indem nur bestimmte Orden einen Missionsauftrag erhielten und Missionare grundsätzlich einzeln für eine konkrete Aufgabe ausgesandt wurden. Man möge mich korrigieren, aber das ist wohl immer noch so. Also müßte man den Kandidaten sozusagen auf den kirchlichen "Dienstweg" verweisen und ihm Eigenmächtigkeiten ausreden bzw. verwehren, denke ich.

Lilaimmerdieselbe
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 30. November 2017, 18:16

Ich halte es für ausgeschlossen, dass er sein Missionsgebiet erreicht. Visa nach Saudi-Arabien ohne Reisegruppe sind nicht einfach zu kriegen, nach Mekka als Nicht-Moslem so gut wie ausgeschlossen. Jedes Jahr beschweren sich deutsche Moslems darüber, dass das Kontingent wieder mal zu schnell ausgeschöpft war und sie ihre Wallfahrt zum xten Mal verschieben müssen.

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Yeti
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Yeti » Donnerstag 30. November 2017, 18:49

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 18:16
Ich halte es für ausgeschlossen, dass er sein Missionsgebiet erreicht. Visa nach Saudi-Arabien ohne Reisegruppe sind nicht einfach zu kriegen, nach Mekka als Nicht-Moslem so gut wie ausgeschlossen. Jedes Jahr beschweren sich deutsche Moslems darüber, dass das Kontingent wieder mal zu schnell ausgeschöpft war und sie ihre Wallfahrt zum xten Mal verschieben müssen.
Woher weißt Du das? Beklagen sich diese Muslime bei dir? Oder bist du eine Art islamische "Frau Dr. Sommer"? :hmm:
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Yeti
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Yeti » Donnerstag 30. November 2017, 18:54

fragenzumberatungsschein hat geschrieben:
@fragenzumberatungsschein: Es wäre schon ein Ausbund an Mut dazu nötig, den Glauben und die kirchliche Lehre z.B. im ZdK zu verbreiten. Vielleicht auch in einigen Ortskirchen u.v.a. in deren Kirchenverwaltungen. Man muss dazu nicht nach Mekka fahren. Die könnten dort sowieso höchstens den Leib töten. Hier im Lande warten größere Gefahren.
#gottmensch statt #gutmensch

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martin v. tours
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von martin v. tours » Donnerstag 30. November 2017, 19:41

@Yeti
;) :daumen-rauf:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Schwenkelpott
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Schwenkelpott » Donnerstag 30. November 2017, 19:43

Yeti hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 18:54
[....] Man muss dazu nicht nach Mekka fahren. Die könnten dort sowieso höchstens den Leib töten. Hier im Lande warten größere Gefahren.
:rollamboden:
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
H. Bone, Cantate! 1847

fragenzumberatungsschein
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von fragenzumberatungsschein » Donnerstag 30. November 2017, 22:31

Yeti hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 18:54
Es wäre schon ein Ausbund an Mut dazu nötig, den Glauben und die kirchliche Lehre z.B. im ZdK zu verbreiten.
:freude: :freude: :freude:

Ok, Sünde bzw. Verfehlung hier alleine schon denkbar, weil A versucht sich ein leichtes Kreuz in einem fernen Land aufzuladen, statt das unmittelbar vor seiner Haustür liegende schwere Kreuz.

taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 12:52
Dieser könnte womöglich auf die Idee kommen, daß hier auch psychiatrische Betreuung sinnvoll sein dürfte.
Wieso wäre hier aus christlicher Sicht ein psychatrisches Problem zu vermuten?
Unter Lebensgefahr das Evangelium verkünden zählt im Christentum eigentlich nicht als abnormal.
taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 12:52
Die Mission in politisch heiklen Weltgegenden war m. W. noch nie wirklich dem Belieben des Einzelnen freigestellt, sondern wurde von den kirchlichen Autoritäten strikt überwacht, indem nur bestimmte Orden einen Missionsauftrag erhielten und Missionare grundsätzlich einzeln für eine konkrete Aufgabe ausgesandt wurden. Man möge mich korrigieren, aber das ist wohl immer noch so. Also müßte man den Kandidaten sozusagen auf den kirchlichen "Dienstweg" verweisen und ihm Eigenmächtigkeiten ausreden bzw. verwehren, denke ich.
Gibt es da irgendwelche bindenden Weisungen hinsichtlich Mission?

Denn das hauptsächlich die missionierten, die von der Kirche beauftragt waren, lag vielleicht auch daran, dass eben Reisen früher viel teurer waren und dementsprechend Unterstützung der Kirche erforderlich war, um es überhaupt anzugehen; womit die Kirche dann problemlos hätte festlegen können, wer unterstützt wurde.

Gibt es irgendeine Art von Mission für die man wirklich keine "Genehmigung" bräuchte?

Also wenn ein Katholik sich wie die Zeugen Jehovas in die Fußgängerzone stellen oder von Tür zu Tür klingeln will, bräuchte er/sie eine Erlaubnis? (völlig unabhängig von der Frage, ob das klug wäre)

Und falls wirklich Mission in politisch heiklen Gegenden, wie könnte ein missionswilliger Katholik erkennen, welche Gegenden das denn sind? Z.b. ob Versammlungsorte des ZdK dazugehören. Oder z.b. Anti-G-20 Demos (*). Oder Abtreibungskliniken.

(* das wäre ne mutige Nummer, der schwarz vermummten Hundertschaft entgegentreten und ihnen sagen "Liebe deinen nächsten wie dich selbst; würdest du wollen, dass dein Auto verbrannt wird? Nein? Dann kösch den Molotov-Cocktail")

@Lilaimmerdieselbe

Der A weiß ja, um seine schlechten Erfolgsaussichten; aber der nicht mehr ferne Tod und zu viel Bibellesen führe halt dazu, dass er glaubt Jesus sei an seiner Seite und deshalb auch bei scheinbar aussichtslosen Chancen ein Versuch richtig ist.

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Raphael
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 1. Dezember 2017, 06:30

martin v. tours hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 19:41
@Yeti
;) :daumen-rauf:
Ebenfalls :daumen-rauf:

Bild


Man könnte den Eindruck gewinnen, daß bei fzb der Glauben zu einer akademischen Übung verkommt. :hmm:

Ein solcher Eindruck sollte keinesfalls und nirgends vermittelt werden! :regel:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Lilaimmerdieselbe
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Freitag 1. Dezember 2017, 11:37

Nein, ich bin keine Frau Dr. Sommer aber ich habe 20 Jahre in einer funktionierenden Nachbarschaft gelebt, wo man sich bei längerer Abwesenheit gegenseitig den Rasen gemäht, den Briefkasten geleert usw hat. Da kriegt man schon mit, wer welche Reise plant und dann wieder umdisponiert

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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von fragenzumberatungsschein » Sonnabend 2. Dezember 2017, 20:42

Raphael hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 06:30
Man könnte den Eindruck gewinnen, daß bei fzb der Glauben zu einer akademischen Übung verkommt. :hmm:
Und ich habe schon länger den Eindruck gewonnen, dass mancher Eindruck - vor allem bei reiner Textkommunikation - täuscht und der den scheinbar den Eindruck verursachende wenig bis nichts dafür kann.
Raphael hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 06:30
Ein solcher Eindruck sollte keinesfalls und nirgends vermittelt werden! :regel:
a) Ist ja hier kein Problem, denn ich sage einfacht, dass bei mir der Glaube nicht zu einer akademischen Übung verkommt. Damit ist - sofern man mir nicht einen Irrtum über mich selbst unterstellen mag - der Eindruck vollständig beseitigt.

b) Warum?

Alle möglichen Leute vermitteln mir alle möglichen Eindrücke, was der Glaube bei ihnen bedeutet - teilweise von der Art, dass ich mich frage, wieviele Räder bei denen ab sind; weder darf ich noch macht es irgendeinen Sinn denen Vorschriften zu machen, welchen Eindruck sie vermitteln.

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Raphael
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Raphael » Sonntag 3. Dezember 2017, 07:24

fragenzumberatungsschein hat geschrieben:
Sonnabend 2. Dezember 2017, 20:42
Raphael hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 06:30
Man könnte den Eindruck gewinnen, daß bei fzb der Glauben zu einer akademischen Übung verkommt. :hmm:
Und ich habe schon länger den Eindruck gewonnen, dass mancher Eindruck - vor allem bei reiner Textkommunikation - täuscht und der den scheinbar den Eindruck verursachende wenig bis nichts dafür kann.
Raphael hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 06:30
Ein solcher Eindruck sollte keinesfalls und nirgends vermittelt werden! :regel:
a) Ist ja hier kein Problem, denn ich sage einfacht, dass bei mir der Glaube nicht zu einer akademischen Übung verkommt. Damit ist - sofern man mir nicht einen Irrtum über mich selbst unterstellen mag - der Eindruck vollständig beseitigt.

b) Warum?

Alle möglichen Leute vermitteln mir alle möglichen Eindrücke, was der Glaube bei ihnen bedeutet - teilweise von der Art, dass ich mich frage, wieviele Räder bei denen ab sind; weder darf ich noch macht es irgendeinen Sinn denen Vorschriften zu machen, welchen Eindruck sie vermitteln.
Dann ist's ja gut, daß Du das klar gestellt hast! :maske:

An Deiner Stelle würde ich mich allerdings eher auf's Tassenzählen kaprizieren. :pfeif:
Begründung:
Es können mehr Tassen als Räder fehlen; denn wenn vier Räder ab sind, dann fährt das Auto schon nicht mehr! :doktor:
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Petrus » Sonntag 3. Dezember 2017, 10:13

fragenzumberatungsschein hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 12:27
lediglich hält er es für klug, sein Testament zu machen.
das finde ich sehr klug, als ersten Schritt. Im zweiten Schritt ist es sehr hilfreich, das Testament beim Amtsgericht zu hinterlegen.

da spreche ich aus Erfahrung ... und ich will Euch Alle nicht mit meinen Erfahrungen aus Erbauseinandersetzungen belästigen.

Einen Fröhlichen Ersten Adventssonntag, und
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Theresita
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Theresita » Montag 4. Dezember 2017, 00:17

Also ich finde die Idee absurd. Der Zutritt nach Mekka ist ja nur Muslimen erlaubt. Und wenn ein Muslim in Mekka ist, ist er am Ziel seiner Wünsche und versucht seine religiösen Pflichten zu absolvieren. So ein strenggläubiger Muslim hat bestimmt kein Interesse am christlichen Glauben. Übrigens kennen viele Muslime die Bibel,lehnen sie aber als korrupt ab.Nur was mit dem Quran übereinstimmt,wird als wahr anerkannt. Jetzt noch eine praktische Sache: In welcher Sprache soll die Verkündigung denn stattfinden ? Englisch würde sich da anbieten,aber es gibt bestimmt welche ,die diese Sprache nicht beherrschen.

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umusungu
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von umusungu » Montag 4. Dezember 2017, 11:10

Wie würdet Ihr einen Koran-Werbestand auf dem Petersplatz empfinden?

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Sascha B.
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Sascha B. » Montag 4. Dezember 2017, 11:34

umusungu hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 11:10
Wie würdet Ihr einen Koran-Werbestand auf dem Petersplatz empfinden?
Aus katholischer Sicht sollte nichts dagegen sprechen.

• a ) Der entscheidende Satz aus dem Dokument „Nostra aetate“ des Konzils lautet: „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat“ (Art.3).

• b ) In dem Dokument „Lumen gentium“ kommt die Identität von Allah und dem Christengott in der folgenden Passage zum Ausdruck: „Der Heilswille umfasst aber auch die, die den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird“ (Kap.16).

• c ) Papst Johannes Paul II. hat in seinen öffentlichen Äußerungen die Konzilsaussagen stets bestätigt, wie das auch im folgenden Zitat aus ‚Der Dialog ist heute nötiger denn je!’ von Mattias Kopp zum Ausdruck kommt: „Vor allem war es die Reise des Papstes nach Marokko (19. bis 20. August 1985), die mit seiner Rede vor mehr als 100 000 muslimischen Jugendlichen im Sportstadion von Casablanca zu einem historischen Meilenstein wurde. In Erinnerung an das Erbe der abrahamitischen Religionen betonte der Papst: ´Wir glauben an denselben Gott, den einzigen, den lebendigen, den Gott, der die Welten schafft und seine Geschöpfe zur Vollendung führt …. Deshalb komme ich heute als Glaubender zu euch´“.

• d ) In der Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz „Christen und Muslime in Deutschland“ vom Jahre 2003, ist zu lesen: „Christentum und Islam stellen zwei verschiedene Zugänge zu dem selben Gott dar“.

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Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von fragenzumberatungsschein » Montag 4. Dezember 2017, 12:52

Theresita hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 00:17
Also ich finde die Idee absurd. Der Zutritt nach Mekka ist ja nur Muslimen erlaubt. Und wenn ein Muslim in Mekka ist, ist er am Ziel seiner Wünsche und versucht seine religiösen Pflichten zu absolvieren. So ein strenggläubiger Muslim hat bestimmt kein Interesse am christlichen Glauben. Übrigens kennen viele Muslime die Bibel,lehnen sie aber als korrupt ab.Nur was mit dem Quran übereinstimmt,wird als wahr anerkannt.
A weiß, dass die Erfolgsaussichten schlecht sind.
Theresita hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 00:17
Jetzt noch eine praktische Sache: In welcher Sprache soll die Verkündigung denn stattfinden ? Englisch würde sich da anbieten,aber es gibt bestimmt welche ,die diese Sprache nicht beherrschen.
A hofft halt, genug Sprachen zu kennen bzw. lernt halt noch ein bißchen Arabisch; vielleicht kann er es auch. Ist für die grundsätzliche Frage eigentlich egal.
umusungu hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 11:10
Wie würdet Ihr einen Koran-Werbestand auf dem Petersplatz empfinden?
Unklar, wie Empfindungen jetzt dazu führen könnten, dass A's Vorhaben abzulehnen sei.

Dann empfinde man es als höchst verwerflich, die Lüge, Jesus sei nicht Sohn Gottes, auf dem Petersplatz verbreitet zu sehen. Wie folgt daraus, dass man nun die Wahrheit, dass er es ist, nicht mehr von der Kaaba aus verkünden sollte?

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Raphael
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Raphael » Montag 4. Dezember 2017, 13:06

fragenzumberatungsschein hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 12:52
umusungu hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 11:10
Wie würdet Ihr einen Koran-Werbestand auf dem Petersplatz empfinden?
Unklar, wie Empfindungen jetzt dazu führen könnten, dass A's Vorhaben abzulehnen sei.

Dann empfinde man es als höchst verwerflich, die Lüge, Jesus sei nicht Sohn Gottes, auf dem Petersplatz verbreitet zu sehen. Wie folgt daraus, dass man nun die Wahrheit, dass er es ist, nicht mehr von der Kaaba aus verkünden sollte?
So schwierig ist die Intention von Hochwürden umusungu aber nun auch nicht zu erkennen. :pfeif:
Er zielt (selbstverständlich) auf die "goldene Regel" ab, die als Merksatz ausformuliert wird:
Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!

Da nun aber kein Katholik wollen würde, daß auf dem Petersplatz der Koran verteilt wird, dürfte auch kein Katholik vor der Kaaba Jesus Christus als den eingeborenen Sohn Gottes verkünden. Denn schließlich wäre dies ein Verstoß gegen die soeben erwähnte Regel.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von fragenzumberatungsschein » Montag 4. Dezember 2017, 13:55

Raphael hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 13:06
fragenzumberatungsschein hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 12:52
umusungu hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 11:10
Wie würdet Ihr einen Koran-Werbestand auf dem Petersplatz empfinden?
Unklar, wie Empfindungen jetzt dazu führen könnten, dass A's Vorhaben abzulehnen sei.

Dann empfinde man es als höchst verwerflich, die Lüge, Jesus sei nicht Sohn Gottes, auf dem Petersplatz verbreitet zu sehen. Wie folgt daraus, dass man nun die Wahrheit, dass er es ist, nicht mehr von der Kaaba aus verkünden sollte?
So schwierig ist die Intention von Hochwürden umusungu aber nun auch nicht zu erkennen. :pfeif:
Er zielt (selbstverständlich) auf die "goldene Regel" ab, die als Merksatz ausformuliert wird:
Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!

Da nun aber kein Katholik wollen würde, daß auf dem Petersplatz der Koran verteilt wird, dürfte auch kein Katholik vor der Kaaba Jesus Christus als den eingeborenen Sohn Gottes verkünden. Denn schließlich wäre dies ein Verstoß gegen die soeben erwähnte Regel.
Was aber A nicht will ist, dass er selber nicht die Botschaft erfährt, dass Jesus die Wahrheit, der Weg und das Leben ist.

Dass will er dann auch den Mitmenschen in Mekka nicht antun, dass diese diese Botschaft nicht erfahren.

Ist also kein Verstoß gegen die goldene Regel.

Ein solcher läge dann vor, wenn man davon ausginge, dass die Wahrheit nicht bekannt sei bzw. individuell sein; dann würde man selbst sich dagegen wenden, die "muslimische Wahrheit" zu hören, während man hingegen den anderen die "christliche Wahrheit" aufs Auge drücken will, obwohl diese hinreichend - durch Androhung von Strafen gegen Mekka betretende Nichtmuslime - zum Ausdruck gebracht haben, zumindest dort nichts davon hören zu wollen.

Allerdings ist es im katholischen Glauben natürlich ein Irrtum anzunehmen, die Wahrheit sei in diesem relativistischen Sinne unbekannt.

edit:
Vielleicht hätte ich noch erwähnen sollen, dass A im Gegensatz zu mir natürlich ein anständiger, einfühlsamer und demütiger Mensch sei, dem selbstverständlich klar ist, dass er den Muslimen in Mekka mit entsprechendem Einfühlungsvermögen und Respekt das Evangelium verkünden muss; einerseits aus Respekt; andererseits, weil der Erfolg sonst natürlich noch unwahrscheinlicher ist, wenn er so daher kommt, wie ich hier vermutlich gerade wirke.

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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von fragenzumberatungsschein » Montag 4. Dezember 2017, 14:24

Sascha B. hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 11:34
umusungu hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 11:10
Wie würdet Ihr einen Koran-Werbestand auf dem Petersplatz empfinden?
Aus katholischer Sicht sollte nichts dagegen sprechen.

• a ) Der entscheidende Satz ...

• b ) In dem Dokument „Lumen gentium“ kommt ...

• c ) Papst Johannes Paul II. hat in seinen öffentlichen Äußerungen ...

• d ) In der Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz „Christen und Muslime in Deutschland“ vom Jahre 2003, ist zu lesen: „Christentum und Islam stellen zwei verschiedene Zugänge zu dem selben Gott dar“.
So dargestellt, könnte man aber gegen meinen A was einwenden.

Denn der geht ja davon aus, dass die Muslime noch nicht den richtigen Zugang zu Gott haben; sonst bräuchte er ja nicht dort das Evangelium zu verkünden, sondern könnte sich auf andere Gruppen konzentrieren, die einen falschen/keinen Zugang zu Gott haben.

Durch seine Missionsabsicht bringt er damit aber zum Ausdruck, dass am muslimischen Zugang zu Gott etwas falsch/fehlerhaft/verbesserungswürdig wäre; woraus man einen Widerspruch zum oben zitierten ableiten könnte (bzw. zumindest kann man so argumentieren).

Verstößt A durch seine implizite Haltung am Islam sei was (relevantes) falsch gegen die Lehre der Kirche?

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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Raphael » Montag 4. Dezember 2017, 15:07

fragenzumberatungsschein hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 13:55
Was aber A nicht will ist, dass er selber nicht die Botschaft erfährt, dass Jesus die Wahrheit, der Weg und das Leben ist.

Dass will er dann auch den Mitmenschen in Mekka nicht antun, dass diese diese Botschaft nicht erfahren.

Ist also kein Verstoß gegen die goldene Regel.

Ein solcher läge dann vor, wenn man davon ausginge, dass die Wahrheit nicht bekannt sei bzw. individuell sein; dann würde man selbst sich dagegen wenden, die "muslimische Wahrheit" zu hören, während man hingegen den anderen die "christliche Wahrheit" aufs Auge drücken will, obwohl diese hinreichend - durch Androhung von Strafen gegen Mekka betretende Nichtmuslime - zum Ausdruck gebracht haben, zumindest dort nichts davon hören zu wollen.

Allerdings ist es im katholischen Glauben natürlich ein Irrtum anzunehmen, die Wahrheit sei in diesem relativistischen Sinne unbekannt.

edit:
Vielleicht hätte ich noch erwähnen sollen, dass A im Gegensatz zu mir natürlich ein anständiger, einfühlsamer und demütiger Mensch sei, dem selbstverständlich klar ist, dass er den Muslimen in Mekka mit entsprechendem Einfühlungsvermögen und Respekt das Evangelium verkünden muss; einerseits aus Respekt; andererseits, weil der Erfolg sonst natürlich noch unwahrscheinlicher ist, wenn er so daher kommt, wie ich hier vermutlich gerade wirke.
Es macht eben einen Unterschied, ob man die "Goldene Regel" positiv formuliert, wie dies in der Hl. Schrift geschieht (Lk 6, 31 und mt 7,12) oder - wie in meiner obigen Einlassung geschehen - die negative Variante postuliert. :ja:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Petrus » Montag 4. Dezember 2017, 20:20

umusungu hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 11:10
Wie würdet Ihr einen Koran-Werbestand auf dem Petersplatz empfinden?
nun,

da ich noch nie in Rom war, kann ich über mich hier nur mutmaßen.

ich würde wohl die Menschen begrüßen, dort, und dann sagen,
vielen Dank. Hab ich schon.
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Niels » Montag 4. Dezember 2017, 20:22

umusungu hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 11:10
Wie würdet Ihr einen Koran-Werbestand auf dem Petersplatz empfinden?
Mach mal. Raus aus der Hängematte und den Koran verteilen. :kugel:
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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Niels
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Niels » Montag 4. Dezember 2017, 20:24

Lieber nicht. Etliche Japaner würden glauben, das sei das Wort Gottes.
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von fragenzumberatungsschein » Montag 4. Dezember 2017, 22:08

Raphael hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 15:07
Es macht eben einen Unterschied, ob man die "Goldene Regel" positiv formuliert, wie dies in der Hl. Schrift geschieht (Lk 6, 31 und mt 7,12) oder - wie in meiner obigen Einlassung geschehen - die negative Variante postuliert. :ja:
Da aber die positive Variante im Christentum vorgegeben ist, bleibt damit unverständlich wie man im Christentum aus der Emotion hinsichtlich einer Koran-Verteilung auf dem Petersplatz heraus das Predigen von der Kaaba aus ablehnen will.

Ich bin hier doch nicht auf der Suche nach einer säkulären oder auch rechtlichen Bewertung; da habe ich schon selber Vorstellungen.

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Raphael
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Re: Wäre ein solches Verhalten für einen Christen/Katholiken mit dem Christentum/ und der Lehre der RKK vereinbar?

Beitrag von Raphael » Montag 4. Dezember 2017, 22:28

fragenzumberatungsschein hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 22:08
Raphael hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 15:07
Es macht eben einen Unterschied, ob man die "Goldene Regel" positiv formuliert, wie dies in der Hl. Schrift geschieht (Lk 6, 31 und mt 7,12) oder - wie in meiner obigen Einlassung geschehen - die negative Variante postuliert. :ja:
Da aber die positive Variante im Christentum vorgegeben ist, bleibt damit unverständlich wie man im Christentum aus der Emotion hinsichtlich einer Koran-Verteilung auf dem Petersplatz heraus das Predigen von der Kaaba aus ablehnen will.

Ich bin hier doch nicht auf der Suche nach einer säkulären oder auch rechtlichen Bewertung; da habe ich schon selber Vorstellungen.
Nunja, der Verstand hat - mal ganz allgemein gesprochen - schon immer seine Probleme mit den Emotionen gehabt. Dies insbesondere dann, wenn die Emotionen zu Leidenschaften werden. Da wird es dann schon manchmal schwierig mit der Zügelung. :hmm:

Man hat auch schon gehört, daß gelegentlich die Emotionen Oberhand gewinnen anstatt sich in gebotener Weise sublimieren zu lassen ...........

Darüber hinaus gibt es bei Manchen einen gewissen Hang zum Indifferentismus, d.h. dem Postulat einer völligen Gleichwertigkeit von Religionen.

Und auch bei Christen gibt es Solche und Solche; da sollte man besser illusionslos werden ...................
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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