"Charismatik" in Aktion

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.
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Clemens
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Beitrag von Clemens »

Edi hat geschrieben:Ok, das passt auch zur Oberflächlichkeit dieser freikichlichen Kreise so wie sie auch den Mückenkarle (Manfred Siebald) haben, der auch nicht gut singen kann und zudem teils dumme Texte singt.
Boah,
1. wie kommst du zu dieser Benennung?
2. welche Texte findest du dumm?

Ich schätze Siebald sehr als großartigen geistlichen Liedermacher!

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Clemens
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Beitrag von Clemens »

Edi hat geschrieben: Ich habe mir mal den "Spaß" gemacht in einem christlich-jüdisch-charismatischen Forum als angeblicher Pastor Müller den Leuten einen relativ abstrusen Vorschlag zu machen und wie ich mir vorher denken konnte, sind alle Antwortenden bis auf einen, darauf hereingefallen. Als ich mich am nächsten Tag geoutet habe und bekannt gab, es sei ein Test gewesen, waren die Reinfaller natürlich ziemlich sauer. Damit will ich zeigen, wie schnell man heute mit grosssen Worten Christen falsche Lehren beibringen kann.
Kannst du mal einen Link dahin setzen? Ich würde an diesem Spaß auch gerne teilhaben! :D

(Falls aus irgendwelchen Gründen zu persönlich - gerne auch per PN - ich lach dann auch nur heimlich und erzähls nicht weiter - versprochen!)

Johaennschen
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Beitrag von Johaennschen »

Magnifikat hat geschrieben:Hallo Johaennschen,

bei den charismatischen Katholiken gibt es neben der Heiligen Messe nur die katholischen Praktiken, die woanders auch bekannt sind - eucharistische Anbetungen,...
Schönes Bild, wenn sich das bei Evangelikalen vorstellen würde :mrgreen:
...das Sakrament der Versöhnung spielt eine große Rolle...
Ist das Schuldbekenntnis dann öffentlich, wie es bei den Evangelikalen üblich ist (die kennen ja keine sakramentale Absolution)?
... - aber nichts Sakrales/Sakramentales, was nicht auch katholisch wäre.
Agapemahle werden also nicht abgehalten, nein? Interessant.
Weiterhin gibt's Gebetskreise, Lobpreisgottesdienste, Gebetsnächte u.ä.
Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht.
Nicolás Gómez Dávila

Magnifikat
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Beitrag von Magnifikat »

Edi hat geschrieben:
Magnifikat hat geschrieben:Es ist nun mal eine Tatsache, dass ich persönliche Segnungen, persönliches Gebet für andere, das Beten mit offenen Händen u.a. bis auf Ausnahmen nur in der CE erlebt habe.
Persönliche Segnungen gibt es auch anderswo, z.B. nach der Beichte. Fürbitte ist in der Kirche auch nicht gerade unbekannt.
Ja, das weiß ich, deshalb schrieb ich ja, dies gibt es vor allem in der CE. Vor allem bedeutet ja, dass es das woanders auch gibt, aber eben seltener. Ich jedenfalls erlebe es (fast) nur in charismatischen Kreisen


Edi hat geschrieben:Was soll das Beten mit offenen Händen Besonderes bewirken? Kommt es denn auf die Form an und werden Gebete in dieser Form eher erhört als andere?
Wie kommst du darauf ? :shock:
Ich persönlich finde es einfach schöner, es liegt mir mehr als das Beten mit gefaltenene Händen, wobei auch das natürlich seine Vorteile hat. Ich würde aber nie in einer normalen Gemeindemesse mit offenen und erhobenen Händen beten, weil das da zu auffällig und ungewöhnlich ist. Lediglich beim Vater-Unser bete ich mit offenen (aber nicht erhobenen) Händen mit. In charismatischen Gottesdiensten, Gebetskreisen u.ä. dagegen ist diese Haltung völlig normal und kein bißchen auffällig. Ich kann daher bei solchen Gelegenheiten eine zu mir passende Haltung praktizieren, was ich woanders nicht kann.


Edi hat geschrieben:Das Problem ist doch, dass man Neues macht, den Leuten aber die Erklärungen und Einordnungen vorenthält und damit den Eindruck hinterlässt es sei etwas Besonderes und geistlich nötig. Den Eindruck hinterlässt du ja auch, sonst würdest das gar nicht sonderlich betonen.
Mir wurden keine Erklärungen vorenthalten und außerdem kann man ja, wenn die Erklärung nicht von selbst kommt, nachfragen. Ich hab auch nie den Eindruck gehabt geschweige denn geweckt, dass es etwas Besonderes ist. Ich habe darauf hingewiesen, weil du sagtest, alles wäre in der katholischen Kirche präsent, was ja richtig ist - diese Haltung ist eben vor allem ;D in der CE vorhanden.


Edi hat geschrieben:Wenn Inhalt und Melodie passen, kann ein Lied wahrhaft eine Inspiration sein. In dem Falle ist es mir auch egal, von wem es kommt.
Und warum ist es dir dann nicht egal, wer auf einer katholischen Veranstaltung einen Vortrag hält - ob Katholik oder Baptist? Kommt es nicht auch dabei darauf an, was er sagt und wie er es vermittelt und nicht auf die Konfession?


Edi hat geschrieben:Bis dato habe ich, der ich schon einmal an ähnlichen Gottesdiensten und Exerzitien teilgenommen habe, nichts festgestellt, was ich hier in dem Thread deutlich kritisiert habe, bis bis auf das Auftreten einer indischen Frau, die meinte immer wieder mit Druck vorgehen zu müssen, was einen Teil des Inhahlt ihrer Aussagen und auch was die Arm- und Handbewegungen die sie forderte, anging.
Ich habe bei Gottesdiensten und Exerzitien von indischen charismatischen Vinzentinnern schon einiges festgestellt, was ich kritikwürdig finde. U.a. auch das von dir genannte Vorgehen mit Druck. Nun, ich bin ja jemand, der sich nicht so leicht unter Druck setzen lässt ;D , daher habe ich vieles, was vorgegeben wurde, gar nicht mitgemacht. Aber ich finde es grundsätzlich nicht gut, den Gläubigen beim Lobpreis vorzugeben, wie sie sich zu bewegen haben, und sie zum Sprachengebet zu nötigen - so jedenfalls kam es bei mir an. Auch dass fast alle Gläubigen beim persönlichen Segnungsgebet umfielen (Ruhen im Geist), fand ich sehr sonderbar.

Ich hab aber keine Lust, die indisch-charismatische Spiritualität hier schlecht zu machen oder zu zerreden. Es ist eben nicht mein Ding - muss es ja auch nicht.


Edi hat geschrieben:Der Mann geht aber auch zur Kommunion, obwohl ich ihm gesagt habe, er solle nicht daran teilnehmen, weil er die Voraussetzungen dazu nicht erfülle. Da ist ihm aber piepegal. Ich glaube nicht, dass der Papst von so einer Interkommunion begeistert ist.
Nö, das glaube ich auch nicht. Sowas lehne ich auch ab, aber mehr als die Leute drauf hinweisen, kann man nicht.

Ich hab nur einmal erlebt, dass ein Priester vor der Kommunion darauf hingewiesen hat, dass Nicht-Katholiken nicht teilnehmen sollen, sondern sich segnen lassen können. Und das war bei einer recht großen Veranstaltung der CE. ;D
Zuletzt geändert von Magnifikat am Samstag 25. Oktober 2008, 10:12, insgesamt 2-mal geändert.

Magnifikat
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Beitrag von Magnifikat »

Johaennschen hat geschrieben:Ist das Schuldbekenntnis dann öffentlich, wie es bei den Evangelikalen üblich ist (die kennen ja keine sakramentale Absolution)?
Nein, es ist eine ganz normale Beichte bei einem Priester. Oft besteht am Rande von CE-Veranstaltungen die Möglichkeit zur Beichte und sie wird gut genutzt, wobei die Beichte häufig nicht im Beichtstuhl, sondern in einer abseitigen Bank, in einem Seitenschiff der Kirche o.ä. stattfindet.

Johaennschen hat geschrieben:Agapemahle werden also nicht abgehalten, nein? Interessant.
Nein, Agapemahle gibt es nicht in der CE - jedenfalls habe ich in ca. 6 Jahren noch keine erlebt. Eine Agapefeier kenne ich nur aus meiner Gemeinde, wo sie einmal jährlich nach dem Gründonnerstags-Gottesdienst stattfindet.

Magnifikat

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Edi
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Beitrag von Edi »

Clemens hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Ok, das passt auch zur Oberflächlichkeit dieser freikichlichen Kreise so wie sie auch den Mückenkarle (Manfred Siebald) haben, der auch nicht gut singen kann und zudem teils dumme Texte singt.
Boah,
1. wie kommst du zu dieser Benennung?
2. welche Texte findest du dumm?

Ich schätze Siebald sehr als großartigen geistlichen Liedermacher!
Nun dieser Mückenkarle hat ein Lied gemacht, wo er sozusagen Gott mit jemandem vergleicht, der Mücken tot schlägt. So ein Text ist doch mehr als absurd.

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Edi
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Beitrag von Edi »

Clemens hat geschrieben:
Edi hat geschrieben: Ich habe mir mal den "Spaß" gemacht in einem christlich-jüdisch-charismatischen Forum als angeblicher Pastor Müller den Leuten einen relativ abstrusen Vorschlag zu machen und wie ich mir vorher denken konnte, sind alle Antwortenden bis auf einen, darauf hereingefallen. Als ich mich am nächsten Tag geoutet habe und bekannt gab, es sei ein Test gewesen, waren die Reinfaller natürlich ziemlich sauer. Damit will ich zeigen, wie schnell man heute mit grosssen Worten Christen falsche Lehren beibringen kann.
Kannst du mal einen Link dahin setzen? Ich würde an diesem Spaß auch gerne teilhaben! :D

(Falls aus irgendwelchen Gründen zu persönlich - gerne auch per PN - ich lach dann auch nur heimlich und erzähls nicht weiter - versprochen!)
Ich weiss leider nicht mehr wie das Forum hiess. Vielleicht findest das mit Google.

Jedenfalls habe ich denen damals weisgemacht, was ich mit einem Bibelspruch, den ich selber nicht einmal richtig kannte und dessen Kontext ich auch nicht gelesen hatte, unterlegte. Der heisst etwa im AT: von den Bergen kommt das Heil.
Daher habe ich denen erwähnt, wenn man auf die Berge ginge und dort beten würde, würde Gott das Gebet viel mehr erhören als anderswo. Besser sei es aber noch höher zu gehen und wir sollten einen Zeppelin mieten und mit dem hochfliegen und dort beten. Da das natürlich Geld kostet, würde ich um Spenden bitten, dafür würde ich auch Steine aus Israel holen und für einen Stein hätte ich gerne 1 Mark, um das Ganze zu finanzieren. Ich habe dann noch dreimal Halleluja geschrieben.
Wie gesagt, die meisten sind darauf hereingefallen. Nur ein einziger hat äussert dagegen opponiert.

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Edi
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Beitrag von Edi »

Magnifikat hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Was soll das Beten mit offenen Händen Besonderes bewirken? Kommt es denn auf die Form an und werden Gebete in dieser Form eher erhört als andere?
Wie kommst du darauf ? :shock:
Ich persönlich finde es einfach schöner, es liegt mir mehr als das Beten mit gefaltenene Händen, wobei auch das natürlich seine Vorteile hat. Ich würde aber nie in einer normalen Gemeindemesse mit offenen und erhobenen Händen beten bzw., weil das da zu auffällig und ungewöhnlich ist. Lediglich beim Vater-Unser bete ich mit offenen (aber nicht erhobenen) Händen mit. In charismatischen Gottesdiensten, Gebetskreisen u.ä. dagegen ist diese Haltung völlig normal und kein bißchen auffällig. Ich kann daher bei solchen Gelegenheiten eine zu mir passende Haltung praktizieren, was ich woanders nicht kann.
Ich habe ein Video aus den 1960 er Jahren, wo man sehen kann, dass jemand in einer Messe den rechten Arm hebt. Offenbar hat da keiner einen Einwand gemacht. Ich denke es sollte jedem überlassen werden wie er betet, allerdings muss man es auch nicht so manchen, das man immer auffällt. Ich komme deswegen darauf, weil ich von andern schon bedrängt wurde, auch die Arme zu heben. Ich mache das auch mal, aber nur, wenn es mir danach ist.
Edi hat geschrieben:Wenn Inhalt und Melodie passen, kann ein Lied wahrhaft eine Inspiration sein. In dem Falle ist es mir auch egal, von wem es kommt.
Magnifikat hat geschrieben:Und warum ist es dir dann nicht egal, wer auf einer katholischen Veranstaltung einen Vortrag hält - ob Katholik oder Baptist? Kommt es nicht auch dabei darauf an, was er sagt und wie er es vermittelt und nicht auf die Konfession?
Die Antwort habe ich ja schon gegeben. Ich sehe den Einfluss in der CE hier bei uns im Süden und das kann ja nur von Leuten ausserhalb der CE kommen, ob nun durch einen bestimmten Vortrag oder sonstwie, ist von aussen her nicht zu sagen. Soweit solche Einflüsse nicht stattfinden würde ich auch mal einen Referenten ausserhalb der kath. Kirche zulassen.
Aber wie gesagt stellen sich im Falle Rust doch die Frage, was es soll, einfach pauschale Schlagworte der charis, Freikirchen, die einer dem andern nachplappert,(erster Platz) den Leuten vorzusetzen, deren Inhalt weder definiert ist und deren Bedeutung auch nicht erläutert wird. Was soll das bringen? Für einen Christen reicht es, wenn er im Stande der Gnade ist und bleibt. Der Rest ist Heiligung, dazu liesse sich ja etwas sagen, auch und gerade aus kath. Sicht.
Magnifikat hat geschrieben:Ich hab aber keine Lust, die indisch-charismatische Spiritualität hier schlecht zu machen oder zu zerreden. Es ist eben nicht mein Ding - muss es ja auch nicht.
Ich habe bei den Exerzitien der ind. Priester bisher keinen umfallen sehen und bin, was das angeht, ebenfalls skeptisch. Von Leuten aus Freikirchen weiss ich, dass manche andere regelrecht auf den Kopf gedrückt haben, damit sie möglichst nach hinten kippen sollten. Wer nicht kippte, dem wurde unterstellt, dass er nicht in der ichtigen geistlichen Verfassnung sei. Das hat mir mein Neffe, der mal in so einer Gemeinde war, selber berichtet, ebenfalls hat eine Frau, die in einer charis. Freikirche war und an einer Veranstaltung in einer andern Gemeinde teilnahm, bestätigt, dass man die Leute regelrecht umgeworfen sehn wollte.
Genau das ist es, was auch Kopfermann, den ich zitiert habe, moniert, dass immer wieder neu Moden eingeführt werden, die menschengemacht sind.
Zuletzt geändert von Edi am Samstag 25. Oktober 2008, 10:32, insgesamt 1-mal geändert.

Magnifikat
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Beitrag von Magnifikat »

Edi hat geschrieben:Ich habe ein Video aus den 1960 er Jahren, wo man sehen kann, dass jemand in einer Messe den rechten Arm hebt. Offenbar hat da keiner einen Einwand gemacht.
Naja, ich vermute, während der Messe würde bei uns auch keiner einen Einwand machen. Aber es würde schon deutlich gemacht, dass es unpassend ist, was ich auch finde.


Edi hat geschrieben:Ich komme deswegen darauf, weil ich von andern schon bedrängt wurde, auch die Arme zu heben.
Bedrängt gefühlt hab ich mich noch nie, aber ein gewisser Druck wurde bei den indischen Vinzentinern ausgeübt.


Edi hat geschrieben:Ich sehe den Einfluss in der CE hier bei uns im Süden und das kann ja nur von Leuten ausserhalb der CE kommen, ob nun durch einen bestimmten Vortrag oder sonstwie, ist von aussen he nicht zu sagen. Soweit solche Einflüsse nicht stattfinden würde ich auch mal einen Referenten ausserhalb derkath. Kirche zulassen. Aber wie gesagt stellen sich im Falle Rust doch die Frage, was es soll, einfach pauschale Schlagworte den Leuten vorzusetzen, deren Inhalt weder definiert ist und deren Bedeutung auch nicht erläuert wird.
Ich hatte bei dem Vortrag von Heinrich Rust nicht den Eindruck, dass er pauschale Schlagworte vorsetzt. Sein Vortrag war inhaltlich sehr fundiert und detailgetreu, er hat wirklich alles gut erläutert und ausgeführt. Vielleicht hast du ja andere Erfahrungen gemacht, aber meine waren trotz anfänglicher Skepsis sehr positiv.

Vielleicht siehst du auch manches zu negativ, vielleicht ist der freikirchliche Einfluss in der CE gar nicht so groß und nicht so schlecht, wie es dir scheint. Es könnte doch sein, dass gewisse Dinge einfach für dich nicht passend sind, dass sie aber dennoch gut mit der katholischen Glaubenslehre vereinbar sind.

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Edi
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Beitrag von Edi »

Magnifikat hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Ich komme deswegen darauf, weil ich von andern schon bedrängt wurde, auch die Arme zu heben.
Bedrängt gefühlt hab ich mich noch nie, aber ein gewisser Druck wurde bei den indischen Vinzentinern ausgeübt.
Den Druck habe ich jedenfalls da, wo ich war nicht gespürt, ausser bei der ind. Frau, die meinte mit äusserstem Nachdruck den Leuten ihre Weisheiten reindrücken zu müssen und die wollte, dass alle Armgymnastik machen. Ich mache da nur nicht mit und wenn alle das täten, würden diejenigen das sicher schnell lassen. Jedenfalls erinnerte mich das an manche Verarschung in Freikirchen. Ich glaube ich habe ja etwas hier berichtet, was der US-Guru in Pforzheim gemacht hat.

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Edi
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Beitrag von Edi »

Magnifikat hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Ich sehe den Einfluss in der CE hier bei uns im Süden und das kann ja nur von Leuten ausserhalb der CE kommen, ob nun durch einen bestimmten Vortrag oder sonstwie, ist von aussen he nicht zu sagen. Soweit solche Einflüsse nicht stattfinden würde ich auch mal einen Referenten ausserhalb derkath. Kirche zulassen. Aber wie gesagt stellen sich im Falle Rust doch die Frage, was es soll, einfach pauschale Schlagworte den Leuten vorzusetzen, deren Inhalt weder definiert ist und deren Bedeutung auch nicht erläuert wird.
Ich hatte bei dem Vortrag von Heinrich Rust nicht den Eindruck, dass er pauschale Schlagworte vorsetzt. Sein Vortrag war inhaltlich sehr fundiert und detailgetreu, er hat wirklich alles gut erläutert und ausgeführt. Vielleicht hast du ja andere Erfahrungen gemacht, aber meine waren trotz anfänglicher Skepsis sehr positiv.
Was hat er denn im Detail gesagt? Jedenfalls war das nicht in der Zeitung erwähnt. Was muss alles geschehen und erfüllt werden, damit man sagen kann, man setze Gott im Leben an die erste Stelle? Wie schon gesagt, finde ich schon die Ausdruckweise nicht so richtig angemessen.
Einem Ingenieur aus einer solchen Freikirche mal ich mal gesagt, er solle ein Messinstrument erfinden, dann könnten sie jedermanns Glaubenstand vermessen. Nun, die Bibel kennt ein Messinstrument, aber das zeigt nur an, wenn jemand voll in Christus lebt.

Magnifikat
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Beitrag von Magnifikat »

Edi hat geschrieben:Den Druck habe ich jedenfalls da, wo ich war nicht gespürt, ausser bei der ind. Frau, die meinte mit äusserstem Nachdruck den Leuten ihre Weisheiten reindrücken zu müssen und die wollte, dass alle Armgymnastik machen.
So macht halt jeder andere Erfahrungen. :-)
Daher kann man Erfahrungen nicht verallgemeinern und sollte sie nicht schlechtmachen.


Edi hat geschrieben:Was hat er denn im Detail gesagt? Jedenfalls war das nicht in der Zeitung erwähnt. Was muss alles geschehen und erfüllt werden, damit man sagen kann, man setze Gott im Leben an die erste Stelle? Wie schon gesagt, finde ich schon die Ausdruckweise nicht so richtig angemessen.
Seine Vorträge behandelten das Thema Prophetie und dies wurde sehr ausführlich und klar behandelt. Er hat grundlegende Kenntnisse vermittelt, praktische Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt und biblische Hinweise gebracht. In der Hoffnung, dass du es nicht wieder zerredest, geb ich dir mal den Link zu einer Schilderung der Vorträge auf der CE-Website - guckst du hier

Die kompletten Vorträge gibt es auch als Skript, frag mal bei der CE Deutschland nach.

An Aussagen darüber, dass man Gott an die erste Stelle setzen soll u.ä. kann ich mich nicht erinnern. Wenn überhaupt, waren das Randbemerkungen, aber ich hab ja schon mal geschrieben, dass du wahrscheinlich eine andere Konferenz meinst als ich.

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Edi
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Beitrag von Edi »

Magnifikat hat geschrieben:Seine Vorträge behandelten das Thema Prophetie und dies wurde sehr ausführlich und klar behandelt. Er hat grundlegende Kenntnisse vermittelt, praktische Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt und biblische Hinweise gebracht. In der Hoffnung, dass du es nicht wieder zerredest, geb ich dir mal den Link zu einer Schilderung der Vorträge auf der CE-Website - guckst du hier
Was soll man dazu sagen? Wie gesagt gab es Charismen schon immer in der Kirche, mag sein, dass das viele Katholiken nicht mehr kennen. Ob sie ausser von modernden (ach ich hab mich verschrieben, sollte moderne heissen, passt aber so auch) Theologen auch von den meisten Katholiken grundlegend abgelehnt werden wie das manche Evangelikalen tun, kann ich nicht beurteilen.
Aber Charismen wie man sie in Fatima, bei Pater Pio, bei Fratel Cosimo und manch anderen findet, sind gewiss nicht ausgestorben. Nur kann jetzt nicht jeder kommen und sagen ich habe auch welche, denn Gott gibt sie nicht jedem nicht jedem nicht jedem gleich. Anhand der Bibel kann man leider nicht alles prüfen, Grundsätzliches schon eher, aber beispielsweise wenn es um ganz persönliche Dinge geht, hat man in der Schrift nicht immer einen Maßstab.

Ich sehe nur, dass die Charismen nicht so weit verbreitet sind, wie manche tun, denn zu einer Prophetie gehören genauere Angaben als die, welche ohnehin nahe liegen. Hier liegt wenn man unbedingt etwas machen und erreichen will, auch die Gefahr falscher Prophetien. Mir persönlich ist auch mal etwas gesagt worden, was man lediglich aus äusserem Anlass vermutet hat, es war aber grottenfalsch. Wenn da jemand nicht selbstsicher genug ist, kann so eine falsche Prophetie - hier sollte man eher Weissagung dazu sagen - einen Menschen ganz kräftig in Glaubenszweifel bringen. Habe ja schon erlebt, dass Leute nur wegen eines (bedrohlichen) Kettenbriefes, den andere einfach in den Papierkorb werfen, in die Seelsorge mussten.

Wenn Wunschdenken sich in Prophetisches einmischt und gar zu Prophetie wird wie man es bei den "grossen" und bekannten freikirchlichen Charismatikern in den letzten 20 Jahren gesehen hat, dann kommt etwas heraus, was Gott nei gewollte hat und was diese Leute auch selber sehr infrage stellt. Das gilt auch für eine persönliche Prophetie, Bilder usw.

In einem Fall, den ich miterlebt habe, waren alle "Prophetien" und Visionen falsch und derjenige, der sie hatte - andere haben sie sogar bestätigt - erlebte ein (auch selbstverschuldetes) finanzielles Fiasko, obwohl die "Prophetie" das Gegenteil aussagte. Die Prophetie hätte ihn vor unseriösem Vorgehen warnen sollen, dann hätte man eher sagen können, sie sei echt gewesen.

Wenn von jemand bekannt ist, dass seine Prophetien IMMER eingetroffen sind, dann wird man ihm vertrauen können. Soweit ich weis, waren das aber nur wenige von denen man das sagen konnte. Ein Pater Pio, ein Pfarrer von Ars und ähnliche gehören dazu, vielleicht auch der schon erwähnte Fratel Cosimo.

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Beitrag von Magnifikat »

Edi hat geschrieben:Was soll man dazu sagen?
Du hast gefragt, was Pastor Rust im Detail gesagt hat, und ich hab dir geantwortet. Was du dann dazu noch sagst, bleibt dir überlassen. ;D



Edi hat geschrieben:Wenn da jemand nicht selbstsicher genug ist, kann so eine falsche Prophetie - hier sollte man eher Weissagung dazu sagen - einen Menschen ganz kräftig in Glaubenszweifel bringen. Habe ja schon erlebt, dass Leute nur wegen eines (bedrohlichen) Kettenbriefes, den andere einfach in den Papierkorb werfen, in die Seelsorge mussten.

Wenn Wunschdenken sich in Prophetisches einmischt und gar zu Prophetie wird wie man es bei den "grossen" und bekannten freikirchlichen Charismatikern in den letzten 20 Jahren gesehen hat, dann kommt etwas heraus, was Gott nei gewollte hat und was diese Leute auch selber sehr infrage stellt. Das gilt auch für eine persönliche Prophetie, Bilder usw.

In einem Fall, den ich miterlebt habe, waren alle "Prophetien" und Visionen falsch und derjenige, der sie hatte - andere haben sie sogar bestätigt - erlebte ein (auch selbstverschuldetes) finanzielles Fiasko, obwohl die "Prophetie" das Gegenteil aussagte. Die Prophetie hätte ihn vor unseriösem Vorgehen warnen sollen, dann hätte man eher sagen können, sie sei echt gewesen.
Vor solcher Art von Prophetie hat Heinrich Rust genau so gewarnt wie du jetzt. Ich meine, solche Warnungen sind durchaus berechtigt.

Darüber hinaus hat Heinrich Rust Menschen, die meinen eine Prophetie empfangen zu haben, zu großer Vorsicht, Prüfung und Sensibilität vor bzw. bei der Weitergabe der Prophetie gemahnt.

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Edi
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Beitrag von Edi »

Magnifikat hat geschrieben: Vor solcher Art von Prophetie hat Heinrich Rust genau so gewarnt wie du jetzt. Ich meine, solche Warnungen sind durchaus berechtigt.

Darüber hinaus hat Heinrich Rust Menschen, die meinen eine Prophetie empfangen zu haben, zu großer Vorsicht, Prüfung und Sensibilität vor bzw. bei der Weitergabe der Prophetie gemahnt.
Da hat er ja offenbar dazu gelernt. Solche Warnungen sind angesichts dessen, was in dieser Szenerie die letzten 20 Jahre alles prophezeiht wurde, mehr als berechtigt. Gewissen ausgeprochenen Sekten wie den Neuaposteln wirft man auch ja völlig zurecht vor, dass sie die eignen Leute massivst an der Nase herumgeführt haben und bis heute nicht wahrhaft dazu bereit sind, ihrer falschen Prophetie aus den 1960 er Jahren abzuschwören.

Magnifikat
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Beitrag von Magnifikat »

Edi hat geschrieben:Da hat er ja offenbar dazu gelernt. Solche Warnungen sind angesichts dessen, was in dieser Szenerie die letzten 20 Jahre alles prophezeiht wurde, mehr als berechtigt.
Na, bis auf die dubiose Prophetie von vor acht Jahren, bei der Rust möglicherweise (also nicht sicher !) dabei war, hab ich noch nichts von ihm gehört oder gelesen, was seinen jetzigen Aussagen widersprechen würde. Aber selbst wenn, dann hat er dazu gelernt - ist doch schön. ;)

Wäre schön, wenn du auch dazu lernst und Personen wie Heinrich Rust etwas differenzierter siehst als vorher. ;D

Magnifikat

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Clemens
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Beitrag von Clemens »

Edi hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Ok, das passt auch zur Oberflächlichkeit dieser freikichlichen Kreise so wie sie auch den Mückenkarle (Manfred Siebald) haben, der auch nicht gut singen kann und zudem teils dumme Texte singt.
Boah,
1. wie kommst du zu dieser Benennung?
2. welche Texte findest du dumm?

Ich schätze Siebald sehr als großartigen geistlichen Liedermacher!
Nun dieser Mückenkarle hat ein Lied gemacht, wo er sozusagen Gott mit jemandem vergleicht, der Mücken tot schlägt. So ein Text ist doch mehr als absurd.
Ein solches Lied kenne ich nicht, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass es unehrerbietig ist, da Siebald stets Glauben wecken und stärken will, nie das Gegenteil.
Vielleicht weißt Du noch ein paar Details (Textstücke, die das Googeln ermöglichen)?

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Edi
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Beitrag von Edi »

Clemens hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Ok, das passt auch zur Oberflächlichkeit dieser freikichlichen Kreise so wie sie auch den Mückenkarle (Manfred Siebald) haben, der auch nicht gut singen kann und zudem teils dumme Texte singt.
Boah,
1. wie kommst du zu dieser Benennung?
2. welche Texte findest du dumm?

Ich schätze Siebald sehr als großartigen geistlichen Liedermacher!
Nun dieser Mückenkarle hat ein Lied gemacht, wo er sozusagen Gott mit jemandem vergleicht, der Mücken tot schlägt. So ein Text ist doch mehr als absurd.
Ein solches Lied kenne ich nicht, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass es unehrerbietig ist, da Siebald stets Glauben wecken und stärken will, nie das Gegenteil.
Vielleicht weißt Du noch ein paar Details (Textstücke, die das Googeln ermöglichen)?
Lange her, ich weiss nur noch, dass er in seinem Lied Gott mit jemand vergleicht, der Mücken mit einer Mückenklatsche totschlägt.
Zwar kein direkter Vergleich, aber fragt, wie es wäre, wenn Gott so wäre.
Gut, seine Absicht war es sicher nicht unehrbietig zu sein, mir und nicht nur mir ist aber so eine Darstellung trotzem sehr fragwürdig.
In der heutigen Zeit gibt es aber in Liedern noch billigere Worte, dass man meint, nicht recht zu hören. Hier wird einfach Gott auf eine banale Ebene gestellt. Das ist mit der Größe, Liebe, Erhabenheit und Herrlichkeit des Herrn, nicht zu vereinbaren. Die heilige Schrift gebraucht solche Worte über Jesus nicht. Das Ganze erinnert auch an die Volxbibel. Mir ist das zu primitiv und ich will das nicht hören. Gestern musst ich auch ein Lied hören, wo von einem Clou die Rede war, frage mich, was das eigentlich soll? Gut die resteliche Liedern waren gut zum Teil sehr gut, da kann bei bestimmten Liedern direkt von Jesus in eine Anbetung und Bergsiterung hineingenommen werden, jedenfalls geht es mir immer mal so. Beinahe hätte ich daher etwas laut ausgerufen. Ein wunderbares Lied auch melodisch ist z.B. Vive Jesus, el Senior oder
Come and praise Him, royal priesthood
Come and worship, holy nation
Worship Jesus, our Redeemer
He is precious, King of glory.

Bei Google habe ich nur, das gefunden,w as du hier gerade darüber geschrieben hast.

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Clemens
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Beitrag von Clemens »

Das Lied von Jürgen Werth "Vergiss es nie, dass du lebst, war keine eigene Idee .... du bist duhu, das ist der Clouhu ..." ist bei uns sehr beliebt, wenngleich nicht jeder Reim an Schiller und Goethe heranreicht. Das stört die Gemeinde aber selten und deshalb wird es bei fast jeder Taufe von irgendjemandem gesungen.

Aber Prof.(!)Siebald (der übrigens dieser Tage 60 wurde) "Mückenkarle "zu nennen, weil er in einem Lied Gott EBEN NICHT als willkürlichen und am Menschen desinteressierten Mückenpatscher darstellt, finde ich unangemessen despektierlich und bitte dich, das in Zukunft weder in Gedanken, noch in Worten zu wiederholen (vgl. 8.Gebot und Wurzelsünde Hochmut).

Ich finde seine Lieder zum Teil großartig und bedaure, dass die heutige Jugend mit ihm nichts mehr anfangen kann.
Als ich in einer Schulklasse zum Thema Tod einmal sein grandioses Lied "Ich gehe weiter" vorspielte, kuckten die Schüler ziemlich ratlos ob dieser altertümlichen Form zu singen und zu spielen.
Schade!

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Edi
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Beitrag von Edi »

Clemens hat geschrieben:Aber Prof.(!)Siebald (der übrigens dieser Tage 60 wurde) "Mückenkarle "zu nennen, weil er in einem Lied Gott EBEN NICHT als willkürlichen und am Menschen desinteressierten Mückenpatscher darstellt, finde ich unangemessen despektierlich und bitte dich, das in Zukunft weder in Gedanken, noch in Worten zu wiederholen (vgl. 8.Gebot und Wurzelsünde Hochmut).
Ich sehe das nicht so und ein Professorentitel, zumal auch noch auf einem ganz andern Fachgebiet, interessiert hier schon gar nicht. Ich versuche auch so weit wie möglich nicht menschenhörig zu sein.

Du projizierst deine Gedanken in mich, ich denke man kann und darf jemand schon kritisieren, wenn er so einen doch ziemlich fragwürdigen Vergleich zieht. Ich bin hier eben zurecht empfindlich und habe auch schon von Predigten gehört (nicht von Siebald), wo Prediger das Opfer Jesu mit dem Opfer eines Schweines vergleichen. Um das zu erläutern hat ein Pastor den Unterschied zwischen Gabe und Opfer klarstellen wollen und gesagt, eine Gabe sei es, wenn ein Huhn ein Ei lege, aber ein Opfer sei es, wenn ein Schwein geschlachtet werde und einen Schinken gäbe. Damit wollte derjenige erklären, wie das Opfer des Herrn einzuordnen sei. Damals habe ich mich auch gegen so einen Vergleich gewandt, da aber manche Prediger bei vielen sakrosankt sind, haben etliche wegen meiner Kritik an so einem Vergleich mit Unverständnis reagiert. Muss man eigentlich die Liebe Gottes zu uns Menschen immer so banalisieren? Macht das die heilige Schrift auch?

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