Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften
Verfasst: Montag 15. März 2010, 00:26
Anathema...!Siard hat geschrieben:Joseph hat geschrieben:....was die Mönche auf dem Athos wohl dazu sagen würden?
Anathema...!Siard hat geschrieben:Joseph hat geschrieben:....was die Mönche auf dem Athos wohl dazu sagen würden?
Allons, google mal ein paar protestantische Sekten in NA.... Du wirst erstaunt sein was Du da alles unter "Taufe" findest....Allons hat geschrieben:Lieber Siard, was heißt denn bei Dir anerkannt? Rom wird die Taufe ziemlich wurscht sein, solange der Täufling evangelisch bleibt. Ich habe noch keine Taufe erlebt, bei der keine Berührung mit dem Wasser erfolgt ist und/oder bei der nicht die trinitarische Formel gesprochen wurde. Von daher wäre es schön, wenn Du das mal ein bischen präzisieren würdest mit Deinen Erlebnissen.
HG, Allons!
Genau diese Formel wurde bei uns letztes Jahr einem Katholiken zum "Verhängnis" er wurde nochmals (zum erstenmal richtig) getauft. Ansonsten werden Katholiken nur Chrismated (gefirmt), kath. Priester werden auch nicht noch einmal ordiniert sondern "vested" d.h. sie müssen ein Orthodoxes Bekenntnis ablegen. Normalerweise wird die römische (und Lutherische) Taufe von der OCA als gültig anerkannt wenn sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und mit Übergiessen (wie gesagt aus oikonomia) stattgefunden hat. Alle anderen werden grundsätzlich getauft...Bernado hat geschrieben:Im angelsächsischen Raum ist bis in die katholische Kirche hinein die Formel "in the name of the Creator, and of the Redeemer, and of the Sanctifier" beliebt - weil sie die männliche Konnotation von Vater und sohn vermeidet. Die Glaubenskongregation hat ausdrücklich erklärt, daß diese Formul unzulässig und ungültig ist, was ihre Freunde aber kaum abhält, sie weiter zu verwenden. In Australien hat eine Gemeinde, die diese Formel und andere häretische Elemente hoch schätzt, sich deswegen kürzlich von der Kirche getrennt.
Na, dann hast Du das im Fernsehen wohl nicht richtig gesehen. Abgesehen von allen theologischen Gründen wird es auch den beteiligten Familien wichtig sein, dass das Kind mit Wasser übergossen wird, weil das so schön zum Ritual dazugehört.Siard hat geschrieben:Schön wär's, aber es handelte sich um einen übertragenen Gottesdienst aus Hessen!
Ihr seid ja ein komischer Haufen....Joseph hat geschrieben:Die OK erkennt Taufen wo gesprinkelt wird grundsätzlich nicht an. Das römische "Übergiessen" wird aus nur oikonomia anerkannt.... aber es gibt Orthodoxe Jurisdiktionen (Athos) welche dieselbe nicht anerkennen...
Ja - der Anspruch alles und in allem unverändert aus der Zeit der Väter oder besser noch der Apostel beibehalten zu haben.Lutheraner hat geschrieben:Ihr seid ja ein komischer Haufen....Joseph hat geschrieben:Die OK erkennt Taufen wo gesprinkelt wird grundsätzlich nicht an. Das römische "Übergiessen" wird aus nur oikonomia anerkannt.... aber es gibt Orthodoxe Jurisdiktionen (Athos) welche dieselbe nicht anerkennen...
Ist bei Euch überhaupt irgendetwas einheitlich?
Lutheraner hat geschrieben:Na, dann hast Du das im Fernsehen wohl nicht richtig gesehen.
Dies entspricht nicht meiner Erfahrung. Du scheinst das Glück zu haben in einem Elfenbeinturm leben zu dürfen. Die Gemeinde in der ich das erlebt habe gehör zu den traditionelleren und war liturgisch/lutherisch geprägt (nicht Hessen - was ich da erlebt habe...). Die Familien wissen oft garnicht, wie das abläuft und was da getan wird, die verlassen sich auf den Pastor.Lutheraner hat geschrieben:Abgesehen von allen theologischen Gründen wird es auch den beteiligten Familien wichtig sein, dass das Kind mit Wasser übergossen wird, weil das so schön zum Ritual dazugehört.
Dann findest Du im Internet doch bestimmt ein paar Artikel, die Deine Behauptung belegen?Siard hat geschrieben:Lutheraner hat geschrieben:Na, dann hast Du das im Fernsehen wohl nicht richtig gesehen.
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Ich weiß sehr wohl, was ich (nicht im Fernsehn) erlebt habe! Das Ereignis im Fernsehn wurde auch in der Presse thematisiert.
Die ist doch schon längst wieder out und meines Wissens in keiner Landeskirche zugelassen.Evagrios Pontikos hat geschrieben:Wartet erst mal ab, bis die sogenannte "Bibel in gerechter Sprache" bei der Liturgie der Taufe so richtig durchschlägt.
Besagte überaus populäre Frau Käßmann ist eine ihrer größten Befürworterinnen. Und ich behaupte: Das große Comeback von Frau Käßmann ist nicht mehr fern. Wenn man dann noch schaut, wie diese "Bibel" über den Weltgebetstag in die Gemeinden hinein infiltriert wird. Ich kenne übrigens Gemeinden, in denen die "Pfarrerinnen" die Verlesung des sonntäglichen Predigttextes mit aller Selbstverständlichkeit aus diesem Machwerk vollziehen, trotz bischöflichem Verbot. Und ich kenne Gemeindeglieder, die voll und ganz von diesem Ketzerbuch begeistert sind, es sich gekauft haben und bei Bibelabenden zu Rate ziehen. Die wären die größten Fans von Taufen "auf den Namen Gottes, Vater und Mutter für alle, des Sohnes und der heiligen Geistkraft" (wie der Taufbefehl aus Mt 28 dort androgyn verfremdet wird). Beim trinitarischen Votum zu Beginn des Gottesdienstes sind ja solche selbstgestrickte Bekenntnissätze in vielen Gemeinden leider schon Standard, ohne dass es disziplinarrechtliche Folgen hätte. Und was beim trinitarischen Votum Standard geworden ist, wird sich füher oder später auf die Taufformel auswirken. Da kannst Du Gift drauf nehmen. Wenn dann irgendwann der erreichte Taufkonsens zwischen den Großkirchen wieder in Frage gestellt wird, dann sind natürlich wieder die Römer die Bösen. Und überhaupt: Ökumenische Einwände kümmern jene Ketzerinnen und Ketzer kein bisschen. Denn den Papst verachtet man ja sowieso, weil er so "patriarchalisch-konservativ" sei. Und im Blick auf die Orthodoxen würde das auch gelten, wenn man mit denen vor Ort mehr zu tun hätte. Aber da sie für die Basisökumene vor Ort kaum eine Rolle spielen, ist den wenigsten dieser Ketzer bewusst, dass die ja auch so "furchtbar patriarchal" denken. Auch das kenne ich aus eigenem Erleben.Lutheraner hat geschrieben:Die ist doch schon längst wieder out und meines Wissens in keiner Landeskirche zugelassen.Evagrios Pontikos hat geschrieben:Wartet erst mal ab, bis die sogenannte "Bibel in gerechter Sprache" bei der Liturgie der Taufe so richtig durchschlägt.
Die kennt auch Schneider nicht. Entweder hat sich Idea verlesen oder Du oder ihr beide. Original:Evagrios Pontikos hat geschrieben:In ideaSpektrum meine ich gelesen zu haben, dass Präses Schneider (der Nachfolger von Frau Käßmann, der noch deutlicher links sein soll) mit seiner Frau zusammen Radio-Andachten hält, in denen er aus der Lutherbibel vorliest und sie dann die Stelle aus der Bibel in gerechter Sprache. Dann unterhalten sie sich über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ich kenne zwar die Andachten nicht.
OK, dann ist der Täufling jetzt also im Zweifel volljährig.. er kann sich nicht erinnern und ich fürchte Du auch nicht..Siard hat geschrieben:Das war in der internetlosen Zeit.
Protestanten googeln "Taufe" und Orthodoxe "camel toe" - kein Wunder dass Google aus China wieder raus will.Joseph hat geschrieben: Allons, google mal ein paar protestantische Sekten in NA.... Du wirst erstaunt sein was Du da alles unter "Taufe" findest....Gruß Joseph
Dann hab ich mich offenbar verlesen...Allons hat geschrieben:Die kennt auch Schneider nicht. Entweder hat sich Idea verlesen oder Du oder ihr beide. Original:Evagrios Pontikos hat geschrieben:In ideaSpektrum meine ich gelesen zu haben, dass Präses Schneider (der Nachfolger von Frau Käßmann, der noch deutlicher links sein soll) mit seiner Frau zusammen Radio-Andachten hält, in denen er aus der Lutherbibel vorliest und sie dann die Stelle aus der Bibel in gerechter Sprache. Dann unterhalten sie sich über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ich kenne zwar die Andachten nicht.
http://www.welt.de/die-welt/politik/art ... amour.html
Nix von alledem. Zu BiGS: Wir haben in unserer Gemeinde mal eine Katechese mit Lutherübersetzung, Berger und BiGS. War interessant und zeigte auch, wie unterschiedlich die Übersetzungen sein können. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Ich habe in Berlin noch nicht von einer Gemeinde gehört, die die BiGS ernsthaft im GD einsetzt geschweige denn erlebt. K.A. wo Ihr immer Eure Räuberpistolen herhabt..![]()
Grüße, Allons!
In diesem Fall würde ich Dir- wenn gewünscht- das Ganze im Rahmen eines feierlichen Hochamtes vollziehen.lutherbeck hat geschrieben:Wenn s soweit kommt konvertiere ich...
Lutherbeck
Nach vorn, nach hinten... Aber hoffentlich mit dreimaligem Untertauchen ("... des Vaters (untertauchen) ... des Sohnes (untertauchen) ... des Hl. Geistes (untertauchen)"). Sonst wäre die Taufe nach altkirchlichem Kanon ungültig. Leider finde ich im Moment die entsprechenden Väterstellen nicht. Aber es gab in der Alten Kirche einmal diese Fragestellung angesichts von Häretikern, die bei der Taufe nur einmal untertauchten.ad-fontes hat geschrieben:Warum nach vorne? Ist das überall orthodoxe Praxis?Joseph hat geschrieben:Der Täufling geht in das Becken, kniet sich hin und wird vom Priester dreimal nach vorne untergetaucht
Meine, die Evangelicals taufen nach hinten.
Natürlich ist erlin nicht "heile Welt". Berlin ist sicher die heidnischste, säkularisierteste usw. Stadt in Deutschland - und gerade deshalb gibt es in den kleinen Minderheiten, die überhaupt religiös interessiert sind, eine gewisse Tendenz, Religion etwas ernster zu nehmen als da, wo sie mit dem Brauchtum verschmolzen ist.Allons hat geschrieben:Hm hm, entschuldige die Räuberpistole. Mir widerstrebt die Vorstellung, Berlin sei nun ausgerechnet in Kirchendingen "heile Welt", andererseits kenne ich nun Berlin auch nicht zur Gänze, bei weitem nicht.
Die Spur führt nach Spanien. Ins Westgotenreich..Evagrios Pontikos hat geschrieben:Nach vorn, nach hinten... Aber hoffentlich mit dreimaligem Untertauchen ("... des Vaters (untertauchen) ... des Sohnes (untertauchen) ... des Hl. Geistes (untertauchen)"). Sonst wäre die Taufe nach altkirchlichem Kanon ungültig. Leider finde ich im Moment die entsprechenden Väterstellen nicht. Aber es gab in der Alten Kirche einmal diese Fragestellung angesichts von Häretikern, die bei der Taufe nur einmal untertauchten.ad-fontes hat geschrieben:Warum nach vorne? Ist das überall orthodoxe Praxis?Joseph hat geschrieben:Der Täufling geht in das Becken, kniet sich hin und wird vom Priester dreimal nach vorne untergetaucht
Meine, die Evangelicals taufen nach hinten.
Die gibt es bei uns heute nicht mehr. Wir tauchten die einmal unter und hielten sie dann eine Weile unten....Evagrios Pontikos hat geschrieben: Aber es gab in der Alten Kirche einmal diese Fragestellung angesichts von Häretikern, die bei der Taufe nur einmal untertauchten.
Der war auch kein „Katholik“, um’s mal klar zu sagen. Seine „Taufe“ war selbstverständlich ungültig.Joseph hat geschrieben:Genau diese Formel wurde bei uns letztes Jahr einem Katholiken zum "Verhängnis" er wurde nochmals (zum erstenmal richtig) getauft.Bernado hat geschrieben:Im angelsächsischen Raum ist bis in die katholische Kirche hinein die Formel "in the name of the Creator, and of the Redeemer, and of the Sanctifier" beliebt - weil sie die männliche Konnotation von Vater und sohn vermeidet. Die Glaubenskongregation hat ausdrücklich erklärt, daß diese Formul unzulässig und ungültig ist, was ihre Freunde aber kaum abhält, sie weiter zu verwenden. In Australien hat eine Gemeinde, die diese Formel und andere häretische Elemente hoch schätzt, sich deswegen kürzlich von der Kirche getrennt.
Das halte ich allerdings auch für ein wenig mißbräuchlich. Die Russen erteilen gefirmten Katholiken die Firmung (Myronsalbung) grundsätzlich nicht erneut.Joseph hat geschrieben:Ansonsten werden Katholiken nur Chrismated (gefirmt)
Die Berufung auf „Ökonomie“ scheint mir auch – nun ja, etwas neben der Sache. Taufe durch Übergießen war schon in ältester Zeit und auch auch im Osten immer eine Möglichkeit neben der Normalform des Untertauchens, wenn die Umstände es erforderten.Joseph hat geschrieben:Normalerweise wird die römische (und Lutherische) Taufe von der OCA als gültig anerkannt wenn sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und mit Übergiessen (wie gesagt aus oikonomia) stattgefunden hat.
Bei meiner Nichte (und demnächst bei meinem Neffen) wird wohl wieder eine Grüne mit weißem tuch verkleidete Plastikregentonne herhalten müssen.Christiane hat geschrieben:Wird das Kind dann in dem Kessel gekocht?
Das beispiel aus deiner Nachbarschaft (in the Name of the Father, the son and the holy Bam ([Punkt]))samt jutjub viddeo hatten wir ja schon....Joseph hat geschrieben:Allons, google mal ein paar protestantische Sekten in NA.... Du wirst erstaunt sein was Du da alles unter "Taufe" findest....Allons hat geschrieben:Lieber Siard, was heißt denn bei Dir anerkannt? Rom wird die Taufe ziemlich wurscht sein, solange der Täufling evangelisch bleibt. Ich habe noch keine Taufe erlebt, bei der keine Berührung mit dem Wasser erfolgt ist und/oder bei der nicht die trinitarische Formel gesprochen wurde. Von daher wäre es schön, wenn Du das mal ein bischen präzisieren würdest mit Deinen Erlebnissen.
HG, Allons!
Gruß
Joseph
Pardon, das erschliesst sich mir nicht ganz. Der Artikel "the" ist zwar geschlechtsneutral, die Begriffe selbst aber doch nicht."in the name of the Creator, and of the Redeemer, and of the Sanctifier" beliebt - weil sie die männliche Konnotation von Vater und sohn vermeidet.
Ich glaube, hier spielen Dir Deine deutschen Ohren einen Streich. Im Englischen mag bei diesen begriffen noch eine schwache maskuline Konnotation mitschwingen, aber genau diese ist von der Bewegung für eine "inclusive language" in den letzten 20 Jahren bekämpft und zurückgedrängt worden. Bei den drei angeführten Begriffen kann man inzwischen gut behaupten, sie seien "inclusive" - bei Vater und Sohn kann man das nicht. Und genau damit geht wesentliches verloren.Lioba hat geschrieben:Pardon, das erschliesst sich mir nicht ganz. Der Artikel "the" ist zwar geschlechtsneutral, die Begriffe selbst aber doch nicht."in the name of the Creator, and of the Redeemer, and of the Sanctifier" beliebt - weil sie die männliche Konnotation von Vater und sohn vermeidet.
Creator trägt noch deutlich die lateinische männliche Endung und -er ist doch eigentlich auch eher eine männliche Endung. In den gängigen Wörterbüchern werden die 3 Begriffe automatisch in der männlichen deutschen Form übersetzt und ich kann mir vorstellen, dass sie im Englischen auch viel eher mit männlichen Personen assoziiert werden.