Seite 1 von 2

Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 10:52
von cantus planus
Weihbischof Krätzl packt aus: http://www.kath.net/detail.php?id=26549

Daraus:
In den 195ern habe eine fast triumphalistische Kirche die heraufkommende Moderne übersehen, der Schwung des II. Vatikanischen Konzils wurde später nicht genutzt, die Säkularisierung sahen die Kirchenmänner mehr als Gefahr denn als Chance - und die Jugend habe man so verloren. "Die 68er haben aus der geschlossenen Gesellschaft eine plurale gemacht", meint Krätzl dann und behauptet, dass die Kirche wohl den Anschluss an vieles verpasst habe. Seiner Meinung nach beantworte die Kirche die Frage nach der Empfängnisverhütung, der Sexualität vor der Ehe und den Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten so "dass sie für die Menschen kaum lebbar sind und wohl auch anders gelebt werden."
"Seien Sie lästig bei den Bischöfen", meinte Krätzl am Ende zu den Zusehern.
Man kann nur froh sein, dass die Zeit dieser Männer langsam aber sicher abläuft. Eine traurige Generation, die in der Kirchengeschichte einen sehr unrühmlichen Platz einnehmen wird. :nein:

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 13:26
von overkott
Krätzl ist (in diesem Bericht) sehr auf die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts fixiert, denkt zu dichtomisch und benennt leider nicht die biblische Tradition der Moderne. Was Modernismus meint, sollte man einmal im Lexikon nachschauen. Auch hier hilft eine differenzierte Betrachtung weiter.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 13:36
von Gamaliel
overkott hat geschrieben:Was Modernismus meint, sollte man einmal im Lexikon nachschauen.
Dazu braucht man kein Lexikon, sondern nur einen Blick in die nachdrücklich zur Lektüre empfohlene Enzyklika von Papst Pius X. "Pascendi dominici gregis". Dort wird man solide und umfassend über dieses Sammelbecken aller Häresien informiert und erhält einen geschärften Sinn, um den Modernismus der Gegenwart zu erkennen.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 13:44
von cantus planus
Gamaliel hat geschrieben:Dort wird man solide und umfassend über dieses Sammelbecken aller Häresien informiert und erhält einen geschärften Sinn, um den Modernismus der Gegenwart zu erkennen.
Die besonders dreisten Fälle können wir mal hier sammeln. Dass Krätzl - obwohl der Wind innerkirchlich längst dreht - immer noch so verbohrt ist, hätte ich nicht gedacht. Obwohl es eigentlich kaum überrascht. :roll:

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 13:54
von cantus planus
Gamaliel hat geschrieben: Pius X. "Pascendi dominici gregis". Dort wird man solide und umfassend über dieses Sammelbecken aller Häresien informiert und erhält einen geschärften Sinn, um den Modernismus der Gegenwart zu erkennen.
Empfohlen sei ergänzend auch "Lamentabili sane exitu" des Hl. Offiziums mit den vom gleichen Papst verurteilten Lehrsätzen.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 14:31
von Maurus
cantus planus hat geschrieben:Weihbischof Krätzl packt aus: http://www.kath.net/detail.php?id=26549

Daraus:
In den 195ern habe eine fast triumphalistische Kirche die heraufkommende Moderne übersehen, der Schwung des II. Vatikanischen Konzils wurde später nicht genutzt, die Säkularisierung sahen die Kirchenmänner mehr als Gefahr denn als Chance - und die Jugend habe man so verloren. "Die 68er haben aus der geschlossenen Gesellschaft eine plurale gemacht", meint Krätzl dann und behauptet, dass die Kirche wohl den Anschluss an vieles verpasst habe. Seiner Meinung nach beantworte die Kirche die Frage nach der Empfängnisverhütung, der Sexualität vor der Ehe und den Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten so "dass sie für die Menschen kaum lebbar sind und wohl auch anders gelebt werden."
"Seien Sie lästig bei den Bischöfen", meinte Krätzl am Ende zu den Zusehern.
Man kann nur froh sein, dass die Zeit dieser Männer langsam aber sicher abläuft. Eine traurige Generation, die in der Kirchengeschichte einen sehr unrühmlichen Platz einnehmen wird. :nein:
Krätzl will wohl nicht einsehen, dass sich die Kirche vielem geöffnet hat, ohne dass das wirklich honoriert wurde. Natürlich haben viele Beifall geklatscht. Aber in die Kirche sind sie deswegen noch lange nicht gegangen.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 20:18
von overkott
Maurus hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Weihbischof Krätzl packt aus: http://www.kath.net/detail.php?id=26549

Daraus:
In den 195ern habe eine fast triumphalistische Kirche die heraufkommende Moderne übersehen, der Schwung des II. Vatikanischen Konzils wurde später nicht genutzt, die Säkularisierung sahen die Kirchenmänner mehr als Gefahr denn als Chance - und die Jugend habe man so verloren. "Die 68er haben aus der geschlossenen Gesellschaft eine plurale gemacht", meint Krätzl dann und behauptet, dass die Kirche wohl den Anschluss an vieles verpasst habe. Seiner Meinung nach beantworte die Kirche die Frage nach der Empfängnisverhütung, der Sexualität vor der Ehe und den Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten so "dass sie für die Menschen kaum lebbar sind und wohl auch anders gelebt werden."
"Seien Sie lästig bei den Bischöfen", meinte Krätzl am Ende zu den Zusehern.
Man kann nur froh sein, dass die Zeit dieser Männer langsam aber sicher abläuft. Eine traurige Generation, die in der Kirchengeschichte einen sehr unrühmlichen Platz einnehmen wird. :nein:
Krätzl will wohl nicht einsehen, dass sich die Kirche vielem geöffnet hat, ohne dass das wirklich honoriert wurde. Natürlich haben viele Beifall geklatscht. Aber in die Kirche sind sie deswegen noch lange nicht gegangen.
Die Öffnung Gottes auf die Welt hin und sein freies Versöhnungsangebot durch Christus ist die Botschaft der Kirche. Deshalb sollte sie jetzt nicht wehleidig tun, wenn die Leute immerhin Beifall klatschen. Das Evangelium ist kein billiger Trick.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 20:34
von Gamaliel
overkott hat geschrieben:Die Öffnung Gottes auf die Welt hin und sein freies Versöhnungsangebot durch Christus ist die Botschaft der Kirche. Deshalb sollte sie jetzt nicht wehleidig tun, wenn die Leute immerhin Beifall klatschen. Das Evangelium ist kein billiger Trick.
So ein modernistischer Unsinn! Von "freiem Versöhnungsangebot" als Botschaft der Kirche kann gar keine Rede sein. Frei ist nur die physische und psychische Ebene der Zustimmung, moralisch aber gibt es eine schwere Pflicht dieses "Angebot" anzunehmen. Wer dieser erkannten Pflicht nicht nachkommt, verspielt den Himmel.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 20:54
von Bernado
Gamaliel hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Die Öffnung Gottes auf die Welt hin und sein freies Versöhnungsangebot durch Christus ist die Botschaft der Kirche. Deshalb sollte sie jetzt nicht wehleidig tun, wenn die Leute immerhin Beifall klatschen. Das Evangelium ist kein billiger Trick.
So ein modernistischer Unsinn! Von "freiem Versöhnungsangebot" als Botschaft der Kirche kann gar keine Rede sein. Frei ist nur die physische und psychische Ebene der Zustimmung, moralisch aber gibt es eine schwere Pflicht dieses "Angebot" anzunehmen. Wer dieser erkannten Pflicht nicht nachkommt, verspielt den Himmel.
Und außerdem haben die Leute nicht Beifall geklatscht, weil die Kirche jetzt das Evangelium "offen zur Welt " verkündet hätte, sondern weil sie gehofft, geglaubt und auch Anzeichen dafür gesehen hatten, daß die Kirche mit dieser lästigen Verkündigung endlich Schluss machen würde.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 20:57
von cantus planus
Entlarvter Modernismus eben. ;D

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 21:43
von Maurus
overkott hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Weihbischof Krätzl packt aus: http://www.kath.net/detail.php?id=26549

Daraus:
In den 195ern habe eine fast triumphalistische Kirche die heraufkommende Moderne übersehen, der Schwung des II. Vatikanischen Konzils wurde später nicht genutzt, die Säkularisierung sahen die Kirchenmänner mehr als Gefahr denn als Chance - und die Jugend habe man so verloren. "Die 68er haben aus der geschlossenen Gesellschaft eine plurale gemacht", meint Krätzl dann und behauptet, dass die Kirche wohl den Anschluss an vieles verpasst habe. Seiner Meinung nach beantworte die Kirche die Frage nach der Empfängnisverhütung, der Sexualität vor der Ehe und den Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten so "dass sie für die Menschen kaum lebbar sind und wohl auch anders gelebt werden."
"Seien Sie lästig bei den Bischöfen", meinte Krätzl am Ende zu den Zusehern.
Man kann nur froh sein, dass die Zeit dieser Männer langsam aber sicher abläuft. Eine traurige Generation, die in der Kirchengeschichte einen sehr unrühmlichen Platz einnehmen wird. :nein:
Krätzl will wohl nicht einsehen, dass sich die Kirche vielem geöffnet hat, ohne dass das wirklich honoriert wurde. Natürlich haben viele Beifall geklatscht. Aber in die Kirche sind sie deswegen noch lange nicht gegangen.
Die Öffnung Gottes auf die Welt hin und sein freies Versöhnungsangebot durch Christus ist die Botschaft der Kirche. Deshalb sollte sie jetzt nicht wehleidig tun, wenn die Leute immerhin Beifall klatschen. Das Evangelium ist kein billiger Trick.
Die Leute klatschten nicht wegen der kirchlichen Lehre Beifall, sondern ob deren Relativierung durch etliche Theologen und sogar Bischöfe.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 21:44
von overkott
Gamaliel hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Die Öffnung Gottes auf die Welt hin und sein freies Versöhnungsangebot durch Christus ist die Botschaft der Kirche. Deshalb sollte sie jetzt nicht wehleidig tun, wenn die Leute immerhin Beifall klatschen. Das Evangelium ist kein billiger Trick.
So ein modernistischer Unsinn! Von "freiem Versöhnungsangebot" als Botschaft der Kirche kann gar keine Rede sein. Frei ist nur die physische und psychische Ebene der Zustimmung, moralisch aber gibt es eine schwere Pflicht dieses "Angebot" anzunehmen. Wer dieser erkannten Pflicht nicht nachkommt, verspielt den Himmel.
Wer Gott und seinen Nächsten nicht liebt wie sich selbst, dem entgeht der Himmel. Das ist richtig. Aber Gott zwingt keinen zum Glück.

MODERATION

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 21:48
von cantus planus
Bitte in diesem Strang Aussagen von kirchlichen Oberen oder Theologieprofessoren zu diskutieren, die offenkundig einen reinen Modernismus vertreten. Das overkott'sche Geplänkel bitte im Senfthread oder im Bonaventura-Strang diskutieren. Danke!
cantus planus, Mod.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 21:58
von overkott
Das ist eine bodenlose Verschämtheit, cantus.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 22:00
von cantus planus
Halt doch einfach mal die Klappe! :patsch:

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 22:01
von Gamaliel
Nur noch eine letzte Entgegnung, damit der Modernismus hier nicht ganz pestizidfrei gedeihen kann:
overkott hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Die Öffnung Gottes auf die Welt hin und sein freies Versöhnungsangebot durch Christus ist die Botschaft der Kirche. Deshalb sollte sie jetzt nicht wehleidig tun, wenn die Leute immerhin Beifall klatschen. Das Evangelium ist kein billiger Trick.
So ein modernistischer Unsinn! Von "freiem Versöhnungsangebot" als Botschaft der Kirche kann gar keine Rede sein. Frei ist nur die physische und psychische Ebene der Zustimmung, moralisch aber gibt es eine schwere Pflicht dieses "Angebot" anzunehmen. Wer dieser erkannten Pflicht nicht nachkommt, verspielt den Himmel.
Wer Gott und seinen Nächsten nicht liebt wie sich selbst, dem entgeht der Himmel. Das ist richtig. Aber Gott zwingt keinen zum Glück.
Der modernistische Unsinn wird nicht geringer, wenn er in negativer Formulierung auftritt!

Ich habe vorher schon gezeigt, daß 3 verschiedene Arten von Freiheit sauber zu unterscheiden sind. ("Distinguo", ein Lieblingswort des hl. Thomas von Aquin und ein Graus für jeden Modernisten.) Das gleiche gilt mutatis mutandis auch für den Zwang. => Es gibt einen moralischen Zwang für jeden Menschen die Oberherrschaft Gottes anzuerkennen! (vgl. Hebr 11,6)

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 22:24
von Gamaliel
„Konservative Kreise am Ende“

Professor Wolfgang Beinert glaubt fest an eine Öffnung der katholischen Kirche. Am Sonntag [= 23.4.2010] war der emeritierte Regensburger Professor Gast eines Festakts bei der Katholischen Akademie Domschule in Würzburg.

Daraus:
Die sehe ich beispielsweise aus theologischer Sicht darin, dass die jahrhundertealte Überzeugung von der Kirche als vollkommene, in sich abgeschlossene Gesellschaft, als „societas perfecta“, mit einem Mal hinweggefegt ist.
[...]
Ein anderes Beispiel: Es hat immer geheißen, die Kirche in sich sei heilig. Jetzt spricht der Papst davon, dass die Kirche sündig sei. Die Themen Sexualität, Gehorsam, Autorität in der Kirche bedürfen einer eingehenden Erörterung.
[...]
Es geht um eine Öffnung der Kirche zur Welt, die aber durch den restriktiven Kurs von Johannes Paul II. seit 1978 verhindert wurde. Man könnte sagen: Die konzilsfeindlichen Kräfte haben einen schweren Stoß erlitten. Diese konservativen, restaurativen Kreise sind am Ende. Ich glaube, dass sich durchsetzen wird, was das Konzil wollte.
[...]
Die Kirche hat doch den Auftrag – sie versteht ihn als göttlichen Auftrag – das Wort Gottes zu verkünden und die Sakramente zu spenden. Wenn sich nun herausstellt, und das dürfte ja erwiesen sein, dass sie das nicht mehr kann in Mitteleuropa, aufgrund von Zulassungsbedingungen für den Priesterberuf, die nicht göttlichen Ursprungs sind, dann muss sich etwas ändern.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 22:26
von cantus planus
Bei dem Manne ist wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Die Konzilskirche stirbt in wenigen Jahren (fast) europaweit aus, und er ist noch immer im alten Wahn!

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 22:37
von Maurus
Gamaliel hat geschrieben:„Konservative Kreise am Ende“

Professor Wolfgang Beinert glaubt fest an eine Öffnung der katholischen Kirche. Am Sonntag [= 23.4.2010] war der emeritierte Regensburger Professor Gast eines Festakts bei der Katholischen Akademie Domschule in Würzburg.

Daraus:
Die sehe ich beispielsweise aus theologischer Sicht darin, dass die jahrhundertealte Überzeugung von der Kirche als vollkommene, in sich abgeschlossene Gesellschaft, als „societas perfecta“, mit einem Mal hinweggefegt ist.
[...]
Ein anderes Beispiel: Es hat immer geheißen, die Kirche in sich sei heilig. Jetzt spricht der Papst davon, dass die Kirche sündig sei. Die Themen Sexualität, Gehorsam, Autorität in der Kirche bedürfen einer eingehenden Erörterung.
[...]
Es geht um eine Öffnung der Kirche zur Welt, die aber durch den restriktiven Kurs von Johannes Paul II. seit 1978 verhindert wurde. Man könnte sagen: Die konzilsfeindlichen Kräfte haben einen schweren Stoß erlitten. Diese konservativen, restaurativen Kreise sind am Ende. Ich glaube, dass sich durchsetzen wird, was das Konzil wollte.
[...]
Die Kirche hat doch den Auftrag – sie versteht ihn als göttlichen Auftrag – das Wort Gottes zu verkünden und die Sakramente zu spenden. Wenn sich nun herausstellt, und das dürfte ja erwiesen sein, dass sie das nicht mehr kann in Mitteleuropa, aufgrund von Zulassungsbedingungen für den Priesterberuf, die nicht göttlichen Ursprungs sind, dann muss sich etwas ändern.
Europa hat auch heute noch eine Priesterdichte, von dem weite Teile des katholischen Erdkreises nur träumen können. Beinert wird das wissen und aus taktischen Gründen verschweigen. Man muss den Leuten einfach mal klarmachen, dass in Brasilien oft auf 30.000 Gläubige ein Priester kommt. Da wird der Papst nichts an den "Zulassungsbeschränkungen" ändern, nur weil Gläubige in Deutschland es für unter ihrer Würde halten drei Kilometer geteerte Straße im klimatisierten SUV zurückzulegen um eine Sonntagsmesse im Nachbardorf zu besuchen.

Im übrigen kann man auch mit einigem Recht behaupten, dass der Rückgang der Weihezahlen in der Kirche planmäßig herbeigeführt worden ist. Die Indizien sind erdrückend.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 22:39
von civilisation
Die "Kurse" der Domschule Würzburg lagern bei mir im Keller.

Wer Interesse daran hat, melde sich. Gegen Unkostenerstattung versende ich sie gerne.

Ist eh* nur Altpapier.

Aber: Ob die "Konzilskirche" aussterben wird, wage ich zu bezweifeln. Denn genügend Samen wurden für das Fortbestehen der "Subkirche" a la Lehmann gelegt.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 22:53
von Gamaliel
Maurus hat geschrieben:Europa hat auch heute noch eine Priesterdichte, von dem weite Teile des katholischen Erdkreises nur träumen können. Beinert wird das wissen und aus taktischen Gründen verschweigen. Man muss den Leuten einfach mal klarmachen, dass in Brasilien oft auf 30.000 Gläubige ein Priester kommt. Da wird der Papst nichts an den "Zulassungsbeschränkungen" ändern, nur weil Gläubige es für unter ihrer Würde halten, eine Sonntagsmesse im Nachbardorf zu besuchen.

Im übrigen kann man auch mit einigem Recht behaupten, dass der Rückgang der Weihezahlen in der Kirche planmäßig herbeigeführt worden ist. Die Indizien sind erdrückend.
Was Beinert hier (und auch sonst) von sich gibt, hat weder mit der katholischen Lehre, noch mit der Realität etwas zu tun. Auch sein Professorentitel schützt in nicht vor der Qualifizierung als primitiver Ideologe.

Was die "Priesterdichte" betrifft, so hast Du grundsätzlich völlig Recht, doch selbst in Europa/Frankreich gibt es Pfarrer, die - freilich nur nominell, weil praktisch unerfüllbar - für 30 und mehr Pfarreien zuständig sind. Doch das ist sowieso der falsche Maßstab. Priester wird man nicht zwecks Besetzung geographischer Einheiten, sondern zur Seelsorge an Katholiken (wenn wir mal von der Missionierung absehen). Die Anzahl der praktizierenden Katholiken hat inzwischen so stark abgenommen, daß in Wirklichkeit die "Priesterdichte" größer als in vergangenen Jahrzehnten ist.

Sei's drum. Was Beinert hier von sich gibt riecht stark nach Häresie. Mangels Zurechnungsfähigkeit könnte es sich eventuell "nur" um materielle Häresie handeln. :angewidert:

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 17:20
von overkott
Was, bitteschön, ist "materielle Häräsie"?

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 17:25
von taddeo
overkott hat geschrieben:Was, bitteschön, ist "materielle Häräsie"?
Eine Häresie, die zwar der Sache bzw. Materie nach ("materiell") vorliegt, aber z. B. wegen Unzurechnungsfähigkeit dem Betreffenden nicht moralisch zur Last gelegt werden kann.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 17:27
von overkott
taddeo hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Was, bitteschön, ist "materielle Häräsie"?
Eine Häresie, die zwar der Sache bzw. Materie nach ("materiell") vorliegt, aber z. B. wegen Unzurechnungsfähigkeit dem Betreffenden nicht moralisch zur Last gelegt werden kann.
Also, substantiell?

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 17:32
von taddeo
Wolfgang Beinert hat geschrieben:Ich glaube, dass sich durchsetzen wird, was das Konzil wollte. [...]
Das wäre für Beinert und Konsorten mit Sicherheit das Schlimmste, was passieren könnte ...

... allerorten lateinische Messen mit Choral versus Deum zelebriert ...

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 17:55
von Petur
cantus planus hat geschrieben:Weihbischof Krätzl packt aus: http://www.kath.net/detail.php?id=26549
Gott sei Dank, es gibt noch gute Bischöfe! Bischof Krätzl ist einer von ihnen. Die Kirche braucht keine klerikalen Beamten, keine Statthalter, sondern gute Hirten.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 17:57
von Debora
Gott sei Dank, es gibt noch gute Bischöfe! Bischof Krätzl ist einer von ihnen. Die Kirche braucht keine klerikalen Beamten, keine Statthalter, sondern gute Hirten.

Das ist ja der Witz des Jahres Weihbischof Krätzl ist ein guter Hirte. Kirchenzerstöre passt besser :motz: :motz: :motz:

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 18:00
von Florianklaus
Petur hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Weihbischof Krätzl packt aus: http://www.kath.net/detail.php?id=26549
Gott sei Dank, es gibt noch gute Bischöfe! Bischof Krätzl ist einer von ihnen. Die Kirche braucht keine klerikalen Beamten, keine Statthalter, sondern gute Hirten.

Wieso hältst Du ihn für einen guten Bischof?

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 18:01
von Petur
Gamaliel hat geschrieben:„Konservative Kreise am Ende“

Professor Wolfgang Beinert glaubt fest an eine Öffnung der katholischen Kirche. Am Sonntag [= 23.4.2010] war der emeritierte Regensburger Professor Gast eines Festakts bei der Katholischen Akademie Domschule in Würzburg.

Daraus:
Die sehe ich beispielsweise aus theologischer Sicht darin, dass die jahrhundertealte Überzeugung von der Kirche als vollkommene, in sich abgeschlossene Gesellschaft, als „societas perfecta“, mit einem Mal hinweggefegt ist.
[...]
Ein anderes Beispiel: Es hat immer geheißen, die Kirche in sich sei heilig. Jetzt spricht der Papst davon, dass die Kirche sündig sei. Die Themen Sexualität, Gehorsam, Autorität in der Kirche bedürfen einer eingehenden Erörterung.
[...]
Es geht um eine Öffnung der Kirche zur Welt, die aber durch den restriktiven Kurs von Johannes Paul II. seit 1978 verhindert wurde. Man könnte sagen: Die konzilsfeindlichen Kräfte haben einen schweren Stoß erlitten. Diese konservativen, restaurativen Kreise sind am Ende. Ich glaube, dass sich durchsetzen wird, was das Konzil wollte.
[...]
Die Kirche hat doch den Auftrag – sie versteht ihn als göttlichen Auftrag – das Wort Gottes zu verkünden und die Sakramente zu spenden. Wenn sich nun herausstellt, und das dürfte ja erwiesen sein, dass sie das nicht mehr kann in Mitteleuropa, aufgrund von Zulassungsbedingungen für den Priesterberuf, die nicht göttlichen Ursprungs sind, dann muss sich etwas ändern.
Herr Prof. Beinert hat fast völlig Recht. Die restaurativen, zerstörerischen Kreise sind aber noch nicht am Ende. Leider...

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 18:06
von Petur
Debora hat geschrieben:
Gott sei Dank, es gibt noch gute Bischöfe! Bischof Krätzl ist einer von ihnen. Die Kirche braucht keine klerikalen Beamten, keine Statthalter, sondern gute Hirten.

Das ist ja der Witz des Jahres Weihbischof Krätzl ist ein guter Hirte. Kirchenzerstöre passt besser :motz: :motz: :motz:
Warum? Mit der Kreuzgangsmehrheit hat er ja nichts zu tun.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 18:07
von Petur
Florianklaus hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Weihbischof Krätzl packt aus: http://www.kath.net/detail.php?id=26549
Gott sei Dank, es gibt noch gute Bischöfe! Bischof Krätzl ist einer von ihnen. Die Kirche braucht keine klerikalen Beamten, keine Statthalter, sondern gute Hirten.

Wieso hältst Du ihn für einen guten Bischof?
Weil er sieht, denkt, spricht - und dient.

Re: Entlarvter Modernismus

Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 18:11
von Gamaliel
Petur hat geschrieben:Die restaurativen, [...] Kreise sind aber noch nicht am Ende. Leider...
Kannst Dich ja bei Jesus Christus beschweren, schließlich hat er das so verfügt, indem er für alle Zeiten bestimmte: "...und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." ;)