Bremsen die Traditionen die Weiterentwicklung der Kirchen?

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

Jeder kann seinen eigenen Verein gründen, Pierre. Er sollte ihn aber
nicht für die Kirche Jesu Christi ausgeben. Im einzelnen:
Pierre hat geschrieben:- Den Menschen anzunehmen wie er ist (und wie Gott ihn erschaffen hat)
Ebendies tut die Kirche (und weiß dabei freilich, daß der Mensch in
dieser Welt nicht mehr so ist – aber wieder werden soll –, »wie Gott
ihn erschaffen hat«).
Pierre hat geschrieben:- Priester als normale Menschen mit normalem Leben, auch Familienleben schaffen
Nun, das gibt es ja (abgesehen davon, daß auch verheiratete Priester
in gewisser Weise aus der Welt herausgenommen sind, also nicht
schlechthin normal, wie du und ich). In den Ostkirchen gilt aber, daß
die Bischöfe dennoch immer aus den Ehelosen genommen werden;
in der lateinischen Kirche gilt das sehr früh – jedenfalls schon in der
Väterzeit – und nach Perioden teilweise abweichender Praxis erneut
seit der Zeit des Reformpapsttums im 11., 12. Jht. generell auch für
die Priester.

Die plötzliche, große Untreue so vieler Priester in der Zeit nach dem
Vaticanum II zeigt freilich, daß das Verständnis für den Sinn der Ehe-
losigkeit des Priesters – und nicht nur dessen, sondern des ganzen
priesterlichen Amts – bereits zuvor sehr im argen lag.

Ich fürchte, daß sich die Situation seitdem nicht verbessert hat, im
Gegenteil. Eine Aufhebung des Zölibats – oder besser gesagt: des la-
teinischen Brauchs, auch die Priester nur aus den freiwillig Ehelosen
zu nehmen – würde in dieser Zeit verbreiteter Verunsicherung aber
nicht bloß kein Problem lösen, sondern die Lage nur verschlimmern.

Es würden zuhauf solche ins Priestertum drängen, die eine gewisse
formale Qualifikation haben, aber bisher nicht bereit waren, sich
ganz in den Dienst der Kirche zu stellen.

Es muß zunächst darum gehen, eine gesunde Priesterausbildung
– besonders die Persönlichkeitsbildung – und eine gesunde Theolo-
gie wiederzugewinnen. Dann erst kann man vielleicht auch über
das Verhältnis von zölibatären und verheirateten Priestern nachzu-
denken beginnen, möglichst mit Blick auf das ostkirchliche Vorbild
– das mit westlichen profanen Familien-Lebenentwürfen wenig ge-
mein hat –, auch wenn bekanntlich das Vaticanum II den priester-
lichen Zölibat noch einmal nachdrücklich eingeschärft hat.
Pierre hat geschrieben:- Rituale menschengerecht gestalten
Eigentlich bist du zu intelligent, als daß du solche geistlosen Sumpf-
blasen nötig hättest.

Alle Menschen schaffen sich ihre Rituale. In weltlichen Kreisen zum
Beispiel ist es verbreitet, daß die Familie sich vor dem Mahl am Tisch
bei den Händen faßt und „betet“: »Piep piep piep, wir haben uns alle
lieb«, oder etwas in der Art.

Die Kirche hat dagegen etwas, was nicht rein „menschlich“ bleibt,
in der Horizontalen gefangen, sondern vom Himmel her in unsere
Sphäre einbricht und uns hinan zieht: eine göttliche, eine wahrhafte
Liturgie. Das ist, was dem Menschen wirklich gemäß ist.
Pierre hat geschrieben:- von solch verbiesterten Ideen wie der Mensch ist schlecht abrücken
Der Mensch ist gut geschaffen, den was Gott schafft, ist gut. Insofern
der Mensch von der ursprünglichen Gutheit ab- und in die Sünde
gefallen ist, mangelt es ihm am Gutsein. Das ist, was wir „schlecht“
nennen. Diesen Mangel zu beseitigen ist, was Gott durch Seine Gna-
de vermittels der Kirche mit uns vorhat.

Was ist daran verbiestert? Der Gedanke der Ursünde, die sich aufs
gesamte Menschengeschlecht fortgepflanzt hat, wie uns schon die
täglich Betrachtung der Welt um uns herum bestätigt?

Das ist vielmehr echter Realismus. Verbiestert scheint mir dagegen
die zwanghafte Leugnung der Wirklichkeit zu sein, wie sie uns seit
ein paar Jahrhunderten vermeintlich erleuchtete Pseudoaufklärer ein-
zubleuen versuchen, eine breite Blutspur hinter sich lassend.
Pierre hat geschrieben:- die Kirchen als ein Ort der Gemeinschaft zu sehen so wie einige neue Kirchen in der Schweiz
Es gibt nur eine Kirche Jesu Kirche. Menschliche Neuschöpfungen
sind allenfalls Satans Synagoge, aber nicht die Kirche Gottes.
Pierre hat geschrieben:- nicht länger de Entwicklung der Gesellschaft hinterherhinken sondern Motor der Gesellschaft sein.
Nicht hinterherhinken, wohl wahr. Da stimme ich zu. Denn all dies
Ausstrecken nach dem Zeitgeist ist in Wahrheit nie anderes als er-
bärmliches Hinterherhinken. Und es gibt noch Priester, arme ver-
blendete Hinkefüße, die sich dabei einbilden, Avantguarde zu sein.

Nein, der Zug dieser Gesellschaft fährt ins Verderben. Hinkt ihm
nicht länger hinterher! Stopp, den Anker geworfen und den Blick
hinan! Dort ist unsere Heimat. Hinterm Horizont der Welt gähnt
nur grundloser Abgrund.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Pit
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Beitrag von Pit »

Hallo Eldar,

ich stimme Dir insofern zu, als daß der Mensch schlecht geworden (!) ist. Denn dadurch, daß einmal der Mensch/die Menschen anfingen zu sündigen, entfernten sie sich von Gott. Sünde (und zwar unabhängig ob "lässlich" oder "schwer") bedeutet immer eine Kluft, eine Trennung zwischen Gott und Mensch, Geschöpf und Schöpfer. Durch die Sünde ist die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen/Sünder gestört.
Da Gott aber der absolut Gute ist, kann er keine Sünde zulassen, da es auch seinem Grundwesen widersprechen würde. Also müsste der Mensch "dran glauben" und für die Sünde bezahlen.
Und genau da kommt eben das Kreuz Jesu "ins Spiel". Jesus starb am Kreuz, an dem wir eigentlich hängen müssten.
Da der Mensch sich ändern kann, kann er auch umkehren und das Versöhnungsangebot Gottes annehmen. Wäre der Mensch von Natur aus (!) nur schlecht, könnte er sich nicht ändern, er könnte auch nicht aus freier (!) Entscheidung Gottes Angebot annehmen, und der Kreuzestod Jesu wäre unnötig, ja sogar unsinnig gewesen.
Denn zwingen tut Gott niemanden.

Gruß, Pit
Eldar hat geschrieben:
Und Du, haste vollkommene Augen und und woran erkennt man die?
Ich sage nicht das ich vollkommene Augen habe, sondern das Gott vollkommene "Augen" hat. Und in anbetracht der Tatsachen das man weiß wie Gott gegenüber der Sünde zu sprechen ist, aufgrund des alten Testamentes, darf man getrost der Meinung sein das der Herr den Menschen weit sündhafter und "schlechter" sieht als wir das tun.

mfg Eldar
carpe diem - Nutze den Tag !

Uwe Schmidt
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Beitrag von Uwe Schmidt »

Eldar hat geschrieben:
Warum sind Rockkonzerte voll und Kirchen leer?
Es liegt doch auf der Hand weshalb Kirchen leer und Rockkonzerte voll sind. Der Mensch ist von Grund auf schlecht. Er liebt die Sünde mehr als Gott. Dem von Sünden überfüllten Menschen fehlt jeder Sinn für das Heilige. Er empfindet keine Freude daran, es scheint ihm langweilig, lästig, ja zum Teil auch unsinnig. Wenn wir nun die Kirche für die Sünder schaffen, dann ist es auch der Sünder Haus. Sollte es aber nicht vielmehr ein Gebetshaus des Höchsten sein ? Der Herr soll sich nicht nach uns Sündern richten, sondern wir Sünder sollen nach dem Herrn trachten. Und wenn die Trägheit über die Freude am Gebet herrscht, wenn das Rockkonzert mehr Freude bereitet als der Gang zur Kirche, ja dann liegt es einzig und allein an unserer Unvollkommenheit. Der moderne Mensch will nun dieses Gebäude der Vollkommenheit, welche angestrebt werden soll, Stück für Stück einreißen, um selbst wieder Freude empfinden zu können. Soetwas nennt man dann Fortschritt, wenn die Sünder ihren Spaß haben und die Frommen aus der Kirche fliehen. Das die Kirchen dann wieder voller werden ist doch eine Selbstverständlichkeit. Nur um welchen Preis ?

mfg Eldar


Genau so ist es, lieber Eldar. Rock ist Body-music, spricht vor allem die aggressiven Sinne an. Ich mag auch keine Rockmusik (die Prof. Adorno sicher als "infantil" bezeichnet hätte...), sondern viel lieber herrliche Orgelmusik und deutsche, englische und polnische Kirchenlieder. Ist der Hormonhaushalt erst einmal auf die falsche Fährte geleitet, ist es schwer, an wahrer Kunst Geschmack zu finden.

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Robert Ketelhohn hat geschrieben: Es muß zunächst darum gehen, eine gesunde Priesterausbildung
– besonders die Persönlichkeitsbildung – und eine gesunde Theolo-
gie wiederzugewinnen. Dann erst kann man vielleicht auch über
das Verhältnis von zölibatären und verheirateten Priestern nachzu-
denken beginnen, möglichst mit Blick auf das ostkirchliche Vorbild
– das mit westlichen profanen Familien-Lebenentwürfen wenig ge-
mein hat –, auch wenn bekanntlich das Vaticanum II den priester-
lichen Zölibat noch einmal nachdrücklich eingeschärft hat.[/align][/color]
Lieber Robert,

Genau diese Situation haben wir, dass sich viele berufen fühlen, nur wenige es sind. Viele kath. Priester in Deutschland haben Partnerinnen, viele haben Kinder..... leben immer in der Angst.....

OK. Du kannst jetzt sagen, dass es Ausnahmen sind, aber da habe ich so meine Zweifel.

Pierre hat geschrieben:- Rituale menschengerecht gestalten
Eigentlich bist du zu intelligent, als daß du solche geistlosen Sumpf-
blasen nötig hättest.
Ich habe in meinem Leben unendlich viele Rituale, nicht nur die der kath. Kirche erlebt, zum teil verstanden, manche waren logischerweise (da völlig fremd) unverständlich. Erschreckend aber sind für mich die Gottesdienste, in denen das mittlere Alter der Besucher über 60 liegt, und wo die Gebete wirklich und erkennbar nur heruntergel... werden. Ich bin überzeugt, dass Du das kennst.... von wegen Sumpf....



Die Kirche hat dagegen etwas, was nicht rein „menschlich“ bleibt,
in der Horizontalen gefangen, sondern vom Himmel her in unsere
Sphäre einbricht und uns hinan zieht: eine göttliche, eine wahrhafte
Liturgie. Das ist, was dem Menschen wirklich gemäß ist.

[php]
Fehlt hier nicht das Wort sollte haben[/php]?
Pierre hat geschrieben:- von solch verbiesterten Ideen wie der Mensch ist schlecht abrücken


Was ist daran verbiestert? Der Gedanke der Ursünde, die sich aufs
gesamte Menschengeschlecht fortgepflanzt hat, wie uns schon die
täglich Betrachtung der Welt um uns herum bestätigt?

Das ist vielmehr echter Realismus. Verbiestert scheint mir dagegen
die zwanghafte Leugnung der Wirklichkeit zu sein, wie sie uns seit
ein paar Jahrhunderten vermeintlich erleuchtete Pseudoaufklärer ein-
zubleuen versuchen, eine breite Blutspur hinter sich lassend.
Pierre hat geschrieben:- die Kirchen als ein Ort der Gemeinschaft zu sehen so wie einige neue Kirchen in der Schweiz
Es gibt nur eine Kirche Jesu Kirche. Menschliche Neuschöpfungen
sind allenfalls Satans Synagoge, aber nicht die Kirche Gottes.
Pierre hat geschrieben:- nicht länger de Entwicklung der Gesellschaft hinterherhinken sondern Motor der Gesellschaft sein.
Nicht hinterherhinken, wohl wahr. Da stimme ich zu. Denn all dies
Ausstrecken nach dem Zeitgeist ist in Wahrheit nie anderes als er-
bärmliches Hinterherhinken. Und es gibt noch Priester, arme ver-
blendete Hinkefüße, die sich dabei einbilden, Avantguarde zu sein.

Nein, der Zug dieser Gesellschaft fährt ins Verderben. Hinkt ihm
nicht länger hinterher! Stopp, den Anker geworfen und den Blick
hinan! Dort ist unsere Heimat. Hinterm Horizont der Welt gähnt
nur grundloser Abgrund.
Natürlich kann Mensch es so sehen, aber im Grunde vertraue ich den Menschen, die die Kraft haben, ihr eigenes Leben ethisch zu gestalten, anderen damit Vorbild sind und so positiv Einfluss nehmen.

Le monde est notre temple.

Pierre, der mit eurer Technik immer noch nicht ganz zurecht kommt.
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich

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Elisabethgzb
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Beitrag von Elisabethgzb »

Eldar hat geschrieben:
Und Du, haste vollkommene Augen und und woran erkennt man die?
Ich sage nicht das ich vollkommene Augen habe, sondern das Gott vollkommene "Augen" hat. Und in anbetracht der Tatsache das man weiß wie Gott gegenüber der Sünde zu sprechen ist, aufgrund des alten Testamentes, darf man getrost der Meinung sein das der Herr den Menschen weit sündhafter und "schlechter" sieht als wir das tun.

mfg Eldar
Jep! Eldar! Und nur auf Grundlage des AT weisst du alles was Gott zum Thema Sünde denkt, spricht und handelt. Doll!
Das trau ich mir net zu. Denn vielleicht denkt der auch noch andere Dinge zum Thema Sünde, die wir noch gar net erfahren konnten, gewahr werden konnten.
Ich weiss für dich bin ich katholisch doof, oder nur doof, seis drum. Kann ich sehr gut mit leben, denn der Jesus/ Gott die mögen mich so wie ich bin, und des ist mir wichtig. Jefenfalls so hart geh ich mit meine Mitmenschen nicht um, und masse mir auch net zu, alles zu wissen, was Gott zum Thema Sünde denkt, spricht oder tut / getan hat( im AT).

Gruss,
Elisabeth

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Pierre hat geschrieben: Natürlich kann Mensch es so sehen, aber im Grunde vertraue ich den Menschen, die die Kraft haben, ihr eigenes Leben ethisch zu gestalten, anderen damit Vorbild sind und so positiv Einfluss nehmen.
Wenn die Menschen das aber so alle sehen, dann hat niemand mehr jemanden, für den er Vorbild sein kann. Sondern jeder ist nur für sich selbst Vorbild und bildet sich ein, dass er was tolles ist. Es lebe der [Punkt] :hmm:
Außerdem schwimmt jeder dann in seinem eigenen Saft. "ICH denke, also bin ich GUT" scheint da so rischtisch mitzuschwingen. So ein Selbstbewusstsein muss man erst mal haben, Respekt! :hmm:
Pierre hat geschrieben: Le monde est notre temple.
Meinst du das im Sinne von: "L' Etat c'est moi"?
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

Eldar
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Beitrag von Eldar »

Jep! Eldar! Und nur auf Grundlage des AT weisst du alles was Gott zum Thema Sünde denkt.
Nur ? Das er sie verabscheut steht doch wohl außer Frage, oder etwa nicht ? :shock: :ikb_bangin:

mfg Eldar

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Beichtkind hat geschrieben:
Pierre hat geschrieben: Le monde est notre temple.
Meinst du das im Sinne von: "L' Etat c'est moi"?
Nein, sondern in dem Sinn, dass das eigentliche Leben nicht in der Kirche stattfindet sondern in unserer Welt. Dort muss ich aktiv werden.

Pierre
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Pierre hat geschrieben:
Beichtkind hat geschrieben:
Pierre hat geschrieben: Le monde est notre temple.
Meinst du das im Sinne von: "L' Etat c'est moi"?
Nein, sondern in dem Sinn, dass das eigentliche Leben nicht in der Kirche stattfindet sondern in unserer Welt. Dort muss ich aktiv werden.

Pierre
Ich würde, wenn ich die Welt sähe, verzweifeln, wenn ich mich nicht von tiefstem Herzen an Gott und die Kirche gebunden hätte... :hmm: eben um IN der Welt tätig zu sein - aber mit einem anderen Hintergrund als du, glaube ich...
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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Beichtkind hat geschrieben: Ich würde, wenn ich die Welt sähe, verzweifeln, wenn ich mich nicht von tiefstem Herzen an Gott und die Kirche gebunden hätte... :hmm: eben um IN der Welt tätig zu sein - aber mit einem anderen Hintergrund als du, glaube ich...
Ist doch toll, dass wir verschiedene Hintergründe haben, sonst wäre jede Diskussion..... was auch immer.

Mit den Ritualen ist es wie mit allen Tätigkeiten: Du kannst Deine Arbeit sehr gut machen, nur gut, mittelmäßig, schlampert oder einfach schlecht.

Ein guter Priester schafft es, mit dem Ritual einen inneren heiligen Raum zu schaffen, auch der Einzelne kann dies, aber er muss sich bemühen.

Und dieses Bemühen kann bei vielen bezweifelt werden in unserer Zeit.

Pierre
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pierre10
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Re: Sehr richtig

Beitrag von pierre10 »

sofaklecks hat geschrieben:
sofaklecks
vielleicht sollten wir in den Kirchen über dem Ausgang den Hinweis anbringen:
Die Welt ist die eigentliche Kirche

in der wir durch unser Verhalten zeigen können, sollen, sollten, ..... wess Geistes Kind wir sind. Denn das positive, vielleicht sogar unterschwellige Beispiel ist immer noch die beste Art andere zum Nachdenken zu bringen.

Pierre, der sich mit seinen Freunden in einem Raum trifft, in dem über der Türe steht: Le monde est notre temple.
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Linus
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Beitrag von Linus »

Ja, die Welt mag zwar deine Freimaurersynagoge äh Tempel sein, aber die Kirche ist was ganz was anderes, Pierre: es ist Jesu Leib.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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Pit
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Beitrag von Pit »

Also, die Freimaurerdebatte sollte vieleicht nicht wieder aufgewärmt werden (es gibt schon genug Beiträge zum Thema) ;-)

Pierre wollte wohl - so habe ich es verstanden - eher sagen, daß es einen Christen (auch einen katholischen) nicht so kenn- oder auszeichnet, wie er nach aussen erkennbar auftritt (Rosenkranzbeten auf der Strasse etc., sondern das es die christliche Haltung ausmacht, wie ich lebe, welche Haltung ich gegenüber anderen Menschen an den Tag lege etc. Also, daß der eigentliche Lebensraum eines Christen nicht die Kirche, sondern die Welt, unsere Umgebung, der Alltag ist.

Gruß, Pit
Linus hat geschrieben:Ja, die Welt mag zwar deine Freimaurersynagoge äh Tempel sein, aber die Kirche ist was ganz was anderes, Pierre: es ist Jesu Leib.
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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Danke, Pit.

Pierre
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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Pierre hat geschrieben:Danke, Pit.

Pierre
Nur Schade, mein lieber Pierre, dass Sie bzw. Ihre Mitgliederschaft in der Zement-und-Specie-Dachorganisation für andere Leser hier wieder einen Vorurteil bestätigen, nämlich, dass die Freimaurerei von "den Juden" unterstützt werde bzw. vorangetrieben. Denn die Freimaurerei in Frankreich ist sowieso niemals mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren (anderswo auch nicht, sieh Dekret Ratzingers aus 1983, oder lieber noch Humanum Genus).

Es ist nur allzu gut, dass ich selber so viele jüdische Freunde habe, die selbst bzw. deren Väter nicht bei der Kabbalo-Gnostischen Sekte sind. (Von denen gibt's auch noch welche die mit Deutschen Frauen verheiratet sind.... Als Kind hat mir der jüdische Vater meines besten Freundes sogar vor einem Deutschen Soldatenfriedhof photographiert, das kannte ich damals noch nicht, er hat uns aber dahingefahren, die Schilder erklärt "Sie starben für das Deutsche Vaterland 1914-1918.....1939-1945") Deren Onkel sind schon bei der Freidenkersekte, aber darüber sehe ich dann mal hinweg....

(Sei mir übrigens bitte nicht mehr böse wegen der Auschwitz-Auseinandersetzung im versenkten Thread von der vorigen Woche.....)

Ich glaube man sollte als Christ, bzw. als Katholik, ordentlich sein, stolz auf Familie, Tradition, Vaterland, daneben auch offen und tolerant dem Mitmenschen gegenüber. Vor allem zeigt es sich im Kirchgang, im Familienleben, in der Wortwahl in Beruflicher Tätigkeit. Leider hat die Freimaurer-Sektiererei es in 270 Jahren geschafft die katholische Religion aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen, aber das heisst nicht, wir sollten uns davon etwas sagen lassen. Man sollte unbedingt nicht scheinheilig religiös auf der Strasse sein, nicht fanatisch, nicht pathetisch (also mit einer T-Shirt voller Heiligenbilder aus dem Internet und mit einer Plastiktüte mit Rosenkränzen aus Taiwan), aber schon stolz und offen. Wie in Paris die Lebensrechtler vor 14 Tagen. Mit Gebet und Bekenntnis, aber ohne Übertreibung und Pathetik.

Vor allem ist es wichtig, dass Geistliche - Priester und Ordensfrauen bzw. -Brüder - öffentlich ihren Glauben austragen durch Kleidung. Wir Laien sollten tun durch angemessene, klassische Kleidung guten Gesmacks, nicht mit altmodischem Rocke aus 1880 aber.

In der Politik ist das Bekenntnis zum Glauben leider fast gesetzlich verboten worden von der Liberalsozialistischen Meinungsdiktatur, sollten wir uns aber nicht gefallen lassen. Dabei müssen wir ungesunden Populismus und Extremnationalismus meiden, sowie Liberalismus und Sozialismus. Ehrliche Christdemokratie würde ich empfehlen.

So sollten wir uns nach aussen zeigen. AUch wenn es schwierig ist. Und dabei immer die Gemütlichkeit bewahren. Ein gutes Bier bzw. einen guten Schluck italienischen Wein sind dabei auch immer in Betracht zu ziehen, wir sind ja als Katholiken keine Jansenisten oder Kalvinisten. Schon Ausgrenzer, aber keine Schwarzdenker.

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Pit hat geschrieben:Also, die Freimaurerdebatte sollte vieleicht nicht wieder aufgewärmt werden (es gibt schon genug Beiträge zum Thema) ;-)

Pierre wollte wohl - so habe ich es verstanden - eher sagen, daß es einen Christen (auch einen katholischen) nicht so kenn- oder auszeichnet, wie er nach aussen erkennbar auftritt (Rosenkranzbeten auf der Strasse etc., sondern das es die christliche Haltung ausmacht, wie ich lebe, welche Haltung ich gegenüber anderen Menschen an den Tag lege etc. Also, daß der eigentliche Lebensraum eines Christen nicht die Kirche, sondern die Welt, unsere Umgebung, der Alltag ist.

Gruß, Pit
Linus hat geschrieben:Ja, die Welt mag zwar deine Freimaurersynagoge äh Tempel sein, aber die Kirche ist was ganz was anderes, Pierre: es ist Jesu Leib.
Ich erkenne keine Trennung zwischen Welt und Kirche an. Und Rosenkranzbeten auf der Strasse ist auch gutes Zeugnis. Nur nicht immer. Die Haltung einem anderen Menschen gegenüber kann vom öffentlichen Rosenkranzgebet sehr positiv beeinflusst werden, z.B. kann der Mitmensch einen als Christen ansprechen auf den Glauben bzw. verpflichten auch sonst dem Christlichen Verständnis von Gut und Böse gerecht zu werden.

Ich sehe den Unterschieder der Pierre einführen will zwischen öffentliches Gebet und Sozialbenehmen eigentlich nicht. Beziehung zu Gott, impliziert automatisch eine Beziehung zum Mitmenschen. Auch wenn das im Talmudjudentum durch eine Unterscheidung in Goj und Nicht-Goj leider verloren gegangen ist (z.B. Instruktionen dass man einen Nichtjuden nicht aus dem Wasser retten sollte, da dieser kein Nächster wäre - so der Talmud), wir Christen tun - dem Gebot des Hl. Apostels Paul nach - jedem Menschen gut, vor allem aber den Hausgenossen im Glauben. Aber nicht nur denen.

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Oben angemerkt: natürlich hat man vorher im Hause Israel auch den Unterschied zwischen Heiden und Juden gemacht, aber nicht in der Caritas, nur im Glauben. Erst durch den Rabbinismus ist die caritas verloren gegangen, zumindest den Nichtjuden gegenüber.

Noch eine Empfehlung: Geistliche und Ordensleute sollten vor allem Rosenkranz betend durch die Stadt ziehen und bekennen. Das hat 1871 zwar dem Erzbischof von Paris das Leben gekostet, ist aber von unvorstellbarem Wert.

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Linus
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Beitrag von Linus »

@Pit "Die Welt ist die eigentliche Kirche" hat Steinchen geschrieben. Bloß das ist unfug. Die Welt ist verfallen, sündhaft. Die Freimaurer/Ostküste/P2/wer auch immer mag auf diesem Fundament ihre Schreckensherrschaft errichten, aber das Ziel die heilige makellose Kirche ist was anderes. Und Jesus Christus herrscht in ihr.
Steinchen predigt eine christlich verbrämte Diesseitsreligion(und mißachtet etwa Röm12,2) Doch das ist nicht die Auiferstehung von den Toten, sondern ewiger Untergang. Es gibt noch etliche Stellen wo vor menschlicher Weisheit (wie sie in Tempel gelehrt wird) gewarnt wird. (zB 1 Kor 1,21)

und fürs Protokoll: Pierre hat seinen Schurz wiedermal ins Spiel gebracht.
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Linus hat geschrieben: und fürs Protokoll: Pierre hat seinen Schurz wiedermal ins Spiel gebracht.
Für´s Protokoll... wenn es hier in irgendeiner Form wieder um FM gehen sollte, dann werde ich das verschieben, versenken oder im Notfall löschen... 8) hier geht es um die Frage, wie Christen nach außen ihren Glauben zeigen sollen. Um nichts anderes...
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Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Athanasius2 hat geschrieben:
Nur Schade, mein lieber Pierre, dass Sie bzw. Ihre Mitgliederschaft in der Zement-und-Specie-Dachorganisation für andere Leser hier wieder einen Vorurteil bestätigen, nämlich, dass die Freimaurerei von "den Juden" unterstützt werde bzw. vorangetrieben.
Langsam gehen mir diese ohne wirkliches Grundwissen abgegebenen Kommentare über FM und Juden auf den Geist. Mensch wählt meist nicht, ob er Jude sein will, er wird so geboren und kann es auch nicht ablegen. FM ist eine konstruktive eigene Entscheidung, die ich nie bereute.

Soll ich jetzt anfangen, als Antwort die weniger guten Seiten, auch dramatischen Verhaltensweise der RKK aufzuzählen? Dazu bin ich mir zu schade und es entspricht nicht meinem Begriff von Niveau.

Und ich werde weder die FM noch das Judentum verteidigen, einfach weil mir jeder Sinn für Polemik fehlt, was gelegentliche Ausrutscher einschließt.

Hier in diesem Forum habe ich einige sehr kompetente, objektive Gesprächspartner/innen gefunden, denen ich danke.

Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Ecce Homo hat geschrieben:
Für´s Protokoll... wenn es hier in irgendeiner Form wieder um FM gehen sollte, dann werde ich das verschieben, versenken oder im Notfall löschen... 8) hier geht es um die Frage, wie Christen nach außen ihren Glauben zeigen sollen. Um nichts anderes...
Genau das ist das Problem, dass jedes Thema ausufert, bei mir scheinen einige nur darauf zu warten, dass ich........

Na ja, lassen wir das. Du hast Recht, lösche was nicht passt.

Pierre, mit einem leicht schrägen Lächeln (was das nun auch wieder bedeuten soll :ja:
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Nö, ich lasse die OT´s natürlich hier - wenn jemand hier weiterdiskutieren will,...

Aber irgendwie hast du Recht - manche Leute scheinen es drauf anzulegen, andere in eine Schublade zu pressen... :roll:
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Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

sofaklecks
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Stein

Beitrag von sofaklecks »

Na ja, Pierre,

du hast den Stein ins Wasser geworfen und jetzt zieht er Kreise.

Ich will damit nicht sagen, dass die Kommentare dazu von mir als sachlich eingestuft werden, aber als du das mit dem Spruch gepostet hast, wr dir schon klar, was da wieder für Reaktionen kommen.

Lächle, Pierre!

sofaklecks

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Linus
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Beitrag von Linus »

Ecce Homo hat geschrieben:
Linus hat geschrieben: und fürs Protokoll: Pierre hat seinen Schurz wiedermal ins Spiel gebracht.
Für´s Protokoll... wenn es hier in irgendeiner Form wieder um FM gehen sollte, dann werde ich das verschieben, versenken oder im Notfall löschen... 8) hier geht es um die Frage, wie Christen nach außen ihren Glauben zeigen sollen. Um nichts anderes...
Ja, gern, aber wenn Ignoranten wie Pierre nicht einsehen wollen, dass Christentum und Freimaurerei nicht miteinander gehen können, sondern einander widerstreben, dann reagier' ich wie der Stier dem auch ein roter Fetzen vor dem Schädel hingehalten wird. Da bleib ich ned ruhig.
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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Die wahren Freunde des Volkes sind weder die Revolutionären noch die Neuerer, sondern die Menschen der Tradition [anderswo mit "Traditionalisten" übersetzt] - Hl. Papst Pius X. in Notre Charge Apostolique.

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Linus
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Re: Stein

Beitrag von Linus »

sofaklecks hat geschrieben:aber als du das mit dem Spruch gepostet hast, wr dir schon klar, was da wieder für Reaktionen kommen.
Genau. SSKM, Pierre. net lamentieren.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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pierre10
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Re: Stein

Beitrag von pierre10 »

sofaklecks hat geschrieben:Na ja, Pierre,

du hast den Stein ins Wasser geworfen und jetzt zieht er Kreise.

Ich will damit nicht sagen, dass die Kommentare dazu von mir als sachlich eingestuft werden, aber als du das mit dem Spruch gepostet hast, wr dir schon klar, was da wieder für Reaktionen kommen.

Lächle, Pierre!

sofaklecks
Ich werde bis zum letzten Moment lächeln, dafür habe ich viel Wunderbares erlebt.

Pierre
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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

The Herald News, Chicago hat geschrieben:No matter where in the world you attended Mass, it was uniformly said in Latin and the rubrics were consistent. You could always feel at home on your travels.

Over the years interest in the Latin Mass has grown, especially among young Catholic families. That is evident when one attends a Latin Mass offered throughout the Chicago area.
Egal wo man auf der Welt die Hl. Messe mitfeierte, sie wurde immer auf Lateinisch gebetet und die liturgischen Vorschriften waren gleich. Man konnte sich immer zu Hause fühlen auf Reisen.

Über die Jahre hinweg ist das Interesse an der Lateinischen Messe gewachsen, vor allem unter jungen katholischen Familien. Das wird einem deutlich, wenn man einer Lateinischen Messe in der Chicago-Region besucht.
Traditionen bremsen gar nicht. Gerade die 1960er-Euphorie der radikalen Revolutionen die in vielen Pfarreien vorherrscht, verfremdet katholische Jugendliche usw. von der Pfarrkirche, einer stabilen geistlichen Entwicklung von Person und Gebet, und vom Glauben an sich.

Die sog. "progressiven" Pfarren werden besucht - zumindest hier - von sehr alten Leuten bzw. denen mit Geburtsdatum 1930-1948/1950. Die Jungen lassen sie bei Seite legen. So ist das auch in den USA.

Traditionen sind das Fundament für eine Weiterentwicklung.

Natürlich ist eine freimaurerische Weiterentwicklung der Kirche dass man den Gnostizismus kanonisiert und sich einer Einen-Welt-Religion bzw. einem Parlament aller Weltreligionen (auf gleicher Ebene) einfügt. Dazu sind die Massnahmen schon genommen.

Bei uns in den Niederlanden haben liberal-reformierte Pastoren zusammen mit dem "Grand Orient" (Groot-Oosten) der Freimaurerei die Initiative genommen "alte Konzepte, veraltete Riten" wegzunehmen und ein Gespräch mit dem Ziel 'Eine Vereinte Religion in den Niederlanden' eröffnet. Natürlich mit viel Geld aus staatlicher Unterstützung.

Das ist keine Weiterentwicklung in katholischem Sinne. Das ist dissolutio, Auflösung. Aber schon immer lautete der Spruch der Sekte der Freimaurer: "Ordo ex chaote" Der Chaos braucht man in den durchschnittlichen Pfarren der katholischen Kirche weltweit nicht mehr zu verursachen. Die ist schon völlig da. Nun kann der neue Ordo geschaffen werden. Eine vereinte Religion.

Aber nicht meine und auch nicht eine Religion Gottes.

Was für Religion will man denn?
Hl. Papst Pius X., Notre Charge Apostolique hat geschrieben:
Und nun, überströmt mit tiefstem Trauer, fragen Wir uns selbst, verehrte Brüder, was ist nun aus dem Katholizismus des Sillon geworden? Alas! Diese Organisation welche vorher solche viel verspechende Erwartungen von sich gab, diese wilde und unbeherrschte Strömung, ist im Laufe seiner Entwicklung verhärtet worden von den neuen Feinden der Kirche, und ist heute nichts mehr als ein bedauernswerter Nebenfluss der grossen Bewegung die in jedem Land für die Einrichtung einer Eine-Weltkirche organisiert wird, die weder Dogmen hat, noch Hierarchie, weder Disziplin für den Verstand noch Einschränkung für die Triebe, und die, unter dem Vorwand der Freiheit und menschliche Würde, zurück zu der Welt (wenn solch eine Kirche überwinden könnte) die Herrschaft der legalisierten Verschlagenheit und Kraft holen würde, und die Unterdrückung von allen Schwachen und von allen, die abplagen und leiden.

Wir kennen nur all zu gut die dunklen Werkstätten, in denen diese boshaften Lehren ausgearbeitet werden, die eigentlich klar denkende Menschen nicht verführen sollten.
Eine Weltkirche. Neben einer Einen Weltrepublik oder Weltordnung meinetwegs. Dazu sprach in Bonum sane (1920) Papst Benedikt XV. sehr klar.

Leider lassen sich Freimaurer niedrigen Ranges für diese Karre der Weltüberherrschung einspannen und ziehen mit aller Gewalt diese Situation herbei.

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Athanasius2 hat geschrieben:und auch nicht eine Religion Gottes.
spannend, woher weißt Du?

Pierre
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Linus
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Beitrag von Linus »

Pierre hat geschrieben:
Athanasius2 hat geschrieben:und auch nicht eine Religion Gottes.
spannend, woher weißt Du?
Das Eau de toilette der betreffenden stinkt.



(zum Himmel)



























































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Eldar
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Beitrag von Eldar »

Bremsen die Traditionen den Untergang der Kirche?
JA!
Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur.
Über alles hat der Mensch Gewalt, nur nicht über sein Herz.
Ein Mensch, der für nichts zu sterben gewillt ist, verdient nicht zu leben.
Leben heißt Lieben und Lieben heißt Leiden. Wenn du nicht Leiden willst, warum Liebst du dann, aber wenn du nicht Lieben willst, warum lebst du dann??

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz »

Eldar hat geschrieben:
Bremsen die Traditionen den Untergang der Kirche?
JA!


LG
Fiore

PS: Für alle TRadis die es vergessen haben die Kirche kann nicht untergehen.
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

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