Welches ist euer Lieblings-Kirchenlied ?

Von Orgelpfeifen, Zimbelspielern und Kantoren.
Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 24. Oktober 2007, 09:35

Eines meiner Lieblings-Kirchenlieder (GL-Regionalteil):

"Herr, ich bin dein Eigentum, dein ist ja mein Leben"
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Linus
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Beitrag von Linus » Mittwoch 24. Oktober 2007, 15:40

Raimund Josef H. hat geschrieben:Eines meiner Lieblings-Kirchenlieder (GL-Regionalteil):

"Herr, ich bin dein Eigentum, dein ist ja mein Leben"
Freu mich schon auf den Friedhofsumgang!
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

alf
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Beitrag von alf » Mittwoch 24. Oktober 2007, 17:55

Mein Favorit:

GL. Nr. 892 im Bamberger Eigenteil: "O himmlische Frau Königin"

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 24. Oktober 2007, 20:15

Linus hat geschrieben: Freu mich schon auf den Friedhofsumgang!
Oh ja, so ein Friedhofgang um Allerseelen kann wirklich sehr schön sein.

Si iniquitates observaveris domine: Domine, quis sustinebit?

Wenn Du unsrer Sünden wolltest immer gedenken, Herr: Herr wer könnte da bestehen?

V. In ewigem Andenken werden die Gerechten sein.
A. Vor übler Nachrede haben sie sich nicht zu fürchten
V. Vor der Pforte der Hölle
A. Bewahre, o Herr, ihre Seelen!
V. Herr, gib ihnen die ewige Ruhe!
A. Und das ewige Licht leuchte ihnen!
V. Herr, erhöre mein Gebet!
A. Und laß mein Rufen zu dir kommen!
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 24. Oktober 2007, 20:19

alf hat geschrieben:Mein Favorit:

GL. Nr. 892 im Bamberger Eigenteil: "O himmlische Frau Königin"
Ja, das wird sehr, sehr gerne gesungen!
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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incarnata
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Beitrag von incarnata » Donnerstag 25. Oktober 2007, 21:52

zu taddeo: neue deutsche Lieder in der Hl. Messe finde ich auch meistens
ziemlich grauslich aus den von Dir genannten Gründen-aber ich habe schon von
Gebetskreisen oder Jugendlichen aus der Schönstatt Bewegung oder Jugend 2000 mit sehr innigen und tiefen neuen Liedern "gestaltete" eucharistische
Anbetungsstunden erlebt,die sehr zu Herzen gingen.Auch vieles,was die Adelheid
Nicklaser im radio horeb singt gefällt mir.Komischerweise werden diese Lieder,
die von Gitarre, Flöte oder Geige begleitet sein können in den üblichen
Gemeinde-oder Jugendgottesdiensten nie gespielt;da gibt`s dann meist in der
Tat nur diesen platten oder allzu lauten Sakro-pop.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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FelicitasPerpetua
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Beitrag von FelicitasPerpetua » Freitag 26. Oktober 2007, 08:45

1) Exsultet
Allerheiligen-Litanei
Panis angelicus
Hymnos akathystos

2) Mother dearest, gesungen von Robert Kochis
Die alten Taizé-Lieder
Dans le coeur de l'église ma mère

Natbar
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Beitrag von Natbar » Freitag 26. Oktober 2007, 09:42

Etwas altmodisch, aber hilft jedes mal, wenn ich endlich schaffe mein Stolz zu überwinden :) von Thomas v. Aquin

Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir.
Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.
Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin,
weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.

Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir,
doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir.
Was Gott Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an;
er ist selbst die Wahrheit, die nicht trügen kann.

Einst am Kreuz verhüllte sich der Gottheit Glanz,
hier ist auch verborgen deine Menschheit ganz.
Beide sieht mein Glaube in dem Brote hier;
wie der Schächer ruf ich, Herr, um Gnad zu dir.

Kann ich nicht wie Thomas schaun die Wunden rot,
bet ich dennoch gläubig: "Du mein Herr und Gott!"
Tief und tiefer werde dieser Glaube mein,
fester laß die Hoffnung, treu die Liebe sein.

Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod!
Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot.
Werde gnädig Nahrung meinem Geiste du,
daß er deine Wonnen koste immerzu.

Gleich dem Pelikane starbst du, Jesu mein;
wasch in deinem Blute mich von Sünden rein.
Schon ein kleiner Tropfen sühnet alle Schuld,
bringt der ganzen Erde Gottes Heil und Huld.

Jesus, den verborgen jetzt mein Auge sieht,
stille mein Verlangen, das mich heiß durchglüht:
laß die Schleier fallen einst in deinem Licht,
daß ich selig schaue, Herr, dein Angesicht.


oder von Angelus Sileius / Johann Scheffler

Ich will dich liebn, meine Störke,
ich will ich lieben, meine Zier,
ich will dich liebn mit dem Werke
und immer wähende Begier, ich will dich lieben,
schönstes Licht, bis mir das Herze bricht.

Ich will dich lieben, o mein Leben,
als meinen allerbesten freund,
ich will dich lieben und erheben,
solange mich dein Glanz bescheint;
ich will ich lieben,
Gottes Lamm, as starb am Kreuzesstamm.

Ach, aß ich dich so spät erkannte,
du hochgelobte Schönheit du,
daß ich nicht eher mein ich nanne,
du höchstes Gut,k du wahre Ruh;
es it mir lei, ich bin betrübt,
aß ich so spt geliebt.

Ich lief verirrt un war verblent,
ich suchte ich un fan dich nicht,
ich hatte mich von dir gewendet
und liebte as geschaffne licht.
Nun aber ist´s durch dich geschehen,
aß ich dich hab ersehn.

Ich anke ir, u wahre Sonne,
daß mir ein Glanz hat Licht gebracht;
ich danke dir, du Himmlsonne,
daß du mich froh und frei gemachst;
ich anke dir, du güldner Mund,
aß u mich machst gesund.

Erhalte mich auf deinen Stegen
un laß mich nicht mehr irregehen;
laß minen Fuß auf deinen Wegen
nicht straucheln oder stillesstehen;
erleuchtet mir Leib und Seele ganz,
u starker Himmlsglanz.

Ich will dich lieben, meine Krone,
ich will ich lieben,
meinen Gott, ich will ich lieben sonder Lohne
auch in er allrgrö0ten Not;
ich will ich lieben, schönstes Licht,
bis mir das Herz bricht.

(Schreibfehler bitte ich zu entschuldigen)

und neu geistliche Lieder wechselt mal immer momentan:

Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen,
und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Frieden werde unter uns.
Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken,
und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde…..
Wo Menschen sich verbünden, den HAß überwinden,
und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde…

und Linus ich will gar nicht hören, wie kitschig das letzte ist, oder ob ich nach den anderen Liedern an Geschmacksverirrung leide gg
Fallen ist menschlich, liegen bleiben teuflisch, aufstehen göttlich.

Gottheit tief verborgen, betend nach ich Dir, weil unter diesem Zeichen bist Du wahrhaft hier.....

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Beitrag von Raphaela » Freitag 26. Oktober 2007, 13:13

@Natbar
Ich finde "Gottheit tief verborgen"überhaupt nicht altmodisch! Es ist ein sehr tief gehender Text. Ich singe dieses Lied auch gerne

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incarnata
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Beitrag von incarnata » Freitag 26. Oktober 2007, 15:25

Ich auch-wenn`s mal gesungen wird !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

Natbar
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Re

Beitrag von Natbar » Freitag 26. Oktober 2007, 17:33

damit stehe ich dann nicht alleine da - stimmt es wird leider kaum gesungen - naja vielleicht könnt ihr es such zu irgendeiner Gottesdienstfeier wünschen.
Fallen ist menschlich, liegen bleiben teuflisch, aufstehen göttlich.

Gottheit tief verborgen, betend nach ich Dir, weil unter diesem Zeichen bist Du wahrhaft hier.....

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Re: Re

Beitrag von Raphaela » Freitag 26. Oktober 2007, 19:36

Natbar hat geschrieben:damit stehe ich dann nicht alleine da - stimmt es wird leider kaum gesungen - naja vielleicht könnt ihr es such zu irgendeiner Gottesdienstfeier wünschen.
Bei uns ist jede Woche in einer der Gemeinden des Pfarrverbundes eucharistische Anbetung - zu Beginn wird immer "Gottheit tief verborgen" gesungen
Und es sind nicht vor allem alte Leute da, sondern jedes Alter, viele jüngere!

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Linus
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Beitrag von Linus » Freitag 26. Oktober 2007, 21:03

incarnata hat geschrieben:Ich auch-wenn`s mal gesungen wird !
so selten?

Bete/Sing es relativ häufig, beim Gang zur Kommunion. Und sonst auch mal.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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sca81
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Beitrag von sca81 » Dienstag 30. Oktober 2007, 22:55

Meins ist das "großer Gott, wir loben dich" - aber *nur* wenn es nach dieser Melodie gesungen wird!

Letztens in der Messe wurde es nach so einer blöden schunkel-schunkel-Bierzelt-Melodie gesungen, die jeglicher Feierlichkeit entbehrte! :cry: :nein:

Wäre ich etwas stimmgewaltiger, hätte ich in der "richtigen" Melodie laut drübergesungen - aber da ich leider keine große Sängerin bin, hab ich es gelassen und habe stattdessen grantig die Kirche verlassen....

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Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 31. Oktober 2007, 07:40

Das mit Bierzelt-Schunkel-Weise kenne ich leider Gottes auch - hier gibt es echt auch Gemeinden, die schaffen es (weiß der Teufel, wie!), selbst noch "Lobet den Herren" entweder in schlumpfartig-kinderliedmäßiger Weise zu verhunzen oder es alternativ in dieser Gummi-von-den-Tasten-zieh-langsamen-"Bringt-ihn-bald-unter-die-Erde-den-Herren!"-Geschwindigkeit zu verballhornen...da würde ich auch am liebsten gehen... wenn diese Gelüste in Bezug auf den Organisten aufsteigen - nach W.A. Mozarts "Entführung":
Erst geköpft,
dann gehangen,
dann gespießt
auf heiße Stangen...
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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sca81
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Beitrag von sca81 » Mittwoch 31. Oktober 2007, 10:28

Ah, du kennst auch den Schunkel-Remix vom Tedeum, Ecce - gräßlich, gell? :/

Ich füge noch hinzu, daß dieses Bierzelt-Gsangl zusätzlich noch durchgehend von einem der Ministranten mit lautem aggressiven Glockengeschepper untermalt wurde - das konnte ich noch von draußen hören, nachdem ich empört die Kirche verlassen hatte... :mrgreen:

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Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 31. Oktober 2007, 11:01

sca81 hat geschrieben:Ah, du kennst auch den Schunkel-Remix vom Tedeum, Ecce - gräßlich, gell? :/

Ich füge noch hinzu, daß dieses Bierzelt-Gsangl zusätzlich noch durchgehend von einem der Ministranten mit lautem aggressiven Glockengeschepper untermalt wurde - das konnte ich noch von draußen hören, nachdem ich empört die Kirche verlassen hatte... :mrgreen:
Nur weil es nicht Deinem persönlichen Geschmack entsprochen hat, musst Du es nicht verächtlich machen und ins Lächerliche ziehen. :sauer:

Es ist nun mal so, daß beim Te Deum oft alle verfügbaren Glocken inkl. Ministrantenschellen (wie auch zum osternächtlichen Gloria) den Lobgesang begleiten und verstärken. Und das ist gut so!
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
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Beitrag von SpaceRat » Mittwoch 31. Oktober 2007, 11:35

Raimund Josef H. hat geschrieben:
sca81 hat geschrieben:Ah, du kennst auch den Schunkel-Remix vom Tedeum, Ecce - gräßlich, gell? :/

Ich füge noch hinzu, daß dieses Bierzelt-Gsangl zusätzlich noch durchgehend von einem der Ministranten mit lautem aggressiven Glockengeschepper untermalt wurde - das konnte ich noch von draußen hören, nachdem ich empört die Kirche verlassen hatte... :mrgreen:
Nur weil es nicht Deinem persönlichen Geschmack entsprochen hat, musst Du es nicht verächtlich machen und ins Lächerliche ziehen. :sauer:
Es gibt aber Dinge, die müssen einfach nicht sein, z.B. Schunkelmelodien zu
  • Nun danket alle Gott
  • Eine Feste Burg ist unser Gott
  • Der Mond ist aufgegangen
  • Lobet den Herren
  • Großer Gott wir loben Dich
Bei der vorletzten Tournee hat z.B. Herbert Grönemeyer zum Abschluß des 2. Konzerts auf Schalke "Der Mond ist aufgegangen" gesungen und selbst er¹ empfand es dazu nicht für nötig, die Melodie zu verhunzen.

¹wenn es einem dt. Musiker zustünde, dann eher ihm als diesen ganzen Möchtegernkirchenmusikern, die alle versuchen, musikalisch in Reinhard Mey Fußstapfen zu fallen.
Und wenn ich in diesem Fall von "in Fußstapfen fallen" spreche, dann meine ich nicht, daß diese besonders tief sind, sondern die Möchtegernmusiker besonders flach und klein.
Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert.

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Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 31. Oktober 2007, 12:02

Ja, natürlich sind "Schunkelmelodien" unangebracht. Im wesentlichen meinte ich mit meiner Antwort auch das von Sca81 beanstandete "aggressive Glockengeschepper".

Es gibt auch das Gegenteil zum Schunkeleffekt, nämlich wenn ein Organist meint kompromisslos "sein" Tempo durchpeitschen zu müssen, obwohl die Gemeinde nicht darauf vorbereitet ist, bzw. halt ganz einfach seit Generationen eine etwas langsamere Singweise gewohnt war. Gutes Beispiel: GL 703 "In dieser Nacht". Da muss man nicht versuchen wie von Furien gehetzt die Gemeinde durchzujagen.
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Beitrag von SpaceRat » Mittwoch 31. Oktober 2007, 12:08

Raimund Josef H. hat geschrieben:Es gibt auch das Gegenteil zum Schunkeleffekt, nämlich wenn ein Organist meint kompromisslos "sein" Tempo durchpeitschen zu müssen, obwohl die Gemeinde nicht darauf vorbereitet ist, bzw. halt ganz einfach seit Generationen eine etwas langsamere Singweise gewohnt war. Gutes Beispiel: GL 703 "In dieser Nacht". Da muss man nicht versuchen wie von Furien gehetzt die Gemeinde durchzujagen.
Wie? Ihr singt noch selber? :shock:
Wir haben dafür den Kirchenchor... :ja: ;)
Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert.

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Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 31. Oktober 2007, 15:14

SpaceRat hat geschrieben: Wie? Ihr singt noch selber? :shock:
Wir haben dafür den Kirchenchor... :ja: ;)
Bei uns darf jeder singen, auch die denen der Gesang nicht so üppig gegeben wurde :mrgreen:

Qui cantat, bis orat!
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
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Beitrag von sca81 » Mittwoch 31. Oktober 2007, 15:28

Raimund Josef H. hat geschrieben:
Es ist nun mal so, daß beim Te Deum oft alle verfügbaren Glocken inkl. Ministrantenschellen (wie auch zum osternächtlichen Gloria) den Lobgesang begleiten und verstärken. Und das ist gut so!
Wenn er die *normale* Tedeum-Melodie "eingescheppert" hätte, hätte ich es mir ja noch einreden lassen. Aber Schunkel-Schunkel-Style in Kombination mit so einer Schepper - das geht nun wirklich nicht zusammen. Du hättest das mal hören sollen, wie gräßlich das war! Also bitte urteile Du nicht über Dinge, die Du nicht gehört hast.

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Beitrag von sca81 » Mittwoch 31. Oktober 2007, 15:31

SpaceRat hat geschrieben: Es gibt aber Dinge, die müssen einfach nicht sein, z.B. Schunkelmelodien zu
  • ...
  • ...
  • ...
  • ...
  • Großer Gott wir loben Dich
.

Dankeschön!
:ikb_thumbup:

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Beitrag von SpaceRat » Mittwoch 31. Oktober 2007, 15:33

Raimund Josef H. hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Wie? Ihr singt noch selber? :shock:
Wir haben dafür den Kirchenchor... :ja: ;)
Bei uns darf jeder singen, auch die denen der Gesang nicht so üppig gegeben wurde :mrgreen:
So nach dem Motto "Singen Sie gerne?" - "Ja." - "Warum lernen Sie es dann nicht?"?

Naja, "dürfen" darf man bei uns auch, aber im Idealfall ist der Kirchenchor lauter, so daß man o.g. Personen nicht so raushört.

Obwohl sich manche Mühe geben, beim Falschsingen auch gehört zu werden, wie der kath. Pfarrer in Stolberg, der nicht nur den falschen Text¹, sondern auch extrem laut gesungen hat.

¹"ökumenische" Trauung, gesungen wurde "Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren" in der Originalfassung. Er sang unüberhörbar die katholische Fassung. War aber m.E. keine proselytische Absicht, sondern einfach nur ein Versehen, er hat die anderen Lieder auch mit prächtigem Schalldruck gesungen.
Vermutlich hat seine Kirche kein Lautsprechersystem, denn auch der gesprochene Teil (in rheinischem Platt) ging doch arg aufs Trommelfell.
Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert.

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Schon mal

Beitrag von sofaklecks » Mittwoch 31. Oktober 2007, 16:28

Schon mal "Stille Nacht" etwas schneller gesungen?

Gibt einen herrlichen Walzer, richtig zum Schunkeln.

sofaklecks

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Re: Schon mal

Beitrag von sca81 » Mittwoch 31. Oktober 2007, 16:33

sofaklecks hat geschrieben:Schon mal "Stille Nacht" etwas schneller gesungen?

Gibt einen herrlichen Walzer, richtig zum Schunkeln.

sofaklecks
Das glaub ich sogar - spätestens nach besagtem Tedeum-Remix bin ich überzeugt davon, daß man jedes Lied verhunzen und verschunkeln kann - und sei es noch so schön!

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Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 31. Oktober 2007, 17:10

sca81 hat geschrieben: Wenn er die *normale* Tedeum-Melodie "eingescheppert" hätte, hätte ich es mir ja noch einreden lassen. Aber Schunkel-Schunkel-Style in Kombination mit so einer Schepper - das geht nun wirklich nicht zusammen. Du hättest das mal hören sollen, wie gräßlich das war! Also bitte urteile Du nicht über Dinge, die Du nicht gehört hast.
Das ist ja das Problem, daß ich mir gar nicht vorstellen kann wie man aus dem Te Deum eine "Schunkelmelodie" machen kann. Ich habe das in der Tat noch nie so gehört. Hat der Organist im 3/4-Takt gespielt? Hast Du anschliessend mal jemand darauf angesprochen? Und was sagen die anderen Gemeindemitglieder dazu?
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Beitrag von sca81 » Mittwoch 31. Oktober 2007, 17:19

Raimund Josef H. hat geschrieben: Das ist ja das Problem, daß ich mir gar nicht vorstellen kann wie man aus dem Te Deum eine "Schunkelmelodie" machen kann. Ich habe das in der Tat noch nie so gehört. Hat der Organist im 3/4-Takt gespielt? Hast Du anschliessend mal jemand darauf angesprochen? Und was sagen die anderen Gemeindemitglieder dazu?
nun, genau das hätte ich mir auch nicht vorstellen können, aber in der Tat geht alles... ;) und es war gar nicht einmal die Melodie, von dem ich oben das MIDI-File als Link gepostet habe, sondern eine komplett andere Variation, ein anderer Remix.
Ja, es war auf jeden Fall ein 3/4-Takt; an sich gehört das Lied auch als 3/4-Takt gespielt, da es nun mal in selbigem geschrieben worden ist, aber im gegenständlichen Fall wurde es so gebracht, daß nur mehr ein m-tata-m-tata-Ostinato gefehlt hätte, und das "Bierzelt" wäre fertig gewesen ;)
Nein, ich hab niemand drauf angesprochen. Leider muß ich aus trauriger Erfahrung sagen, daß die Leute, bei denen ich hier in der Messe war, keine Kritik vertragen... :(

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Re: Schon mal

Beitrag von Raphaela » Mittwoch 31. Oktober 2007, 18:43

sofaklecks hat geschrieben:Schon mal "Stille Nacht" etwas schneller gesungen?

Gibt einen herrlichen Walzer, richtig zum Schunkeln.

sofaklecks

Während meines Studiums ist uns gesagt worden, welche Melodie eines Kirchenliedes urprünglich ein Walzer war, also auch schneller war:
"O Haupt voll Blut und Wunden"

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Re: Schon mal

Beitrag von taddeo » Mittwoch 31. Oktober 2007, 21:10

Raphaela hat geschrieben:
sofaklecks hat geschrieben:Schon mal "Stille Nacht" etwas schneller gesungen?

Gibt einen herrlichen Walzer, richtig zum Schunkeln.

sofaklecks

Während meines Studiums ist uns gesagt worden, welche Melodie eines Kirchenliedes urprünglich ein Walzer war, also auch schneller war:
"O Haupt voll Blut und Wunden"
Dann sollte man euch aber auch gesagt haben, warum: der ursprüngliche Text paßt durchaus besser zu einem flotten Tanz ("Mein Gmüt ist mir verwirret, das macht ein Jungfrau zart", soweit ich's im Kopf habe) - und Hans Leo Haßler hat einen schönen Chorsatz draus gemacht, den dann Bach auf 4/4-Takt und fromm geschminkt hat.

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Re: Schon mal

Beitrag von Linus » Mittwoch 31. Oktober 2007, 22:17

sofaklecks hat geschrieben:Schon mal "Stille Nacht" etwas schneller gesungen?

Gibt einen herrlichen Walzer, richtig zum Schunkeln.

sofaklecks
Ja. Stimmt. Letztes Jahr in Heiligenkreuz nach der Mette im Hof haben sich doch glatt ein paar Mönche erdreistet, das zu Pfeifen (schnell) und ein paar Damen im Schnee herumgewirbelt :mrgreen:
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Re: Schon mal

Beitrag von Linus » Mittwoch 31. Oktober 2007, 22:23

Raphaela hat geschrieben:
sofaklecks hat geschrieben:Schon mal "Stille Nacht" etwas schneller gesungen?

Gibt einen herrlichen Walzer, richtig zum Schunkeln.

sofaklecks

Während meines Studiums ist uns gesagt worden, welche Melodie eines Kirchenliedes urprünglich ein Walzer war, also auch schneller war:
"O Haupt voll Blut und Wunden"
Ganz klar: sonst ist das Ergebnis des Haarschnitts nicht dem Text entsprechend, wenn der Barbier-Lehrling Hand anlegt :D
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