Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

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HeGe
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von HeGe » Donnerstag 3. März 2016, 13:53

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 3. März 2016, 13:55

Ist die Frage nicht Gesetzlich geregelt in Deutschland

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von HeGe » Dienstag 8. März 2016, 13:41

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Juergen
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Juergen » Donnerstag 10. März 2016, 16:13

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 81007.html

Spaghettimonster-Kirche: "Es gibt so viele Ehepaare, die wünschten, sie hätten nie geheiratet"

Die satirische Religionsgemeinschaft "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters" darf in Neuseeland jetzt Trauungen durchführen. Ein Gespräch mit der Päpstin.

Der 10. Dezember 2015 war ein guter Tag für Karen Martyn. Und für ihre "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters", kurz: FSM. Denn an jenem Tag gaben die Behörden in Neuseeland bekannt, dass die Religionsgemeinschaft fortan offiziell kirchliche Trauungen vollziehen darf. Martyn saß in ihrer Wohnung in Wellington, telefonierte viel, schrieb E-Mails, aß eine große Portion Spaghetti mit Tomatensoße, dazu gab es ein Glas Rotwein. Ein Feiertag.
:vogel:
Gruß
Jürgen

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 10. März 2016, 17:15

es mag eine frage des Geschmackes sein aber die Herrschaften sind wenigstens Konsequent

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von HeGe » Montag 21. März 2016, 13:56

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JosefBordat
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von JosefBordat » Sonntag 27. März 2016, 15:49

Ich mache so etwas eigentlich nicht. Ich schreibe für gewöhnlich keine Texte auf Zuruf. Doch, wenn mich mein Pfarrer darum bittet, will ich mal eine Ausnahme machen. Außerdem ist heute Ostern. Das rechtfertigt (fast) jede Abweichung von der Norm, (fast) jede Ausnahme von der Regel. - https://jobo72.wordpress.com/216/3/27 ... es-sieges/

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Tinius » Sonntag 27. März 2016, 18:05

JosefBordat hat geschrieben:Ich mache so etwas eigentlich nicht. Ich schreibe für gewöhnlich keine Texte auf Zuruf. Doch, wenn mich mein Pfarrer darum bittet, will ich mal eine Ausnahme machen. Außerdem ist heute Ostern. Das rechtfertigt (fast) jede Abweichung von der Norm, (fast) jede Ausnahme von der Regel. - https://jobo72.wordpress.com/216/3/27 ... es-sieges/

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Ich habe dieses Spiel nicht angeschaut. Ganz bewusst. Dafür wurde in Glasgow ein freundlicher, muslimischer Ladenbesitzer ermordet, weil er Christen auf seiner Facebookseite "Frohe Ostern" gewünscht hatte...

http://www.kath.net/news/54543

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von overkott » Mittwoch 30. März 2016, 15:05

Eigentlich bräuchten wir eine Bundeshauptstadt mit einer Einwohnerschaft, die in etwa dem Durchschnitt der Bundesrepublik entspricht - nicht zu städtisch, konfessionell ausgeglichen, religiös plural und sogar mit einer maßvollen Logentradition.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Protasius » Mittwoch 30. März 2016, 23:40

overkott hat geschrieben:Eigentlich bräuchten wir eine Bundeshauptstadt mit einer Einwohnerschaft, die in etwa dem Durchschnitt der Bundesrepublik entspricht - nicht zu städtisch, konfessionell ausgeglichen, religiös plural und sogar mit einer maßvollen Logentradition.
Wozu sollten wir das brauchen? Wir werden nicht von einer Stadt regiert, sondern von einem Parlament, daß den von dir aufgestellten Kriterien der Repräsentanz wesentlich besser entsprechen kann, weil seine Mitglieder aus allen Teilen des Landes gewählt werden.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von JosefBordat » Freitag 1. April 2016, 17:17

Bisher war die Sache klar: Es gibt die bösen "Religioten", die für Kriege und Völkermord zuständig sind, und die guten Gottlosen, die der Menschheit netterweise all das schöne Wissen bringen und so für eine bessere Welt sorgen. Jetzt gibt es da plötzlich Zweifel. - Muss die Frage, wer das pathologisch relevante Hirn aufweist, Gläubige oder Atheisten, neu beantwortet werden? - https://jobo72.wordpress.com/216/4/1 ... nd-gehirn/

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von HeGe » Donnerstag 14. April 2016, 14:33

Spaghettimonster-Kirche verliert Rechtsstreit

Es ging um irgendwelche Hinweistafeln am Ortseingang einer brandenburgischen Stadt.
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Juergen » Donnerstag 14. April 2016, 14:41

HeGe hat geschrieben:Spaghettimonster-Kirche verliert Rechtsstreit
Es ging um irgendwelche Hinweistafeln am Ortseingang einer brandenburgischen Stadt.
Sind die Anhänger diese „Kirche“ eigentlich verflichtet, sofern sie auf dem Führerschein ein Photo haben, das sie mit Nudelsieb auf dem Kopf zeigt, dieses Nudelsieb permanent beim Autofahren zu tragen.
Bei Brillenträgern gibt (oder gab es früher zumindest) eine Verpflichtung, immer mit Sehhilfe zu fahren.

Falls sie (bisher) nicht dazu verpflichtet sind, in solchen Fällen mit Nudelsieb auf dem Kopf zu fahren, sollte man dringend eine solche Pflicht einführen. Ich bin mir dann übrigens ziemlich sicher, daß sie dann kein großes Interesse mehr daran haben, mit Nudelsieb auf dem Führerschein abgebildet zu sein.
Gruß
Jürgen

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von JosefBordat » Freitag 15. April 2016, 19:48

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von umusungu » Freitag 15. April 2016, 19:57

Die Erziehung in Zeugen-Jehova-Familien grenzt schon an Kindesmisshandlung. Lehrerinnen in Grundschulen, die solche Schüler haben, können ein Lied davon singen.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Amanda » Dienstag 19. April 2016, 09:37

umusungu hat geschrieben:Die Erziehung in Zeugen-Jehova-Familien grenzt schon an Kindesmisshandlung. Lehrerinnen in Grundschulen, die solche Schüler haben, können ein Lied davon singen.
Das kann ich bestätigen. Meine beste Freundin seit Kindertagen, geboren 1979, wuchs als ältestes von vier Kindern in einer Zeugen-Familie auf. Mit 16 wurde sie ausgeschlossen, mit 18 warf ihre Mutter sie hinaus, ohne Ausbildung oder irgendeine Sicherheit. Die komplette soziale Struktur brach von heute auf morgen weg.

Nachdem meine Freundin verständlicherweise viele Jahre mit jeglicher Form von Glauben auf Kriegsfuß gestanden hatte, nahm sie den katholischen Glauben an und ließ sich vor vier Jahren taufen und firmen.
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Mary » Dienstag 19. April 2016, 10:18

umusungu hat geschrieben:Die Erziehung in Zeugen-Jehova-Familien grenzt schon an Kindesmisshandlung. Lehrerinnen in Grundschulen, die solche Schüler haben, können ein Lied davon singen.
Wäre denn das für Dich ein Beispiel für christliche Kindererziehung?

fragt Mary (in nächster Verwandtschaft viele Zeugen habend....)
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von overkott » Dienstag 26. April 2016, 20:05

Wer Gottes Wort versteht und es ablehnt, handelt inhuman. Atheismus ist strukturelle Sünde.

Die Kirche muss die Sünder zur Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen leiten.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von overkott » Dienstag 26. April 2016, 21:40

Im günstigsten Fall ist Nihilismus eine temporäre depressive Verstimmung, im schlimmsten Fall eine nukleare Katastrophe.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von JosefBordat » Donnerstag 28. April 2016, 20:54

Solange die Kirche Gewissensnöte auslöst, ist alles in Ordnung. - https://jobo72.wordpress.com/216/4/28 ... sschimmer/

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von JosefBordat » Sonnabend 14. Mai 2016, 16:02

Zu meinem Pfingsttext („Das Pfingstfest ist die Geburtstagsfeier der Kirche“) erreichte mich die Frage, ob man denn den Geburtstag der Kirche überhaupt feiern könne, vielmehr: dürfe. Heute. Als aufgeklärter, humaner, zurechnungsfähiger Mensch. Auch auf die Gefahr hin, nun endgültig aus dieser erlesenen Gruppe herauszufallen: Ja, durchaus. - https://jobo72.wordpress.com/216/5/14 ... nachfrage/

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Stephanie » Freitag 17. Juni 2016, 14:01

Ich weiß, eigentlich hätte mich das nicht überraschen sollen...aber...

Seit Nov wohne ich (eigentlich aus Bayern stammend) in Norddeutschland, jobbedingt. Dass Norddeutsche in ihrer Mentalität anders sind als Süddeutsche war/ist zu erwarten und überrascht nicht weiters.
Aber...irgendwie war mir wohl doch nicht klar, wie gravierend sich diese Unterschiede auf der Glaubensebene auswirken! Ich befinde mich in absoluten Heidenland. Ich habe mich bislang immer gewundert und die Menschen für naiv gehalten, wenn sie die Bayern als gläubig, katholisch usw. einstuften - zumal das so einfach mal nicht (mehr) stimmt, bedingt durch Migration, Glaubensabfall etc.
Aber...seitdem ich hier wohne, bin ich sprachlos über die omnipräsente Atheistenpropaganda und Unwissenheit und vor allem Aggressivität gegenüber dem Christentum. Es ist einfach bizarr, als ob ich in einem anderen Land wäre. Und Eiferertum scheint hier so ausgeprägt zu sein, dass auch auf diesem Felde ich nur staunen kann. Ich bin im Sommer von einem 1jährigen, arbeitsbedingten, Aufenthalt aus einem nichtchristlichen, zu Deutschland sehr verschiedenen Kulturkreis zurückgekehrt...und habe das Gefühl, dass ich in Norddeutschland zwar

Und nein, mir geht es jetzt nicht um Preußenbashing oder Bayernwitze oder sonstigen netten Klamauk. Ich spreche ganz gezielt die Glaubensebene an. Das Deutschland so dermaßen gespalten ist (Ex-DDR-Gebiet jetzt mal ausgenommen, dort ist das allgemein bekannt), hätte ich mir nicht vorstellen können.

So. Das musste jetzt einfach mal raus, weil es mich doch schon seit einiger Zeit ziemlich beschäftigt.
Wird kaum der Gerechte gerettet, wo werde ich Sünder erscheinen? Die Last und Hitze des Tages habe ich nicht getragen. Die um die elfte Stunde kamen, denen zähle mich bei, Gott, und sei mein Erretter.

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Sarandanon
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Sarandanon » Freitag 17. Juni 2016, 20:41

Hmmm..., also ich wohne ja in der norddeutschen Diaspora. Ich stelle hier allerdings seitens Nichtglaubender weniger Aggressivität fest, sondern vielmehr gepflegte Ignoranz. Die ist natürlich auch gepaart mit Unwissenheit. Ansonsten gibt es eigentlich nur eine gewisse latente Grundaggressivität unter Gläubigen - nämlich ausgehend von der sich in der Mehrheit befindlichen Protestanten zur Minderheit der Katholiken (da werden Alt-Katholiken übrigens ausnahmslos und "liebevoll" mit eingeschlossen).
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
(Augustinus Aurelius)

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Tinius » Freitag 17. Juni 2016, 21:06

Stephanie hat geschrieben: Seit Nov wohne ich (eigentlich aus Bayern stammend) in Norddeutschland, jobbedingt. .....

Aber...irgendwie war mir wohl doch nicht klar, wie gravierend sich diese Unterschiede auf der Glaubensebene auswirken! Ich befinde mich in absoluten Heidenland.

Totaler Blödsinn. Dann nenne bitte Ross und Reiter (also deine Stadt).
Ich kann das für z.B. Ostfriesland nicht nachvollziehen.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Stephanie » Sonnabend 18. Juni 2016, 10:00

Tinius hat geschrieben:
Stephanie hat geschrieben: Seit Nov wohne ich (eigentlich aus Bayern stammend) in Norddeutschland, jobbedingt. .....
Aber...irgendwie war mir wohl doch nicht klar, wie gravierend sich diese Unterschiede auf der Glaubensebene auswirken! Ich befinde mich in absoluten Heidenland.
Totaler Blödsinn. Dann nenne bitte Ross und Reiter (also deine Stadt).
Ich kann das für z.B. Ostfriesland nicht nachvollziehen.
Umgebung von Hamburg.
Bezugnehmend auf deinen Vorwurf des "totale[n] Blödsinn". Ich spreche ja von persönlichen Erfahrungen. Und ich bin selten (abgesehen von Berlin natürlich) so vielen höchst aktiven und aggressiven Atheisten begegnet, wie hier (und nein, ich missioniere nicht, und führe von mir aus auch keine Glaubensdiskussionen). Auch hatte ich bislang noch nie die Situation, dass jugendliche Schulkinder mehrheitlich noch nie von Bischöfen gehört haben, Christus auf Bildikonographien nicht erkennen, von anderen Dingen ganz zu schweigen.
Bin vorhin darauf gestoßen:
Die Landesverfassungen der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben einen Gottesbezug in der Präambel. In den Verfassungen der Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein findet sich dagegen kein Bezug auf einen Gott.
Wikipedia
Das scheint mir dann aber schon ein Anliegen der mehrheitlich dort lebenden Bevölkerung wiederzuspiegeln.
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Stephanie » Sonnabend 18. Juni 2016, 10:05

Sarandanon hat geschrieben:Hmmm..., also ich wohne ja in der norddeutschen Diaspora. Ich stelle hier allerdings seitens Nichtglaubender weniger Aggressivität fest, sondern vielmehr gepflegte Ignoranz. Die ist natürlich auch gepaart mit Unwissenheit. Ansonsten gibt es eigentlich nur eine gewisse latente Grundaggressivität unter Gläubigen - nämlich ausgehend von der sich in der Mehrheit befindlichen Protestanten zur Minderheit der Katholiken (da werden Alt-Katholiken übrigens ausnahmslos und "liebevoll" mit eingeschlossen).
(Grins.) Ja, das kann ich mir vorstellen, als Orthodoxe bin ich für die Leute auch nicht zuzuordnen und werde dann denn Katholiken zugerechnet, weshalb ich mir dann stets antikatholische Unterstellungen anhören darf (und in vermeintliche Sippenhaft genommen werde), die so falsch und alt sind, dass ich immer nur verwundert den Kopf schütteln muss. Liegt wohl daran, dass es sich um ehemals rein protestantische Gebiete handelt, denn von süddeutschen Protestanten habe ich diese historischen Positionen/Vorwürfe nie gehört.
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von JosefBordat » Montag 4. Juli 2016, 11:12

KK und GG. Irgendjemand behauptet, das passe nicht zusammen. Ein ziemlich alter Hut. - https://jobo72.wordpress.com/216/7/4 ... was-nicht/

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Siard » Montag 4. Juli 2016, 14:46

JosefBordat hat geschrieben:KK und GG. Irgendjemand behauptet, das passe nicht zusammen.
Das paßt super: Beides hat nichts mit sich selbst zu tun. :unbeteiligttu:
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

Berthold Brecht

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von overkott » Dienstag 5. Juli 2016, 23:07

Tinius hat geschrieben:
Stephanie hat geschrieben: Seit Nov wohne ich (eigentlich aus Bayern stammend) in Norddeutschland, jobbedingt. .....

Aber...irgendwie war mir wohl doch nicht klar, wie gravierend sich diese Unterschiede auf der Glaubensebene auswirken! Ich befinde mich in absoluten Heidenland.

Totaler Blödsinn. Dann nenne bitte Ross und Reiter (also deine Stadt).
Ich kann das für z.B. Ostfriesland nicht nachvollziehen.
Warum?

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von HeGe » Mittwoch 13. Juli 2016, 16:34

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von overkott » Mittwoch 13. Juli 2016, 16:58

Grundsätzlich gilt für das Tragen von Schmuck mit religiösen Symbolen das Gleiche wie für die CDU-Ehrennadel oder den grünen Pulli mit oder ohne Sonnen- und Mohnblumen. Sollte durch die Symbole der Betriebszweck nicht erfüllt werden und der Umsatz durch das Tragen entsprechender Zeichen signifikant zurückgehen, weil diese dem sozialen Umfeld in Ravensburg nicht entsprechen, kann der Betriebsleiter von der Kassiererin verlangen, ein größeres Kreuz zu tragen und statt Minirock eine lange Hose anzuziehen, soweit diese allgemeinen Bedingungen bei Einstellung der Kassiererin schon bekannt waren.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von guatuso » Donnerstag 14. Juli 2016, 00:15

Stephanie hat geschrieben:Ich weiß, eigentlich hätte mich das nicht überraschen sollen...aber...

Seit Nov wohne ich (eigentlich aus Bayern stammend) in Norddeutschland, jobbedingt. Dass Norddeutsche in ihrer Mentalität anders sind als Süddeutsche war/ist zu erwarten und überrascht nicht weiters.
Aber...irgendwie war mir wohl doch nicht klar, wie gravierend sich diese Unterschiede auf der Glaubensebene auswirken! Ich befinde mich in absoluten Heidenland. Ich habe mich bislang immer gewundert und die Menschen für naiv gehalten, wenn sie die Bayern als gläubig, katholisch usw. einstuften - zumal das so einfach mal nicht (mehr) stimmt, bedingt durch Migration, Glaubensabfall etc.
Aber...seitdem ich hier wohne, bin ich sprachlos über die omnipräsente Atheistenpropaganda und Unwissenheit und vor allem Aggressivität gegenüber dem Christentum. Es ist einfach bizarr, als ob ich in einem anderen Land wäre. Und Eiferertum scheint hier so ausgeprägt zu sein, dass auch auf diesem Felde ich nur staunen kann. Ich bin im Sommer von einem 1jährigen, arbeitsbedingten, Aufenthalt aus einem nichtchristlichen, zu Deutschland sehr verschiedenen Kulturkreis zurückgekehrt...und habe das Gefühl, dass ich in Norddeutschland zwar

Und nein, mir geht es jetzt nicht um Preußenbashing oder Bayernwitze oder sonstigen netten Klamauk. Ich spreche ganz gezielt die Glaubensebene an. Das Deutschland so dermaßen gespalten ist (Ex-DDR-Gebiet jetzt mal ausgenommen, dort ist das allgemein bekannt), hätte ich mir nicht vorstellen können.

So. Das musste jetzt einfach mal raus, weil es mich doch schon seit einiger Zeit ziemlich beschäftigt.
Ich kann dich da bestaetigen, genauso ging es mir jedesmal, wenn ich au dem katholischen Costa Rica kommend, wo man sich beim vorbeigehen an der Kirche noch bekreuzigt, in das atheistische Kirchenhassende Berlin kam, in dem ich als Spinner, Bloedmann und mehr bezeichnet wurde, wenn ich sagte, dass ich an Gott glaube. Auch in einem Schriftstellerforum, wo ich ab und an schreibe, wurde ich angefeindet, regelrecht, angegiftet, wenn ich es wagte, positives ueber Gott zu sagen. Hohe aggressivitaet, die Menschen sind arm, sehr arm.

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