Unierte

Ostkirchliche Themen.
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Nassos
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Unierte

Beitrag von Nassos »

Liebe Katholiken,

mich würde interessieren, wie "ureigentliche" römische Katholiken die Unierten betrachten.

Sind das für Euch in irgendeiner Weise Orthodoxe? Oder "irgendwie schon Katholiken", aber...

Der Grund für die Frage ist, dass sie irgendwie immer getrennt genannt werden oder scheinbar nie explizit als Katholiken betrachtet werden. Das kann aber auch ein falscher Eindruck meinerseits sein.

Falls das Thema schon existiert, dann bitte ich um Entschuldigung und entsprechende Links.
Auch um Entschuldigung bittend, falls meine Fragestellung jemanden vor den Kopf stößt - das ist nicht meine Absicht!

Vielen Dank,
Nassos
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Christiane
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Re: Unierte

Beitrag von Christiane »

Also für mich sind sie ganz klar Katholiken, da sie in Einheit mit dem Papst stehen.
"Die Demokratie feiert den Kult der Menschheit auf einer Pyramide von Schädeln." - Nicolás Gómez Dávila

"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)

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Juergen
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Re: Unierte

Beitrag von Juergen »

die sind katholisch und gut is.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Peregrin
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Re: Unierte

Beitrag von Peregrin »

Viele Normalkatholiken wissen überhaupt nicht, was das ist.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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cantus planus
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Re: Unierte

Beitrag von cantus planus »

Die Reaktionen sind typisch römisch bisher. Tatsache ist, dass diese Kirchenteile (Kirche wäre ja jetzt ein falscher Ausdruck) mit der römischen Kirche lediglich die Dogmen (und damit die einschlägigen Konzilien) sowie den päpstlichen Primat teilen. Da enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Wie gering vor allem die mentalitätsmäßigen Verbindungen sind, wird oft unterschätzt. Ich begleite seit Jahren eine griechisch-katholische Ordensschwester, die in einem römisch-katholischen Kloster lebt. Das ist wirklich alles nicht so einfach...
Was diese Schwester am meisten stört ist die grauenhafte Schlampigkeit in der Liturgie, und das Desinteresse des Konvents daran.
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anneke6
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Re: Unierte

Beitrag von anneke6 »

Katholiken, nur mit einem anderen historischen Hintergrund. Und daraus resultierenden Problemen, die je nach Lage sehr schwerwiegend sein können…oder auch nicht.
???

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Juergen
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Re: Unierte

Beitrag von Juergen »

cantus planus hat geschrieben:(Kirche wäre ja jetzt ein falscher Ausdruck)
Kirche ist schon der richtige Ausdruck - genauer: eigenberechtigte Kirche (ecclesia sui iuris) wie sie der CCEO nennt.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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incarnata
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Re: Unierte

Beitrag von incarnata »

Für Leute,denen die üblichen unordentlichen NOM-Messen zu gschlampert sind und die keine
ecclesia-dei-Gemeinde in erreichbarer Nähe haben,wohl aber eine unierte sind diese Messen eine gute Alternative um an der katholischen Kirche nicht zu verzweifeln.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
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Berolinensis
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Re: Unierte

Beitrag von Berolinensis »

Es sind Katholiken, was sonst?
cantus planus hat geschrieben:Die Reaktionen sind typisch römisch bisher. Tatsache ist, dass diese Kirchenteile (Kirche wäre ja jetzt ein falscher Ausdruck) mit der römischen Kirche lediglich die Dogmen (und damit die einschlägigen Konzilien) sowie den päpstlichen Primat teilen.
Lediglich?

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ad-fontes
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Re: Unierte

Beitrag von ad-fontes »

incarnata hat geschrieben:Für Leute,denen die üblichen unordentlichen NOM-Messen zu gschlampert sind und die keine
ecclesia-dei-Gemeinde in erreichbarer Nähe haben,wohl aber eine unierte sind diese Messen eine gute Alternative um an der katholischen Kirche nicht zu verzweifeln.
Die Maroniten sind in der Liturgie aber auch schon sehr NOM-orientiert.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Nassos
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Re: Unierte

Beitrag von Nassos »

cantus planus hat geschrieben:Die Reaktionen sind typisch römisch bisher. Tatsache ist, dass diese Kirchenteile (Kirche wäre ja jetzt ein falscher Ausdruck) mit der römischen Kirche lediglich die Dogmen (und damit die einschlägigen Konzilien) sowie den päpstlichen Primat teilen. Da enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Wie gering vor allem die mentalitätsmäßigen Verbindungen sind, wird oft unterschätzt. Ich begleite seit Jahren eine griechisch-katholische Ordensschwester, die in einem römisch-katholischen Kloster lebt. Das ist wirklich alles nicht so einfach...
Was diese Schwester am meisten stört ist die grauenhafte Schlampigkeit in der Liturgie, und das Desinteresse des Konvents daran.
Aber gibt es nicht Mentalitätsunterschiede zwischen z.B. europäischen Katholiken, südamerikanischen und asiatischen? Oder meinst Du nicht so etwas sondern mehr eine "Kirchenmentalität"? Ist diese Schwester Deutsche?

Die Schlampigkeit könnte aber auch von einem un-unierten Katholiken beanstandet werden?
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incarnata
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Re: Unierte

Beitrag von incarnata »

ad-fontes hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Für Leute,denen die üblichen unordentlichen NOM-Messen zu gschlampert sind und die keine
ecclesia-dei-Gemeinde in erreichbarer Nähe haben,wohl aber eine unierte sind diese Messen eine gute Alternative um an der katholischen Kirche nicht zu verzweifeln.
Die Maroniten sind in der Liturgie aber auch schon sehr NOM-orientiert.
Kann sein-ich kenne nur die Ukrainer
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Nassos
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Re: Unierte

Beitrag von Nassos »

incarnata hat geschrieben:Für Leute,denen die üblichen unordentlichen NOM-Messen zu gschlampert sind und die keine
ecclesia-dei-Gemeinde in erreichbarer Nähe haben,wohl aber eine unierte sind diese Messen eine gute Alternative um an der katholischen Kirche nicht zu verzweifeln.
Hallo liebe incarnata,

Du kannst Dir ja vorstellen, wie ich auf die Frage gekommen bin? :breitgrins:

Ganz lieben Gruß,
Nassos
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anneke6
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Re: Unierte

Beitrag von anneke6 »

Nassos hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Die Reaktionen sind typisch römisch bisher. Tatsache ist, dass diese Kirchenteile (Kirche wäre ja jetzt ein falscher Ausdruck) mit der römischen Kirche lediglich die Dogmen (und damit die einschlägigen Konzilien) sowie den päpstlichen Primat teilen. Da enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Wie gering vor allem die mentalitätsmäßigen Verbindungen sind, wird oft unterschätzt. Ich begleite seit Jahren eine griechisch-katholische Ordensschwester, die in einem römisch-katholischen Kloster lebt. Das ist wirklich alles nicht so einfach...
Was diese Schwester am meisten stört ist die grauenhafte Schlampigkeit in der Liturgie, und das Desinteresse des Konvents daran.
Aber gibt es nicht Mentalitätsunterschiede zwischen z.B. europäischen Katholiken, südamerikanischen und asiatischen? Oder meinst Du nicht so etwas sondern mehr eine "Kirchenmentalität"? Ist diese Schwester Deutsche?

Die Schlampigkeit könnte aber auch von einem un-unierten Katholiken beanstandet werden?
Ich würde sagen, es gibt Mentalitätsunterschiede zwischen Katholiken unterschiedlicher Herkunft sogar innerhalb Europas. Es ist aber so, daß es immer wieder "Latinisierungen" von Katholiken mit einem östlichen Ritus gegeben hat, zum Beispiel eine Verpflichtung des gesamten Klerus zum Zölibat — das gab es Jahrzehnte lang in den USA und führte dazu, daß viele zu den Orthodoxen überliefen. Auch sonst wurden sie manchmal wie Stiefgeschwister behandelt. Sowohl unter Hlond als auch Wyszynski hatten Uniierte in Polen nicht viel zu lachen.
Es gibt übrigens auch byzantinische Katholiken, die sich beklagen, im Vergleich zum orthodoxen Original würde bei ihnen in der Liturgie geschlampt. Das kann ich nicht beurteilen, ich war noch nie bei Uniierten.
???

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Robert Ketelhohn
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Re: Unierte

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Nassos hat geschrieben:Liebe Katholiken,

mich würde interessieren, wie "ureigentliche" römische Katholiken die Unierten betrachten.

Sind das für Euch in irgendeiner Weise Orthodoxe? Oder "irgendwie schon Katholiken", aber...

Der Grund für die Frage ist, dass sie irgendwie immer getrennt genannt werden oder scheinbar nie explizit als Katholiken betrachtet werden. Das kann aber auch ein falscher Eindruck meinerseits sein.
„Unierte“ nennt man diejenigen Orts- oder Teilkirchen und Gläubigen der fünf östlichen Riten (des armenischen, byzantinischen, chaldäischen, koptischen und [west-]syrischen), welche – unter Aufgabe der Einheit mit ihrer ursprünglichen Ortskirche oder ihrem ursprünglichen Ortskirchenverband – die Einheit mit dem Bischof von Rom bekennen.

Was weitere Beurteilungen betrifft, müßtest du nach der konkreten Union fragen, die dich interessiert – dazu gibt es aber, meine ich, schon manchen Strang hier im Kreuzgang –, oder nach einer konkreten unierten Kirche und deren historischer oder heutiger Situation.
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cantus planus
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Re: Unierte

Beitrag von cantus planus »

Berolinensis hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Die Reaktionen sind typisch römisch bisher. Tatsache ist, dass diese Kirchenteile (Kirche wäre ja jetzt ein falscher Ausdruck) mit der römischen Kirche lediglich die Dogmen (und damit die einschlägigen Konzilien) sowie den päpstlichen Primat teilen.
Lediglich?
Lediglich in dem Sinne, dass viele glauben, die Unierten seien quasi Römer, nur mit anderem Ritus. Das trifft in der Realität so nicht zu. Es sind eben eigenständige Kirchen, was sich in vielen Bereichen, nicht nur in der Liturgie niederschlägt.

Selbstredend sind es Katholiken. Nur eben keine römischen Katholiken.
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Florianklaus
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Re: Unierte

Beitrag von Florianklaus »

Natürlich sind Unierte Katholiken. Sie sind auch ein besonderes Zeichen für die Katholizität der Kirche, die eben nicht nur aus dem lateinischen Ritus besteht.

Ihre Art der Eingliederung in die Kirche unter Beibehaltung ihrer Eigenarten halte ich im übrigen für modellhaft auch für andere jetzt noch getrennte Kirchen.

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Robert Ketelhohn
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Re: Unierte

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Natürlich sind alle orthodoxen Gläubigen Katholiken.
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Berolinensis
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Re: Unierte

Beitrag von Berolinensis »

Catholicus non habeatur qui non concordat Romanæ Ecclesiæ.

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Florianklaus
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Re: Unierte

Beitrag von Florianklaus »

Womit wir wieder einmal bei einem der beliebtesten Themen im Kreuzgang wären....................

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Berolinensis
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Re: Unierte

Beitrag von Berolinensis »

Wenn Robert im seine irrigen Auffassungen vortragen muß, muß ja zumindest auch die Lehre der Kirche dagegengesetzt werden.

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Robert Ketelhohn
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Re: Unierte

Beitrag von Robert Ketelhohn »

nec habeatur catholicus qui non concordet orthodoxæ fidei.
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Robert Ketelhohn
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Re: Unierte

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Berolinensis hat geschrieben:Wenn Robert im seine irrigen Auffassungen vortragen muß, muß ja zumindest auch die Lehre der Kirche dagegengesetzt werden.
Was am obigen Satz irrig sein soll, müßtest du schon mal darlegen.
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Florianklaus
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Re: Unierte

Beitrag von Florianklaus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:nec habeatur catholicus qui non concordet orthodoxæ fidei.

Und jetzt fängt auch wieder die allgemeine Haarspalterei der Begriffe "orthodox" und "katholisch" an............. :gaehn:

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Linus
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Re: Unierte

Beitrag von Linus »

Nassos hat geschrieben:Liebe Katholiken,

mich würde interessieren, wie "ureigentliche" römische Katholiken die Unierten betrachten.
Der Otto Normalkatholik kennt die nicht. Wenn etwa im Dom bei der Beichte "Msgr. Schlegl.... rit lat./rit. byz." oder bei Levko "ukr.griech.-kath." steht, löst das bisweilen Irritation aus - der Otto-Normalrömer hat keine Ahnung daß die katholische Kirche aus über 20 Teilrituskirchen besteht. Und wenn man ihm sagt, daß die Priester da bisweilen gültig und erlaubt vereiratet sind dann: :auweia: :regel: :angewidert: glauben sie es einem nicht.
Sind das für Euch in irgendeiner Weise Orthodoxe? Oder "irgendwie schon Katholiken", aber...
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ja sie haben ein eigenes Kirchenrecht (CCEO Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium), als katholiken sehen sie sich schon, das Problem ist vielmehr sehen sie sich selbst als Römer? (sie haben mW alle das recht im römischen Ritus zu zelebrieren), generell liegen sie aber unter der Wahrnehmungsgrenze.... (klar bei 1 Mrd Katholiken machen sie nur ein paar Millionen aus.)

Nachtrag zur mentalitätsgescchichte: die sieht man schon bei den römern -je nach land unterschieslich (ich geh seit neuestem öfter mal in eine Pfarre wo bayrische Priester sitzen, jetzt kann ich so manchen h.o. geschilderten Verfall in der deutschssprachigen Messe nachvollziehen. )
Zuletzt geändert von Linus am Mittwoch 8. September 2010, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Marion
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Re: Unierte

Beitrag von Marion »

Nassos hat geschrieben:Liebe Katholiken,

mich würde interessieren, wie "ureigentliche" römische Katholiken die Unierten betrachten.
Sie sind ein sehr gutes Vorbild für die Orthodoxen.
Nassos hat geschrieben:Sind das für Euch in irgendeiner Weise Orthodoxe? Oder "irgendwie schon Katholiken", aber...
Nicht irgendwie, sondern ganz und gar Katholiken.
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anneke6
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Re: Unierte

Beitrag von anneke6 »

Marion hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Liebe Katholiken,

mich würde interessieren, wie "ureigentliche" römische Katholiken die Unierten betrachten.
Sie sind ein sehr gutes Vorbild für die Orthodoxen.
Nee, Marion, das ist ein Weg, der ins Nichts führt, das hat die Geschichte bereits bewiesen.
???

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Berolinensis
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Re: Unierte

Beitrag von Berolinensis »

anneke6 hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Liebe Katholiken,

mich würde interessieren, wie "ureigentliche" römische Katholiken die Unierten betrachten.
Sie sind ein sehr gutes Vorbild für die Orthodoxen.
Nee, Marion, das ist ein Weg, der ins Nichts führt, das hat die Geschichte bereits bewiesen.
Wie jetzt, die Einheit mit der Kirche Gottes und der wahre Glaube als nichts? :achselzuck:

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Marion
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Re: Unierte

Beitrag von Marion »

Die Heimkehr des verloren gegangenen Sohnes zurück in den Schoß der Kirche führt ins Nichts?

Liebe Anneke, das ist nicht die richtige Antwort eines Katholiken, um die in diesem Strang gebeten wurde ;)
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Florianklaus
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Re: Unierte

Beitrag von Florianklaus »

anneke6 hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Liebe Katholiken,

mich würde interessieren, wie "ureigentliche" römische Katholiken die Unierten betrachten.
Sie sind ein sehr gutes Vorbild für die Orthodoxen.
Nee, Marion, das ist ein Weg, der ins Nichts führt, das hat die Geschichte bereits bewiesen.

Wie meinst du das? Und was genau hat die Geschichte bewiesen?

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Linus
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Re: Unierte

Beitrag von Linus »

Berolinensis hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Liebe Katholiken,

mich würde interessieren, wie "ureigentliche" römische Katholiken die Unierten betrachten.
Sie sind ein sehr gutes Vorbild für die Orthodoxen.
Nee, Marion, das ist ein Weg, der ins Nichts führt, das hat die Geschichte bereits bewiesen.
Wie jetzt, die Einheit mit der Kirche Gottes und der wahre Glaube als nichts? :achselzuck:
Wohl eher: die Unionen bringen - mit der Orthodoxen Herkunft der Unierten - noch mehr Spaltung zwischen Ost und Westkirchlichen Patriachaten.

MaW sie sind für eine gesamtkirchliche Lösung zur Einigung eher ein Hindernis
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Marion
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Re: Unierte

Beitrag von Marion »

cantus planus hat geschrieben:Wie gering vor allem die mentalitätsmäßigen Verbindungen sind, wird oft unterschätzt.
Es ist nur der Glaube der uns verbinden muss. Unsere Mentalitäten müssen wir niemand aufdrücken oder von jemand übernehmen um in voller Einheit mit ihnen zu stehen.

P.S. Dankeschön dem Moderator, die Zitate zu bereinigen :)
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