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Ostkirchliche Themen.
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ad-fontes
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Re: Off-Topics

Beitrag von ad-fontes »

cantus planus hat geschrieben:Siehe die quasidogmatische Verneinung der Frauenweihe. Da muss man nichts mehr dogmatisieren, weil eine viel zu lange Tradition dagegen spricht.
Und warum mußte man dann die leibliche Aufnahme der Gottesmutter dogmatisieren? :detektiv:
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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cantus planus
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Re: Off-Topics

Beitrag von cantus planus »

ad-fontes hat geschrieben: Und warum mußte man dann die leibliche Aufnahme der Gottesmutter dogmatisieren? :detektiv:
Weil es ein in langer Tradition seit dem 6. Jahrhundert als mit Sicherheit wahr erkannter Glaubensgrundsatz ist.

Das Verbot der Frauenweihe kann hingegen nicht dogmatisiert werden, weil es kein Glaubenssatz ist. Johannes Paul II. hat sie ja auch nicht verboten, sondern klargestellt, dass die Kirche keine Vollmacht dazu hat. Das ist etwas anderes, auch, wenn es im Endeffekt natürlich aufs gleiche Ergebnis hinausläuft.
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holzi
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Re: Off-Topics

Beitrag von holzi »

cantus planus hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: Und warum mußte man dann die leibliche Aufnahme der Gottesmutter dogmatisieren? :detektiv:
Weil es ein in langer Tradition seit dem 6. Jahrhundert als mit Sicherheit wahr erkannter Glaubensgrundsatz ist.
Trotzdem war es nicht unbedingt notwendig, dies formell als Dogma zu verkünden.

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cantus planus
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Re: Off-Topics

Beitrag von cantus planus »

holzi hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: Und warum mußte man dann die leibliche Aufnahme der Gottesmutter dogmatisieren? :detektiv:
Weil es ein in langer Tradition seit dem 6. Jahrhundert als mit Sicherheit wahr erkannter Glaubensgrundsatz ist.
Trotzdem war es nicht unbedingt notwendig, dies formell als Dogma zu verkünden.
Es ist auch nicht notwendig, bei der Messe Albe, Stola und Kasel zu tragen. Dennoch hat sich das in der Tradition bewährt und die Kirche will darauf nicht verzichten.

Es geht hier doch nur darum, ein Schlupfloch aus dem Dogma zu finden. Nicht, um es auf eine andere Basis zu stellen, sondern, um es zu verneinen. Also sehen wir, wie notwendig die Dogmatisierung dieser Tatsache war.

"Notwendig" ist überhaupt kein Dogma, weil keine neuen Glaubensgrundsätze promulgiert werden, sondern eine lange erkannte Glaubenswahrheit lediglich feierlich und unfehlbar bestätigt wird.
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ad-fontes
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Re: Off-Topics

Beitrag von ad-fontes »

cantus planus hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: Und warum mußte man dann die leibliche Aufnahme der Gottesmutter dogmatisieren? :detektiv:
Weil es ein in langer Tradition seit dem 6. Jahrhundert als mit Sicherheit wahr erkannter Glaubensgrundsatz ist.

Das Verbot der Frauenweihe kann hingegen nicht dogmatisiert werden, weil es kein Glaubenssatz ist. Johannes Paul II. hat sie ja auch nicht verboten, sondern klargestellt, dass die Kirche keine Vollmacht dazu hat. Das ist etwas anderes, auch, wenn es im Endeffekt natürlich aufs gleiche Ergebnis hinausläuft.
cantus planus hat geschrieben:Siehe die quasidogmatische Verneinung der Frauenweihe. Da muss man nichts mehr dogmatisieren, weil eine viel zu lange Tradition dagegen spricht.
Wenn es ein mit Sicherheit als wahr erkannter Glaubenssatz ist, wozu dann die förmliche Dogmatisierung?
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ad-fontes
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Re: Off-Topics

Beitrag von ad-fontes »

Meine Meinung:

Es ist nicht häretisch zu glauben, die hl. Jungfrau sei mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Es ist aber ebensowenig häretisch zu glauben, nur ihre Seele sei aufgenommen worden, während ihr Leib der Auferstehung und dem künftigen Gericht harrt, bevor sie endgültig bei Gott verherrlicht wird.

Oder gibt es eine einmütige Tradition der Kirche, die als geoffenbarte Glaubeswahrheit gilt, deren Leugnung zum Verlust des Heiles führt, und nicht bloß als fromme Meinung? Das bezweifel ich.

Auch glaube ich, daß es nicht häretisch, wohl aber bedenklich ist, zu glauben, die hl. Jungfrau sei in dem Moment ihrer eigenen Empfägnis von jedem Sündenmakel befreit worden, denn die orthodoxe Mehrheitsmeinung lehrt hier etwas anderes, einsichtigeres.

Aber es ist sektiererisch zu glauben, der Papst in Rom habe unmittelbare Leitungsgewalt über die Gesamtkirche und könne von sich aus, wenn er ex cathedra spricht, und nicht aus dem Konsens der Kirche, unfehlbar und letztverbindlich Dinge des Glaubens und der Sitten darlegen.
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Nassos
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Re: Off-Topics

Beitrag von Nassos »

cantus planus hat geschrieben:Weil es ein in langer Tradition seit dem 6. Jahrhundert als mit Sicherheit wahr erkannter Glaubensgrundsatz ist.
Hallo cantus,

so viel ich weiß (wenn ich falsch liege, dann vergesst, was jetzt kommt), wird ein Dogma erhoben (festgelegt, verkündet), wenn es darum geht einer Abweichung entgegenzuwirken.
Wenn dem so wäre, dann müsste das ja heißen, dass es entsprechende Entwicklungen gab, denen die römisch-katholische Kirche entgegenwirken wollte.

War das der Fall? Wenn ja, von wem kam die Abweichug und welche Art Abweichung war es?

Oder kann der Papst auch so dogmatisieren (so dass also dieses Dogma ein Ausdruck überschwänglicher Liebe zur Allheiligen ist)

Vielen Dank.

Lieben Gruß,
Nassos
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taddeo
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Re: Off-Topics

Beitrag von taddeo »

Lieber Nassos,

die Beweggründe für die Dogmatisierung von 1950 hat Pius XII. in seiner Bulle Munificentissimus Deus selber dargelegt:
42 Wir, die Wir Unser Pontifikat unter den besonderen Schutz der Allerseligsten Jungfrau stellten, zu der Wir in so vielen traurigen Wechselfällen Unsere Zuflucht genommen haben; Wir, die Wir ihrem Unbefleckten Herzen die gesamte Menschheit öffentlich und feierlich weihten und ihren wirksamen Schutz immer und immer wieder erfuhren: Wir hegen das feste Vertrauen, diese feierliche Verkündigung und Definition der Aufnahme Marias in den Himmel werde nicht wenig zum Wohl der menschlichen Gesellschaft beitragen. Sie gereicht ja zum Ruhm der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, mit der die jungfräuliche Gottesmutter durch ganz besondere Bande verknüpft ist. Sie begründet die Hoffnung, dass sich alle Gläubigen zu einer innigeren Andacht zur himmlischen Mutter angespornt fühlen werden; dass in allen, die sich des Namens Christi rühmen, das Verlangen lebendig werde, an der Einheit des Mystischen Leibes Jesu Christi teilzuhaben und ihre Liebe zu mehren zu der, die für alle Glieder dieses erhabenen Mystischen Leibes das Herz einer Mutter hat. Es ist auch zu hoffen, dass durch die Betrachtung des herrlichen Beispiels Marias mehr und mehr die Einsicht wächst, welch hohen Wert das menschliche Leben hat, wenn es vollkommen dafür eingesetzt wird, den Willen des himmlischen Vaters zu erfüllen und für das Wohl der Mitmenschen zu wirken. Und ferner lässt sich in einer Zeit, wo die Irrlehren des Materialismus und die daraus folgende Verderbnis der Sitten das Licht der Tugend zu ersticken und durch die Entfesselung von Kampf und Krieg so viele Menschenleben zu vernichten drohen, wohl erwarten, dass die Wahrheit von der Himmelfahrt Marias allen in klarem Lichte zeige, für welch erhabenes Ziel wir nach Leib und Seele bestimmt sind. Endlich wird der Glaube an die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel den Glauben auch an unsere Auferstehung stärken und wirksam beleben.

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cantus planus
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Re: Off-Topics

Beitrag von cantus planus »

ad-fontes hat geschrieben:Meine Meinung:

Es ist nicht häretisch zu glauben, die hl. Jungfrau sei mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Es ist aber ebensowenig häretisch zu glauben, nur ihre Seele sei aufgenommen worden, während ihr Leib der Auferstehung und dem künftigen Gericht harrt, bevor sie endgültig bei Gott verherrlicht wird.

Oder gibt es eine einmütige Tradition der Kirche, die als geoffenbarte Glaubeswahrheit gilt, deren Leugnung zum Verlust des Heiles führt, und nicht bloß als fromme Meinung? Das bezweifel ich.

Auch glaube ich, daß es nicht häretisch, wohl aber bedenklich ist, zu glauben, die hl. Jungfrau sei in dem Moment ihrer eigenen Empfägnis von jedem Sündenmakel befreit worden, denn die orthodoxe Mehrheitsmeinung lehrt hier etwas anderes, einsichtigeres.

Aber es ist sektiererisch zu glauben, der Papst in Rom habe unmittelbare Leitungsgewalt über die Gesamtkirche und könne von sich aus, wenn er ex cathedra spricht, und nicht aus dem Konsens der Kirche, unfehlbar und letztverbindlich Dinge des Glaubens und der Sitten darlegen.
Eben darum erkennen wir, dass eine andere Ökumene als eine Rückkehr in der Schoß Roms nicht möglich ist, weil unfehlbar definiertes Glaubensgut geopfert werden soll. Eine Tendenz, die wir im "Dialog" mit den Protestanten längst beobachten, der Schaden, den dieser Austausch angerichtet hat, ist immens.

Es ist für einen Katholiken vollkommen undenkbar, auch nur ein Jota der Lehre aufzugeben.
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Ralf

Re: Off-Topics

Beitrag von Ralf »

ad-fontes hat geschrieben:Wenn es ein mit Sicherheit als wahr erkannter Glaubenssatz ist, wozu dann die förmliche Dogmatisierung?
Diese Frage ist bzgl. der Aufnahme Matriens berechtigt, allerdings nicht bei der nach der Immaculata.

Dogmen wurden traditionell dann verkündet, wenn eine Unsicherheit durch Streit innerhalb der Kirche entstand. Diese Unsicherheitaufzulösen ist Sinn eines Dogmas. Über Jahrhundert stritten insbesondere OP und OFM über die Immaculata, daher war hier eine dogmatische Feststellung sinnvoll.

Bei der Aufnahme Mariens sehe ich selber den vorausgehenden Streit nicht.

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Joseph
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Re: Off-Topics

Beitrag von Joseph »

cantus planus hat geschrieben:Es ist für einen Katholiken vollkommen undenkbar, auch nur ein Jota der Lehre aufzugeben.
So ist es für den Orthodoxen..... daher ist die Ökumene eine Häresie!

Gruß
Joseph
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Nassos
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OT

Beitrag von Nassos »

Niels hat geschrieben:Ja, lange Zeit.
Nein!
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Niels
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Re: Buchempfehlung zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Niels »

Doch!
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Nassos
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Re: Buchempfehlung zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Nassos »

Zuletzt geändert von Nassos am Donnerstag 29. Juli 2010, 01:25, insgesamt 1-mal geändert.
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

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Niels
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Re: Buchempfehlung zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Niels »

:freude:
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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Nassos
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Re: Buchempfehlung zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Nassos »

Muskatnuss! Muskatnuss, Err Müllar!
Auf Wiedersen, Err Müllar!
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

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Niels
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Re: Buchempfehlung zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Niels »

:breitgrins:
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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Ewald Mrnka
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Re: Off-Topics

Beitrag von Ewald Mrnka »

Joseph hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Es ist für einen Katholiken vollkommen undenkbar, auch nur ein Jota der Lehre aufzugeben.
So ist es für den Orthodoxen..... daher ist die Ökumene eine Häresie!

Gruß
Joseph
Es kann allenfalls so etwas wie eine "friedliche Koexistenz" & gegenseitige Wertschätzung geben.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Miserere Nobis Domine
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Re: Off-Topics

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Es kann auch einen Verzicht Roms auf einseitig definierte Unfehlbarkeiten geben.

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Ewald Mrnka
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Re: Off-Topics

Beitrag von Ewald Mrnka »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Es kann auch einen Verzicht Roms auf einseitig definierte Unfehlbarkeiten geben.
Das ist zwar wünschenswert, aber nicht möglich; damit würde sich "Rom" selbst aufgeben.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Miserere Nobis Domine
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Re: Off-Topics

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Ewald Mrnka hat geschrieben: Das ist zwar wünschenswert, aber nicht möglich; damit würde sich "Rom" selbst aufgeben.
Es kommt auf Christus an, nicht auf das römische Selbst...vor 30 Jahren hielt es auch kaum einer für möglich, das 10 Jahre später der Kommunismus fallen würde.

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ad-fontes
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ot

Beitrag von ad-fontes »

Nassos hat geschrieben:Offen gesagt, würde man mich nach der Lektüre der Beiträge hier fragen, ob die Monophysiten so oder so sind, oder ob sie Miaphysiten oder sonstwie heißen, würde ich ganz selbstbewusst und ohne zu Zaudern endgültig sagen: ich habe keinen blassen Schimmer.
Je mehr ich mich mit dieser Frage beschäftige muß ich ebenfalls sagen: ich habe keinen blassen Schimmer.

Und hätten wir einen hier, den wir fragen könnten, würde es auch nicht viel helfen. Im Grunde genommen ist es das gleiche Problem, daß traditionelle, scholastisch geprägte Katholiken mit den Orthodoxen (hier) haben: Fragt man Fünfe, kriegt man zehn Antworten.

Bei den Orientalen scheint das noch ausgeprägter. :turban:


Ohne deutsche Ingenieurskunst gäbe es wohl heute noch keine Bagdadbahn.
:blinker:
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ad-fontes
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Re: Fragen zur Willens- und Energienlehre

Beitrag von ad-fontes »

ad-fontes hat geschrieben:Fragt man Fünfe, kriegt man zehn Antworten.
Ein (off-topic) Beispiel. Knecht Ruprecht hat in der Klausnerei folgenden Link gepostet:
Knecht Ruprecht hat geschrieben:Ich habe hier ein schönes Video über das koptische Kreuz gefunden.
http://www.youtube.com/watch?v=CooyYJaQ ... re=related

An jedem Arm 3 Kreise = Dreifaltigkeit = Vater, Sohn, Heiliger Geist
12 Kreise = 12 Apostel
4 Kreise in der Mitte = 4 Evangelisten

Somit vermittelt mir das koptische Kreuz mehr Basiswissen als 1 Jahre Religionsunterricht in Deutschland. :ikb_taz:
..weder aus Gold noch aus Silber. Wir tragen ein Kreuz aus Leder.
Und jetzt schaut mal hier:


Da trägt nur einer ein Lederkreuz oder bin ich blind?
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Re: Fragen zur Willens- und Energienlehre

Beitrag von ad-fontes »

Nassos hat geschrieben:ich habe keinen blassen Schimmer.
Schau mal hier:
http://www.sankt-georgen.de/leseraum/hainthaler7.pdf
und hier:
http://www.sankt-georgen.de/leseraum/hainthaler4.pdf
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Re: Fragen zur Willens- und Energienlehre

Beitrag von ad-fontes »

ad-fontes hat geschrieben: Und hätten wir einen hier, den wir fragen könnten, würde es auch nicht viel helfen. Im Grunde genommen ist es das gleiche Problem, daß traditionelle, scholastisch geprägte Katholiken mit den Orthodoxen (hier) haben: Fragt man Fünfe, kriegt man zehn Antworten.
Amr Ibn Bahr al-Jahiz hat geschrieben:Will man nun die Anschauung der Christen über den Messias richtig verstehen, so muss man zuerst ihre Ideen über die Göttlichkeit genau zu begreifen suchen. Aber wie sollte das möglich sein? Denn sprichst du zB. mit einem Nestorianer über den Messias, so gibt er dir eine bestimmte Antwort, die aber mit der eines anderen Nestorianers durchaus nicht übereinstimmt, ja ihr vielleicht sogar direkt gegensätzlich ist. Und gerade so steht es mit den Melchiten und Jacobiten."
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martin v. tours
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Re: Off-Topics

Beitrag von martin v. tours »

Eine völlig "off-topic" Geschichte .
Hat mir meine Frau heute erzählt:
Von diesem russischen Mädchen ( http://boguslava.ru/viewtopic.php?id=924 )

Sie ist wie Ihre Mutter russisch orthodox. Ihr Vater Jüdisch.
Sie hat eine schwere Lebererkrankung. Im Krankenhaus sagt man ihr, das könne man in Russland nicht operieren,,aber man sagt Ihr, in Israel ginge es.
Die Operation in Israel ist für Sie unbezahlbar.
Sie erfährt, das die Operation für Sie kostenlos wäre,wenn Sie israelische Staatsbürgerin wäre.
Das könnte Sie umgehend werden,da sie einen jüdischen Vater hat.
Sie besorgt sich die notwendigen Formulare und Papiere.
Dann stellt Sie fest Sie nur israelische Staatsbürgerin werden kann wenn Sie auf den Formularen bei Religionsbekenntniss ,jüdisch oder atheistisch ankreuzt.
Christlich ist keine Option.
Sie kann sich nicht entschliessen, ihr Christsein zu verleugnen.
Sie ist im zurückliegenden März in Israel gestorben.

Solche Geschichten beeindrucken mich immer.
Was hätte ich gemacht?
Wäre ich stark genug gewesen?

martin v. tours
(ich kann kein russisch und ich hoffe das ich die Geschichte einigermassen Wahrheitsgetreu erzählt habe)
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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songul
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Re: Off-Topics

Beitrag von songul »

Gott gebe ihrer Seele den ewigen Frieden! Vechnaja Pamjat!

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Linus
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Re: Off-Topics

Beitrag von Linus »

(Warum kann man das nicht in Russland operieren, in Israel aber schon?)
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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anneke6
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Re: Off-Topics

Beitrag von anneke6 »

Angesichts der Spendenaufrufe für russische Kinder, die eine OP in Deutschland brauchen, vermute ich, daß die Krankenhäuser in Rußland im Vergleich zu anderen Ländern schlecht ausgerüstet sind.
???

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Stephanie
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Re: Off-Topics

Beitrag von Stephanie »

Oder nur für die Superneureichen zahlbar.
Dass Eigentum eigentlich immer mit einer Verpflichtung einhergeht...und zwar unter anderem mit einer Fürsorgepflicht für die Ärmeren und von einem Abhängigen ist eine traditionelle Denke die in Westeuropa am verschwinden und in Russland, meines Wissens, noch nie vorhanden war. :nein:

Gedanken und Vermutungen, die aber nur bedingt mit der Geschichte dieses Mädchens zu tun hat, weil es ja eigentlich um das bedingungslose Glaubenszeugnis geht, weniger um ihre Krankheit. Und diese Geschichte regt mich schon an, mal für einen Moment darüber nachzudenken, was Zeugnisablegen in unserer Welt, zu unserer Zeit alles bedeuten kann.
Mmh...ich bin mir nicht sicher, wie ich mich verhalten hätte...d.h. ich befürchte, ich weiß, wie ich mich verhalten hätte...






Ich will wahrlich keine Gerüchte streuen, aber die Tatsache, dass ich so häufig von privaten Spendenaufrufen aus Russland und der Ukraine lese, stimmt mich nachdenklich und mahnt mich schon zur Vorsicht.
Wird kaum der Gerechte gerettet, wo werde ich Sünder erscheinen? Die Last und Hitze des Tages habe ich nicht getragen. Die um die elfte Stunde kamen, denen zähle mich bei, Gott, und sei mein Erretter.

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songul
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Re: Off-Topics

Beitrag von songul »

....Das wissen wir alle erst wenn wir in diese Situation kommen aber es ist sicher gut von solchen zeitnahen Beispielen Kenntnis zu haben, da das doch dann ganz direkt auf einen einwirken kann als immer nur die Geschichten der alten Märtyrer.

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Lutheraner
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Re: Off-Topics

Beitrag von Lutheraner »

martin v. tours hat geschrieben:(ich kann kein russisch und ich hoffe das ich die Geschichte einigermassen Wahrheitsgetreu erzählt habe)
Nicht ganz. Ihre Großmutter väterlicherseits war Jüdin (nicht ihr Vater), daher könnte sie die israelische Staatsbürgerschaft beantragen (unabhängig von ihrer Religion). Die Geschichte halte ich in der "Märtyrerversion" daher nicht für sehr realistisch, auch wenn das natürlich ein sehr vorbildliches christliches Verhalten gewesen wäre (ich hatte das in diesem Thread schon einmal dezent angedeutet, aber mein Beitrag wurde stillschweigend gelöscht oder ich hatte vielleicht vergessen auf "Absenden" zu klicken).
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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