Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Allgemein Katholisches.
Benutzeravatar
PaceVeritas
Beiträge: 1007
Registriert: Freitag 13. April 2007, 22:26

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von PaceVeritas »

Niels hat geschrieben:Danke für die Hinweise; siehe auch hier: viewtopic.php?p=384795#p384795
Danke auch für das Heraussuchen der Texte!
Petra hat geschrieben:Das sind Familiengottesdienste aka Kindergottesdienste. Als Ansprechpartner dafür wird der Kaplan genannt. Die Gemeinde hat Bedarf an Kindergottesdiensten (...)
Auch Kinder- und Familiengottesdienste rechtfertigen nicht diese eventmäßig aufgepeppte Gottesdienst"gestaltung". Kinder sollten nicht immer nur dieses künstliche Unterhaltungsprogramm in der Kirche erleben. Es kann das Wesentliche überdecken und sogar zu Anspruchsdenken führen, wenn einmal "nichts Besonderes" geboten ist.
» Sic enim dilexit Deus mundum ... «
(Joh. 3,16)
[/color]

Petra
Beiträge: 6157
Registriert: Samstag 4. Oktober 2003, 19:30

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Petra »

PaceVeritas hat geschrieben:
Petra hat geschrieben:Das sind Familiengottesdienste aka Kindergottesdienste. Als Ansprechpartner dafür wird der Kaplan genannt. Die Gemeinde hat Bedarf an Kindergottesdiensten (...)
Auch Kinder- und Familiengottesdienste rechtfertigen nicht diese eventmäßig aufgepeppte Gottesdienst"gestaltung". Kinder sollten nicht immer nur dieses künstliche Unterhaltungsprogramm in der Kirche erleben. Es kann das Wesentliche überdecken und sogar zu Anspruchsdenken führen, wenn einmal "nichts Besonderes" geboten ist.
Kindergottesdienste sind auch bitter notwendige Katechese. Eine ao Messe würden die Kinder überhaupt nicht verstehen.

Benutzeravatar
PaceVeritas
Beiträge: 1007
Registriert: Freitag 13. April 2007, 22:26

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von PaceVeritas »

Petra hat geschrieben:Kindergottesdienste sind auch bitter notwendige Katechese. Eine ao Messe würden die Kinder überhaupt nicht verstehen.
Es soll der Sinn für das Geheimnis des Glaubens gefördert, und nicht alles infantilisiert werden (ao. Form hin oder her). Im Rahmen der Hl. Messe braucht es keine zusätzliche Action (Umhersausen in der Kirche, Bodenbilder legen, Dinge an die Gottesdienstbesucher verteilen usw). Davon abgesehen ist zusätzliche Katechese wirklich bitter notwendig, aber die soll dann bitte in einem anderen Rahmen stattfinden (z. B. Sonntagsschule wie in den USA/Italien).
Zuletzt geändert von PaceVeritas am Samstag 8. Mai 2010, 01:06, insgesamt 1-mal geändert.
» Sic enim dilexit Deus mundum ... «
(Joh. 3,16)
[/color]

Benutzeravatar
PaceVeritas
Beiträge: 1007
Registriert: Freitag 13. April 2007, 22:26

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von PaceVeritas »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:wurde die tiefere Be-
deutung von Brot erschossen
«.
:kugel:
» Sic enim dilexit Deus mundum ... «
(Joh. 3,16)
[/color]

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Petra hat geschrieben:Eine ao Messe würden die Kinder überhaupt nicht verstehen.
Unsinn.
Petra hat geschrieben:Kindergottesdienste sind auch bitter notwendige Katechese.
Das oben Zitierte ist jedenfalls blanke Antikatechese.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

HeGe
Moderator
Beiträge: 15079
Registriert: Montag 6. Oktober 2003, 18:56

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von HeGe »

Petra hat geschrieben:Eine ao Messe würden die Kinder überhaupt nicht verstehen.
Man fragt sich, wie die Kirche vor der Liturgiereform überlebt hat. :roll:
- Nutzer nicht regelmäßig aktiv. -

Benutzeravatar
lifestylekatholik
Beiträge: 8702
Registriert: Montag 6. Oktober 2008, 23:29

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von lifestylekatholik »

Petra hat geschrieben:Eine ao Messe würden die Kinder überhaupt nicht verstehen.
Das ist eine lebensfremde Ansicht aus dem theoretischen Elfenbeinturm. Petra, trau dich heraus ins wirkliche Leben, wo der Wind weht und die Wolken ziehen.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von cantus planus »

Petra hat geschrieben:Kindergottesdienste sind auch bitter notwendige Katechese. Eine ao Messe würden die Kinder überhaupt nicht verstehen.
Das ist - mit Verlaub - Unfug:







Unsere eigenen Eltern sind noch vollkommen in der Zeit vor dem Konzil katechetisiert worden. Und zwar gründlicher, als es heute geschieht. Wir müssen endlich aufhören, Kinder ständig für zu blöd zu halten, ein religiöses Gespür zu entwickeln. Kinder sind wesentlich offener fü das Geheimnis Gottes, als wir es uns vorstellen können.

Ich halte Kindergottesdienste per se auch für eine Form des Mißbrauchs. Im Übrigen ist die Messe - im eigentlichen Sinne - auch keine Katechese. Es bedarf guter Zusatzangebote, weil die Elternhäuser oft nicht mehr in der Lage sind, religiöse Grunderfahrungen zu bieten.

Die Firlefanz-Kindergottesdienste sind mir schon als kleiner Junge merkwürdig vorgekommen. Ich liebte die ganz normalen Messen - und würde meine Kinder niemals in die Parallel-Bastelkreise gehen lassen. Spätestens ab der Erstkommunion gehören Kinder in die Gemeinde, nicht in die Abstellkammer nebenan.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
Debora
Beiträge: 771
Registriert: Samstag 12. September 2009, 22:20
Wohnort: Linz/OÖ

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Debora »

Unsere eigenen Eltern sind noch vollkommen in der Zeit vor dem Konzil katechetisiert worden. Und zwar gründlicher, als es heute geschieht. Wir müssen endlich aufhören, Kinder ständig für zu blöd zu halten, ein religiöses Gespür zu entwickeln. Kinder sind wesentlich offener fü das Geheimnis Gottes, als wir es uns vorstellen können.

Ich halte Kindergottesdienste per se auch für eine Form des Mißbrauchs. Im Übrigen ist die Messe - im eigentlichen Sinne - auch keine Katechese. Es bedarf guter Zusatzangebote, weil die Elternhäuser oft nicht mehr in der Lage sind, religiöse Grunderfahrungen zu bieten.

Die Firlefanz-Kindergottesdienste sind mir schon als kleiner Junge merkwürdig vorgekommen. Ich liebte die ganz normalen Messen - und würde meine Kinder niemals in die Parallel-Bastelkreise gehen lassen. Spätestens ab der Erstkommunion gehören Kinder in die Gemeinde, nicht in die Abstellkammer nebenan.

Ich kann Cantus nur zustimmen.

Kinder sind oft feinfühliger als wir denken.
Die Kinder meiner Freundin werden jeden Tag mit in die hl. Messe genommen, der kleine ist 4 Monate alt und der große 2 Jahre. Und es geht sehr gut, weil sie einfach spüren, dass hier etwas Besonderes und Heiliges geschieht. Der Große sitzt die ganze Zeit auf meinem Schoss und sagt kein Wort, sondern schaut ganz interessiert nach vorne, was im Altarraum geschieht. Er hat verstanden, dass man hier nicht plappert und herumläuft. Kindliche Intuition? Er freut sich immer, wenn er bei der hl. Kommunion mit nach vorne gehen darf und der Priester ihm ein Kreuzerl auf die Stirn gibt.

Bei uns sind jeden Tag mindestens 4 Kinder in diesem Alter bei der hl. Messe dabei und wenn sie stören sollten, dann können die Mütter in die Sakristei gehen, wo die Patres extra Spielsachen und Bücher für die Kinder bereitgestellt haben. Damit die Eltern noch etwas von der hl. Messe mitbekommen, wird sie in die Sakristei übertragen . Unsere Patres fördern es sehr, dass die jungen Familien mit ihren Kindern zur hl. Messe kommen. Und sie kommen nicht nur zur hl. Messe sondern auch zur Anbetung.

Damit die kleinen Burschen noch näher an das Geheimnis der Eucharistie herangeführt werden, dürfen sie auch schon vor dem Erstkommunionalter ministrieren, je nachdem wie reif sie schon sind.
Die Eucharistie ist das tägliche Brot, das wir als Heilmittel gegen die tägliche Schwachheit brauchen. Hl. Augustinus

Benutzeravatar
Bernado
Beiträge: 3961
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 17:02
Wohnort: Berlin

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Bernado »

PaceVeritas hat geschrieben:Auch Kinder- und Familiengottesdienste rechtfertigen nicht diese eventmäßig aufgepeppte Gottesdienst"gestaltung". Kinder sollten nicht immer nur dieses künstliche Unterhaltungsprogramm in der Kirche erleben. Es kann das Wesentliche überdecken und sogar zu Anspruchsdenken führen, wenn einmal "nichts Besonderes" geboten ist.
Es kann nicht nur - es muß sogar, wie man weiß, wenn man sich nur ein wenig mit der Wahrnehmungsweise und Psychologie von Kindern befasst. Kinder sind auf eine naturwüchsige Weise "oberrflächlich". Aber sie erkennen gerne, daß da unter der Oberfläche noch mehr ist - wenn man es ihnen zeigt und ihnen die Gelegenheit gibt, es zu entdecken.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15072
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Linus »

cantus planus hat geschrieben:Ich halte Kindergottesdienste per se auch für eine Form des Mißbrauchs. Im Übrigen ist die Messe - im eigentlichen Sinne - auch keine Katechese. Es bedarf guter Zusatzangebote, weil die Elternhäuser oft nicht mehr in der Lage sind, religiöse Grunderfahrungen zu bieten.
Ich hab meine eigenen Kindermessen gut in erinnerung: sie bestanden aus einer Kindgerechten Predigt (ab und an durfte ein Kind mal "mitwirken" (in dem es ein Plakat halten, oder eine Kerze oder sonstwas durfte, oder der Pfarrer sich die Stoffpuppe mal auslieh um "die die Predigt halten zu lassen")) der Rest der Messe war von vorn bis hinten nach dem Messbuch.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 24027
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Niels »

Linus hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ich halte Kindergottesdienste per se auch für eine Form des Mißbrauchs. Im Übrigen ist die Messe - im eigentlichen Sinne - auch keine Katechese. Es bedarf guter Zusatzangebote, weil die Elternhäuser oft nicht mehr in der Lage sind, religiöse Grunderfahrungen zu bieten.
Ich hab meine eigenen Kindermessen gut in erinnerung: sie bestanden aus einer Kindgerechten Predigt (ab und an durfte ein Kind mal "mitwirken" (in dem es ein Plakat halten, oder eine Kerze oder sonstwas durfte, oder der Pfarrer sich die Stoffpuppe mal auslieh um "die die Predigt halten zu lassen")) der Rest der Messe war von vorn bis hinten nach dem Messbuch.
So war's bei uns damals auch. Die Kinder, die wollten, durften sich vor der Messe vom Kaplan einen kleinen Zettel mit einer Fürbitte geben lassen, die sie dann vortragen durften - der Run war bei 80 dementsprechend Kommunionkindern immer groß, und wer eine Fürbitte abbekommen hat, hat sich gefreut.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

Benutzeravatar
Sascha B.
Beiträge: 2676
Registriert: Mittwoch 21. April 2010, 20:25
Wohnort: Bayern

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Sascha B. »

Ok, hätte nie Gedacht hier solche Reaktionen auszulösen. Sicher war es ein fehler einen Priester hier namentlich zu nennen. Falls ein Mod das "Zensieren" könnte, wärs ganz nett. Ich bin ja mit meiner Meinung zum Glück nicht alleine vor Ort. Gibt einige Gläubige die Lieber in die zweite Deggendorfer Pfarrei gehen. Ich wohne fünf Gehminuten von Maria Himmelfahrt entfernt, geh aber lieber nach St, Martin (20-30 Minuten, jeh nach Verkehr/roten Ampeln). In MH wurde der Friedensgruß auch duch Shalom ersetzt und aus persönlichen Gesprächen mit längeren Gemeidnemitgliedern weiß ich auch das der Pfarrer viele selbst nicht so ganz Glaubt und man ihm das bei der Messe auch anmerkt. Auch andere Priester bestätigten mir das im Gespräch bereits.

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 19226
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von taddeo »

Deo iuvante hat geschrieben:Ok, hätte nie Gedacht hier solche Reaktionen auszulösen. Sicher war es ein fehler einen Priester hier namentlich zu nennen. Falls ein Mod das "Zensieren" könnte, wärs ganz nett. Ich bin ja mit meiner Meinung zum Glück nicht alleine vor Ort. Gibt einige Gläubige die Lieber in die zweite Deggendorfer Pfarrei gehen. Ich wohne fünf Gehminuten von Maria Himmelfahrt entfernt, geh aber lieber nach St, Martin (20-30 Minuten, jeh nach Verkehr/roten Ampeln). In MH wurde der Friedensgruß auch duch Shalom ersetzt und aus persönlichen Gesprächen mit längeren Gemeidnemitgliedern weiß ich auch das der Pfarrer viele selbst nicht so ganz Glaubt und man ihm das bei der Messe auch anmerkt. Auch andere Priester bestätigten mir das im Gespräch bereits.
Ich habe in den obigen Beiträgen und Antworten darauf die Namen der beiden erwähnten Pfarrer gelöscht.

taddeo, Moderator

Benutzeravatar
Sascha B.
Beiträge: 2676
Registriert: Mittwoch 21. April 2010, 20:25
Wohnort: Bayern

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Sascha B. »

Vielen Dank. Die Wallfahrt heute half mir etwas bei der Sache zur Besinnung zu kommen ;D

Benutzeravatar
incarnata
Beiträge: 2047
Registriert: Mittwoch 8. November 2006, 01:11

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von incarnata »

Herzlich Willkommen ! Zum Thema der Kindergottesdienste ,in denen den Kindern von vorne herein jegliches gefühl für das Heilige in der Messe ausgetrieben wird und diverse beispiele,wie´s auch anders geht gab´s schon mal einen langen Strang "Kinder im Gottesdienst" oder so(hab immer noch nicht gelernt wie man sowas sucht und verlinkt.Die Häresie,die Du zurecht beklagst ist die "Häresie der Formlosigkeit"-ein Buchtitel von Mosebach,der hier öfters zitiert wird und ein Buch,das auch lesenswert ist.
Ärger Dich nicht zu sehr an der allgemeinen Katholikenverblödung-es gibt auch anderes,wirklich Schönes in unserer Hl. Kirche. jedenfalls bist Du hier im Forum sehr richtig !
Darin,dass man Pfarrers,die liturgischen Unsinn anstellen nicht mit Namen nennt sondern allenfalls die Region umschreibt,wo´s war hat Petra recht. Ausnahme ist der Pfarrer Breitenbach,der´s aber sowieso mit seinen Experimenten bewußt darauf anlegt,eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.Und Bischöfe,die alles schlucken dürfen auch mit Namen genannt werden (s.Linz-Strang)
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

Benutzeravatar
Bernado
Beiträge: 3961
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 17:02
Wohnort: Berlin

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Bernado »

incarnata hat geschrieben:Herzlich Willkommen (...) Die Häresie,die Du zurecht beklagst ist die "Häresie der Formlosigkeit"-ein Buchtitel von Mosebach,der hier öfters zitiert wird und ein Buch,das auch lesenswert ist.
Dem Willkommen möchte ich mich anschließen - und zum Thema "Häresie" anmerken, daß da vielleicht doch noch mehr als "nur" die Formlosgkeit dran ist: Das Ersetzen des Friedensgrußes durch "Shalom" deutet in eine synkretistische Richtung, ibnsbesondere dann, wenn danch kein "und mit Deinem Geiste" folgt.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

Petra
Beiträge: 6157
Registriert: Samstag 4. Oktober 2003, 19:30

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Petra »

Priester, die Kindergottesdienste feiern, sind also Häretiker?

Liest hier überhaupt noch jemand, der eine NOM-Messe dem alten Ritus vorzieht?

Petra
Beiträge: 6157
Registriert: Samstag 4. Oktober 2003, 19:30

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Petra »

Debora hat geschrieben: Bei uns sind jeden Tag mindestens 4 Kinder in diesem Alter bei der hl. Messe dabei und wenn sie stören sollten, dann können die Mütter in die Sakristei gehen, wo die Patres extra Spielsachen und Bücher für die Kinder bereitgestellt haben.
4 Kinder, gut. Und wie ist es mit 30 Kindern unter 10 Jahren?

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 24027
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Niels »

incarnata hat geschrieben: Ärger Dich nicht zu sehr an der allgemeinen Katholikenverblödung-es gibt auch anderes,wirklich Schönes in unserer Hl. Kirche. jedenfalls bist Du hier im Forum sehr richtig
:ja: :daumen-rauf:
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

civilisation
Beiträge: 10481
Registriert: Montag 17. November 2008, 20:15

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von civilisation »

Petra hat geschrieben:
Debora hat geschrieben: Bei uns sind jeden Tag mindestens 4 Kinder in diesem Alter bei der hl. Messe dabei und wenn sie stören sollten, dann können die Mütter in die Sakristei gehen, wo die Patres extra Spielsachen und Bücher für die Kinder bereitgestellt haben.
4 Kinder, gut. Und wie ist es mit 30 Kindern unter 10 Jahren?
Du darfst Dich halt theoretischen Illusionen nicht hingeben.

Oder hast Du derartige "Zustände" schon mal erlebt????

Also.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 24027
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Niels »

civilisation hat geschrieben:
Petra hat geschrieben:
Debora hat geschrieben: Bei uns sind jeden Tag mindestens 4 Kinder in diesem Alter bei der hl. Messe dabei und wenn sie stören sollten, dann können die Mütter in die Sakristei gehen, wo die Patres extra Spielsachen und Bücher für die Kinder bereitgestellt haben.
4 Kinder, gut. Und wie ist es mit 30 Kindern unter 10 Jahren?
Du darfst Dich halt theoretischen Illusionen nicht hingeben.

Oder hast Du derartige "Zustände" schon mal erlebt????

Also.
Vielleicht in der "Krippenfeier" am Heiligabend.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

civilisation
Beiträge: 10481
Registriert: Montag 17. November 2008, 20:15

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von civilisation »

Niels hat geschrieben:
civilisation hat geschrieben:
Petra hat geschrieben:
Debora hat geschrieben: Bei uns sind jeden Tag mindestens 4 Kinder in diesem Alter bei der hl. Messe dabei und wenn sie stören sollten, dann können die Mütter in die Sakristei gehen, wo die Patres extra Spielsachen und Bücher für die Kinder bereitgestellt haben.
4 Kinder, gut. Und wie ist es mit 30 Kindern unter 10 Jahren?
Du darfst Dich halt theoretischen Illusionen nicht hingeben.

Oder hast Du derartige "Zustände" schon mal erlebt????

Also.
Vielleicht in der "Krippenfeier" am Heiligabend.
... in Schweinfurt. An der Stelle der "abgerissenen Beichtstühle".

Stephen Dedalus
Beiträge: 5449
Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Stephen Dedalus »

civilisation hat geschrieben:
Petra hat geschrieben:
Debora hat geschrieben: Bei uns sind jeden Tag mindestens 4 Kinder in diesem Alter bei der hl. Messe dabei und wenn sie stören sollten, dann können die Mütter in die Sakristei gehen, wo die Patres extra Spielsachen und Bücher für die Kinder bereitgestellt haben.
4 Kinder, gut. Und wie ist es mit 30 Kindern unter 10 Jahren?
Du darfst Dich halt theoretischen Illusionen nicht hingeben.

Oder hast Du derartige "Zustände" schon mal erlebt????

Also.
In meiner Pfarrgemeinde ist das der Normalfall. Jeden Sonntag ca. 20 bis 30 Kinder unter 12 Jahren.

:ja:
If only closed minds came with closed mouths.

Benutzeravatar
Bernado
Beiträge: 3961
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 17:02
Wohnort: Berlin

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Bernado »

Petra hat geschrieben:
Debora hat geschrieben: Bei uns sind jeden Tag mindestens 4 Kinder in diesem Alter bei der hl. Messe dabei und wenn sie stören sollten, dann können die Mütter in die Sakristei gehen, wo die Patres extra Spielsachen und Bücher für die Kinder bereitgestellt haben.
4 Kinder, gut. Und wie ist es mit 30 Kindern unter 10 Jahren?
In St. Afra in Berlin sind es wohl nur ausnahmsweise 30 - aber 20 bekommen wir schon öfter hin. Und da gibt es keine Sakristei mit Spielsachen (die ist zu klein dafür), aber die meisten Familien haben einen Kinderwagen dabei, und in dessen Geheimfächern findet sich denn auch etwas für Notfälle. Natürlich gibt es die eine oder andere Quengellise, und manchmal singt eines beim Agnus Dei noch nach, wenn alle anderen schon fertig sind. Auch handgreifliche Bearbeitung momentan wehrloser Väter wurde schon beobachtet. Kurzum: Es geht da ziemlich katholisch zu, der Geräuschpegel hält sich in Grenzen, und wenn sich jemand bei der Direktion beschwert, daß er sich in der Andacht gestört fühlte, kann er nur mit einem absoluten Minimum von Mitgefühl rechnen.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von cantus planus »

Petra hat geschrieben:Liest hier überhaupt noch jemand, der eine NOM-Messe dem alten Ritus vorzieht?
Sie werden weniger. Das ist kein Zufall.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
songul
Beiträge: 1759
Registriert: Freitag 28. Dezember 2007, 18:47

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von songul »

Petra hat geschrieben:Priester, die Kindergottesdienste feiern, sind also Häretiker?

Liest hier überhaupt noch jemand, der eine NOM-Messe dem alten Ritus vorzieht?
Natürlich sind sie keine Häretiker, aber vielleicht solltest du dich einfach mal auf die alte Messe einlassen. Neutral und ohne vorgefasste Meinung - einfach mal so hingehen. Wenn du nicht Bescheid weisst, wie's geht, macht nix, viele wissen das nicht und haben danach mehr von einem Durchblick.
Wäre immerhin erwägenswert.

LG Songul

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 19226
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von taddeo »

Petra hat geschrieben:Priester, die Kindergottesdienste feiern, sind also Häretiker?

Liest hier überhaupt noch jemand, der eine NOM-Messe dem alten Ritus vorzieht?
Eine ordentliche NOM-Messe ja.

Benutzeravatar
Bernado
Beiträge: 3961
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 17:02
Wohnort: Berlin

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Bernado »

taddeo hat geschrieben:Eine ordentliche NOM-Messe ja.
Und wie hoch ist Deine Trefferquote bzw. Deine Benzinrechnung?
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 19226
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von taddeo »

Bernado hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Eine ordentliche NOM-Messe ja.
Und wie hoch ist Deine Trefferquote bzw. Deine Benzinrechnung?
26.000 Kilometer im Jahr ... ;D (aber das wenigste davon für die Fahrten in die Kirche).
Trefferquote im niedrigen einstelligen Prozentbereich, würde ich schätzen. Wenn ich vom Ideal ausgehe.

Ich "praktiziere" nach wie vor hauptsächlich in meiner Pfarrei. Gelegentlich mit Bauchgrimmen, manchmal auch mit Grimm, aber im Interesse meiner Kinder bzw. meiner Familie trotzdem. Das letzte, was ich unserem Pfarrer absprechen würde, ist sein guter Wille, den Willen der Kirche zu tun - auch wenn das in der Praxis nicht immer klappt.

Ecce Homo
Beiträge: 9540
Registriert: Montag 28. März 2005, 14:33

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Ecce Homo »

taddeo hat geschrieben:
Petra hat geschrieben:Priester, die Kindergottesdienste feiern, sind also Häretiker?

Liest hier überhaupt noch jemand, der eine NOM-Messe dem alten Ritus vorzieht?
Eine ordentliche NOM-Messe ja.
Ebenso. :)
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

obsculta
Beiträge: 2300
Registriert: Sonntag 7. September 2008, 22:16

Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von obsculta »

Ecce Homo hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Petra hat geschrieben:Priester, die Kindergottesdienste feiern, sind also Häretiker?

Liest hier überhaupt noch jemand, der eine NOM-Messe dem alten Ritus vorzieht?
Eine ordentliche NOM-Messe ja.
Ebenso. :)
Ich ganz klar nicht.
Aber zumindest erträglich.

Gesperrt Vorheriges ThemaNächstes Thema