Einsetzung der Hl. Eucharistie

Allgemein Katholisches.
Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Die ist eine Abspaltung aus dem Thema "Mel Gibson - The Passion of Christ" im "Brauhaus". (Hier der Beitrag, auf den sich dieser Eingangsbeitrag bezieht.) Ecce Homo hat diesen Strang nicht eröffnet. - Der Moderator
Athanasius2 hat geschrieben:Der Film mag gut sein, und die Passionsdarstellung vor allem, aber die Einsetzung der Heiligen Eucharistie ist defektiv, protestantisch und unhistorisch dargestellt. In Wirklichkeit hat Jesus keine Erdgefässe aus Terra Cotta verwendet, und schon gar keine Fladenbröte aus dem Kebab-Laden. Auch lief er nicht im Lumpen herum beim Letzten Abendmahl. Er hatte feinste Gewänder bekommen (er war ja gerade eingeholt in Jerusalem von allen), hatte reiche Freunde (Joseph von Arimathea, Lazarus), und um sein teures Gewand wurde das Los geworfen unter dem Kreuze. Beim Pascha-Mahl hat man gestanden zudem. Wie der Priester heute am Altartisch steht und nicht sitzt.
Mich hätte wirklich interessiert, woher du genau weißt, was ER an hatte und was für Gefäße es waren... wo bitte finde ich die entspechende Webcam von Nazareth aus dem Jahre 33 n.Chr.?

Du weißt vielleicht auch noch was über die Tischgespräche, die geführt worden - abgesehen vom - vermutlich römischen - Kanon, der mit SICHERHEIT gesprochen wurde? :/ 8) *bitter werde*
In Wirklichkeit war die Einsetzung sehr deutlich ritueller, erhabener, mit den kostbarsten Kelchen aus Silbern, und Kleidern aus feinstem Stoff. Nicht umsonst hat Jesus sie abgelegt bei der Fusswäsche. Auch hat man silberne Teller verwendet. Die Juden gaben eben ihr bestes zum Pesachmahl.
Jetzt fehlt nur noch der Bericht über die erste knieende Mundkommunion...

Tschuldigung, aber ich werde da sehr bitter, wenn eine Brille angelegt wird... die ich nicht ganz nachvollziehen kann...
Quellenangaben bitte... :/ 8)
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Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz »

Beim Pascha-Mahl hat man gestanden zudem. Wie der Priester heute am Altartisch steht und nicht sitzt.
Das ist humbug

LG
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Baerchen
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Beitrag von Baerchen »

Oder war es nicht eher so, dass das Mahl liegend eingenommen wurde?
Ich recherchiere gerade, ob das beim Pessachmahl ebenso üblich war ....

http://schule.judentum.de/projekt/info/4-3.htm
http://www.payer.de/judentum/jud509.htm

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asderrix
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Beitrag von asderrix »

Baerchen hat geschrieben:Oder war es nicht eher so, dass das Mahl liegend eingenommen wurde?
Ich recherchiere gerade, ob das beim Pessachmahl ebenso üblich war ....

http://schule.judentum.de/projekt/info/4-3.htm
http://www.payer.de/judentum/jud509.htm


Ich denke schon, wenn das keine evangelische Fälschung ist:

Mt. 26, 20 Als es aber Abend geworden war, legte er sich mit den Zwölfen zu Tische.

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Pit
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Beitrag von Pit »

Es war allgemein damals im jüdischen wie auch im römischen und hellenistisch-griechischen Kulturraum üblich, dass man sich an den Tischen "zum Essen legte".

Gruß, Pit
Baerchen hat geschrieben:Oder war es nicht eher so, dass das Mahl liegend eingenommen wurde?
Ich recherchiere gerade, ob das beim Pessachmahl ebenso üblich war ....

http://schule.judentum.de/projekt/info/4-3.htm
http://www.payer.de/judentum/jud509.htm
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Linus
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Beitrag von Linus »

Ecce Homo hat geschrieben:Mich hätte wirklich interessiert, woher du genau weißt, was ER an hatte und was für Gefäße es waren... wo bitte finde ich die entspechende Webcam von Nazareth aus dem Jahre 33 n.Chr.?
Du mußt deine Tradi-Membership Card beantragen, dann hast du auf ganz geheime Weltnetzseiten zugriff. :D
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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Lache nur. Ich bin ganz gut informiert über hellenische Bräuche, Leute.

Aber das Pascha-Mahl, das Lamm, wurde im Stehen gegessen.

In Sephardischen Häusern isst man heute noch ein Ei im Stehen hinter einer Tür.

Erst nach 100 n. Chr. gingen jüdische Familien, sagen Talmudiker, zum hellenischen Sitzen beim Essen des Lammes über.

Der Familienvater oder Vorsitzender stand aber auch dabei oft auf.

Das erste Lamm wurde im Stehen (Ex. 12:11) gegessen, mit Stab und Schuhen an, nicht im hellenistischen Liegen.

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

FioreGraz hat geschrieben:
Das ist humbug

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Gutes Argument. Sicherlich besser als eine Räferenz zu Msgr. Dr. Klaus Gambers "Zur Ostung der Altäre".

sofaklecks
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Überzeugend

Beitrag von sofaklecks »

Das Argument mit dem mosaischen Gebot, es in Eile zu essen, überzeugt.

Es ist eben kein gewöhnliches Abendessen gewesen.

sofaklecks

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Ecce Homo hat geschrieben:
Mich hätte wirklich interessiert, woher du genau weißt, was ER an hatte und was für Gefäße es waren... wo bitte finde ich die entspechende Webcam von Nazareth aus dem Jahre 33 n.Chr.?

Du weißt vielleicht auch noch was über die Tischgespräche, die geführt worden - abgesehen vom - vermutlich römischen - Kanon, der mit SICHERHEIT gesprochen wurde? :/ 8) *bitter werde*
Lache nur. Jesus sprach das Hohepriesterliche Gebet, wie der Hl. Johannes berichtet. Man kann auch höhnen und verspotten und ein protestantisches Verständnis pflegen. Katholisch ist man dann aber nicht.
Jetzt fehlt nur noch der Bericht über die erste knieende Mundkommunion...

Tschuldigung, aber ich werde da sehr bitter, wenn eine Brille angelegt wird... die ich nicht ganz nachvollziehen kann...
Quellenangaben bitte... :/ 8)
Du lehnst die Mundkommunion schon wieder ab?

Es ist am Ende egal, weil die Apostel alle Priester und Bischöfe schon durch missio waren. Also berechtigt zur Berührung. Aber es könnte durchaus Mundkommunion gegeben haben, wenigstens der Brotsgestalt. Knien wahrscheinlich nicht, weil das Pönitenz bedeutete.

Warum könnte die Mundkommunion praktiziert sein? Weil es der Brauch der hellenischen und nahöstlichen Gastfreundschaft war, daß der Hausvater dem Gast ein Stück Brot mit Wein in den Mund gab.

Wir lesen, daß Jesus dies mit dem Iudas Iskariot tat:
Johannes 13: 26-28 hat geschrieben:Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
Glaubst Du, Jesus hat dem Judas den Bissen (Brot) eingetaucht und dann mit Wein samt in dessen Hände gedrückt oder gegeben? Das hätte ziemliche Schmutzigkeit verursacht. Natürlich hat Jesus auch hier dem Verräter unter seinen Jüngern den Bissen in den Mund gelegt, wie damals so üblich.

Aber EcceHomo wird wohl darüber lachen, fürchte ich. Einfach wenn man keine Argumente hat.
_____________

Was ich aber sicher weiss, ist dass die heutige Version des Da-Vinci-Gemäldes Abendmahlchaos mit Symbolwandlung, ohne Ritualität, dem Verständnis der Juden des Pascha-Mahles entgegengestellt war. Es war eine rituelle Zeremonie. Jesus hat den Neuen Bund eingesetzt.

Übrigens kann man es ausser bei Dr. Gamber und anderen, auch mystischerweise beim Sel. Anna-Katharina Emmerick nachlesen, die ausführlichen zur Einsetzung spricht. Wenn auch mystagogisch. Darüber wird dann sicher auch wieder gehöhnt von EcceHomo.

Frà Angelico, kein "Beweis" für irgendetwas, aber wohl sehr schön:
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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

asderrix hat geschrieben:
Ich denke schon, wenn das keine evangelische Fälschung ist:

Mt. 26, 20 Als es aber Abend geworden war, legte er sich mit den Zwölfen zu Tische.
Es geht mir nicht um die Haltung beim Essen der Pascha-Kräuter und Vorspeise. Sondern um Lamm usw. Es war nicht unüblich aufzustehen.

In römischen Reich hat man an Triklinien gegessen im Liegen, im hellenischen Osten aber viel weniger. Das Letzte Abendmahl hat wahrscheinlich an einer U-Form-Tischformation stattgefunden.

Im Zönakel hatte man sogar Marmortische. Jesus hatte reiche Freunde, ich nenne nur Joseph von Arimathea und den Lazarus. Um seine Kleider wurde sogar (Matt. 27:35) das Los geworfen. Das hätte man für alte völlige blutige Kleider nicht getan. Der Historiker Josephus (Antiquitates Judaicae) schreibt darum , daß Jesus eine sehr vornehmde Erscheinung war, in Würde.

Wahrlich kein Penner mit alten Lumpenkleidern, auch wenn man oft Hunger erlitt und Jesus sehr einfach lebte, immer auf Reise durch Judea und Galilea.

Nur zur Erinnerung: Joseph von Arimathea und Lazarus zählten zu den Reichsten Menschen des Landes. Sie besassen Grundstücke. Deshalb wagten es die Hohepriester nicht früher Jesus zu steinigen. Aus Angst.

Der Herr Jesus war also historisch gesehen eben kein Marxist mit Hass gegen Grundbesitzer.... Auch wenn manche "engagierte Geistlichen" in Südamerika das aus Ihm machen wollen.

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FranzSales
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Beitrag von FranzSales »

In einer Reliquie eines Apostels hat man Photos gefunden. Eines zeigt den Tisch beim letzten Abendmahl.

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"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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asderrix
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Beitrag von asderrix »

Athanasius,
das mit den Lumpenkleidern, da hast du meine volle Zustimmung, das Jesus seinen Jüngern die Bissen vermutlich in den Mund legte, auch da.

Ob zum essen des Paschalammes aufgestanden wurde, weiß ich nicht genau, ist aber von der Geschichte des ersten Paschas sehr wahrscheinlich.

Die Einsetzung des Gedächtnismahles dürfte aber im Liegen geschehen sein, da hier nur Christus aktiv war (ob in U Form, oder in einer Reihe, ist nebensächlich, finde ich).

lg asder

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

asderrix hat geschrieben:Athanasius,
das mit den Lumpenkleidern, da hast du meine volle Zustimmung, das Jesus seinen Jüngern die Bissen vermutlich in den Mund legte, auch da.

Ob zum essen des Paschalammes aufgestanden wurde, weiß ich nicht genau, ist aber von der Geschichte des ersten Paschas sehr wahrscheinlich.

Die Einsetzung des Gedächtnismahles dürfte aber im Liegen geschehen sein, da hier nur Christus aktiv war (ob in U Form, oder in einer Reihe, ist nebensächlich, finde ich).

lg asder
Bin ich anderer Meinung. Die Einsetzung eines Neuen Opfers, eines Neuen Bundes, ist eine göttliche Zeremonie die nicht in "Relax!"-Körperhaltung durchgeführt wurde. Jesus war kein Hippie, sondern Gott und Meister. Ich wollte nur betonen, daß das Stehen beim Mahle nicht unmöglich war. 100% sicher bin ich mir nicht. Ich habe keine Photos. Die apostolische Tradition und Liturgien des 2. Jahrhunderts geben mir aber Recht. Man stand da. Hätte Jesus im Liegen die Hl. Eucharistie eingesetzt, oder liegend rumgesprochen, sähe die Liturgie des Hl. Justinus und des Didachè ganz anders aus um 95 n. Chr.. Da bin ich mir sicher....

Gesegnetes Osterfest.

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

FranzSales hat geschrieben:In einer Reliquie eines Apostels hat man Photos gefunden. Eines zeigt den Tisch beim letzten Abendmahl.

Bild
Ach was, ich habe es ja selbst gesehen.......... :mrgreen:

Ich habe zudem im Evangelium des Judas ja gelesen, daß Flavius Bernini Berninus, ein Vorfahre des späteren Renaissance-Baumeisters, um 32 n. Chr. das Zönakel zu Jerusalem neu ausgestattet hat! :jump:

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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Athanasius2 hat geschrieben:
Jetzt fehlt nur noch der Bericht über die erste knieende Mundkommunion...

Tschuldigung, aber ich werde da sehr bitter, wenn eine Brille angelegt wird... die ich nicht ganz nachvollziehen kann...
Quellenangaben bitte... :/ 8)
Du lehnst die Mundkommunion schon wieder ab?
Ich mache Mundkommunion. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wann ich das letzte Mal HK gemacht hätte.
Aber auch das müsste man sehen. Tust du aber nicht.
Aber hier geht es ja auch nicht um die Mk an sich, sondern darum, dass du mit 10000000%iger Sicherheit zu wissen glaubst, was alles dort war. Und das hatte ich als Beispiel gebracht.
Was tue oder nicht tue, gehört da nicht rein. Aber nochmal für dich: Ich mache MK, lehne sie also nicht ab! Verstanden?
Athanasius2 hat geschrieben:Übrigens kann man es ausser bei Dr. Gamber und anderen, auch mystischerweise beim Sel. Anna-Katharina Emmerick nachlesen, die ausführlichen zur Einsetzung spricht. Wenn auch mystagogisch. Darüber wird dann sicher auch wieder gehöhnt von EcceHomo.
Nur, das AKE auch keinen Tatsachenbericht liefern kann. Sie war auch nicht dabei.
Athanasius2 hat geschrieben:Frà Angelico, kein "Beweis" für irgendetwas, aber wohl sehr schön:
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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz »

Athanasius2 hat geschrieben:
FioreGraz hat geschrieben:
Das ist humbug

LG
Fiore
Gutes Argument. Sicherlich besser als eine Räferenz zu Msgr. Dr. Klaus Gambers "Zur Ostung der Altäre".
Damit wollte ich zum Ausdruck bringen das die Thesen spekulativ durch die Tradiwunschbrille gesehen werden und sich auf keine Überlieferung stützen können. Egal ob die Thesen jetzt von Dr. Klaus Gambers, Pius, Levebre, Bugs Bunny, Mickey Maus oder sonst wem stammen.

These 1 - "Abräumen"

Brot und Wein sind nicht etwas exotisches beim Pesachmahl sondern etwas was sowieso dort steht, die Evangelien berichten weiters das er während des Mahls und nicht danach Brot uns Wein reichte. Kein Bericht spricht von "nachdem sie gegessen hatten" im gegenteil immer währenddessen bei Lukas könnte man sogar eher schon sagen vorher.

These 2 - "Stehen"

Auch hier widersprechen die Evangelien, aber nicht nur diese, auch der normale Verstand. Speisen wurden nicht neuzeitlich schön fertig angerichtet auf nem Tellerchen serviert, mit dem man steht in der einen Hand das Teller mit der anderen Hand futternd, sondern in Gefässen aus denen man sich dann bediente und dann kommt noch die Tischhöhe, bei nem europäischen Tisch kann man im stehen essen, aber nur weil in vielen Filmen die Tische normale heute gebräuchliche höhen haben wars deswegen fürher nicht so, und das Mahl wäre ne reiligöse Turnübung geworden. Auch der hinweis man müsse für den Aufbruch bereit sein impliziert nicht das man im stehen essen musste.

These 3 - "U-förmiger-Tisch"

Das ist nurmehr Spekulation, weil wir die Darstellung des U bzw. das alle an einer Tischseite sitzen mit dem Chef in der Mitte gewohnt sind und sie unserem europäischen "Gefühl" entspricht.

These 4 - "Mundstopfung"

Nachdem Jesus am Tisch niederlies müsste er wieder aufgesprungen sein und um dem Tisch herumgewusselt sein.

Keines deiner Argumente stützt sich auf "überlieferung" wie du mit der Zuhilfenahme der Liuturgiebeschreibung des Hl. Justinus und der Didache zu untermauern versuchst.

Bei der Apologie des justinius und der kurzen Beschreibung handelt es sich bereits um eine gut durchdachte ablaufende Kulthandlung für viele Personen und ist daher schon al Entwicklungsschritt zu sehen. Die Didache die du ebenfalls als Zeuge aufrufst impliziert eher das sitzen bei der euchristie und kein stehen oder Mundstopfung, denn hier sind Agape und Eucharistie noch nicht getrennt. Des weiteren zeigen frühe Darstellungen und Beschreibungen ein sitzen. Das sich die Liturgie natürlich entwickelt hat und das sehr früh wie Justinus zeigt stellt keiner in Abrede, das es aber immer von Anfang an so war, ist "Wunschdenken" und entbehrt jeglicher Grundlage.
Chritus hat die Eucharistie eingesetzt aber nicht in einer fromellen Kulthandlung, diese Entwicklete sich erst.

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Linus
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Beitrag von Linus »

Athanasius2 hat geschrieben: Du lehnst die Mundkommunion schon wieder ab?
Kann mich nicht entsinnen, wo EcHo das jemals getan hätte. Sie sprach lediglich von der genehmigten Wahlfreiheit des dzt. Erlaubten für den kommunizierenden Christenmenschen. (und ich bin überzeugt: Wäre Purzelbaumschlagende Kommunion erlaubt, sie würd sich für die Wahlfreiheit dieser Kommunionarteinsetzen.) Denn letzlich gehts nicht um das "Wie" des Kommunionempfangs sondern um das "was" besser noch des "wer" der Kommunion: Brotchips oder der leibhaftige inFleisch und Blut uns Seele anwesende Gottmensch unser heute auferstandene Herr Jesus
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Linus
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Beitrag von Linus »

Athanasius2 hat geschrieben:Bin ich anderer Meinung. Die Einsetzung eines Neuen Opfers, eines Neuen Bundes, ist eine göttliche Zeremonie die nicht in "Relax!"-Körperhaltung durchgeführt wurde. Jesus war kein Hippie, sondern Gott und Meister.
Bitte sei dir bewußt, daß unterschiedliche Kulturkreise und unterschiedliche Zeiten jeweils ihre eigenen Ausdrucksformen hatten. Beispielsweise wie heutzutage bei Fernöstlichen Katholiken der Friedensgruß gespendet wird (im Unterschied zur Antiken Mittelmeerischen Praxis und der Art wie es bei uns gebräuchlich ist)
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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

FioreGraz hat geschrieben:
These 1 - "Abräumen"

Brot und Wein sind nicht etwas exotisches beim Pesachmahl sondern etwas was sowieso dort steht, die Evangelien berichten weiters das er während des Mahls und nicht danach Brot uns Wein reichte. Kein Bericht spricht von "nachdem sie gegessen hatten" im gegenteil immer währenddessen bei Lukas könnte man sogar eher schon sagen vorher.
Postquam cenatum est. So sagen es alle Liturgien der Kirche. Die Evangelien sprechen lediglich vom Mahle, als soziale Einheit. Die Eucharistie wurde nach dem Essen eingesetzt, man war aber noch ím Zönakel.
These 2 - "Stehen"

Auch hier widersprechen die Evangelien, aber nicht nur diese, auch der normale Verstand. Speisen wurden nicht neuzeitlich schön fertig angerichtet auf nem Tellerchen serviert, mit dem man steht in der einen Hand das Teller mit der anderen Hand futternd, sondern in Gefässen aus denen man sich dann bediente und dann kommt noch die Tischhöhe, bei nem europäischen Tisch kann man im stehen essen, aber nur weil in vielen Filmen die Tische normale heute gebräuchliche höhen haben wars deswegen fürher nicht so, und das Mahl wäre ne reiligöse Turnübung geworden. Auch der hinweis man müsse für den Aufbruch bereit sein impliziert nicht das man im stehen essen musste.
Du weißt also genau die Einrichtung des Zönakels besser als Wissenschaftler, darunter Dr. Gamber? Sogar Prof. Dr. Anthony Fortescue, zuerst noch davon überzeugt daß die ersten Christen und Christus selbst an einem Tische feierten zu einander, hat seine Sicht revidieren müssen. Die Juden standen beim Essen des Lammes. So sprechen Talmud und Hl. Schrift. Bei der Einsetzung mag man deswegen durchaus gestanden haben. Auch wenn es nicht in Dein persönlich phantasiertes Bild des Abendmahles passt.
These 3 - "U-förmiger-Tisch"

Das ist nurmehr Spekulation, weil wir die Darstellung des U bzw. das alle an einer Tischseite sitzen mit dem Chef in der Mitte gewohnt sind und sie unserem europäischen "Gefühl" entspricht.
Sagen aber die Archäologen. Spekulation. Sicher. Deine Aussagen sind Spekulationen, das gebe ich zu.
These 4 - "Mundstopfung"

Nachdem Jesus am Tisch niederlies müsste er wieder aufgesprungen sein und um dem Tisch herumgewusselt sein.
Wer weiß? Vielleicht hat man herum gereicht, oder eben nicht. Ich bin mir nicht sicher. Die Handkommunikanten sind aber 100% "sicher" daß Brötchen verteilt wurden als wären es nur Brötchen und nichts anderes. Mundkommunion hat es da sehr wohl geben können.
Bei der Apologie des justinius und der kurzen Beschreibung handelt es sich bereits um eine gut durchdachte ablaufende Kulthandlung für viele Personen und ist daher schon al Entwicklungsschritt zu sehen. Die Didache die du ebenfalls als Zeuge aufrufst impliziert eher das sitzen bei der euchristie und kein stehen oder Mundstopfung, denn hier sind Agape und Eucharistie noch nicht getrennt.


Agapè und Eucharistie waren sehr wohl getrennt, allerdings fand im gleichen Ruam nach dem Agapè die Hl. Eucharistie statt, an einem abgesonderten Tische, während das Volk hinter dem Bischof und den Diakonen stehen musste. Sieh nochmal die Beschreibung des Dr. Klaus Gamber; er nennt viele Quellen. Ich verbiete Dir die Beschreibung der Mundkommunion als "Mundstopfung". Wenn Du so reden willst, gibt es keine Höflichkeitsgrundlage mehr. Ich habe niemals behauptet, es könne keine Art von Handkommunion gegeben haben. Aber die Mundkommunion ist auch möglich gewesen, vor allem im römischen Raum und um Alexandrien ist dieser deutlich im 3. Jahrhundert nachzuweisen, während in Mailand und Assyrien noch bis ins 5. Jahrhundert hinein eine Art der Handkommunion existierte (aber viel würdiger als heute geschieht, mit Verneigung des ganzen Körpers z.B.). Wurde aber von Regionalkonzilien in der orthodoxen Kirche verboten, somit betrieben sie bis 1964-68 auch nur vereinzelte Nestorianer.
Des weiteren zeigen frühe Darstellungen und Beschreibungen ein sitzen. Das sich die Liturgie natürlich entwickelt hat und das sehr früh wie Justinus zeigt stellt keiner in Abrede, das es aber immer von Anfang an so war, ist "Wunschdenken" und entbehrt jeglicher Grundlage.
Christus hat die Eucharistie eingesetzt aber nicht in einer fromellen Kulthandlung, diese Entwicklete sich erst.
Nein, Christus hat also kein Opfer eingesetzt in Deinem Weltbild? Entschuldigung, aber dann bist Du kein Katholik. Er hat sehr deutlich das Opfer des neuen Bundes gegenwärtig gesetzt in Seinem Leib und Blut. Von Tag eins ab. Es war kein Mahl. Das Agapè wurde nur durch fromme Volksgedanken noch daran festgeknüpft, am Ende ist er aber Anlass zu schwerem Missbrauch gewesen (vgl. Paulus an die Korinther) und somit immer mehr unterlassen. Als im frühen Mittelalter das Fasten ab 24.00 Uhr eingeführt wurde vor der Hl. Kommunion, wurde sie unmöglich - war aber schon im 2. Jahrhundert verschwunden. Hippolyt (180-232) erwähnt sie nicht mehr, anstatt finden wir die Eucharistiefeiern auf den Gräben der Märtyrer von Röm. Afrika bis Assyrien, von den Katakomben Roms bis in Äthiopien. Schon von Paulus liest man, daß er früh im Morgen das "Brotbrechen" gefeiert hat. Nicht immer am Abend. Morgens und auf den heiligen Friedhöfen hat man sehr sicherlich keine Trink- und Essensveranstaltungen abgehalten.

Und komm' mit nach Herkulanäum bei Pompeii, dann zeige ich Dir die christliche Hauskapelle aus 66 n. Chr. mit primitivem holzernen Wandaltar und Metallkruzifix über dem.

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Ecce Homo hat geschrieben: Ich mache Mundkommunion. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wann ich das letzte Mal HK gemacht hätte.
Aber auch das müsste man sehen. Tust du aber nicht.
Aber hier geht es ja auch nicht um die Mk an sich, sondern darum, dass du mit 10000000%iger Sicherheit zu wissen glaubst, was alles dort war. Und das hatte ich als Beispiel gebracht.
Was tue oder nicht tue, gehört da nicht rein. Aber nochmal für dich: Ich mache MK, lehne sie also nicht ab! Verstanden?
Verzeihung. Ich wollte Dich nicht beleidigen.

.........
Nur, das AKE auch keinen Tatsachenbericht liefern kann. Sie war auch nicht dabei.
Dafür aber Visionen die sich archäologisch im Spektrum jener Zeit sehen lassen. A.K. Emmerick war eben keine Maria Valtorta, sondern eine selige Seherin.
Ich liebe dieses Bild - hatte es ja auch schon als Avatar...

Leg deine Brille ab, wenn du mit mir redest, ja?
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Pit
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Beitrag von Pit »

Hallo Linus,

zustimmend möchte ich da etwas anbringen:
Die Darstellung von Jesus und den Jüngern am Tisch sitzend (!) ist - da gebe ich Dir Recht, eine Darstellung auf Gemälden, die vom europäischen Kulturkreis geprägt ist (und die Maler in Renaissance oder Barock oder Gotik malten, was sie kannten.
UNd zur Zeit Jesu lag man bei Tisch, nicht "relaxed", wie Atha es nennt, sondern sehr bequem udn dennoch stilvoll - probier es mal im Römermuseum in Xanten aus, dort haben sie eine Villa im damaligen Stil ausgestattet. :-)
De Facto standen die Judem anfangs während des Sedermahls. Das war aber, bevor sie im Gelobten Land waren, danach war nicht mehr die Gefahr, entdeckt zu werden, und sie konnten im Sitzen - besser: liegen feiern.
Ausserdem heisst es in der Pessachhaggadah, daß jeder (als Zeichen der Freiheit) den linken Arm aufgestützt halten soll. Versuch das mal, lieber Athanasius, wenn Du an einem Tisch stehst, das dürfte recht unbequem werden.

Gruß, Pit
Linus hat geschrieben:
Athanasius2 hat geschrieben:Bin ich anderer Meinung. Die Einsetzung eines Neuen Opfers, eines Neuen Bundes, ist eine göttliche Zeremonie die nicht in "Relax!"-Körperhaltung durchgeführt wurde. Jesus war kein Hippie, sondern Gott und Meister.
Bitte sei dir bewußt, daß unterschiedliche Kulturkreise und unterschiedliche Zeiten jeweils ihre eigenen Ausdrucksformen hatten. Beispielsweise wie heutzutage bei Fernöstlichen Katholiken der Friedensgruß gespendet wird (im Unterschied zur Antiken Mittelmeerischen Praxis und der Art wie es bei uns gebräuchlich ist)
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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Linus hat geschrieben: Bitte sei dir bewußt, daß unterschiedliche Kulturkreise und unterschiedliche Zeiten jeweils ihre eigenen Ausdrucksformen hatten. Beispielsweise wie heutzutage bei Fernöstlichen Katholiken der Friedensgruß gespendet wird (im Unterschied zur Antiken Mittelmeerischen Praxis und der Art wie es bei uns gebräuchlich ist)
Der Friedengruss hat auch in Form eines Friedenskusses historische und archäologische Berechtigung. Die Behauptungen eines chaotischen Da Vinci-Abendmahls im Zönikale, wo zwischen Kelchen mit Wein und schmutzigen Tellern das Opfer des Neuen Bundes eingesetzt wurde, aber nicht.

Der Friedensgruss ist séhr gut. Auch vielleicht in der Versammlung der Gläubigen, aber nicht beim Agnus Dei. Dann sollte man anbeten, nicht klatschen und Hände drücken.

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Es bleibt so: es war ein rituelles Mahl, wozu die Einsetzung des Neuen Opfers kam unter Gestalt von Brot und Wein.

Und die Kleider waren die beste die man damals hatte. Könnte auch durchaus eine casula da gewesen sein, denn diese teure Gewänder, haben in Rom die reicheren Bürger getragen, und in Iudaea sicherlich die Lazarus' und Joseph von Arimatheas von damals. Eine Albe ist zudem typisch für den Nahen Osten. Stola war Ausdruck von Lehrgewalt, auch im säkularen Bereich. Wir finden die primitivsten Kleidungstücke von später beim Letzten Abendmahl zurück. Egal ob manche von euch es lieben oder nicht.

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Ave Crux, spes unica.

Das bleibt uns: Gegrüßet seist Du, Kreuz, einzige Hoffnung.

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz »

Postquam cenatum est. So sagen es alle Liturgien der Kirche. Die Evangelien sprechen lediglich vom Mahle, als soziale Einheit. Die Eucharistie wurde nach dem Essen eingesetzt, man war aber noch ím Zönakel.
MK, und MT sprechen während des Mahles und Lk deute eher ein vor dem Mahl an. Das die Liturgie so spricht bedeutet nicht das es so war, besonders da die Liturgie in dem Sinne sich erst enfaltet hat und bereits interpretation beinhaltet. So etwas geschah ja öfters z.B. der Jahrtausende alte Übersetzungfehler Gen 3,15 in der Vulgata , der erst mit der nova vulgata richtig gestellt wurde. Wobei der Zeitpunkt der Einsetzung eigentlich nebensächlich ist.
Du weißt also genau die Einrichtung des Zönakels besser als Wissenschaftler, darunter Dr. Gamber? Sogar Prof. Dr. Anthony Fortescue, zuerst noch davon überzeugt daß die ersten Christen und Christus selbst an einem Tische feierten zu einander, hat seine Sicht revidieren müssen. Die Juden standen beim Essen des Lammes. So sprechen Talmud und Hl. Schrift. Bei der Einsetzung mag man deswegen durchaus gestanden haben. Auch wenn es nicht in Dein persönlich phantasiertes Bild des Abendmahles passt.
Ich weiß es nicht besser als die experten, nur gebe ich meine Argumentation wieder. Wären sei gestanden wäre der Hinweis auf den Tisch in den Evangelien Humbug gewesen.
Auserdem sprechen die Evangelien von niederlassen am Tische.
Und es gibt nun mal auch viele Zeugnisse das die Christen am Tisch saßen und nicht standen.
Sagen aber die Archäologen. Spekulation. Sicher. Deine Aussagen sind Spekulationen, das gebe ich zu.
Jegliche Aussage über die Tischform ist spekulation und im Endefeckt ebenfalls nebensächlich. Ich wies nur daraufhin das wir eben diese Darstellungen "gewohnt" sind was meines erachtens bereits zu einer subjektiven Beeinflussung führt, weil man nicht einfach berücksichtigt das die Künstler hier nicht klassich Nachaufklärerisch photografisch wissenschaftlich arbeiteten. Gerade bei solchen Dingen muß man vom streng linearisierten aufklärerischen westlichen denken abweichen.
Wer weiß? Vielleicht hat man herum gereicht, oder eben nicht. Ich bin mir nicht sicher. Die Handkommunikanten sind aber 100% "sicher" daß Brötchen verteilt wurden als wären es nur Brötchen und nichts anderes. Mundkommunion hat es da sehr wohl geben können.
Sicher geben hätte es sie können allerdings die Überlieferung am Anfang redet von Handkommunion. Im Endefeckt allerdings ist es auch hier eher ein Ideologiestreit, denn du wirst frühe Texte finden die von Handkommunion reden, von Mundkommunion reden, die knien verbieten und solche die knien anordnen. Im Endefeckt handelt es sich hierbei um eine menschliche TRadition und Ausdruck die sich um das depositum fidei die Eucharistie herum entfaltet hat. Das vergisst man oft bei dem streit darum. Das im Endefeckt das wie bei der Frühstückwerbung mit dem Brokörberl abgelaufen sei weise ich zurück, das war ein feierlicher Akt sowohl beim ersten Abendmahl wie auch bei den späteren.
Agapè und Eucharistie waren sehr wohl getrennt, allerdings fand im gleichen Ruam nach dem Agapè die Hl. Eucharistie statt, an einem abgesonderten Tische, während das Volk hinter dem Bischof und den Diakonen stehen musste. Sieh nochmal die Beschreibung des Dr. Klaus Gamber; er nennt viele Quellen.
Ich spreche der Liturgie keine schnelle Entwicklung ab, nein die strukturen des Christentums haben sich wahnsennig schnell entwickelt innerhalb von 100 Jahren war das Christentum eigentlich in den Strukturen und groben Ritualformen so wie wir es kennen entfaltet. Und hier ist Gamber meines erachtens zu rigoros, da er eben diese rasante Entwicklung nicht berücksichtigt sondern auf einen Haufen wirft. Den die Quellen geben sehr wohl eine Entwicklung wieder. Allerdings war es auch logisch das sich sehr schnell ein formeler standardiesierter Ritualablauf entwickelt, besonder in der mythologischen Welt von damals.

Die Agape war im Ablauf voneinander getrennt allerdings zeigt sich hier ebenfalls meines Erachtens eine Entwicklung, zuerst gemeinsam am tisch (Nur Trennung im Ablauf), dann wie du sie beschreibst nicht nur zeiltlich sondern auch örtlich getrennt (womöglich noch zu Zeiten der Apostel um eben den Missbrauch den Paulus anprangert zu vermeiden) und danach komplett aus der Liturgie herausgelöst und bei uns im Westen zumindest leider zum Punschtrinken verkommen.
Die Kirchenväter wussten schon warum sie die Agape abtrennten allerdings finde ich ihren Verlust oder besser ihre heutige deformation schade.
Aber die Mundkommunion ist auch möglich gewesen, vor allem im römischen Raum und um Alexandrien ist dieser deutlich im 3. Jahrhundert nachzuweisen, während in Mailand und Assyrien noch bis ins 5. Jahrhundert hinein eine Art der Handkommunion existierte (aber viel würdiger als heute geschieht, mit Verneigung des ganzen Körpers z.B.). Wurde aber von Regionalkonzilien in der orthodoxen Kirche verboten, somit betrieben sie bis 1964-68 auch nur vereinzelte Nestorianer.


Sicher Mundkommunion war möglich, aber wie gesagt die frühesten Quellen zeigen eher Handkommunion, deswiteren zeigt gerade dein Beispiel schön die Entfaltung der Liturgie auf. Zuerst im "kleinen Kreis", und die Hauskirchen anfangs waren kleine intime Zusammenkünfte, Handkommunion, dannach die Entfaltung, ein nebeninander mehrer "Arten" die dann von einer Art abgelöst werden. Und gerade im 3. Jhdt kann man die Kirche nicht mehr mit den kleinen intimen Gemeinden im 1. Jhdt vergleichen. Wäre auch realtiv chaotisch wenn plötzlich 30 oder 50 Leute am Tisch die Eucharistie gespendet würde. Solch ein "verfahren" war noch im Kreise der 12 und in den kleinen intimen Hauskirchen würdig und respektvoll möglich nicht mehr aber bei den im Vergleich dazu Megazusammenkünften. NAchdem das Christentum geschichtlich gesehen aber rasant wuchs entstanden auch rasant schnell das heutige Gerüst.
Nein, Christus hat also kein Opfer eingesetzt in Deinem Weltbild? Entschuldigung, aber dann bist Du kein Katholik. Er hat sehr deutlich das Opfer des neuen Bundes gegenwärtig gesetzt in Seinem Leib und Blut. Von Tag eins ab. Es war kein Mahl.


Das habe ich doch nie behautet, natürlich hat er sie eingesetzt aber nicht formal mit nem Schreiber neben und die Anleitung dazu dikdierend auf was alles zu achten ist, er hat sie einfach eingesetzt wie beschrieben. Und das ist eigentlich des Pudels Kern, ob HK, MK, stehen, knien, Handstand, ist nebensächlich solange der Kern die Eucharistie treu und wahr bleibt und im Mittelpunkt steht und ihre Aussage nicht verfälscht wird.
Das Agapè wurde nur durch fromme Volksgedanken noch daran festgeknüpft, am Ende ist er aber Anlass zu schwerem Missbrauch gewesen (vgl. Paulus an die Korinther) und somit immer mehr unterlassen.
Getrennt nicht unterlassen um eben den Missbrauch zu unterbinden und dann vergessen. Als reinen Volksgedanken oder Frommes Possenspiel wie das bei dir herausklingt würde ich die Agape nicht sehen, sie hat sehr wohl ein starke "praktische" Aussagekraft insbesonder die Gemeinschaft und Einheit betreffend, etwas was der mitteleuropäischen 08/15 Gemeinde heute fehlt. Ansonsten hätte man sie nicht so eingeführt. Auch wenn Paulus diesen Missbrauch kritisiert, stammt diese Feier ja von ihnen. Sonst hätten si ja gleich von Anfang an nur das Brotbrechen eingeführt .
Als im frühen Mittelalter das Fasten ab 24.00 Uhr eingeführt wurde vor der Hl. Kommunion, wurde sie unmöglich - war aber schon im 2. Jahrhundert verschwunden.
Naja verunmöglicht hätte das die Agape zwar nicht. Ich denke eher sie wurde als "obsolet" angesehen bzw. als unpraktisch. Ist der Untesrschied zwischen "kleiner" intimer Feier und "großer" Messe.
Im Endefeckt aber verschwand sie nicht wirklich sie verschob sich meines erachtens in den Privatbereich zurück. Der klassische Sonntagsbraten bzw. das familäre essen nach der Messe. Leider ging damit aber meines Erachtens die praktische Aussage verloren.
Hippolyt (180-232) erwähnt sie nicht mehr, anstatt finden wir die Eucharistiefeiern auf den Gräben der Märtyrer von Röm. Afrika bis Assyrien, von den Katakomben Roms bis in Äthiopien. Schon von Paulus liest man, daß er früh im Morgen das "Brotbrechen" gefeiert hat. Nicht immer am Abend. Morgens und auf den heiligen Friedhöfen hat man sehr sicherlich keine Trink- und Essensveranstaltungen abgehalten.


Auch wenn die Agape sicher eine eher zwanglose Geschichte war als einfaches essen und trinken würde ich sie nicht bezeichnen.

LG
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Linus
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Beitrag von Linus »

Athanasius2 hat geschrieben:Der Friedensgruss ist séhr gut. Auch vielleicht in der Versammlung der Gläubigen, aber nicht beim Agnus Dei. Dann sollte man anbeten, nicht klatschen und Hände drücken.
Den Ort für den Friedensgruß halt ich auch für problematisch, vor der Zurüstung wärs besser (wie auch das letzte Vat Schreiben meint.) im Blick auf Mt 5,24
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Peregrin
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Beitrag von Peregrin »

Linus hat geschrieben:Beispielsweise wie heutzutage bei Fernöstlichen Katholiken der Friedensgruß gespendet wird (im Unterschied zur Antiken Mittelmeerischen Praxis und der Art wie es bei uns gebräuchlich ist)
Was machen die denn? Reiben die die Nasen aneinander?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Linus
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Beitrag von Linus »

Peregrin hat geschrieben: Was machen die denn? Reiben die die Nasen aneinander?
Nö. Teilweise in der Form des thailändischen "Wai" teilweise einfacher. aber keine Berührung.
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Schade

Beitrag von sofaklecks »

Apropos Casula:

Sehr schade, dass ich hier keine eigenen Bilde einstellen kann. Oder doch?

In meiner kleinen Schatztruhe hab ich nämlich ein rundes Medaillon, ein koptiches Tuch, das auf der Rückseite einer solchen Casula afgebracht wurde. Es ist ein Original aus dem zweiten Jahrhundert , das allerdings aus Ägypten stammt, wunderschön erhalten. Es zeigt eine Löwenjagd. Ich dachte zuerst, es sei die Darstellung von Heiligen, da die Jäger einen Nimbus tragen und das koptische Kreuz mehrfach wiederkehrt, musste mich aber belehren lassen, dass damals alle Würdenträger so dargestellt worden seien und das Kreuz eine gängige Verzierung gewesen sei.

sofaklecks

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Leguan
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Beitrag von Leguan »

sofaklecks hat geschrieben:Sehr schade, dass ich hier keine eigenen Bilde einstellen kann. Oder doch?
Wenn Du oben auf "Album" und dann auf "ihre persönliche Galerie" gehst, kannst Du so viele Bilder hochladen wie Du lustig bist.
Nur das direkte Einbinden in Beiträge funktioniert (leider) nicht, aber als Links geht es.

Baerchen
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Beitrag von Baerchen »

Leguan hat geschrieben:
sofaklecks hat geschrieben:Sehr schade, dass ich hier keine eigenen Bilde einstellen kann. Oder doch?
Wenn Du oben auf "Album" und dann auf "ihre persönliche Galerie" gehst, kannst Du so viele Bilder hochladen wie Du lustig bist.
Nur das direkte Einbinden in Beiträge funktioniert (leider) nicht, aber als Links geht es.
Vielleicht gehts über www.imageshack.us ?

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