Was tun gegen den Klimaschwindel?

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Trisagion
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Trisagion »

Klima hin oder her, die weltweite Energieversorgung wird derzeit sowieso im gestreckten Gallop umgestellt. China führt bereits die Welt an in der alternativen Energieerzeugung, und produziert mehr als doppelt soviel erneuerbare Energie, wie der weltweit zweigrößte Produzent ... die USA. Natürlich haben diese Ränge auch mit der Größe der Länder zu tun. Aber auch prozentual ist China inzwischen bei über einem Viertel erneuerbarer Energie angelangt, und die investieren massiv weiter. Die Chinesen machen das nicht zur Weltverbesserung, sondern schlicht weil es sich kommerziell rechnet und sie von ausländischen Mächten unabhängiger macht (beides gute Gründe).

Der Haupthinderungsgrund ist inzwischen auch nicht mehr primär die Energieerzeugung, die inzwischen billig genug ist um mit konventionneller Energieerzeugung zu konkurrieren, sondern das Speichern der Energie um die natürlichen Fluktuationen auszugleichen. Elon Musk / Tesla ... und natürlich auch wieder die Chinesen im großen Stil ... investieren ja nicht von ungefähr viel Geld in "Gigafactories" für Batterien. Die sind nicht alle für Autos, sondern gerade auch zur Energiespeicherung auf Kraftwerksniveau (wobei interessanterweise alte Elektroautobatterien in solchen Speicherbänken ein zweites Leben erhalten können, hier werden ganze Nutzungsketten aufgebaut). Aber es gibt noch 'ne Menge andere Ansätze um Energie zu speichern, von wohlbewährt (z.B. Wasser in ein hochliegendes Reservoir pumpen) bis experimentell (z.B. Druckluft in alte Bergwerke pressen). Wer da mit der richtigen Lösung auf den Markt kommt, wird sich dumm und dämlich verdienen. Denn dies ist das letzte wirklich große Problem für die kommende Energiewirtschaft...

Es gibt auch noch andere Technologien, die vielleicht das Rennen machen weden. Wenn ich viel Geld hätte, würde ich z.B. auf Thorium-Reaktoren spekulieren. Inhärent sichere Nukleartechnik die auf einem Brennstoff basierend den es vergleichsweise wie Sand am Meer gibt.

Jedenfalls ist eines sicher: wir verabschieden uns derzeit vom Zeitalter der Energiegewinnung durch Verbrennung. Die Motivation durch den Klimawandel mag dabei helfen (Geld vom Staat abgreifen ist immer schön für Unternehmen), aber das ist jetzt schon ein technisch-wirtschaftlicher Selbstläufer. Der weltweite größte Vermögensverwalter, BlackRock Inc., hat soeben bekannt gemacht, daß sie alle Firmen abstoßen werden, die mehr als 25% ihres Geschäftes mit Kohle machen. Trump hin und Klimawandel her, wenn die Größtkapitalisten offiziell Schluß mit Kohle machen, dann ist wirklich Schicht im Schacht.

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño »

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 04:04
Klima hin oder her, die weltweite Energieversorgung wird derzeit sowieso im gestreckten Gallop umgestellt. China führt bereits die Welt an in der alternativen Energieerzeugung, und produziert mehr als doppelt soviel erneuerbare Energie, wie der weltweit zweigrößte Produzent ... die USA. Natürlich haben diese Ränge auch mit der Größe der Länder zu tun. Aber auch prozentual ist China inzwischen bei über einem Viertel erneuerbarer Energie angelangt, und die investieren massiv weiter.
Zwar entfallen 26% der Energieerzeugung von China auf die sog. Erneuerbaren, jedoch nur 3% auf die Solarerzeugung. Den Löwenanteil der Erneuerbaren hält die Wasserkraft, eine Ressource, deren Ausbau beschränkt ist.
Natürlich sind die relativen Steigerungszahlen der Solarindustrie dort beeindruckend, von 2017 nach 2018 stieg sie um über 50%. Das ist allerdings auch dem sehr niedrigen Ausgangswert geschuldet.
Bei den absoluten Werten sieht es anders aus. Hier dominiert die Erzeugung thermischer Energie (ganz überwiegend Kohle) mit einer Steigerung von 324 TWh vor den Erneuerbaren Windkraft und Solar, die jeweils um ca. 60 TWh zulegen konnten.

https://blog.energybrainpool.com/der-en ... eberblick/

Zu glauben, das China auf Erneuerbare umsteigt, dürfte ein Fehlschluß sein, zumal China bei der Kohle über ausreichende nationale Reserven verfügt.
Tatsächlich würde sich die weltweit in Kohlekraftwerken installierte Leistung von aktuell rund 2000 Gigawatt mit den zusätzlichen 579 GW um 29 Prozent erhöhen – wenn alle Projekte realisiert werden. Aktuell sind immer noch in 60 Ländern zusätzliche Kohleanlagen geplant.
(...)
Die meisten Kohlekraftwerke werden aktuell in China geplant oder gebaut mit einer Kapazität von 227 GW. In Indien sind es 92 GW und in der Türkei auch noch 34 GW. Es folgen Vietnam, Indonesien, Bangladesch, Japan, Südafrika, die Philippinen und Ägypten. In der EU hat Polen große Pläne und will 6,9 GW installieren.
https://www.handelsblatt.com/unternehme ... 28490.html
Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 04:04
Der weltweite größte Vermögensverwalter, BlackRock Inc., hat soeben bekannt gemacht, daß sie alle Firmen abstoßen werden, die mehr als 25% ihres Geschäftes mit Kohle machen. Trump hin und Klimawandel her, wenn die Größtkapitalisten offiziell Schluß mit Kohle machen, dann ist wirklich Schicht im Schacht.
Ob die Entscheidung von Blackrock darin begründet ist, daß man dort nicht mehr an die Kohle "glaubt" (aber wie sie es mit Öl aus?) oder man sich den Forderungen der Politik und der Großanleger anpaßt - darüber kann man sicherlich streiten.

Zunächst einmal ist festzuhalten, das Blackrock für einen großen Teil seines Geschäfts diese Zusage nicht einhalten kann. In seinen indexbasierten ETFs (ishares) muß Blackrock auch Aktien von Gesellschaften halten, die den obigen Kriterien nicht entsprechen - man bildet schließlich den Index ab und wenn der eine Kohlegesellschaft enthält, muß Blackrock die auch kaufen.

Bei den anderen Investmentfonds zeichnet sich in der Tat in den letzten Jahren ab, daß einige Großanleger (Kirchen, staatl. Pensionsfonds ua) in bestimmte Geschäftszweige nicht mehr investieren wollen. Das sind aber nicht nur "schmutzige" Energieerzeuger, sondern auch Kriegswaffen, Tabak, Alkohol, Glücksspiele oder private Gefängnisbetreiber.
Auch aus der Politik gibt es in der EU entsprechende Bestrebungen:
Künftig soll etwa ein „Paris-Label“ Investments kennzeichnen, die mit dem Klimaabkommen im Einklang stehen. Das soll verhindern, dass Finanzprodukte zu Unrecht als „grün“ etikettiert werden.
(...)
Der Druck dürfte nachhaltige Geldanlagen antreiben, meint der BVI. Denn Bankberater könnten nach dem Willen von Brüssel schon 2021 verpflichtet sein, Sparer zu fragen, ob sie ihr Geld nachhaltig anlegen wollen - Dokumentation inklusive. Auch zwingende Hinweise auf Klimafolgen von Investments werden diskutiert.
Man fürchtet - wie Siemens - plötzlich am Pranger zu stehen:
Auch machen Umweltinitiativen Druck: Die 15 weltgrößten Vermögensverwalter nutzten ihre Marktmacht nicht genug für klimafreundliche Investments, monierte die Initiative InfluenceMap.
Ob das "gute Gewissen" es wert ist, auf einige Prozentpunkte Rendite zu verzichten, das muß jeder selbst entscheiden.

Trisagion
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Trisagion »

Meine Kommentare zu China sollten nicht bedeuten, daß die Kommunistische Partei dort nun zu den Grünen geworden ist. Sondern schlicht, daß China bereits viel getan hat und weiterhin tut. Und zwar primär aus wirtschaftlichem Interesse... wobei, ich denke auch daß Umweltschutz im zunehmenden Maße für ihren Machterhalt nötig werden wird. Ab einem bestimmten Wohlstand ist es eben nicht mehr genug für die Bevölkerung nur noch Primärbedürfnisse (Wasser, Reis, Wohnnung, Heizung, Licht, ...) befriedigt zu kriegen. Und da geht es nicht nur um Konsumgüter, sondern auch um saubere Umwelt. Mal schauen wo das alles hinführt. Aber kombiniert mit dem chinesischen Wunsch an die Spitze der Technologientwicklung vorzustoßen, kann ich mir durchaus vorstellen, daß deren Energieplan sich weiter ändert, auch durchaus drastisch.

Ich würde auch nie auf die Idee kommen, BlackRock und anderen Größtkapitalisten ein Gewissen zuzuschreiben, oder Sorge für die folgenden Generationen. Aber wenn die reine Gier diese Leute in die Investion in erneuerbare Energie treibt, dann können wir eben sicher sein, daß die Umstellung kommt. Wenn man die Geier kreisen sieht, weiß man ja auch, was Sache ist. Das wird sicherlich Jahrzehnte in Anspruch nehmen, schließlich geht es hier um gigantische Infrastruktur. Aber es ist m.E. nur noch eine Frage des wann (und in Teilen des wie), nicht mehr des ob. Ist so ein bißchen wie Handys in den 80er und 90er Jahren. Ob das wohl ein Trend wird, trotz des wohletablierten und überall präsenten Festnetzes, das weiter ausgebaut wird?

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño »

Ob es die "Gier" ist, die Blackrock & Co veranlaßt, sich von den Kohlewerten ab und ggfs. zu den "grünen" Werten hinwenden - da würde ich aber mal ein ganz dickes Fragezeichen machen.

Blackrock und andere Kapitalanlagegesellschaften verdienen ihr Geld, indem sie das Vermögen anderer Kapitalsammelstellen verwalten. Je höher das verwaltete Volumen, umso höher die Verwaltungsgebühren. Bei ETFs fallen keine Erfolgsprämien an, da nur ein Index nachgebildet wird. Egal ob der Index steigt oder fällt, die Verwaltunsgebühr von 0,x% ist in jedem Fall zu zahlen.
Bei den anderen (sog. aktiv gemanagten) Fonds muß man die Wünsche der Kunden berücksichtigen und wenn diese nun einmal auf der "grünen Welle" reiten wollen , muß man ein entsprechendes Pferd im Angebot haben.

Während es vor einigen Jahren nur wenige Nischenanbieter gab, die "grüne" Fonds auflegten (in D. z.B. Ökoworld) wurden - befeuert von entsprechenden Berichten in den Medien - solche Fonds in den letzten Jahren immer stärker nachgefragt. Dementsprechend mußte die Fondbranche auch nachziehen und "nachhaltige" Angebote unterbreiten.

Insbesondere die großen Kapitalgeber (Versicherungen, Kirchen ua) weisen gern darauf hin, daß ihre Investments "nachhaltig" sind; die Rendite ist dann zweitrangig bzw. man verweist sogar noch stolz darauf, daß für dieses Ziel auf ein paar Prozentpunkte verzichtet wurde. Das hat den Vorteil, daß man so auch eine miserable Wertentwicklung "schön färben" kann.
Damit in Zusammenhang steht auch der Druck der Medien bzw. der "Öffentlichkeit", die von den Unternehmen verlangt, sich "klimaneutral" zu verhalten. Als Beispiel kann das z. Zt. stattfindende Schauspiel um den Siemens-Auftrag in Australien dienen.

Insofern sehe ich nicht, daß Blackrock & Co ihre Anlagepolitik aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten ändern. Es dürfte sich vielmehr um einen Kotau vor der veröffentlichten Meinung handeln - man will einen Pranger und ggfs. Geschäftsverluste vermeiden.
Geier würden über Blackrock & Co kreisen, wenn sie am Markt vorbei"produzieren" würden. Wenn der Markt "grüne" Anlagen will, dann bekommt er sie. Ob sie besser sind, ist damit noch nicht bewiesen.

Trisagion
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Trisagion »

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 11:52
Ob es die "Gier" ist, die Blackrock & Co veranlaßt, sich von den Kohlewerten ab und ggfs. zu den "grünen" Werten hinwenden - da würde ich aber mal ein ganz dickes Fragezeichen machen.
Nee, das Fragezeichen machst Du ja gerade nicht... Du erklärst Blackrocks Strategie schlicht anders, nämlich mit dem geänderten Geschmack ihrer Kundschaft statt mit den echten Erfolgsaussichten solcher Investitionen. Wir sind uns aber ja wohl einig, daß es diesen Leuten ums Geldverdienen geht, nicht um das Heil der Welt in irgendeinem Sinne? Das ist dann aber Gier.

Aber BlackRock kann es sich erstens nicht leisten in kompletten Schwachsinn zu investieren. Ein paar Prozentpunkte weniger für ein paar Jahre, wenn der Kunde sich dann gut fühlt, OK, durchaus. Aber wenn der Kunde schlicht sein Geld verliert, dann ist das ganz schnell vorbei mit der Geldmacherei für BlackRock. Insofern sagt uns das durchaus etwas darüber wie solide solche Investitionen derzeit sind: solide genug! Zweitens bietet BlackRock schon lange Investition in erneuerbare Technologien an, extremst erfolgreich, Milliardenschwer. Ihre jetzige Ankündigung geht aber weiter, sie ziehen bestehende Investitionen in Kohle systematisch ab. Selbst wenn das alles nur eine Werbemasche ist, ist es wichtig. Es ist jetzt lukrativ sich demonstrativ von alten Energietechnologien abzuwenden, nicht nur neue Energietechnologien anzubieten. Da hat sich der Wind schlicht gedreht.

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño »

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 13:20
Es ist jetzt lukrativ sich demonstrativ von alten Energietechnologien abzuwenden, nicht nur neue Energietechnologien anzubieten. Da hat sich der Wind schlicht gedreht.
:D :kugel:
Dazu paßt die Meldung heute in der NZZ, das Norwegen 69 neu Erdöl-Lizenzen ausschreibt.
Der ökologische Vorzeigestaat Norwegen, das Land mit der höchsten E-Auto-Dichte in Europa, fördert die Ölsuche, als gäbe es kein Morgen

s.a. hier:

Norway awards record 83 exploration licenses in mature areas

Das waren Meldungen aus dem letzten Jahr, heute meldet die NZZ:
Die norwegische Regierung will 69 neue Lizenzen für die Suche nach Erdöl vergeben. Die Gebiete liegen in der Nordsee, der Norwegischen See und der Barentssee. «Wir hoffen, die Erkundungen werden zu neuen Funden führen », sagte die Öl- und Energieministerin Sylvi Listhaug am Dienstag. Ölunternehmen wie Equinor, BP, Neptune, Vår Energi und die deutsche Wintershall Dea zeigten grosses Interesse. «Das bedeutet, dass die Branche an die künftige Wertschöpfung auf dem norwegischen Festlandsockel glaubt», so Listhaug. Umweltverbände und -parteien kritisierten die Ausschreibung.
(...)
Erst letzte Woche wurde rund 140 Kilometer westlich von Stavanger ein neues Ölfeld eingeweiht, das Öl und Gas für die nächsten fünfzig Jahre liefern soll.
Quelle: Norwegen schreibt 69 Erdöl-Lizenzen aus - NZZ vom 15. 01. 2020 - S. 24

Wie verträgt sich diese Ausschreibung denn mit den vertraglichen Verpflichtungen Norwegens, den Verbrauch fossiler Brennstoffe auf Null zu reduzieren - bis zum Jahre 2050?

Einerseits Klimaneutralität von den eigenen Bürgern und vom Rest der Welt fordern, aber gleichzeitig durch Produktionsausweitung die Bodenschätze auf den Weltmarkt werfen, damit man selbst noch daran verdient (obwohl der Preis sinkt..) - nennt man auch Grünes Paradoxon

BTW: Schon mal darüber nachgedacht, wie Russland und andere Staaten (z.B. Algerien, Indonesien) mit großer Bevölkerung und großen Erdölvorkommen ihren Staatshaushalt finanzieren können, wenn der Erdölverbrauch signifikant sinken würde?

ME sind die lauten Bekenntnisse von Staaten und Industrie, sich künftig "klimaneutral" zu verhalten, viel, viel Show. Das Menschen fordern es, sie bekommen es zu hören und glauben, sie hätten Einfluß. Wie ich schon weiter oben schrieb, kann man natürlich die Kohleproduzenten aus den Portfolios verbannen - so groß sind die auch nicht. Bei Exxon, Gazprom & Co sieht das schon anders aus und mit Saudi Aramco fand vor wenigen Wochen der größte Börsengang der Geschichte statt.

ME wäre es jedoch fahrlässig aus einigen Meldungen zu schließen, daß die Großfinanz den thermischen Energiequellen keine Zukunft gibt. Die Planungszahlen der Staaten sehen häufig anders aus, wie man bei den geplanten Neubauten der Kohlekraftwerke sehen kann.

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Protasius
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Protasius »

Ich kann mir noch einen sehr guten anderen Grund für fortgesetzte Exploration vorstellen: Erdöl und Kohle sind wichtige Rohstoffe für die chemische Industrie. Sie sind eigentlich viel zu schade um sie einfach zu verbrennen, da sie endlos lange brauchen würden um nachzuwachsen.

Diese Idee ist im übrigen nicht neu; ich habe sie bereits in alten Büchern vor einem halben Jahrhundert gefunden, als man noch dachte, daß eine zum Wohle der Menschheit eingesetzte Kernkraft unsere Zukunft sei (Kernkraftwerke, mit Kernreaktoren angetriebene Schiffe, durch Gammastrahlung haltbar gemachte Nahrungsmittel, Nuklearmedizin, …).
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño »

Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 16. Januar 2020, 06:56
Ich kann mir noch einen sehr guten anderen Grund für fortgesetzte Exploration vorstellen: Erdöl und Kohle sind wichtige Rohstoffe für die chemische Industrie. Sie sind eigentlich viel zu schade um sie einfach zu verbrennen, da sie endlos lange brauchen würden um nachzuwachsen.
Stimmt - und außerdem ist es mE sehr fraglich, ob eine Politik, die sich ausschl. auf CO²-Vermeidung konzentriert, der Weisheit letzter Schluß ist.

Ich hatte weiter oben schon auf das Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS)-Verfahren hingewiesen und verlinke noch einmal zwei Artikel, die sich damit beschäftigen:

Studie: Wiederverwertung von CO2 hat großes Potential

Versuch der Sachlichkeit in der Klimadebatte

Sollten die Verfahren, die sich erst im Anfangsstadium befinden, erfolgreich sein, wäre diese Entwicklung ein absoluter "game-changer", denn plötzlich wären die fossilen Brennstoffe ihren Makel los - das CO² könnte, wie in den Artikeln ausgeführt, wiederverwendet werden. Wer sich im Netz umsieht, wird schon einiges an Pilotprojekten finden.

Ich hatte bereits oben auf den show-Effekt von Blackrock hingewiesen und angemerkt, daß die Verpflichtung, kohleintensive Unternehmen aus dem Portfolio zu verbannen, keine größeren Auswirkungen haben dürfte. Die FT bringt dazu Zahlen:
It will cut companies that generate 25 per cent of their revenues or more from thermal coal from its actively managed portfolio by mid-2020. Although just $500m of assets—0.007 per cent of its total portfolio — will be subject to the divestment, it is a start.
Financial Times - 15. Jan. 2020 - S. 8 - BlackRock needs to deliver on climate action

Betroffen sind also nur 0,007% des Gesamtportfolios - ein lächerlicher Betrag, den man aufgrund der positiven Berichterstattung verschmerzen kann.
Nur zur Orientierung: Ein Marktwert von ca. 500 Mio USD (= 450 Mio €) entspricht ungefähr der Marktkapitalisierung des Druckmaschinen-Herstellers Koenig-Bauer....

In einem weiteren Artikel erläutert die FT, warum sich BlackRock zu diesem Schritt entschlossen haben könnte:
Pension fund clients in particular have piled on pressure. The $1.5tn Government Pension Investment Fund of Japan withdrew billions of dollars fromBlackRock last year as the biggest pension fund put environmental,
social and governance concerns at the centre of its investment ethos.
Other shareholders have become more vocal, with a coalition filing a climate change resolution at the asset manager ahead of this year’s annual meetings
Financial Times - 15. Jan. 2020 - S. 13 - BlackRock takes a stand in climate struggle

Es ist also die Angst vor Verlust von Kunden und einer schlechten Presse. Ob der Schritt aus Überzeugung erfolgte, ist nicht sicher. Das betroffene Volumen ist so gering, das man da erhebliche Zweifel haben kann.
In dem Artikel wird auch darauf hingewiesen, daß
1. die Maßnahme nur die aktiv gemanagten Fonds betrifft
2. es sich hier um eine relative Größe handelt und damit kaum Gesellschaften betroffen seien. So erziele Glencore als einer der größten Kohleexporteure und -händler nur 6% seines Umsatzes mit Kohle. Der norwegische Staatsfond habe statt einer relativen eine absolute Grenze (20m t) gezogen und damit auch Schwergewichte wie Glencore, BHP und Anglo American aus seinem Portfolio verbannt.

Die größten Bergbauunternehmen und Verschmutzer würden mit der Entscheidung keine schlaflosen Nächte haben, heißt es bei den Kritikern.

Trisagion
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Trisagion »

Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 16. Januar 2020, 06:56
Ich kann mir noch einen sehr guten anderen Grund für fortgesetzte Exploration vorstellen: Erdöl und Kohle sind wichtige Rohstoffe für die chemische Industrie. Sie sind eigentlich viel zu schade um sie einfach zu verbrennen, da sie endlos lange brauchen würden um nachzuwachsen.
Korrekt. So ist z.B. Polyethylen, der am meisten verwendete Kunststoff insbesondere für Verpackungen, ein Produkt der Petrochemie. Die Ölförderung wird im großen Stil weitergehen, selbst wenn Energieversorgung und Mobilität anderweitig angetrieben werden.

Es ist auch kaum verwunderlich, wenn ein Land wie Norwegen die Ölförderung beibehält. Über die Hälfte deren Exporte ist Öl, die können es sich schlicht nicht leisten kein Öl mehr zu fördern, sonst verarmt das Land schlagartig. Norwegen, ähnlich wie das wirtschaftlich durchaus vergleichbare Saudi Arabien, wird ein Problem kriegen wenn die Ölnachfrage sinkt, etwa im Zuge der kommenden Ernergieumstellung. Wobei natürlich andererseits die Ölreserven auch irgendwann zu Ende gehen (sinkendes Angebot), und wie oben erwähnt viel Öl auch in die Petrochemie geht (sichere Grundnachfrage). Kann durchaus sein, daß in Zukunft Preissteigerungen anzunehmende Volumenverluste wettmachen für Norwegen und andere Föderländer...

Aber das tut ja alles herzlich wenig zur Sache. Wir haben bereits die Technik um genügend Energie ohne Kohle und Öl zu erzeugen (m.E. ist Atomtechnik von Nöten, gerne mit besserer Technik als dem Leichtwasserreaktor, aber da scheiden sich die Geister). Wir sind nahe dran die Frage der Energiespeicherung technisch zu lösen. Der gesellschaftliche Wille ist vorhanden, ob nun zu Recht oder nicht (es ist ja letztlich egal was bzgl. Klimawandel nun wirklich der Fall ist, wir handeln politisch nach dem was wir derzeit darüber glauben). Die Kapitalisten stellen gerne das Kapital für eine gigantischen Umstellung der Infrastrukur zur Verfügung, weil Reibach. Und wenn soetwas erstmal losgetreten wird, dann wird es schnell zum Selbstläufer, denn alle Beteiligten haben ein Interesse daran daß es immer weiter geht.

Insofern tippe ich darauf, daß die Energieumstellung kommt und zwar egal ob das nun die Erde vor dem Klimawandel rettet, oder das alles nur Kokolores ist.

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño »

Hurra - endlich haben wir es geschafft und zahlen die höchsten Energiepreise.

Energiewende ist Preistreibend - Strompreise auf Rekordhoch: Noch stärkerer Anstieg als befürchtet
Der Grund ist einfach: Deutschland leistet sich die Energiewende. Jeder Stromverbraucher bezahlt mit der sogenannten EEG-Umlage den Aufbau der unzuverlässigen und extrem teuren »erneuerbaren Energien« mit und damit auch die Zerstörung der bisherigen sicheren und preiswerten Energieversorgung.
Kein vernünftiger Mensch würde in großem Stil Windräder in Deutschland aufstellen. Der Ertrag an Strom ist einfach zu gering und zu unzuverlässig. Wenn, ja, wenn er nicht mit mehr Geld zugekleistert werden würde.
Auch die Entschädigungen für "Überproduktion" - ein schmeichelhaftes Wort für die Stromverklappung - sind erheblich. In 2018 waren es 635 Mio € und im windreichen I/19 364 Mio €.
Das Interesse an jenem risikolosen, als Weltklimarettung getarnten Absahnen ist weiterhin gewaltig. Wie lange werden das die ausgenommenen Bürger noch mitmachen?
Antwort: Solange ihnen die Geschichte vom Weltuntergang und der Rettung erzählt wird....

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño »

Rettung des Weltklimas: Wohlstand für Wenige
Jeden Tag neue Verteuerungs-Vorschläge für Kleidung, Kunststoffartikel, Autos, Urlaub, Fleisch, Milchprodukte, Alkohol, ganz generell Lebensmittel; alles natürlich ein Beitrag zur Rettung des Weltklimas. Mit der CO2-Abgabe hat die Bundesregierung die wohl massivste Steuererhöhung beschlossen.
(...)
Preiserhöhungen, mit staatlicher Hilfe durchgesetzt, sind das Allheilmittel der Klimapolitik – und in sich logisch: Wer weniger konsumiert, reduziert damit den Ressourcenverbrauch. Der materielle Wohlstand soll sinken, auch wenn weiterhin Löhne und Einkommen auf dem Papier steigen – die Preise im Zusammenspiel mit Steuern sollen aufessen, was mehr verdient wird, die Kaufkraft sinken.
Der große Unterschied zu den USA wurde in der gestrigen Davos-Rede von Donald Trump deutlich. Da verwies er auf die wirtschaftlichen Erfolge, die gesunkene Arbeitslosenquote und die gestiegenen Löhne. Hier dagegen die höchsten Stromkosten und die höchste Abgabenquote. :traurigtaps:

Trisagion
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Trisagion »

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 22. Januar 2020, 14:08
Der große Unterschied zu den USA wurde in der gestrigen Davos-Rede von Donald Trump deutlich. Da verwies er auf die wirtschaftlichen Erfolge, die gesunkene Arbeitslosenquote und die gestiegenen Löhne.
Eine andere Einschätzung des Wirtschaftswachstum in den USA wird hier gegeben:
"Trump has made a lot of claims at Davos ...", The Independent, online 22.01.2020
Trump’s numbers are average — in key ways, practically identical to what happened during Barack Obama’s second term. To the extent Trump makes a difference, he’s been a modest negative.
(Übersetzung: Trumps Zahlen sind durchschnittlich - in den wichtigsten Bereichen praktisch identisch mit denen aus Barack Obamas zweiter Amtszeit. Wo man davon reden kann, daß Trump etwas bewegt hat, war das leicht negativ.)
Diese Aussage wird in dem Artikel mit vielen Zahlen belegt, wer des Englischen mächtig ist kann es selber lesen. Für uns hier vielleicht besonders relevant (gleiche Quelle):
Coal use for power dropped 23% in 2019 alone, according to the US Department of Energy, as wind became the cheapest major electricity source thanks to improving technology.
(Übersetzung: Der Kohleverbrauch für die Stromerzeugung fiel alleine in 2019 um 23%, dem US Energieministerium zufolge, während Windergie die billigste der großen Elektrizitätsquellen wurde, dank Fortschritten in der Technologie.)

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño »

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 22. Januar 2020, 21:29
Für uns hier vielleicht besonders relevant (gleiche Quelle):
Coal use for power dropped 23% in 2019 alone, according to the US Department of Energy, as wind became the cheapest major electricity source thanks to improving technology.
(Übersetzung: Der Kohleverbrauch für die Stromerzeugung fiel alleine in 2019 um 23%, dem US Energieministerium zufolge, während Windergie die billigste der großen Elektrizitätsquellen wurde, dank Fortschritten in der Technologie.)
Der Erneuerbaren spielen in den USA doch kaum eine Rolle und daher ist - von einer niedrigen Ausgangsbasis - auch ein hoher Zuwachs verständlich, sollte aber nicht überbewertet werden.

Der Anteil der Eneuerbaren hat sich von 2005 bis 2018 von 6% auf 11,4% fast verdoppelt, allerdings wird der Anteil auch künftig überschaubar sein:
That’s tremendous progress, but renewables (especially wind and solar) are still a small share of the overall energy mix. EIA’s Annual Energy Outlook (AEO) 2019 outlines the challenge ahead. It forecasts a fossil fuel-dependent future (78% of total energy consumption) for the United States even in 2050. Renewables will account for an increasing share of electricity generation through 2050, but electricity is just one piece of the pie. AEO 2019 projects wind and solar to supply 7% of total primary energy needs in 2050—up from 3% today—despite providing 23% of electric generation in 2050. All renewables (solar, wind, hydroelectric, geothermal and biomass) are expected to meet just 14% of U.S. energy needs, while accounting for 31% of generation by 2050.
Good News, Bad News: 4 Trends in US Energy Use

Wenn Kohle durch Öl ersetzt wird, bringt das für den CO²-Ausstoß auch nicht so besonders viel. Besonders beteiligt am Ölverbrauch ist das Transportgewerbe. Hier sollte man berücksichtigen, daß Güter in den USA in viel höherem Maße auf der Bahn transport werden, selbst wenn man aufgrund der vollmundigen Sprüche in D. nicht vermuten würde.

viewtopic.php?f=6&t=13796&p=769744&hili ... rt#p769744

https://www.nzz.ch/fuer_die_gueter_die_ ... duced=true

Mir imponiert es, daß die USA einen anderen Weg gehen als die EU. Statt sich verbindlich zu verpflichten, kündigen sie das Abkommen und lassen sich nicht unter Druck setzen. Gleichzeitig versuchen sie, den CO²-Ausstoß zu vermindern und zwar ohne in Steuererhöhungs- und Verbotsorgien wie in D.. Aber wie will man in D. mehr Güter auf die Schiene bringen, wenn man mit dem Bau der seit Jahrzehnten geplante Betuwe-Linie noch nicht einmal angefangen hat?

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Juergen
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen »

Greta schläft vor digital zu streiken, d.h. den Streik ins Internet zu verlegen. Dort sollen die Streikenden dann Streikphotos hochladen ohne freilich zusammen mit anderen Menschen in der Öffentlichkeit zu streiken. – Ähm… :hmm:
https://www.gmx.net/magazine/politik/gr ... z-34508926

Gruß Jürgen

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von asderrix »

Also Freitag Schule schwänzen und auf den Sofa demonstrieren. :blinker: :blinker: :blinker:
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!

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Edi
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Edi »

Noch ein par von den coronaähnlichen Viren und die heilige Greta hat ihr Ziel erreicht.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen »

Gruß Jürgen

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Libertas Ecclesiae »

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Dienstag 24. März 2020, 09:07
Alexander Wendt:

Angela Merkel: Regieren bei verstummter Kritik
Der ehemalige „Spiegel“-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer wird hier wie folgt zitiert: „COVID-19 wirkt wie ein High-Speed-Vorgriff auf Erschütterungen, die uns die Erwärmung des Planeten erst noch bringen wird.“

Ist also die Corona-Krise nur der Testlauf und die Blaupause für die große Transformation, die jene mächtigen Kreise, die hinter Greta stecken, durchdrücken wollen? Schließlich sieht man ja jetzt, wie einfach das ist: in einer aktuellen Krisensituation den „Notstand“ ausrufen, und schon lassen die Leute alles mit sich machen – ja, sie applaudieren sogar noch dafür, dass ein Grundrecht nach dem anderen abgeschafft wird.

Hier einige Zitate von Gretel:
  • „Wir können die Welt nicht retten, indem wir uns an die Spielregeln halten. Die Regeln müssen sich ändern, alles muss sich ändern, und zwar heute.“
  • „Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. […] Ich will, dass ihr handelt, als würde euer Haus brennen. Denn es brennt.“
  • „Ich will eure Hoffnung nicht. Ich will nicht, dass ihr hoffnungsvoll seid.“
  • „Einige Leute, einige Unternehmen, vor allem einige Entscheidungsträger haben genau gewusst, welchen unbezahlbaren Wert sie opfern, um weiterhin unvorstellbare Mengen Geld zu verdienen.“
    (Anm.: Das lässt sich auch auf Gretas Hintermänner und -frauen übertragen, die bereit sind, ganze Volkswirtschaften zu „opfern“, um daran „unvorstellbare Mengen Geld zu verdienen“ [mich würde interessieren, wer so alles rechtzeitig auf den Börsen-Crash gesetzt hat und daran Unmengen verdient hat, genau wie damals beim 11. September].)
  • „Wir betteln nicht bei Entscheidungsträgern um ihre Anteilnahme. Sie haben uns in der Vergangenheit ignoriert, und sie werden es weiterhin tun. Aber die Dinge werden sich ändern, ob es ihnen gefällt oder nicht.“
  • „Entweder wir erreichen einen Kipppunkt, an dem wir eine Kettenreaktion mit Ereignissen beginnen, die weit über die menschliche Kontrolle hinausgehen, oder wir tun es nicht. Entweder wir bleiben eine Zivilisation, oder wir tun es nicht. Es gibt keine Grauzonen, wenn es ums Überleben geht.“

Tja, und jetzt haben doch die „Klimaaktivist*innen“ genau das, was sie wollen: Der Flugverkehr ist auf ein Minimum heruntergefahren, der Autoverkehr ist sehr stark reduziert, immer mehr Fabriken fahren herunter oder stoppen die Produktion komplett, der gesamte Freizeitsektor ist auf Null heruntergefahren, im Privaten ist faktisch nur noch Fortbewegung zu Fuß erlaubt. Ist Corona also der Testlauf für die kommende Klimadiktatur?

Mit der unglaublichen Geldschwemme der Regierungen und der EZB wird es zu einer Stagflation kommen, in der Folge wird der Mittelstand seine Ersparnisse und sein Vermögen verlieren, es kommt erneut zu einer Währungsreform, und die wird höchstwahrscheinlich der Ausgangspunkt für die schon angekündigte „große Transformation“ werden. Die Bürger werden nicht protestieren können, weil Ausgangsbeschränkungen gelten, sie werden nicht auswandern können, weil ihnen dazu das Geld fehlt, aufmüpfige private Medien wie „Tichys Einblick“ oder „Achgut“ werden sich finanziell nicht halten können, die zwangsfinanzierten ÖRR werden weiter ihre Loblieder auf die Regierung singen.

Vielleicht erklärt Merkel ja auch die Bundestagswahl 2021 für nicht durchführbar, deshalb müsse sie „vorübergehend und geschäftsführend“ im Amt bleiben (so ein Modell hat sich ja in diversen autoritären und totalitären Systemen rund um die Welt „bewährt“).

Man beachte auch totalitäre Tendenzen bei Jens Spahn (Impfpflicht, Organspendepflicht, Verbot von Konversionstherapien) oder Peter Tauber (Abschaffung der Versammlungs- und Meinungsfreiheit für „Demokratiegegner“) oder den Linken (Erschießen oder Zwangsarbeit für „Reiche“). Wenn man bedenkt, dass in einigen Ländern bereits Handydaten an Behörden übermittelt werden, um Bewegungsprofile ermitteln zu können (natürlich alles nur zum „Schutz“ der Bevölkerung), dann wird einem schlecht. Dazu noch die Aufforderung, jetzt aus „Hygienegründen“ nur noch mit der Karte zu zahlen – schon lässt sich nicht nur dein Bewegungsverhalten noch besser kontrollieren, sondern auch dein Konsumverhalten.

https://www.br.de/nachrichten/wirtschaf ... ko,Ru5O35q

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... a021f7e70a

Man beachte des Weiteren: „Die Grünen sind nicht grundsätzlich gegen das Erheben von Standortdaten.“

Vielleicht ist das alles zu düster, das mag sein – aber leider ist das alles auch realisierbar oder teilweise schon jetzt Realität.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Benedikt
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Benedikt »

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 19. März 2020, 11:03
Bei uns vor Ort gehen die Aktivitäten weiter:
https://fff-halle.de/
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Hubertus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Hubertus »

Benedikt hat geschrieben:
Mittwoch 25. März 2020, 10:23
Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 19. März 2020, 11:03
Bei uns vor Ort gehen die Aktivitäten weiter:
https://fff-halle.de/
Daraus (roter Kasten, rechts):
ALLE VERANSTALTUNGEN ABGESAGT
Auf Grund der aktuellen Lage zum neuartigen Coronavirus sind wir schweren Herzens dazu gezwungen, alle Veranstaltungen bis auf unbestimmte Zeit abzusagen.
:hmm:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Juergen
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen »

Hubertus hat geschrieben:
Mittwoch 25. März 2020, 15:05
Daraus (roter Kasten, rechts):
ALLE VERANSTALTUNGEN ABGESAGT
Auf Grund der aktuellen Lage zum neuartigen Coronavirus sind wir schweren Herzens dazu gezwungen, alle Veranstaltungen bis auf unbestimmte Zeit abzusagen.
:hmm:
Das ist doch logisch. Es muß sich erst das Klima wieder ändern, bis es weitergehen kann. :pfeif:

Gruß Jürgen

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Juergen
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen »

Vor lauter „Corona-Berichterstattung“ gehen andere Themen ja komplett unter. Komplett? Aber nein! Es gibt ja noch die Deutsche Umwelthilfe
Deutsche Umwelthilfe e.V. (03.04.2020) hat geschrieben:https://www.presseportal.de/pm/22521/4564099

Deutsche Umwelthilfe beantragt in 39 Städten mit hoher Luftbelastung temporäre Fahrrad-Straßen und Tempo 30 während der Corona-Krise

Zum Schutz der vermehrt auf das Fahrrad angewiesenen, zu ihren Arbeitsplätzen pendelnden Menschen sollen Straßenflächen zu Fahrrad-Straßen umgewidmet werden - Bogotá und Berlin-Kreuzberg als Vorbild - Kurzfristige Schutzmaßnahmen sollen Fahrradunfälle und daraus resultierende Krankenhausaufenthalte in Zeiten von Corona minimieren - Deutsche Umwelthilfe fordert Bürger bundesweit auf, weitere Städte zu benennen, in denen die DUH Anträge auf kurzfristige Umwidmungen von Verkehrsflächen in sichere Fahrrad-Straßen stellen soll

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) beantragt in 39 Städten mit hoher Belastung der innerstädtischen Atemluft, derzeit weniger genutzte Verkehrsflächen kurzfristig zu Fahrrad-Straßen umzuwidmen und zudem Tempo 30 innerorts bis auf Weiteres einzuführen. Dabei verweist die DUH auf die Zustimmung und starke Nutzung durch Radfahrer, die beispielsweise in Bogotá (Kolumbien) oder Berlin-Kreuzberg eingetreten sind. Die DUH setzt den Städten eine Frist bis zum 16. April 2020.
Es gibt extra eine Seite, auf der man Städte vorschlagen kann, für die die DUH auch Anträge stellen kann. Da es in Bogotá so gut klappt, könnte jemand ja mal Medellín, Cali, Barranquilla,… vorschlagen.
Gruß Jürgen

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holzi
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von holzi »

Das Gewese um Corona hat für Radfahrer in der Tat einen Vorteil. Bisher war es ja oft so, dass bei Verbesserungswünschen wie bessere Radwege, geänderte Ampelzeiten, um das Überfahrenwerden durch Rechtsabbieger zu vermeiden, etc. immer zu hören war, dass das ja Geld kostet, dass der freie Fluss des motorisierten Verkehrs beeinträchtigt würde u.s.w.
Nun sieht man, dass es ohne mit der Wimper zu zucken möglich ist, das gesamte Land für einige Wochen (Monate? :erschrocken: ) zum Stillstand zu bringen und Billionen Euros zu verlieren. Wer will dann noch argumentieren, dass es unmöglich und auch viel zu teuer sei, die Ampelphasen so zu takten, dass die Radler 15s Vorsprung kriegen, bevor die Lkws ums Eck biegen dürfen?
Im Jahr 2018 waren das 38 tote Radfahrer in Deutschland.
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

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Juergen
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen »

holzi hat geschrieben:
Freitag 3. April 2020, 16:52
Im Jahr 2018 waren das 38 tote Radfahrer in Deutschland.
1818 starb kein einziger Radfahrer durch einen Unfall mit einem Auto. :tuete:

Gruß Jürgen

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Hubertus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Hubertus »

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Juergen
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen »

Gruß Jürgen

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Siard
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Siard »

Juergen hat geschrieben:
Montag 13. April 2020, 17:52
Hubertus hat geschrieben:
Montag 13. April 2020, 15:46
"Kaum Autos und die Luft wird nicht besser"
Naja
https://www.swr.de/wissen/corona-positi ... t-100.html

Das dürfte weniger mit Autos zu tun haben.
Ἄξιόν ἐστι τὸ ἀρνίον τὸ ἐσφαγμένον λαβεῖν τὴν δύναμιν καὶ τὸν πλοῦτον καὶ σοφίαν καὶ ἰσχὺν καὶ τιμὴν καὶ δόξαν καὶ εὐλογίαν.

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Benedikt
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Benedikt »

Hubertus hat geschrieben:
Montag 13. April 2020, 15:46
"Kaum Autos und die Luft wird nicht besser"
Falscher Faden.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Hubertus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Hubertus »

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Robert Ketelhohn
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Hubertus hat geschrieben:
Montag 25. Mai 2020, 18:10
"Die Grünen Khmer machen keine halben Sachen…"
Der Einsturz der Kühltürme bestürzt mich. Wie geht das? – Ich habe keine Flugzeuge hineinfliegen sehen.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Lupus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Lupus »

Ob ich das richtig wahrnehme?
Eigentlich haben sich die Debatten um die "Corona-Pandemie" so langsam müde, wenn nicht demnächst tot gelaufen.
Da regt sich bei Grüns und ähnlichen Leuten das eine oder andere längst totdiskutierte Thema wieder.
Schließlich muss man sich und seine Lieblingsthemen am Leben erhalten.
Habakuckuk (Habeck) meldet sich zu Wort oder wird durchs Fernsehen zu Wort gebeten und quasselt lustig drauf los.
Klimawandel wird aufgekocht; rechtzeitig vor Wahlen wird um neues Publikum geworben, demnächst wohl ab 15 J. zur Wahl zugelassen. Rechtzeitig an FFF erinnert, damit, falls sie wieder zur Schule müssen, sie die Möglichkeit haben,-von unserem "Engelgleichen Gottesgeschenk" (Angela Dorothea) gelobt-, wieder freies Schulschwänzen am Freitag wahrnehmen können.
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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Raphael
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Raphael »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Dienstag 26. Mai 2020, 00:19
Hubertus hat geschrieben:
Montag 25. Mai 2020, 18:10
"Die Grünen Khmer machen keine halben Sachen…"
Der Einsturz der Kühltürme bestürzt mich. Wie geht das? – Ich habe keine Flugzeuge hineinfliegen sehen.
Es ist doch ganz einfach:
Kühltürme sind zum Kühlen da.
Der Klimawandel führt jedoch zu einer Erwärmung der allgemeinen Temperatur.
Deswegen können Kühltürme nur mehr Störenfriede sein und müssen - notfalls auch mit brachialer Gewalt - beseitigt werden.
Logisch, oder? :narr:
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
(Georg Christoph Lichtenberg)

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