Nassos hat geschrieben:
könntest du hier etwas spezifischer werden? Ich wäre sehr dankbar
(aber eventuell ist das hier nicht der richtige Strang)
Was meinst Du mit spezifischer werden, Nassos? Das mit den absoluten Weihen?
Eine absolute Priesterweihe ist etwa, wenn man zum Priester geweiht wird, ohne zum Kleriker einer bestimmten Kirche zu werden (so etwas geht in der Römischen Kirche auch in der formalen Hinsicht).
Ich habe interpoliert und eine Ernennung wie im Falle des Erzbischoftitels des von Cantus Planus erwähnten Erzbischofs Johannes Dyba, des Bischofs von Fulda, als eine "absolute Ernennung" bezeichnet.
In der Orthodoxen Kirche gibt es nur Erzbischöfe usw. "von N.N".
Wobei das im Falle der Titularbischöfe im Osten wie im Westen reine inhaltlose Formalitäten sind.
Manchmal haben diese sinnentleerten Formalitäten weitreichende Folgen: so hatten mal Bischöfe mit dem Amtssitz Avignon den Titel "Papst von Rom". Diese Titularbischöfe von Rom hatten bloß aufgrund dieses Titels Gewalt über die ganze westliche Christenheit.
Im Osten ist sowas noch viel häufiger vorgekommen als im Westen. Bis zum heutigen Tage. Ich möchte wissen, wie oft in einem Jahr sich der in Damaskus residierende orthodoxe (Titular!)patriarch von Antiochien in derselbigen Stadt blicken läßt. Man denke dazu noch an die ganzen vielen nichtorthodoxen Patriarchen von Antiochien! Sie alle, ob orthodox oder nicht, führen den Namen der Stadt "Antiochien" als leeren Titel. Aus diesem Titel leitet sich aber ihre Patriarchenwürde ab.
Der Papst von Rom/Avignon hatte zumindest bischöfliche Gewalt über die Gemeinden im fernen Rom, und der orthodoxe Patriarch von Antiochien/Damaskus hat bischöfliche Gewalt über die Gemeinde in Antiochien (es gibt dort eine). Ihre Titel waren und sind also nicht ganz so völlig formal wie bei den anderen Titularbischöfen.