Unsere eigenen Eltern sind noch vollkommen in der Zeit vor dem Konzil katechetisiert worden. Und zwar gründlicher, als es heute geschieht. Wir müssen endlich aufhören, Kinder ständig für zu blöd zu halten, ein religiöses Gespür zu entwickeln. Kinder sind wesentlich offener fü das Geheimnis Gottes, als wir es uns vorstellen können.
Ich halte Kindergottesdienste per se auch für eine Form des Mißbrauchs. Im Übrigen ist die Messe - im eigentlichen Sinne - auch keine Katechese. Es bedarf guter Zusatzangebote, weil die Elternhäuser oft nicht mehr in der Lage sind, religiöse Grunderfahrungen zu bieten.
Die Firlefanz-Kindergottesdienste sind mir schon als kleiner Junge merkwürdig vorgekommen. Ich liebte die ganz normalen Messen - und würde meine Kinder niemals in die Parallel-Bastelkreise gehen lassen. Spätestens ab der Erstkommunion gehören Kinder in die Gemeinde, nicht in die Abstellkammer nebenan.
Ich kann Cantus nur zustimmen.
Kinder sind oft feinfühliger als wir denken.
Die Kinder meiner Freundin werden jeden Tag mit in die hl. Messe genommen, der kleine ist 4 Monate alt und der große 2 Jahre. Und es geht sehr gut, weil sie einfach spüren, dass hier etwas Besonderes und Heiliges geschieht. Der Große sitzt die ganze Zeit auf meinem Schoss und sagt kein Wort, sondern schaut ganz interessiert nach vorne, was im Altarraum geschieht. Er hat verstanden, dass man hier nicht plappert und herumläuft. Kindliche Intuition? Er freut sich immer, wenn er bei der hl. Kommunion mit nach vorne gehen darf und der Priester ihm ein Kreuzerl auf die Stirn gibt.
Bei uns sind jeden Tag mindestens 4 Kinder in diesem Alter bei der hl. Messe dabei und wenn sie stören sollten, dann können die Mütter in die Sakristei gehen, wo die Patres extra Spielsachen und Bücher für die Kinder bereitgestellt haben. Damit die Eltern noch etwas von der hl. Messe mitbekommen, wird sie in die Sakristei übertragen . Unsere Patres fördern es sehr, dass die jungen Familien mit ihren Kindern zur hl. Messe kommen. Und sie kommen nicht nur zur hl. Messe sondern auch zur Anbetung.
Damit die kleinen Burschen noch näher an das Geheimnis der Eucharistie herangeführt werden, dürfen sie auch schon vor dem Erstkommunionalter ministrieren, je nachdem wie reif sie schon sind.