Thema Islam

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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Maya hat geschrieben: Es wäre also z.B. Ihr Vorschlag, dass alle Katholiken (die es Ihrer Meinung nach ja nur mehr in der Orthodoxie (von der ich übrigens auch sehr angetan bin) aus der Kirche austreten - aber wo kämen wir dann tatsächlich hin?
Nein, das schlage ich überhaupt nicht vor. Man soll ruhig und unaufgeregt auf die Dinge (Früchte, Tendenzen, Aussagen, Haltungen etc.) sehen und sich dann überlegen, was für einen selbst zu tun ist.

Ich werde auch meine eigene Familie nicht "missionieren".
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Maya
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Beitrag von Maya »

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Maya hat geschrieben: Was ist Ihr Vorschlag für den Umgang mit dem "Zeitgeist".
Jeder geht nach seiner Art mit dem "Zeitgeist" um. Schließlich leben wir in einer pluralistischen Gesellschaft, in einem reichhaltigen Warenhaus von Ideologien, Religionen und Pseudoreligionen.

Diese Antwort sieht sehr nach Tautologie aus ... erlauben Sie mir in diesem Zusammenhang bitte einwenig Ironie "Geben ist seliger, denn nehmen" - in der Psychosomatik wären wir nun bei Reich.

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Maya
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Beitrag von Maya »

Entschuldigung - jetzt waren wir zugleich beim Schreiben - das war jetzt ja eine Positionierung.

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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Maya hat geschrieben: Diese Antwort sieht sehr nach Tautologie aus ...
Das ist mir bewußt, ich könnte auch mit dem Psalmwort antworten "Alles hat seine Zeit".
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Maya
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Beitrag von Maya »

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Maya hat geschrieben: Diese Antwort sieht sehr nach Tautologie aus ...
Das ist mir bewußt, ich könnte auch mit dem Psalmwort antworten "Alles hat seine Zeit".
und für was ist jetzt die rechte Zeit? (sie haben mehr Lebenserfahrung als ich!)

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz »

Das ist mir bewußt, ich könnte auch mit dem Psalmwort antworten "Alles hat seine Zeit".
Ist aus Kohelet

LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
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Maya
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Beitrag von Maya »

Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch.
Welchen Vorteil hat der Mensch von all seinem Besitz, für den er sich anstrengt unter der Sonne?

Eine Generation geht, eine andere kommt. / Die Erde steht in Ewigkeit.

Die Sonne, die aufging und wieder unterging, / atemlos jagt sie zurück an den Ort, wo sie wieder aufgeht.
Er weht nach Süden, dreht nach Norden, dreht, dreht, weht, der Wind. / Weil er sich immerzu dreht, kehrt er zurück, der Wind.

Alle Flüsse fließen ins Meer, / das Meer wird nicht voll. Zu dem Ort, wo die Flüsse entspringen, / kehren sie zurück, um wieder zu entspringen.

Alle Dinge sind rastlos tätig, / kein Mensch kann alles ausdrücken, nie wird ein Auge satt, wenn es beobachtet, / nie wird ein Ohr vom Hören voll.
Was geschehen ist, wird wieder geschehen, / was man getan hat, wird man wieder tun: / Es gibt nichts Neues unter der Sonne

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Pit
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Beitrag von Pit »

Zu Deiner ersten Frage kann ich Dir sagen, daß ich mich nicht (!) für die Rechte einer christlichen oder nichtchristlichen Sekte einsetzen würde.
Der Grund:
Grundsätzlich verteidige ich in diesem Land das (verfassungsbedingt) verbriefte Recht auf Religionsfreiheit. Aber - und das habe ich schon mehrfach im "Kreuzgang" erwähnt - immer auf der Basis der Verfassung.
Sollte sich also eine Religionsgemeinschaft, Kirche, Sekte, Organisation etc. gegen die Verfassung dieses Landes stellen, so bin ich fest überzeugt, daß dagegen mit aller rechtlichen Gewalt vorgegangen werden muss.
Aber - und auch das wiederhole ich noch einmal - solange sich Bürger dieses Landes an die Verfassung und die sich daraus ergebenden, in der Bundesrepublik existierenden Gesetze halten, haben sie das Recht (!) ihre Religion auszuüben -im Rahmen dieser Gesetze. Und dabei ist es unwesentlich, ob es sich um Christen,Juden,Muslime,Buddhisten,Hindus,Animisten oder Atheisten oder wen auch immer handelt.

Zur zweiten Frage:
Warum sollte es an einer katholischen oder einer anderen christlichen Schule keine Kreuze an den Wänden geben?
Auch Wegkreuze, die es z.B. im Münsterland gibt, sind Teil unserer Geschichte und Kultur und gehören dazu.

Zur dritten Frage:
Welches "beziehen von Positionen meinst Du, was wären für Dich die Grenzen der Toleranz in Bezug auf deutsche Bürger islamischen Glaubens?

Gruß, Pit

Maria Magdalena hat geschrieben:@ Pit

Ich hätte mal ein Paar Fragen am Rande! Würdest Du Dich auch so dafür einsetzen, wenn es hier um "die Rechte einer, der vielen christlichen oder nicht christlichen Sekten" geht?

Oder meinst Du es ist tatsächlich richtig, dass ein Land, ... aus " Rücksicht auf die Gefühle vorallem der Muslime" sämtlich verbliebene Kreuze, die in der Öffendlichkeit ... zu sehen sind entfernen muß ?
Ist dies bitte wirklich Toleranz? Oder nicht doch nur Angst, dass, wenn man sich nicht "wohl verhält" eins auf die Mütze bekommt ?
...
Warum ist ein Christ, der offen sagt Toleranz ja, aber nur bis zu einer gewissen Grenze! Gleich jemand der gegen Muslime etwas haben muß? Etwa nur weil er offen und ehrlich Position bezieht?
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

Pit hat geschrieben:Der Grund: Grundsätzlich verteidige ich in diesem Land das (verfassungsbedingt) verbriefte Recht auf Religionsfreiheit. Aber - und das habe ich schon mehrfach im "Kreuzgang" erwähnt - immer auf der Basis der Verfassung.
Sollte sich also eine Religionsgemeinschaft, Kirche, Sekte, Organisation etc. gegen die Verfassung dieses Landes stellen, so bin ich fest überzeugt, daß dagegen mit aller rechtlichen Gewalt vorgegangen werden muß.
Das unterscheidet die Kinder des Lichts von den Kindern der Welt. Für mich ist die Kirche maßgeblich. Dem Kaiser, was des Kaisers ist. Beansprucht der Staat, was Gottes ist, sind insofern seine Grundgesetze oder Verfassungen und sonstigen Satzungen keinen Fliegenschiß wert.
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Pit
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Beitrag von Pit »

Wieso beansprucht der Staat (in diesem Fall die Bundesrepublik) "was Gottes ist"? Und was beansprucht er Deiner Meinung nach unberechtigt, da es "Gottes ist"?

Gruß,Pit
Robert Ketelhohn hat geschrieben: ...
Das unterscheidet die Kinder des Lichts von den Kindern der Welt. Für mich ist die Kirche maßgeblich. Dem Kaiser, was des Kaisers ist. Beansprucht der Staat, was Gottes ist, sind insofern seine Grundgesetze oder Verfassungen und sonstigen Satzungen keinen Fliegenschiß wert.
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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Maya hat geschrieben:
und für was ist jetzt die rechte Zeit? (sie haben mehr Lebenserfahrung als ich!)
Es ist immer die rechte Zeit; man nutzt sie nur in den verschiedenen Lebensabschnitten unterschiedlich und die Zeit vergeht (subjektiv) immer schneller, wenn man älter wird.

Wir wissen gar nicht so genau, was "Zeit" eigentlich ist. Mohammed hatte (nach einer hübschen Legende) eine interessante Erfahrung mit "Zeit"; so ähnlich wie der Mönch von Heisterbach.

Jeder macht in seinem Lebensabschnitt entsprechende Lebenserfahrungen; wenn länger lebt, dann überblickt man u.U. mehr als jüngere Menschen; das ist ganz "natürlich" und zunächst quantitativ zu bewerten - ob man damit "erfahren" im Sinne von "weise" wird? Sicher nicht "automatisch".

Jedenfalls lassen sich "Erfahrungen" kaum vermitteln ("Opa erzählt schon wieder vom Krig, gähn....") und das ist an sich auch gut so. Jede Generation soll ihre Erfahrungen in ihrer Zeit machen können.

Aber wir sollten nicht über Zeit plaudern, das Thema heißt "Islam" - die Religion der Zukunft (weltlich-politisch betrachtet) - und das ist für einen alten Mann nun keine besonders berückende Vorstellung, (verehrte Frau(?) Maya.
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Pit
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Beitrag von Pit »

Fakt ist, daß jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen macht/machen muss, keine Frage. Da stimme ich Dir zu.
Mit der Weitergabe sehe ich es etwas anders.
Sicherlich kann man die eigentliche Erfahrung nicht weitergeben, aber z.B. durch das, was mir mein Opa über die NS-Zeit erzählt hat, habe ich zum Einen manches mehr mitbekommen als nur über Bücher und "nackte" Zahlen, zum Anderen konnte ich begreifen, daß er mit seinen kleinen Möglichkeiten auch etwas gegen das Regime unternehmen konnte.

Übrigens:
Welche Legende über Mohammed meinst Du?; das interessiert mich einfach.

Gruß, Pit
Ewald Mrnka hat geschrieben: ...
Wir wissen gar nicht so genau, was "Zeit" eigentlich ist. Mohammed hatte (nach einer hübschen Legende) eine interessante Erfahrung mit "Zeit"; so ähnlich wie der Mönch von Heisterbach.
...
Jedenfalls lassen sich "Erfahrungen" kaum vermitteln ("Opa erzählt schon wieder vom Krig, gähn....") und das ist an sich auch gut so. Jede Generation soll ihre Erfahrungen in ihrer Zeit machen können.
...
.
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Maria Magdalena
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Beitrag von Maria Magdalena »

@ Pit

Gut, ich gebe Dir Einsicht wo meine Toleranz endet. Ich wurde 2001 von befreundeten Muslimen aufgefordert in eimen Stadtteil Hamburgs nicht ohne züchtige Bekleidung(was sich ausschließlich auf mein Haar bezog!!) zu erscheinen. Als ich mich weigerte mein Haar mit einen Kopftuch zu bedecken und sie freundlich darauf hingewiesen , daß ich Christin bin, waren Worte wie Flittchen und christliche Hurre noch mit Abstand die freundlichsten Worte, die man für mich übrig hatte. Also nichts von Toleranz einer Christin gegenüber. Gut ,es mag Dir nicht gefallen und vielleicht auch eine Ausnahme sein, aber sorry, wenn ich mich in einen eigendlichen christlich geprägten Land befinde muß ich mich dort als Christin beschimpfen? Nur, weil ich mich nicht bereit finde islamische Moralvorstellungen an zunehmen? Ist dies etwa Toleranz??
Nein , hier hat meine Toleranz ein Ende. Denn wie man sich als Christin züchtig kleidet ist mir schon seit meinen kindertagen bekannt!
Genau so ist es für mich ein Unding von Muslimen gesagt zu bekommen" ich dürfe diese oder jene Familie nur mitbesuchen, wenn ich meine Kette mit dem Kreuz unseres Herren abnehme".Denn sollte ich tatsächlich "nur tolerant" sein, wenn ich bereit bin meinen Glauben zu verleugnen? Das ist Toleranz? Na, dann pfeiff ich drauf. Denn ich würde nie( auch wenn ich persönlich den Glaubensweg für falsch halte) jemanden versuchen abzunötigen sich seiner Glaubenssymbole zu entledigen ,weil es nicht meinem Glauben entspricht ! Dies ist einzig und alleine das Vorrecht als Allmächtigen.

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Edi
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Beitrag von Edi »

http://www.kath.net/detail.php?id=17472

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06,00.html

Ist doch eine tolle Religion, der Islam was?

Warum haben unsere Politiker aller Couleur nicht Besseres zu tun gehabt, als sog. Gastarbeiter aus der Türkei reinzuholen? Mit Gastarbeitern nur aus Italien, Portugal, Spanien, Griechenland usw. hätten wir derart Probleme, die auch hier gerade Maria Magdalena schildert, nicht gehabt.

In den Niederlanden wird gerade wieder ein ehemaliger Muslim bedroht und unter Polizeischutz gestellt und er muss sich verstecken, weil er seines Lebens nicht sicher ist. Muslime haben ihn bereits einige Male niedergeschlagen. Warum schmeisst man so ein Gesocks nicht raus?
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Peregrin
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Beitrag von Peregrin »

Pit hat geschrieben:Und was beansprucht er Deiner Meinung nach unberechtigt, da es "Gottes ist"?
ZB die Seelen der Kinder?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Edi
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Beitrag von Edi »

http://www.idea.de/index.php?id=917&tx_ ... ffd88eefd0

"In einigen Stadtteilen deutscher Großstädte beklagten Deutsche, dass sie von Türken verdrängt würden."
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Esperanto
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Beitrag von Esperanto »

Edi hat geschrieben:http://www.kath.net/detail.php?id=17472

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06,00.html

Ist doch eine tolle Religion, der Islam was?

Warum haben unsere Politiker aller Couleur nicht Besseres zu tun gehabt, als sog. Gastarbeiter aus der Türkei reinzuholen? Mit Gastarbeitern nur aus Italien, Portugal, Spanien, Griechenland usw. hätten wir derart Probleme, die auch hier gerade Maria Magdalena schildert, nicht gehabt.

In den Niederlanden wird gerade wieder ein ehemaliger Muslim bedroht und unter Polizeischutz gestellt und er muss sich verstecken, weil er seines Lebens nicht sicher ist. Muslime haben ihn bereits einige Male niedergeschlagen. Warum schmeisst man so ein Gesocks nicht raus?

Janun, die Türken waren damals halt billiger.

Christian
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Beitrag von Christian »

Pit hat geschrieben:
Sollte sich also eine Religionsgemeinschaft, Kirche, Sekte, Organisation etc. gegen die Verfassung dieses Landes stellen, so bin ich fest überzeugt, daß dagegen mit aller rechtlichen Gewalt vorgegangen werden muss.

....

Gruß, Pit
Jede Verfolgung der Christenheit ist mit diesen Worten begründet worden früher in Rom , heute in China , Saudi-Arabien , Pakistan , Indonesien ....

Jeder Tyran bezieht sich auf Rechtsstaatlichkeit und Wahrung seiner Verfassung , willfähige Täter und Henker stehen diesem guten Gewissens meistens zur Seite.
Erst das Lazarett zeigt was Krieg ist.
Erich Remaque

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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Esperanto hat geschrieben:
Janun, die Türken waren damals halt billiger.
.....und jetzt haben wir den Salat, die Folgekosten und die Folgen:

Wo sich die Türken einmal festgesetzt haben, da bleiben sie und mit ihnen sinkt das allgemeine Niveau von Kultur, Zivilisation und Wirtschaft. Das ist überall gut nachweisbar - gleich nach ihrer Wanderbewegung aus den unbekannten Weiten Asiens.

Jakob Burkhardt mochte sie daher nicht besonders - obwohl er sie eher aus der Distanz betrachtet haben dürfte; aber so empfindlich war man seinerzeit.

Aber das Lebens- und Kulturniveau geht bei uns eh schon runter, aus vielerlei Gründen. Da kommt es auf die Türken gundsätzlich auch nicht mehr an. Die beschleunigen lediglich den Niedergang.
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Edi
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Beitrag von Edi »

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Esperanto hat geschrieben:Janun, die Türken waren damals halt billiger.
.....und jetzt haben wir den Salat, die Folgekosten und die Folgen:

Wo sich die Türken einmal festgesetzt haben, da bleiben sie und mit ihnen sinkt das allgemeine Niveau von Kultur, Zivilisation und Wirtschaft. Das ist überall gut nachweisbar - gleich nach ihrer Wanderbewegung aus den unbekannten Weiten Asiens.
Nicht nur bei Türken ist manches gang und gäbe, auch bei andern, Nur sind die Türken in Deutschland in der Mehrheit unter den Anhängern des falschen Propheten. http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 21,00.html
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz »

@Edi, Ewald

Das ist nichts was sich nicht durch den interreligösen Dialog beseitigen lassen würde. 8)

LG
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Pit
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Beitrag von Pit »

Wenn ich aus dem Beitrag von Julia etwas hervorheben darf:

"... Aber das ist leider nicht immer der Fall..."

Ich lege die Betonung auf "nicht immer", und denke nicht - wie es scheinbar einige hier machen: "das ist immer der Fall".

Um es kurz zu fassen:
Gegen in der Bundesrepublik geborene und lebende Muslime, die gegen Gesetze der Bundesrepublik verstossen, soll meiner Überzeugung nach konsequent mit den vorhandenen rechtlichen Mitteln vorgegangen werden, womit ich meine, daß die entsprechenden Gesetze in Bezug auf die Strafverfolgung angewendet und umgesetzt werden sollen - aber das selbe gilt für alle (!) anderen Bundesbürger genauso, unabhängig davon, welcher Religion oder nationalen Herkunft sie angehören - soetwas nennt man Gleichheit vor dem Gesetz.
Eigentlich bin ich es leid, diese Aussage permanent wiederholen zu müssen, nur, weil ich nicht - wie der eine oder andere User - der Überzeugung bin, daß alle - und zwar ohne Ausnahme alle (!) auf der Welt lebenden - oder zumindest in der Bundesrepublik lebenden Muslime potentielle Vergewaltiger,Mörder oder Bombenleger sind, lediglich, weil sie Muslime sind.
Darüberhinaus wird hier im Forum fast ausschliesslich über Türken- bzw. türkisch-stämmige Muslime geschrieben.
Gelten die hier gemachten Aussagen auch für Muslime in Tunesien,Marokko, dem Sudan, auf den Phillipinen, in Bangladesh, in Singapore, Malaysia und sonstwo?
Oder wurden die türkisch-stämmigen Muslime "herausgepickt", weil sie die grösste muslimissche Gruppe in Deutschland darstellen und deshalb auch im Negativen eher auffallen?
Gelten die Aussagen - was die (gedachte oder reelle) Gefahr und Gewalt seitens der Muslime auch für indische Sufis, für die Aleviten in Türkisch-Kurdistan etc.?

Gruß, Pit

JuliaVictoria hat geschrieben:Solange die Muslime sich integrieren, tolerant und friedlich sind habe ich kein Problem damit...
Aber das ist ja leider nicht immer der Fall...
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Linus
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Beitrag von Linus »

äh, warum soll das Gesetz nur für Moslems die in Deutschland leben und dort geboren sind, gelten. Der Deutsche, der in der Türkei die Britin geküsst hat, wird ja auch nach türkischem Recht behandelt.

Andernfalls verlange ich, daß ich nach den Vatikanischen Gesetzen (ich bin ja katholisch) be- und ggf verurteilt werde.

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Pit
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Beitrag von Pit »

Um evtl. aufgetretene Missverständnisse zu beheben:
Ich bin der festen Überzeugung, daß alle (!) in Deutschland lebenden Menschen so lange sie hier leben an die deutschen Gesetze gebunden sind. Ich bin auch an die spanischen Gesetze gebunden, wenn ich in Spanien lebe - und seien es zwei Wochen Urlaub.

Gruß, Pit

Linus hat geschrieben:äh, warum soll das Gesetz nur für Moslems die in Deutschland leben und dort geboren sind, gelten. Der Deutsche, der in der Türkei die Britin geküsst hat, wird ja auch nach türkischem Recht behandelt.

Andernfalls verlange ich, daß ich nach den Vatikanischen Gesetzen (ich bin ja katholisch) be- und ggf verurteilt werde.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ja ja, Robespierrchen … Ich finde allerdings, es wäre nicht von
Schaden, für Personen unterschiedlicher kultureller, religiöser
und völkischer Zugehörigkeit getrennte Rechtskreise zu haben.
So daß die gläubigen Kinder der Kirche ihre inneren Angelegen-
heiten ebenso nach eigenem Recht selbst regeln könnten wie an-
dere Minderheiten, zum Beispiel Sunniten, Lutheraner, Mormo-
nen, Juden oder Buddelkisten.
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Linus
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Beitrag von Linus »

Pit hat geschrieben:Um evtl. aufgetretene Missverständnisse zu beheben:
Ich bin der festen Überzeugung, daß alle (!) in Deutschland lebenden Menschen so lange sie hier leben an die deutschen Gesetze gebunden sind. Ich bin auch an die spanischen Gesetze gebunden, wenn ich in Spanien lebe - und seien es zwei Wochen Urlaub.

Gruß, Pit
Aä das klan hier aber noch anders
In der Bundesrepublik geborene und lebende Muslime, die gegen Gesetze der Bundesrepublik verstossen, soll [...] mit den vorhandenen rechtlichen Mitteln vorgegangen werden,[...]- aber das selbe gilt für alle (!) anderen Bundesbürger genauso, unabhängig davon, welcher Religion oder nationalen Herkunft sie angehören - soetwas nennt man Gleichheit vor dem Gesetz
.

Hervorhebung durch mich. Bundesdeutsche Gesetze gälten nach deiner Definition nur wenn man auch einen BR-Paß hat.

Also was nun?
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Petra
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Beitrag von Petra »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ja ja, Robespierrchen … Ich finde allerdings, es wäre nicht von
Schaden, für Personen unterschiedlicher kultureller, religiöser
und völkischer Zugehörigkeit getrennte Rechtskreise zu haben.
So daß die gläubigen Kinder der Kirche ihre inneren Angelegen-
heiten ebenso nach eigenem Recht selbst regeln könnten wie an-
dere Minderheiten, zum Beispiel Sunniten, Lutheraner, Mormo-
nen, Juden oder Buddelkisten.
Irgendwo in Kanada will man das einführen. (Oder hat es bereits versuchsweise eingeführt*) Bei Muslimen führt das zu heftigen "Diskussionen". Die Gegner argumentieren: hätten wir davon vorher gewusst, wären wir nicht in dieses Land eingewandert.

*Es gab vor kurzem einen Bericht darüber, leider habe ich mir exaktere Fakten nicht gemerkt, nur das beide Seiten von (Mord-)Drohungen der Gegenseite erzählten.

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Pit
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Beitrag von Pit »

Dann wäre es Deiner Meinung nach also in Ordnung, wenn es z.B. eine Rechtssprechung in Deutschland für Katholiken gäbe und z.B. eine für streng-islamistische Muslime (z.B. mit extremer Auslegung der Shari`a.? Richtig?
Bravo, damit würdest Du das fordern, was die militanten Islamisten haben möchten:
Eine islamistische Rechtssprechung für die im Land lebenden Muslime mit möglichst geringer - am Besten keiner - Einmischung seitens des deutschen Staates. Gratulation !

Gruß, Pit
Robert Ketelhohn hat geschrieben: ...
Ich finde allerdings, es wäre nicht von
Schaden, für Personen unterschiedlicher ... religiöser
... Zugehörigkeit getrennte Rechtskreise zu haben.
So daß die gläubigen Kinder der Kirche ihre inneren Angelegen-
heiten ebenso nach eigenem Recht selbst regeln könnten wie an-
dere Minderheiten, zum Beispiel Sunniten,...[/color]
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Petra
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Beitrag von Petra »

Divide et impera

Würde mich nicht wundern, wenn hier mal Herr Ketelhohn und Claudia Roth einer Meinung wären. 8)

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Pit
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Beitrag von Pit »

Teile und herrsche!

Nun, wenn das bedeuten würde, daß die Muslime in der Bundesrepublik, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, sich auch am "herrschen" im Sinne der Kommunal-,Landes-, und Bundespolitik beteiligen könnten und dürften (sie können und dürfen es laut Gesetz übrigens auch) - warum nicht?
Etwas anderes wäre eine indirekte "Herrschaft" seitens diverser Leute wie dem "Kalif von Köln", die ihre fanatisch-islamistische Sicht der Dinge im Land durchsetzen wollen um einen "islamischen" Staat hierzulande zu gründen.
Aber jeder Bundesbürger, der muslimischen Glaubens ist, und die Demokratie und die Verfassung der Bundesrepublik sowie die sich daraus ergebenden Gesetze anerkennt, soll dieselben Rechte wahrnehmen könnnen, wie nichtmuslimische Bundesbürger.

Gruß, Pit
Petra hat geschrieben:Divide et impera
...
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Edi
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Beitrag von Edi »

Pit hat geschrieben: Etwas anderes wäre eine indirekte "Herrschaft" seitens diverser Leute wie dem "Kalif von Köln", die ihre fanatisch-islamistische Sicht der Dinge im Land durchsetzen wollen um einen "islamischen" Staat hierzulande zu gründen.
Es gibt doch nicht nur die beiden Varianten unter den Muslimen, also die Islamisten und die normalen harmlosen Muslime, sondern viele Übergänge. Wenn z. B. vor kurzem ein deutscher Muslimoberer, der nicht als Islamist gilt, die hiesigen Evangelikalen, die gewiss keine Bomben werfen oder Terroristen sind, auch als extrem eingeordnet hat, wie er es zurecht mit den Islamisten tat, dann sieht man daran schon, dass es Leute unter denen gibt, die durchaus auch politisch andere Religionen bzw. Denominationen zurückdrängen wollen. Und unter den gemässigten Muslimen findet man genug von denen, die die Christen am besten von da und dort verdrängen würden, wenn auch nicht mit illegalen Mitteln. Hier wurden doch schon Beispiele genannt.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
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Pit
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Beitrag von Pit »

Und gerade, weil es etliche "Graustufen" bei den Muslimen gibt - von vollkommen integriert ohne den Glauben aufzugeben über gemässigt islamistisch ohne deshalb gewalttätig zu sein bis zu liberal oder auch "korantreu" aber denoch eher liberal kann man Muslime nicht über einen Kamm scheren.
Der Koran ist (!) auslegungsbedürftig wie auch die Bibel, was die gemässigt-islamistischen Muslime wie auch die liberalen sehr wohl wissen und anwenden.
Ich habe in einer Islamischen Gemeinde hier in der Nähe diverse Bücher in der Bibliothek gesehen, die die Auslegung des Koran in bestimmten Situationen und allgemein behandeln.

Gruß, Pit
Edi hat geschrieben: ...
Es gibt doch nicht nur die beiden Varianten unter den Muslimen, also die Islamisten und die normalen harmlosen Muslime, sondern viele Übergänge. Wenn z. B. vor kurzem ein deutscher Muslimoberer, der nicht als Islamist gilt, die hiesigen Evangelikalen, die gewiss keine Bomben werfen oder Terroristen sind, auch als extrem eingeordnet hat, wie er es zurecht mit den Islamisten tat, dann sieht man daran schon, dass es Leute unter denen gibt, die durchaus auch politisch andere Religionen bzw. Denominationen zurückdrängen wollen. Und unter den gemässigten Muslimen findet man genug von denen, die die Christen am besten von da und dort verdrängen würden, wenn auch nicht mit illegalen Mitteln. Hier wurden doch schon Beispiele genannt.
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