Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
nomads
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2026, 19:39
Die Modernisten agieren wie seinerzeit Korach's Rotte!
nun ja, die Korach's Rotte agierte aus Machtgier - sie beanspruchten zwar selbst keine Machtstellung und Führungsrolle, wollten offenbar aber keinen Anderen in dieser Rolle dulden:
"Die Aufständischen forderten eine Gleichstellung aller Israeliten vor Gott und kritisierten,
dass sich Mose und Aaron angeblich über den Rest des Volkes stellten"
Quelle: Wikipedia
solche Vorwürfe resultieren aus Neid und Machtgier.
Die Modernisten berufen sich an das V2 und rechtfertigen ihr Getue mit dem V2. Sie entmachten den Klerus mit den Waffen der Kirche - dem V2.

Peduli hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2026, 19:39
Im Wesentlichen liegt das dran, daß dort die Beziehung zum Übernatürlichen verloren gegangen ist. Der Unterschied zwischen sakral und profan ist in seiner Tiefe weder bekannt noch wird er benötigt. Jesus wird alleine als der Entgrenzende wahrgenommen! :auweia: :auweia: :auweia:

Dies führt in der Folge dazu, daß (kirchliche) Regeln als unbeachtlich über Bord geworfen werden .............
ganz genau!
Dazu kommt noch, dass das Sakrale und das Übernatürliche Menschen in die Kirche angezogen hat. In dem Sakralen und dem Übernatürlichen fanden Menschen die Transzendenz Gottes, die die Anziehungskraft noch verstärkte. Die Modernisten glaubten und glauben immer noch, dass sie mit dem Engagement der Laien in Liturgie und Pastoral den Menschen die Kirche zugänglicher machen und haben dabei ungewollt das verschwinden lassen, was die Menschen in die Kirche anzog.

nomads
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Gamaliel hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2026, 19:59
nomads hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2026, 18:14
es mag sein, dass ich das missverstanden habe, aber für mich sieht so aus: was die einen (Modernisten) dazu benutzen, die Kirche und den Glauben dieser zu verwässern/zerstören (auch wenn sie das unbewusst tun), lehnen die anderen (FSSPX) ab und das nur deshalb, weil sie es genauso gleich verstanden haben.
Oder ist es so, dass die FSSPX nur die Auswirkungen dessen ablehnt, was bei den Modernisten aus der ihr eigenen Interpretation des V2 resultiert?
Den Sinn des von mir blau markierten Teils deiner Replik, verstehe ich auch nach mehrmaligem lesen nicht. :achselzuck:
ich versuche anders: die theologischen Neuerungen des Konzils (Ökumenismus, Religionsfreiheit, Kollegialität), die die FSSPX kritisiert und ablehnt, dienen den Modernisten dazu, ihre eigenen „Ideen“ und „Neuerungen“ zu verwirklichen. So also mussten die Modernisten diese theologischen Neuerungen so verstanden haben, wie die FSSPX, im Gegensatz aber zu der FSSPX bauen sie darauf auf und verbreiten ihren destruktiven Quatsch.

Gamaliel hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2026, 19:59
Es geht zuerst um Theologie und dann geht es um die praktischen Konsequenzen dieser Theologie. Die FSSPX lehnt jene theologischen Neuerungen ab, die von der vorkonziliaren Theologie abweichen. In der Folge lehnt sie natürlich auch die Konsequenzen der Neuerungen ab.
also so, als ob die Konsequenzen der Neuerungen zwangsläufig eingetreten sind. Genau aber das sehe ich anders – die Konsequenzen der Neuerungen sind nicht zwangsläufig eingetreten, sie sind erfunden/veranlasst worden und mit dem V2 verteidigt.

Gamaliel hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2026, 19:59
Beispiel: Ablehnung des Ökumenismus (gemäß vorkonziliarer Verurteilung desselben durch Pius XI.) => Ablehnung der Konsequenzen des Ökumenismus, wie z.B. Interreligiöse Treffen in Assisi, oder die gegen das 1. Gebot gerichteten Erklärungen von Papst Franz in Abu Dhabi und Singapur usw.
obwohl ich Deine Meinung teile, bin ich davon überzeugt, dass dies alles auch ohne V2 stattgefunden hätte - eher oder später.
(das kann man jetzt natürlich nicht beweisen, aber das Gegenteil davon auch nicht) ;)

Gamaliel hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2026, 19:59
nomads hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2026, 18:14
Wäre die FSSPX bereit, eine Kirche (die Liturgie und Pastoral dieser) zu akzeptieren, so wie sie war zwischen 1965-1969 ?
In dieser Zeit war alles im Umbruch und Abbruch, ich kann das also nicht pauschal beantworten.
nichts für ungut, aber leider habe ich eine solche Antwort erwartet. Ich kann das aber beantworten – vielleicht später.

Gamaliel hat geschrieben:
Sonntag 31. Mai 2026, 19:59
In der Liturgie hat der Erzbischof z.B. in der Anfangszeit der FSSPX den "Übergangsritus" von 1965 übernommen. Erst als klar war, daß die liturgische Revolution kein Ende nimmt und immer neue Entsakralisierungswellen folgen, hat er sozusagen das "Zwischenupdate" wieder gelöscht und ist zur letzten stabilen Version (Ritus von 1962) zurückgekehrt.
und wann - in welchem Jahr - wurde das dem Erzbischof, bzw. der FSSPX klar ?

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