Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

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Effata
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Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von Effata » Montag 14. März 2005, 21:49

Ich habe ein Heiligenbuch, aber darin finde ich Nichts über die heilige Philomena (Filomena?) aus Spanien. Es soll ein 15 jähriges Mädchen gewesen sei, das als Märtyrerin gestorben ist.


Wer kann mir darüber sagen, wo ich im Internet Links zu dieser Heiligen finden kann?

Herzlichen Dank für die Hilfestellung.

Effata

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 15. März 2005, 01:11

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Effata
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Beitrag von Effata » Dienstag 15. März 2005, 17:36

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Vielen Dank, lieber Robert. Muss meiner Schwester diese Unterlagen beschaffen, da sie sich sehr für die heilige Philomena interessiert. Ich sehe aber, dass die Heilige in Italien geboren und gestorben ist. Gibt es vielleicht noch eine andere Philomena etwa aus Spanien? Ich habe in den Links, die du mir geschickt hast, nachgesehen, aber außer dieser Heiligen finde ich keine andere mit diesem Namen. Kann es eine Seelige gewesen sein?
Gibt es auch im Internet Unterlagen über Seelige?
Danke im voraus herzlich
Effata

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Mittwoch 27. August 2008, 20:17

Wie haltet ihr es mit den Heiligen, die historisch nicht bewiesen sind?
Die heilige Philomena gehört dazu, aber auch der heilige Expedit. Ich habe aus einem Nachlaß eine Novene zu diesem Heiligen, mit Druckerlaubnis (nur: Nihil Obstat) aus dem Jahre 1932. Aber gar nicht mal so schlecht, für jeden Tag der Novene gibt es einen konkreten Vorsatz.
Aber manche sagen, daß diese Person fiktiv ist, und daß der Name auf einem Irrtum beruht: Eine Heiligenfigur soll in einem Karton gefunden sein, auf dem "expediteur", also frz. für "Absender" stand. Und dann dachten die Leute, der heißt Expedit.
???

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Donnerstag 28. August 2008, 01:14

anneke6 hat u. a. geschrieben:
Wie haltet ihr es mit den Heiligen, die historisch nicht bewiesen sind? Die heilige Philomena gehört dazu....
Sie wurde sogar aus dem Heiligenkalender gestrichen, weil ihr Existenz-Nachweis nur auf einer Privatoffenbarung beruhte.
Andererseits gibt es sehr viele Gebetserhörungen ihrerseits und der Hl. Pfarrer von Ars war ein großer Verehrer von ihr. Als ihm durch äußere Umstände mal Zweifel an ihrer Existenz kamen, wurde ihm später auf übernatürliche Art und Weise ihre Existenz bestätigt. Danach war er wieder beruhigt.
Und ich bin, nur nebenbei bemerkt, ebenfalls von der Hl. Philomena überzeugt.

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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overkott
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Beitrag von overkott » Donnerstag 28. August 2008, 09:19

Ich habe natürlich ein Verhältnis zum heiligen Christophorus, der ja auch legendär geworden ist. Ich besitze keine Reliquien von ihm. Historisch soll ihm 452 in Chalkedon, Instanbul, eine Kirche geweiht worden sein. Das glaube ich gerne.

Auch die Hl. Philomena konnte jetzt zugeordnet werden. 1802 fand man in Rom ein Grab. Den Pfr. von Ars überkam eine übernatürliche Freude.

1961 wurde so allerhand gestrichen. In dieser Zeit sahen Theologen manches anders. 2008 sieht das schon wieder anders aus. Philomena könnte unsere kleine Schwester sein.

Inabikari
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Beitrag von Inabikari » Donnerstag 28. August 2008, 10:50

Die hl. Philomena ist angeblich nach der Übertragung ihrer vermeintlichen Gebeine in eine Kirche in der Nähe von Neapel einigen frommen Menschen im Traum erschienen und hat ihnen dabei ihre Lebensgeschichte erzählt. Dabei sind ihr einige historische Fehler unterlaufen. Sie hat behauptet, Tochter eines griechischen Königs gewesen zu sein; dabei gab es zu ihrer vorgeblichen Lebenszeit schon längst gar keine griechischen Könige mehr; ganz Griechenland stand unter der Herrschaft der Römer. Und sie erzählte, sie sei bei einem Romaufenthalt dem Kaiser (Diokletian) aufgefallen und der habe sie schließlich foltern und hinrichten lassen. Nun residierte Diokletian aber gar nicht in Rom, sondern in Nikomedien, und zum angeblchen Todeszeitpunkt der hl. Philomena hielt er sich nachweislich nicht in Rom auf.

Kann es sein, daß einer Heiligen derartige historische Fehler unterlaufen? Oder gar, daß sie flunkert?

Im übrigen hat der christliche Schriftsteller Lactantius, der sich am Hof des Diokletian aufhielt, in seinem Werk über die Märtyrer jener Zeit Philomena mit keinem Wort erwähnt, obwohl doch ihr Martyrium auf Befehl des Kaisers ihm nicht hätte entgangen sein können...

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 28. August 2008, 10:56

ad_hoc hat geschrieben:Sie wurde sogar aus dem Heiligenkalender gestrichen, weil ihr Existenz-Nachweis nur auf einer Privatoffenbarung beruhte.


Nein. Die Erzählung ihres Martyriums beruht auf der angeblichen Privatoffenbarung einer Napoletaner Nonne, zuzüglich weiterer phantastischer Zutaten eines italienischen Kanonikers des 19. Jahrhunderts.

Das wohl aus der Zeit um die Mitte des 2. Jht.s stammende Grab mit den sterblichen Überresten hat man Anfang des 19. Jht.s sehr wohl gefunden. In den römischen Priscilla-Katakomben. Das ist real.
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Beitrag von HeGe » Donnerstag 28. August 2008, 11:19

overkott hat geschrieben:Ich habe natürlich ein Verhältnis zum heiligen Christophorus, der ja auch legendär geworden ist. Ich besitze keine Reliquien von ihm. Historisch soll ihm 452 in Chalkedon, Instanbul, eine Kirche geweiht worden sein. Das glaube ich gerne.
Der heilige Christophorus wurde doch aus den Listen der kanonischen Heiligen irgendwann mal gestrichen, oder nicht? Wieso darf er dann eigentlich noch offiziell verehrt werden?
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Beitrag von overkott » Donnerstag 28. August 2008, 11:21

HeGe hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich habe natürlich ein Verhältnis zum heiligen Christophorus, der ja auch legendär geworden ist. Ich besitze keine Reliquien von ihm. Historisch soll ihm 452 in Chalkedon, Instanbul, eine Kirche geweiht worden sein. Das glaube ich gerne.
Der heilige Christophorus wurde doch aus den Listen der kanonischen Heiligen irgendwann mal gestrichen, oder nicht? Wieso darf er dann eigentlich noch offiziell verehrt werden?
Wir haben heuer in Spanien jedenfalls Namenstag gefeiert.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 28. August 2008, 11:23

Inabikari hat geschrieben:Die hl. Philomena ist angeblich nach der Übertragung ihrer vermeintlichen Gebeine in eine Kirche in der Nähe von Neapel einigen frommen Menschen im Traum erschienen und hat ihnen dabei ihre Lebensgeschichte erzählt. Dabei sind ihr einige historische Fehler unterlaufen. Sie hat behauptet, Tochter eines griechischen Königs gewesen zu sein; dabei gab es zu ihrer vorgeblichen Lebenszeit schon längst gar keine griechischen Könige mehr; ganz Griechenland stand unter der Herrschaft der Römer. Und sie erzählte, sie sei bei einem Romaufenthalt dem Kaiser (Diokletian) aufgefallen und der habe sie schließlich foltern und hinrichten lassen. Nun residierte Diokletian aber gar nicht in Rom, sondern in Nikomedien, und zum angeblchen Todeszeitpunkt der hl. Philomena hielt er sich nachweislich nicht in Rom auf.

Kann es sein, daß einer Heiligen derartige historische Fehler unterlaufen? Oder gar, daß sie flunkert?

Im übrigen hat der christliche Schriftsteller Lactantius, der sich am Hof des Diokletian aufhielt, in seinem Werk über die Märtyrer jener Zeit Philomena mit keinem Wort erwähnt, obwohl doch ihr Martyrium auf Befehl des Kaisers ihm nicht hätte entgangen sein können...

Ausweislich des paläographischen Befunds stammt das Grab aus der Zeit um Mitte bis spätestens gegen Ende des 2. Jht.s. Folglich war sie zur Zeit eines Diocletian und Lactanz schon lange tot.

Die Legenden stammen aus dem 19. Jht., haben keinerlei Tradition und sind darum historisch völlig wertlos. Wie sie nicht als Quelle über „Filumena“ taugen, so auch nicht als Argument gegen die Existenz des Mädchens.
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Beitrag von overkott » Donnerstag 28. August 2008, 11:35

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Inabikari hat geschrieben:Die hl. Philomena ist angeblich nach der Übertragung ihrer vermeintlichen Gebeine in eine Kirche in der Nähe von Neapel einigen frommen Menschen im Traum erschienen und hat ihnen dabei ihre Lebensgeschichte erzählt. Dabei sind ihr einige historische Fehler unterlaufen. Sie hat behauptet, Tochter eines griechischen Königs gewesen zu sein; dabei gab es zu ihrer vorgeblichen Lebenszeit schon längst gar keine griechischen Könige mehr; ganz Griechenland stand unter der Herrschaft der Römer. Und sie erzählte, sie sei bei einem Romaufenthalt dem Kaiser (Diokletian) aufgefallen und der habe sie schließlich foltern und hinrichten lassen. Nun residierte Diokletian aber gar nicht in Rom, sondern in Nikomedien, und zum angeblchen Todeszeitpunkt der hl. Philomena hielt er sich nachweislich nicht in Rom auf.

Kann es sein, daß einer Heiligen derartige historische Fehler unterlaufen? Oder gar, daß sie flunkert?

Im übrigen hat der christliche Schriftsteller Lactantius, der sich am Hof des Diokletian aufhielt, in seinem Werk über die Märtyrer jener Zeit Philomena mit keinem Wort erwähnt, obwohl doch ihr Martyrium auf Befehl des Kaisers ihm nicht hätte entgangen sein können...

Ausweislich des paläographischen Befunds stammt das Grab aus der Zeit um Mitte bis spätestens gegen Ende des 2. Jht.s. Folglich war sie zur Zeit eines Diocletian und Lactanz schon lange tot.

Die Legenden stammen aus dem 19. Jht., haben keinerlei Tradition und sind darum historisch völlig wertlos. Wie sie nicht als Quelle über „Filumena“ taugen, so auch nicht als Argument gegen die Existenz des Mädchens.
Natürlich habe ich als Germanist und Historiker zur literarischen und wissenschaftlichen Legendenbildung eine eigene Einsicht in die Dinge gehabt.

Daher schätze ich auch katholische Märchen als erheiternd ein und mag sie.

Natürlich fangen selbst die größten Denker aller Zeiten irgendwann mal an zu denken. Sie denken erst nach, was andere gedacht haben. Dann denken sie selber nach und spiegeln sich dabei nicht selten im Teich der Eitelkeiten.

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Beitrag von HeGe » Donnerstag 28. August 2008, 11:44

overkott hat geschrieben:Daher schätze ich auch katholische Märchen als erheiternd ein und mag sie.
Was verstehst du unter "katholische Märchen"?
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Beitrag von overkott » Donnerstag 28. August 2008, 11:49

HeGe hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Daher schätze ich auch katholische Märchen als erheiternd ein und mag sie.
Was verstehst du unter "katholische Märchen"?
Legenden, erfunden zur frommen Auferbauung.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 28. August 2008, 11:51

Zu den weiteren genannten Namen:

• Ein „Expedit“ ist peinlicher Quatsch ohne jede historische Rückbindung.

• Die Christophorus-Legenden zeugen von einem historisch realen Ausgangspunkt, der sich jedoch kaum noch auch nur annähernd feststellen läßt. Die westliche Legendenvariante erweitert die östliche (oder deren Grundstock) um eine phantasievolle, aber historisch wertlose Namensetymologie, während die ältere östliche Variante bereits derart märchenhaft überformt ist, daß schon aus ihr sich historisch kaum Brauchbares gewinnen läßt.
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Beitrag von HeGe » Donnerstag 28. August 2008, 11:59

overkott hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Daher schätze ich auch katholische Märchen als erheiternd ein und mag sie.
Was verstehst du unter "katholische Märchen"?
Legenden, erfunden zur frommen Auferbauung.
Ich finde den Begriff irgendwie gefährlich. Man könnte meinen, bei Heiligenlegenden wäre der Kirche der Wahrheitsgehalt unwichtig, so lange es irgendeinen positiven Effekt für den Glauben der Leute hat.

Im Übrigen sehe ich zwischen "Legenden" und "Märchen" einen ziemlichen Unterschied.
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overkott
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Beitrag von overkott » Donnerstag 28. August 2008, 12:07

HeGe hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Daher schätze ich auch katholische Märchen als erheiternd ein und mag sie.
Was verstehst du unter "katholische Märchen"?
Legenden, erfunden zur frommen Auferbauung.
Ich finde den Begriff irgendwie gefährlich. Man könnte meinen, bei Heiligenlegenden wäre der Kirche der Wahrheitsgehalt unwichtig, so lange es irgendeinen positiven Effekt für den Glauben der Leute hat.

Im Übrigen sehe ich zwischen "Legenden" und "Märchen" einen ziemlichen Unterschied.
Wahrheit ist sicher etwas anderes als Fakten, Fakten, Fakten.

Denn ein Faktenhuber weiß, dass 1000 Kieselsteine noch kein Haufen sind.

Dazu bedarf es schon einer intersubjektiven Sicht und einer gewissen Phantasie.

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Donnerstag 28. August 2008, 13:08

Christopherus wird in Deutschland noch gedacht, auch wenn er nicht mehr im Generalkalender ist. Auch ich habe einen Schlüsselanhänger mit ihm drauf und bete jedes Mal, bevor ich mich in den Straßenverkehr begebe ein Stoßgebet zu Gott und sage dann "Heiliger Christopherus, bete für mich." Ich glaube schon, daß es den gegeben hat. Auch wenn er nicht das Jesuskind auf der Schulter getragen hat.
Was den Expeditus angeht…noch heute rufen ihn viele Leute an und erzählen von Gnadenerweisen. Gibt es einen anderen Heiligen, der diesen Job übernommen hat?
Ansonsten sollten Leute in dringlichen Anliegen vielleicht lieber den hl. Judas Taddäus anrufen. Den hats auf jeden Fall gegeben.
???

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Marion
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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von Marion » Donnerstag 29. April 2010, 13:08

http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=33667#p33667
Berolinensis hat geschrieben:...bei dieser Feststellung ist der Papst unfehlbar, ebenso wie wenn er ein Dogma verkündet. Dabei besagt Unfehlbarkeit ja nur die Irrtumsfreiheit - Gott verhütet, daß der Papst etwas Falsches verkündet. Deshalb ist das Verfahren zwar so genau wie möglich zu führen, so bald aber der Papst die Heiligsprechung vorgenommen hat, steht nach katholischem Glauben unfehlbar fest, daß die betreffende Person ein Heiliger ist.


Niemand kann mit dem Argument "historisch nicht bewiesen" kommen um unsere Heiligen zu bezweifeln. Die waren selbstverständlich alle hier und sind jetzt im Himmel.
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Re:

Beitrag von Marion » Donnerstag 29. April 2010, 13:31

Effata hat geschrieben: Gibt es vielleicht noch eine andere Philomena etwa aus Spanien?
Philomena von Sanseverino gibt es noch.
Ihre Reliquien wurden 1527 in der Klosterkirche San Lorenzo in Sanseverino bei Picenco (Italien) gefunden. Eine Inschrift besagt, dass sie zur Zeit der Gotenherrschaft (vermutlich um 500) dorthin gebracht wurden.

Ihr Gedenktag ist der 5. Juli.
Woher sie aber dorthin gebracht wurde finde ich nicht.
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Bernado
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Re:

Beitrag von Bernado » Donnerstag 29. April 2010, 14:03

HeGe hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Daher schätze ich auch katholische Märchen als erheiternd ein und mag sie.
Was verstehst du unter "katholische Märchen"?
Legenden, erfunden zur frommen Auferbauung.
Ich finde den Begriff irgendwie gefährlich. Man könnte meinen, bei Heiligenlegenden wäre der Kirche der Wahrheitsgehalt unwichtig, so lange es irgendeinen positiven Effekt für den Glauben der Leute hat.

Im Übrigen sehe ich zwischen "Legenden" und "Märchen" einen ziemlichen Unterschied.
Das absichtsvolle "Erfinden" von Legenden (und Märchen übrigens auch) ist eine Sache des 19. Jh. Vorher kommt es, wenn überhaupt, nur sehr selten vor. Was vorkommt ist, daß es um bestimmte Orte oder Gräber lokale Traditionen gibt, die zunächst eine Weile lang nur mündlich überliefert wurden, bis sie von jemandem aufgegriffen wurden und dann in größeren Zusammenhängen auftauchten. Manchmal sind sie auch "gewandert" oder haben sich mit anderen lokalen Traditionen vermischt. Fast immer wurden sie im Lauf der Zeit reichhaltiger - also ausgeschmückt. Dadurch ist ihr historischer Kern schwer erkennbar geworden, man kann aber meistens davon ausgehen, daß einer vorhanden ist.

Wenn Heilige auf die rechte Weise verehrt werden, ist der historische Kern von Erzählungen über ihr Leben - so nützlich ihr Vorbild auch sein möge - gar nicht so wichtig. Wir verehren sie ja nicht "an sich", sondern als Zeugen Christi und seiner wirkenden Liebe. Ohne Ihre Liebe zu Christus und der an ihnen offenbarten Liebe Christi zu uns sind sie nichts.

Schön zum Ausdruck kommt das bei einer der bemerkenswertesten Heiligengestalten überhaupt, dem hl. Dismas. Wir wissen mit Sicherheit, daß es ihn gab und daß er in Christi Liebe heilig wurde, aber bereits sein Name und fast alles über sein Leben ist ungewiss. Er war ein Dieb, und als letztes griff er nach dem Himmelreich.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von anneke6 » Donnerstag 29. April 2010, 14:27

Marion hat geschrieben:http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=336607#p336607
Berolinensis hat geschrieben:...bei dieser Feststellung ist der Papst unfehlbar, ebenso wie wenn er ein Dogma verkündet. Dabei besagt Unfehlbarkeit ja nur die Irrtumsfreiheit - Gott verhütet, daß der Papst etwas Falsches verkündet. Deshalb ist das Verfahren zwar so genau wie möglich zu führen, so bald aber der Papst die Heiligsprechung vorgenommen hat, steht nach katholischem Glauben unfehlbar fest, daß die betreffende Person ein Heiliger ist.


Niemand kann mit dem Argument "historisch nicht bewiesen" kommen um unsere Heiligen zu bezweifeln. Die waren selbstverständlich alle hier und sind jetzt im Himmel.
Kannst Du beweisen, daß Philomena heiliggesprochen wurde? Meines Wissens erlaubte der Papst ihre Verehrung und wies ihr einen Gedenktag zu. Das ist aber nicht dasselbe wie eine Heiligsprechung. Johannes Paul II billigte die Verehrung von Seraphim von Sarow durch Katholiken. Möglicherweise ist auf ähnliche Weise auch Sergius von Radonesch ins Martyrologium Romanum gekommen — darüber habe ich ja schon geschrieben.
Und der Expeditus? Die Version der Geschichte, die man mir zugetragen hat war, daß ein Nonnenkloster eine Sendung mit einer Reliquie bekam auf der "Spedito" (ital.: "abgesandt") stand, und die dann geglaubt haben, dies sei ein Heiliger namens Expeditus. Linguistisch mag das sogar irgendwie Sinn ergeben, wenn man zum Beispiel italienisch "straordinario" und lat "extraordinarius" vergleicht.
Solange es keine andere Erklärung für die Herkunft des "hl. Expeditus" gibt, müssen wir diese Variante wohl in Betracht ziehen, auch wenn es peinlich ist. Und der Papst hat sich meines Wissens nie zu Expeditus geäußert.
???

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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von Marion » Donnerstag 29. April 2010, 14:54

anneke6 hat geschrieben:Kannst Du beweisen, daß Philomena heiliggesprochen wurde? Meines Wissens erlaubte der Papst ihre Verehrung und wies ihr einen Gedenktag zu. Das ist aber nicht dasselbe wie eine Heiligsprechung. Johannes Paul II billigte die Verehrung von Seraphim von Sarow durch Katholiken. Möglicherweise ist auf ähnliche Weise auch Sergius von Radonesch ins Martyrologium Romanum gekommen — darüber habe ich ja schon geschrieben.,,,,,,,,,,
Als Beweis ist uns das Breve vom 21. Mai 1912 dieses hl. Papstes erhalten, wo es u.a. heißt: "Es sei und bleibe für immer festgesetzt, gültig und wirksam, daß man Ihr (der St. Philomena) volle und ungeteilte Ehren erweise. Nach dieser Regel soll geurteilt und entschieden werden. Wenn in anderer Weise verfahren wird, so soll dies null und nichtig sein, von wem immer es ausgegangen sein mag."
Das ist nicht darf also nur erlaubt , sondern soll also empfohlen und gefördert. Er hat es hier verurteilt die Hl. Philomena irgendwie zu entehren.

Die hl. Philomenaverehrung wurde von nicht weniger als neun Päpsten entschieden gefördert.
(diesen Satz findet man auf allen möglichen Seiten im Netz)

Es wird doch wohl hier kein Katholik glauben, daß unsere Päpste dazu auffordern Hirngespinster zu verehren? Ich werd aber versuchen rauszufinden, wer wie ob und wann die Heiligsprechung stattgefunden hat ...
anneke6 hat geschrieben:Und der Expeditus? Die Version der Geschichte, die man mir zugetragen hat war, daß ein Nonnenkloster eine Sendung mit einer Reliquie bekam auf der "Spedito" (ital.: "abgesandt") stand, und die dann geglaubt haben, dies sei ein Heiliger namens Expeditus. Linguistisch mag das sogar irgendwie Sinn ergeben, wenn man zum Beispiel italienisch "straordinario" und lat "extraordinarius" vergleicht.
Solange es keine andere Erklärung für die Herkunft des "hl. Expeditus" gibt, müssen wir diese Variante wohl in Betracht ziehen, auch wenn es peinlich ist. Und der Papst hat sich meines Wissens nie zu Expeditus geäußert.
Ich glaube diese Version nun erstmal nicht. Muss mich nun aber erst mal fündig machen um hier möglicherweise sachlich dagegen anstinken zu können.
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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von Galilei » Donnerstag 29. April 2010, 15:14

anneke6 hat geschrieben:Kannst Du beweisen, daß Philomena heiliggesprochen wurde? Meines Wissens erlaubte der Papst ihre Verehrung und wies ihr einen Gedenktag zu. Das ist aber nicht dasselbe wie eine Heiligsprechung. Johannes Paul II billigte die Verehrung von Seraphim von Sarow durch Katholiken. Möglicherweise ist auf ähnliche Weise auch Sergius von Radonesch ins Martyrologium Romanum gekommen — darüber habe ich ja schon geschrieben.
Die hl. Hildegard von Bingen wurde auch nicht heiliggesprochen.

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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von anneke6 » Donnerstag 29. April 2010, 18:13

Marion hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:Kannst Du beweisen, daß Philomena heiliggesprochen wurde? Meines Wissens erlaubte der Papst ihre Verehrung und wies ihr einen Gedenktag zu. Das ist aber nicht dasselbe wie eine Heiligsprechung. Johannes Paul II billigte die Verehrung von Seraphim von Sarow durch Katholiken. Möglicherweise ist auf ähnliche Weise auch Sergius von Radonesch ins Martyrologium Romanum gekommen — darüber habe ich ja schon geschrieben.,,,,,,,,,,
Als Beweis ist uns das Breve vom 21. Mai 1912 dieses hl. Papstes erhalten, wo es u.a. heißt: "Es sei und bleibe für immer festgesetzt, gültig und wirksam, daß man Ihr (der St. Philomena) volle und ungeteilte Ehren erweise. Nach dieser Regel soll geurteilt und entschieden werden. Wenn in anderer Weise verfahren wird, so soll dies null und nichtig sein, von wem immer es ausgegangen sein mag."
Ich bin zwar nicht ganz der Spezialist dafür, aber:
1. Handelt es sich hier um Disziplin und nicht um den Glauben selbst oder die Moral
2. Ist hier nicht die Rede davon, daß der Papst als Oberhaupt der Kirche und für die Kirche spricht
3. Folgt hier auch kein "…der sei anathema"
Also kann hier keine päpstliche Unfehlbarkeit beansprucht werden.
Was die Expeditus-Geschichte angeht: Ich weiß nicht, ob ich es glaube, aber einfach so als Unsinn abtun darf man sie auch nicht. Obwohl ich seit ca 3 Jahren auf diesem Gebiet suche, habe ich außer der Nonnengeschichte keine andere Erklärung über die Herkunft dieses Heiligen gefunden.
???

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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von Niels » Donnerstag 29. April 2010, 18:39

Galilei hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:Kannst Du beweisen, daß Philomena heiliggesprochen wurde? Meines Wissens erlaubte der Papst ihre Verehrung und wies ihr einen Gedenktag zu. Das ist aber nicht dasselbe wie eine Heiligsprechung. Johannes Paul II billigte die Verehrung von Seraphim von Sarow durch Katholiken. Möglicherweise ist auf ähnliche Weise auch Sergius von Radonesch ins Martyrologium Romanum gekommen — darüber habe ich ja schon geschrieben.
Die hl. Hildegard von Bingen wurde auch nicht heiliggesprochen.
Obwohl es Kirchenfenster gibt, wo sie als "prophetissa teutonica" angebildet ist...
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Re:

Beitrag von Allons » Donnerstag 29. April 2010, 19:08

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Zu den weiteren genannten Namen:

• Ein „Expedit“ ist peinlicher Quatsch ohne jede historische Rückbindung.
Unter aufrichtigem Bedauern, dass dieses Jahrtausendwerk noch nicht im Internet zugänglich ist nur ein Hinweis:

http://www.comedix.de/lexikon/db/legio_expedita.php

;D Grüße, Allons!

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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von Marion » Donnerstag 29. April 2010, 20:58

anneke6 hat geschrieben:Solange es keine andere Erklärung für die Herkunft des "hl. Expeditus" gibt, müssen wir diese Variante wohl in Betracht ziehen, auch wenn es peinlich ist.
Es gab 2 Sorten von Soldaten: Sie heißen Expeditus und Impeditus (Die Expediti hatten leichtere Waffen).
Man nimmt an, daß sich diese Bezeichnung zum echten Namen entwickelt hat.
Der Name passt bei vielen Heiligen zu ihren Tugenden (in der Legenda Aurea wird das immer schön im ersten Abschnitt jeweils erklärt). Auch bei ihm würde der Name perfekt passen. Mit leichten Waffen für den Herrn kämpfen und außerdem war er ja auch noch Anführer der römischen Legion, sodaß ihm die Bezeichnung auch zum Spitznamen werden konnte, falls er den Namen nicht sogar von seinen Eltern bekam.
anneke6 hat geschrieben:Eine Heiligenfigur soll in einem Karton gefunden sein, auf dem "expediteur", also frz. für "Absender" stand. Und dann dachten die Leute, der heißt Expedit.
Daß die Leute früher so blöde waren, daß das passieren konnte halt ich auf jeden Fall für absurd.


Noch ein Einwand - durch Anrufung von ihm sind ja viele Wunder geschehen - Wohl immernoch - Er wird hier sehr stark verehrt. Wer hat die (falls er ein Hirngespinst ist) denn gemacht? Ein heimlicher Heiliger oder der Teufel?
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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von overkott » Freitag 30. April 2010, 09:59

Filomena ist nach wie vor ein schöner Mädchenname:

http://www.rund-ums-baby.de/vornamensuc ... e=Filomena

Offenbar fiel die Verehrung der beliebten Heiligen einem überzogenen Historismus zum Opfer.

Das Problem des überzogenen Historismus liegt darin, die Schöpfung bzw. den Leib für bedeutender zu halten als den Geist. Die Wahrheit wird bei diesem Ansatz nicht im Ewigen, sondern im Vergänglichen gesehen. Geistlich gesehen, bliebe die Heilige auch dann liebens- und verehrungswürdig, selbst wenn sie nur eine Allegorie für die Treue im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe wäre.

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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von Sempre » Freitag 30. April 2010, 10:35

overkott hat geschrieben:Filomena ist nach wie vor ein schöner Mädchenname:

http://www.rund-ums-baby.de/vornamensuc ... e=Filomena

Offenbar fiel die Verehrung der beliebten Heiligen einem überzogenen Historismus zum Opfer.
Nein, einem falschen Wissenschaftsverständnis.

overkott hat geschrieben:Das Problem des überzogenen Historismus liegt darin, die Schöpfung bzw. den Leib für bedeutender zu halten als den Geist.
Du unterschätzt die Schöpfung bzw. den Leib. Gott schuf Adam wohlwissend, dass er selbst Fleisch annehmen würde.

overkott hat geschrieben:Die Wahrheit wird bei diesem Ansatz nicht im Ewigen, sondern im Vergänglichen gesehen.
Nein, overkott. Der Leib ist zwar für sich vergänglich, der Auferstandene zeigt uns aber, dass Gott den Leib verklären wird, so dass er für die Ewigkeit im Himmel oder in der Hölle geeignet sein wird.

overkott hat geschrieben:Geistlich gesehen, bliebe die Heilige auch dann liebens- und verehrungswürdig, selbst wenn sie nur eine Allegorie für die Treue im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe wäre.
Nein, overkott. Phantastereien sind weder liebens- noch verehrungswürdig. Gott ist die Wahrheit und kein erfundenes Märchen. Dementsprechend ist die Wahrheit liebens- und verehrungswürdig, und Märchen sind ein bestenfalls nutzloser Trost für Angsthasen, die vor der Realität fliehen.

Gruß
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Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von overkott » Freitag 30. April 2010, 10:38

Ja, bist du denn der Neinsager?

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Re: Die Heilige Philomena (Filomena?) - wer weiss was davon?

Beitrag von Sempre » Freitag 30. April 2010, 10:41

overkott hat geschrieben:Ja, bist du denn der Neinsager?
Jain! Und zur Sache?
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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