Dirk hat geschrieben: Adam und Eva hatten direkten Kontakt zu Gott. Sie kannten seinen Willen auch ohne Gesetze und die Liebe hat sie dazu getrieben, Gott zu gehorchen.
Nö. Im Paradies haben sie eben durch Ungehorsam gesündigt.
Dirk hat geschrieben: Erst durch die Sünde benötigt man Gesetze und Vorschriften, weil die Sünde von Gott entfernt (bei Adam und Eva konkret der Rauswurf aus dem Paradies). D.h. die Sünde führt dazu dass der Blick auf Gott und seinen Willen benebelt ist und sie sorgt auch dafür, dass der Mensch dazu neigt, sich gegen den Willen Gottes aufzulehnen und so Gesetze und Regeln braucht.
Das klingt irgendwie absurd – als ob Gesetze und Regeln uns vor dem Sündigen bewahren könnten.
Dirk hat geschrieben: Weil die Liebe des Menschen durch die Sünde schwächer wird.
Nur dann, wenn man sich dem Sündigen bewusst hingibt und das Sündigen als „normales Menschenverhalten“ deklariert – im Grunde genommen lebt man so, als ob es Gott nicht geben könnte weil seine Reaktion auf das Sündigen fehlt. Je weiter dieser Prozess fortgeschritten ist, desto schneller entfernt man sich von Gott – progressiv. Dagegen hilft auch kein Gesetz – was wir auch in unsrer Zeit beobachten können.
Dirk hat geschrieben: Dirk hat geschrieben:Das Gesetz im Alten Bund war ein Fluch, eine Verwaltung der Sünde, eine Unterwerfung unter der Macht der Sünde. Niemand konnte es erfüllen, es hat niemanden zur Vollendung geführt
Doch. Jesus Christus hat es erfüllt.
... und ich glaube nicht, dass Gott Jahwe darauf so fixiert war, sein auserwähltes Volk einem Fluch unterzuordnen.
Natürlich nicht, sonst hätte er Jesus ja nicht geschickt, um uns von dem Fluch zu befreien (lies die Paulus-Stellen, die ich vorher zitiert habe).
Wenn das ein Fluch war, warum wartete Gott solange mit dem Jesus-zu-uns-schicken?
Das Gesetz kann man nicht als Fluch bezeichnen. Keineswegs.
Dirk hat geschrieben: Mit der Erlösung hat die Sünde ihre Macht verloren. Der Fluch ist gebrochen.
das klingt mir wieder zu protestantisch. Vor allem die Vergangenheits-Form – als ob unsere Sünden der Gegenwart keine Bedeutung mehr hätten.
Dirk hat geschrieben: Gott hat den Fluch nicht zu verantworten. Beim Halten des Bundes gibt es Segen, bei Brechen des Bundes droht das Gegenteil von Segen und das ist der Fluch.
wenn aber alle gesündigt haben – oder – nicht in der Lage waren, das Gesetz so zu erfüllen, wie Christus es erfüllt hat, dann ist es absurd, denn der allwissender Gott stellt doch kein Gesetz auf, von dem er weiß, das es nicht zu erfüllen ist und somit zur Verdammnis führt,
oder?
Dirk hat geschrieben: Das ist sogar im neuen Bund nicht anders. Der Bund wird in den Sakramenten erneuert. Wer aber nicht entsprechend disponiert ist, dem wird der Empfang der Sakramente zum Fluch.
Richtig! Das ist aber nicht dasselbe, wie die Beobachtung des Gesetzes. Das Gesetz dient auch der Ausbildung von sozialen Formen des Zusammenlebens (Nächstenliebe), die Sakramente, als Begegnung mit Gott, nicht.