"Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

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umusungu
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von umusungu »

Siard hat geschrieben:Dieser Beitrag erweckt in mit zwiespältige Gefühle.
warum?

iustus
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von iustus »

incarnata hat geschrieben:Die Hl. Messe im alten Peter in München am Pfingstmontag war jedenfalls sehr schön und feierlich; (...) der
neue Pfarrer hat sich inzwischen den Peter-Gepflogenheiten angepasst so dass Tagesgebet,communio etc jetzt wieder auf Latein gebetet werden beim lateinischen n.o. Hochamt und zur Freude meiner Mutter entfielen Predigt und Händegeschüttel nach dem Friedensgruss;dafür gab´s einen feierlichen sakramentalen Schlussegen mit tantum ergo.
Der neue Pfarrer vom Alten Peter ist klasse. In den aktuellen Pfarrnachrichten (http://www.erzbistum-muenchen.de/Pfarre ... 1751.aspx) schreibt er:
Hans-Georg Platschek hat geschrieben:Nun soll in St. Peter an allen Samstagen, an denen dies nach dem liturgischen Kalender und dessen Regeln möglich ist, das samstägliche Mariengedächtnis wieder einen festen Platz erhalten: In den vormittäglichen Messfeiern werden in Zukunft die Formulare für Marienmessen aus dem Messbuch und aus der 1991 neu erschienenen „Sammlung von Marienmessen“ Verwendung finden. In den Monaten Mai bis Oktober werden die Zelebranten dazu in der Regel auch blaue Messparamente tragen und damit auch eine weitere hier in St. Peter verwurzelte Tradition zu Ehren der Gottesmutter aufgreifen. (...)

Noch ein weiterer Brauch soll wieder in St. Peter heimisch werden. Am Abend, nach der letzten Messe des Tages, wird in Zukunft, sofern irgendwie möglich, ein abschließender Gang zum Maria-Hilf-Altar folgen mit einem abendlichen Mariengruß vor dem Gnadenbild „Maria, Hilfe der Christen“: einem gesungenen oder gebeteten „Salve Regina“, einem Marienlied oder wenigstens dem gemeinsamen Gebet des „Ave Maria“ und einem abschließenden „Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib“.
An marianischen Gedenktagen und an Marienfesten wird an dieser Stelle zudem eine gesungene oder gebetete Marienlitanei unserer himmlischen Mutter und Königin an den ihr geweihten Tagen noch einmal mehr unsere besondere Liebe und Verehrung bezeigen.

Dass diese Anregungen aus der großen Vergangenheit von St. Peter auch in der Gegenwart und in der Zukunft ein entsprechendes Echo erhalten, würde ich mir als Pfarrer von St. Peter sehr wünschen, habe ich doch selbst der Gottesmutter in meinem Leben so viel zu verdanken und bin ihr dadurch mehr als verpflichtet. Und ich bin mir sicher: auch unter Ihnen, den Gläubigen, die sich der Peterskirche verbunden fühlen, gibt es viel Grund zur Dankbarkeit gegenüber der Gottesmutter und viele Anlässe, sich immer wieder erneut in vertrauensvollem Bittgebet an sie zu wenden. (...)

Den Schlussfolgerungen des ehemaligen Kirchenpflegers Otto Fischer am Ende seines Beitrages zu „Maria-Hilf in St. Peter“ darf auch ich mich am Ende meines Geistlichen Wortes an Sie in diesen Pfarrnachrichten von ganzem Herzen anschließen:

Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass von dieser Marienverehrung in St. Peter viel Segen ausgegangen ist. Wenn Sie bei Ihrem nächsten Aufenthalt in der Altstadt auch den „Alten Peter“ besuchen, dann gehen Sie bitte ganz nach vorne zum Maria-Hilf-Altar im rechten Seitenschiff und schauen Sie hinauf zur Gottesmutter. Sie sieht so „guat und liab“ herunter, fassen Sie Vertrauen, damit aus Ihrem Vertrauen ein Segen wird, wie viele Tausende und Abertausende von Münchnern durch die Jahrhunderte erfahren haben.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Gallus
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Gallus »

Wen es in den südöstlichsten Südosten der Republik verschlägt, dem sei die Hl. Messe Sonntags um 11.30 in Bad Reichenhall in der Spitalkirche (Spitalgasse), betreut vom nahen Institut Christus König und Hoherpriester, unbedingt empfohlen!

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Schwenkelpott
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Schwenkelpott »

Ecce Homo hat geschrieben:[...] Thread [...] über positive/glückliche Erlebnisse/Gottesdienste/Feiern/etc. in/mit Kirche [...]
Das heutige Gregorianische Choralamt in meiner Erstkommunionkirche.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Schwenkelpott
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Schwenkelpott »

Ecce Homo hat geschrieben:[...] Thread [...] über positive/glückliche Erlebnisse/Gottesdienste/Feiern/etc. in/mit Kirche [...]
Das heutige Gregorianische Choralamt in meiner Firmungskirche.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
H. Bone, Cantate! 1847

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Exilfranke
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Exilfranke »

Derzeit: Keine. Seit einem halben Jahr habe ich keine Messe mehr besucht. Innere Emigration. Mir fehlt jeder Impuls.
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

Bitt Gott für uns, Maria.

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umusungu
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von umusungu »

Exilfranke hat geschrieben:Derzeit: Keine. Seit einem halben Jahr habe ich keine Messe mehr besucht. Innere Emigration. Mir fehlt jeder Impuls.
das ist sehr traurig. Melde dich doch mal!

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Hubertus
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Hubertus »

Exilfranke hat geschrieben:Derzeit: Keine. Seit einem halben Jahr habe ich keine Messe mehr besucht. Innere Emigration. Mir fehlt jeder Impuls.
Du Armer. Ja, der Glaube kennt solche Durststrecken und Trockenheiten (habe ich selber auch zur Genüge). Generell kann man da nur empfehlen: durchhalten, nicht locker lassen, sich durchbeißen, treu bleiben - auch wenn es weh tut. Auch das kenn' ich aus eigener Erfahrung. Man muß das Ganze auch als Zeit der Probe betrachten: wie fest ist der Glaube? Hält er auch Anfechtungen stand? Wie gesagt, das gilt "generell" - da braucht aber jeder letztlich sein eigenes "Behandlungspaket".

Wenn Du magst, kannst Du Dich gerne per PN melden - wie gesagt, ich kenne solche Phasen selber gut und kann vllt. aus meiner Sicht dazu was schreiben.

Ich bete jedenfalls für Dich.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Niels
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Niels »

Hubertus hat geschrieben:
Exilfranke hat geschrieben:Derzeit: Keine. Seit einem halben Jahr habe ich keine Messe mehr besucht. Innere Emigration. Mir fehlt jeder Impuls.
Du Armer. Ja, der Glaube kennt solche Durststrecken und Trockenheiten (habe ich selber auch zur Genüge). Generell kann man da nur empfehlen: durchhalten, nicht locker lassen, sich durchbeißen, treu bleiben - auch wenn es weh tut. Auch das kenn' ich aus eigener Erfahrung. Man muß das Ganze auch als Zeit der Probe betrachten: wie fest ist der Glaube? Hält er auch Anfechtungen stand? Wie gesagt, das gilt "generell" - da braucht aber jeder letztlich sein eigenes "Behandlungspaket".

Wenn Du magst, kannst Du Dich gerne per PN melden - wie gesagt, ich kenne solche Phasen selber gut und kann vllt. aus meiner Sicht dazu was schreiben.

Ich bete jedenfalls für Dich.
Dito. :daumen-rauf:
(Bei mir darfst Du Dich auch gerne per PN melden!)

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Exilfranke
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Exilfranke »

Vielen Dank für die zahlreichen Gesprächsangebote, das stimmt mich hoffnungsvoll! :)
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Sarandanon
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Sarandanon »

Exilfranke hat geschrieben:Derzeit: Keine. Seit einem halben Jahr habe ich keine Messe mehr besucht. Innere Emigration. Mir fehlt jeder Impuls.
Kann mich den anderen nur anschließen. In einem kannst Du Dir sicher sein: ER wird Dich auch im Zweifeln oder in einer Antriebslosigkeit niemals verlassen. Gönne Dir einfach Ruhe (wenns geht) und verzweifel nicht.
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
(Augustinus Aurelius)

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Amanda
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Amanda »

Lieber Exilfranke,

gerne will ich Dich mit meinem Gebet unterstützen.
Möge der Herr Dich mit Seiner Liebe segnen.

Amanda
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
Gilbert Keith Chesterton

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Exilfranke
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Exilfranke »

Lieber Exilfranke,

gerne will ich Dich mit meinem Gebet unterstützen.
Möge der Herr Dich mit Seiner Liebe segnen.

Amanda
Vielen Dank. :)
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Marion
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Marion »

Diese Predigt ist mir ein großer Trost, vielleicht tröstet sie dich auch ein bisschen
Auslegung des hl. Priesters Hieronymous (Matth. 24, 15. - 35.)
Da wir ausdrücklich aufgefordert werden, das Gesagte zu verstehen zu suchen, so ist dies sicher bedeutungsvoll. Bei Daniel lesen wir: In der Mitte der Woche werden Schlachtopfer und Speiseopfer aufhören; im Tempel wird der Greuel der Verwüstung sein, und die Verwüstung wird bis zum letzten Ende dauern. Auch der Apostel sagt: Der Sohn des Verderbens wird offenbar werden, der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott und Heiligtum heißt, der sich selbst in den Tempel Gottes setzt und sich für Gott ausgibt. Sein Erscheinen wird nach Art des Wirkens des Satans diejenigen verderben und zum Abfall von Gott bringen, die ihn aufnehmen. Man kann dies entweder einfach vom Antichrist verstehen oder vom Bild des Kaisers, das Pilatus im Tempel aufstellen ließ, oder vom Reiterdenkmal Hadrians, das noch heute gerade an der Stelle des Allerheiligsten steht. Greuel der Verwüstung bedeutet in der Sprache des Alten Testamentes auch ein Götzenbild; deshalb steht dabei: der Verwüstung, weil das Götzenbild im verwüsteten, verödeten Tempel aufgestellt wurde. Auch jede falsche Lehre kann unter dem Greuel der Verwüstung verstanden werden; wenn wir diese am heiligen Ort sehen, d. h. in der Kirche, wie sie sich als göttliche Offenbarung ausgibt, dann müssen wir von Judäa auf die Berge fliehen, d. h. wir müssen den todbringenden Buchstaben und die Verkehrtheit der Juden fliehen und den ewigen Bergen zueilen, von denen Gott wundersames Licht ausstrahlen lässt; dann sollen wir auf dem Dache oder Hause bleiben, wo die Feuerpfeile des Teufels nicht hindringen können; wir sollen nicht hinabsteigen, um etwas aus dem Hause zu holen, indem wir vorher lebten, und nicht suchen was schon abgetan ist, vielmehr auf dem Acker der geistlichen Schriften säen, um daraus Früchte zu ernten; wir sollen uns nicht einen zweiten Rock holen, den die Apostel ohnedies nicht haben sollen.
Quelle: 24. und letzter Sonntag nach Pfingsten aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937

Vor allem der Satz: wir sollen nicht hinabsteigen, um etwas aus dem Hause zu holen, indem wir vorher lebten, und nicht suchen was schon abgetan ist, ...
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Dschungelboy

Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Dschungelboy »

Glückliche Momente wären sehr willkommen. Derzeit ist leider nur das Gegenteil der Fall :heul:

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Amanda
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Amanda »

Nach anstrengender und langwieriger Fahrt zu meinem Beichtvater habe ich eine zutiefst befreiende Beichte und eine bewegende heilige Messe (in der überlieferten Form) erleben dürfen. Unser Herr Jesus ist so gütig!
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Juergen
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Juergen »

Heute fand ich in der Kirchenbank eine Brille und brachte sie in die Sakristei, falls jemand, der sie vermißt, sich meldet. Während ich noch kurz mit einem der Ministranten sprach, kam ein kleiner Junge in die Sakristei, und er erzählte freudestahlend, daß er gerade von der Beichte¹ komme.
:klatsch:



¹) Heute war vor der Messe in der a.o. Form Beichtgelegenheit
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Amanda
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Amanda »

Juergen hat geschrieben:Heute fand ich in der Kirchenbank eine Brille und brachte sie in die Sakristei, falls jemand, der sie vermißt, sich meldet. Während ich noch kurz mit einem der Ministranten sprach, kam ein kleiner Junge in die Sakristei, und er erzählte freudestahlend, daß er gerade von der Beichte¹ komme.
:klatsch:



¹) Heute war vor der Messe in der a.o. Form Beichtgelegenheit
:) Da geht einem doch das Herz auf... :)
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
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Juergen
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Juergen »

Der Zelebrant verurteilte es in der Predigt unter anderem auch,
daß einige Priester nicht mehr durch ihre Kleidung als Priester erkennbar seine.

:daumen-rauf:


Es ging in der Predigt nicht um Priesterschelte, sondern darum, daß
immer mehr Formen von religiösem Bekenntnis in der Öffentlichkeit
schwinden und zurückgedrängt werden. Die Priesterkleidung war da nur
eines von mehreren Beispielen außerhalb und innerhalb der Kirche.
Gruß Jürgen

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Debora
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Debora »

Ich durfte gestern meine Ganzhingabe in die Hände des Bischofs ablegen. Die Liturgie war sehr berührend, einfach alles hat gepasst und war stimmig. Ich bin dem lieben Gott für dieses Gnadengeschenk sehr, sehr dankbar. :) :) :)
Die Eucharistie ist das tägliche Brot, das wir als Heilmittel gegen die tägliche Schwachheit brauchen. Hl. Augustinus

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Hubertus
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Hubertus »

Debora hat geschrieben:Ich durfte gestern meine Ganzhingabe in die Hände des Bischofs ablegen. Die Liturgie war sehr berührend, einfach alles hat gepasst und war stimmig. Ich bin dem lieben Gott für dieses Gnadengeschenk sehr, sehr dankbar. :) :) :)
Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen auf Deinem Weg! :)
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guatuso
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von guatuso »

Meine heilige Kommunion direkt nach meinem Infark im Krankenhausbett.
Noch nie so sehr bewusst gelebt und empfangen.

Caviteño
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Caviteño »

Auf unserer Fahrt Richtung Norden am vergangenen Wochenende mußten wir Freitag morgen durch Manila und kamen gg. 4:3 Uhr an der Quiapo Kirche vorbei. Dort wurde bereits eine Hl. Messe gelesen und die Kirche war voll, tlw. mußten die Menschen stehen.
Es ging dann weiter mit einem Zwischenstop in Manaoag, einem bekannten Wallfahrtsort hier auf den PH. Das gleiche Bild: Die Kirche war voll. In einem Innenhof waren Bänke auf denen Gläubige saßen, die beichten wollten.
Auf der Rückfahrt am Sonntag nachmittag kamen wir gegen 17: Uhr wieder an der Quiapo-Kirche vorbei. Da lernte ich was "voll" bedeutet: Die Menschen standen nicht nur in den Eingängen; sie standen bis zur Straße, rund um die Kirche. Die Hl. Messe wurde auf großen Bildschirmen in den Außenbereich übertragen.

Ich habe mir dann die Messzeiten herausgesucht, vielleicht lag der gute Besuch auch an einem geringen Angebot:
Quiapo:
Freitag von 4: - 12:15 Uhr und von 16: - 19: Uhr stündlich = 12 Hl. Messen
Sonntag von 5: - 12:15 Uhr und von 15: - 19: Uhr stündlich = 12 Hl. Messen

http://www.quiapochurch.com/index.php/2 ... /eucharist

Die Pfarrei verfügt über vier Priester und einen Vikar (Quelle: http://www.quiapochurch.com/index.php/2 ... al-council ). Die nächste Kirche liegt ca. 2 m entfernt und hat ein ähnliches Angebot: am Sonntag 11 Hl. Messen, an Werktagen 6 Hl. Messen.

Es war ein schönes Bild, aber trotzdem stimmte es traurig. Mir wurde klar, daß die Zukunft der Kirche nicht in Europa mit seinen großen Gotteshäusern liegt. Wenn in meiner Pfarrei bei der gleichen Anzahl von Priestern nur die Hälfte der Hl. Messen wie in Quiapo gelesen wird und die Kirche niemals "voll" ist, dann muß man kein Prophet sein, um den Niedergang zu erkennen.

SIMONBLN
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von SIMONBLN »

In immer mehr Gemeinden findet die Messe ab und an in Latein statt, dass finde ich persönlich super :klatsch:
Ich empfinde die Kirche dann immer irgendwie mehr als Weltkirche.
Und die Verbindung über die Zeiten hinweg ist irgendwie spürbarer.
Wenns nach mir ginge könnte man ruhig die Messe immer in Latein halten und halt die Predigt auf deutsch.

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Senensis
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Senensis »

Obwohl, Predigt auf Latein wäre auch noch mal cool 8)
et nos credidimus caritati

SIMONBLN
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von SIMONBLN »

Senensis hat geschrieben:Obwohl, Predigt auf Latein wäre auch noch mal cool 8)
*hehe* ja schon aber dann bitte auf deutsch ausgedruckt.
Ich möchte schon wissen was mir erzählt wird;)

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umusungu
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von umusungu »

Senensis hat geschrieben:Obwohl, Predigt auf Latein wäre auch noch mal cool 8)
"noch mal" ist völlig inkorrekt - die hat es nie gegeben ......

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Protasius
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Protasius »

umusungu hat geschrieben:
Senensis hat geschrieben:Obwohl, Predigt auf Latein wäre auch noch mal cool 8)
"noch mal" ist völlig inkorrekt - die hat es nie gegeben ......
Das stimmt nicht. Gregor der Große hat definitiv noch lateinisch gepredigt, und die ersten Hinweise auf die Existenz der romanischen Volkssprachen als vom Lateinischen unterschiedene Sprachen stammen aus dem 9. Jahrhundert (Konzil von Tours). Abhängig von der Gemeinde hat es lateinische Predigten noch sehr lange gegeben, z.B. an Universitäten und in Seminaren; mW wurde auch bei den Messen vor dem Konklave bis weit ins 20. Jh. üblicherweise lateinisch gepredigt - die Wortbeiträge auf dem II. Vatikanum waren bis auf einen griechischen Beitrag ja auch alle in lateinischer Sprache.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Senensis
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Senensis »

(Und bis heute müssen Vorträge beispielsweise in der vatikanischen Theologenkommission, die auf Latein gehalten werden, nicht übersetzt werden, denn es ist die offizielle Amtssprache - deren Kenntnis wird vorausgesetzt. Der damalige Kard. Ratzinger konnte, wie ich aus erster Hand gehört habe, sogar ohne weiteres spontane Ansagen und Durchsagen in fließendem Latein formulieren.)
et nos credidimus caritati

Juergen
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Juergen »

Protasius hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:
Senensis hat geschrieben:Obwohl, Predigt auf Latein wäre auch noch mal cool 8)
"noch mal" ist völlig inkorrekt - die hat es nie gegeben ......
Das stimmt nicht. Gregor der Große hat definitiv noch lateinisch gepredigt, und die ersten Hinweise auf die Existenz der romanischen Volkssprachen als vom Lateinischen unterschiedene Sprachen stammen aus dem 9. Jahrhundert (Konzil von Tours). Abhängig von der Gemeinde hat es lateinische Predigten noch sehr lange gegeben, z.B. an Universitäten und in Seminaren; mW wurde auch bei den Messen vor dem Konklave bis weit ins 20. Jh. üblicherweise lateinisch gepredigt - die Wortbeiträge auf dem II. Vatikanum waren bis auf einen griechischen Beitrag ja auch alle in lateinischer Sprache.
Eine lat. Predigt hat es, so wird kolportiert, in den 90er Jahren in einem Priesterseminar gegeben. Die Studenten wollten unbedingt eine lat. Messe. Der Zelebrant stand allerdings eher auf dem Standpunkt: „Die können doch gar kein Latein mehr und wollen das nur aus traditionalistischen Gründen. Denen wische ich mal eins aus.“ So kam es, daß er die Werktagsmesse auf Latein zelebrierte und darin eine kurze Predigt auf Latein hielt. Danach war er als Zelebrant für lat. Messen von den Studenten nicht mehr erwünscht.
:D


(Nein, ich nenne jetzt keine Orte und Namen.)
Gruß Jürgen

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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Protasius hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:
Senensis hat geschrieben:Obwohl, Predigt auf Latein wäre auch noch mal cool 8)
"noch mal" ist völlig inkorrekt - die hat es nie gegeben ......
Das stimmt nicht. Gregor der Große hat definitiv noch lateinisch gepredigt, und die ersten Hinweise auf die Existenz der romanischen Volkssprachen als vom Lateinischen unterschiedene Sprachen stammen aus dem 9. Jahrhundert (Konzil von Tours). Abhängig von der Gemeinde hat es lateinische Predigten noch sehr lange gegeben, z.B. an Universitäten und in Seminaren; mW wurde auch bei den Messen vor dem Konklave bis weit ins 20. Jh. üblicherweise lateinisch gepredigt - die Wortbeiträge auf dem II. Vatikanum waren bis auf einen griechischen Beitrag ja auch alle in lateinischer Sprache.
Eine lat. Predigt hat es, so wird kolportiert, in den 90er Jahren in einem Priesterseminar gegeben. Die Studenten wollten unbedingt eine lat. Messe. Der Zelebrant stand allerdings eher auf dem Standpunkt: „Die können doch gar kein Latein mehr und wollen das nur aus traditionalistischen Gründen. Denen wische ich mal eins aus.“ So kam es, daß er die Werktagsmesse auf Latein zelebrierte und darin eine kurze Predigt auf Latein hielt. Danach war er als Zelebrant für lat. Messen von den Studenten nicht mehr erwünscht.
:D


(Nein, ich nenne jetzt keine Orte und Namen.)
Der 2008 verstorbene Pater Caelestis (Joseph Anton) Eichenseer OSB hat während der von ihm im In- und Ausland veranstalteten Lateinseminare in den 80ern und 90ern in seinen Zelebrationen (er zelebrierte den NOM lateinisch; privat, wie er mir einmal versichert hat, auch die Messe, für die er 1952 geweiht worden war) immer auch lateinisch gepredigt. Was natürlich erklärlich ist, vor einem internationalen Publikum von Lateinern, die nicht unbedingt auch Deutsch konnten.
Da ich den NOM meide wie der Teufel das Weihwasser, habe ich diesen Zelebrationen nie beigewohnt, kann aber bestätigen, daß er auch sonst ein ganz ordentliches, fließendes Latein sprach.

Das hier genannte "Priesterseminar" ist bestimmt kein traditionelles. Dort wären Textbuch und Textvortrag durchgehend lateinisch. Auch die Examina.
Aber gut, das sind heute rari nantes in gurgite vasto.

Pirmin
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Pirmin »

Lebt eigentlich der Latainer Hans Jakob Schmitt noch?

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