overkott hat geschrieben:Natürlich sollte man noch einmal Humani generis lesen, um zu verstehen, welches Aufatmen mit dem Konzil durch Kirche und Welt ging, zumal die feierliche Sprache des Konzils heute schon wieder für nicht wenige ungewöhnlich, wenn nicht schwer verständlich ist. Dass theologisch unverständige Menschen eine Pastoralkonstitution mit einer Dogmatischen Konstitution verwechseln, darf dabei nicht überraschen.
Ich sehe keine "feierliche Sprache". Die gab es vorher, wenn man einmal die päpstlichen Schreiben liest. Die Konzilsdokumente - und alles, was hinterher kam - sind von teilweise peinlicher Simplizität, was das Ärgernis nur noch ärgerlicher macht, dass man trotzdem nicht in der Lage ist, einen halbwegs präzisen Satz zustandezubringen, der nicht in mehrere Richtungen interpretierbar ist.
overkott hat geschrieben: Vor allem Traditionalisten sollten sich durch Humani generis mahnen lassen, etwa die Schöpfungsgeschichte und die Auferstehung nicht zu idealistisch und nicht zu historizistisch zu verstehen.
Wie meinst du das?
overkott hat geschrieben:Die meisten Menschen stehen offenbar heute nicht mehr in der Gefahr einer solchen verkürzten Schriftlesung.
Wen meinst du damit, wen nicht?
Nur wenige Sätze vorher, overkott hat geschrieben:[...] zumal die feierliche Sprache des Konzils heute schon wieder für nicht wenige ungewöhnlich, wenn nicht schwer verständlich ist.
overkott hat geschrieben:Das Konzil haben die Bischöfe im Hinblick auf aktuelle Fragen in einer verständlichen Sprache fortgeschrieben.
Der glatte Widerspruch zum ersten Satz fällt dir auf, oder? Was denn nun? Feierlich und ungewöhnlich, gar schwer verständlich; oder jetzt doch verständlich? Wie weitergeschrieben? Ich sehe nur Irrwege, wenn es ums Weiterschreiben geht. Und verständlicher ist gar nichts geworden. Im Gegenteil, die Verwirrung, die Wortklauberei und das Nebelwerfen nehmen ständig zu.
overkott hat geschrieben:Gleichwohl stellt sich die Frage, wann die Zeit reif ist für ein neues Konzil, um grundlegende Fragen des Evangeliums, der Kirche und der Welt für die heutige Zeit neu zu bedenken.
Dafür braucht man kein Konzil. Das ist tägliches Handwerk der Kirche.