Kurt hat geschrieben:Die Frage ist doch nicht primär, on man zu Maria "beten" darf (das wäre Juristerei), sondern, wo die Toten bzw. die Heiligen sind. Wenn die Heiligen schon bei Gott sind, dann können sie auch ein gutes Wort einlegen, darum kann man auch bitten. Und man verliert sie nicht aus dem Gedächtnis.
Hallo Kurt,
zunächst: meine Absicht ist weniger auf irgentjemand Füßen rumzutreten sondern zu verstehen.
* wir sagen, die Heiligen (Maria analog) legen ein gutes Wort ein (für wen auch immer)
* wenn das mit dem guten Wort Sinn haben soll muß das gute Wort der Hl. also ein Plus sein zu dem Wort, dass wir in eigener Sache sprechen.
* Ein Plus heißt doch nun, dass entweder das Anliegen an sich verbessert ist oder die Rezeption unseres Anliegens?
* Vermag also die angenommene Fürsprache der Hl. etwas an unserem Anliegen selbst zu verändern? Nein. (Ich blende mal aus, dass der Gläubige durch das Gebet selbst systemisch eine Veränderung erfährt)
* Vermag die Fürbitte dann wenigstens die Rezeption zu verändern? Das ist ja der Kern der Aussage bei taddeo wenn ich ihn richtig verstanden habe. Doch nur dann wenn man die Rezeption des Originals selbst entweder für verfälscht (der Babba hats nicht richtig verstanden oder bedacht) oder für unkorrekt (der Babba hat unser Anliegen aus unsachlichen Gründen verworfen) hält, was aber jetzt durch die Fürsprache wieder ins rechte Licht gerückt wird.
* Es gibt noch eine Möglichkeit: Der Babba hats richtig verstanden und auch richtig bedacht, läßt sich aber zu Liebe des Fürsprechers zu einer anderen Entscheidung hinreissen als er sie eigentlich gefällt hätte wenn es die Fürsprache nicht gegeben hätte. (
wie man ihm kommen muß, um sein Ziel auch zu erreichen.).
* Welchen Zweig wir auch immer nehmen, wir kommen notwendig dabei heraus dass die Fürsprache der Hl. nur dann sinnvoll ist wenn der Vater unvollkommen ist. Entweder nicht allgütig (ich erlaube mir hier summa Güte mit summa Gerechtigkeit gleichzusetzen und das nicht noch zusätzlich zu schreiben) oder nicht onmipräsent.
* Erbitte ich die Fürsprache der Hl. drücke ich (nach meinem unmaßgeblichen Verständnis) also implizit damit aus, dass ich die Befürchtung habe, der alte Herr selbst sei zur Zeit nicht allgütig oder nicht omnipräsent (eventuell beides). Ich enthalte mich hier einer Wertung.
Deine Wertung , lieber Kurt, scheint mir daher genau andersherum richtig zu sein. Die Frage, ob man zu Maria & den Heiligen beten darf ist ziemlich relevant, und wer meinem büschen Geschreibsel hier folgt, wird sie so wie sie hier formuliert ist verneinen, zumindest soweit es die Fürbitte betrifft.
Gruß, Allons!