Christ86 hat geschrieben:Ja, ich würde den lumpigen Fetzen Papier in tausend Stücke reissen, würde es jemandem einfallen, mir derartigen Dreck als Heiligenlitanei vorzusetzen.
Vierteilen reicht!
Aber im Ernst: Inhaltlich genau dasselbe aussagenden Dreck genehmigen
unsere Bischöfe (oder deren Ausschußkommissare) als Religionsbücher für
unsere Kinder.
[...]
Hervorhebung: c.
Belege?
Halbfas geht noch! Er verlangt, dass im Religionsunterricht Dokumente der Weltreligionen präzis gelesen werden. Heutzutage müssen die SchülerInnen alles selbst erarbeiten und Plakate dazu malen, da kommt gar nichts mehr rum.
(Also bitte nicht die falschen anklagen.)
Es genügt mir, diesen Dreck in der Hand gehalten zu haben. Kaufen werde
ich solchen Schund nicht. Jedenfalls ist Halbfas kein Christ. Daß seine gei-
stiger Schmutz in Gestalt angeblicher „Religionsbücher“ auf die Kinder los-
gelassen wird, ist skandalös und richtet jeden verantwortlichen Bischof.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Wie gut, Robert, dass Du das alles weißt.
Ich bin in einer weniger glücklichen Lage, weil ich selbst Religionslehre unterrichte und weiß, welch schwieriges Feld man da beackert.
conscientia hat geschrieben:Wie gut, Robert, dass Du das alles weißt.
Ich bin in einer weniger glücklichen Lage, weil ich selbst Religionslehre unterrichte und weiß, welch schwieriges Feld man da beackert.
Also wenn es von von "christl." Seite her eine solche "Religionslehre" gibt, die Dinge wie obige "Litanei" hervorbringt, dann gehören die Wirrköpfe, die derartigen Schund unterrichten, verurteilt und die "Religionsbücher" ins Feuer.
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104
(Für Dich gilt das gleiche wie für Robert: weniger starke Begriffe. Belege!)
Also sollte mir je so ein "Religionsbuch" in die Finger kommen, dann werde ich es mit Sicherheit nicht lesen, sondern sogleich verbrennen.
Ja, man müsste alle diese Schundbücher einsammeln und den Obdachlosen geben - diese können sie dann in ihren Mülltonnen verbrennen. So haben sie es warm - damit ist der Welt mehr geholfen als mit Lektüre dieser gottlosen Häresie.
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104
Das heißt also, Du hast Dich mit Halbfas und Religionsbüchern nicht durch Lektüre, Nachdenken, Erproben auseinandergesetzt?
Und Du erdreistest Dich, mit so starken Worten über Halbfas und Religionslehrwerke zu urteilen?
Im Ernst: Wusstest Du, beispielsweise, dass das Halbfas'sche Religionslehrwerk (für die Sek. I drei graue Bände für die Doppeljahrgangsstufen 5/6 usw.), weil es von Schülern Lesefähigkeit und Nachdenken verlangt, bei Religionslehrkräften unbeliebt ist, viel unbeliebter als das kirchenoffiziöse Trutwin'sche "Wege des Glaubens" usw. bzw. "Treffpunkt Religionsunterricht" (Kösel)?
Man merkt doch, dass Du, abgesehen von einer selbstzugeschriebenen Vollmacht zur Ketzerjagd, von der schwierigen Realität der Weitergabe des Glaubens im schulischen RU nicht den blassesten Schimmer hast!
Conscientia, ich habe die Halbfas-Bücher nicht zu Hause, weil ich für
derartigen Schund nicht bezahle. Folglich kann ich auch nicht draus
zitieren. Mir hat es gereicht, einen der Bände durchzublättern.
(Die AThK-Rezensionen wirste vermutlich kennen, so daß ich dich
nicht eigens drauf hinzuweisen brauche. Sind im übrigen zu zahm und
mild mit Halbfas.)
Wenn du selbst Religionslehrer bist, dann empfehle ich dir die in Salz-
burg unter Launs Ägide herausgegebene Reihe »Glaube und Leben«.
Aber Vorsicht. Kannste nur heimlich über die Eltern anschaffen lassen.
Denn wenn man beim Schulamt des Ordinariats davon Wind bekommt,
mußte mit disziplinarischen Folgen rechnen. Zu kirchlich, zu gläubig, zu
wenig weltlich und kritisch.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Wenn Du die RU-Bände nicht zu Hause hast, vielleicht auch nicht kennst: Wie kannst Du dann ernsthaft behaupten, es handele sich um "Schund"?
Mein Religionsunterricht besteht im Prinzip aus Überlegungen zu biblischen und liturgischen Themen. Sehr viel Texte.
Manchmal bringe ich auch eine Tonaufnahme mit, um den Schülern einen Begriff von religiöser Musik zu vermitteln: Choral, J. S. Bach und sein Umfeld, Mozart und sein Umfeld.
Ich sehe, was RU angeht, viel fundamentalere Probleme, als hier artikuliert wurden: Die allgemein-menschliche Grundlage ist bei Schülern und zunehmend auch Lehrkräften nicht mehr gegeben: die Fähigkeit, zu lesen, zu hören, zu sehen, von der fehlenden Altsprachenkenntnis (Gymnasium) ganz zu schweigen.
Zuletzt geändert von conscientia am Montag 7. Dezember 2009, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
conscientia hat geschrieben:Wenn Du die RU-Bände nicht zu Hause hast, vielleicht auch nicht kennst: Wie kannst Du dann ernsthaft behaupten, es handele sich um "Schund"?
Langsam wird es ärgerlich. Lies gefälligst, was ich geschrieben habe.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
@Robert: bitte um Nachsicht!
Nach "Glaube und Leben" werde ich mal schauen.
@ alle: Trotzdem frage ich mich, ob wir im Kreuzgang einander mit Wörtern wie "gefälligst" und "Du hast keinen blassen Schimmer" behelligen sollten (ich möchte mich da gar nicht ausnehmen).
Die verbale Kraftmeierei dient eigentlich selten dem Gespräch....
Verständnisfrage zur Erhöhung meines Bildungsstands:
Die von Christ86 so hart verurteilte arkansische Allerunheiligenlitanei finde ich auch zum Zerreißen.
Aber was hat die mit Halbfas zu tun? Schreibt der wirklich solchen Schmarrn? Oder nur etwas ähnliches? Oder doch etwas ganz anderes?
Von allen Gottesgaben ist die Intelligenz am gerechtesten verteilt. Jeder ist zufrieden mit dem, was er hat und freut sich sogar, dass er mehr hat, als die anderen.
Clemens hat geschrieben:Verständnisfrage zur Erhöhung meines Bildungsstands:
Die von Christ86 so hart verurteilte arkansische Allerunheiligenlitanei finde ich auch zum Zerreißen.
Sehr gut (Allerunheiligenlitanei merke ich mir, das umschreibt den Humbug ziemlich treffend.)
Clemens hat geschrieben:Aber was hat die mit Halbfas zu tun? Schreibt der wirklich solchen Schmarrn? Oder nur etwas ähnliches? Oder doch etwas ganz anderes?
Es hiess, das, was in dieser schrecklichen "Litanei" stehe, stünde dem Inhalt nach auch in dt. Religionsbüchern.
Jetzt fällt mir ein, das ich tatsächlich mal ein Buch von diesem Halbfas gelesen habe
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104
Was steht da?
Dass es in anderen Religionen auch fromme und gute Menschen gibt?
Dass die Angehörigen anderer Religionen auch unter Umständen in den Himmel kommen können?
Dass die anderen Religionen auch Heilige hervorbringen, die anbetend um den Thron Christi stehen?
Dass die katholische Kirche auch ein paar Sufis förmlich heilig sprechen sollte?
Von allen Gottesgaben ist die Intelligenz am gerechtesten verteilt. Jeder ist zufrieden mit dem, was er hat und freut sich sogar, dass er mehr hat, als die anderen.
Clemens hat geschrieben:Die von Christ86 so hart verurteilte arkansische Allerunheiligenlitanei finde ich auch zum Zerreißen.
Einigen der dort genannten Religionsstifter, Philosophen etc. zolle ich durchaus Anerkennung und Respekt.
Eigentlich müßten die anderen Religionsgemeinschaften gegen eine solche Vereinnahmungspraktik auf Unterlassung klagen.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
ad-fontes hat geschrieben:Eigentlich müßten die anderen Religionsgemeinschaften gegen eine solche Vereinnahmungspraktik auf Unterlassung klagen.
Das sollten sie tun.
Als Moslem würde ich mir das nicht gefallen lassen.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
ad-fontes hat geschrieben:Eigentlich müßten die anderen Religionsgemeinschaften gegen eine solche Vereinnahmungspraktik auf Unterlassung klagen.
Das sollten sie tun.
Als Moslem würde ich mir das nicht gefallen lassen.
Der Gedanke ging mir auch durch den Kopf. Im Hinduismus, bei dem Synkretismus ja zum Wesen gehört, mag man sich an einer solchen Litanei erfreuen - aber im Islam?
Im übrigen sind wir natürlich gut beraten, als Privatleute keine voreiligen Äußerungen zum Aufenthaltsort eines Versorbenen zu machen. nachdem in der frühen Zeit der Kirche Heiligsprechung durch Akklamation üblich war, ist da Verfahren ja doch mit guten Gründen formalisiert worden. Aber das wirklich verheerende ist der solcherart gepredigte Relativismus: Glaubt was ihr wollt, seit nett zueinander, alles ist bestens, und Christus ist für nix und wieder nix gestorben.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
lifestylekatholik hat geschrieben:Das ist so ne Art Gerechter unter den Völkern.
Paßt auf jene Litanei allerdings nicht ganz, denn da sind auch welche dabei, die sind
nicht „aus den Völkern“. (Erläuterung: Jener Terminus von den „Gerechten unter den
Völkern“ meint mit „Völkern“ die Heiden, also Gojim. Deren „Gerechte“ sind, was die
talmudische Tradition als Noachiden kennt.)
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
lifestylekatholik hat geschrieben:Das ist so ne Art Gerechter unter den Völkern.
Paßt auf jene Litanei allerdings nicht ganz, denn da sind auch welche dabei, die sind
nicht „aus den Völkern“. (Erläuterung: Jener Terminus von den „Gerechten unter den
Völkern“ meint mit „Völkern“ die Heiden, also Gojim. Deren „Gerechte“ sind, was die
talmudische Tradition als Noachiden kennt.)
Arrgh! Ich wusste, dass sowas kommt! Deshalb schrieb ich »so ne Art«. *grummelbrumm*
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Sie ist noch keine Bischöfin. Ihre Wahl muss noch von der Mehrheit der Diözesanbischöfe der Episkopalkirche und den "standing committees" der Bistümer akzeptiert werden, sonst kann sie nicht geweiht werden. Hoffentlich bekommt sie keine Mehrheit.
Keiner muss sich über Dinge aufregen, über die zwar in den USA noch diskutiert wird, die aber in Deutschland und vielen westeuropäischen Ländern schon lange kalter Kaffee sind.
Das Zusammenleben von gleichgeschlechtlichen Paaren (Pfarrer) in einem evangelischen Pfarrhaus ist in den meisten evangelischen Landeskirchen schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit.
Keiner muss sich über Dinge aufregen, über die zwar in den USA noch diskutiert wird, die aber in Deutschland und vielen westeuropäischen Ländern schon lange kalter Kaffee sind.
Das Zusammenleben von gleichgeschlechtlichen Paaren (Pfarrer) in einem evangelischen Pfarrhaus ist in den meisten evangelischen Landeskirchen schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit.
Lustig, in den meisten reformierten Landeskirchen in der Schweiz gibt es das nicht - übrigens auch keine Segnungen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften.
Soviel zum kalten Kaffee.
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104
Petur hat geschrieben:
Sie ist noch keine Bischöfin. Ihre Wahl muss noch von der Mehrheit der Diözesanbischöfe der Episkopalkirche und den "standing committees" der Bistümer akzeptiert werden, sonst kann sie nicht geweiht werden. Hoffentlich bekommt sie keine Mehrheit.
Nur der guten Ordnung halber: Sie kann auch mit einer Wahlbestätigung nicht geweiht werden.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Petur hat geschrieben:
Sie ist noch keine Bischöfin. Ihre Wahl muss noch von der Mehrheit der Diözesanbischöfe der Episkopalkirche und den "standing committees" der Bistümer akzeptiert werden, sonst kann sie nicht geweiht werden. Hoffentlich bekommt sie keine Mehrheit.
Nur der guten Ordnung halber: Sie kann auch mit einer Wahlbestätigung nicht geweiht werden.
Amandus2 hat geschrieben:Keiner muss sich über Dinge aufregen, über die zwar in den USA noch diskutiert wird, die aber in Deutschland und vielen westeuropäischen Ländern schon lange kalter Kaffee sind.
Stimmt, ich rege mich auch nicht auf (auch wenn ich das dürfte). Aber falsches bleibt auch nach Jahrhunderten Praxis falsch.
Amandus2 hat geschrieben:Keiner muss sich über Dinge aufregen, über die zwar in den USA noch diskutiert wird, die aber in Deutschland und vielen westeuropäischen Ländern schon lange kalter Kaffee sind.
Stimmt, ich rege mich auch nicht auf (auch wenn ich das dürfte). Aber falsches bleibt auch nach Jahrhunderten Praxis falsch.
Kannst du noch andere Beispiele nennen, was "seit Jahrhunderten falsch bleibt"?