Nachrichten aus der Weltkirche IV

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Lauralarissa
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lauralarissa »

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 12:40
Ein wenig Gottvertrauen könnte nicht schaden.
Richtig.
Aber das entbindet den Menschen nicht vom Engagement, von dem Verkündigungsauftrag - und damit konkret auch nicht von der Suche nach einer Vision für den Weiterbestand der Kirche...
Es gilt nämlich auch Mt 28,19-20.

Mich hinzusetzen, zu beten und zu hoffen, dass Gott die ganze Sache schon ohne menschliches Zutun lösen wird, dürfte nicht dem Auftrag Jesu entsprechen.
"Die römisch-katholische Kirche ignoriert Begabungen, verachtet Wissen und verbietet sich Visionen. Sie hat sich an Frauen versündigt und versündigt sich weiter. Diskriminierung ist ihr harter, aber hohler Markenkern." (Christiane Florin)

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HeGe
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von HeGe »

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 12:43
HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 12:40
Ein wenig Gottvertrauen könnte nicht schaden.
Richtig.
Aber das entbindet den Menschen nicht vom Engagement, von dem Verkündigungsauftrag - und damit konkret auch nicht von der Suche nach einer Vision für den Weiterbestand der Kirche...
Es gilt nämlich auch Mt 28,19-20.

Mich hinzusetzen, zu beten und zu hoffen, dass Gott die ganze Sache schon ohne menschliches Zutun lösen wird, dürfte nicht dem Auftrag Jesu entsprechen.
Habe ich das behauptet? Vermutlich wird Gott kein fertiges Bistumsorganigramm vom Himmel werfen. In Zukunftsängste und Ratlosigkeit verfallen muss man deswegen aber trotzdem nicht.
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Protasius
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Protasius »

Ich habe deine Anmerkungen nach ihrem Inhalt etwas umgeordnet; es sollte aber keine fehlen.
Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 11:35
Protasius hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 11:23
Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 11:11
Aber so ist es nicht machbar - jetzt schon hat ein Pfarrer im Durchschnitt 4-5 Gemeinden, in Zukunft werden es mehr sein.
In Deutschland gibt es ausweislich der Kirchenstatistik 2019 9.936 Pfarreien und sonstige Seelsorgsstellen, während von den 12.983 Priestern 6.460 in der Pfarrseelsorge tätig sind. Daraus werden nach meiner Rechnung gut anderthalb Gemeinden pro Priester in der Pfarrseelsorge. Haben in deiner Gegend alle Pfarrer zwei Kapläne oder Subsidiare, oder wie kommst du auf deinen Durchschnitt?
Ich sehe hier vor Ort einen deutschen Priester und einen Afrikaner, die 6 Gemeinden betreuen. Und ich sehe, dass Seelsorgeeinheiten in der Regel 1-3 Jahre vakant sind, wenn der Pfarrer geht, weil es einfach niemand gibt.
Sind die zusammen für sechs Gemeinden zuständig oder jeder für jeweils sechs? Daß sich niemand auf solche Stellen bewirbt, erinnert mich an die Schulleiterstellen, die offenbar auch niemand haben will.
Zur Statistik: Die Statistik weist in der Tat knapp 13000 Priester aus. Aber wie viele sind davon eigentlich im Ruhestand? Wie viele sind im aktiven Dienst?
Von den 12983 Priestern sind 8323 im aktiven Dienst; im Flyer zur Kirchenstatistik ist das sehr übersichtlich aufgeteilt.
Wie viele sind in der Kategorialseeslsorge, in der Aus- und Fortbildung von Priestern und Laientheologen?
Durch die Beschränkung auf die in der Pfarrseelsorge tätigen sollten Kategorialseelsorge sowie Aus- und Fortbildung von selbst entfallen.
Wie viele sind de facto so wenig belastbar, evtl. krank, einfach intellektuell oder kommunikativ so schwach, dass sie keine Gemeinde leiten können?
Wie viele sind wirklich so belastbar, dass sie eine Gemeinde leiten können?
Ich weiß Zahlen aus einem Bistum, dass 600 leitende Pfarrer brauchen würde, aber es gibt - wenn man das Personal ehrlich analysiert - nur 200, die der Aufgabe gewachsen wären.
Ich denke, die Кranken sind durch Einschränkung auf die Priester im aktiven Dienst weggefallen. Wie das mit der psychischen Belastbarkeit aussieht, ist eine interessante Frage, aber wer diese beantworten kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Eventuell könnte hier die Crux bzgl. des genannten Bistums liegen; ich sehe da Parallelen zum Mangel an Schulleitern, obwohl es an sich genug Lehrer gibt, aber nur wenige die zusätzliche Arbeit und Verantwortung für die vglw. schmale Gehaltsaufbesserung in Kauf nehmen wollen.
Und: Sind die 9936 Pfarrereien oder Seelsorgeeinheiten nichts bereits Zusammenschlüsse mehrerer Gemeinden?
Verglichen mit der Kirchenstatistik von 2018 hat sich die Zahl von 10045 auf 9936 verringert; es gibt also Zusammenschlüsse, aber man darf dabei nicht vergessen, wie viel vorher von den großen Gemeinden abgepfarrt wurde.

Beispiel: In meiner Heimatstadt gab es nach der Säkularisation eine Pfarrgemeinde (ehemalige Prämonstratenserabtei) sowie eine Kapellengemeinde (ehemaliges Prämonstratenserinnenkloster); davon wurde um die Jahrhundertwende eine Gemeinde abgetrennt, eine weitere in der Zwischenkriegszeit, nach dem Krieg wurden nochmal drei Pfarreien gegründet. Dazu kommen noch ein paar Kapellengemeinden und eine Pfarrvikarie, die aber nie eigenständig waren. Mit der Gründung des Pastoralen Raums wurden diese Gemeinden wieder zurückgepfarrt zur Muttergemeinde. Der Raum steht unter der Leitung des Propstes der ehemaligen Abteikirche und hat momentan 6 Priester, von denen einige aber nur halbe Stellen haben.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Benedikt
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Benedikt »

Das Gerede vom Priestermangel geht ja schon lange so, so lange ich denken kann. Dadurch wird es aber nicht richtiger. Ich habe hier mal die Zahlen der Priester in Relation zu den Gottesdienstteilnehmern gesetzt. Die Zahl der Gottesdienstteilnehmer bezogen auf die Priesterzahl hat sich seit 1990 fast halbiert. Wir haben also keinen Priestermangel, sondern einen Mangel an Gottesdienstbesuchern und aktiven Katholiken.



(Für die Lücken habe ich bisher keine Daten in meine Excel-Datei eingepflegt. Und ja, die Zahlen beziehen sich auf alle Priester, auch die im Ruhestand, da die DBK schon seit einigen Jahren keine kohärenten Statistiken für Priester im aktiven Dienst mehr veröffentlicht. Aber das würde auch nicht viel ändern, da die Gesamtzahl der Priester fast ebenso stark zurück geht wie die Zahl der aktiven Priester - für die Jahre, wo Zahlen vorliegen.)
Zuletzt geändert von HeGe am Mittwoch 22. Juli 2020, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Einbettung des Bildes repariert.
Diese Signatur wurde zensiert. Aus Dokumentationsgründen hier der vorige Text sinngemäß: "Kreuzgang ist kein katholischer Treffpunkt mehr, sondern zu einem faschistischem Treffpunkt mutiert, der unter falscher Flagge segelt."

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Juergen
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Juergen »

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 12:43
… Suche nach einer Vision …
„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“
(Helmut Schmidt)
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Lauralarissa
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lauralarissa »

Benedikt hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 15:28
Das Gerede vom Priestermangel geht ja schon lange so, so lange ich denken kann. Dadurch wird es aber nicht richtiger. Ich habe hier mal die Zahlen der Priester in Relation zu den Gottesdienstteilnehmern gesetzt. Die Zahl der Gottesdienstteilnehmer bezogen auf die Priesterzahl hat sich seit 1990 fast halbiert. Wir haben also keinen Priestermangel, sondern einen Mangel an Gottesdienstbesuchern und aktiven Katholiken.
Das Argument ist leider nur begrenzt zutreffend - obwohl es immer wieder wiederholt wird.
Von der Arbeitsbelastung ist für den Priester weitestgehend egal, ob 10 oder 100 oder 500 Leute im Gottesdienst sind. Was die große Belastung für die Priester derzeit ausmacht, sind Leitungsaufgaben und Beerdigungen.
Und - interessanterweise - Krankensalbungen, denn die sind - wenn man die Anfahrt mitrechnet - erstaunlich zeitintensiv.

Laura
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Sascha B.
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Sascha B. »

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 16:44
Benedikt hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 15:28
Das Gerede vom Priestermangel geht ja schon lange so, so lange ich denken kann. Dadurch wird es aber nicht richtiger. Ich habe hier mal die Zahlen der Priester in Relation zu den Gottesdienstteilnehmern gesetzt. Die Zahl der Gottesdienstteilnehmer bezogen auf die Priesterzahl hat sich seit 1990 fast halbiert. Wir haben also keinen Priestermangel, sondern einen Mangel an Gottesdienstbesuchern und aktiven Katholiken.
Das Argument ist leider nur begrenzt zutreffend - obwohl es immer wieder wiederholt wird.
Von der Arbeitsbelastung ist für den Priester weitestgehend egal, ob 10 oder 100 oder 500 Leute im Gottesdienst sind. Was die große Belastung für die Priester derzeit ausmacht, sind Leitungsaufgaben und Beerdigungen.
Und - interessanterweise - Krankensalbungen, denn die sind - wenn man die Anfahrt mitrechnet - erstaunlich zeitintensiv.

Laura
Die Zahl der Krankensalbungen dürfte in den nächsten Jahren stark sinken. Kirchliche Beerdigungen gibts auch immer weniger. In 20 Jahren sind die Priester doch froh wenn sie mal ein Sakrament spenden dürfen. Insbesondere Taufe und Ehe werden dann Ausnahmen sein. Die Arbeitsbelastung sinkt dann also massivst.

Bei der ganzen Reformdebatte fällt mir immer wieder auf, dass viele Leute davon ausgehen, es würde in Zukunft noch die selbe Anzahl an Katholiken geben wie heute. Das ist doch total Weltfremd. Hat was pathologisches.
Passio Domini nostri Iesu Christi sit semper in cordibus nostris.
"Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus sei immer in unseren Herzen." (Hl. Paul vom Kreuz)

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Benedikt
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Benedikt »

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 16:44
Das Argument ist leider nur begrenzt zutreffend - obwohl es immer wieder wiederholt wird.
Von der Arbeitsbelastung ist für den Priester weitestgehend egal, ob 10 oder 100 oder 500 Leute im Gottesdienst sind. Was die große Belastung für die Priester derzeit ausmacht, sind Leitungsaufgaben und Beerdigungen.
Und - interessanterweise - Krankensalbungen, denn die sind - wenn man die Anfahrt mitrechnet - erstaunlich zeitintensiv.
Krankensalbungen sind doch völlig außer Mode gekommen. Meine Frau arbeitet in der Krankenhausseelsorge, das kommt alle Jubeljahre mal vor.

Für Bestattungen haben wir Zahlen. Im Jahr 1990 kamen auf einen Priester 15,1 Bestattungen im Jahr, im Jahr 2019 18 Bestattungen. Hinzu kommt, dass 2019 weitaus mehr Beerdigungen von hauptamtlichen Laien vorgenommen wurden als 1990.
Diese Signatur wurde zensiert. Aus Dokumentationsgründen hier der vorige Text sinngemäß: "Kreuzgang ist kein katholischer Treffpunkt mehr, sondern zu einem faschistischem Treffpunkt mutiert, der unter falscher Flagge segelt."

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Siard
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Siard »

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 16:44
Und - interessanterweise - Krankensalbungen, denn die sind - wenn man die Anfahrt mitrechnet - erstaunlich zeitintensiv.
Was so alles Krankensalbung genannt wird …. :unbeteiligttu:

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Juergen
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Juergen »

Benedikt hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 17:18
Krankensalbungen sind doch völlig außer Mode gekommen…
Ebenso außer Mode gekommen ist die regelmäßige „Krankenkommunion“. Früher ging der Priester zumeist am Herz-Jesu-Freitag und besuchte Alte und Kranke und spendete ihnen die Kommunion.
Später hieß es dann „das können auch Kommunionhelfer“ machen… damit kam es außer Mode… es war dann kein Bedarf man da…
:roll:
Gruß Jürgen

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taddeo
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von taddeo »

Juergen hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 20:08
Benedikt hat geschrieben:
Mittwoch 22. Juli 2020, 17:18
Krankensalbungen sind doch völlig außer Mode gekommen…
Ebenso außer Mode gekommen ist die regelmäßige „Krankenkommunion“. Früher ging der Priester zumeist am Herz-Jesu-Freitag und besuchte Alte und Kranke und spendete ihnen die Kommunion.
Später hieß es dann „das können auch Kommunionhelfer“ machen… damit kam es außer Mode… es war dann kein Bedarf man da…
:roll:
Bei uns hier ist das alles noch ganz selbstverständlich. :hmm:
Das einzige, was in den letzten ein, zwei Jahren etwas zunimmt, sind Beerdigungen von (teils ehemaligen) Katholiken ohne Requiem und kirchliche Beisetzung.

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HeGe
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von HeGe »

Papst-Instruktion empört deutsche Katholiken :D

Daraus:
[...] Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf will trotz der Instruktion auf dem eingeschlagenen Weg bleiben. Auch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode weigert sich, die neuen Organisationsformen wieder abzuschaffen. In seinem Bistum rückte Ende vergangenen Jahres die Gemeindereferentin Christine Hölscher an die Spitze der Pfarreiengemeinschaft Bad Iburg/Glane auf. Ihr stehen dort auch zwei Priester zur Seite, aber sie ist die Chefin, die Finanzen, Personal und Gebäude managt. [...]
Leider befürchte ich, dass die Instruktion wie üblich ein Papiertiger ohne Konsequenzen bleiben wird und solch schismatische Bischöfe im Amt bleiben.

Wie glücklich bin ich, dass ich anderenorts wohne:

Statement von Kardinal Woelki zur vatikanischen Instruktion :daumen-rauf:
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Libertas Ecclesiae
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Libertas Ecclesiae »

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 23. Juli 2020, 11:19
Papst-Instruktion empört deutsche Katholiken :D
Siehe dazu auch hier:

Deutsche Bischöfe kritisieren Papst-Weisung

Daraus:
Der Bamberger Erzbischof Schick sagte, es wäre besser gewesen, das Schreiben nicht zu veröffentlichen. Es bringe für die Gemeinschaft der Kirche mehr Schaden als Nutzen. Der Mainzer Bischof Kohlgraf sieht durch die Weisung das Engagement von Laien in der Kirche nicht wertgeschätzt, sondern mit Füßen getreten. Ähnlich äußerte sich der Osnabrücker Bischof Bode.
Merkwürdig, bei solchen deutschkatholischen Reaktionen auf ein Vatikan-Papier könnte man sich jetzt doch fast in die guten alten Zeiten von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. zurückversetzt fühlen ... verkehrte Kirchenwelt, alles scheint durcheinander.
:unbeteiligttu:
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Siard
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Siard »

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 23. Juli 2020, 11:19
Wie glücklich bin ich, dass ich anderenorts wohne:
Ich würde Kardinal Woelki nicht weiter trauen, als Kardinal Schönborn.

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Lycobates
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lycobates »

Siard hat geschrieben:
Donnerstag 23. Juli 2020, 22:18
HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 23. Juli 2020, 11:19
Wie glücklich bin ich, dass ich anderenorts wohne:
Ich würde Kardinal Woelki nicht weiter trauen, als Kardinal Schönborn.
Haben die nicht die gleiche Feldpostnummer?
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
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... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Siard
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Siard »

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 23. Juli 2020, 22:26
Haben die nicht die gleiche Feldpostnummer?
Unterschiedliche Einheiten, aber sonst stimmt's.

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HeGe
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von HeGe »

Nach Hinweis anderenorts, stelle ich diesen FAZ-Kommentar zur Instruktion aus dieser Woche auch hier mal ein: :daumen-rauf:

Der sakrale Kern des Priestertums

Daraus:
[...] Wer käme im Ernst auf die Idee, bei Sinn- und Glaubensverlust, nihilistischer Ausschweifung oder ähnlichem Symptombefall ein Team anzurufen? Die metaphysische Fiktion, derentwegen man die Kirche und nicht den Psychiater beansprucht, ist nicht demokratisierbar. [...]
:ja:
[...] Man fragt sich, warum der deutsche synodale Weg so viel Aufwand betreibt, um just jenen in der Weihe begründeten Unterschied zu nivellieren, wenn er auf Weltkirchenniveau sogleich wieder festgeklopft wird. [...]
Wohl eher eine rhetorische Frage. Der synodale Weg und das ZdK haben sich von der Weltkirche schon lange getrennt.
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martin v. tours
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von martin v. tours »

Hervorragender Artikel !
Der beste Leserkommentar dazu -von einem Evangelischen !
und die anderen Leserkommentare der blasierten Atheisten...schüttelt euch den Staub von den Füssen und zieht weiter..
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Raphaela
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Raphaela »

Petrus hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 12:17
so.

sollte ich jemals den Herrn Anselm Grün*) persönlich kennenlernen (seine ältere Schwester, Marie-Luise Grün +

kannte ich gut),

würde ich ihm sagen:

oh - ihr seid ein sehr armes Kloster. Nicht mal einen Friseur könnt Ihr Euch leisten

--

*) das ist der mit den Kleinschriftchen.
Jemand, der weiß, dass es sich um ein Kloster handelt, aber nicht einmal Pater schreiben kann? -Traurig und taktlos.
Zuletzt geändert von Raphaela am Samstag 25. Juli 2020, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

Raphaela
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Raphaela »

Lauralarissa hat geschrieben:
Montag 20. Juli 2020, 17:34
Sascha B. hat geschrieben:
Montag 20. Juli 2020, 17:27
Wenn jemandem die Liturgie und die Gemeinschaft der Kirche wichtig sind, dann nimmt er auch was auf sich. Man kann nicht erwarten in jedem Kaff einen Pfarrer zu haben.
Keinen Pfarrer - aber kirchliches Leben.
Aktivitäten für Kinder, Menschen, die sich zum gemeinsamen Beten treffen, Bibelkreise, Nachbarschaftshilfe.

Bei dem Modell, das du vorschlägst, reduzierst du Kirche auf wenige Zentren. Dann gibt es Menschen, die 20-30 km vom kirchlichen Leben entfernt leben.
Und es wird kaum eine berufstätige Mutter geben, die ihr Kind, das um 15.30 Uhr aus der Schule kommt, dann noch auf 17.30 Uhr zur kirchlichen Jugendarbeit in die nächste Stadt fährt.
Dann geht das Kind eben in den Jugendtreff im Dorf ...
https://braut-christi.blogspot.com/2019 ... inmal.html
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

Lauralarissa
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lauralarissa »

Raphaela hat geschrieben:
Samstag 25. Juli 2020, 15:04
https://braut-christi.blogspot.com/2019 ... inmal.html
Daraus:
Man muss an die Laien glauben, sie befähigen, ihnen Verantwortung übertragen, sie “unabhängig” machen. Nicht der Priester ist Herr der Pfarrei und die Laien sind nicht seine Handlanger. Der Herr der Pfarrei ist Jesus Christus, und wir alle sind seine Mitarbeiter in den verschiedensten Ministerien und Aufgaben, um gemeinsam das Reich Gottes aufzubauen. Wir stehen alle sozusagen “auf der gleichen Seite”. Anstatt zu herrschen, sind wir demütige Diener der Wahrheit!
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von HeGe »

kath.net hat geschrieben: Forum Deutscher Katholiken: Die Römische Instruktion „hat unsere volle Unterstützung!“

„Wenn der ZdK-Präsident, einige Bischöfe und Theologen diese notwendige Instruktion als ‚Provokation‘, ‚Skandal‘, ‚abenteuerliche Realitätsferne‘, ‚Bannstrahl‘ abqualifizieren, zeigen sie nur wes Geistes Kind sie sind. [...]
:daumen-rauf:
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von HeGe »

kath.net hat geschrieben: Feuer in Kathedrale von Nantes: Verdächtiger wurde erneut verhaftet!

Es handelt sich um den freiwilligen Kirchenhelfer, der bereits unmittelbar nach dem Feuer vorübergehend in Untersuchungshaft gewesen war - Offenbar war der Verdächtigte inzwischen geständig [...]
:/
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Petrus »

Raphaela hat geschrieben:
Samstag 25. Juli 2020, 15:01
Petrus hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 12:17
so.

sollte ich jemals den Herrn Anselm Grün*) persönlich kennenlernen (seine ältere Schwester, Marie-Luise Grün +

kannte ich gut),

würde ich ihm sagen:

oh - ihr seid ein sehr armes Kloster. Nicht mal einen Friseur könnt Ihr Euch leisten

--

*) das ist der mit den Kleinschriftchen.
Jemand, der weiß, dass es sich um ein Kloster handelt, aber nicht einmal Pater schreiben kann? -Traurig und taktlos.
Ich bekenne mich hiermit schuldig, das Wort "Pater" nicht geschrieben zu haben.

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HeGe
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von HeGe »

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Siard
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Siard »

Petrus hat geschrieben:
Montag 27. Juli 2020, 13:57
Ich bekenne mich hiermit schuldig, das Wort "Pater" nicht geschrieben zu haben.
Die (richtige) Anrede zu benutzen, daß gelingt auch diversen konservativen und Kirchenveröffentlichungen – inklusive domradio.de – oft genug auch nicht. Also kein Grund für ein schlechtes Gewissen. ;D

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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Siard »

derselbe hat geschrieben:Meine Kritik am Papier
Ein stückweit Gewäsch.

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HeGe
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von HeGe »

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Juergen
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Juergen »

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 23. Juli 2020, 11:19
Papst-Instruktion empört deutsche Katholiken :D
Auch in Paderborn sind Laien empört:
Westfalenblatt hat geschrieben:Laien des Erzbistums Paderborn kritisieren Instruktion aus Rom scharf
OWL-Katholiken gegen Vatikan

Paderborn (WB/as). Jetzt haben auch die katholischen Laien aus dem Erzbistum Paderborn auf die umstrittenen Instruktionen aus dem Vatikan reagiert.

„Auf Fragen der Gegenwart werden Antworten der Vergangenheit gegeben. Die Verbindung von allgemeinem und sakramentalem Priestertum aller Getauften wird mit Füßen getreten. Für uns ist dieses Dokument eine große Enttäuschung“, schreiben Nadine Mersch und Jan Hilkenbach in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme.

Im Erzbistum Paderborn mache das Zukunftsbild andere Aussagen als die römische Instruktion: „Miteinander dürfen Priester und Laien, Hauptberufliche und Ehrenamtliche, Frauen und Männer es wagen, wechselseitig Vertrauen zu schenken und Verantwortung zu übertragen und zu übernehmen.“ In diesem Sinne gehe man seit 2014 gemeinsame Schritte in die Zukunft. „Darauf wollen wir aufbauen und nicht mehr dahinter zurückfallen.“

Zum Schluss ihres Schreibens appellieren Mersch und Hilkenbach an Hans-Josef Becker persönlich: „Unseren Erzbischof und die ganze Bischofskonferenz rufen wir auf: Seid mutig – lasst Euch nicht abbringen von unserem gemeinsamen Weg.“
Das Schreiben, auf das der Bericht Bezug nimmt, ist auf der Internetseite des Diözesankomitees derzeit (noch) nicht zu finden.

Wenn das „Zukunftsbild“ andere Aussagen macht, als die römische Instruktion, könnte man ja auch mal auf die Idee kommen, daß im Zukunftsbild der Wurm drin ist. Aber so weit können diese Verbands-/Gremiumskatholiken nicht denken.


Das Diözesankomittee besteht in Paderborn aus 51(53) Leuten:
27 Mitglieder aus Verbänden
19 Mitglieder aus den Pfarrgemeinderäten
5 Einzelmitgliedern
(2 beratende Mitglieder)

Die 27 Mitgliedern aus den Verbänden setzten sich zusammen aus
9 Mitglieder aus der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände
9 Mitglieder aus dem BDKJ
9 Mitglieder aus den caritativen Fachverbänden
Gruß Jürgen

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Lycobates
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 15:14
Auch in Paderborn sind Laien empört:
Gibt es bei Konzilens mittlerweile nicht überall nur noch Laien?
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Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
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HeGe
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von HeGe »

Fortbildungsveranstaltung für deutsche Bischöfe:
kath.net hat geschrieben: Vatikan bietet deutschen Bischöfen Gespräch zu Reformpapier an

Kleruskongregation will "Zweifel und Verblüffung über Instruktion beseitigen" [...]
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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HeGe
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Re: Nachrichten aus der Weltkirche IV

Beitrag von HeGe »

Noch ein wenig mehr Presseschau zur Instruktion:
katholisch.de hat geschrieben: Hanke: Vatikan-Instruktion ist kein Kampf um Rollen in der Kirche

Statt zu schauen, wer Verlierer und wer Gewinner der Vatikan-Instruktion ist, sollte man das Verbindende suchen, findet der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke. Denn aus seiner Sicht bietet das Dokument Impulse für einen missionarischen Aufbruch. [...]
Schöner Versuch, aber die Apologeten für Toleranz und Freiheit in DBK und ZdK hatten die Instruktion ja gefühlt schon auf den Index gesetzt, bevor sie die Überschrift vollständig gelesen haben, der Appell wird also wenig fruchten.
katholisch.de hat geschrieben: [...] Auch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße äußerte sich am Dienstag auf Facebook zur Vatikan-Instruktion. Er sei überzeugt, der eingeschlagene Weg des Erneuerungsprozesses sei der richtige. [...]
Vorwärts immer, rückwärts nimmer.
katholisch.de hat geschrieben: Sternberg hält Vatikan-Instruktion für realitätsfern

Dass sich um den Priester als Hirten seine Herde schare – dieses Bild sei schon immer schief gewesen und stimme lange nicht mehr, bemängelt ZdK-Präsident Thomas Sternberg. [...]
Und ich halte Herrn Sternberg für kirchenfern. Wird ihn aber vermutlich genau sowenig interessieren, wie mich seine Aussagen interessieren.
katholisch.de hat geschrieben: Kardinal Cordes verteidigt Vatikan-Instruktion und kritisiert Bischöfe

Für den deutschen Kurienkardinal Paul Josef Cordes steht die Vatikan-Instruktion auf einem festen Glaubensfundament. Er glaubt: Bischöfe, die auf das Weihesakrament für die Pfarrei-Leitung verzichten wollten, "propagieren einen Irrweg". [...]
:daumen-rauf:

Dass das Gejammer v.a. im deutschen Episkopat groß ist, zeigt übrigens, wer sich hier zurecht betroffen fühlt. Solange sich bei der Besetzung der Bischofsstühle nichts ändert, wird das Problem aber bleiben.
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