Apollonia hat geschrieben:Dann bitte ich um Verzeihung, das war nicht meine Absicht. So etwas wie gekaufte Doktortitel ist mir in dem Zusammenhang überhaupt nicht in den Sinn gekommen. Aber Gebühren in der Größenordnung von 15 € für einen Ehrentitel, das ist für mein laienhaftes Verständnis eben "gekauft".
Wenn du zum Einwohnermeldeamt gehst und dir dort einen neuen Personalausweis ausstellen oder eine Urkunde amtlich beglaubigen lässt, dann "(er-) kaufst" du also einen neuen Ausweis oder die Bestätigung der Richtigkeit einer Ablichtung? Du verwendest selbst den Begriff "Gebühr", hältst aber daran fest, dass es sich - nach deinem "Gefühl" (bzw. Verständnis) - um eine käufliche Erwerbung handele. In der Tat handelt es sich aber beim Beispiel um eine gesetzlich vorgeschriebene Verwaltungs- bzw. Bearbeitungsgebühr und nicht um einen Kauf. Es müsste doch möglich sein, diese Analogie auf die Verleihung der fraglichen Titel gedanklich zu übertragen - ganz besonders deshalb, weil die Nutznießer der Titel gar nicht die entsprechende Gebühr zu entrichten haben, sondern ihre jeweiligen Bistümer.
Ich glaube, dass sogar der Focus in kirchlichen Fragen eine bessere Adresse ist als die selbstgerecht-calvinistisch verseuchte "Zeit". Er schreibt übrigens nicht gerade das
Gegenteil, aber man hat eher den Eindruck, dass es sich auch um ein von interessierter Seite gestreutes Gerücht handeln könnte.
Das scheint wirklich ein zumindest für die Diskussion ums Bistum Limburg fast immer passender Psalm zu sein:
Ps 73 hat geschrieben:Sie sehen kaum aus den Augen vor Fett, ihr Herz läuft über von bösen Plänen. Sie höhnen, und was sie sagen, ist schlecht; sie sind falsch und reden von oben herab. Sie reißen ihr Maul bis zum Himmel auf und lassen auf Erden ihrer Zunge freien Lauf. Darum wendet sich das Volk ihnen zu und schlürft ihre Worte in vollen Zügen.