Der erste Christ
Der erste Christ
Wie einsam war der erste Christ? Und warum ging er seinen Weg? Hatte er das Gefühl an einem Wendepunkt der Zeit angelangt zu sein? Warum? Warum glaubte er, dass sich die Schrift erfüllt hat? Warum war er davon überzeugt, dass die Schrift logisch und wahr war? Hatte er mehr Verstand als andere? War er dümmer? Hatte er nicht kapiert, dass die Machthaber Theologen um sich versammelten? Speichellecker? Wortverdreher? Karrieristen? Warum machte er da nicht einfach mit? Was war seine Vision vom Leben? Von der Sekunde in der Ewigkeit, in der er sich entscheiden musste?
Re: Der erste Christ
Die Fragen, die du stellst, sind interessant. Doch habe ich bereits mit dem Verständnis Mühe. Wer war der erste Christ? Wie definierst du diesen? Waren die Jünger bereits zu Lebzeiten von Jesus Christen, weil sie ihm gefolgt sind, oder waren der Tod und die Auferstehung, eventuell sogar die Himmelfahrt, nötig, damit überhaupt Menschen als Christen bezeichnet werden konnten?
Vielleicht habe ich deine Fragen auch ganz falsch verstanden.
Vielleicht habe ich deine Fragen auch ganz falsch verstanden.
Zuletzt geändert von Granuaile am Sonntag 5. April 2009, 18:30, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Der erste Christ
Jesus hat das Reich Gottes verkündet und gekommen ist die Kirche 
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Re: Der erste Christ
Wenn du Jesus meinst: Jesus hat nichts geglaubt, er hat gewusst. Deine Fragen, so du den Herrn meinst und das liegt ja fast anhand des Ausdrucks "die Schrift habe sich erfüllt" nahe, stellen ihn als normalen Menschen hin, er war aber Gott im Fleische.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.
Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.
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der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.
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- Robert Ketelhohn
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Re: Der erste Christ
Tja. Wer war es denn? Der rechte Schächer oder Adam? (Wer kannoverkott hat geschrieben:Wie einsam war der erste Christ?
das sagen?) Aber einsam war er kaum …
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Re: Der erste Christ
Johannes der Täufer?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Tja. Wer war es denn? Der rechte Schächer oder Adam? (Wer kannoverkott hat geschrieben:Wie einsam war der erste Christ?
das sagen?) Aber einsam war er kaum …
Re: Der erste Christ
Der war auch nicht einsam. Der hatte doch Heuschrecken als Haustiere. 
Gruß Jürgen
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Re: Der erste Christ
Auf die Gefahr hin, daß man mich steinigt, und unter der Prämisse, daß mit "der erste Christ" nicht ausschließlich ein Mann gemeint sein muß:Robert Ketelhohn hat geschrieben:Tja. Wer war es denn? Der rechte Schächer oder Adam? (Wer kannoverkott hat geschrieben:Wie einsam war der erste Christ?
das sagen?) Aber einsam war er kaum …
Ich glaube, der erste Christ war eine Christin, nämlich Maria, die Mutter des Herrn.
Re: Der erste Christ
Jesaja?
Re: Der erste Christ
Wie könnte ein Prophet das Kommen Christi verkünden, ohne an ihn zu glauben?
- Robert Ketelhohn
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Re: Der erste Christ
Mein Lieber, ich hatte schon Adam genannt.
Aber wir müssen noch über den Zeitpunkt reden. Nicht vor Karsonnabend,
meine ich. Wobei andererseits wieder zu fragen wäre, wie es nach unserm
Tode sich mit unserer Wahrnehmung der Zeitlichkeit verhält. Aber ich will
jetzt auch keinen überfordern.
Aber wir müssen noch über den Zeitpunkt reden. Nicht vor Karsonnabend,
meine ich. Wobei andererseits wieder zu fragen wäre, wie es nach unserm
Tode sich mit unserer Wahrnehmung der Zeitlichkeit verhält. Aber ich will
jetzt auch keinen überfordern.
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Re: Der erste Christ
Adam ist gut. Hatte ich glatt übersehen. Der Ansicht war schon der hl. Paulus: "Adam ist die Gestalt, die auf den Kommenden hinweist." (Röm 5,14)
Re: Der erste Christ
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Aber wir müssen noch über den Zeitpunkt reden. Nicht vor Karsonnabend,
meine ich.
Mt 27,52f hat geschrieben:Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt.
Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Der erste Christ
Das Evangelium erzählt von Auferstehungen schon zu Lebzeiten Jesu. Heilungen sind immer wieder mit der Aufforderung verbunden: Steh auf. Einen Höhepunkt erreichen die Heilungen beim Jüngling von Nain. Jesus ruft den Toten ins Leben zurück. Mit der zitierten Stelle erleben wir eine weitere Steigerung. Sie bringt den Gemeinschaftsaspekt der Auferstehung zum Ausdruck. Jesus ist der Erstgeborene der neuen Schöpfung, aber nicht der einzige.Niels hat geschrieben:Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Aber wir müssen noch über den Zeitpunkt reden. Nicht vor Karsonnabend,
meine ich.Mt 27,52f hat geschrieben:Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt.
Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.
Traditionell nehmen wir nach dem dreifachen Schriftsinn Vernünftiges wörtlich. Hier wird etwas erzählt, was unsere Vernunft übersteigt. Auch der Apostel Paulus versteht die Auferstehung als geistliches Bild. Demnach kann diese Stelle als Bild für die Kirche gesehen wird. Auferweckt sind die Menschen, die zum neuen Leben mit Christus finden. Die Gräber können als die dunklen Orte ihres bisherigen Lebens in räumlicher oder geistiger Hinsicht betrachtet werden. So kann man ihr Kommen in die Heilige Stadt als Hinweis auf das Pfingstereignis verstehen.
Re: Der erste Christ
Ich weiß, dass Luther seine eigene wörtliche Interpretation dem traditionellen dreifachen Schriftsinn vorzog. Es kommt allerdings auch darauf an, wie die Bilder in der Bibel interpretiert werden, ob sie auf Christus hin gelesen werden oder ob etwas anderes hineinprojiziert wird.