Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Zum Strangthema fällt mir der von Lutherbeck in der Klausnerei verlinkte Artikel zur angekündigten Durchsicht der Lutherbibel ein. Da haben wir das Problem umgekehrt- die Menschen stören sich an der allzu eifrigen Modernisierung, weil sie geprägt sind von der Sprache der älteren Ausgabe. Und Kirchens lernt daraus.
Normalerweise sollte sprachliche Beeinflussung gegenseitig sein. Natürlich spricht und schreibt der fromme Verfasser von vornherein so, dass er verstanden wird- deshalb sind ja sowohl das NT als auch später die Vulgata nicht im klassischen Griechisch bzw. Latein verfasst. Desehalb hat Luther "dem Volk aufs Maul geschaut" allerdings dabei ein akzeptables Niveau gewahrt.. Aber im nächsten Schritt ist es eben die Sprache der Kirche, die die Gesellschaft beeinflusst.
Wenn dieser Austausch nicht mehr klappt, sehe ich meherere Ursachen. Sicher spielt die Verarmung der Umgangssprache eine Rolle und auch die vernachlässigte Katechese. Aber ehrlich- so doll ist auch das Angebot nicht. Literarische Glanzleistungen in Punkto Bibleübersetzungen, populäres Liedgut und Katechismen oder frommer Literatur waren in den letzten 50 Jahren doch selten.
Normalerweise sollte sprachliche Beeinflussung gegenseitig sein. Natürlich spricht und schreibt der fromme Verfasser von vornherein so, dass er verstanden wird- deshalb sind ja sowohl das NT als auch später die Vulgata nicht im klassischen Griechisch bzw. Latein verfasst. Desehalb hat Luther "dem Volk aufs Maul geschaut" allerdings dabei ein akzeptables Niveau gewahrt.. Aber im nächsten Schritt ist es eben die Sprache der Kirche, die die Gesellschaft beeinflusst.
Wenn dieser Austausch nicht mehr klappt, sehe ich meherere Ursachen. Sicher spielt die Verarmung der Umgangssprache eine Rolle und auch die vernachlässigte Katechese. Aber ehrlich- so doll ist auch das Angebot nicht. Literarische Glanzleistungen in Punkto Bibleübersetzungen, populäres Liedgut und Katechismen oder frommer Literatur waren in den letzten 50 Jahren doch selten.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach
M. v. Ebner- Eschenbach
Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Stimmt. Wird alles anders, wenn die Robertina erscheint.Lioba hat geschrieben:Aber ehrlich- so doll ist auch das Angebot nicht. Literarische Glanzleistungen in Punkto Bibleübersetzungen, populäres Liedgut und Katechismen oder frommer Literatur waren in den letzten 50 Jahren doch selten.
..man wird ja noch träumen dürfen..
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
...oder einen Sponsor finden bzw. anfangen zu sammeln...ad-fontes hat geschrieben: Stimmt. Wird alles anders, wenn die Robertina erscheint.![]()
..man wird ja noch träumen dürfen..
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Im Moment würde ich mich schon glücklich schätzen, wenn Robert und Mitstreiter mir ihre Präferenz verraten würden:Niels hat geschrieben:...oder einen Sponsor finden bzw. anfangen zu sammeln...ad-fontes hat geschrieben: Stimmt. Wird alles anders, wenn die Robertina erscheint.![]()
..man wird ja noch träumen dürfen..
1. a) hinabfuhr [zur Hölle]; b) auffuhr [gen Himmel]
2. a) abstieg [zur Hölle]; b) aufstieg [gen Himmel]
1a + 1b
1a + 2b
2a + 1b
2a + 2b
Welche Variante hätten's gern?
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
1a + 1b
(trotz aller berechtigten Bedenken)
(trotz aller berechtigten Bedenken)
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Theologisch sehe ich keine Bedenken, nur was das Sprachliche betrifft, fühl ich die Qual der Wahl, insbesondere da sich fast alle Varianten auch in ehemals im liturgischen Gebrauch befindlichen Übersetzungen finden.Niels hat geschrieben:1a + 1b
(trotz aller berechtigten Bedenken)
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Da haste recht.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
- Robert Ketelhohn
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
1. a) + b).
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Sag ich doch...Robert Ketelhohn hat geschrieben:1. a) + b).
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Ich danke euch recht herzlich!
Erinnert „steigen“ zu sehr an „kraxeln“!?
Erinnert „steigen“ zu sehr an „kraxeln“!?
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Nun steht jedoch im lateinischen Textus receptus unicum, nicht unigenitum (im Gegensatz zum "Großen Credo").Raimund Josef H. hat geschrieben:Na ein "ein-geborener" Sohn. Ein Herausstellungsmerkmal, einzig, allein, einmalig.Pit hat geschrieben:Nur die Volxbibel lesen wäre schlecht.HeGe hat geschrieben:Also doch die Volx-Bibel?
Aber ehrlichgesagt:
Erklär mal, was ein eingeborener Sohn ist?
Das lässt sich doch intuitiv erfassen.
Folglich müßte es im deutschen Text heißen: Und an Jesum Christum, deinen alleinigen [einzigen] Sohn, unseren Herrn.
meint
ad-fontes, keck
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Ja. Oder an Heißluftballons.ad-fontes hat geschrieben:Ich danke euch recht herzlich!
Erinnert „steigen“ zu sehr an „kraxeln“!?
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
„… seinen …“.ad-fontes hat geschrieben:Folglich müßte es im deutschen Text heißen: Und an Jesum Christum, deinen alleinigen [einzigen] Sohn, unseren Herrn.
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
"eius"
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Die meide ich, aber stimmt.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ja. Oder an Heißluftballons.ad-fontes hat geschrieben:Ich danke euch recht herzlich!
Erinnert „steigen“ zu sehr an „kraxeln“!?
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Totus tuusRobert Ketelhohn hat geschrieben:„… seinen …“.ad-fontes hat geschrieben:Folglich müßte es im deutschen Text heißen: Und an Jesum Christum, deinen alleinigen [einzigen] Sohn, unseren Herrn.
alleinig - einzig, beides gleich?
Viele Grüße
zu Quickborn
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
„Einzig“.
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Danke!Robert Ketelhohn hat geschrieben:„Einzig“.
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z.d.A.
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Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ja. Oder an Heißluftballons.ad-fontes hat geschrieben:Ich danke euch recht herzlich!
Erinnert „steigen“ zu sehr an „kraxeln“!?

Nun, das sieht durchaus nach Steigen aus.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Sprache der Kirche vs. Sprache der Menschen (?)
... und auch ein bisschen nach „Aufnahme“/„Assumptio“ (entgegengestreckte Hand).ad-fontes hat geschrieben:Nun, das sieht durchaus nach Steigen aus.