nomads hat geschrieben: ↑Donnerstag 27. August 2026, 17:16
logoschristus hat geschrieben: ↑Donnerstag 27. August 2026, 16:53
Peduli hat geschrieben: ↑Donnerstag 27. August 2026, 11:00
Ich stelle einmal folgende provokative These in das Forum:
Das Christentum ist eine paradoxe Religion, weil der Mensch ein paradoxes Wesen ist!
Total abwegig

nur dann, wenn das paradoxe Wesen nicht in der Lage wäre, zu erkennen, dass es ein paradoxes Wesen ist.
Da aber das paradoxe Wesen erkennen kann, dass es ein paradoxes Wesen ist (sein kann), ist es in der Lage widerspruchsfrei und logisch zu denken und zu agieren.
Nunja, die Anmerkung von logoschristus war erkennbar nicht ernst ganz gemeint. Mithin ist die verbal ausgedrückte Ablehnung als Zustimmung zu interpretieren!
Das paradoxe Wesen des Menschen wird im "Kirchenlatein" als die
conditio humana bezeichnet. Realistisch betrachtet ist der Menschen gut geschaffen, jedoch zum Bösen geneigt.
Diese Neigung zum Bösen wird im "Kirchenlatein" als
Konkupiszenz bezeichnet. Und diese Konkupiszenz wird bei der Taufe auch
nicht abgewaschen/getilgt. In der Taufe wird nur die Erbsünde, genauer gesagt "Ursünde", selber beseitigt und zwar vollständig.
Mit der Taufe bekommt der Täufling jedoch Anteil am Hl. Geist und damit wird sein eigener, subjektiver Geist soweit wieder hergestellt, daß er das kann, was nomads oben bereits beschrieben hatte: Es ist in der Lage widerspruchsfrei und logisch zu denken und zu agieren!
Inwieweit diese geistigen Fähigkeiten des Menschen wiederum von ihm genutzt werden, ist in seine Entscheidungskompetenz gestellt. Allerdings muß in diesem Zusammenhang an der Gleichnis von der Verleihung* der Talente (Mt 25, 14 ff.) erinnert werden. Wer viele bekommen hat, ist verpflichtet auch viele hinzuzugewinnen.
Man soll also, ja man muß sogar, mit den eigenen Talenten wuchern und nicht nur wachsen!
*Hier könnte man auch von Einbeschaffung sprechen!