Ostkirchliche Nachrichten

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Germanus
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Germanus »

Die Frage, ob katholische oder evangelische Christen, die orthodox werden wollen, dazu getauft werden müssen, wurde unterschiedlich beantwortet: Im Moskauer Patriarchat (wozu aber auch die Russische Auslandskirche gehört) ist schon lange die Praxis üblich, z.B. bei Katholiken nur durch Beichte und Kommunion oder aber, wie bei Evangelischen, durch Myronsalbung, Beichte und Kommunion die Aufnahme vorzunehmen. Die griechische Praxis scheint tatsächlich offiziell noch die Taufe vorzusehen, obwohl das nicht durchgängig so praktiziert wird. Ob man davon auszugehen hat, dass diese griechische Regelung einfach nur durch größere Entfernung und Entfremdung vom westlichen Christentum beeinflusst ist, kann ich nicht sagen, ich bin allerdings davon überzeugt. Sie zeugt übrigens aber auch von einer viel größeren westlichen Beeinflussung hinsichtlich der "Theologie", die dahintersteckt, als manche meinen: die Argumentation ist da oft sehr scholastisch durchkonstruiert, was hingegen u.a. in dieser Frage erstaunlicherweise im russ. Dunstkreis so nicht der Fall ist.
Gruß G.
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Osthugo
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Osthugo »

Germanus hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 09:23
Die Frage, ob katholische oder evangelische Christen, die orthodox werden wollen, dazu getauft werden müssen, wurde unterschiedlich beantwortet: Im Moskauer Patriarchat (wozu aber auch die Russische Auslandskirche gehört) ist schon lange die Praxis üblich, z.B. bei Katholiken nur durch Beichte und Kommunion oder aber, wie bei Evangelischen, durch Myronsalbung, Beichte und Kommunion die Aufnahme vorzunehmen.
Lieber Germanus,

die Russische Auslandskirche (ROKA) gehört zwar durch Rechtsakt zum Moskauer Patriarchat, hat aber ihre Eigenständigkeit dahingehend bewahrt, dass - wie Martin v. Tours richtig angemerkt hat - der Hl. Synod in den 90er Jahren beschlossen hat, Konvertiten aus der evangelischen und der katholischen Kirche nur durch Neutaufe (bzw. durch Taufe Sub Conditione) in die russisch-orthodoxe Kirche im Ausland aufzunehmen. Dieser Beschluss ist nach wie vor aufrecht und wird auch (weitgehend) ausnahmslos praktiziert.
"Heiliger Engel, Schützer meiner Seele und meines Leibes, verlaß mich Sünder nicht! Weiche nicht von mir wegen meiner Sünden! Umfasse meine schwache Hand und führe mich den Weg des Heiles!"
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Sascha B.
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Sascha B. »

Osthugo hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 10:05
Germanus hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 09:23
Die Frage, ob katholische oder evangelische Christen, die orthodox werden wollen, dazu getauft werden müssen, wurde unterschiedlich beantwortet: Im Moskauer Patriarchat (wozu aber auch die Russische Auslandskirche gehört) ist schon lange die Praxis üblich, z.B. bei Katholiken nur durch Beichte und Kommunion oder aber, wie bei Evangelischen, durch Myronsalbung, Beichte und Kommunion die Aufnahme vorzunehmen.
Lieber Germanus,

die Russische Auslandskirche (ROKA) gehört zwar durch Rechtsakt zum Moskauer Patriarchat, hat aber ihre Eigenständigkeit dahingehend bewahrt, dass - wie Martin v. Tours richtig angemerkt hat - der Hl. Synod in den 90er Jahren beschlossen hat, Konvertiten aus der evangelischen und der katholischen Kirche nur durch Neutaufe (bzw. durch Taufe Sub Conditione) in die russisch-orthodoxe Kirche im Ausland aufzunehmen. Dieser Beschluss ist nach wie vor aufrecht und wird auch (weitgehend) ausnahmslos praktiziert.
Stimmt. Wurde daher vor einigen Jahren erträn... äh untergetaucht. Kann auch daran liegen dass die Auslandskirche in Deutschland einfach auch nur ein falsches Bild vom Katholizismus hat. Die meisten denken es wäre überall so Schlimm wie hier.
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"Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus sei immer in unseren Herzen." (Hl. Paul vom Kreuz)

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Osthugo
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Osthugo »

Sascha B. hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 10:16
Kann auch daran liegen dass die Auslandskirche in Deutschland einfach auch nur ein falsches Bild vom Katholizismus hat. Die meisten denken es wäre überall so Schlimm wie hier.
:breitgrins: :breitgrins:
Deine Begründung leuchtet mir ein.
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Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard »

Ralf hat geschrieben:
Montag 27. Juli 2020, 22:36
Siard, Deine Reflexe werden ungenauer. Es geht um 1848, nicht 196x.
:roll:
Liest Du nicht, was Du schreibst?
Du schriebst doch von der andauernden Gültigkeit.

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Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard »

Sascha B. hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 10:16
Kann auch daran liegen dass die Auslandskirche in Deutschland einfach auch nur ein falsches Bild vom Katholizismus hat. Die meisten denken es wäre überall so Schlimm wie hier.
Ist es nicht?

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Sascha B.
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Sascha B. »

Siard hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 16:45
Sascha B. hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 10:16
Kann auch daran liegen dass die Auslandskirche in Deutschland einfach auch nur ein falsches Bild vom Katholizismus hat. Die meisten denken es wäre überall so Schlimm wie hier.
Ist es nicht?
Das hoffe ich zumindest.
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Hubertus
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Hubertus »

Siard hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 16:45
Sascha B. hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 10:16
Kann auch daran liegen dass die Auslandskirche in Deutschland einfach auch nur ein falsches Bild vom Katholizismus hat. Die meisten denken es wäre überall so Schlimm wie hier.
Ist es nicht?
Es ist.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Siard
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Siard »

Hubertus hat geschrieben:
Dienstag 28. Juli 2020, 18:03
Es ist.
Das denke ich auch.

Germanus
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Re: Ostkirchliche Nachrichten

Beitrag von Germanus »

Zur Hagia Sophia-Problematik eine röm.-kath. Stimme:
https://www.srf.ch/play/radio/echo-der- ... dee153ffbc
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