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Verfasst: Montag 14. Juli 2008, 11:11
von maliems
iustus hat geschrieben:maliems hat geschrieben:Kilianus hat geschrieben:Der Vorschlag ist immerhin originell. Sein Sinn erschließt sich mir trotzdem nicht. Evangelium und Predigt - die ja doch irgendwie so ein klitzekleines bißchen zusammengehören - auseinanderreißen?
evangelium ist zwingender bestandteil der messe, predigt nicht.
An Sonntagen und Hochfesten ist sie genauso vorgeschrieben wie das Evangelium.
Vielleicht ist es vorgeschribene sie zu halten, nicht aber zuzuhören.

Verfasst: Montag 14. Juli 2008, 11:41
von michaelis
Zumindest im Erzbistum Köln sind rote Ministrantentalare als "Standart" genauso gebräulich wie anderswo schwarze. Eine Ausnahme bilden in den meisten Gemeinden nur Messen mit Schwarz als möglicher Farbe.
Ich vermute, das ist im Bistum Aachen nicht ganz anders.
Verfasst: Montag 14. Juli 2008, 20:32
von Benedikt
Ein kleiner Tipp für Pfarrer, die sich nicht für Rubriken interessieren. Bringt doch an eurer Kirche ein passendes Schild an:
http://bp0.blogger.com/_T3lg6p_ATmc/SHs ... arning.jpg
(Kann ich das nicht als Bild hier einbinden?)
Verfasst: Montag 14. Juli 2008, 23:04
von Robert Ketelhohn
Benedikt hat geschrieben:(Kann ich das nicht als Bild hier einbinden?)
Wird wohl von der .htaccess des Inhabers geblockt.
Wir brauchen die Einhaltung der liturgischen Ordnung
Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 21:19
von Raimund J.
Erzbischof Dr. Ludwig Schick in einer
Predigt am vergangenen Sonntag:
„Wir brauchen die Einhaltung der liturgischen Ordnung. So muss die ‚Begrüßung’ am Anfang der Eucharistiefeier mit kurzen Worten den Herrn Jesus Christus als Mitte der Feier begrüßen und die Teilnehmenden zu dem in Wort und Sakrament gegenwärtigen Herrn hinführen; sie darf nicht ein langatmiger Begrüßungsakt aller Teilnehmer wie bei einer Preisverleihung werden.“ Die Fürbitten müssten Bitten an Gott oder den erhöhten Jesus Christus sein und nicht Belehrungen Gottes, Ratschläge an die Politik oder Kritik an Verantwortlichen in Kirche und Gesellschaft sein. Die vorgeschriebene Rollenverteilung in der Liturgie zwischen Priester, Lektoren und Kommunionhelfer etc. müsste eingehalten werden. „Die Unordnung in Liturgie“ zerstöre den Sinn und die Aufgabe des Gottesdienstes, verunsichere und verärgere oft die Teilnehmer, „weil sie nicht das bekommen, zu was sie gekommen sind.“
Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 21:23
von Ecce Homo
Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 21:26
von cantus planus
Hoffentlich hat auch jemand zugehört...

Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 21:40
von Raphaela
cantus planus hat geschrieben:Hoffentlich hat auch jemand zugehört...

Zuhören alleine reicht nicht, man muss sich auch an die liturgischen Bräuche halten. Wie z. B. unser Pfarrer, der gesehen hat, dass während einer Messe ein anderer Priester den Küster die Kommunion austeilen lassen wollte und ihn daraufhin zurückgepfiffen hat.
Verfasst: Dienstag 22. Juli 2008, 09:21
von holzi
Raphaela hat geschrieben:Wie z. B. unser Pfarrer, der gesehen hat, dass während einer Messe ein anderer Priester den Küster die Kommunion austeilen lassen wollte und ihn daraufhin zurückgepfiffen hat.
Wie? Der Mesner sollte alleine austeilen? Das kann ja auch nicht sein. Allerdings wäre es gut, sowas schon vor der Messe kurz abzusprechen.
Verfasst: Dienstag 22. Juli 2008, 12:27
von anneke6
Der Priester unserer hiesigen polnischen katholischen Mission ist schon seit Monaten sehr krank, deshalb haben wir an jedem Sonntag eine Vertretung durch unterschiedliche Priester. Unser "normaler" Priester ist manchmal auch mit dabei, aber er sitzt dann nur im Altarraum und verfolgt den Gottesdienst mit. Manchmal sagt er zwei, drei Worte.
Bei der Kommunion teilt er nicht mit aus, das machen der Gastpriester und ein Kommunionhelfer. — Es war für mich etwas neu, einen Priester sitzen zu sehen, während ein Laie austeilt, und ich muß auch spontan an Knecht Ruprecht denken.
Aber in diesem Fall ist es, meiner Meinung nach, gerechtfertigt. Der Priester kann nicht lange stehen, und um festzustellen, daß er nicht gesund ist, muß man ihm nur mal die Hand geben. Ganz kalt und feucht…
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Montag 5. Januar 2009, 10:28
von cantus planus
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Montag 5. Januar 2009, 12:19
von anneke6
Da ich keine rheinische Frohnatur bin, konnte ich dem Karneval nie viel abgewissen…selbst wenn er außerhalb der Messe gefeiert wird…

Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Montag 5. Januar 2009, 13:36
von Maurus
Narrenmesse in Leverkusen: Die Heiligen Drei Könige waren die ersten drei Politiker: „Sie legten die Arbeit nieder, zogen schöne Gewänder an und gingen auf Reisen.“
Uraltwitze werden übrigens mit Fegefeuer nicht unter 50 Jahren bestraft.
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Montag 5. Januar 2009, 14:32
von anneke6
Auch der Versuch ist strafbar.
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Montag 5. Januar 2009, 16:50
von Maurus
anneke6 hat geschrieben:Auch der Versuch ist strafbar.
Selbstredend

Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Mittwoch 7. Januar 2009, 21:39
von Raphaela
Ich glaube, was ich schreiben will, passt hier am besten rein:
Bei uns ist heute eine Messe total kurzfristig ausgefallen, die vor allen für Senioren sein sollte. Die Frau, die da viel vorbereitet, hat einfach den Priester, der die Messe halten sollte angerufen und mitgeteilt, dass die Messe ausfällt.
Auf gut deutsch: Eine einfache Frau hat dafür gesorgt, dass die Messe ausfällt. Der Pfarrer wusste es gar nicht. - Und der Priester, der die Messe hätte halten sollen ist zu "gutmütig" um Nein zu sagen.
Vor der Kirche haben dann ein paar Leute, die nicht extra angerufen wurden gewartet, genauso wie die Messdiener....
Ich fand dies...
Seit wann kann einfach ein Laie sagen, ob eine Messe stattfindet oder nicht?
Was halten die Priester hier im Forum von so einer Aktion?
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Donnerstag 8. Januar 2009, 05:30
von Linus
Das ist einfach nur

Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Donnerstag 8. Januar 2009, 09:46
von Raphaela
Es kommt noch "besser": Da dem Priester die tägliche Messe wichtig ist, hat er abends in einem anderem Dorf konzelebriert. Aber ansonsten hat er im Dorf Leute geistlich verhungern [Punkt]
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Donnerstag 8. Januar 2009, 11:10
von Ecce Homo
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Donnerstag 8. Januar 2009, 15:54
von cantus planus
Ein Vorgang, den ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann. Wenn eine Messe angekündigt ist, findet diese auch statt - es sei denn, der Priester ist wegen einer Erkrankung oder ähnlichen Notlage verhindert.
In meiner Pfarrei hat es schon Werktagsmessen gegeben, bei denen außer dem Priester nur der Organist und der Küster anwesend waren. Da haben wir trotzdem Messe gefeiert.
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 11:08
von Kantorin
Raphaela hat geschrieben:(...)
Auf gut deutsch: Eine einfache Frau hat dafür gesorgt, dass die Messe ausfällt. Der Pfarrer wusste es gar nicht. - Und der Priester, der die Messe hätte halten sollen ist zu "gutmütig" um Nein zu sagen.
Vor der Kirche haben dann ein paar Leute, die nicht extra angerufen wurden gewartet, genauso wie die Messdiener....
Ich fand dies...
Seit wann kann einfach ein Laie sagen, ob eine Messe stattfindet oder nicht?
Was halten die Priester hier im Forum von so einer Aktion?
Ich kenne die Gründe nicht, warum die Messe abgesagt wurde und ob die Frau weisungsbefugt oder beauftragt oder wasweißich war - ich erlaube mir kein Urteil. War bestimmt gut gemeint (vielleicht wollte sie dem Priester den weiten verschneiten Weg ins Kuhkaff ersparen etc.)
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 11:16
von julius echter
Raphaela hat geschrieben:Ich glaube, was ich schreiben will, passt hier am besten rein:
Bei uns ist heute eine Messe total kurzfristig ausgefallen, die vor allen für Senioren sein sollte. Die Frau, die da viel vorbereitet, hat einfach den Priester, der die Messe halten sollte angerufen und mitgeteilt, dass die Messe ausfällt.
Auf gut deutsch: Eine einfache Frau hat dafür gesorgt, dass die Messe ausfällt. Der Pfarrer wusste es gar nicht. - Und der Priester, der die Messe hätte halten sollen ist zu "gutmütig" um Nein zu sagen.
Vor der Kirche haben dann ein paar Leute, die nicht extra angerufen wurden gewartet, genauso wie die Messdiener....
Ich fand dies...
Seit wann kann einfach ein Laie sagen, ob eine Messe stattfindet oder nicht?
Was halten die Priester hier im Forum von so einer Aktion?
nun eine hl. messe habe ich auch schon ausfallen lassen aber das hing dmait zusammen dass der geistlich der kommen sollte nicht kam und ich keinen ersatz finden konnte der sehr schnell da sein konnt, aber so ohne weiteres sollten di liturgien die geplant sind nicht ausfallen und dann müssen wirklich gut gründe da sein
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 11:28
von holzi
julius echter hat geschrieben:nun eine hl. messe habe ich auch schon ausfallen lassen aber das hing dmait zusammen dass der geistlich der kommen sollte nicht kam und ich keinen ersatz finden konnte der sehr schnell da sein konnt, aber so ohne weiteres sollten di liturgien die geplant sind nicht ausfallen und dann müssen wirklich gut gründe da sein
Dann mach halt wenigstens eine Mesner-Ersatzliturgie und geh mit dem Sammelkörbchen durch.
Dein Mesnerkollege (allerdings nur ehrenamtlich in einer kleinen Pfarrei)
Holzi
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 11:37
von julius echter
kollegtiert wird nur am sonntag oder feiertag
es lässt sich nicht so einafch machen denn wen solte ich anrufen bei ca. 20 domgeistlichen und es ist 06.30 uhr - da sitzt keiner geschneigelt und gestriegelt neben dem telephon und die meisten besucher müssen um 7 uhr zum schaffen
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 11:47
von Kilianus
julius echter hat geschrieben:kollegtiert wird nur am sonntag oder feiertag
es lässt sich nicht so einafch machen denn wen solte ich anrufen bei ca. 20 domgeistlichen und es ist 06.30 uhr - da sitzt keiner geschneigelt und gestriegelt neben dem telephon und die meisten besucher müssen um 7 uhr zum schaffen
Man ist ja schon dankbar, wenn der GV zu seinem Konventamt am Sonntag tatsächlich erscheint. :floet:
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 11:50
von julius echter
Kilianus hat geschrieben:julius echter hat geschrieben:kollegtiert wird nur am sonntag oder feiertag
es lässt sich nicht so einafch machen denn wen solte ich anrufen bei ca. 20 domgeistlichen und es ist 06.30 uhr - da sitzt keiner geschneigelt und gestriegelt neben dem telephon und die meisten besucher müssen um 7 uhr zum schaffen
Man ist ja schon dankbar, wenn der GV zu seinem Konventamt am Sonntag tatsächlich erscheint. :floet:
jenau und auch ein paar minuten früher als nur en minute - wie es in einem sommer passiert ist aber da denke ich ist auch die menschliche schwäche dran schuld, denn wer liegt nicht gern in mropheus armen und lässt sich von den engeln der nacht süße träume ins ohr flüstern

Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 11:53
von Kilianus
Mit Blick auf den Strang-Titel stellt sich jetzt allerdings die Frage: Ist es ein liturgischer Mißbrauch, wenn der GV sein Konventamt verpennt - oder ist es eher ein liturgischer Mißbrauch, wenn er es feiert? :floet: :floet: :floet:
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 11:54
von julius echter
ja das ist jetzt echt interessant die frage
da wird unterschiedliche meinungen geben - jeden falls ist er schnell und merht nich so rum
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 15:14
von Raphaela
Kantorin hat geschrieben:Raphaela hat geschrieben:(...)
?
Ich kenne die Gründe nicht, warum die Messe abgesagt wurde und ob die Frau weisungsbefugt oder beauftragt oder wasweißich war - ich erlaube mir kein Urteil. War bestimmt gut gemeint (vielleicht wollte sie dem Priester den weiten verschneiten Weg ins Kuhkaff ersparen etc.)
Die Frau war nicht weisungbefugt! Als ich später mit dem Pfarrer darüber sprach, fand er das, was die sich geleistet hat, überhaupt nicht gut. Sie ist eine ehrenamliche Caritas-Mitarbeiterin, schon älter und hat keinerlei theologische Ausbildung
Der Weg in des "Kukaff" (in dem ich übrigens wohne), war für den Priester ganze 3 km zu fahren. Es war nicht glatt und die Staßen waren frei.
Von einem anderen Priester (Nr 2), der diesen, die die Messe hätte halten sollen (Nr 1), weiß ich ziemlich gut, das Priester Nr. 1 die Einstellung hat: Hauptsache, ich habe meine tägliche Messe, auf die Leute kommt es nicht an.
Wobei er ansonsten eigentlich ein guter Priester ist.
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Freitag 9. Januar 2009, 21:36
von Niels
Maurus hat geschrieben:
Narrenmesse in Leverkusen: Die Heiligen Drei Könige waren die ersten drei Politiker: „Sie legten die Arbeit nieder, zogen schöne Gewänder an und gingen auf Reisen.“
Sogar im Dom gibt es zum dritten Mal und damit
traditionell eine jecke Messe mit Kölner Eigenritus:
"Der Erzbischof segnete eine mit karnevalistischen Zeichen verzierte Kerze. Sie soll bis Aschermittwoch vor dem Dreikönigenschrein brennen."
Wer mehr wissen will:
http://www.domradio.de/gottesdienste/artikel_49449.html
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Samstag 10. Januar 2009, 18:42
von michaelis
Aber im Unterschied zu den "Karnevalsmessen" gibt es meines Wissens im Dom:
-) die liturgischen Texte nur auf Hochdeutsch
-) keine einfach umgetexteten Karnevalslieder als liturgische Gesänge
-) eine vernünftige Predigt (bei domradio.de nachlesbar)
-) keine Kostüme, sondern nur die Uniformen der Garden (und die Mariechen tragen "bedeckende" Umhänge)
Alles in allem also eine echte Messe für eine besondere Gruppe.
Re: Klagen über liturgische Missbräuche
Verfasst: Sonntag 11. Januar 2009, 14:39
von Pit
michaelis hat geschrieben:Aber im Unterschied zu den "Karnevalsmessen" gibt es meines Wissens im Dom:
-) die liturgischen Texte nur auf Hochdeutsch
-) keine einfach umgetexteten Karnevalslieder als liturgische Gesänge
-) eine vernünftige Predigt (bei domradio.de nachlesbar)
-) keine Kostüme, sondern nur die Uniformen der Garden (und die Mariechen tragen "bedeckende" Umhänge)
Alles in allem also eine echte Messe für eine besondere Gruppe.
Und genau dass habe ich in Form einer sogenannten Karnevalsmesse mehrfach im Dom zu Münster erlebt, wobei ich die Predigt in Reimform jedesmal inhaltlich hervorragend fand.