
Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der „Homo-Ehe“
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Dafür gibt es ein allerhöchstes Vorbild:


Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
ad-fontes hat geschrieben:Dafür gibt es ein allerhöchstes Vorbild:
Die Baseballkappe passt aber nicht zu den roten Schühchen von Prada....
- cantus planus
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Der Papst trägt keine und trug nie Schuhe von Prada. Er ißt auch kein Hanuta und trinkt keine Orangenlimonade. Du solltest nicht jeder alten Presseente aufsitzen, die Kirchenfeinde und Neider gestreut haben.
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
woher weißt du was der Past NICHT ißt und trinkt
- cantus planus
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Der Pressegag ist von den Auslösern dementiert worden. Die Vatikan hat dementiert, dass die Schuhe von Prada sind. Es sind die ganz normalen Schuhe des üblichen Lieferanten.
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Originalton Margot Kässmann: Ich beneide den Papst um nichts, höchstens um seine rote Schuhe.
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conscientia
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Vielleicht, weil sie aus eigener, bitterer, durchlebter Erfahrung (jeden Morgen 1 - 2 Std. Meditation) wissen, dass es für eigene Für-Gott-sich-frei-halten (vacare Deo) Wichtigeres gibt als das verbissene Festhalten an alten Klunkern, Baßgeigen und AzV-Zelebration, worauf sich Traditonalisten so gern reduzieren lassen?ad-fontes hat geschrieben:Etwas, das ich bis heute nicht verstanden habe: Wie kommt es, daß es unter rk Ordensgeistlichen jedweder Couleur besonders viele "Progessive" gibt?Bernado hat geschrieben: Diese Erscheinung findet sich oft bei Anglikanern/Episkopalen: Die äußerlich besonders traditionellen sind manchmal besonders weit von der traditionellen Lehre entfernt.
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
@conscientia:
Ich fände es gut, wenn du künftig anstößige Kürzel meiden würdest.
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
conscientia hat geschrieben:Vielleicht, weil sie aus eigener, bitterer, durchlebter Erfahrung (jeden Morgen 1 - 2 Std. Meditation) wissen, dass es für eigene Für-Gott-sich-frei-halten (vacare Deo) Wichtigeres gibt als das verbissene Festhalten an alten Klunkern, Baßgeigen und AzV-Zelebration, worauf sich Traditonalisten so gern reduzieren lassen?ad-fontes hat geschrieben:Etwas, das ich bis heute nicht verstanden habe: Wie kommt es, daß es unter rk Ordensgeistlichen jedweder Couleur besonders viele "Progessive" gibt?Bernado hat geschrieben: Diese Erscheinung findet sich oft bei Anglikanern/Episkopalen: Die äußerlich besonders traditionellen sind manchmal besonders weit von der traditionellen Lehre entfernt.
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Ich denke, es hat etwas damit zu tun, daß in einer klösterlichen Gemeinschaft der Konformitätsdruck noch stärker ist als in einem Priesterseminar - und die meisten Gemeinschaften haben sich ja nach dem Konzil dezidiert zu Verwesern des Konzilsgeistes ernannt. Deshalb sterben sie jetzt ja auch aus.ad-fontes hat geschrieben:Etwas, das ich bis heute nicht verstanden habe: Wie kommt es, daß es unter rk Ordensgeistlichen jedweder Couleur besonders viele "Progessive" gibt?Bernado hat geschrieben: Diese Erscheinung findet sich oft bei Anglikanern/Episkopalen: Die äußerlich besonders traditionellen sind manchmal besonders weit von der traditionellen Lehre entfernt.
In einem Priesterseminar - selbst wenn es wie die meisten progressiv beherrscht ist - lebt man nicht so intensiv zusammen wie in einem Noviziat und später im Kloster. Außerdem weiß man im Diözesanklerus zumindest theoretisch, daß man in der allgemeinen Seelsorge verschiedene Spiritualitäten gebrauchen kann. Im Kloster kann man demgegenüber mit einigem Recht darauf beharren, daß Neuzugänge sich entweder dem "wir machen das hier so" bereitwillig anschließen - oder anderswohin gehen.
Die Mönche in Führungspositionen, die ich kenne, sind da auch ziemlich rabiat. Ihr in den 70ern und 80ern gefundener Weg ist der einzig richtige, Zweifler und Abweichler kommen ihnen nicht ins Haus, und wenn das Kloster oder der ganze Orden darüber aussterben, ist das eben Gottes Weise, uns zu sagen, daß er will, daß die Kirche neue Wege beschreitet.
Nun ja - warum sollte ein junger Mensch religiöse Vervollkommnung bei einer Gemeinschaft suchen, deren Angehörige sich darstellen wie die Benediktinerinnen von Erie

oder diese Tellnehmer eines Jesuitenmeetings:
.Daß es auch anders geht, beschreibt ein in den USA kürzlich erschienenes Buch mit dem schönen titel: The "7 Habits of Highly Effective Religious" - hier eine Besprechung.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Bernado hat geschrieben:Ich denke, es hat etwas damit zu tun, daß in einer klösterlichen Gemeinschaft der Konformitätsdruck noch stärker ist als in einem Priesterseminar - und die meisten Gemeinschaften haben sich ja nach dem Konzil dezidiert zu Verwesern des Konzilsgeistes ernannt. Deshalb sterben sie jetzt ja auch aus.ad-fontes hat geschrieben:Etwas, das ich bis heute nicht verstanden habe: Wie kommt es, daß es unter rk Ordensgeistlichen jedweder Couleur besonders viele "Progessive" gibt?Bernado hat geschrieben: Diese Erscheinung findet sich oft bei Anglikanern/Episkopalen: Die äußerlich besonders traditionellen sind manchmal besonders weit von der traditionellen Lehre entfernt.
In einem Priesterseminar - selbst wenn es wie die meisten progressiv beherrscht ist - lebt man nicht so intensiv zusammen wie in einem Noviziat und später im Kloster. Außerdem weiß man im Diözesanklerus zumindest theoretisch, daß man in der allgemeinen Seelsorge verschiedene Spiritualitäten gebrauchen kann. Im Kloster kann man demgegenüber mit einigem Recht darauf beharren, daß Neuzugänge sich entweder dem "wir machen das hier so" bereitwillig anschließen - oder anderswohin gehen.
Die Mönche in Führungspositionen, die ich kenne, sind da auch ziemlich rabiat. Ihr in den 70ern und 80ern gefundener Weg ist der einzig richtige, Zweifler und Abweichler kommen ihnen nicht ins Haus, und wenn das Kloster oder der ganze Orden darüber aussterben, ist das eben Gottes Weise, uns zu sagen, daß er will, daß die Kirche neue Wege beschreitet.
Nun ja - warum sollte ein junger Mensch religiöse Vervollkommnung bei einer Gemeinschaft suchen, deren Angehörige sich darstellen wie die Benediktinerinnen von Erie
oder diese Tellnehmer eines Jesuitenmeetings:
.
Daß es auch anders geht, beschreibt ein in den USA kürzlich erschienenes Buch mit dem schönen titel: The "7 Habits of Highly Effective Religious" - hier eine Besprechung.
Bei diesen Jesuiten kommen mir eher die Jünger Jesu in den Sinn als bei Gestalten, die mit der Cappa Magna herum laufen....
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Was ich speziell bei der S.J. noch nicht verstanden habe, ist, wie das Pendel vom einen Extrem in das andere umschlagen konnte (kirchenpolitisch, nicht äußerlich).Amandus2 hat geschrieben: Bei diesen Jesuiten kommen mir eher die Jünger Jesu in den Sinn als bei Gestalten, die mit der Cappa Magna herum laufen....
@Bernado: Danke für die Ausführungen; sehr plausibel.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Ja, es ist in der Tat empörend, dass sie keine Krawatte tragen...Bernado hat geschrieben:
Nun ja - warum sollte ein junger Mensch religiöse Vervollkommnung bei einer Gemeinschaft suchen, deren Angehörige sich darstellen wie (...) diese Tellnehmer eines Jesuitenmeetings:
.
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Für mich nicht. Es geht bei ihnen einfach nur um ein gesundes Kirchenbild.ad-fontes hat geschrieben:Amandus2 hat geschrieben:
@Bernado: Danke für die Ausführungen; sehr plausibel.
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Ich glaube, es spielt da die ganz gewöhnliche Sünde des Hochmuts eine große Rolle. Sie wurden als Elite gegründet, und sie sind insoweit immer Elite gewesen, als sie bei der Rekrutierung von Nachwuchs besonderen Wert auf intellektuelle Fähigkeiten legen.ad-fontes hat geschrieben:Was ich speziell bei der S.J. noch nicht verstanden habe, ist, wie das Pendel vom einen Extrem in das andere umschlagen konnte (kirchenpolitisch, nicht äußerlich).Amandus2 hat geschrieben: Bei diesen Jesuiten kommen mir eher die Jünger Jesu in den Sinn als bei Gestalten, die mit der Cappa Magna herum laufen....
Solange intellektuelle Brillianz durch tiefe persönliche Frömmigkeit in Zaum gehalten wird (bei den meisten großen Jesuiten der, pardon, Gegenreformation scheint das der Fall gewesen zu sein) ist alles bestens. Wo das entfällt und man sich in der weltlichen Anerkennung wissenschaftlicher Leistungen usw. sonnt, erliegt man leicht der Gefahr, sich als mutig voranstürmende Avantgarde zu verstehen und die Vormundschaft über das Lehramt anzumaßen.
@Amandus2: Du meinst, die Herren tragen keine Cappa Magna? Dann solltest Du mal die meterlange Schleppe von Ehrendoktoraten, Beiratsmitgliedschaften, Preisen "wider den tierischen Ernst" usw. sehen, die sie in ihren Lebensläufen mit sich herumtragen. Das entspricht genau dem, was in der Feudalzeit durch die Länge der Schleppe eines regierenden Herrn zum Ausdruck gebracht wurde: Weltliche Macht und Ehre. Die haben sie, die gebrauchen sie, die genießen sie auch. Nicht jeder, der einen schmuddeligen Pullover trägt, ist deshalb schon ein Apostel.
Die seidene Cappa Magna ist demgegenüber nur noch (leicht nostalgischer) Ausdruck der Erinnerung daran, daß die heutige Welt in ihren Maßstabsetzungen nicht allein bestimmend sein kann, sondern daß es noch eine Wertehierarchie gibt, die diese übersteigt.
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Es gibt sicher auch solche Jesuiten, aber eine Verallgemeinerung ist nicht richtig. Das größte Problem ist anscheinend, dass die Jesuiten nicht (mehr) Eure "erzrömische", erzkonservative Linie vertreten. Und wer Eure heilige und vollkommene und allein orthodoxe Linie nicht vertreten kann, ist natürlich hochmütig und schon fast häretisch.Bernado hat geschrieben:Ich glaube, es spielt da die ganz gewöhnliche Sünde des Hochmuts eine große Rolle. Sie wurden als Elite gegründet, und sie sind insoweit immer Elite gewesen, als sie bei der Rekrutierung von Nachwuchs besonderen Wert auf intellektuelle Fähigkeiten legen.ad-fontes hat geschrieben:Was ich speziell bei der S.J. noch nicht verstanden habe, ist, wie das Pendel vom einen Extrem in das andere umschlagen konnte (kirchenpolitisch, nicht äußerlich).Amandus2 hat geschrieben: Bei diesen Jesuiten kommen mir eher die Jünger Jesu in den Sinn als bei Gestalten, die mit der Cappa Magna herum laufen....
Solange intellektuelle Brillianz durch tiefe persönliche Frömmigkeit in Zaum gehalten wird (bei den meisten großen Jesuiten der, pardon, Gegenreformation scheint das der Fall gewesen zu sein) ist alles bestens. Wo das entfällt und man sich in der weltlichen Anerkennung wissenschaftlicher Leistungen usw. sonnt, erliegt man leicht der Gefahr, sich als mutig voranstürmende Avantgarde zu verstehen und die Vormundschaft über das Lehramt anzumaßen.
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Als reformierter Christ empfinde ich für dieses Foto von den Jesuiten in Zivilkleidung sehr große Sympathie. Sie zeigen damit, dass sie allem klerikalen Getue kritisch gegenüber stehen und dass sie das Wesentliche im Christentum suchen.
Die große Gefahr bei Liturgie und liturgischer Kleidung ist doch, dass sie Selbstzweck werden kann. Viele Beiträge in diesem Forum sind erschreckende Beispiele dafür, wie sich alles Denken nur noch um die "richtige" Liturgie, um die "richtige" Handbewegung zur "richtigen" Zeit dreht usw.
In Frankreich, das ja eine lange Tradition von Arbeiterpriestern hat (siehe auch Charles de Foucauld), laufen auch Franziskaner und Kapuziner in Zivil herum.
Ich habe einige Zeit in einer westdeutschen Bischofsstadt gewohnt. Erschreckend, was man dort für klerikale Anwandlungen sehen konnte: Priesteramtskandidaten im ersten Semester, kugelrund, aber mit römischen Kragen (wahrscheinlich offiziell nicht erlaubt, aber offensichtlich geduldet). Man hatte den Eindruck, dass einige von diesen nur Priester werden wollten, weil sie dann so schön im Klerikalismus suhlen dürfen...
Die große Gefahr bei Liturgie und liturgischer Kleidung ist doch, dass sie Selbstzweck werden kann. Viele Beiträge in diesem Forum sind erschreckende Beispiele dafür, wie sich alles Denken nur noch um die "richtige" Liturgie, um die "richtige" Handbewegung zur "richtigen" Zeit dreht usw.
In Frankreich, das ja eine lange Tradition von Arbeiterpriestern hat (siehe auch Charles de Foucauld), laufen auch Franziskaner und Kapuziner in Zivil herum.
Ich habe einige Zeit in einer westdeutschen Bischofsstadt gewohnt. Erschreckend, was man dort für klerikale Anwandlungen sehen konnte: Priesteramtskandidaten im ersten Semester, kugelrund, aber mit römischen Kragen (wahrscheinlich offiziell nicht erlaubt, aber offensichtlich geduldet). Man hatte den Eindruck, dass einige von diesen nur Priester werden wollten, weil sie dann so schön im Klerikalismus suhlen dürfen...
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Lieber Amandus, Deine Kritik ist zwar übertrieben, doch leider nicht ganz unbegründet...
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Petur hat geschrieben:Lieber Amandus, Deine Kritik ist zwar übertrieben, doch leider nicht ganz unbegründet...
Lieber Petur,
ich überzeichne in einem Internetforum meine Beiträge gerne etwas. Das reizt zu Gegenreaktionen und belebt das Forum!
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Das ist nicht ganz unbegründet. Es gibt einen Typus von Tradis, die beim Anblick von Spitzenhemden mit Birettas und Manipeln eine Erektion kriegen. Solche gibt es bei Römers, aber bei Anglikaners genauso.Amandus2 hat geschrieben:Als reformierter Christ empfinde ich für dieses Foto von den Jesuiten in Zivilkleidung sehr große Sympathie. Sie zeigen damit, dass sie allem klerikalen Getue kritisch gegenüber stehen und dass sie das Wesentliche im Christentum suchen.
Die große Gefahr bei Liturgie und liturgischer Kleidung ist doch, dass sie Selbstzweck werden kann. Viele Beiträge in diesem Forum sind erschreckende Beispiele dafür, wie sich alles Denken nur noch um die "richtige" Liturgie, um die "richtige" Handbewegung zur "richtigen" Zeit dreht usw.
In Frankreich, das ja eine lange Tradition von Arbeiterpriestern hat (siehe auch Charles de Foucauld), laufen auch Franziskaner und Kapuziner in Zivil herum.
Ich habe einige Zeit in einer westdeutschen Bischofsstadt gewohnt. Erschreckend, was man dort für klerikale Anwandlungen sehen konnte: Priesteramtskandidaten im ersten Semester, kugelrund, aber mit römischen Kragen (wahrscheinlich offiziell nicht erlaubt, aber offensichtlich geduldet). Man hatte den Eindruck, dass einige von diesen nur Priester werden wollten, weil sie dann so schön im Klerikalismus suhlen dürfen...
Gleichwohl bin ich der Meinung: Wo Liturgie ordentlich gefeiert wird, darf und soll sie auch in den entsprechenden Gewändern gefeiert werden.
Und ich bin alleine schon deswegen ein Verfechter von Ordenshabit, Soutane und Kollarhemd, weil die Sichtbarkeit von Kirche im Alltag unserer Städte dringend nötig ist.
If only closed minds came with closed mouths.
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Das ist ein oft in seiner Bedeutung unterschätzter Gesichtspunkt. Die Behauptung, die Soutane oder andere geistliche Kleidung errichte eine Barriere zwischen dem Priester und "den Menschen" ist grundfalsch, gerade das Gegenteil ist richtig.Stephen Dedalus hat geschrieben: Und ich bin alleine schon deswegen ein Verfechter von Ordenshabit, Soutane und Kollarhemd, weil die Sichtbarkeit von Kirche im Alltag unserer Städte dringend nötig ist.
Der "Zivil" tragende Priester ist unerkennbar - gerade dadurch, daß er kein sichtbares Zeichen an sich hat, verschwindet er in der Anonymität - und das ist die stärkste Form der Abgrenzung überhaupt.
Der Soutanenträger macht die Kirche nicht nur in Alltag sichtbar - er ist auch ein wandelndes Gesprächsangebot, das übrigens gerade in Großstädten erstaunlich oft angenommen wird.
Nicht wirklich.Amandus2 hat geschrieben:ich überzeichne in einem Internetforum meine Beiträge gerne etwas. Das reizt zu Gegenreaktionen und belebt das Forum!
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Es überrascht mich angenehm zu hören, daß in den westdeutschen Bischofstädten das Stadtbild von Priesteramtskandidaten dominiert werde.Amandus2 hat geschrieben: Ich habe einige Zeit in einer westdeutschen Bischofsstadt gewohnt. Erschreckend, was man dort für klerikale Anwandlungen sehen konnte: Priesteramtskandidaten im ersten Semester, kugelrund, aber mit römischen Kragen
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
So stimmt das nicht ganz. Es gibt in der Tat Fälle, in denen die klerikale Kleidung eine Barriere errichtet und kein Gesprächsangebot. In anderen Fällen jedoch eben im Gegenteil, sie wird positiv beurteilt. Eine allgemeine Aussage über diese Frage ist nicht richtig.Bernado hat geschrieben:Das ist ein oft in seiner Bedeutung unterschätzter Gesichtspunkt. Die Behauptung, die Soutane oder andere geistliche Kleidung errichte eine Barriere zwischen dem Priester und "den Menschen" ist grundfalsch, gerade das Gegenteil ist richtig.Stephen Dedalus hat geschrieben: Und ich bin alleine schon deswegen ein Verfechter von Ordenshabit, Soutane und Kollarhemd, weil die Sichtbarkeit von Kirche im Alltag unserer Städte dringend nötig ist.
Der "Zivil" tragende Priester ist unerkennbar - gerade dadurch, daß er kein sichtbares Zeichen an sich hat, verschwindet er in der Anonymität - und das ist die stärkste Form der Abgrenzung überhaupt.
Der Soutanenträger macht die Kirche nicht nur in Alltag sichtbar - er ist auch ein wandelndes Gesprächsangebot, das übrigens gerade in Großstädten erstaunlich oft angenommen wird.
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Ich stimme zu. Insbesondere für gewisse Teile des Klerus bedeutet die vomPetur hat geschrieben:So stimmt das nicht ganz. Es gibt in der Tat Fälle, in denen die klerikale Kleidung eine Barriere errichtet und kein Gesprächsangebot. In anderen Fällen jedoch eben im Gegenteil, sie wird positiv beurteilt. Eine allgemeine Aussage über diese Frage ist nicht richtig.
andern getragene Soutane in der Tat eine schier unüberwindliche Barriere.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Die episkopale Diözese von Los Angeles wählt zur Stunde zwei neue Suffragan"bischöfe". Zur Wahl stehen, wie "Transfigurations" dieser Tage mitteilte, eine weiße hs verpartnerte Pastorin, ein weißer hs verpartnerter Pastor, zwei hetero Pastorinnen, eine weiß und eine schwarz, und zwei hetero Hispanic Pastoren - wie der Kommentator anmerkt, die perfekt politisch korrekte Zusammensetzung. Die beiden "Bischöfe", deren Positionen neu zu besetzen sind, werden als ein hetero schwarzer Mann und ein hs hispanic Mann bezeichnet.
Wo man alles seine Nase reinstecken muß, wenn man bei den US-Episkopalen einen Bischof wählen will.
Die gleiche Quelle teilt übrigens mit, daß die Episkopale Gemeinde zum hl. Johannes in Harrison, Arkansas, eine erstaunliche Allerheiligenlitanei in ihrer Liturgie benutzt. Ausschnitte:
Der Pastor der Gemeinde teilt auf Anfrag mit, die Litanei sei seit etwa 10 Jahren in Gebrauch, nein, man habe sie nie dem Bischof zur Genehmigung vorgelegt, da man darin nichts sehe, was gegen den Glauben verstoße.
Und jetzt wirds lustig: Als vermutlichen Autor bennt Pastor Doyle einen katholischen Geistlichen namens Edward Hays.
Nicht, daß ich das für ausgeschlossen hielte.
Wo man alles seine Nase reinstecken muß, wenn man bei den US-Episkopalen einen Bischof wählen will.
Die gleiche Quelle teilt übrigens mit, daß die Episkopale Gemeinde zum hl. Johannes in Harrison, Arkansas, eine erstaunliche Allerheiligenlitanei in ihrer Liturgie benutzt. Ausschnitte:
Folgen noch Inkas, Mayas und Azteken, Irokesen, Hopi und Siux usw, die jüdischen Märtyrer von Dachau und Buchenwald sind auch dabei. Den kompletten Text findet man hier.Heiliger Konfuzius, Laotze und Chuangtze von China, alle heiligen Männer und Freun des Orients, die ihr im Leben das yin und das Yang ausglichet und Weisheit und Gnade im Tao fandet - all ihr Heiligen Chinas - wir preisen euch für eure Heiligkeit
.... All ihr Heiligen Hindus, wir preisen euch für eure Heiligkeit
.... All ihr Heiligen Buddhisten, wir preisen euch für eure Heiligkeit
Heiliger Prophet Mohammet und alle Heiligen des Islam, die ihr euch dem Willen Allahs ergeben habt; ihr Heiligen Märtyrer des Islam, die ihr mit eurem Leben bekräftigt habt daß Allah der eine und einzige ist, all ihr tanzenden Derwische und mystischen Sufis, ihr verzückten Liebenden des göttlichen Geliebten - All ihr Heiligen des Koran, wir preisen euch für eure Heiligkeit.
Der Pastor der Gemeinde teilt auf Anfrag mit, die Litanei sei seit etwa 10 Jahren in Gebrauch, nein, man habe sie nie dem Bischof zur Genehmigung vorgelegt, da man darin nichts sehe, was gegen den Glauben verstoße.
Und jetzt wirds lustig: Als vermutlichen Autor bennt Pastor Doyle einen katholischen Geistlichen namens Edward Hays.
Nicht, daß ich das für ausgeschlossen hielte.
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Selbstportrait:Bernado hat geschrieben:Edward Hays

Siehe auch: http://www.spiritualityandpractice.com/ ... php?id=19
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Ungeheuerlich - der pure Synkretismus. Daran ist gar nichts Christliches. Da würde ich mich glatt weigern, so einen Schund zu beten. Ja, ich würde den lumpigen Fetzen Papier in tausend Stücke reissen, würde es jemandem einfallen, mir derartigen Dreck als Heiligenlitanei vorzusetzen.Bernado hat geschrieben: Die gleiche Quelle teilt übrigens mit, daß die Episkopale Gemeinde zum hl. Johannes in Harrison, Arkansas, eine erstaunliche Allerheiligenlitanei in ihrer Liturgie benutzt. Ausschnitte:Folgen noch Inkas, Mayas und Azteken, Irokesen, Hopi und Siux usw, die jüdischen Märtyrer von Dachau und Buchenwald sind auch dabei. Den kompletten Text findet man hier.Heiliger Konfuzius, Laotze und Chuangtze von China, alle heiligen Männer und Freun des Orients, die ihr im Leben das yin und das Yang ausglichet und Weisheit und Gnade im Tao fandet - all ihr Heiligen Chinas - wir preisen euch für eure Heiligkeit
.... All ihr Heiligen Hindus, wir preisen euch für eure Heiligkeit
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Heiliger Prophet Mohammet und alle Heiligen des Islam, die ihr euch dem Willen Allahs ergeben habt; ihr Heiligen Märtyrer des Islam, die ihr mit eurem Leben bekräftigt habt daß Allah der eine und einzige ist, all ihr tanzenden Derwische und mystischen Sufis, ihr verzückten Liebenden des göttlichen Geliebten - All ihr Heiligen des Koran, wir preisen euch für eure Heiligkeit.
Wer da nichts sieht, was gegen den Glauben verstösst, den muss man als Nicht-Christ bezeichnen. Solche Pastoren müssen auf der Stelle verurteilt und aus dem Amt entfernt werden.Bernado hat geschrieben:Der Pastor der Gemeinde teilt auf Anfrag mit, die Litanei sei seit etwa 10 Jahren in Gebrauch, nein, man habe sie nie dem Bischof zur Genehmigung vorgelegt, da man darin nichts sehe, was gegen den Glauben verstoße.
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Vierteilen reicht!Christ86 hat geschrieben:Ja, ich würde den lumpigen Fetzen Papier in tausend Stücke reissen, würde es jemandem einfallen, mir derartigen Dreck als Heiligenlitanei vorzusetzen.
Aber im Ernst: Inhaltlich genau dasselbe aussagenden Dreck genehmigen
unsere Bischöfe (oder deren Ausschußkommissare) als Religionsbücher für
unsere Kinder.
Wen oder was vierteilen wir nun?
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Ist mir auch rechtRobert Ketelhohn hat geschrieben:Vierteilen reicht!Christ86 hat geschrieben:Ja, ich würde den lumpigen Fetzen Papier in tausend Stücke reissen, würde es jemandem einfallen, mir derartigen Dreck als Heiligenlitanei vorzusetzen.![]()
Sowas (dem Inhalt nach) steht in kirchlich approbierten Religionsbüchern?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Aber im Ernst: Inhaltlich genau dasselbe aussagenden Dreck genehmigen
unsere Bischöfe (oder deren Ausschußkommissare) als Religionsbücher für
unsere Kinder.
Wen oder was vierteilen wir nun?
Ungeheuerlich
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Das ist das Zeug von Hubertus Halbfas, der ferner Generationen vonChrist86 hat geschrieben:Sowas (dem Inhalt nach) steht in kirchlich approbierten Religionsbüchern?![]()
Religionslehrern versaut hat. Das ist ein weit größerer Skandal als ein
Breitenbach mit Hanswurstklamotten in der Messe.
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Stephen Dedalus
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Stimmt wahrscheinlich. Wer keinen (christlichen) Glauben hat, kann auch nicht gegen ihn verstoßen.Bernado hat geschrieben:Der Pastor der Gemeinde teilt auf Anfrag mit, die Litanei sei seit etwa 10 Jahren in Gebrauch, nein, man habe sie nie dem Bischof zur Genehmigung vorgelegt, da man darin nichts sehe, was gegen den Glauben verstoße.
Die Gemeinde hat bestimmt auch das Nizänum entweder abgeschafft oder geändert.
Breitenbach wäre sicher entzückt.
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Re: Episkopale: Trotz Moratorium Einführung der "Homo-Ehe"
Zumal Halbfas relativ füh in seiner Karriere von Rom aus die Befähigung zur Mitwirkung an der Priesterausbildung entzogen bekam. Die deutschen Bischöfe haben ihn dann in die Religionspädagogik umgeleitet. Es kann also keiner sagen, man hätte ja nicht gewußt, wie der Mann sich entwickelt.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Das ist das Zeug von Hubertus Halbfas, der ferner Generationen vonChrist86 hat geschrieben:Sowas (dem Inhalt nach) steht in kirchlich approbierten Religionsbüchern?![]()
Religionslehrern versaut hat. Das ist ein weit größerer Skandal als ein
Breitenbach mit Hanswurstklamotten in der Messe.
Ich habe jetzt mal ein wenig zu Fr. Edward Hay gegoogelt. Die skandalöse Allerheiligenlitanei passt genau in sein Tätigkeitsprofil, und der Mann ist offenbar tatsächlich katholischer Priester "in good standing". Das Zentralorgan der us-amerikanischen Dissidentia, der National Catholic Distorter, lebt ihn über den grünen Klee.
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