Mangel an Priesterberufungen? Ursachen? Folgen?

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Raphaela hat geschrieben:Vielleicht von Teresa von Avila gelernt? - Die hat so ungefähr gesagt, wenn man die Wahl zwischen einem frommen und einen klugen Beichtvater hat, soll man den frommen wählen. :ja:
Ich kenn das von Teresa v.A. aber anders:
"Habe ich die Wahl zwischen einem frommen oder klugen Beichtvater, so wähle ich den klugen."
Zuletzt geändert von Ecce Homo am Dienstag 29. Januar 2008, 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Habe es nur indirekt gefunden, nicht als direktes Zitat, aber der Schreiber dieses Tagespost-Kommentars kennt das auch so...
*klick*
Der Kommentar passt sogar zum Thema:
Denn ohne eine ausreichende Zahl von Priestern kann keine qualifizierte Seelsorge erfolgen. Ich selbst bin Priesteramtskandidat. Es ist für mich schon von entscheidender Bedeutung, ob ich später einmal drei Pfarreien im Pfarrverband habe oder fünf, gar acht! Die Qualität meiner zukünftigen Seelsorge hängt entscheidend auch von der Zahl meiner Mitbrüder ab. Ich freue mich über jeden, der in der heutigen Situation der Kirche in Deutschland den Schritt in ein Priesterseminar wagt und wir so gemeinsam den Weg in der Nachfolge des Herrn gehen. Da ist auch der "Weg zur Heiligkeit" leichter. Einzelkämpfer kommen meist nicht weit. Daher sollten wir nicht nur um gute Priester, sondern um viele gute Priester beten. Gute Priester: Denn es wäre fatal, jeden jungen Mann zu weihen. Unterscheidung tut not. Nicht Frömmigkeit alleine, sondern Klugheit und Liebe zu den Menschen.
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Linus
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Beitrag von Linus »

John Grantham hat geschrieben: Ich bin leider überfordert...wovon sprichst Du jetzt? Meinst Du die Stuttgarter Gemeinde, oder wie?

Cheers,

John
Nein, irgendeine englische Gemeinde, kleines 3000 EW Kaff. Hab den Namen schon mal gepostet und das schon mal hier irgendwo erwähnt.
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Raphaela
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Beitrag von Raphaela »

Ecce Homo hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Vielleicht von Teresa von Avila gelernt? - Die hat so ungefähr gesagt, wenn man die Wahl zwischen einem frommen und einen klugen Beichtvater hat, soll man den frommen wählen. :ja:
Ich kenn das von Teresa v.A. aber anders:
"Habe ich die Wahl zwischen einem frommen oder klugen Beichtvater, so wähle ich den klugen."
Da habe ich mich verschrieben, sonst hätte ich das Zitat von Leguan und John nicht dazugenommen. - habe es natürlich so gemeint, wie du geschrieben hast.
Aber irgendwie bin ich heute schon den ganzen Tag etwas daneben.....

John Grantham
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Beitrag von John Grantham »

Raphaela hat geschrieben:
John Grantham hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ist Frömmigkeit hinderlich?
Mehrere deutsche Diözesen werben mit dem Spruch "Wir brauchen keine frommen Jungs. Wir brauchen Priester." für den Priesterberuf.
O_o

Wer hat sich das ausgedacht?
Vielleicht von Teresa von Avila gelernt? - Die hat so ungefähr gesagt, wenn man die Wahl zwischen einem frommen und einen klugen Beichtvater hat, soll man den frommen wählen. :ja:
Ja, aber Teresas Zitat stellt keinen Gegensatz dar. Der Werbespruch hört sich so an, als ob Priester gar nicht fromm seien. Teresa stellt es anders dar: Frömmigkeit ist weniger gewünscht wie Klugheit, aber es ist nicht so, als ob Frömmigkeit gar nicht gewollt ist.
Raphaela hat geschrieben:Und soviel ich mal gelesen habe, sehen das Priesterseminare in Polen ähnlich, die sehr viel Nachwuchs haben und sehr sieben müssen. - Da schauen sie nicht auf die Frömmigkeit, sondern auf die Intelligenz. Der Grund der dafür ganannt wird: Frömmikeit kann vergehen, die Intelligenz bleibt.
Klar, ich will nicht sagen, daß Frömmigkeit über alles steht. Intelligenz ist sehr wichtig. Was mich stört, ist der scheinbare Versuch, Frömmigkeit als unwichtig darzustellen oder abzubauen.

Cheers,

John
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Chiara
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Beitrag von Chiara »

Petur hat geschrieben:
Chiara hat geschrieben:"

Darum kann ich dein Lachen, Petur, nicht wirklich verstehen.

Warum? Die meisten Priester haetten m.m.N. den geistlichen Dienst UND die Familie-also gleichzeitig-gewaehlt, wenn sie diese Möglichkeit gehabt haetten. Auch ich bin überzeugt, dass der wirklich frei gewaehlte Zölibat sehr wichtig und grossartig ist. Zur priesterlichen Berufung an und für sich gehört er aber nicht. Er ist eine selbstaendige Gabe Gottes. Verwechseln wir die Berufung zum priesterlichen Dienst nicht mit der der Ordensleute. Dadurch wird die Bedeutung der Ordensberufung irgendwie verschwommen.

Dann müsste man ja auch Ordenspriester verbieten. Das ist doch Quatsch! Mal davon abgesehen braucht man nur mal anzuschauen, was alles geweihtes Leben ist (hier nur von Ordensberufung zu sprechen ist eine ziemliche Verkürzung der Realität); jede neue Form beruht auf einer wiederum neuen Verbindung von alten Elementen.
Außerdem hinkt der Vergleich, insofern das geweihte Amt nach unserem katholischen Verständnis untrennbar zur Existenz der Kirche gehört und mit ihr einhergeht, das gottgeweihte Leben dagegen entwickelte sich erst, wenn auch in recht kurzer Zeit. Man sollte also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Wie gesagt - und den Teil hast du wohl überlesen: Die Kirche nutzt einen Teil ihrer Tradition (eben den Zölibat) als Auswahlkriterium. Das ist ihr gutes Recht, und es ist schon bezeichnend, dass die Kritiker des Zölibats sich im nächsten Moment darüber aufregen, dass jeder geweiht werde, der nicht bei drei auf einem Baum ist. Seltsam, dass da der Widerspruch nicht irgendwie auffällt.

Übrigens frage ich mich, auf welchen Erfahrungswerten deine Angaben beruhen. Ich kenne einige Dutzend junger Priester aus eben dieser Phase des Entscheidens und Vorbereitens, davon sind ca. 20 als Freunde zu bezeichnen. Wir haben Tag für Tag miteinander zu tun gehabt und manche theologischen Quisquilien bis in die Fasern ausdiskutiert; und dabei haben sowohl sie als auch ich sich in diesem Stadium der Klärung und Unterscheidung befunden. Es war erstens keiner dabei, der solch eine Tragödie aus dem sogenannten "Pflichtzölibat" gemacht hat. (Und dabei waren die Ausgangssituationen und der letztlich eingeschlagene Weg sehr unterschiedlich, d.h. vom 120%-PAK, der vor dem Eintritt ins Seminar nach fünf Jahren Üerbzeugtsein doch noch abgebrochen hat bis zum "Laientheologen", der in die Priesterberufung sozusagen hineingewachsen ist, war alles dabei) Zweitens war das Thema Ehelosigkeit sehr offen, aber nicht wirklich häufig und vor allem nie unter diesem Blickwinkel der untragbaren Bürde diskutiert worden. Drittens sind sie alle bisher (d.h. bis zu sechs Jahre nach der Priesterweihe) zufrieden mit ihrer Situation.
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Chiara
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Beitrag von Chiara »

John Grantham hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:
Chiara hat geschrieben:Darum kann ich dein Lachen, Petur, nicht wirklich verstehen.
Warum? Die meisten Priester haetten m.m.N. den geistlichen Dienst UND die Familie-also gleichzeitig-gewaehlt, wenn sie diese Möglichkeit gehabt haetten. Auch ich bin überzeugt, dass der wirklich frei gewaehlte Zölibat sehr wichtig und grossartig ist. Zur priesterlichen Berufung an und für sich gehört er aber nicht. Er ist eine selbstaendige Gabe Gottes. Verwechseln wir die Berufung zum priesterlichen Dienst nicht mit der der Ordensleute. Dadurch wird die Bedeutung der Ordensberufung irgendwie verschwommen.
Zudem stellt das auch die Berufung nicht zölibatär lebenden Priester in Frage (geschweige von Protestanten) -- z.B. orthodoxe, anglikanische oder alt-katholische (oder auch die der Priester, die nach Ehe und Weihe römisch-katholisch wurden).

Cheers,

John
Ganz und gar nicht. Das klingt ungefähr so, als würde die Existenz von Verwitweten, die aus Liebe zu ihrem ersten Partner nicht wieder heiraten, die wiederverheirateten Verwitweten herabsetzen.

Diese Personen im römisch-katholischen Bereich sind Ausnahmen, die beweisen, dass Zölibat und Weihesakrament nicht unabdingbar miteinander verbunden sein müssen, und die Motive derer werden noch genauer geprüft. Einen solchen Fall gab es unter den Paderborner Neupriestern 2007. Aber eine ausnahme ist eben eine Ausnahme. Im Prinzip gilt das auf eine andere Weise z.B. für die Byzantiner, es ist eine (im Gros der katholischen Kirche) zahlenmäßige Ausnahme von der Regel, die durch eine andere Tradition und die Entwicklung der Kirchengeschichte (Schisma, Auseinanderentwicklung, Union) begründet wird. Mal davon abgesehen - und dies wiederum aus eigener Anschauung und bestätigt durch Prof. Kunzler, der in der Ausbildung der byzantinischen Priester in Eichstätt eingesetzt ist und manche Dreifacheinladung schon bekommen hat (1. Woche: Hochzeit; 2. Woche: Diakonenweihe; 3. Woche: Priesterweihe) - ist bei eben diesen Priestern und ihren Frauen die Prioritätensetzung hinsichtlich geistlichem Amt und ihrer Ehe eine ganz andere als die übliche, und ich behaupte wiederum unter Berufung auf Kunzler: Die durchschnittliche junge Deutsche wäre nicht bereit, in derselben Hinsicht ihre Ehe zu leben.
Und was die verschiedenen Konfessionen angeht: Selbst bei den Orthodoxen ist der "Pflicht"zölibat zumindest der Bischöfe immer Teil der Tradition gewesen. Wenn Anglikaner/Protestanten nach 1500 Jahren und Altkatholiken nach 1800 Jahren eigene Wege gehen, kann das jeder beurteilen, wie er will.
Ich halte mich lieber an meine Konfession und halte den anderen keine Predigten. Aber wenn schon, dann wüßte ich gern, ob die Altkatholiken oder die Anglikaner oder die Orthodoxen ohne den bösen Zölibat eine lebendigere und im Glauben eifrigere Kirche sind als die katholische. Ich sehe da wenig Zusammenhang. Und wenn ein Priesterkandidat schon als solcher meint, dass seine Meinung ja mindestens genausoviel wiegt wie die der Kirche, der er dienen will, insgesamt, frage ich mich, wie er es halten wird mit irgendeinem Teil des Depositum Fidei, der ihm nicht passt.
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Chiara
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Beitrag von Chiara »

Ecce Homo hat geschrieben:Es muss sich langsam zeigen, worum es eigentlich geht. Und die Leute müssen sich endlich entscheiden, was sie wirklich wollen - :/
[Punkt]

Noch was zu der Frömmigkeit: In der 2. Lesung der Lesehore jetzt zum Gedenktag des hl. Franz von Sales hat er genauer geschrieben, was er für eine gesunde Frömmigkeit hält. Ich habe jetzt nicht die Zeit zum Abtippen, aber sinngemäß sagte er:
1. Gute Frömmigkeit macht jede Lebensform, Berufung und Beruf angenehm für die Mitmenschen, sie vollendet den Gläubigen, wo auch immer er im Leben steht.
2. Deswegen ist Frömmigkeit je nachdem anders zu verstehen, welche Berufung der Fromme hat. Eine verheiratete Frau, schreibt er, darf nicht den ganzen Tag in der Kirche verbringen, ein Mönch darf sich nicht in Weltgeschäften aufreiben, wie es ein Bischof tun muss (NB. Der heilige Franz hatte die Aufgaben seines Amtes als Fürstbischof vor Augen, der außerdem z.B. am Hofe präsent zu sein hatte - heute würde er vielleicht anders formulieren.)
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John Grantham
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Beitrag von John Grantham »

Chiara hat geschrieben:
John Grantham hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:
Chiara hat geschrieben:Darum kann ich dein Lachen, Petur, nicht wirklich verstehen.
Warum? Die meisten Priester haetten m.m.N. den geistlichen Dienst UND die Familie-also gleichzeitig-gewaehlt, wenn sie diese Möglichkeit gehabt haetten. Auch ich bin überzeugt, dass der wirklich frei gewaehlte Zölibat sehr wichtig und grossartig ist. Zur priesterlichen Berufung an und für sich gehört er aber nicht. Er ist eine selbstaendige Gabe Gottes. Verwechseln wir die Berufung zum priesterlichen Dienst nicht mit der der Ordensleute. Dadurch wird die Bedeutung der Ordensberufung irgendwie verschwommen.
Zudem stellt das auch die Berufung nicht zölibatär lebenden Priester in Frage (geschweige von Protestanten) -- z.B. orthodoxe, anglikanische oder alt-katholische (oder auch die der Priester, die nach Ehe und Weihe römisch-katholisch wurden).
Ganz und gar nicht. Das klingt ungefähr so, als würde die Existenz von Verwitweten, die aus Liebe zu ihrem ersten Partner nicht wieder heiraten, die wiederverheirateten Verwitweten herabsetzen.
Oder wie Fische auf dem Mond keineswegs den Geschmack von Sahne beeiflußen. (Oder mit anderen Worten, Tipp: Dein Vergleich hinkt. :P)
Chiara hat geschrieben:Diese Personen im römisch-katholischen Bereich sind Ausnahmen, die beweisen, dass Zölibat und Weihesakrament nicht unabdingbar miteinander verbunden sein müssen[...]
Jepp. Es gibt keinerlei Verbindung, im Gegensatz zu früheren Behauptungen.
Chiara hat geschrieben:Im Prinzip gilt das auf eine andere Weise z.B. für die Byzantiner, es ist eine (im Gros der katholischen Kirche) zahlenmäßige Ausnahme von der Regel, die durch eine andere Tradition und die Entwicklung der Kirchengeschichte (Schisma, Auseinanderentwicklung, Union) begründet wird.
Erstens finde ich es sehr witzig, wie Du versuchst, diese "Ausnahmen" durch vermeintliche Zahlen herunterzuspielen. Die Zahlenverhältnisse sind völlig irrelevant bei der Frage, ob es eine Zölibatspflicht geben soll oder nicht bzw. ob der Zölibat für Kleriker so wertvoll ist, daß er grundsätzlich zum Priester sein gehört (was nicht mal Rom behauptet, sonst wäre es auch für die Unierten vorgeschrieben).

Zweitens ist Dein Versuch, die fehlende Zölibatspflicht für Diakone und Priester bei den Orthodoxen und Unierten einerseits durch deren vermeintlich fehlende Weiterentwicklung abzutun -- und fast im gleichen Atemzug stellst Anglikaner und Alt-Katholiken an den Pranger, weil sie -- wait for it -- weiterentwickelt sind. Das ist enorm inkonsequent.

Entweder sind gültig geweihte Priester (ob zölibatär oder nicht) gleichwertig, oder nicht.
Chiara hat geschrieben:Aber wenn schon, dann wüßte ich gern, ob die Altkatholiken oder die Anglikaner oder die Orthodoxen ohne den bösen Zölibat
Ich habe nirgendwo den Zölibat mit "böse" tituliert. Im Gegenteil, ich habe woanders Vorschläge gemacht, wo Rom einerseits den Zölibat bei Pfarrern aufrecht erhalten könnte, dafür den seelsorgerischen Bestand erweitern könnte.

Der anglikanische Bischof in Europa +Geoffrey Rowell lebt selbst zölibatär, also Dein Vorwurf, ich oder Anglikaner allgemein hätten etwas gegen den Zölibat an sich, ist absurd und sogar recht beleidigend.

Genau wie es beleidigend ist für diejenigen Priester, die nicht zölibatär leben, wenn einer wieder mal mit der Überlegenheit der Zölibatspflicht ankommt. (Worum es mir übrigens eigentlich ging.)

Cheers,

John
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overkott
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Beitrag von overkott »

Chiara hat geschrieben:Übrigens frage ich mich, auf welchen Erfahrungswerten deine Angaben beruhen. Ich kenne einige Dutzend junger Priester aus eben dieser Phase des Entscheidens und Vorbereitens, davon sind ca. 20 als Freunde zu bezeichnen. Wir haben Tag für Tag miteinander zu tun gehabt und manche theologischen Quisquilien bis in die Fasern ausdiskutiert; und dabei haben sowohl sie als auch ich sich in diesem Stadium der Klärung und Unterscheidung befunden. Es war erstens keiner dabei, der solch eine Tragödie aus dem sogenannten "Pflichtzölibat" gemacht hat. (Und dabei waren die Ausgangssituationen und der letztlich eingeschlagene Weg sehr unterschiedlich, d.h. vom 120%-PAK, der vor dem Eintritt ins Seminar nach fünf Jahren Üerbzeugtsein doch noch abgebrochen hat bis zum "Laientheologen", der in die Priesterberufung sozusagen hineingewachsen ist, war alles dabei) Zweitens war das Thema Ehelosigkeit sehr offen, aber nicht wirklich häufig und vor allem nie unter diesem Blickwinkel der untragbaren Bürde diskutiert worden. Drittens sind sie alle bisher (d.h. bis zu sechs Jahre nach der Priesterweihe) zufrieden mit ihrer Situation.
Ich finde diese Betrachtung persöhnlich sehr hilfreich.

Raphaela
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Beitrag von Raphaela »

Chiara hat geschrieben:
Wie gesagt - und den Teil hast du wohl überlesen: Die Kirche nutzt einen Teil ihrer Tradition (eben den Zölibat) als Auswahlkriterium. Das ist ihr gutes Recht, und es ist schon bezeichnend, dass die Kritiker des Zölibats sich im nächsten Moment darüber aufregen, dass jeder geweiht werde, der nicht bei drei auf einem Baum ist. Seltsam, dass da der Widerspruch nicht irgendwie auffällt.

Übrigens frage ich mich, auf welchen Erfahrungswerten deine Angaben beruhen. Ich kenne einige Dutzend junger Priester aus eben dieser Phase des Entscheidens und Vorbereitens, davon sind ca. 20 als Freunde zu bezeichnen. Wir haben Tag für Tag miteinander zu tun gehabt und manche theologischen Quisquilien bis in die Fasern ausdiskutiert; und dabei haben sowohl sie als auch ich sich in diesem Stadium der Klärung und Unterscheidung befunden. Es war erstens keiner dabei, der solch eine Tragödie aus dem sogenannten "Pflichtzölibat" gemacht hat. (Und dabei waren die Ausgangssituationen und der letztlich eingeschlagene Weg sehr unterschiedlich, d.h. vom 120%-PAK, der vor dem Eintritt ins Seminar nach fünf Jahren Üerbzeugtsein doch noch abgebrochen hat bis zum "Laientheologen", der in die Priesterberufung sozusagen hineingewachsen ist, war alles dabei) Zweitens war das Thema Ehelosigkeit sehr offen, aber nicht wirklich häufig und vor allem nie unter diesem Blickwinkel der untragbaren Bürde diskutiert worden. Drittens sind sie alle bisher (d.h. bis zu sechs Jahre nach der Priesterweihe) zufrieden mit ihrer Situation.
Erinnert mich an einen Priester, der mal gesagt hat: Manche Menschen, die heiraten, kennen sich höchstens ein Jahr und und heiraten dann mit der Einstellung, es hält ein Leben lang.
Als Priester habe ich mich aber die ganze Studienzeit auf den Zölibat vorbereitet, also mindestens fünf Jahre. - Da muss ich doch wissen, was ich will und auf was ich mich einlasse

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Petur
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Beitrag von Petur »

Chiara hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:
Chiara hat geschrieben:"

Darum kann ich dein Lachen, Petur, nicht wirklich verstehen.

Warum? Die meisten Priester haetten m.m.N. den geistlichen Dienst UND die Familie-also gleichzeitig-gewaehlt, wenn sie diese Möglichkeit gehabt haetten. Auch ich bin überzeugt, dass der wirklich frei gewaehlte Zölibat sehr wichtig und grossartig ist. Zur priesterlichen Berufung an und für sich gehört er aber nicht. Er ist eine selbstaendige Gabe Gottes. Verwechseln wir die Berufung zum priesterlichen Dienst nicht mit der der Ordensleute. Dadurch wird die Bedeutung der Ordensberufung irgendwie verschwommen.

Dann müsste man ja auch Ordenspriester verbieten. Das ist doch Quatsch! Mal davon abgesehen braucht man nur mal anzuschauen, was alles geweihtes Leben ist (hier nur von Ordensberufung zu sprechen ist eine ziemliche Verkürzung der Realität); jede neue Form beruht auf einer wiederum neuen Verbindung von alten Elementen.
Außerdem hinkt der Vergleich, insofern das geweihte Amt nach unserem katholischen Verständnis untrennbar zur Existenz der Kirche gehört und mit ihr einhergeht, das gottgeweihte Leben dagegen entwickelte sich erst, wenn auch in recht kurzer Zeit. Man sollte also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Wie gesagt - und den Teil hast du wohl überlesen: Die Kirche nutzt einen Teil ihrer Tradition (eben den Zölibat) als Auswahlkriterium. Das ist ihr gutes Recht, und es ist schon bezeichnend, dass die Kritiker des Zölibats sich im nächsten Moment darüber aufregen, dass jeder geweiht werde, der nicht bei drei auf einem Baum ist. Seltsam, dass da der Widerspruch nicht irgendwie auffällt.

Übrigens frage ich mich, auf welchen Erfahrungswerten deine Angaben beruhen. Ich kenne einige Dutzend junger Priester aus eben dieser Phase des Entscheidens und Vorbereitens, davon sind ca. 20 als Freunde zu bezeichnen. Wir haben Tag für Tag miteinander zu tun gehabt und manche theologischen Quisquilien bis in die Fasern ausdiskutiert; und dabei haben sowohl sie als auch ich sich in diesem Stadium der Klärung und Unterscheidung befunden. Es war erstens keiner dabei, der solch eine Tragödie aus dem sogenannten "Pflichtzölibat" gemacht hat. (Und dabei waren die Ausgangssituationen und der letztlich eingeschlagene Weg sehr unterschiedlich, d.h. vom 120%-PAK, der vor dem Eintritt ins Seminar nach fünf Jahren Üerbzeugtsein doch noch abgebrochen hat bis zum "Laientheologen", der in die Priesterberufung sozusagen hineingewachsen ist, war alles dabei) Zweitens war das Thema Ehelosigkeit sehr offen, aber nicht wirklich häufig und vor allem nie unter diesem Blickwinkel der untragbaren Bürde diskutiert worden. Drittens sind sie alle bisher (d.h. bis zu sechs Jahre nach der Priesterweihe) zufrieden mit ihrer Situation.
Hallo!

Nicht ich, sondern Du hast hier etwas überlesen. Dein Beitrag hat mit dem meinigen nicht viel zu tun. Ich habe den Zölibat selbst gar nicht kritisiert, nur den Pflichtzölibat. Den ganz frei gewaehlten- wo auch die Alternative der Ehe gegeben war-halte ich für sehr wichtig. Ich sehe immer gern, wenn Geistliche ausserhalb des lateinischen Zweigs der r.k. Kirche zölibataer leben.
Was Du über die Ordenspriester geschrieben hast / "Da müsste man ja auch Ordenspriester verbieten"/, ist gar nicht logisch. DAS ist Quatsch!
Meine Erfahrungen mit den Priestern, die ich kenne, sind ganz anders als die Deinigen. Psychische Probleme wegen der sexuellen Enthaltsamkeit, heimliche oder halboffene Beziehungen... Natürlich gibt es auch solche, für die der Zölibat nicht so problematisch oder ausgesprochen positiv ist. Die Frage ist: Wie viele Priester haetten den Zölibat gewaehlt, wenn er keine Pflicht waere? Das bezieht sich auch auf Deine Freunde. Warum gibt es so viele Priester ohne Amt? War jeder von ihnen unwürdig?
Was willst Du mit Deinen Saetzen über den g.k. Klerus sagen? Dass diesen Geistlichen der priesterliche Dienst wichtiger ist als die Familie? Das ist so in Ordnung, nicht wahr?

Alles Gute!

Petur

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Peregrin
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Beitrag von Peregrin »

Petur hat geschrieben:Ich habe den Zölibat selbst gar nicht kritisiert, nur den Pflichtzölibat.
Wo wird wer gezwungen, Priester zu werden?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Petur
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Beitrag von Petur »

Peregrin hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:Ich habe den Zölibat selbst gar nicht kritisiert, nur den Pflichtzölibat.
Wo wird wer gezwungen, Priester zu werden?
Wo haben Maenner mit "doppelter" Berufung ( priesterliche und vaeterliche) keine Möglichkeit, als Priester zu dienen?

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. »

"keine" oder "eine"?

Was soll das sein eine "doppelte Berufung"? Entweder jemand bekommt die Gnade einer geistlichen Berufung oder er fühlt sich eben nicht zum Priester berufen. Als verheirateter Familienvater kann er ja auch Diakon werden, wenn er sich zu einem kirchlichen Dienst berufen fühlt.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Petur
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Beitrag von Petur »

Raimund Josef H. hat geschrieben:"keine" oder "eine"?

Was soll das sein eine "doppelte Berufung"? Entweder jemand bekommt die Gnade einer geistlichen Berufung oder er fühlt sich eben nicht zum Priester berufen.
Das ist aber nicht wahr. Würdest Du das auch einem verheirateten griechisch-katholischen Priester sagen? Erzrömische Traumwelt!

maliems
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Beitrag von maliems »

Was ist dabei, wenn wir, die wir im Herzen Europas zur Westkirche gehören, die Sakramentendiszplin dieser Westkirche diskutieren?

Berufung zum Priester ist etwas, was in Bezug auf "meine" Kirche stattfindet. Wir sind in eine konkrete Kirche hineingeboren. Die Kirche ist bischöflich verfasst und die Bischöfe sind (u.a.) wörtlich Aufseher über die Disziplin.

Auch wenn die Disziplin kein Dogma ist, unterliegt sie der kirchlichen Gewalt, die vom Herrn gewollt ist, und ist deshalb zu befolgen. Für die Westkirche ist es ein Merkmal der objektiv gegebenen Berufung, wenn ein Mann, der sich im Inneren berufen fühlt, um des Himmelreiches willen auf die Ehe zu verzichten bereit ist. Die Kirche kann, so schreibt Benedikt XIV. Prosper Lambertini die alte Regel, nicht in die Herzen schauen, das kann nur Gott. Da sie nicht in die Herzen schauen kann, muss sie sich an äußeren Zeichen orientieren. Die Kirche entscheidet hier nach Klugheit. Ob eine Deckungsgleichheit zwischen eigenem Gefühl von Berufung und göttlichem Willen vorliegt, kann die Kirche weder mit noch ohne Zölibat wissen. (Das weiß der Kandidat aber ja auch selbst gar nicht.

Nehmen wir es hin, dass dies nicht die Disziplin der Ostkirche ist. m.W. bedarf es einer zeitgemäßen pastoralgeschichtlichen Untersuchung, welche Auswirkung Ehe bzgl. Ehelosigkeit des Ortsklerus in den letzten 500 Jahren in Ost und West hatte.

Bsp. hat es der verheiratete Klerus Rußlands nicht geschafft, den Osten zu missionieren.

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Linus
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Beitrag von Linus »

Petur hat geschrieben:Wo haben Maenner mit "doppelter" Berufung ( priesterliche und vaeterliche) keine Möglichkeit, als Priester zu dienen?
Ein Priester der kein Vater ist, ist ein schlechter Priester.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Raphaela
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Beitrag von Raphaela »

Linus hat geschrieben: Ein Priester der kein Vater ist, ist ein schlechter Priester.
Das erinnert mich daran, dass auch gesagt wird, dass von jeder Ordensfrau etwas Mütterliches ausgehen soll......

Peter47
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Beitrag von Peter47 »

Hier findet man weitere ernste Argumente zum Thema.
Es gibt heute in Deutschland mehr Leute, die sich an keine Religion binden, als Katholiken oder Protestanten.
Ich will nicht behaupten, dass die Führungen der Kirchen dafür in irgend einer Weise verantwortlich sind!

Raphaela
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Beitrag von Raphaela »

Peter47 hat geschrieben:Hier findet man weitere ernste Argumente zum Thema.
Es gibt heute in Deutschland mehr Leute, die sich an keine Religion binden, als Katholiken oder Protestanten.
Ich will nicht behaupten, dass die Führungen der Kirchen dafür in irgend einer Weise verantwortlich sind!
Der einzige "Denkfehler" in dieser Statistik liegt darin, dass mit Deutschland hier zunächst die frühere Bundesrepuplik ohne die DDR gemeint war, und jetzt die neuen Bundesländer dazukommen.
Wir bräuchten also zusätzlich eine Statistik der DDR

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overkott
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Beitrag von overkott »

Nicht einmal den Atheisten wollen sich die Indifferenten anschließen: Nach dem KPD-Verbot 1956 noch als „Auffangbecken" fungierend, schrumpfte der Freidenkerverband nach Gründung der DKP 1968 auf etwa ein Zehntel zusammen: von 650.000 Mitgliedern 1932 auf etwa 3000 heute.

ieromonach
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Beitrag von ieromonach »

maliems hat geschrieben:Bsp. hat es der verheiratete Klerus Rußlands nicht geschafft, den Osten zu missionieren.
Das ist natürlich Unsinn. Russische Priester (Mönche und Verheiratete) haben Sibirien, Alaska und viele Teile Chinas und Japans christianisiert. Priesterliche Wirkung ist nicht abhängig vom Zölibat oder der Ehe.

maliems
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Beitrag von maliems »

hallo hieromach,

deine 2 zeilen lese ich mit interesse. gibt´s darüber literatur? würde mich interessieren.

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Sieh hier:
http://www.kath.ch/pdf/kipa_20081008143431.pdf.
Typisch. Ehrlich. :roll:
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
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maliems
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Beitrag von maliems »

:hmm: ich habe eigentlich was anderes erwartet: lit. über die frage, wer sibierien usw missioniert hat.

sibirien ist ja soweit ich sehe seit dem 16. jh. russisch. nach meinem eindruck sind die indigenen völker aber nicht wirklich christianisiert. wohl gibt es natürlich orth. klöster und die europäischen russen, die heute eine mehrheit ausmachen, sind auch christlich.

Raphaela
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Beitrag von Raphaela »

Ecce Homo hat geschrieben:Sieh hier:
http://www.kath.ch/pdf/kipa_20081008143431.pdf.
Typisch. Ehrlich. :roll:
Na ja, auch wenn er katholisch ist: Warum hatte er wohl eine Professur in einem evanglischen Fachbereich? :mrgreen:

obsculta
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Beitrag von obsculta »

Raphaela hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:Sieh hier:
http://www.kath.ch/pdf/kipa_20081008143431.pdf.
Typisch. Ehrlich. :roll:
Na ja, auch wenn er katholisch ist: Warum hatte er wohl eine Professur in einem evanglischen Fachbereich? :mrgreen:
Keine Ahnung.Magst Du uns den Grund nennen?

Obsculata

Raphaela
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Beitrag von Raphaela »

obsculta hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:Sieh hier:
http://www.kath.ch/pdf/kipa_20081008143431.pdf.
Typisch. Ehrlich. :roll:
Na ja, auch wenn er katholisch ist: Warum hatte er wohl eine Professur in einem evanglischen Fachbereich? :mrgreen:
Keine Ahnung.Magst Du uns den Grund nennen?

Obsculata
Ich habe extra ein Smily daneben gesetzt, damit du weißt, wie ernst ich das meine....
Ist für dich die Frage damit beantwortet?

obsculta
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Beitrag von obsculta »

Nein.Mit oder ohne smiley.

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tantum ergo
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Beitrag von tantum ergo »

Ecce Homo hat geschrieben:Sieh hier:
http://www.kath.ch/pdf/kipa_20081008143431.pdf.
Typisch. Ehrlich. :roll:
Ehrlich mag es ja sein, aber ich frage mich, ob ich vielleicht was falsch verstanden habe: Priester kann werden, wer zum zölibatären Leben berufen ist, richtig? Dann stellt sich doch gar nicht die Frage, ob jemand Priester werden sollte, der diesen Ruf nicht für sich erkennt (oder es bleiben kann, wenn der diese Berufung aus welchen Gründen auch immer nicht mehr spürt). Ist ja nicht so, als ob es nicht auch ausreichend andere Tätigkeiten in der Kirche gäbe, die eine solche Berufung nicht fordern?!

Aber wenn wir schon dabei sind: vielleicht findet sich auf dem Arbeitsmarkt auch der eine oder andere Nicht-Katholische oder Nicht-Christ, der sich bereit erklären würde, die Sakramente zu spenden ... dann hätten wir mit einem Schlag noch viel mehr Priester zur Verfügung. Gut, es wären keine Priester der katholischen Kirche mehr, aber irgendwas ist ja immer :roll:

Gottes Segen,
tantum ergo
(der für diesen Ausbruch, geschuldet dem Unverständnis gegenüber der immer wiederkehrenden Diskussion geschuldet, auch direkt um Verzeihung bittet)
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

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overkott
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Beitrag von overkott »

tantum ergo hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:Sieh hier:
http://www.kath.ch/pdf/kipa_20081008143431.pdf.
Typisch. Ehrlich. :roll:
Ehrlich mag es ja sein, aber ich frage mich, ob ich vielleicht was falsch verstanden habe: Priester kann werden, wer zum zölibatären Leben berufen ist, richtig? Dann stellt sich doch gar nicht die Frage, ob jemand Priester werden sollte, der diesen Ruf nicht für sich erkennt (oder es bleiben kann, wenn der diese Berufung aus welchen Gründen auch immer nicht mehr spürt). Ist ja nicht so, als ob es nicht auch ausreichend andere Tätigkeiten in der Kirche gäbe, die eine solche Berufung nicht fordern?!

Aber wenn wir schon dabei sind: vielleicht findet sich auf dem Arbeitsmarkt auch der eine oder andere Nicht-Katholische oder Nicht-Christ, der sich bereit erklären würde, die Sakramente zu spenden ... dann hätten wir mit einem Schlag noch viel mehr Priester zur Verfügung. Gut, es wären keine Priester der katholischen Kirche mehr, aber irgendwas ist ja immer :roll:

Gottes Segen,
tantum ergo
(der für diesen Ausbruch, geschuldet dem Unverständnis gegenüber der immer wiederkehrenden Diskussion geschuldet, auch direkt um Verzeihung bittet)
Ich kann auch keinem das Zölibat empfehlen, der nicht dazu berufen ist.

Aber wer das spürt, der kann das auch halten.

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