Wie ist das dem Breve Cum pro munera zu vereinbaren?Maurus hat geschrieben: Die Kirche hat gegen Rechtsfortbildung nichts einzuwenden.
Pallium
Re: Soutane und Habit etc...
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Soutane und Habit etc...
Das kenne ich leider nicht. Ich habe leider auch keinen CIC/1917 hier, sonst könnte ich entsprechende Zitate zum Rechtsfortbildungswillen anbringen.ad-fontes hat geschrieben:Wie ist das dem Breve Cum pro munera zu vereinbaren?Maurus hat geschrieben: Die Kirche hat gegen Rechtsfortbildung nichts einzuwenden.
Re: Soutane und Habit etc...
In dem Breve vom 1. Juli 1580 Papst bestimmt Papst Gregor XIII., dass dem Juris Corpus Canonici, inklusive der Glossen (Kommentierung), nichts verändert, hinzugefügt oder hinweggenommen werden darf. (Ist es jetzt aus dem Kopf zitiert, "ohne Gewähr" sozusagen)
Durch den CIC 1917 ist dies hinfällig, soviel ist klar, aber du hast ja bereits treffend zum Ausdruck gebracht, dass für einen Altkatholiken der Codex von 1983 keine Geltung hat, folglich auch nicht der von 1917. Dass für Altkatholiken das Dekretalenrecht nicht gilt, wurde von der "Gründungsgeneration" allerdings noch anders gesehen und in der Alt-Katholischen Kirche der Niederlande zählt es, wenn auch eingeschränkt durch Partikularrecht, weiterhin zu den Rechtsquellen.
Die Frage nach Freiheit und Gebundenheit ist in beiden Rechtsverbänden unterschiedlich beantwortet worden. Die Legitimität der Rechtsfortbildung in diesem Spannungsfeld in der römischen Kirche interessiert mich, vor allem inwiefern dies widerspruchsfrei zu erklären ist. Die Legitimität des alt-katholischen Eigenrechts - von Fortbildung will ich gar nicht erst reden - bezweifle ich. Um die "Kirchwerdung" in Rechtskontinuität auf der Grundlage des Corpus Iuris Canonici zu vollziehen, hätte man einen völlig anderen Ansatz wählen müssen als den, den die Utrechter mit der deutschen Delegation ausgehandelt haben, denn so ist die Weihespendung insofern absolut* erfolgt, dass kein rechtlicher Konnex zwischen Spender und Empfänger vorlag oder sie zueinander in eine Beziehung rechtlicher Art gesetzt wurden (die Gründung der Utrechter Union erfolgte erst 1889).
*im Sinn einer beidseitigen Bindung; auch wenn dies mehr ist als es die klassische Definition des Verbotes der Spendung ohne titulus hergibt, halte ich dieses Verständnis für konkludent.
Durch den CIC 1917 ist dies hinfällig, soviel ist klar, aber du hast ja bereits treffend zum Ausdruck gebracht, dass für einen Altkatholiken der Codex von 1983 keine Geltung hat, folglich auch nicht der von 1917. Dass für Altkatholiken das Dekretalenrecht nicht gilt, wurde von der "Gründungsgeneration" allerdings noch anders gesehen und in der Alt-Katholischen Kirche der Niederlande zählt es, wenn auch eingeschränkt durch Partikularrecht, weiterhin zu den Rechtsquellen.
Die Frage nach Freiheit und Gebundenheit ist in beiden Rechtsverbänden unterschiedlich beantwortet worden. Die Legitimität der Rechtsfortbildung in diesem Spannungsfeld in der römischen Kirche interessiert mich, vor allem inwiefern dies widerspruchsfrei zu erklären ist. Die Legitimität des alt-katholischen Eigenrechts - von Fortbildung will ich gar nicht erst reden - bezweifle ich. Um die "Kirchwerdung" in Rechtskontinuität auf der Grundlage des Corpus Iuris Canonici zu vollziehen, hätte man einen völlig anderen Ansatz wählen müssen als den, den die Utrechter mit der deutschen Delegation ausgehandelt haben, denn so ist die Weihespendung insofern absolut* erfolgt, dass kein rechtlicher Konnex zwischen Spender und Empfänger vorlag oder sie zueinander in eine Beziehung rechtlicher Art gesetzt wurden (die Gründung der Utrechter Union erfolgte erst 1889).
*im Sinn einer beidseitigen Bindung; auch wenn dies mehr ist als es die klassische Definition des Verbotes der Spendung ohne titulus hergibt, halte ich dieses Verständnis für konkludent.
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Re: Soutane und Habit etc...
Ja das mag ja alles sein, aber darf ich auf den Ausgangsbeitrag verweisen? Dort fragtest du, wie sich der Gedanke der Rechtsfortbildung mit jenem Breve vertrüge - hier hast du nun selbst die Antwort gegeben.ad-fontes hat geschrieben:In dem Breve vom 1. Juli 1580 Papst bestimmt Papst Gregor XIII., dass dem Juris Corpus Canonici, inklusive der Glossen (Kommentierung), nichts verändert, hinzugefügt oder hinweggenommen werden darf. (Ist es jetzt aus dem Kopf zitiert, "ohne Gewähr" sozusagen)
Durch den CIC 1917 ist dies hinfällig, soviel ist klar, aber du hast ja bereits treffend zum Ausdruck gebracht, dass für einen Altkatholiken der Codex von 1983 keine Geltung hat, folglich auch nicht der von 1917. Dass für Altkatholiken das Dekretalenrecht nicht gilt, wurde von der "Gründungsgeneration" allerdings noch anders gesehen und in der Alt-Katholischen Kirche der Niederlande zählt es, wenn auch eingeschränkt durch Partikularrecht, weiterhin zu den Rechtsquellen.
Man muss sicher zwischen Recht unterscheiden, dass näher am ius divinum ist und damit eher unveränderlich und Recht, das mehr dem bloßen Organisations- und Verwaltungsrecht zugeordnet ist. ZB ist im CIC auch festgehalten, dass die Weihe gültig nur ein getaufter Mann empfangen kann. Das wäre ein Beispiel für ein unveränderliches Recht, wie es JPII in Ordinatio sacerdotalis betont hat.Die Frage nach Freiheit und Gebundenheit ist in beiden Rechtsverbänden unterschiedlich beantwortet worden. Die Legitimität der Rechtsfortbildung in diesem Spannungsfeld in der römischen Kirche interessiert mich, vor allem inwiefern dies widerspruchsfrei zu erklären ist.
Es wäre sicherlich auch nicht möglich, etwa das Bischofsamt aus dem CIC zu streichen. Dagegen wäre etwa die Abschaffung des Generalvikars ein ziemlicher Bruch (den auch keiner ernsthaft erwägen würde), jedoch nicht unmöglich: Das Amt ist - anders als der Bischof - ein reines Verwaltungsamt. Von Generalvikaren und Personaldezernenten wusste Petrus noch nichts. Auch irgendwelche niederen Dispensbefugnisse etc pp sind sicher kein unveränderliches Recht, sondern den jeweiligen Verhältnissen anpassbar. Der CIC von 1983 erklärte zB, dass juristische Personen nicht mehr Pfarrer sein können. Das war 1917 noch anders. Das ist eine vollkommen legitime und mögliche Rechtsänderung.
Das ist eure AngelegenheitDie Legitimität des alt-katholischen Eigenrechts - von Fortbildung will ich gar nicht erst reden - bezweifle ich.
Re: Soutane und Habit etc...
Du hast es erfasst - ein ordentliches und ein außerordentliches...ad-fontes hat geschrieben:ein Pallium in zwei FormenMaurus hat geschrieben:Es gibt nur ein Pallium.![]()
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Soutane und Habit etc...
Gibt es dazu einen Link? Wäre sehr hilfreich.ad-fontes hat geschrieben:In dem Breve vom 1. Juli 1580 Papst bestimmt Papst Gregor XIII., dass dem Juris Corpus Canonici, inklusive der Glossen (Kommentierung), nichts verändert, hinzugefügt oder hinweggenommen werden darf. (Ist es jetzt aus dem Kopf zitiert, "ohne Gewähr" sozusagen)
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Soutane und Habit etc...
Nein, sonst hätte ich es ja "googlefizieren" können. Nicht alles, was den apostolischen Palast in den letzten zwei Jahrtausenden verlassen hat, ist schon im NetzNiels hat geschrieben:Gibt es dazu einen Link? Wäre sehr hilfreich.ad-fontes hat geschrieben:In dem Breve vom 1. Juli 1580 Papst bestimmt Papst Gregor XIII., dass dem Juris Corpus Canonici, inklusive der Glossen (Kommentierung), nichts verändert, hinzugefügt oder hinweggenommen werden darf. (Ist es jetzt aus dem Kopf zitiert, "ohne Gewähr" sozusagen)
(irgendwie auch tröstlich
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Soutane und Habit etc...
Danke für diese Aussage, mit der dieser Typ von Diskussion eigentlich abgehakt sein sollte.Maurus hat geschrieben:Bist du nicht Altkatholik? Dann musst du ohnehin nichts dergleichen anerkennen, da schon deine Mitgliedschaft bei den Altkatholiken eine Absage an die Unterordnung unter den CIC ist. Wärst du römischer Katholik, so wäre deine Weigerung völlig irrelevant, weil es bekanntlich keine Freiheit gibt, Gesetze anzuerkennen oder nicht. In Bezug auf diese Frage wäre dies auch - verzeih mir - reichlich infantil: Schisma wegen einem neuen Pallium?
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Re: Soutane und Habit etc...
Das geht am Thema vorbei. Mir geht es nicht darum, ein Schisma herbeizureden, sondern euer und mein Traditions- und Rechtsverständnis am Beispiel einer Insignie, die mehr ist als ein "Stück Stoff", nämlich vormals Rechtssymbol, heute Zeichen, stets aber Reliquie s. Petri, auf seine Stringenz hin zu überprüfen und ggf. - wenigstens für meine Person - zu korrigieren.
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Re: Soutane und Habit etc...
Wobei sich mir die ernsthafte Frage stellt: wer hat das Pallium in der ordentlichen und wer in der außerordentlichen Form?Niels hat geschrieben:Du hast es erfasst - ein ordentliches und ein außerordentliches...ad-fontes hat geschrieben:ein Pallium in zwei FormenMaurus hat geschrieben:Es gibt nur ein Pallium.![]()
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civilisation
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Re: Pallium
Gerade wenn ich mir das letzte Posting so betrachte, finde ich, daß die ganze Diskussion ad absurdum geführt wird.
Irgendwelche Leute meinen einige Begriffe aufgeschnappt zu haben und wollen diese jetzt auf dieses und jenes übertragen und anwenden.
Das ist gelinde gesagt Haarspalterei. - Und an derartigen Diskussionen - was auch in besonderem Maße für viele Threads in der Klausnerei zutrifft - werde ich mich kaum beteiligen.
Wie sagte schon Mr. Scrooge: "Humbug, nichts als Humbug." Zwar in anderem Zusammenhang, aber ich fühle mich bei dieser und anderen Diskussionen daran erinnert.
Nichts für ungut.
Irgendwelche Leute meinen einige Begriffe aufgeschnappt zu haben und wollen diese jetzt auf dieses und jenes übertragen und anwenden.
Das ist gelinde gesagt Haarspalterei. - Und an derartigen Diskussionen - was auch in besonderem Maße für viele Threads in der Klausnerei zutrifft - werde ich mich kaum beteiligen.
Wie sagte schon Mr. Scrooge: "Humbug, nichts als Humbug." Zwar in anderem Zusammenhang, aber ich fühle mich bei dieser und anderen Diskussionen daran erinnert.
Nichts für ungut.
Re: Pallium
Das Faktum, dass in der katholischen Kirche derzeit zwei Formen des Palliums in Gebrauch sind - auch nach dem Wechsel, vulgo "Rückkehr" genannt, in 2008 - wird doch ernsthaft niemand leugnen wollen?civilisation hat geschrieben:Gerade wenn ich mir das letzte Posting so betrachte, finde ich, daß die ganze Diskussion ad absurdum geführt wird.
Irgendwelche Leute meinen einige Begriffe aufgeschnappt zu haben und wollen diese jetzt auf dieses und jenes übertragen und anwenden.
Das ist gelinde gesagt Haarspalterei. - Und an derartigen Diskussionen - was auch in besonderem Maße für viele Threads in der Klausnerei zutrifft - werde ich mich kaum beteiligen.
Wie sagte schon Mr. Scrooge: "Humbug, nichts als Humbug." Zwar in anderem Zusammenhang, aber ich fühle mich bei dieser und anderen Diskussionen daran erinnert.
Nichts für ungut.
Es handelt sich dabei um ein in der Kirchengeschichte bisher - von Translozierungen, wo stets vorgeschrieben war, ein neues Pallium zu erbitten und den singulären (Test-)Fall der Weihnachtsmesse 1999 - um ein EINMALIGES Phänomen, das es wohl wert ist, in einem katholischen Forum diskutiert zu werden.
Die päpstlichen Pallienwechsel seit dem Pontifikatsantritt Benedikt XVI. sind historisch gesehen ohne Vorbild und somit ein veritables Novum!
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Pallium
Nee. Aber irgendwelche Rückschlüsse, wie du sie ziehen willst, die halte ich für unhaltbar. Wie das Pallium aussieht oder es beschaffen ist, das spielt im Prinzip keine Rolle.ad-fontes hat geschrieben:Das Faktum, dass in der katholischen Kirche derzeit zwei Formen des Palliums in Gebrauch sind - auch nach dem Wechsel, vulgo "Rückkehr" genannt, in 2008 - wird doch ernsthaft niemand leugnen wollen?civilisation hat geschrieben:Gerade wenn ich mir das letzte Posting so betrachte, finde ich, daß die ganze Diskussion ad absurdum geführt wird.
Irgendwelche Leute meinen einige Begriffe aufgeschnappt zu haben und wollen diese jetzt auf dieses und jenes übertragen und anwenden.
Das ist gelinde gesagt Haarspalterei. - Und an derartigen Diskussionen - was auch in besonderem Maße für viele Threads in der Klausnerei zutrifft - werde ich mich kaum beteiligen.
Wie sagte schon Mr. Scrooge: "Humbug, nichts als Humbug." Zwar in anderem Zusammenhang, aber ich fühle mich bei dieser und anderen Diskussionen daran erinnert.
Nichts für ungut.
Das kann kein Mensch behaupten. Früher war das Pallium nichts anderes als die päpstliche Stola. Wer weiß, wie oft die im Laufe eines Pontifikats erneuert werden musste. Dann hat das Pallium mehrfach seine Form gewechselt: Geschah dies bei Anbruch eines neuen oder während eines andauernden Pontifikats?Es handelt sich dabei um ein in der Kirchengeschichte bisher - von Translozierungen, wo stets vorgeschrieben war, ein neues Pallium zu erbitten und den singulären (Test-)Fall der Weihnachtsmesse 1999 - um ein EINMALIGES Phänomen, das es wohl wert ist, in einem katholischen Forum diskutiert zu werden.
Die päpstlichen Pallienwechsel seit dem Pontifikatsantritt Benedikt XVI. sind historisch gesehen ohne Vorbild und somit ein veritables Novum!
Du hast hier ein Problem hineininterpretiert, dass nach Rechtsauffassung der Kirche weder in Tradition noch in Gegenwart existent ist.
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civilisation
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Re: Pallium
laber, laber, blubber ...ad-fontes hat geschrieben:Das Faktum, dass in der katholischen Kirche derzeit zwei Formen des Palliums in Gebrauch sind - auch nach dem Wechsel, vulgo "Rückkehr" genannt, in 2008 - wird doch ernsthaft niemand leugnen wollen?civilisation hat geschrieben:Gerade wenn ich mir das letzte Posting so betrachte, finde ich, daß die ganze Diskussion ad absurdum geführt wird.
Irgendwelche Leute meinen einige Begriffe aufgeschnappt zu haben und wollen diese jetzt auf dieses und jenes übertragen und anwenden.
Das ist gelinde gesagt Haarspalterei. - Und an derartigen Diskussionen - was auch in besonderem Maße für viele Threads in der Klausnerei zutrifft - werde ich mich kaum beteiligen.
Wie sagte schon Mr. Scrooge: "Humbug, nichts als Humbug." Zwar in anderem Zusammenhang, aber ich fühle mich bei dieser und anderen Diskussionen daran erinnert.
Nichts für ungut.
Es handelt sich dabei um ein in der Kirchengeschichte bisher - von Translozierungen, wo stets vorgeschrieben war, ein neues Pallium zu erbitten und den singulären (Test-)Fall der Weihnachtsmesse 1999 - um ein EINMALIGES Phänomen, das es wohl wert ist, in einem katholischen Forum diskutiert zu werden.
Die päpstlichen Pallienwechsel seit dem Pontifikatsantritt Benedikt XVI. sind historisch gesehen ohne Vorbild und somit ein veritables Novum!
Worum geht es Dir eigentlich in dieser Diskussion? Was bezweckst Du?
Vermutlich das sogenannte Scheuklappendenken. - Hast Du Dir übrigens schon mal die Entwicklung der Pallien angeschaut?
Und übrigens: Die Marinische Spielerei mit dem neuen Pallium, das S.H. Papst Benedikt XVI. umgelegt worden ist, betrachte ich als einen Ausrutscher des Selbstdarstellers Marini (alt), der sich offenbar in vielem - nicht nur in der neuen Form des Palliums - ein Denkmal setzen wollte.
Und jetzt schalte ich endgültig den ignore-Modus ein.
Re: Pallium
Wie kannst du eine Frage stellen und dann in den ignore-modus umschalten? Ist das nicht unredlich oder einfach nur rhetorisch?
Dennoch auch für dich eine Antwort von meiner Wenigkeit:
Dass dieser Wechsel kein Rechtsverstoß im Sinne des geltenden Rechts ist (Can. 331 CIC etc. pp.), liegt auf der Hand; ob diese Wechsel (auseinanderzuhalten sind zwei unterschiedliche Problembereiche: zum einen der Wechsel von der alten über die Zwischenform hin zur jetzigen Form; zum anderen der Wechsel während eines laufenden Pontifikats) in Kontinuität zu sehen oder als Traditionsverstoß zu werten sind, darüber besteht Dissens, denn je nach Traditionsverständnis kommt man zu einer anderen Bewertung des Vorgangs.
Ob und ggf. wie dies in Einklang zu bringen ist mit dem Recht der katholischen Kirche, wie es im Corpus Iuris Canonici bis 1870 in Geltung war, ist eine der offenen Fragen.
Dennoch auch für dich eine Antwort von meiner Wenigkeit:
Dass dieser Wechsel kein Rechtsverstoß im Sinne des geltenden Rechts ist (Can. 331 CIC etc. pp.), liegt auf der Hand; ob diese Wechsel (auseinanderzuhalten sind zwei unterschiedliche Problembereiche: zum einen der Wechsel von der alten über die Zwischenform hin zur jetzigen Form; zum anderen der Wechsel während eines laufenden Pontifikats) in Kontinuität zu sehen oder als Traditionsverstoß zu werten sind, darüber besteht Dissens, denn je nach Traditionsverständnis kommt man zu einer anderen Bewertung des Vorgangs.
Ob und ggf. wie dies in Einklang zu bringen ist mit dem Recht der katholischen Kirche, wie es im Corpus Iuris Canonici bis 1870 in Geltung war, ist eine der offenen Fragen.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Pallium
Das gleiche kann man über das derzeitige auch sagen, allerdings ohne den Zusatz, dass Marini ("jung") sich ein Denkmal setzen wollte, denn seine Gestaltgebung erfolgte ebenfalls nach dem Prinzip des "Eklektizismus", wenn auch nicht des offenkundigen "Archäologismus", dem man dem Erfinder der Zwischenform zum Vorwurf machte.civilisation hat geschrieben: Und übrigens: Die Marinische Spielerei mit dem neuen Pallium, das S.H. Papst Benedikt XVI. umgelegt worden ist, betrachte ich als einen Ausrutscher des Selbstdarstellers Marini (alt), der sich offenbar in vielem - nicht nur in der neuen Form des Palliums - ein Denkmal setzen wollte.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Pallium
Bei Anbruch eines neuen - keine Änderung der Form während eines laufenden Pontifikats; das ist die Prämisse, von der ich ausgehe, die aber zu beweisen, das gebe ich freimütig zu, genauso schwierig sein dürfte, wie deine Hypothese zu verifizieren ist.Maurus hat geschrieben: Wer weiß, wie oft die im Laufe eines Pontifikats erneuert werden musste. Dann hat das Pallium mehrfach seine Form gewechselt: Geschah dies bei Anbruch eines neuen oder während eines andauernden Pontifikats?
Du hast hier ein Problem hineininterpretiert, dass nach Rechtsauffassung der Kirche weder in Tradition noch in Gegenwart existent ist.
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Re: Pallium
Ich sehe: die Fragen rund um den Pallienwechsel sind für Katholiken kein Thema, weil der Papst eben über der Tradition steht (außer in Dingen, die dem ius divinum zugerechnet werden). Den Wandel in der Pontifikalkleidung zu kritisieren, ist also für euch genauso abstrus, wie die Rechtmäßigkeit einer Papstwahl zu bezweifeln, weil die Kardinäle zuvor nicht eingemauert wurden oder den Galero samt Quasten nicht mehr tragen?
Für einen Altkatholiken, der sich fragt, in welchem Rahmen Einheit mit dem Hl. Stuhl denkbar ist, stellt sich jedoch die Frage, wenn er das aus sich heraus abändern kann, was kann er noch?
Vgl. dazu:
Für einen Altkatholiken, der sich fragt, in welchem Rahmen Einheit mit dem Hl. Stuhl denkbar ist, stellt sich jedoch die Frage, wenn er das aus sich heraus abändern kann, was kann er noch?
Vgl. dazu:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Das war nach Assisi nicht mehr möglich. Wenn durch eine einzelne Person derartiges möglich ist, welcher Hocuspocus sollte dieselbe Person daran hindern, zu ähnlich Glaubenswidrigem auch noch laut »ex cathedra loquor, ex cathedra, ex cathedra!« zu feixen? – Nein, die ganze Konstruktion mußte verkehrt sein. Jene Verheißung an eine einzige, stets der Gefahr der Häresie unterliegende Person zu binden, das geht nicht.
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Re: Pallium
Und wo verläuft die Grenze?
Bei Wikipedia steht:
Bei Wikipedia steht:
http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ttliches_RechtUmstritten ist, ob das Verbot der Priesterweihe an Frauen zum ius divinum gehört (vgl. Apostolisches Schreiben von Papst Johannes Paul II. Ordinatio Sacerdotalis vom 22. Mai 1994).
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Pallium
civilisation hat geschrieben: Vermutlich das sogenannte Scheuklappendenken. - Hast Du Dir übrigens schon mal die Entwicklung der Pallien angeschaut?
Ne du, den Braun lass ich lieber im Regal, sonst krieg isch Staublunge..
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Pallium
Das hat hier keiner behauptet. Es berührt das Traditionsverständnis schlicht und einfach nicht. Genausowenig wie die Tradition in Gefahr ist, wenn im Lateran irgendein Läufer ausgetauscht werden würde und das Kaminrohr der Sixtina neu angeschafft werden würde.ad-fontes hat geschrieben:Ich sehe: die Fragen rund um den Pallienwechsel sind für Katholiken kein Thema, weil der Papst eben über der Tradition steht (außer in Dingen, die dem ius divinum zugerechnet werden).
Nee, letzteres ist noch viel abstruser.Den Wandel in der Pontifikalkleidung zu kritisieren, ist also für euch genauso abstrus, wie die Rechtmäßigkeit einer Papstwahl zu bezweifeln, weil die Kardinäle zuvor nicht eingemauert wurden oder den Galero samt Quasten nicht mehr tragen?
Ihr konntet ja immerhin das Sakramentenrecht ändern. Fang doch mal da an.Für einen Altkatholiken, der sich fragt, in welchem Rahmen Einheit mit dem Hl. Stuhl denkbar ist, stellt sich jedoch die Frage, wenn er das aus sich heraus abändern kann, was kann er noch?
Re: Pallium
Das ist höchstens bei denen umstritten, die ein Hintertürchen für die Frauenordination suchen. Begründbar ist diese Umstrittenheit mE nicht.ad-fontes hat geschrieben:Und wo verläuft die Grenze?
Bei Wikipedia steht:http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ttliches_RechtUmstritten ist, ob das Verbot der Priesterweihe an Frauen zum ius divinum gehört (vgl. Apostolisches Schreiben von Papst Johannes Paul II. Ordinatio Sacerdotalis vom 22. Mai 1994).
Re: Pallium
Hat sich eigentlich schon mal jemand mit der Tatsache befasst, dass nach der Apokalypse das LAMM (Jesus Christus) darauf wartet mit seiner BRAUT (der Kirche) vermählt zu werden?
Da der Priester in CHRISTI PERSON handelt und somit die Hochzeit des Lammes in der Eucharistie mit seiner Gemeinde (DER BRAUT) feiert, kann das Priestertum nicht einer Frau übertragen werden!
Überdies wird bereits im AT immer vom Ehebund Gottes mit seiner untreuen Braut (Sion) gesprochen.
Wer beweist mir, dass dort jemals von einer männlichen Person im Bezug auf das Volk Gottes (die Kirche im NT) gesprochen wird?
+L.
Da der Priester in CHRISTI PERSON handelt und somit die Hochzeit des Lammes in der Eucharistie mit seiner Gemeinde (DER BRAUT) feiert, kann das Priestertum nicht einer Frau übertragen werden!
Überdies wird bereits im AT immer vom Ehebund Gottes mit seiner untreuen Braut (Sion) gesprochen.
Wer beweist mir, dass dort jemals von einer männlichen Person im Bezug auf das Volk Gottes (die Kirche im NT) gesprochen wird?
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!
Re: Pallium
Eines der Argumente für die FO ist ja, dass der/die Priester/in nicht nur in personam Christi handelt, sondern zugleich Repräsentant der Gemeinde (=Kirche) ist, als deren Erste/r, als praesul im ursprünglichen Wortsinn, er/sie vor Gott tritt.
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Re: Pallium
Also ist das Pallium - frei nach Luther - ein "weltlich Ding"?!Maurus hat geschrieben: Das hat hier keiner behauptet. Es berührt das Traditionsverständnis schlicht und einfach nicht. Genausowenig wie die Tradition in Gefahr ist, wenn im Lateran irgendein Läufer ausgetauscht werden würde und das Kaminrohr der Sixtina neu angeschafft werden würde.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Pallium
Ihr habt eine unfehlbare Kirche mit fehlbaren Mitgliedern (außer dem Papst).Maurus hat geschrieben: Ihr konntet ja immerhin das Sakramentenrecht ändern. Fang doch mal da an.
Wir haben eine fehlbare Kirche mit unfehlbaren Mitgliedern (die sich auf Synoden ordentlich austoben dürfen).
Sinngemäß wurde das so von einem User in einem von Alt-Katholiken betriebenen Forum die Tage so geäußert (das Originalzitat samt Link steckt irgendwo in der Klausnerei).
Die Zulassung von Frauen zu den niederen Weihen ginge aber für euch okay?
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- Robert Ketelhohn
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Re: Pallium
Es gibt „niedere Weihen“ für Frauen und solche für Männer. Die Aufgaben sind
verschieden, und das sollte auch so bleiben (oder, sofern erforderlich, wieder so
werden). Männer und Frauen sind verschieden, und man tut gut daran, das aus-
einanderzuhalten.
verschieden, und das sollte auch so bleiben (oder, sofern erforderlich, wieder so
werden). Männer und Frauen sind verschieden, und man tut gut daran, das aus-
einanderzuhalten.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Re: Pallium
Stimmt.Robert Ketelhohn hat geschrieben: Männer und Frauen sind verschieden,
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore
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Re: Pallium
Nein, ein liturgisches Kleidungsstück.ad-fontes hat geschrieben:Also ist das Pallium - frei nach Luther - ein "weltlich Ding"?!Maurus hat geschrieben: Das hat hier keiner behauptet. Es berührt das Traditionsverständnis schlicht und einfach nicht. Genausowenig wie die Tradition in Gefahr ist, wenn im Lateran irgendein Läufer ausgetauscht werden würde und das Kaminrohr der Sixtina neu angeschafft werden würde.
Re: Pallium
Wenn die Kirche Vollmacht hat, die Subdiakonatsweihe in einer Teilkirche abzuschaffen, dann hat sie doch ebensolche Vollmacht, Frauen zu "Subdiakonissen" zu promovieren, oder?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Es gibt „niedere Weihen“ für Frauen und solche für Männer. Die Aufgaben sind
verschieden, und das sollte auch so bleiben (oder, sofern erforderlich, wieder so
werden). Männer und Frauen sind verschieden, und man tut gut daran, das aus-
einanderzuhalten.
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Re: Pallium
Nein. Das sind doch zwei grundverschiedene Angelegenheiten.ad-fontes hat geschrieben:Wenn die Kirche Vollmacht hat, die Subdiakonatsweihe in einer Teilkirche abzuschaffen, dann hat sie doch ebensolche Vollmacht, Frauen zu "Subdiakonissen" zu promovieren, oder?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Es gibt „niedere Weihen“ für Frauen und solche für Männer. Die Aufgaben sind
verschieden, und das sollte auch so bleiben (oder, sofern erforderlich, wieder so
werden). Männer und Frauen sind verscheiden, und man tut gut daran, das aus-
einanderzuhalten.
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Re: Pallium
Nein, denn - nach allem, was bislang diesbezüglich durchexerziert wurde - ist es eine disziplinäre Frage, keine des iuris divini.Raimund Josef H. hat geschrieben:Nein. Das sind doch zwei grundverschiedene Angelegenheiten.ad-fontes hat geschrieben:Wenn die Kirche Vollmacht hat, die Subdiakonatsweihe in einer Teilkirche abzuschaffen, dann hat sie doch ebensolche Vollmacht, Frauen zu "Subdiakonissen" zu promovieren, oder?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Es gibt „niedere Weihen“ für Frauen und solche für Männer. Die Aufgaben sind
verschieden, und das sollte auch so bleiben (oder, sofern erforderlich, wieder so
werden). Männer und Frauen sind verschieden, und man tut gut daran, das aus-
einanderzuhalten.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)