Ist das nichtssagend vielsagende Gerede ein kennzeichen der nachkonziliaren Kirche? Woher kommt dieses Phänomen?
Wenn ich mir manche Predigt in unserem Pfarrverband so anhöre, gewinne ich den Eindruck, dass sich die Priester nicht trauen, offen zu ihrer Meinung zu stehen; sie haben Angst, das Wort Gottes unverkürzt zu verkünden.
Muss Kirche gerade in unseren Tagen wieder den Mut haben, einigen ein Ärgernis zu sein, und anderen als Torheit zu erscheinen?
In diesem Zusammenhang darf ich mich einmal selbst zitieren:
cantus planus hat geschrieben:Ja, diesen Eindruck habe ich auch. Es herrscht an der Basis eine große Offenheit für diese Fragen, die aber leider nicht angegangen werden. Unsere Hirten sind immer noch zu sehr damit beschäftigt, Fragen zu beantworten, die niemand gestellt hat.holzi hat geschrieben:Die Leute würde man schon erreichen, es gäbe wohl genug Gelegenheiten, so etwas in die Predigten einfließen zu lassen.